Oliver (Backes & Müller BM 12 V-FET)

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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Torben,

ich kann deinen Eindruck von Olivers Anlage bestätigen, sie klingt wirklich außergewöhnlich gut.
Ich durfte sie auch schon hören.
Über Jahre liebevoll optimiert und immer wieder aufs Neue überprüft ob da nicht noch was geht.
Da ist viel Enthusiasmus und Entdeckergeist im Spiel.

Offenheit für Neues und das Hinterfragen für vorhandenes, sowie gelegentliches Testen von neuen Spielsachen ist der Weg zum Ziel.

Ich schätze Olivers Weg zum Ziel, hat es mir doch auch schon viel gebracht :cheers:

Gruß Harald
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

matia100 hat geschrieben: 16.08.2023, 20:20 … Aber rein klanglich solltest Du mehr herausholen können …
… fast so gut, mit einem nur 5cm kurzen LAN-Patchkabel (beidseitig Plastikstecker !) …
Hallo Matthias,
hallo zusammen,

vielen Dank für den Tipp zur ultrakurzen LAN-Verbindung zwischen Linn und WLAN Client. Da ich noch einiges an Material von meinen LAN-Teststellungen vor einigen Jahren hatte, habe ich mir ein Kabel aus Neotechdraht (Kupfer) und Telegärtnerstecker (Plastik) gebastelt.

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Leider war das Ergebnis für meine Ohren fast identisch zum Test mit Silberkabel … für mich auf keinen Fall befriedigend. Dann habe ich das ultrakurze LAN-Kabel mit WLAN-Client vor den letzten Switch gesetzt (dort sind nach wie vor Linn und Synology verbunden). Nun wurde es zwar wieder etwas besser, aber kein Vergleich zu meiner bisherigen Netzwerkstrecke.

Ich habe mittlerweile das Silber-LAN-Kabel zwischen Synology und letztem Switch durch ein neues Modell meines bevorzugten Kabelbauers (identisch mit der Verbindung zwischen Linn und letztem Switch) ausgetauscht und das nenne ich mal einen deutlich positiven Klanggewinn. Alles wirkt noch „lässiger“ (es ist einfach da) und entspannter und ein wenig „Ungenauigkeit“ bzw. „Schwammigkeit“ im Bassbereich (extrem überzogen!!!) ist ebenfalls verschwunden. Die Ungenauigkeit/Schwammigkeit im Vorgängerkabel habe ich allerdings erst im direkten Vergleich mit der neuen Verbindung bemerkt bzw. erhört. Es kommt halt auch immer darauf an, wie man selbst konditioniert ist.

Der Test mit dem TP-Link TL-WR902AC inkl. Akkupack und das Feedback von Matthias haben mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen. Nun ist mir absolut klar, dass WLAN für mich und mein präferiertes Klangbild in meiner Anlagenkonfiguration (zumindest derzeit) kein Potenzial hat. Ich bleibe also vorerst bei meinen zwei bis drei Switches mit entsprechender Verkabelung … auch wenn der finanzielle Einsatz schmerzt.

Matthias (und ggf. auch andere Forumsmitglieder), ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diesen Beitrag überhaupt online schalten soll. Ich vermute mal, dass sich unsere Anlagen völlig unterschiedlich anhören und wir verschiedene Klangideale verfolgen. Gerade deshalb möchte ich mich aber bei Dir für den offenen und konstruktiven Austausch bedanken. Nur wenn man experimentierfreudig für andere Lösungen bleibt und sich durch Hörbesuche reflektieren lässt, dann kommt man meiner Meinung nach auch weiter. Ansonsten bleibt man in seiner Blase und theoretisiert sein persönliches Ergebnis mit Gleichgesinnten. Wenn Du mal in der Nähe von Bonn oder Koblenz bist und Interesse an einer Behörung bei mir hast, dann melde Dich gerne - ich freue mich immer über neue Impulse.

So, nun muss sich eine neue Lieferung aus Stuttgart bei mir einspielen und ich mich in den nächsten Tagen darauf einhören … die Reise geht weiter.

