Winfried (Backes & Müller AFB Omega)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Zwodoppelvier » 22.11.2015, 01:13

Hallo Winfried,

die Omega fügen sich rein optisch bestens in Euer Wohnzimmer ein - nicht, daß das noch ein Eigentor wird, wenn die dickeren "11" dereinst einziehen sollen :mrgreen:

Aber im Ernst: ich bin tatsächlich gespannt, wie nahe für Dich die Omega am Ende dem Ideal des fehlenden Eigenklangs gekommen sein werden, auch und gerade im Vergleich zu vollgeregelten Modellen.

Viele Grüße
und weiterhin gutes Gelingen bei der Optimierung

Eberhard
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Beitragvon wgh52 » 22.11.2015, 01:52

Hallo Hans-Martin, :cheers:

Hans-Martin hat geschrieben:... interne Signalverkabelung hinsichtlich Länge und Windungsbildung ...
Jawoll! Ich muss sowieso nochmal dran um die +/- 15 V Versorgungsbuchse einzubauen, dann wird das hoffentlich ordentlich.
Hans-Martin hat geschrieben:... Masseschleifenbildung...
sehe ich jetzt nicht, wo siehst Du sie?
Hans-Martin hat geschrieben:... die Anpassung von Digitalleitungen (verdrilltes Paar = nahe 110 Ohm)...
Guter Punkt! Dass bei so einem Twisted-Pair ~ 110 Ohm resultieren merk ich mir (ich habe aber z.Zt. leider keine passende Leitung, die Koax, die ich habe, hat 50 Ohm). Irgendwie erinnere ich mich an 110 Ohm am AES/EBU... wäre es in dem Falle nicht besser gleich am AES/EBU Ausgang (statt wie jetzt am Cinch) abzugreifen? Evtl. müsste ich dann nur den Anpasswiderstand (auf der Übertragersekundärseite) auf dem kleinen Platinchen anpassen, oder?

Danke für die Hinweise!
Gruß,
Winfried

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Beitragvon Hans-Martin » 22.11.2015, 11:27

wgh52 hat geschrieben:Masseschleifenbildung...sehe ich jetzt nicht, wo siehst Du sie?

Hallo Winfried
Beim Abgang des Audiosignals von der DAC-Platine. Gemeinsame Masse beider Kanäle bei Digitaleingang und Stromversorgung, aber räumliche Trennung beim Ausgang. Ist da nicht eine Möglichkeit für gemeinsame Masse auf Platinenmitte?
Wenn die Ausgangsbuchsen keine direkte Verbindung untereinander haben und der Ausgang 2 Aktive mit getrennten Massen treibt, gäbe es keine Probleme. Sobald die NF-Massen aber beim nächsten Stereo-Eingang wieder zusammengeführt werden, schließt sich die Schleife, und nahe Streufelder (Trafo) induzieren Störungen.
Irgendwie erinnere ich mich an 110 Ohm am AES/EBU... wäre es in dem Falle nicht besser gleich am AES/EBU Ausgang (statt wie jetzt am Cinch) abzugreifen? Evtl. müsste ich dann nur den Anpasswiderstand (auf der Übertragersekundärseite) auf dem kleinen Platinchen anpassen, oder?

Genauso sehe ich das auch. :cheers: Ich würde diese Twisted Pair Leitung so anlegen, dass sie möglichst geradlinig durch die Luft mit Abstand zu der Hauptleiterplatte zu stehen kommt. Mit Massivdraht ist das kein Problem, PVC Isolation ist nicht so gut wie PE oder PTFE, CuAg besser als Cu.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wgh52 » 22.11.2015, 11:55

Danke Hans-Martin!


Hans-Martin hat geschrieben:Sobald die NF-Massen aber beim nächsten Stereo-Eingang wieder zusammengeführt werden, schließt sich die Schleife
Die Omegas haben keinen Schutzerdeanschluss, damit sollte es also kein Problem geben (gibt's soweit ich höre auch nicht :wink: ) und ja, ich plane nur Aktivlautsprecher zu betreiben, habe ansonsten Mono Endstufen (SP-996) die nahe am LS stehen würden.
Hans-Martin hat geschrieben:...Twisted Pair Leitung so anlegen, dass sie möglichst geradlinig durch die Luft mit Abstand zu der Hauptleiterplatte zu stehen kommt. Mit Massivdraht...
Das lässt sich machen! Ich weis nur noch nicht welchen Anpasswiderstand ich brauche. Momentan sind sekundär 330 Ohm verbaut. 680 Ohm vielleicht? (ich hab keine Ahnung :oops: )

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Hans-Martin » 22.11.2015, 13:20

wgh52 hat geschrieben:Momentan sind sekundär 330 Ohm verbaut. 680 Ohm vielleicht?

