Daniel (AGM 4.4, Genelec 8020)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Daniel (AGM 4.4, Genelec 8020)

Beitragvon Koala887 » 18.01.2011, 16:58

Hallo zusammen,

da es hier zum guten Ton gehört sich vorzustellen, werde ich das jetzt auch mal machen:

Ich heiße Daniel, bin 34, verheiratet und wohne in der Nähe von Bamberg.

Meine ersten Gehversuche in Sachen Hifi hatte ich mit ca. 13 Jahren, als ich auf dem Dachboden von meinem Vater ein altes Tonbandgerät nebst Verstärker (mit Holzgehäuse) und ein Paar Boxen fand. Das Ganze war noch meilenweit von "High End" entfernt, aber als armer Schüler muß man eben nehmen was man bekommt. :wink:

Nachdem ich dann meine Ausbildung began, ging es dann langsam aufwärts und ich baute mir von Elektor den Vorverstärker "Belcanto" und die "kleine Qualitätsendstufe" und dazu noch einen Boxenbausatz von Visaton. Klanglich war das Ganze für mich damals schon erste Sahne, nur die Optik der Selbstbauboxen ließ noch zu Wünschen übrig, weshalb sie nach einiger Zeit ein paar Standboxen von Elac (EL110S) weichen mußten.

Dieses Setup blieb dann für etliche Jahre bestehen, bis ich dann (mittlerweile im neuen Haus) auf Surround umstieg. Ich ergänzte die Elac´s um einen Center und Surroundboxen und kaufte von Denon den AVR3808. Dann machte ich die Erfahrung, die wohl jeder nach so einem Schritt gemacht hat. Im Surroundmodus war der Klang Spitze aber bei Stereo war es ein deutlicher Rückschritt. Es klang irgendwie dumpf, die Brillianz und Klarheit fehlte. Die mieserable Akustik in meinem Wohnzimmer (Fliesen und Betondecke) kam dann auch noch dazu. :cry:

Vor einem Jahr kam ich dann auf die Idee,wegen der schlechten Akustik mir ein eigenes Hör- und Kinozimmer einzurichten...

Nach einiger Überzeugungsarbeit bei meiner Frau, gab sie dann doch das OK und der Bau begann. :D Nachdem ich wochenlang diverse Foren durchforstet habe, wie den so ein Raum aussehen kann, bin ich auch auf das Program Cara gestoßen, womit man den Raum sehr schön simulieren kann. Sogar die Absorber von Fast kann man damit simulieren.

Entschieden haben wir uns dann für eine abgehängte Akustikdecke von Rigips und als Bodenbelag kam ein Teppich rein. Hinter den Frontboxen kamen Kantenabsorber und die ersten Reflektionen wurden auch mit Absorbern abgefangen (alles von aixfoam.de). An der Rückwand hängen noch 3 Plattenresonatoren.

Zur Technik:
- Denon AVR3808, 2xVincent997 Monos für die Front
- Bluray Denon DVD2500BT
- Beamer Epson EH-TW5000, Motorleinwand 2m breit
- Die Lautsprecher wurden durch B&W ersetzt: 2 x 683, 1 x HTM61, 2 x 685, 2 x ASW610XP.
- Die Musik wurde von einem NAS über den Denon abgespielt.

Vor etwa einem halben Jahr bin ich dann, vor allem durch die Beiträge von Fujak, auf Acourate und dieses Forum gestoßen. Durch die vielen Anregungen hier und mangelnder HD-fähigkeit meines Receivers hab ich mich entschlossen einen Rechner zum Musik hören zu bauen.

Die Hardware basiert auf einem Core I3, eine Flashfestplatte und ein HFX-Gehäuse, also absolut lautlos. 8)
Ausgegeben wird dann über einen Audiophilleo Usb-Spdif-Wandler und einen modifizierten, batteriebetriebenen Musical Fidelity V-DAC, welcher dann direkt die beiden Monoblöcke ansteuert.

So, das war's erstmal. Im Moment bin ich etwas am Grübeln, ob eine Aktivierung meiner Boxen, oder gar ein Paar BM mir klanglich noch was bringt...

Eigentlich bin ich mit Acourate und dem jetzigen Aufbau ganz zufrieden. Der Klang und die Bühnenabbildung ist perfekt, nur bei einem größerem Orchester verschwimmen die Instrumente teilweise. Hier denke ich kann man mit Aktivtechnik noch einiges rausholen :roll:

Danken möchte ich hier auch schonmal Fujak, Fortepianus und natürlich Uli für ihre vielen Tipps, Anregungen und Infos die sie hier allen zur Verfügung stellen.

