Tonabnehmervergleich Van den Hul Colibri Gold, Platin, Holz

Plattendreher und Bandmaschinen

Tonabnehmervergleich Van den Hul Colibri Gold, Platin, Holz

Beitragvon shakti » 17.11.2015, 00:33

Ich habe heute abend mal den ultimativen Van Den Hul Colibri Genussabend gemacht!

Da ich nach mehreren Tagen des regelmäßigen Wechselns nun primär mit den BD Design Ultra Reference Oris Hoenern hoere, wollte ich das richtige Van den Hul Colibri mit diesen hochaufloesenden und im Hochtonbereich leicht zickigen Lautsprechern kombinieren,

ich hatte die folgenden Colibris zur Verfuegung:

- vdh Colibri xgp (gold Spulen, Kunststoff Körper, uvp 5800,-)

- vdh Colibri xpp (Platin Spulen, Kunststoff Körper, uvp 6500,-)

- vdh Colibri xgw abg (Gold Spulen, African Black Grenadille Holz Körper, uvp 7000,- bis 7300,-)
(nur auf Bestellung und nach Verfügbarkeit)

- vdh Colibri xpw abg (Platin Spulen, African Black Grenadille Holz Körper, uvp 8000,-)

Es handelt sich bei allen Colibris um die aktuellen MkII reference Versionen, die sich durch einige Details von den alten Colibris unterscheiden, Produktion zwischen August und Oktober 2015.

Die Systeme sind alle noch neu, dh zwischen 0 und 12 Spielstunden, daher sind die Ergebnisse fuer mich vergleichbar, alle Systeme werden bestimmt noch besser werden!

Eingebaut wurden die Colibris in einen SME 20/2A (mit SME V Tonarm), als Phonokabel wurde ein Reinsilberkabel von vdh verwendet, als PhonoPre ein vdh Grail SB, also optimale Vorrausetzungen fuer die vdh Colibris...

Wie waren nun die gehoerten Erfahrungen:

- vdh Colibri xgp

Das einfache Gold Colibri fasziniert mit neutraler Abstimmung und hoher Aufloesung, ein System, mit dem man eigentlich gluecklich und zufrieden das Thema Tonabnehmer abschliessen könnte...,
Es gibt einfach nichts, was bei der Wiedergabe mit diesem System fehlt, zu weit sind die vorher von mir gehoerten Systeme klanglich entfernt...

- vdh Colibri xpp

Das Platin Colibri im gleichen Kunsstoff Gehaeuse ist interessanter Weise sensibler in der Montage, ich habe deutlich laenger gebraucht die korrekte Tonarmhoehe einzustellen, der Bereich zwischen "geht gar nicht" und "whow, ist das toll" liegt extrem nah beieinander. Ist das xpp optimal montiert macht es da weiter, wo das xgp aufhoert, all die Aufloesung und der freie Klang sind da, dazu kommt ein ungeahnter Fluss in der Musik, dass man dem xgp fasst etwas körniges , etwas rauhes unterstellen wuerde. Die Musik entfaltet sich gefuehlt aus einem schwaerzeren Hntergrund und baut sich mit groesserer Authenzitaet im Mitteltonbereich auf. Soviel Klanggewinn haette ich nach dem xgp Klang nicht erwartet, das ist schon faszinierend.

- vdh Colibri xgw abg

Um so neugieriger war ich auf das erste Colibri im Holzgehaeuse. Ich hatte im Vorfeld noch Kontakt mit dem Entwickler meiner vdh Grail SB Phonovorstufe gehabt und mir seine Meinung bezgl optimaler Paarung mit dem Grail SB eingeholt. Er sieht Gold und Platin gleich gut am Grail SB angepasst, so dass ich mich auf die Klangunterschiede der Materialien konzentrieren koennte...
Bedingt durch meine Erfahrungen mit Holzkoerper Tonabnehmern von Benz und Kiseki hatte ich eine recht konkrete Erwartungshaltung an die beiden Holzkoerper Colibris.
Sehr erstaunt war ich deshalb, als ich die ersten Toene vom xgw hoerte. Der Ton war nochmals deutlich reiner und sauberer als mit dem xgp. Sollte also tatsaechlich stimmen, dass vdh das Holz nicht als "Klangwuerze" einsetzt, sondern als Bedaempfung des Colibri?, Zumindest hat mit vdh dies so auf der Messe in Muenchen erklaert. Er wuerde das Holz nicht nach "schoenem" Eigenklang, sondern nach den Daempfungseigenschaften aussuchen und den Körper entsprechend gestalten.
Wie auch immer, das xgw klingt bei mir sauberer , aber gleichzeitig auch schoener, etwas Holzklang bilde ich mir schon ein zu hoeren, zumindest klingt ein Klavier korrekter, voller , mit mehr Körper.
Interessanterweise ist die Raumabbildung praeziser und grösser, dh das Klangbild wirkt hoeher und breiter, die Positionierung der einzelnen Instrument ist aber nahezu identisch mit etwas praeziserer Kontur.
Fazit fuer mich ist, der nicht ganz unerhebliche Aufpreis lohnt sich, man bekommt wirklich was geboten, auch wenn mir eine Entscheidung zwischen xpp und xgw sehr schwer fallen wuerde. Beide Systeme haben ihre besonderen Qualitaeten und jeh nach Platte wuesste ich, mit welchem System ich diese hoeren wollte.