Viele Grüße,
Oliver
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matia100
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Beitrag von matia100 »

Hallo Oliver,
Bajano hat geschrieben:habe lange mit mir gerungen, ob ich diesen Beitrag überhaupt online schalten soll.
Aber ja doch unbedingt.
Vielen Dank für Deinen Bericht, der mich nur umso neugieriger macht. Denn ich habe den Test quasi genauso durchgeführt wie Dein Bild ihn zeigt. Gewiss das "kurze" LAN-Kabel war bei mir noch ein anderes, aber das entscheidet meiner Meinung nach nicht über das entweder oder.

Die von Dir verwendeten Telegärtner-Stecker sind vermutlich nicht aus Metall sondern aus Kunststoff? Hast Du dazu eine exakte Typbezeichnung und eine günstige Bezugsquelle? Die kenne ich noch nicht.

Danke auch für Deine Einladung, die ich auch meinerseits gerne erwidern möchte.

Viele Grüße
Matthias
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music is my escape
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Beitrag von music is my escape »

Hola Oliver,

Auch von mir vielen Dank für Deinen Beitrag.

Als jemand, der ebenfalls die meisten der sgnt. "NoNonsense"-Entstörungstipps, auch im Netzwerk, in seinen Anlagen problemlos nachvollziehen kann (und unglaublich dankbar dafür ist), freue ich mich sehr auch über anderslautende, ja geradezu gegenteilige Erfahrungsberichte.

Letztendlich können wir alle nur dazulernen, oder?

"Prüfe Alles, behalte das Beste."

In diesem Sinne weiterhin viel Freude,
Thomas.
:cheers:
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Oliver,

ich denke nicht, dass der von Dir gewählte Versuchsaufbau einen aussagefähigen Vergleich der W-LAN Anbindung mit Deiner kabelgebundenem LAN Strecke ermöglicht und Dein klangliches Fazit verwundert mich daher auch nicht.

1. Energieversorgung des TP Link

Du setzt eine Powerbank als Stromversorgung für den TP-LINK ein - diese ist nicht optimal. Besser wäre ein gutes lineares Netzteil oder aber bspw. ein LHY Batt 1.2 - jeweils 5 Volt. Die Komponenten Deiner kabelgebundenen LAN Strecke sind stromseitig doch auch viel besser versorgt - oder?

Zu Deinen Switches hattest Du geschrieben:

"bei den beiden Switches nach dem G-Cisco handelt es sich um keine käufliche Ware. Der Entwickler hat sehr viel Wert auf das integrierte Netzteil gelegt und trotzdem ist das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange."

Das heißt, es erfolgte ein Vergleich optimierter Netzteile gegen einen einfachen Akku.

2. Kabelanbindung zum Streamer

Du verbindest den TP-Link Router/Access Point per Kupferkabel direkt mit dem Streamer. Bei dem günstigen Preis etc. des TP-Routers kann ich mir nicht vorstellen, dass sein Ehternetausgang galvanisch isoliert ist etc. Da wird dann der ganze HF Müll vom Router in den Streamer weitergeleitet. Eigentlich müsste nach diesem Router eine Switchkaskade eingesetzt werden wie bei Deiner kabelgebundenen Lösung.

Da Dein Streamer nun kein integriertes W-LAN hat, musst Du natürlich einen kabelgebundenen Weg für den Anschluß an den Streamer gehen.
In dem Fall sehe ich aber W-LAN als Teilstrecke gegenüber Deiner aktuellen kabelgebundenen Lösung nicht im Vorteil, es sei denn, man kann vom Provider Router kein Kabel zum Streamer ziehen.

Wenn Du also bei Dir W-LAN und LAN vergleichen willst, müsstest Du den TP Link zwischen Deinem Provider Router und dem Cisco Switch einsetzen.

3. W-LAN Voraussetzungen

Persönlich würde ich W-LAN nur dann einsetzen, wenn es keine praktikable Lösung dafür gibt, mit einem LAN Kabel vom Router bis zum Accesspoint zu kommen und/oder der Streamer über eine (auch klanglich) sehr gute W-LAN Funktion verfügt. Das ist eher selten der Fall. Bei meinem Audio-PC habe ich das aber realisiert.

Ganz grundsätzlich ist die Kombination aus W-LAN und kabelgebundenem LAN aufwendiger, als eine rein kabelgebundene LAN oder reine W-LAN Lösung, wenn man klanglich dasselbe Ergebnis erzielen will.

