Welche Kabelfolge: USB->AES oder AES->USB

Musikwiedergabe über PC und Mac

Welche Kabelfolge: USB->AES oder AES->USB

Beitragvon delgesu » 19.03.2016, 16:03

Hallo,

ich hätte gerne eure Meinung gewusst, was aus rein technischer Sicht die bessere Lösung für folgendes Problem ist.
Mein Rechner wird per Stello U3 (USB-Wandler) zum DAC weitergeleitet. Mir stehen folgende Anschlußvarianten zur Verfügung:
Rechner -> 1,5m USB-Kabel -> Stello U3 -> 3m AES/EBU-Kabel -> DAC
ODER
Rechner -> 3,0m USB-Kabel -> Stello U3 -> 1,5m AES/EBU-Kabel -> DAC

Es geht also nur um die Längen: besser das USB-Kabel länger halten, oder das AES/EBU?

DANKE!

LG
Matthias
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Beitragvon wgh52 » 19.03.2016, 16:41

Hallo Matthias,

zur USB Länge kann ich nichts sagen, aber bezüglich AES/EBU Übertragung lässt sich sagen, das wegen längerer Reflektionslaufzeiten (auch hier im Forum) Vorteile längerer gegenüber ganz kurzen Digitalkabeln bemerkt wurden. Dazu gibt's auch einen alten Thread, in dem 50 cm Digitalkabel nicht ganz so gut abschnitten wie 3 oder 5 m Digitalkabel für die gleiche Verbindung. Wie das auf Deinen Individualfall anwendbar ist, kann ich halt nicht verbindlich sagen, glaube aber, dass es kaum hörbare Unterschiede zwischen beiden Varianten geben dürfte, ich trotzdem eher zum kürzeren USB Kabel tendieren würde.

Gruß,
Winfried

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Beitragvon delgesu » 19.03.2016, 19:32

Winfried, vielen Dank!
Das mit den längeren Digitalkabeln wusste ich nicht und lese es gleich mal nach.
Meine Tendenz war auch, das USB kürzer zu halten; jedoch ohne irgendeinen richtigen Grund zu haben, mehr so ein Gefühl...

LG
Matthias
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Beitragvon Hans-Martin » 19.03.2016, 20:12

Hallo Matthias,
Winfried hat treffend die Problematik beschrieben, nichtsdestotrotz sollte eine Sache nicht übersehen werden, nämlich die meist schlechte Stromversorgung per USB vom störverseuchten Rechner aus. Da gibt es Möglichkeiten, z.B. Aqvox, oder eine selbstgebastelte Lösung mit Unterbrechung der +Leitung und Einspeisung von Batterie oder geregeltem Analognetzteil nach Netzfilter.
Da hier Quarzoszillatoren für Neutaktung sorgen, spielt die Versorgungsspannung eine große Rolle. Auch dazu findest du reichlich gelaufene Diskussion im Forum.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon delgesu » 19.03.2016, 20:24

Hallo Hans-Martin,

oha, damit habe ich mich auch noch nicht wirklich beschäftigt ... muss ich nachholen.

LG
Matthias
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Beitragvon delgesu » 20.03.2016, 12:27

Update: heute morgen habe ich mir dieses Netzteil von Aquvox bestellt - danke für den Tipp, Hans-Martin!

Der recht lächerliche Preis von € 98,- macht es einem leicht, einfach mal zuzuschlagen. Bin gespannt, was die galvanische Trennung des Stroms bzw dessen Neuerzeugung bringt.
Meine Computerfreak-Freunde feixen schon kräftig...

LG
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Beitragvon Hans-Martin » 20.03.2016, 13:55

delgesu hat geschrieben:Meine Computerfreak-Freunde feixen schon kräftig...

Hallo Matthias,
Lasse feixen, hör lieber hin bei der Musik.
Wer meint, dass Bit gleich Bits gleich identisches Ergebnis liefert, spricht bei Musik nur die eine (Daten-) Ebene an, die andere Ebene ist das Timing.
Und da Quarzoszillatoren Biegeschwinger enthalten, spielen Modulationskomponenten eine Rolle, die von Vibrationen das Untergrunds herkommen, deshalb spielt die Entkopplung vom Untergrund oft auch noch einen hörbaren Einfluss aus. Wenn man einen Tennisschläger unterschiebt und einen Unterschied hört, ist der Weg klar...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon delgesu » 20.03.2016, 14:33

Klar, Hans-Martin,

die Jungs bringen mich nicht aus der Ruhe; lachen schon seit Ewigkeiten über meinen Hifispleen.
Wenn sie dann allerdings hören, fällt ihnen immer noch regelmäßig die Klappe runter.
Ich freue mich jedenfalls schon auf das Sielzeug; und wenn´s klanglich wider erwarten nichts bringt, dann habe ich wenigstens die Gewißheit, dass ich an der Stelle keine Baustelle mehr habe...

LG
Matthias
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