Marius (Neumann O 96)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Marius (Neumann O 96)

Beitragvon Systac » 22.03.2009, 21:22

Hallo,

ich bin ja nun schon ein kleines Weilchen hier am Mitschreiben und komme nun endlich dazu, mich auch hier zu verewigen.

Meine highfidele Vergangenheit fängt ziemlich früh an. Ich war wohl gerade 4 oder 5 Jahre alt. Bildhaft ist mir noch die Erinnerung vor Augen, wie an einem schönen Sommertag mein Vater mit einem tragbaren Radio im Garten auftauchte. Eine lustige, mattsilber lackierte Box, die die Musik gar nicht mehr aus der Steckdose holte, sondern einfach so auf der Wiese stand und musizierte. Damals noch mehr von dem Gerät an sich fasziniert als von der Musik, fand ich es wahnsinnig spannend, viele Knöpfe zu erforschen und zu sehen was passiert, wenn man hier dreht und da drückt. Technik, die begeistert, auch schon in jungen Jahren. :-)

Dann passiert lange nichts; mein kindlicher Geist verfliegt in viele Richtungen. Bis meine ältere Schwester eines Tages eine Kassette mit diversen Liedern, unter anderem von Nena, in einen Kassettenrecorder einlegt, welche mich aufhorchen lässt.

Da war plötzlich tolle Musik, die ich vorher nie gehört hatte, oder eben überhört hatte. Irgendwoher bekam ich einen schrobigen Walkman und meine Schwester war damals meine Musikversorgung. Irgendwo hatte ich vom Sperrmüll ein alte billig-Stereoanlage ergattert, welche fortan zur Raumbeschallung diente. Mein Fokus lag allerdings weiterhin auf dem Walkman.

Musik zum Mitnehmen begeisterte mich. Und weil ich wie immer unersättlich war, sammelten sich bei mir dann Walkmans der verschiedensten Hersteller, unter anderem ein Sony mit Aluminiumgehäuse, integriertem Radio und Lautsprecher von meinem Vater. Ein sehr schönes wertiges Teil, welches ich in meinem jugendlichen Übermut irgendwann kaputtgekriegt und weggeworfen habe.

Bald kam der Discman auf, meine Walkmans verschwanden weißgottwohin, und ich war empört über diesen Technischen Wandel. Die Tapes konnte man selber überspielen, die CD's damals noch nicht. Ausserdem war der Puffer damaliger Discmans so beschissen, dass die CD's oft gesprungen sind. Schließlich konnte ich mich dann doch noch mit der CD anfreunden und bekam auf Wunsch von meinem Vater eine eigene Kompaktanlage mit CD-Player zum Geburtstag geschenkt. Ich glaube ich wurde 10 oder 11. Billiger Schrott, der unglaublich lange funktionierte bis der CD-Player nicht mehr einlas.

Es folgen verschiedenste Experimente mit gebrauchten Geräten, Boxenmodifikationen, Quadrosound, Versuche mit PA Geräten um an mehr Pegel zu kommen. Damals war ich auch noch der Überzeugung, dass man guten Klang auch mit billigem Geld kaufen kann solange man darauf achtet, dass der Verstärker genug Leistung hat. :D

Irgendwann hatte ich dann aber die Nase voll von hohlem Dröhnen unkotrolliertem Bassgewummere, kratzigen Höhen und quäkigen Mitten. Der Wunsch nach Hifi war geboren. Immer noch ging es um hohe Lautstärkepegel aber nicht mehr auf Kosten des Klanges. Ich war bereit, weniger Lautstärke zu haben solange dafür der Klang sauber ist.

Es ergab sich, dass mein Vater auf ein Surroundsystem umrüstete und mir seine kleine aber feine Rotel Anlage vermachte. Bass gab's nun nur noch eingeschränkt, aber dafür Wohlklang. Über mehrere Jahre, bis vor etwa 1 ½ Jahren durfte ich die Geräte mein Eigen nennen und war zwar nicht zufrieden, aber eben soweit ruhiggestellt, dass ich die Erfüllung meiner Träume aufschieben konnte. Die Rotel Anlage habe ich meinem Vater wiedergegeben. Mit dem entsprechenden Lautsprecher ist er damit nun bis auf Weiteres glücklich. Er hat mir dafür seinen Pioneer Surroundverstärker mit Subwoofer und Boxen gegeben, welcher kurze Zeit für Unzufriedenheit bei mir gesorgt hat. Dann hat's mir gereicht und ich hab den ganzen Plunder verhökert.