- vdh Colibri xpw abg

zum "krönenden" Abschluss habe ich das xpw verbaut, in der Hoffnung, dass es die Eigenschaften von xgw und xpp zusammenfasst und mir somit eine Entscheidung abnimmt. Aber ersteinmal will es korrekt verbaut werden und da ist es aehnlich sensibel , wie das xpp, also dauert die Tonabnehmereinstellung mal wieder etwas laenger..., aber dafuer wird man mit einem Klang belohnt, der eine eigene Klasse fuer sich in diesem Vergleichstest bedeutet. Jetzt stimmt alles auf einem fasziniernd hohen level. Die Musik faengt aus einem rabenschwarzen Hintergrund an, baut sich in einem grossen 3 dimensionalen Raum mit faszinierenden Klangfarben und unglaublich entspannt vorgetragener Aufloesung auf.
Und so hoere ich das erste mal am Abend eine Plattenseite durch. :-)
und wechsel dann mal vom Horn auf meine YG Lautsprecher. Auch diese sind mit der Performance des xpw zufrieden, damit habe ich meinen Favoriten gefunden! Nun darf ich mich noch auf jede Stunde Hoergenuss freuen, der mich einem vollstaendig eingespielten Tonabnehmer naeher bringt. :-)

Als Fazit zu dem Colibri Vergleichstest moechte ich sagen, dass alle 4 Tonabnehmer im Vergleich zu mir sonst bekannten Systemen auf einem extrem hohen level spielen und die beschriebenen Unterschiede wohl den meisten Hoerern nur im direkten Vergleich auffallen wuerden, da diese alle im Bezug auf das gehoerte sehr klein sind und auf einem extrem hohen Niveaux stattgefunden haben.

ich kann mir auch vorstellen, dass mancheiner auch das Gold Colibri im Holzgehaeuse auf Grund seines klaren Klanges vorziehen wuerden.

Auch kenne ich Colbri Nutzer, die die Kunststoffkörper als neutraler empfinden.

Das laesst erkennen, auf wie engem Raum die Performance dieser 4 Ausnahmesysteme liegt.

Der heutige Abend hat mir mal wieder bewusst werden lassen, wie gerne ich nun mit einem rein analogen set up hoere, in dem auch Röhren wieder eine verstaerkende Rolle spielen duerfen. Die 300B single ended monos von Opera spielen sagenhaft schnell und hochanalytisch mit gleichzeitig authentischen Klangfarben und haben diesen Vergleich mit ihrer hohen Neutralitaet erst moeglich gemacht.

Solche Abende mit einem Komponenten Vergleich auf diesem Niveaux sind die raren absoluten highlights, das hat Spass gemacht. :-)

Und nun kann ich entspannt weiter Platte hoeren!!!, wissend, dass ich den "besten" Tonabnehmer fuer meine Anlage gefunden habe, nun kann ich mich in diesem Bereich vielleicht noch mit einem besseren Plattenspieler verbessern, mal schauen, was sich da noch findet. :-)

Gruss
Juergen
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Beitragvon jpetek » 18.11.2015, 20:13

Hallo Juergen,

ich gehöre zur Fraktion der die Kunststoffkörper bevorzugt. Holz bringt ein bisschen Geschmäckchen mit rein ...

Anyhow ich denke das mit den VDH Colibris das jetzige Ende der Fahnenstange erreicht ist. Ab hier geht es nur noch anders aber nicht besser.

Aus meiner Sicht sind allerdings 500 Ohm zu wenig. 47 K optimal.