4. Trennung Musik-LAN / Home-LAN

Es könnte auch Sinn machen, das Musik-LAN und das sonstige LAN zu trennen - also zwei getrennte Netzwerke aufzubauen. Das könntest Du mit Deinem TP-Link realisieren und es wäre einen Test wert - dann müsste der TP-Link aber auch über eine passende Stromversorgung verfügen.

Dazu konfigurierst Du den TP Link im Hotspot Router Mode und verbindest ihn dann per W-LAN mit Deinem Provider Router. Vom TP Link würdest Du kabelgebunden in den Cisco Switch gehen und von da wie gewohnt über die weiteren Switches/Kabel in den Streamer. Der Controlpoint kann entweder kabelgebunden über den Switch oder per W-LAN über den TP Link auf das Musik LAN zugreifen.

Der TP Link hat dann einen eigenen DHCP Server und eine aktive Firewall und bildet damit ein eigenes Netzwerk (Musik-LAN). Über die Verbindung zum Provider Router hast Du vom Musik LAN Zugang zum Internet. Im Musik LAN sollten sich möglichst wenig Komponenten befinden, im Idealfall nur der Streamer und der Controlpoint sowie Deine Switchkaskade. Selbst das NAS könnte sich weiter  im Home LAN befinden, sofern Du über UPNP mittels des Controlpoints darauf zugreifst.

Durch die Firewall des TP-LINK wird verhindert, dass Komponenten von außen (auch und gerade nicht vom sonstigen Home Netzwerk) auf das Musik LAN zugreifen können. Damit sinkt der Netzwerktraffic im Musik LAN deutlich. Diese Lösung hat bspw. Taiko mit einem eigenen Router und einem passenden Switch realisiert.

Ich selber nutze auch den TP Link - aber ausschließlich per W-LAN. Der TP Link verbindet sich einerseits mir dem Provider Router, Streamer (Audio-PC) und Controlpoint mit dem eigenen W-LAN des TP Link.

Viele Grüße

Frank
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SolidCore
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WLAN

Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Ich finde es sehr interessant, wie stark hier die verschiedensten Lösungswege nicht nur durchdacht, sondern ebenso praxisnah ausprobiert werden.
Hut ab. Was Frank da zuletzt schrieb, sind durchaus nachvollziehbare Betrachtungen. Um die Sauberkeit eines Akkus zu erhöhen, besitze ich mittlerweile selbst ein LHY Akkunetzteil v1.2, und kann es nur loben. Wenn man "auf die schnelle" zumindest mal sein Akkupack sauberer bekommen möchte, habe ich hier einen Tip dazu gegeben. Da dreht es sich zwar um 3,3V, das gleiche ist mittels dieser USB-C PD Kabel für 9,12, 15V auch für andere Spannungen machbar.
https://www.open-end-music.com/forum/au ... post711314

Gruß
Stephan
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Bajano
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Neues Level

Beitrag von Bajano »

Hallo zusammen,

ich war einer der ersten Besucher, der im September 2021 das G-LNT Nr. 0 bei Gert in Stuttgart hören durfte. Im Forum hatte ich ganz kurz über meinen Höreindruck berichtet: https://www.aktives-hoeren.de/viewtopi ... 57#p209057

Nachdem ich bereits im Januar dieses Jahr ein externes Netzteil für meinen G-ADS3 Katalyst bei Gert reservieren konnte, habe ich es (nachdem die Kriegskasse wieder ein wenig gefüllt war) vergangene Woche erhalten. Mein erster Eindruck nach ca. vier Stunden Spielzeit: Kräftiger und bessere Kontrolle im Bass, dadurch das Klangbild wärmer bzw. dunkler aber insgesamt auch etwas enger (spielte nur zwischen den Lautsprechern).

Nach ca. 24 Stunden Dauerbetrieb: Die bessere Kontrolle und damit gesteigerte Durchhörbarkeit im Bass macht richtig Spaß und erhöht den Fußwippfaktor, das enorm ruhige Klangbild hat sich bis hinter die Lautsprecher geweitet.

Nach ca. 48 Stunden Dauerbetrieb: Das Netzteil von Gert ist bei mir ein echter Game Changer in Sachen Musikfluss. Jürgen (h0e) meinte während seines Besuchs Ende März bei mir „mit dem G-LNT dürfte dann auch noch ein wenig mehr Musikalität bei Dir einziehen“ - Treffer Zielmitte, genau so ist es!