Habe mich dann relativ lange belesen und mir ein Paar gebrauchte Braun Kompaktboxen und einen Denon-Receiver gekauft. Die anfängliche Begeisterung flaute allerdings doch bald ab. Nicht, dass das schlechter Sound gewesen wäre, aber in den letzter Zeit ist mein Anspruch exorbitant angestiegen.

Ich glaubte dann mit einem anderen Verstärker etwas verbessern zu können. Hörte den Denon Vergleich mit einem Marantz und einem Rotel und einem Naim. Erst mal war ich im Geschäft erstaunt über den schlechten Klang zweier B&W Standboxen im Vergleich zu meinen 20 Jahre alten Braun. Fazit: kaum ein Unterschied zwischen meinem Denon, dem Marantz und dem Rotel. Der Naim allerdings hatte einen deutlich anderen Klang.

Ich hätte auch beinahe den Fehler gemacht und dort investiert. Zum Gück aber hatte ich dann die richtige Eingebung. Nach intesivem Lesen, Recherchieren und Beschäftigung mit der Materie kam ich zu dem Schluss, dass aktive Systeme tatsächlich den besten Kompromiss darstellen. Jetzt hieß es nur noch selber hören.

Also bin ich ab zum Studiobedarf und habe mal Probegehört. Adam-Audio, Genelec, K+H und Digidesign. Wobei mich der O300 von K+H am meisten überzeugte. Die anderen Modellbezeichnungen habe ich gerade nicht im Kopf. Es sei soviel gesagt, dass es etwa die gleiche Preisklasse war. Welche für mich natürlich auch eine Nummer zu groß war.

Ich muss an dieser Stelle natürlich noch erwähnen, dass der Besuch trotz schlechter Akustikverhältnisse eine absolute Offenbarung war. Im Endeffekt habe ich dann einfach auf die Marke Klein und Hummel vertraut und mir ungehört ein Pärchen K+H O96 bei ebay ersteigert. Nach dem Auspacken dann die Offenbarung. Eine herrlich ... ja schön wär's gewesen. Praktisch keine Stereoortbarkeit Verschwommenes Klangbild unterschiedliche Pegel. Wie sich später herrausstellte, verstellte Frequenzweiche!!

Verärgert aber herausgefordert machte ich mich auf die Suche. Nach langem Recherchieren Probieren und Messarbeiten bin ich dann langsam dem Problem auf die Schliche gekommen. Nach einigen Stunden mit Schraubenzieher, Lötkolben, Messchrieb, Multimeter und Oszilloskop war ich dann glücklich: hör- und messbar ausgeglichene und paargleiche Frequenzgänge.

Obwohl ich im Moment kein amtliches Soundinterface am Computer habe, bin ich jetzt schon zufriedener als je zuvor. Was folgen wird, ist nochmal ein elektronischer Komplettcheck und eine neue Lackierung. Wenn man mich jetzt fragt, wie die LS denn klingen, erspare ich mir die meisten Adjektive und sage einfach nur „schön“ und „echt“.

Was ich abschließend noch sagen möchte, ist, dass ich mich freue, zu aktiven LS und zu diesem Forum gefunden zu haben!

:-)
Marius
Bild
Systac
inaktiv
 
Beiträge: 51
Registriert: 09.03.2009, 01:27
Wohnort: Karlsruhe

Beitragvon Kienberg » 22.03.2009, 21:57

Hallo Marius,

danke für die Darstellung dieser interessanten Geschichte mit der klaren Weichenstellung hin zu AKTIV.
Nach langem Recherchieren Probieren und Messarbeiten bin ich dann langsam dem Problem auf die Schliche gekommen. Nach einigen Stunden mit Schraubenzieher, Lötkolben, Messchrieb, Multimeter und Oszilloskop war ich dann glücklich: hör- und messbar ausgeglichene und paargleiche Frequenzgänge.

