Rolf (Magnepan 1.7, Sonus Natura Monitor)

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Beitragvon Hans-Martin » 09.09.2019, 22:51

HearTheTruth hat geschrieben:Alles was sich bei dem ersten Netzteil am Router verbesserte,verdoppelte sich durch das 2 Netzteil am Antimode und ich wurd immer Sprachloser und konnt nicht glauben, was bei mir klangtechnisch geschah. Als Holzohr brach ne Welt zusammen. Gleich mehrere Vorhänge lösten sich von den Flächenstrahlern und es klang richtig erwachsen,farbig,detaiiert.
Hallo Rolf,
wenn man bedenkt, dass die Musik sofort stoppt, sobald der Netzstecker aus der Dose gezogen wird, könnte einem klar werden, dass das, was wir zu hören bekommen, ein Mix aus dem Signal von der Quelle und dem Strom aus dem Lichtnetz ist.
Nach einer Zeit fragte Bela,ob ich noch mehr Klang wünsche,und verband eines seiner Chinchkabel zwischen Antimode und Verstärker und lies die Musik danach weiterlaufen.
Nun verstand ich die Welt nicht mehr. Alle Harschheiten und Schärfen verschwanden aus der Wiedergabe,die Musik bekam plötzlich einen ganz eigenen Rhythmus,noch mehr Klangfarben,eine ganz neue Klangdimension entstand.
Nun fiel mir gar nichts mehr ein!! KABELKLANG!! Vorher undenkbar für mich!! Nun war es Realität!

Kabelklangeinfluss war schon Realität bevor du dies entdeckt hast (bevor man es dir deutlich aufgezeigt hat).
Wenn man entspannt sitzen bleib kann und ein Helfer die Veränderung durchführt, hat man ganz andere Erkenntnismöglichkeiten als wenn man selbst aufstünde, wechselt, sich wieder hinsetzt und weiterhört.
Für mich gehören die Kabel in eine Kategorie nahe Komponenten, sie sind meist preiswerter als gut gemachte Komponenten, können (müssen das aber nicht überall) einen größeren Einfluss in der Kette haben. Viele Kabel haben Mikrofonieeffekte, sind damit auch abhängig von der Position in der Raummodenstruktur und ihrem Abstand von den Lautsprechern.
Vor 40 Jahren tauschte ich die Kabel am Plattenspieler (mit MC-System) aus, der Unterschied war erheblich. In der 2. Generation der Philips CD-Player tauschte ich die Kabel aus, wieder deutlich hörbar.
Man darf den inkompetenten Theoretikern den Vorwurf machen, dass die Internetforums-Verbreitung ihres begrenzten Schulbuchwissens (vermutlich Vorkriegsausgabe des Lehrbuchs) weiterführenden Erkenntnissen nicht gerade Vorschub leistete.
Es gibt genügend Einflussgrößen, die einen individuellen Namen haben.
Auch wenn ich geneigt bin, eine Abhängigkeit des Klangeinflusses vom eingespeisten Pegel herzuleiten (zwischen DAC und VV deutlicher als zwischen VV und Endstufe(n) bei identischem Kabel und dessen Länge), scheint speziell beim MC-System die Abschlussimpedanz in Relation zum Kabelwiderstand auch eine Rolle zu spielen. Die Mikrofonieeigenschaften von Schallplatte und Tonarm sind (nicht vollständig) erforscht, vermutlich stärker ausgeprägt als die eines ordentlichen Kabels.
Kabel im Vergleich nach Gusto auszuwählen scheint mir immer noch die beste Methode zu sein, besser als eine unvollständige Theorie...
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon HearTheTruth » 10.09.2019, 02:08

Hallo Hans Martin

Ich höre gerade Kopfhörer über denselben Verstärker der meine Maggies antreibt.
Die Auswirkungen des Tunings ist sogar über Kopfhörer wahrnehmbar.
Ich hab mich schon ein bischen daran gewöhnt.
Aber ob ich nochmal zurückwechseln will??
In ein paar Tagen bau ich mal zurück,da ist der Effekt nochmal andersrum deutlich.
Hast Du schon mal Tonarmkabel,die ganz dünnen,gewechselt und getestet?
herzlich
Rolf
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Beitragvon Hans-Martin » 10.09.2019, 10:26

HearTheTruth hat geschrieben:Hast Du schon mal Tonarmkabel,die ganz dünnen,gewechselt und getestet?