Schöne Grüße
Daniel

P.S.: Bilder folgen noch...
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Beitragvon Fujak » 18.01.2011, 17:59

Hallo Daniel,

freut mich, dass Du den Weg hier ins Forum gefunden hast, und danke für die Blumen.

Koala887 hat geschrieben:P.S.: Bilder folgen noch...

Bei der Schilderung Deiner (offenbar kompromisslosen) Umbaumaßnahmen und Deines Geräteparks bin ich auf Deine Bilder sehr gespannt.

Und das mit dem verschwommen klingenden Orchester kriegen wir auch noch hin. ;) Ich sehe da vor allem zwei Optimierungsquellen: Die Sauberkeit des digitalen Signals (den V-DAC hast Du ja bereits mit einer Batterie einen sauberen Strom gegönnt, aber da denke ich könnte ein besserer DAC noch einiges ausrichten - Du kennst ja meine DAC-Tests aus dem Hifi-Forum...) und - wie Du schon richtig schreibst - vor allem mit aktiv geregelter LS-Technik.

Viele Grüße und weiterhin viel Spaß im Forum
Fujak
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Beitragvon gregor » 18.01.2011, 18:38

Hallo Daniel,

willkommen im Forum. Schätze mal, Fujak liegt mit seiner Einschätzung richtig.

Zufällig habe ich auch einen getunten und batteriebetriebenen V-DAC (andere OP-Amps am Ausgang, Folienkondensatoren und optimierter Systemchip). Da ich auch eine Ausgabe von Fujaks Fireface UC besitze kann ich Dir versichern, dass zwischen diesen Geräten klanglich Welten liegen (selbst ohne Batterien am Fireface). Ein DAC-Wechsel wäre bei Dir sicher eine lohnende Optimierung.

Beste Grüße

gregor
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Beitragvon khonfused » 18.01.2011, 18:51

Hallo Daniel,

Zuwachs aus Franken, das ist schön. Darauf ein Schlenkerla :cheers:

Gruss
Christian (der in Bamberg studiert hat)
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Beitragvon SirAeleon » 18.01.2011, 19:56

Hallo Daniel

von mir ebenfalls ein herzliches Willkommen. Da ich jobmäßig öfters in Bamberg bin, ruft das ja in der Tat nach 'nem leckeren Schlenkerla (oder alternativ einem anderen leckeren Keller). ;)

viele Grüße

Chris
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Beitragvon vierzigo » 18.01.2011, 20:38

Hallo Daniel,

auch von mir ein Herzliches Wilkommen.

Bin jetzt schon auf die Bilder gespannt, da ich mir ja auch ein Heimkino eingerichtet habe hoffe ich ein paar Anregungen zu bekommen, mit der Akustik mache ich dieses Jahr erstmal weiter.

Gruß

Oliver
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Beitragvon Koala887 » 18.01.2011, 20:45

Hallo,

ein Schlenkerla ist jetzt nicht mein Fall, dann schon eher ein Spezial. Zum Glück haben wir ja eine große Auswahl. :cheers:

An den Fireface hab ich auch schon gedacht, sah mir dann aber ein bisschen zu sehr nach Studiotechnik aus. Außerdem hab ich ein kleines Platzproblem, der Raum ist halt nur 4,5x3,1m groß. Den V-Dac konnte ich halt mit Batterie in den Rechner integrieren. :D

Das Digitalsignal ist mit dem Audiophilleo (hat den gleichen Aufbau wie das Hiface) denke ich schon perfekt,
vielleicht teste ich ja doch mal einen anderen DAC ...

Und jetzt noch ein paar Bilder:

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Wer noch mehr Details wissen will, bzw. Bilder sehen will, einfach fragen.

Schöne Grüße
Daniel
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Beitragvon Fujak » 18.01.2011, 21:48

Hallo Daniel,

Koala887 hat geschrieben:An den Fireface hab ich auch schon gedacht, sah mir dann aber ein bisschen zu sehr nach Studiotechnik aus. Außerdem hab ich ein kleines Platzproblem, der Raum ist halt nur 4,5x3,1m groß. Den V-Dac konnte ich halt mit Batterie in den Rechner integrieren. :D

Ja, das verstehe ich, das ist eine alegante Lösung. Andererseits kann man das Fireface auch hinter die Kulisse Deines Geräteparks verschwinden lassen. Und wenn Du erstmal den Klang hörst, wird Dich das vielleicht auch für den Angriff auf Deine visuellen Geschmacksnerven entschädigen.