Respekt, da hätte schon so mancher entnervt aufgegeben.

Gruss Sigi
Bild
Kienberg
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 1776
Registriert: 13.05.2008, 13:00
Wohnort: Inzell

Beitragvon Rossi » 22.03.2009, 22:18

Hallo Marius,

klasse Schilderung Deines hifidelen Werdegangs, macht Spaß zu lesen und erinnert mich an so einiges, was auch ich "durchgemacht" habe. 8)

Viel Spaß hier im Forum, schön zu sehen, wie die Community wächst. :cheers:

Gruß, Stefan
Bild
Rossi
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 1132
Registriert: 13.04.2008, 14:40
Wohnort: Bayern

Beitragvon Fortepianus » 22.03.2009, 22:27

Hallo Marius,

freut mich sehr zu hören, dass Du nicht nur Freude an guter Musikwiedergabe hast, sondern auch ein Oszilloskop besitzt und bedienen kannst! Wenn man in der Lage ist, ein bisschen was zu messen, öffnet das nämlich oft die Augen.

Viele Grüße
Gert
Bild
Fortepianus
Aktiver Hersteller
 
Beiträge: 3600
Registriert: 17.12.2008, 13:41
Wohnort: Stuttgart

Beitragvon aston456 » 22.03.2009, 22:51

Hallo Marius,
dann waren meine Ausführungen ja überflüssig - Du bist ja schon fündig geworden.

Gruß
Kai
Bild
aston456
inaktiv
 
Beiträge: 2865
Registriert: 12.08.2008, 18:47
Wohnort: Oberbayern, da wo's Weißbier am besten und der Himmel am blauesten ist.

Beitragvon Rudolf » 22.03.2009, 23:21

Hallo Marius,

eine wahrhaft schöne Vorstellung!

Auch mein Vater hat mich nachhaltig beeinflusst: Es waren damals die schlichten Braun-Komponenten im Design von Dieter Rams, die mein ästethisches Empfinden bis heute prägen. So beschalle ich mein Arbeitszimmer immer noch mit seinen 35 Jahre alten (passiven) Braun-Lautsprechern, die, wie ich finde, immer noch sehr anhörlich spielen. Welche Braun's waren es denn bei dir?

Viele Grüße
Rudolf
Bild
Rudolf
Administrator
 
Beiträge: 4926
Registriert: 25.12.2007, 09:59
Wohnort: Bergisch Gladbach

Beitragvon wgh52 » 23.03.2009, 00:41

Hallo Marius,

was für ein langer, schön formulierter (bis auf einen Ausrutscher... :wink: ), interessanter HiFi-Werdegang!

Du warst ja ein echter Vorreiter des heute allgegenwärtigen Mobil-Musikgenusses! Hörst Du heute auch noch überall und immer Musik oder fokussierst Du inzwischen mehr auf zu Hause?

Welche Arten von Musik bevorzugst Du derzeit?

Viel Spass mit den O96, die sind ja wohl auch schon etwas betagter, aus den 70ern oder? :cheers:

Gruss,
Winfried
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4583
Registriert: 25.01.2008, 16:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Beitragvon wgh52 » 23.03.2009, 00:46

Rudolf hat geschrieben:So beschalle ich mein Arbeitszimmer immer noch mit seinen 35 Jahre alten (passiven) Braun-Lautsprechern, ...

off-topic - EIN
Rudolf,

Wenn Du Deine Brauns (welche eigentlich? L710 oder so?) noch immer so gerne magst: Überleg mal ob die möglicherweise auf der Weiche vorhandenen Elektrolykondensatoren nicht mal ein "Update" bräuchten (bei Aktivlautsprechern "updatet" man ja auch alle paar Jahre) oder ob man die Weiche nicht insgesamt mit edleren Bauteilen ausstatten könnte. Nur so eine spontane Idee... :roll:

Gruss,
Winfried
off-topic - AUS
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4583
Registriert: 25.01.2008, 16:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Beitragvon Systac » 23.03.2009, 01:01

Hui gleich so viele Antworten, was mich natürlich freut.