VG

Josef
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Beitragvon shakti » 18.11.2015, 21:15

Hallo Josef,

habe ja lange mit Juergen Ultee (Entwickler vdh Grail) ueber die Anpassung von Platin Colibri am Grail SB kommuniziert. Da der Grail SB eine stromverstaerkende Schaltung hat und das System somit quasi an einem "verstaerkenden Widerstand" (Zitat Ultee) angeschlossen ist, kann man die sich dynamisch selbstanpassende Abschlussimpedanz des Grail nicht mit einer "normalen" Phonovorstufe vergleichen. Der Grail SB hatte wohl explizit im Entwickler Lastenheft, dass auch ein Platin Colibri spielen soll.

Aber ich stimme Dir gerne zu, dass ich in einer anderen Phonovorstufe auch deutlich hoeher abschliessen wuerde. 47kohm spielen an vielen MC Systemen sehr gut.

An welchem Tonarm spielst Du die Colibri?

Die optimale Anpassung Holz/Metall/Kunststoff Koerper hat ja viel mit dem Tonarm zu tuen.

Ueberlege deshalb, ob ich das Kunsstoff Platin Colibri noch etwas behalten soll, da ich mir nicht sicher bin, wie lange der SME V Arm bei mir spielen wird.

Gruss
Juergen
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Beitragvon jpetek » 18.11.2015, 22:07

Hallo Juergen,

an einem Pioneer EA10 Tonarm. Pioneer? ja es gab in Japan spezielle Tonarme gefertigt von MicroSeiki. Der Tonarm ist in etwa ein MS Max282. Spendiert habe ich eine neue Verkabelung. Das war früher eine Schwäche der Tonarme.

Gefällt mir besser als z.B. der Kuzma Stogi Reference den ich früher eingesetzt habe.

VG

Josef
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Beitragvon shakti » 18.11.2015, 22:44

feiner Tonarm, mir gerade mal angeschaut:

http://www.hifi-studio.de/hifi-klassike ... ve-P10.htm

Als Micro Seiki Max 282 ja selbst gebraucht noch sehr hoch gehandelt ... da sollte sich ein Colibri wohlfuehlen. :-)

Gruss
Juergen
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Beitragvon shakti » 04.02.2016, 19:57

Am 12.3. wird bei mir ein Phonoworkshop (bei Koeln) stattfinden, auf diesem wird man ein Gold und ein Platin Colibri im Vergleich (unterschiedliche Plattenspieler) hoeren koennen, wer Interesse hat, der workshop ist unter Veranstaltungen eingestellt.
Gruss
Juergen
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Beitragvon shakti » 13.09.2017, 23:07

in den letzten Tagen habe ich mich in meiner Kette mit der nächsten Iteration des Meisters aus Holland beschäftigt, dem:

- van den Hul Colibri XGW - Stradivarius (UVO ca 8800,-)

es handelt sich um ein weiter entwickeltes Colibri mit einem Körper aus hawaianischem Koalition Holz, welcher über mehrere Wochen hin weg mit einem Lack nach historischer "Stradivari" Rezeptur behandelt wurde.

Das Stradivarius spielt von den ersten Tönen ungemein musikalisch, dies trotz extrem hoher Auflösung und Dynamik.

Nach meinen Erfahrungen mit verschiedenen Colibris ist die Stradivarius Version definitiv eine der gelungensten.

Zumindest in meiner Kette passt das System sehr gut und bereitet mir seit vielen Stunden Spass beim Musik hören!

Gruss
Juergen
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Beitragvon jackelsson » 11.02.2018, 19:43

Hallo zusammen,

ich springe mal auf Jürgens Faden auf, das passt gerade so schön. Ich habe nämlich gerade aktuell an der Colibri-Front aufgerüstet.

Ich hatte jetzt ein Jahr lang ein Colibri XGW, also die Version mit Goldspulen und Grenadille-Holzkorpus. Das hatte ich mir speziell bauen lassen, es war eine Sonderversion mit weniger Spulenwicklungen und nur 0,26mV statt normalerweise 0,38mV Ausgangsspannung (bei 5,6 cm/sec). Das System war wirklich der Hammer, unglaublich dynamisch mit einem kräftig schiebenden Bass und einer sehr großen, großzügigen Raumabbildung. Ich kann da Jürgens Beschreibung oben voll unterstreichen. Das Colibri XGW hat mir extrem gut gefallen und mir sehr viel Spaß bereitet.

Allerdings kamen nur wenige Wochen nach Auslieferung die ersten Berichte über neue, verbesserte Versionen des Colibri auf - grumpf. Zunächst gab es recht widersprüchliche Berichte im Netz, was es denn da Neues gäbe, letztendlich sortierte sich das als zwei neue Varianten aus:

- van den Hul Colibri XGW Stradivarius

- van den Hul Colibri XGW Signature Stradivarius


Das XGW Stradivarius hat Jürgen ja oben beschrieben: es handelt sich um den Standardgenerator des Colibri mit einem anderen Korpus, statt aus Grenadille nun aus lackbehandeltem Koa-Holz.