Koala887 hat geschrieben:Das Digitalsignal ist mit dem Audiophilleo (hat den gleichen Aufbau wie das Hiface) denke ich schon perfekt, vielleicht teste ich ja doch mal einen anderen DAC ...

Das Audiophilleo ist nach meiner Einschätzung sogar besser als das Hiface. Der Punkt ist, dass solch ein guter Konverter schon ein gutes Signal bietet, aber nach meiner Erfahrung noch einiges mehr möglich ist, denn das Signal hinter dem Konverter ist keineswegs Jitter frei, auch wenn die Clock des Audiophilleo laut 6 Moons einen Jitterwert zwischen 8 und 14 ps hat. Wir hatten über die Ursachen hier im Forum an einigen Stellen (aufgrund entsprechender Erfahrungen) diskutiert - u.a.

viewtopic.php?f=6&t=1263,
viewtopic.php?f=30&t=1277,
viewtopic.php?f=30&t=1510.

Und dann entsteht noch eine Menge weiterer Jitter im V-DAC, da keine eigene hochgenaue Clock, die den Takt selber generiert. Das summiert sich dann. Du siehst, ich will Dir nur den Mund wässrig machen, Dir mal probeweise einen deutlich besseren DAC auszuleihen - vielleicht macht es dann Klick... ;)

Koala887 hat geschrieben:Und jetzt noch ein paar Bilder:

Toll ein solcher Raum, bei dem man keine Rücksicht auf den "Primärnutzen" wie bei einem Wohnzimmer nehmen muss. Bist Du denn mit der Akustik nach diesen Maßnahmen zufrieden?

Grüße
Fujak
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Beitragvon Koala887 » 18.01.2011, 22:14

Hallo Fujak,

Fujak hat geschrieben:Und dann entsteht noch eine Menge weiterer Jitter im V-DAC, da keine eigene hochgenaue Clock, die den Takt selber generiert.

Das stimmt so nicht ganz...

Der Dac ist natürlich modifiziert: Clock von TentLabs, Panasonic FC, Neue Ops mit geregelter Versorgungsspannung, Folien-Cs am Ausgang und die Widerstände im Ausgangsfilter sind handvermessen. :mrgreen:

Fujak hat geschrieben:Toll ein solcher Raum, bei dem man keine Rücksicht auf den "Primärnutzen" wie bei einem Wohnzimmer nehmen muss. Bist Du denn mit der Akustik nach diesen Maßnahmen zufrieden?

Die Nachhallzeit beträgt 0,2s über den gesamten FG mit einem leichtem Anstieg unter 100Hz auf ca 0,5s. Für manchen ist es vielleicht zu trocken, aber ich bin damit mehr als zufrieden!

Ein bisschen Rücksicht muß ich schon noch nehmen. Ich hab zwar freie Hand, aber meine Frau segnet immer die Optik ab. :wink:

Im Moment experimentiere ich noch mit Diffusoren neben und hinter dem Hörplatz. Mal sehn ob das noch was bringt.

Schöne Grüße
Daniel
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Beitragvon Fortepianus » 21.01.2011, 17:09

Hallo Daniel,

auch von mir ein herzliches Willkommen!

Koala887 hat geschrieben:Der Dac ist natürlich modifiziert: Clock von TentLabs, Panasonic FC, Neue Ops mit geregelter Versorgungsspannung, Folien-Cs am Ausgang und die Widerstände im Ausgangsfilter sind handvermessen. :mrgreen:

Ach schau an, das klingt ja sehr vernünftig. Guidos Schwinger sind das beste, was mein bescheidener Horizont kennt. Die kriegt man unter 1ps im Jitter, und zwar im gesamten Frequenzbereich >20Hz. Dazu braucht es allerdings eine ausgefuchste Spannungsversorgung - jeder noch so winzige Ripple auf der Versorgung gibt gleich einen ordentlichen Jitter. Stell Dir das so vor: Die Schaltschwelle für den Takt der angeschlossenen Elektronik liege sagen wir bei 2,5V, und der Takt habe 5V. Die Flanken des Taktgenerators haben eine Steilheit, sagen wir mal, sie bräuchten 10ns, um von Null auf 5V zu kommen. Versorgt man den Taktgenerator nur mit sagen wir nur 4V, geht die Flanke natürlich etwas später durch den 2,5V-Schaltpunkt - sie geht zum etwa gleichen Zeitpunkt durch die halbe Taktspannung bei 2V wie die 5V-versorgte Clock durch 2,5V. Wenn's also um ps geht (ein Tausendstel einer ns), geht's um Ripple im 100µV-Bereich, der den Jitter verhunzt.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon gregor » 21.01.2011, 17:31