Nach ca. 96 Stunden Dauerbetrieb: Musik hören mit einem G-ADS3 ohne G-LNT ist möglich, aber eigentlich sinnlos (wenn man den direkten Vergleich mal im eigenen Setup gehört hat) 😉. Ich hatte eine sehr hohe Erwartungshaltung an das Netzteil in meiner Audiokette und die ist nun sogar übertroffen worden! Gerne würde ich im Detail beschreiben, was mich genau so sehr begeistert, aber dafür finde ich einfach nicht die richtigen Worte. Die Musik steht wie selbstverständlich und ganz lässig im Hörraum und macht einfach nur Spaß!

Manchmal, wenn ich von Besuchen bei Forumsfreunden nach Hause fahre, denke ich, etwas mehr „Fleisch am Knochen“ könnte es bei mir im unteren Grundtonbereich ruhig sein. Ich bin gespannt, ob sich diese Gedanken verflüchtigt haben.

Lieber Gert, schon jetzt besten Dank für die vielen schönen Hörstunden, die noch vor mir liegen. Die Kombi G-ADS3 mit G-LNT ist für mich fast unschlagbar … um dieses Duo zu toppen, muss man sich schon sehr strecken und (auch finanziell) in eine der obersten Schubladen greifen.

Beste Grüße,
Oliver
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Oliver,

Glückwunsch. Freut mich, daß meine Prognose so eingetreten ist. So bin ich sicher, dass die ein oder andere vermeintliche Referenzanlage bei Dir zukünftig einen Wunsch nach schneller Heimfahrt aufkommen lassen wird, wo dann das zufriedene Grinsen zurückkehrt. :mrgreen:
Ich bin immer wieder beeindruckt mit welcher Akribie und Zielstrebigkeit Du bei allem Spieltrieb Deine Anlage auf ein Topniveau entwickelt hast.

Grüsse Jürgen
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Moin Olli,

Auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch zu deiner "neuen" Anlage! Du hast inzwischen so viel geändert, dass ich schon gespannt bin wie sie klingt, wenn ich das nächste Mal bei dir sein werde. Schlecht hat es ja nie bei dir geklungen :lol:

Beste Grüße
Jörg
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easy
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Beitrag von easy »

Moin Jörg,

der liebe Olli setzt halt an den „richtigen Stellen“ an ... 😉.

Olli, hast mal wieder alles richtig gemacht. Bring bei meinem nächsten Besuch wieder was mit … es geht noch was 😀.

Jetzt genieße erstmal.

Bis bald
Reiner
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Bajano
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Jahresabschluss

Beitrag von Bajano »

Liebe Forumsgemeinde,

nachdem sich ein weiteres Jahr dem Ende zuneigt, möchte ich Euch gerne über ein paar Änderungen und Ergänzungen in meinem Setup berichten.

Ich bin nun seit mittlerweile über sechs Jahren als aktives Mitglied in unserem Forum registriert und die persönliche Lernkurve war für mich immer extrem steil. Wenn ich daran zurückdenke, was ich durch Euch über die Themen Raumbearbeitung, Lautsprecherpositionierung, Filtererstellung, Netzwerkinfrastruktur, Stromoptimierung und vieles mehr gelernt habe, dann kann ich nur den Hut ziehen. Neben den vielen wertvollen Forumsbeiträgen haben mich vor allem die gegenseitigen Besuche in Verbindung mit ehrlicher Reflexion weitergebracht. Diese (unsere) Forumsgemeinschaft ist für mich wirklich einmalig!

Seit meiner letzten Berichterstattung im September haben sich wieder einige Veränderungen in meinen Hörraum „eingeschlichen“, nachfolgend die aus meiner Sicht wesentlichen Punkte kurz dargestellt:

Switches:
Der G-Cisco und die modifizierten Staub-Switches wurden durch zwei stark modifizierte Switches von TP-Link abgelöst (vielen Dank an Harald/Jupiter und Stefan/Audiofan!). Damit wurde das Klangbild extrem sauber, ohne dass es Einbußen bei der Musikalität gab. Stimmen werden nun noch authentischer abgebildet, insgesamt empfinde ich noch mehr Ruhe, das Klangbild öffnet sich zu den Seiten, nach oben und deutlich in die Tiefe, die Musik steht noch selbstverständlicher im Raum. Man (ich) möchte (mal wieder) lauter hören.

