Peter (Backes & Müller BM Line 35)

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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

Die Lautsprecher spielen seit dem „großen Service“ hervorragend
aber,
es hatte sich ein kleiner Wurm eingeschlichen!
Der Mittel/Hoch-Töner der MasterBox ist immer öfters nach dem Einschalten weg geblieben, oder hat sich mittendrin verabschiedet.
BM-Service kontaktiert → nach einigem Abklopfen …. „das kann das Relais sein, dass das Signal zum MHT durchschaltet“. Relais gekauft, Kiste aufgeschraubt, und die ganze Elektronik mal wieder rausgeschraubt, Relais aus-/eingelötet – läuft ohne Macken!

Damit sollten alle alternden Bauteile erneuert sein – schau ma mal ...
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

realperfekt hat geschrieben:
28.02.2022, 11:46
Damit sollten alle alternden Bauteile erneuert sein – schau ma mal ...
Peter,

ich wünsche Dir, dass die gealterten Bauteile nun alle erneuert sind.
Ab jetzt sind es leider wieder alternde Bauteile :wink:

Grüsse
Uli
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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

ja Uli, das zeigt mir auch der Blick in den Spiegel :wink:
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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

Nun dachte ich, mit meinen alten 35ern einigermaßen durch zu sein … und dann hats geknallt!
Wieder neu eingeschaltet, dann gings wieder – bis zum näxten mal - und es hat doch einige Tage gebraucht, bis mir den Zusammenhang klar wurde.

Im Februar war die Luftfeuchtigkeit relativ gering und dabei ist die statische Aufladung, wenn man so über einen Teppich schlurft, dann doch erheblich. Und wenn ich dann meine externe Lautstärkensteuerung anfasste, spürte ich schon die Entladung und konnte den oben beschriebenen Effekt öfters reproduzieren.
Wieder mal Rücksprache mit dem BM-Service und dort gingen die Alarmglocken an. Weil ja doch DSPs und Niedervoltgedöns am Ende der Lautstärkenregelung sitzen!

Langer Rede … die verwendeten RJ45-Kabel müssen raus, und zwar sowohl zwischen Master-LS und Lautstärkepoti, als auch zwischen Master-LS und Slave-LS!!

Für eine zentrale Erdung der Neuverkabelung habe ich in den Master-LS eine Erdungsklemme gesetzt.

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Für die Verkabelung zur Lautstärkeregelung ein 3-adriges, geschirmtes Kabel geordert und nur noch die nötigen Pins verdrahtet bzw. das LautstärkePotiKasterl über den Kabelschirm geerdet.

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Alles spielt ruhig und störungsfrei!
Aber jetzt kommts - dadurch, dass das SteuerKabel zwischen den beiden LS nur noch die drei notwendigen Leitungen beinhaltet (und nicht mehr alle RJ45- Pins belegt sind!), ist das akustische Geschehen deutlich transparenter und die Bühne wesentlich differenzierter geworden!!!!

Und nun freu ich mich aufs neue Netzteil für den LINN – ich werde berichten.

Peter
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Peter,

Glückwunsch zum erfolgreichen "Entknallen" der Lautsprecher! :cheers:

So ganz 100%ig verstehe ich den Grund für den Kabeltausch auf wenige Adern aber noch nicht.
Wo/Wie waren denn die unbenutzten RJ45 Drähtchen vorher angeschlossen?
War das Fernbedienungsgehäuse nicht "geerdet"?
Warum ist Erdung über Schirmung besser als über einen Draht im Kabel? (Hier könnte ich was mißverstanden haben...)

Danke und interessierte Grüße,
Winfried

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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

Grüß dich Winfried,
zur deiner ersten Frage.

Ich zitiere aus B&M REMOTE CONTROL

„Auf RJ-45 Buchsen liegt ein BM eigenes Netzwerkprotokoll, das verschiedensten Anforderungen genügt:
1.Updaten der DSP-Firmware mit den kundenspezifischen Filterkoeffizienten (Servicetechniker)
2.Lautstärkesteuerung mit einem analogen Lautstärkesteller (ARC)
3.komplette Parametersteuerung per PC-Software BMControl
4.komplette Parametersteuerung per optionaler Digitaler Remote Control (DMC)

Zur Verbindung der ans Netzwerk angeschlossenen Boxen dient ein handelsübliches Netzwerkkabel (CAT-5). Dieses verbindet die RC-Output Buchse mit der 1.Box (Master) mit dem RC-Input der zweiten u.s.w. Da dies durch Aktivelektronik geschieht, lassen sich unbegrenzt viele Monitore anschließen. Die werksseitig mit „Master“ gekennzeichnete Box übernimmt dabei die Rückmeldung zur Remote Control und hängt als erste in der Kette.“


Ich hatte vor langer Zeit die BMControl verwendet und dann, für die externe Lautstärkensteuerung, das CAT-5 Kabel zwischen den Boxen belassen. Dass sich hier während des normalen Betriebs auf dem DMC weitere Dinge abspielen, die der eigentlichen AudioWiedergabe nicht zuträglich sind, ist nun, nach der Reduzierung aufs Notwendige, klar geworden.



Zur zweiten und dritten Frage.