Hallo Daniel,

Respekt, das hört sich gut an. Über solche Schritte (speziell clock) hab ich mehrfach nachgedacht, es dann aber aus Faulheit/realistischer Einschätzung des Aufwands verworfen. Schlimm jetzt zu lesen, dass Gert die Transformation vom 2CV zum Ferrari-DAC für möglich hält. Dann würde ich aber das Herstellerlogo runterrubbeln, selbst wenn das Ding weiterhin versteckt wird.

Beste Grüße

gregor

Koala887 hat geschrieben:Der Dac ist natürlich modifiziert: Clock von TentLabs, Panasonic FC, Neue Ops mit geregelter Versorgungsspannung, Folien-Cs am Ausgang und die Widerstände im Ausgangsfilter sind handvermessen. :mrgreen:
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Beitragvon Hirter » 21.01.2011, 17:38

Fortepianus hat geschrieben: Wenn's also um ps geht (ein Tausendstel einer ns), geht's um Ripple im 100µV-Bereich, der den Jitter verhunzt.


Alles richtig! :cheers:

Aber, wenn ich mir die 683 so anschaue, dann gibt es größere Baustellen: 15 cm MT übergibt an 2,5 cm Kalotte ohne WG bei 4000 Hz! :cry:
Das gibt einen "duften Sprung" im Abstrahlverhalten. Vorsichtig ausgedrückt: Das hört man eher als den BÖSEN, BÖSEN Jitter! :D

Grüße
Hirter
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Beitragvon Koala887 » 21.01.2011, 21:17

Fortepianus hat geschrieben:Dazu braucht es allerdings eine ausgefuchste Spannungsversorgung - jeder noch so winzige Ripple auf der Versorgung gibt gleich einen ordentlichen Jitter.

Hallo Gert,

Ich hab da in etwa die Standardschaltung von Tentlabs übernommen. Du hast das ja, soweit ich das sehen konnte, noch etwas weiter perfektioniert :mrgreen:. (Wenn ich so nachdenke wird eigentlich alles perfekt was du so anfängst... Da bist du schon zu beneiden.)

Hirter hat geschrieben:Aber, wenn ich mir die 683 so anschaue, dann gibt es größere Baustellen: 15 cm MT übergibt an 2,5 cm Kalotte ohne WG bei 4000 Hz! :cry:
Das gibt einen "duften Sprung" im Abstrahlverhalten. Vorsichtig ausgedrückt: Das hört man eher als den BÖSEN, BÖSEN Jitter! :D

Stimmt! Deswegen glaube ich auch nicht , daß ein anderer Dac mich da groß weiter bringt.

Bei der Box merkt man jedes Grad um welches man Sie verdreht, hab allerdings immer meinen festen Hörplatz. Deswegen überlege ich ja, ob eine Aktivierung überhaupt Sinn macht, oder doch gleich neue (aktive) Boxen kaufen? (Von der Optik her würden mir die Silbersand E5 schon gefallen...) :wink:

Schöne Grüße
Daniel
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Beitragvon wgh52 » 22.01.2011, 16:00

Hallo Daniel,

wegen Deiner Anmerkung...

Koala887 hat geschrieben:Bei der Box merkt man jedes Grad um welches man Sie verdreht, hab allerdings immer meinen festen Hörplatz. Deswegen überlege ich ja, ob eine Aktivierung überhaupt Sinn macht, oder doch gleich neue (aktive) Boxen kaufen?