Das andere, neue Colibri stellte sich dann als etwas ganz anderes heraus, nämlich als eine Version mit einem überarbeiteten Generator. Es wird hier vor allem ein neuer, viel stärkerer Magnet verwendet, der nicht nur die Ausgangsspannung deutlich erhöht, sondern auch bei einer vergleichbaren Ausgangsamplitude für einen steileren Verlauf der Spannungskurve sorgt. Und das hört man. Das XGW Signature rennt wie der Teufel und legt Details frei, die selbst das ja nun wirklich schon ganz weit oben mitspielende, „normale“ XGW nicht hörbar macht.

Ich will mich wahrlich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit irgendwelchen Klangbeschreibungen, denn mein Colibri XGW Signature hat jetzt erst knapp über zwanzig Stunden auf der Uhr, ist also noch weit davon entfernt, richtig eingespielt zu sein. Aber schon jetzt habe ich das Gefühl, dass das gute Stück ein sehr besonderer Tonabnehmer ist. Ich bin sehr gespannt, wie sich meine anderen Systeme schlagen werden, wenn das Colibri erst einmal eingespielt ist.

Im WBF gibt es übrigens einen Thread, in dem der Threadersteller das Colibri XGW Signature mit seinem Clearaudio Goldfinger V2 vergleicht. Bei Interesse:

http://www.whatsbestforum.com/showthrea ... nature-7mv

Übrigens sollte man noch erwähnen, dass das XGW Signature nicht nur wahlweise mit den beiden Holzgehäusen - also Koa und Grenadille - erhältlich ist, sondern vor allem, dass die ersten Varianten noch eine Ausgangsspannung von 0,71mV hatten, das sind die Versionen, die in den Berichten im Netz beschrieben werden. Inzwischen scheint sich da noch etwas am Magneten getan zu haben, denn meines hat unglaubliche 0,9mV (!) Ausgangsspannung.

Hier noch ein Bild vom „normalen“ Colibri XGW im Vergleich zum neuen XGW Signature. Man erkennt bei diesem maximal offenen System sehr schön die unterschiedlichen Generatoren.

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Gruß,
Swen
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Beitragvon wgh52 » 11.02.2018, 20:31

Hallo Swen, liebe Interessierte,

Ich streue mal ein Prise Salz auf Folgendes:
jackelsson hat geschrieben:....die ersten Varianten noch eine Ausgangsspannung von 0,71mV ... meines hat unglaubliche 0,9mV (!) Ausgangsspannung...

Das Verhältnis 0,9mV/0,71mV entspricht genau 2,05 dB mehr Nutzsignal - falls genau die gleichen Messbedingungen bestanden 8) . Das dürfte weniger akustisch relevanten Gewinn bringen als es zunächst den Anschein haben mag (auch an der Lautstärkestellerstellung wären das nur wenige Grad :wink: ) und könnte eventuell sogar noch innerhalb der Fertigungstoleranzen liegen (speziell falls viel Handarbeit involviert ist). Ich will das Detail oder das System aber beileibe nicht schlechtreden oder bewerten, sondern nur die genannten Werte in ein besser nachvollziehbares Verhältnis setzen :wink:

Grüße,
Winfried

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Beitragvon shakti » 12.02.2018, 03:50

@Sven
Danke fuer den Bericht!
Habe mich an das Signature bis jetzt noch nicht rangetraut, da mein Thoeress Pre mit der sehr hohen Ausgangsspannung nicht klar kommen wuerde. Ich habe den Pre so spezifiziert, dass er zwischen 0,15 und 0,5 mv im optimalen Arbeitsbereich spielt.
Aber nun habe ich auch noch ein mono SPU mit 1,5mv Ausgangsspannung...

Vielleicht sollte ich mir noch einen zweiten PhonoPre fuer laute MC systeme goennen,
wuerde ich das Signature dich auch gerne mal probieren.
Mein wunschkoerper waere dann (nach den Erfahrungen mit den Koetsu steinsystemen) der Bernsteinkoerper

Gruss
Juergen
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Beitragvon jackelsson » 12.02.2018, 15:52

wgh52 hat geschrieben:Ich streue mal ein Prise Salz auf Folgendes:
jackelsson hat geschrieben:....die ersten Varianten noch eine Ausgangsspannung von 0,71mV ... meines hat unglaubliche 0,9mV (!) Ausgangsspannung...