Netzwerkübertragung:
Ein erneuter Test LWL vs LAN für die Verbindung vom Erdgeschoss in den Keller (20m) mit den stark modifizierten Switches von TP-Link und SFP-Modulen aus gleichem Hause ergab, dass sich die Musik mit LWL etwas druckvoller, aber nicht so filigran (leichte Härte) anhört. Die Klangfarben sind bei LAN schöner und Töne klingen länger aus, die Musik füllt den gesamten Raum, Stimmen empfinde ich bei LWL leicht vordergründig. Für meine Ohren sorgt die Verbindung über LWL dafür, dass es musikalisch „flacher“ wird, der Musikfluss bei LAN ist hörbar besser.

Netzwerkkabel:
Die Umstellung auf die neuen/aktuellen LAN-Kabel meines bevorzugten Herstellers brachte mal wieder mehr Ruhe und auch mehr Musikfluss.

Das Patchsee U/UTP (20m) zwischen den beiden Switches wurde durch ein Cat 8.1 (Schirm senderseitig aufgelegt und auf Empfängerseite getrennt) ersetzt. Das bringt bei mir ein exakteres Timing und bietet etwas mehr Raumtiefe. Vielen Dank an Harald/Jupiter für das ausgiebige Testen! Übrigens: Wenn ich den Schirm auf beiden Seiten trenne, dann wird das Klangbild etwas „schwammig“ und ungenau.

Kleinsignalkabel:
Auch das XLR-Kabel wurde mittlerweile auf das neue/aktuelle Kabelmodell umgestellt. Damit ist das Klangbild nun noch lässiger und selbstverständlicher, verbunden mit einem wirklich tollen Musikfluss. Die Musik ist einfach da, das Gehirn muss wahrscheinlich weniger arbeiten. Alle Instrumente haben Körper, Stimmen wirken noch authentischer, das Klavier bei „Golden Gate“ von RIOPY und bei „What we are“ von Dirk Maassen wirft richtige Klangfarben in den Hörraum … Wahnsinn, was da im direkten Vergleich zum Vorgängermodell noch geht!

Speichermedium auf NAS:
Ich hatte in der Vergangenheit immer mal wieder Vergleichstests zwischen HDD und SSD im NAS gemacht und dabei für mich festgestellt, dass sich die Musik von SSD zwar viel sauberer und damit auch ruhiger anhört, aber leider nicht langzeittauglich ist. Ein erneuter Test bestätigte meine bisherige Erfahrung: SSD führt zu einem ruhigeren Klangbild und zu einem tieferen Raum, leider aber ohne Klangfarben. HDD hat authentischere Stimmen (Timbre) und insgesamt mehr Körperhaftigkeit, vor allem aber sehr schöne Klangfarben.

Bisher dachte ich immer, dass der negative Effekt mit SSD auf das Netzteil an der Synology zurückzuführen ist, dann aber endlich fiel der Groschen bei mir. Bei meinen Vergleichstests war die gesamte Software der Synology immer auf der HDD installiert und zusätzlich auch Musikfiles. Auf der SSD hingegen waren nur Musikfiles abgelegt – so konnte ich meine Testfiles direkt von HDD und SSD miteinander vergleichen. Nachdem ich SSD neu eingerichtet hatte (inkl. gesamter Software), konnte ich meinen Ohren kaum glauben: Neben dem ruhigeren Klangbild und dem tieferen Raum waren nun auch Timbre, Körperhaftigkeit und schöne Klangfarben vorhanden. Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin …

Steuerungshardware:
Ich hatte ja bereits vor einiger Zeit ganz kurz erwähnt, dass die Hardware für die Musikapp durchaus einen hörbaren Unterschied machen kann:
Bajano hat geschrieben: 22.11.2022, 22:03 ...
Und nun wird es richtig verrückt: Es macht für meine Ohren sogar einen Unterschied, ob ich ein Album mit der weißen Linn-App über LAN mit einem iPhone 12, einem iPhone 13 oder einem iPad der 6. Generation starte … die Leistung des Prozessors scheint hierbei auch eine Rolle zu spielen.
...
In den vergangenen Wochen habe ich einen erneuten Test mit iPhone 12 und iPhone 15 durchgeführt und auch diesmal hat sich tatsächlich wieder das Gerät mit dem leistungsfähigeren Prozessor durchgesetzt. Wenn die Musik mit der App auf dem iPhone 15 gestartet wird, dann hört es sich einfach sauberer an … übrigens sowohl über LAN als auch über WLAN.