Ja Sigi, Aufgeben liegt mir nicht besonders gut, aber auf der anderen Seite machen mir solche Basteleien auch Spass. Vor allem lernt man dabei ja auch etwas. Schließlich und endlich habe ich nun den Vorteil die Geräte besser zu kennen und wenn mal was daran ist weiß ich wo ich drehen muss.

Stefan, genau das finde ich hier so schön, dass man weiß dass es den anderen ähnlich geht das man ähnliche Träume ähnliche Ansprüche und Erlebnisse hat, über die man sich dann auch noch austauschen kann.

Nun Gert, mein eigen kann ich das Oszi leider nicht nennen aber es steht jederzeit zu meiner Verfügung.
Messen öffnet tatsächlich die Augen und ist darüberhinaus für mich auch noch sehr interressant und spannend. Ich habe ausserdem noch vor, mir von meinem kleinen Studentischen Geldbeutel noch ein Messmikrofon und ein USB-Audiointerface zu kaufen. Vielleicht hast du da ja noch den ein oder anderen Tipp für mich.

Bei mir waren es die Braun CM 7, Rudolf. Wenn es nach dem Design gehen würde, dann gäbe es keine Diskussion! :wink:

Ist mit Ausrutscher der Surroundreceiver gemeint? Ne wertvolle Erfahrung wie ich finde. Ich weiß jetzt was ich nicht will ! :mrgreen:

Schöner Gruß Marius
Bild
Systac
inaktiv
 
Beiträge: 51
Registriert: 09.03.2009, 01:27
Wohnort: Karlsruhe

Beitragvon Systac » 23.03.2009, 01:12

Nochmal ich hier,

Winfried ich weiß nicht wie stark elkos vom austrocknen betroffen sind die auf einer passiven Frequenzweiche installiert sind. Dort werden diese meines Wissens viel weniger warm und altern so auch viel langsamer.

Ja, die O 96 sind wohl von Anfang der 80er Jahre. Das genaue Alter kann ich leider nicht sagen. Produziert wurden sie ja noch viel länger, bis 97 glaube ich.

Heute verachte ich übrigens dieses immer und überall Musikhören. In meinem Handy gibts 'nen Player, der ab und an mal benutzt wird. Aber das ist die Seltenheit! Ich finde, man kann mit den Ohren auch noch was anderes hören. Wenn ich in einem gemütlichen Biergarten sitze und das Blätterrauschen oder das müssige Treiben der Menschen an meine Ohren dringt, ist eine Disco im Ohr das Letzte, was ich gebrauchen kann.
Wenn man da draussen in der Welt rumläuft, sollte man ihr auch mal zuhören. Ich finde es immer wieder eine ganz besondere Erfahrung, an manchen Orten einfach mal kurz die Augen zu schließen und ganz bewusst zu hören. Es ist erstaunlich, was man da plötzlich alles hört und wieviele Bilder das gehörte vermitteln kann.

Gruß Marius
Bild
Systac
inaktiv
 
Beiträge: 51
Registriert: 09.03.2009, 01:27
Wohnort: Karlsruhe

Beitragvon JOE » 23.03.2009, 04:59

Systac hat geschrieben:Wenn man da draussen in der Welt rumläuft sollte man ihr auch mal zuhören. Ich finde es immer wieder eine ganz besondere Erfahrung an manchen Orten einfach mal kurz die Augen zu schließen und ganz bewusst zu hören. Es ist erstaunlich was man da plötzlich alles hört und wieviele Bilder das gehörte vermitteln kann.

Eben, Marius, eben!

Gruß
Joe
Bild
JOE
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 1231
Registriert: 21.07.2008, 20:36

Beitragvon Fortepianus » 23.03.2009, 08:11

Hallo Marius,

Systac hat geschrieben:Ich habe ausserdem noch vor mir von meinem kleinen Studentischen Geldbeutel noch ein Messmikrofon und ein USB Audiointerface zu kaufen. Vielleicht hast du da ja noch den ein oder anderen Tip für mich.

Behringer ECM8000. Braucht aber eine Speisespannung. Schau doch mal hier.

Ist mit Ausrutscher der Surroundreceiver gemeint?