Hallo Winfried
wir sprechen vom Digitaleingang des DAC, der kleinen Lochrasterplatine mit dem Übertrager?
Die sieht nicht nach serienmäßig aus. Ich sehe darauf einen Übertrager, einen Kondensator und 2 Widerstände. 4 Drähte gehen zur DAC-Platine. Ich habe den Verdacht, dass die Platine ursprünglich umgekehrt als Digital-Ausgang konzipiert war, da wäre auch der Kondensator erklärt und 330 Ohm als Vorwiderstand im Spannungsteiler von 5V herunter.
Unbekannt ist auch, welcher Widerstand auf der DAC-Platine den Eingang begleitet, dieser Wert muss natürlich nach dem Übertrager mit einbezogen werden, um insgesamt 110 Ohm Abschluss zu bekommen. Ohne weitere Detailkenntnis kann ich jetzt nicht mehr dazu sagen.

Prinzipiell könnte man bei zuverlässigem 110 Ohm Ausgang den Eingang derart abschließen, dass die Spannung auf die Hälfte heruntergeteilt wird, dann ist der Abschlusswiderstand gleichgroß mit dem Quellwiderstand. Bei definiertem Abschlusswiderstand kann man auch den Quellwiderstand auf diese Weise abstimmen. Hier scheinen jetzt beide Seiten etwas unklar, noch 75 Ohm bei der Quelle, unsichere 330 Ohm hinter dem Übertrager - aber Kopfrechnen: 330 ist das 3-fache von 110 (die vielleicht auf dem DAC-Board montiert sind, bei Parallelschaltung ergibt sich 330/4=82,5 Ohm
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wgh52 » 22.11.2015, 16:15

Hallo Hans-Martin,

ganz so unklar ist die Sache nicht :wink: Hier ist die Schaltung des Platinchens her (nach "SPDIF" scrollen) und so habe ich sie aufgebaut.

Übrigens höre ich den DAC jetzt vom XLR Abgriff (per kürzestmöglicher 2x0,5mm² verdrillter solid core Cu Leitung -> Klingeldraht :mrgreen: ) und er geht immernoch gut. Die NF Leitung ist auch gekürzt :wink:

Nur die 4-Pol XLR Buchse für die externen +/- 15V passt (natürlich) um 0,5mm nicht in den Gehäuseausschnitt :roll: , aber ich will das Gehäuse nicht "verdrehmeln". Ich hab dafür so eine Idee, den sowieso unbenutzten Clockeingang XLR mit der 4-Pol XLR umzurüsten, mal sehen ob das geht.

Gruß,
Winfried

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Beitragvon wgh52 » 22.11.2015, 16:25

Hallo Eberhard,

Zwodoppelvier hat geschrieben:...die Omega fügen sich rein optisch bestens in Euer Wohnzimmer ein ...
Ja, das fällt mir auch auf. In Natura ist der Effekt noch heftiger.

Zwodoppelvier hat geschrieben:... wie nahe für Dich die Omega am Ende dem Ideal des fehlenden Eigenklangs gekommen sein werden ...
Ja, ich bin auch gespannt, was da rauszuholen ist :cheers:

Übrigens stehen die Omegas seit gestern auf je vier 2x2 cm goßen Abschnitten einer Waschmaschinenunterlegmatte.

Danke für die guten Wünsche!
Gruß,
Winfried

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Beitragvon bullrich » 22.11.2015, 16:29

Hallo Winfried,

den Soekris Das hatte ich auch schon ins Auge gefasst, das ist ja alles nochüberschaubar vom Budget :D

Was mich bis jetzt noch ein bisschen abhielt ist die Sache mit der Programmierung ?!
ist der DAC soweit "outofthebox" spielbereit ? d.h. ein Netzteil dran, Coax-Buchse für Digi-in und wahlweise die XLR bzw RCA Out dran und gut ?

Danke für eine Antwort und ich bleib auf jeden Fall dran :) :cheers:

Gruß

Marco
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Beitragvon wgh52 » 22.11.2015, 16:38

Hallo Marco,

der Lieferumfang umfasst alle nötigen Bauteile, sogar XLR Ausgangsbuchsen und am Versorgungeingang reichen zwei Trafoausgangsspannungen (der Gleichrichter ist auf der Platine) oder auch (saubere) Gleichspannungen. Eingangsmäßig ist der DAC allerdings auf I²S ausgelegt, so dass man für SPDIF oder AES/EBU Eingang eine Vorbeschaltung braucht, die ich auf einem kleinen Platinchen untergebracht habe.

Der bereits vorher angegebene Link führt auf eine sehr ausführliche Inbetriebnahmedokumentation, technische Erklärungen und Moddinganleitungen. Falls Du Englisch lesend verstehst steht erfolgreicher Inbetriebsetzung mbMn kaum etwas im Wege.