Die o.g. RJ-45 Buchse beinhaltet kein Massepotential, das zur Erdung verwendet werden kann! D.h. Die Fernbedienung hing diesbezüglich in der Luft, was bis dato nicht auffiel, da das Thema Teppich/Luftfeuchtigkeit/Aufladung bis dato keines war.
Nun, nach all den Erkenntnissen, möchte ich die etwaigen Einflüsse auf die 3adrige Steuerung minimieren und umgebe diese mit einem Schirm, der einseitig an Massepotential hängt und
- die Verbindung zwischen den Boxen schirmt
- das Fernbedienungsgehäuse erdet

Die Realisierung zeigt eindeutig ENTSTÖRUNG!
Winfried, du kannst dir vorstellen, dass ich einige Provokationen unternommen habe um den nun aktuellen Stand zu testen – das Thema hat sich erledigt!
Schau ma mal, was als näxtes kommt ... :wink:
Peter
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Peter,

danke für die verständliche und ausführliche Klärung!

Grüße,
Winfried

5281
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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

So, nun mal eine positive Stimulanz!

Am Freitag kam des Packerl mit dem Gert-Netzteil für den Linn an.
Angeschlossen und ausprobiert waren die ersten Wahrnehmungen in Richtung
- Stimmen etwas weicher/harmonischer
- Tiefton differenzierter

Nun sind zwei Tage vergangen und ich habe alle meine Quellen (Phono, TuneIn, NAS) sehr bewusst gehört und komme immer mehr zu der Erkenntnis – alles Wiedergegebene ist spürbar mehr im Fluss und füllt Raum und Ohren auf angenehme Weise; oder anders ausgedrückt: das Abschalten der Musik gefällt mir deutlich weniger!
M.E. wird der ganze Oberwellenbereich feiner dargestellt ... aber Worte ...

Peter
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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Peter,

ist mehr Musikfluss, gell :cheers:

Gruß Harald
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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

… kleine Ursache, große Wirkung ….

Jürgen hat mich besucht .. und wir hatten einen schönen Tag, viel gequatscht, Musik gehört, am ConvoProxy rumgeschraubt, Musik gehört, gutes auf dem Tisch gehabt … und mich darauf aufmerksam gemacht, dass die AES/EBU-Strippe LINN ↔ BM35 ↔ BM35 keine 110 Ohm-Leitung sei.

Das blieb hängen!
Also kurz und gut, vom „Kabel-, Stecker-Lieferanten meines Vertrauens“ für € 89,44 das notwendige Material geordert, 1 h Lötarbeit, 1 h alles wieder sauber verkabelt … und dann ging die Sonne auf!

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Die akustische Bühne ist deutlich homogener, die Abbildung erlaubt ein entspannteres hören, wenns das Programm hergibt kanns auch lauter werden und der SpaßFaktor ist gehörig gewachsen!!!

Einfach super!

Peter
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

realperfekt hat geschrieben:
01.04.2022, 15:00
Nun dachte ich, mit meinen alten 35ern einigermaßen durch zu sein … und dann hats geknallt!
Wieder neu eingeschaltet, dann gings wieder – bis zum näxten mal - und es hat doch einige Tage gebraucht, bis mir den Zusammenhang klar wurde.

Im Februar war die Luftfeuchtigkeit relativ gering und dabei ist die statische Aufladung, wenn man so über einen Teppich schlurft, dann doch erheblich. Und wenn ich dann meine externe Lautstärkensteuerung anfasste, spürte ich schon die Entladung und konnte den oben beschriebenen Effekt öfters reproduzieren.
Peter
Hallo Peter

Falls nochmal Probleme mit statischer Aufladung auftauchen:
Eine Turmalin Groundingbox zieht diese wundervoll heraus.
Könnte man auch versuchsweise mit an den addierten Schirm legen.

Immer wenn ich einen bestimmten Pullover anhabe, bekomme ich an der Anlage einen "geflußt".
Kurz Groundingbox-Klemme angefasst, Ruhe. Endlich.

Gruß
Stephan
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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

Stephan, danke für dn Tipp!
Mit der schaltungstechnischen Maßnahme habe ich das Thema „elektrostatische Ableitung“ gut in Griff bekommen.
Letztendlich war es die Erkenntnis, dass die bauseits verwendete RJ45-Buchse keine SchuckoMasse beinhaltet .
Die am LS installierte MasseBuchse und ein neues 3adrig-geschirmtes Kabel haben die „Lautstärken-Fernsteuerung“ komplett desensibilisiert!
Ansonsten ist die gesamte Anlage diesbezüglich unkritisch; ich denke, wenn ein MC-Tonabnehmer, der ja doch im µV-Bereich auflöst, und das folgende elektrische Gedöns völlig störungsfrei arbeiten, kann man sich ruhig zurücklehnen.
Peter
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Peter,

super, dass Du schon wieder einen Schritt nach vorne machen konntest.
Konnten die BM35 doch auch mit dem für den Zweck mutmaßlich eher ungeeigneten H-Kabel schon klasse aufspielen.
Vielen Dank für den netten Tag bei euch, auch Alex hat es gefallen.

Liebe Grüsse auch an Ute

Jürgen
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realperfekt
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Beitrag von realperfekt »

… und ein weiters qualitatives Indiz für die „neue“ 110 Ohm-Verkabelung ...

die MonoScheiben spielen schön in der Mitte!

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