Kabelgebundene Verbindung zur Steuerungshardware:
Nach meiner positiven Erfahrung aus Ende 2022, das iPhone bzw. iPad kabelgebunden zu verwenden, habe ich zwischenzeitlich auch Teststellungen mit verschiedenen LAN-Kabeln an dieser Stelle durchgeführt. Den Impuls hatte ich während eines Besuches bei Reiner/easy erhalten. Wir testeten ein einfaches Cat6-Kabel gegen Markenware und das Ergebnis fiel eindeutig für das Markenkabel aus. Auch bei Harald/Jupiter konnten wir diesen Unterschied detektieren.

Da mir das Kabel von Reiner zu teuer und auch zu starr für diese Verbindung ist, habe ich das Cat 6 Noname gegen ein Patchsee U/UTP und ein Patchsee ThinPatch UTP Cat 6a antreten lassen. Das ThinPatch hat sich dabei an die Spitze gesetzt und zudem ist es bei mir besonders gut für eine unauffällige Verlegung zum Hörplatz geeignet.

Fazit:
Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so entspannt Musik gehört habe. Mit dem aktuellen Setup macht es mir nicht nur sehr viel Spaß Musik zu hören, sondern es ist oftmals auch ein richtiges Erlebnis (wenn die Aufnahme entsprechend gut ist). Von mir aus könnte die Reise nun beendet sein, aber das bleibt wohl (derzeit) noch ein Wunschtraum ... Euch fällt bestimmt noch etwas ein 😊.

Nachfolgend meine aktuelle Konfiguration:

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Ich danke Euch allen für die vielen hilfreichen Impulse und das respektvolle Miteinander auch bei unterschiedlicher Meinung - so macht Forum wirklich sehr viel Spaß!

Allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten sowie gesunden Start für 2024. Besonders freue ich mich auf ein Wiedersehen während des Forumstreffens im Juni!

Viele Grüße,
Oliver
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Thomas86
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Beitrag von Thomas86 »

Hallo Oliver,

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht! Ich freue mich für dich, dass du deine Zufriedenheit weiter steigern konntest.
So macht Forum Spaß! :)

viele Grüße
Thomas
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Hallo Oli,

Danke für das Update.

Eine kurze Verständnisfrage: wieso sind in der BM12 2 verschiedene Feinsicherungen (Refine und Mattes)?
Zufall oder sind es unterschiedliche Sicherungswerte oder nach Gehör?
Habe ich in der Kombi noch nie gesehen, daher hoher Neugierfaktor ;-)

Viele Grüße
Jörg
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo Jörg (bzw. Adlerauge),

meine BM12 haben jeweils 11 Feinsicherungen verbaut. Eine direkt am Kaltgeräteanschluss (Refine), 5x Mattes und 5x Original. Vor Jahren hatte ich diverse Teststellungen mit verschiedenen Kombinationen durchgeführt, mittlerweile teste ich aber nur noch die Feinsicherung direkt am Netzeingang. Der Aufwand, die Backes zu öffnen, ist mir einfach viel zu groß :wink:.

Beste Grüße,
Olli
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Olli,

ich habe mich ja noch nicht mit Klangverbesserungsmöglichkeiten durch Schmelzsicherungen beschäftigt, aber Deine Bemerkung hat mich nachdenklich gemacht:
Bajano hat geschrieben: 21.12.2023, 19:43...Vor Jahren hatte ich diverse Teststellungen mit verschiedenen Kombinationen durchgeführt, mittlerweile teste ich aber nur noch die Feinsicherung direkt am Netzeingang. Der Aufwand, die Backes zu öffnen, ist mir einfach viel zu groß :wink:...
Man könnte das so verstehen, daß der Aufwand den erzielbaren Klangqualitätsgewinn dann doch nicht rechtfertigt.

Ich frage das nur weil ich ja an meinen Aktivlautsprechern baue und die Möglichkeit hätte von vornherein gute Sicherungshalter und gute Sicherungen einzubauen und mir so keine Sorgen um klangqualitätsmindernde Sicherungen machen zu müssen.

Danke und Grüße,
Winfried
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