Fast richtig geraten, das Wort fängt auch mit S an.

Viele Grüße
Gert
Bild
Fortepianus
Aktiver Hersteller
 
Beiträge: 3600
Registriert: 17.12.2008, 13:41
Wohnort: Stuttgart

Beitragvon Markus » 23.03.2009, 18:30

Herzlich Willkommen Marius,

sei froh, daß Du bereits jetzt (mit 23) herausgefunden hast, daß AKTIV der bessere Weg ist. Da habe ich deutlich mehr (passives) Lehrgeld bezahlt. Und mit Deiner anderen Anfrage bzgl. Einsteigermodellen hast Du uns ja ziemlich in die Irre geführt. Dann kannst Du Dich ja jetzt erst mal entspannt zurücklehnen und hören (nach dem Check).


„schöne“ und „echte“ aktive Grüße
Markus
Bild
Markus
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 253
Registriert: 02.12.2008, 21:33
Wohnort: 33378 Rheda-Wiedenbrück

Beitragvon Systac » 23.03.2009, 18:51

Hallo Markus,

ich kann mir gut vorstellen, dass der hifidele Werdegang mancher Mitglieder hier anders ausgesehen hätte, wenn es vor 20 oder 30 Jahren schon so ein Forum gegeben hätte. Ich selber habe den Schlüssel zu besserem Klang ja auch in den Foren gefunden.

Ach ja, und dir Winfried bin ich ja noch eine Antwort schuldig, wie ich gerade gesehen habe. Zur Zeit höre ich mich so durch die Musikgeschichte. Mich interessiert, was vor meiner Zeit so alles da war. Bei der Musikrichtung bin ich da wenig festgelegt. Es wäre zu schwierig für mich, hier Musikrichtungen anzugeben.

Gruß Amon
Bild
Systac
inaktiv
 
Beiträge: 51
Registriert: 09.03.2009, 01:27
Wohnort: Karlsruhe

Beitragvon phase_accurate » 26.03.2009, 14:15

Heute verachte ich übrigens dieses immer und überall Musikhören. In meinem Handy gibts 'nen Player, der ab und an mal benutzt wird. Aber das ist die Seltenheit! Ich finde, man kann mit den Ohren auch noch was anderes hören. Wenn ich in einem gemütlichen Biergarten sitze und das Blätterrauschen oder das müssige Treiben der Menschen an meine Ohren dringt, ist eine Disco im Ohr das Letzte, was ich gebrauchen kann.
Wenn man da draussen in der Welt rumläuft, sollte man ihr auch mal zuhören. Ich finde es immer wieder eine ganz besondere Erfahrung, an manchen Orten einfach mal kurz die Augen zu schließen und ganz bewusst zu hören. Es ist erstaunlich, was man da plötzlich alles hört und wieviele Bilder das gehörte vermitteln kann.


Mann kann es auch noch anders ausdrücken: Stille ist eines der schönsten Geräusche !!!

Bezüglich Messmikrofone:

In der "Production Partner" ist momentan ein Test von Messmikrofonen. In der letzten Ausgabe wurde etwas über die Technik erzählt, in der gegenwärtigen sind die ersten Tests drin. In der Nächsten werden noch einmal ein paar folgen. Das Behringer ist einerseits schon sensationell günstig. Aber sie haben auch eines von Beyerdynamic getestet ( MM 1), welches für den geforderten Preis von 180 Euro extrem linear war. Wenn in der nächsten Ausgabe nichts Besseres folgt (in dem Preisrahmen) werde ich mir ein solches zulegen. Am Besten kam bis jetzt eines von B&K weg (war ja wohl zu erwarten) ist aber für Hobbyzwecke unfernünftig teuer (1900.- Euro).
Die meisten dieser Messmikrofone sind allerdings trafosymmetrisch und benötigen eine Phantomspeisung. Aber das ist ja eigentlich nicht ein Problem, sondern höchstens eine Herasuforderung.

Gruss

Charles
Bild
phase_accurate
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 666
Registriert: 06.05.2008, 16:47
Wohnort: Bern

Nächste

Zurück zu „wie ich zum aktiven Hören kam“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Hardy_M und 3 Gäste