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Joerghag » 22.11.2015, 17:34

Hallo Winfried,

hast du den unteren Bass der Linken Box bewußt "andersherum" (Mikro nach oben) eingebaut?

Gruß Jörg
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Beitragvon Hans-Martin » 22.11.2015, 19:02

wgh52 hat geschrieben:,ganz so unklar ist die Sache nicht :wink: Hier ist die Schaltung des Platinchens her (nach "SPDIF" scrollen) und so habe ich sie aufgebaut.

Hallo Winfried,

aha, verstehe. Die zusätzlichen Bauteile heben um 1,2V an, dann kann das 0,5V SPDIF Sigal nicht negativ werden.

Warum ausgerechnet 330 Ohm Abschluss, muss der Hersteller erklären, ich finde keinen Grund dafür, außer, dass zwischen SPDIF - und + ein paralleler Widerstand messbar ist. Da müsste man unter die Leiterplatte schauen, wohin die Bahnen führen, denn sind dort Kondensatoren zwischengeschaltet, reicht ein Gleichstrom-Ohmmeter nicht hin, könnte auch den Übertrager mit dem Gleichstrom vormagnetisieren.
Der AES/EBU Digitalausgang darf bis 5V haben, da sollte man messen (ein Oszilloskop kann hilfreich sein).

Übrigens höre ich den DAC jetzt vom XLR Abgriff (per kürzestmöglicher 2x0,5mm² verdrillter solid core Cu Leitung -> Klingeldraht :mrgreen: ) und er geht immernoch gut. Die NF Leitung ist auch gekürzt

JD7 in der Mitte hätte 2x Masse und positiven Ausgang bereitgestellt, an JD6 und 8 hat man zusätzlich die invertierten Signale für XLR.

Das Bild https://hifiduino.files.wordpress.com/2015/01/r2rconnect.png hat eine falsche Beschriftung für JD8 (sie ist tatsächlich belegt wie die korrekte JD6). Wenn du single-ended rausgehst hätte ich an JD7 gelötet, wegen der unmittelbaren Nähe zu den Kabeltreibern und unter Vermeidung zusätzlicher Miniaturleiterbahnen.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wgh52 » 22.11.2015, 19:03

Halo Jörg,

Joerghag hat geschrieben:...hast du den unteren Bass der Linken Box bewußt "andersherum" (Mikro nach oben) eingebaut?...

Nein! (Irgend)Jemand hat den unteren Bass wohl irgendwann mal mit Mikrofon nach oben eingebaut :cheers: und ich werde diesen oder den der anderen Box noch um 180° drehen, damit beide Boxen gleich sind. Wie's richtig gehört, weis ich nicht. Bei der Omega mit den Keramikchassis waren nämlich die Mikrofone zueinander angeordnet:

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Gruß,
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Beitragvon wgh52 » 22.11.2015, 19:09

Danke Hans-Martin,

momentan ist gerade zusammengeschraubt und Musik hören dran. Ich schau mir das alles aber sicherlich noch an und passe gegebenenfalls an. Speziell die JD7 Sache scheint prüfenswert. Ich habe bisher an den "buffered Out" angeschlossen, könnte aber auch an den JD7 "RAW" abnehmen - allerdings sind ca. 3m Cinchkabel zu treiben 8) .

Einen schönen Restsonntag noch!
Winfried.

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Beitragvon Hans-Martin » 23.11.2015, 11:13

Hallo Winfried,

mit dem J7 als ungepuffert hast du Recht (wie man auf https://hifiduino.files.wordpress.com/2 ... 96-001.jpg mit etwas Vergrößerung erkennen kann, für die gepufferten Ausgänge bieten sich die Lötpunkte für die XLR Einbaustecker an. Dorthin sind die Leiterbahnen kurz und die Masseanschlüsse liegen halbwegs nahe beieinander.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wgh52 » 29.11.2015, 12:16

Hallo Hans-Martin,

OK, ich hab ein bisschen umgebaut: Nachdem ich ein Paar Abacus LineDriver OEM Module geliefert bekam (vielen Dank an Abacus!), wurden diese auf den Soekris DAC appliziert und an den Raw Audio J7 angeschlossen. Was soll ich sagen? Sehr schön hört sich das an. Höre gerade Schubert 7. Symphonie über den AC3 Stream von ARD-Alpha (aus 2001) und finde das kommt trotz Fernsehton richtig gut! Da gibt's keine Schärfe, schöne Durchzeichnung, ja - die liebe Räumlichkeit könnte noch besser sein, aber ist halt Fernsehen und nicht HD :wink: Trotzdem Gänsehaut! :cheers:

Hier eine optische Implementierungsimpression:

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Winfried

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