Neu bei uns: Arne (Silbersand 501 MKII IE)

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OstermannAD
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Beiträge: 2
Registriert: 16.09.2021, 17:14

Neu bei uns: Arne (Silbersand 501 MKII IE)

Beitrag von OstermannAD »

Guten Tag ins Rund,

ich soll mich mal vorstellen. Will ich gerne tun!

Erst mit 18 habe ich das Hobby des Musikhörens begonnen, da haben andere ja schon Selbstbauprojekte in den Jugendjahren zu verzeichnen. Es war nach B&O Beomaster mit DIN Anschlüssen und irgendwas dran als erste Anlage: ein Rotel Vollverstärker, ein Thorens TD166 mod, ein DBX DX-5 CD-Spieler und T&A TMR60 Boxen. Der Vollverstärker hat sich über die Jahre in eine MBL 4005 und bis heute eine Krell KRC-HR Vorstufe sowie eine Accuphase P-400, eine Krell KSA-300S und zuletzt eine Krell FPB-600 Endstufe gewandelt. Der CD-Spieler ging kurz über AVI auf einen Krell KPS-28c über, der nach wie vor sehr gut klingt, nur leider Bauteilausfälle bekommt, die auch international kaum noch zu reparieren sind. Analog ging es mit Thorens weiter zum TD 126 MKIII und seit vielen Jahren und aktuell ein Brinkmann Balance mit 10.5 Arm (der 12"-er liegt schon bereit ...).

Unschwer zu erkennen, ich bin eher ein 'Analogie', daher kamen dann noch Phono-Vorstufen von Primare R20, PS Audio GCPH, Pass XOno Clone und nun eine Brinkmann Edison MKII dazu. Aktuell läuft ein Ortofon MC A95, davor ein vdHul Grasshopper IV. Und die Boxen haben sich von den T&A auf Dynaudio Confidence 5 gewandelt - das ist ein massiver Grund für etliche meiner Geräte-Veränderungen gewesen. Die MBL-Vortufe klang langweilig und wurde mal eben von einer deutlich älteren Threshold FET 2 verputzt und die Accuphase hat bei jedem Bassschlag reagiert, wie jemand, dem beim Auftreten von hinten in die Kniekehle getreten wird - ein kraftloses Wegsacken. Ging gar nicht, machte keinen Spass. Daher dann Krell. Ja ich kenne die Vorurteile - betrifft sicher weniger die Vorstufe, die auch heute noch klasse ist (einen Vergleich mit aktuellen Produkten will ich demnächst mal machen). Und die Endstufen, was soll ich sagen, "kann vor Kraft nicht laufen" und "analytisch" mag in manchen Konstellationen gelten, gerade aber die FPB-600 mit der Confi5 würde ich als selten gute Kombination betiteln. Da haben es selbst AudioNet Max und AVM schwer!

Aber, wie sich immer wieder zeigt - das Bessere ist Feind des Guten - und so kam ich zum aktiven Hören. Freunde von mir haben B&M BM12 V-FET, BM Line 15, BM Line 35, Geithain 901K, ATC SCM 150 ASLT; testweise Manger, Neumann, AGM (stand auch bei mir, Lob!), Silbersand. Es gibt im Forum ein Bild, da steht die Manger bei mir ...

Die Dynaudio Confi5 hatte ich mit der Hilfe von Andreas Rullmann (ehem. Mundorf/AMT) modifiziert und sicher auf ein Top-Niveau gehoben. Bewusst hatten wir nicht die ganze Weiche neu bestückt oder aufgebaut (das hielt ich nicht für angemessen), aber Innenverkabelung, Impulskondensatoren, Ferrofluid, Boxenterminals neben äußeren Hilfen wie Füße, Grundplatte, Deckelplatte und Voodoo hatten den schlappen 81 dB Wirkungsgrad das Maximum an Tonalität, Präzision, Räumlichkeit etc. entgegengestellt. Extrem unanstrengtes Langzeithören auf tollem Niveau, vor allem mit der FPB 600, wir hatten es schon!

Besonders die gut aufgestelle BM 12 V-Fet bei einem Bekannten mit sehr guter Wiedergabekette insgesamt hat mir aber immer wieder Respekt abgerungen. Es hat 'einfach' Spaß gemacht, und das mit weniger 'Gedöns', wie man hier an der Küste sagt. Also wollte ich dem Rat mal folgen und mir eine alte BM anhören.