Hallo Rolf,
meine ersten kabeltauschaktionen waren am Thorens 115 mit TMC70 (Thorens Version eines EMT-Systems, integriert in das abnehmbare Tonarmrohr. Da habe ich mich nicht getraut, das zu zerlegen.
Beim Lenco L75 ist ein dünnes Koaxialkabel drin, welches mit seiner Steifigkeit Probleme bereitet, sobald man die V-Gummilager austauscht (weil die armseitigen Schneiden nach unten durchgesackt sind), da habe ich 4 Einzellitzen Cardas Tonarmkabel aus einem gemeinsamen Einkauf im Vinyl-lebt Forum eingesetzt.
Kabel lassen sich bei SME 3009 SII, Rega, div. Thorensarmen uva. austauschen, wenn man einen Niet herausschiebt oder die richtige Schraube löst, dann an das Ende des alten Kabels das neue anlötet und durchzieht.
Üben kann man mit Kupferlackdraht mit 0,15mm Stärke. Von van den Hul hatte ich auch mal Silberdraht für Tonarme. Rückblickend ist mein Eindruck, dass zwischen Litze und Massivdraht ein Unterschied besteht, zwischen Kupferdraht und Silberdraht ein geringerer. Während ich das Verbindungskabel zum Verstärker einen deutlichen Unterschied machen kann, musste ich den Tonarmverdrahtungsunterschied suchen.
Ich führe das darauf zurück, dass flexible Koaxialkabel von Mikrofonie und dielektrischer Absorption der Isoliermaterialien geprägt sind, während Tonarmkabel durch ein starres, stabiles Rohr gezogen werden, mit überwiegend Luft als Dielektrikum. Das reduziert die Übertragung weitgehend auf den Draht allein, die Symmetrie der Quelle und der Verdrahtung trägt noch dazu bei, ebenso die relativ kurze Strecke und der damit verbundene Übertragungsweganteil.
Kupferlackdraht kostet wenig, man kann vergoldete Stecker für die Systemseite anlöten, das Kabel lang genug auslegen, dass es (immer noch symmetrisch) durch ein AirCore Satellitenkabel gezogen werden kann, um an den Steckern bei der Phonostage zu enden. Da das AIrCore Kabel recht steif ist, muss es wohlüberlegt an feststehenden Teilen nahe dem Tonarmabgang befestigt werden. Auf Verdrillung würde ich zumindest in dem Bereich verzichten, wo Flexibilität wegen Beweglichkeit gefordert ist.
Ich bin kein Freund von Steckverbindungen, sofern verzichtbar. Natürlich unterstützen sie einen beim schnellen Horvergleich, z.B. bei der Entscheidung über die bessere Laufrichtung, da ist Tempo beim Wechsel gefragt.
Da der Austausch der Tonarmkabel zeitintensiv ist, muss man die Test-Musik schon gut kennen, um ein Urteil fällen zu können. Das gebe ich zu bedenken und schränke damit meine obigen Aussagen einerseits ein, allerdings habe ich in anderen Foren ähnliche Einschätzungen gefunden.
Grüße
Hans Martin
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Beitragvon HearTheTruth » 11.09.2019, 04:11

Hallo Hans Martin

Da hast Du ja schon einiges an Tonarmkabeln gewechselt,alle Achtung.
Da ich seit einigen Jahren ausschließlich Spotify streame,bleibt mir das erspart und bin sogar der Überzeugung, gut gemachtes streaming kommt höchstwertiger Analogwiedergabe sehr nahe.
Wenn ich da sehe was Fujak und andere da praktizieren...mein Respekt.
LG
Rolf
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Beitragvon HearTheTruth » 13.09.2019, 05:24

Hallo

Mir ist heute wieder aufgefallen, das die 1.7 schlechte Aufnahmen versöhnlich wiedergibt.Z.B. alte Live Aufnahmen von Genisis,Soft Machine, auch Jethro Tull oder alle solche Sachen aus den 70èrn.
Lege ich dann aber eine aktuelle ACT,EMC,Harmonia Mundi ,Label Scheibe auf,schaltet die Maggie automatisch auf das selbe Level um und gibt Klangerlebnisse wieder,die bei den alten Aufnahmen nicht da waren. Sie sind also sehr flexible einzusetzen.Auch mit dem Bass hab ich keine Minderwertigkeitsgefühle,und denke auch nicht an Subs wie viele hier,sondern mir reicht die authentische Intensität der 1.7 . Auf die saubere Wiedergabe kommt es an,dafür sorgt das Antiode. Das ideale Setup für Leute,deren Hörraum einigermaßen ok ist und die nicht auf Deubel komm raus Dämmen und Schäumen wollen :mrgreen:
LG
Rolf
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