...habe ich Deine (Front-)LS mal etwas näher betrachtet. Die Bestückung sieht meinen (ja bereits aktivierten) N804en irgendwie ziemlich ähnlich. :wink: Da könnte sich nach meiner Erfahrung mit den 804en eine Aktivierung durchaus lohnen! (also ich meine: 683 Aktivierung ohne Komplettneukauf nicht verwandter LS) :cheers:

Um Hirters durchaus berechtigten Einwand (Aha! Es geht ja! :wink: ) aufzunehmen:

Hirter hat geschrieben:...Aber, wenn ich mir die 683 so anschaue, dann gibt es größere Baustellen: 15 cm MT übergibt an 2,5 cm Kalotte ohne WG bei 4000 Hz! :cry:
Das gibt einen "duften Sprung" im Abstrahlverhalten. Vorsichtig ausgedrückt: Das hört man eher als den BÖSEN, BÖSEN Jitter! :D

An dieser Stelle (u.n.v.a.!) habe ich bei der Aktivierung meiner N804en auch angesetzt und bin bei ca. 2700 Hz Übergang gelandet, plus einiger Begradigungen (auch nach Geschmack :roll: ) auf eine recht ausgewogene Einstellung gekommen. Noch eine Kleinigkeit zum 15 cm MT: Soweit ich verstanden habe schwingt bei 4kHz nicht mehr die komplette Kevlar Menbran, aber das nur am Rande und ich weis das auch nicht definitiv. Eine tiefere (und steilere) Trennung war bei mir (und z.B. in den Hobby HiFi N804 Modifikationsvorschlägen) jedenfalls erfolgreich.

Gruß,
Winfried
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Beitragvon Koala887 » 08.02.2012, 22:44

Hallo Leute,

ein Jahr ist es schon wieder her, seit ich hier das letzte mal was geschrieben habe. In der Zeit habe ich meist nur mitgelesen, aber im Hintergrung war ich trotzdem aktiv und es hat sich einiges getan.
Darum wird es jetzt Zeit für ein kleines Update. :mrgreen:

Meinen Streaming-Rechner hatte ich nach langem Überlegen gegen einen Majik DS getauscht und habe es nicht bereut! :D Der Klang und vor allem die Bedienung ist um einiges besser als mein Selbstbauprojekt!

Die nächste Klangbremse war dann mein Denon-AVR. Solange ich den Majik direkt an den Vincent-Endstufen betrieb war alles ok. Sobald ich aber den AVR dazwischen schaltete, um nicht ständig umstöpseln zu müssen, brach die Bühne zusammen und es klang richtig "muffig" :|
Nach ersten Tuningversuchen und studieren des Schaltplans kam ich zum Schluß, daß es hoffnungslos ist!
Den 5 NE5532 nach den Dacs wurden nur 2x 10µF spendiert, die Spannungsversorgung bestand nur aus einem Transistor mit Z-Diode und es waren massenhaft Elkos im Signalweg... :(

Als würdigen Nachfolger entschied ich mich dann für den PreAmp von HifiAkademie in der 6Kanal Version. Natürlich als Bausatz und (inspiriert von Gert) nur mit besten Zutaten wie LME49710 und seinen beliebten Kondensatoren :wink:
Und plötzlich ging die Sonne auf, vor allem im Surroundbetrieb! :D Diese Klarheit und Präzision hatte ich vorher noch nicht gehört. Und das alles ohne Audyssey und sonstige Klangverbiegereien...

Im Laufe des Jahres habe ich auch einige Aktivboxen gehört:
Bei Christoph Zingel hörte ich die Adam Pencil und die Silbersand Emotion 5, bei der es dann das erste mal Klick machte! Bis auf den schwachen Bass, woran laut Christoph die Raumgeometrie schuld sei, stimmte da einfach alles! Die Musik stand einfach so im Raum und man konnte völlig entspannt zuhören. 8)
Einen Besuch bei Christoph kann ich nur jedem empfehlen. Er war immer sehr freundlich und machte nie den Eindruck, daß er etwas verkaufen möchte. :wink:
Jetzt wusste ich also wie ich in Zukunft hören wollte, nur der Preis schreckte mich noch etwas ab :shock:

Der nächste Termin war dann ein Workshop bei Herrn Kühn in Kornwestheim. Wir wurden freundlich empfangen und nach stundenlangem Hören von teilweise sehr gewöhnungsbedürftiger Musik, kam ich dann zum Schluß, daß die Prime 6 und 14 mir gefallen könnten. Bei der Prime 8 fand ich die Mitten nicht so gelungen und (ich glaube es war) die Line 35 gefiel mir so gar nicht. Ich denke aber, daß das mehr am Raum lag und die Boxen dafür einfach überdimensioniert waren...
Danken möchte ich hierbei auch besonders ILA für die schöne Privatvorführung am Schluß. :cheers:

So, für heute wars das erstmal. Fortsetzung und Bilder folgen...

Schöne Grüße
Daniel
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