Termine habe ich dann in Düsseldorf bei Hr. Jessen und in Köln bei Hr. Gottlob gemacht, um V-Fet, Prozessor, aber auch AGM, Silbersand etc. zu hören. Das war eine tolle Tour im Juli 2020, die ich mit einem Freund gemeinsam gemacht habe und an deren Ende die Silbersand 501 MKII in meinem Auto lagen :D Die ganzen Erlebnisse kann ich gerne später mal erzählen ... klar hat aber die 501, die beide Herren in der Vorführung hatten, jeweils den besten Eindruck unter den Gebrauchten gemacht. Und da mir Klavierlack schwarz und der Preis bei Herrn Jessen entgegen kamen, hatte ich das Pärchen dann um 18h30 im Auto. Einen Monat später (oder 2?) mussten die Boxen dann eine Schleife bei Hr. Jessen drehen, da sich ein mäßig reparierter einseitiger Schaden (Hochtöner, Netzteil) und bestehender Wackelkontakt zeigten. Das hat Hr. Jessen aber ohne mit der Wimper zu zucken geregelt - und da ging die Modifikation auch schon los. XLR-Buchse auf 3-Pol in Silber, Silberkäbelchen, moderner IC, zweiter Trafo (für die Bässe) waren die ersten Schritte. Das "IE" (improved edition) in der Bezeichung habe ich mal hinzugefügt, um die Modifikation mit der hier im Forum beschriebenen Eingangsplatine der Herren Wiemers/Tessendorf/XY mit Miflex-Kondensator (KPCU-01) anzudeuten.

Das kam im Dezember20/Januar21, auch das kann eine weitere Beschreibung werden, jedenfalls möchte ich hier meinen Dank an die Initiatoren und 'Macher' dieser Entwicklung aussprechen! Diese Eingangsstufe bringt wirklich noch schönere Tonalität in das Klangbild (und viele weitere Beschreibungen wären möglich)! Und auch der Dank für die vielen Eindrücke und Information rund um das Thema, was letzlich auch ein Hauptgrund dafür ist, dass ich mich im Forum angemeldet habe - allgemein die Recherche von Informationen, Erfahrungen und Fakten ist klasse und interessiert mich.

Die 501 dürfen sich in einem Raum mit 25-35 qm mit Deckenhöhe 2-4 m austoben. Viele Winkel, Holzboden auf Fundament und Teppich ergeben einen geringen Nachhall und wenig Moden - über alles schon sehr gut. Ich habe Diffusoren hinter den Boxen stehen und der Strom hat eine eigene Sicherung und Leitung zur Anlage. Ich wohne in Hamburg und empfange regelmäßig Hör-Besuch.

Wie schon erwähnt, bin ich besonders bei den Schallplatten unterwegs. Ich bin da nicht indoktrinär, ich kenne die Vorzüge der Analogtechnik und auch den Aufwand, den ich digital betreiben müsste, um ein vergleichbares Qualitätsniveau zu erreichen. Und das ist der Hinderungsgrund. Bestimmt kommt mal ein Streamer, aber der Fokus ...
Wer Unterstützung bei Justage und Einstellung von Plattenspielern benötigt, kann mich ansprechen.
Gerne höre ich Jazz (verschiedenster Ausprägung), Elektro, Fusion, Pop - mit Klassik habe ich es bisher nicht so, auch wenn ich beeindruckende Werke gehört habe und schätze. Ich kenne mich da zu wenig aus und es dauert ewig, bis ich etwas finde, was mir gefällt. Ich lasse mich da von meinen Freunden immer gerne mal überraschen und inspirieren.

Soweit zu der gewünschten Vorstellung. Zurück zum eigentlichen Thema 'aktiv'. Die negativen Vorurteile, die teilweise über Silbersand-Klang existieren, konnte ich bei mir vermeiden bzw. beheben. Einige Kleinigkeiten habe ich noch nicht beschrieben, ein paar werden auch noch kommen. Mit Ralph werde ich sicher noch eine Runde drehen, worauf ich mich freue. Gerade habe ich einem Freund ein paar 303 in Klavierlack schwarz empfohlen - bei denen sehe ich noch etwas Handlungsbedarf, um sie zum Musikspielen zu überreden. Aber das macht das Hobby ja (teilweise oder für manche) aus!

Mich begeistert die "Richtigkeit" in der Musik, die ich vorab so nicht hatte, die deutliche Steigerung durch die Eingangsplatine - und freue mich jeden Hörabend wie ein Schneekönig über den Schritt zu diesen Boxen!

Auf bald, tschüss, Arne
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Arne!

Und herzlich willkommen im Forum! Danke für Deine interessante und ausführliche Vorstellung!

Ich bin Anfang Oktober in Bergedorf, falls Du dort in der Nähe wohnst, wäre ich am Silbersand anhören mit LPs interessiert!
Verabredung ggf. per PN :D

Grüße,
Winfried

5184
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Franz
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Beitrag von Franz »

Hallo Arne,

danke für die ausführliche Vorstellung. Wie du bin ich auch noch mit Schallplatte hörmäßig aufgewachsen, erst spät auf eine digitale Wiedergabe von Tonträgern umgestiegen. Da muß man sich schon anstrengen, um das Niveau guter Schallplattenwiedergabe hinzubekommen.