Das Verhältnis 0,9mV/0,71mV entspricht genau 2,05 dB mehr Nutzsignal - falls genau die gleichen Messbedingungen bestanden 8) . Das dürfte weniger akustisch relevanten Gewinn bringen als es zunächst den Anschein haben mag (...)

Hallo Winfried,

das war auch von mir gar nicht wertend gemeint, sondern eher als Hinweis zur Orientierung. Wie oben gesagt, war ich anfangs etwas verwirrt von den scheinbar wiedersprüchlichen Angaben und Berichten im Netz. Aber ein Colibri Signature mit Koa-Korpus und einer Ausgangsspannung von 0,7mV ist letztendlich das gleiche Modell wie eines mit Grenadille/Blackwood-Korpus und 0,9mV. Wie diese Detailunterschiede klanglich zu bewerten sind - keine Ahnung.

Gruß,
Swen
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Beitragvon jackelsson » 12.02.2018, 15:55

shakti hat geschrieben:@Sven
Danke fuer den Bericht!
Habe mich an das Signature bis jetzt noch nicht rangetraut, da mein Thoeress Pre mit der sehr hohen Ausgangsspannung nicht klar kommen wuerde. Ich habe den Pre so spezifiziert, dass er zwischen 0,15 und 0,5 mv im optimalen Arbeitsbereich spielt.
Aber nun habe ich auch noch ein mono SPU mit 1,5mv Ausgangsspannung...

Vielleicht sollte ich mir noch einen zweiten PhonoPre fuer laute MC systeme goennen,
wuerde ich das Signature dich auch gerne mal probieren.
Mein wunschkoerper waere dann (nach den Erfahrungen mit den Koetsu steinsystemen) der Bernsteinkoerper

Gruss
Juergen

Hallo Jörgen,

an meiner Pass Phonostufe funktioniert die recht hohe Ausgangsspannung sehr gut. Das Colibri Signature ist aber trotzdem mit weitem Abstand mein lautestes System. Meine anderen MCs liegen so zwischen 0,12mV und 0,34mV, mit dem Lyra Titan i als Ausnahme mit 0,5mV. Und mein altes Colibri XGW machte ja wie gesagt auch nur 0,26mV. Da sind 0,9mV schon krass, insofern verstehe ich da Deine Bedenken.

Was den Bernsteinkorpus angeht, so hätte ich da aber meine Zweifel. Das Colibri Signature macht schon ganz schön Attacke obenherum und wird sicherlich durch das Holz in positivem Sinne bedämpft. Wenn man sich die Version mit Bernsteinkörper so anschaut, dann ist das ja ein Titanwinkel mit eingeklebtem Bernsteinblock. Bin mir nicht so sicher, ob da viel Bedämpfung stattfindet. Wenn da die Energie voll durchgetragen wird, dann braucht es schon einen gut bedämpften Tonarm, sonst könnte das vielleicht oben herum böse werden. Und Deine Hörner sind ja jetzt nun nicht unbedingt als zurückhaltend zu bezeichnen.

Anbei mal ein Bild des Colibri XGA Amber, verlinkt von der van den Hul Website:

Bild

Quelle: http://www.vandenhul.com/products/phono/the-colibri

Gruß,
Swen
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Beitragvon shakti » 12.02.2018, 17:23

deshalb bin ich da ja auch etwas zurueckhaltend...
hatte mit vdh bereits eine Sonderversion fuer meinen gut bedaempften Ikeda Arm besprochen, meine „normales“ Stradivarius ist ja bereits eine Version mit harter Nadelaufhaengung fuer schwere Arme....
mal schauen, aktuell laeuft eh zumeist das Koetsu coralstone, ist an den Hoernern einfach freundlicher zu hoeren, die YG mochten das Colibri deutlich mehr.

aber evtl gibt es bald mal wieder neue Lautsprexher, dann stellt sich
die Tonabnehmerfrage nochmal neu
gruss
juergen
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Beitragvon oncle_tom » 12.02.2018, 18:06

@Jürgen
Ein Röhrenphono fühlt sich doch mit höherer Spannung wohler. Oder hast Du eine Spezialversion des Thöress?

Peter
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Beitragvon shakti » 13.02.2018, 17:12

den Thoeress gibt es mit drei bestellbaren Grundempfindlichkeiten, bzw Verstaerkungsfaktoren,
da meine Systeme zumeist extrem leise sind, habe ich die empfindlichste Version.

Gruss
Juergen
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