Habe selbst 17 Jahre lang mit einer Silbersand FM 501 gehört, die ich dann durch Herrn Müller in Zweibrücken auch auf eine MK II aufrüsten ließ. Später hat dann Uli Wiemers auch die Eingangsplatine auf Tessendorf-Basis eingesetzt. Das war eine richtig gute Maßnahme. Ich kann deine Freude an diesen Lautsprechern also durchaus nachvollziehen.
Mit Ralph werde ich sicher noch eine Runde drehen, worauf ich mich freue.
Vorsicht, das könnte zu etwas Neuem führen. Bei mir kam es nach der FM 501 MK II zur Delphi und dann zur FM 5. Das ist in meinen Ohren noch ein Schritt weiter in Richtung "Richtigkeit" in der Musik.

Ich wünsch dir hier viel Spaß und guten Austausch.

Gruß
Franz
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Herzlich Willkommen Arne,
OstermannAD hat geschrieben:
17.09.2021, 13:08
Wie schon erwähnt bin ich besonders bei den Schallplatten unterwegs. Ich bin da nicht indoktrinär, ich kenne die Vorzüge der Analogtechnik und auch den Aufwand, den ich digital betreiben müsste, um ein vergleichbares Qualitätsniveau zu erreichen.
Dem kann ich nur zustimmen. Und ergänzend: Die Analogtechnik ist mindestens genauso anspruchsvoll, weshalb ich vor einiger Zeit etwas frustriert meinen Plattenspieler verkaufte.
OstermannAD hat geschrieben:
17.09.2021, 13:08
Wer Unterstützung bei Justage und Einstellung von Plattenspielern benötigt, kann mich ansprechen.
Irgendwann mache ich mit Platte einen neuen Anlauf und komme dann gern darauf zurück.

Grüße Gabriel
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OstermannAD
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Beitrag von OstermannAD »

Hallo Franz,

ich kann manchmal etwas stoisch sein - z.B. wenn ich zu viel Geld hinlegen müsste (siehe digital), oder eben, wenn es (natürlich viele) bessere Lösungen gibt. Auch ich habe die Emotion 5 und dann die FM5 bei Ralph gehört. Was der Herr Müller da mit der FM5 wieder gezaubert hat, à la bonne heure!

Ich denke mehr an Feintuning (Dämpfungsgrad) oder weitere Kondensatoren. Bei Kabeln bin ich vorsichtig, da versenkt man schnell 30m in einer 501, , und wenn die hochwertig sind ... ansonsten bin ich ein Freund von guten Kabeln!

Hallo Gabriel,

in der Tat, analog ist schon auch sehr anspruchsvoll und wird schnell teuer. Und dann ist da noch die Abstimmung beim System, die über Messgeräte nicht allein funktionieren will. Einstellschablone und gute Waage sind ab einem gewissen Niveau ja Standard, aber das PDM-1 (PegelDifferenzMessgerät) von Sperling Audio, welches ich nutze, hat schon bei einigen Analogies zu erstaunlichen I-Tüpfelchen geführt.
Tja, und das dann noch aktiv geregelt zur Geltung bringen :lol:

Beste Grüße, Arne
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Lefreck
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Beitrag von Lefreck »

Hallo Arne,
Auch von mir ein herzliches Willkommen hier :cheers: Ich höre auch mit Silbersand MKII ie (;-)) und kann deine Ausführungen gut nachvollziehen, auch wenn ich hauptsächlich digital höre, mir aber immer wieder LPs zulege, wenngleich ich in dem Bereich sehr "einfach" ausgestattet bin: Rega RP40 und Linn Uphorik-Phonovorstufe. Ich wollte schon Mal mehr in Plattenspieler investieren, aber das Interesse der lokalen Händler war da eher begrenzt. Schade dass Du soweit weg wohnst, sonst hätte ich gerne auf dein Angebot zurückgegriffen.

Delphi und FM5 habe ich auch schon gehört. Dabei hätte die FM5 wirklich das Zeug meine 501er abzulösen, aber bei dem was man heute noch für eine 501er erhält (das Angebot von Jessen war ziemlich gut, soweit ich mich erinnern kann), bleiben die 501er...

Liebe Grüsse aus Luxemburg
Thierry
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

Moin Arne,

Mensch, kaum ist man mal drei Wochen nicht da, bist Du plötzlich hier im AH... :D

Na, dann natürlich auch von mir ein herzliches Willkommen in der Runde!

Gruß,
Swen
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

OstermannAD hat geschrieben:
17.09.2021, 13:08
Aber, wie sich immer wieder zeigt - das Bessere ist Feind des Guten - und so kam ich zum aktiven Hören. Freunde von mir haben B&M BM12 V-FET, BM Line 15, BM Line 35, Geithain 901K, ATC SCM 150 ASLT; testweise Manger, Neumann, AGM (stand auch bei mir, Lob!), Silbersand. Es gibt im Forum ein Bild, da steht die Manger bei mir ...
Mir fällt beim noch einmal durchlesen gerade die Erwähnung des Bildes auf. Der Vollständigkeit halber hier mal der Link zum Beitrag. Es ist das vorletzte Bild im Bericht über die Manger C1:

viewtopic.php?p=181330#p181330

Confidence 5 und Krell FPB 600 sind prominent zu sehen. :)

Gruß,
Swen
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