ZeroZone - Highend Netzteil

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon broesel02 » 06.07.2017, 22:13

Die Frage was man mit der aktiven Gleichrichtung hört:
Besser.
In allen Bereichen
Ich habe bisher recht viel mit verschiedenen Dioden, Snubber- Bauteilen und darauf abgestimmten Trafos rumexperimentiert und so weiter. Leider ist dabei das Feld der Variablen so groß daß ich nicht wirklich zu für mich befriedigenden Ergebnissen gekommen bin.
Entscheidender Vorteil für mich bei der aktiven Gleichrichtung ist für mich nicht die geringere Verlustleistung sondern daß das Klappern der Dioden wegfällt. Und damit die Rückwirkung auf den Trafo ins Netz und die Rückwirkung auf die Spannung hinter dem Gleichrichter. Wenn diese beiden Fehlerquellen wegfallen (oder fast wegfallen) dann kommt man schnell zu einem richtig guten Netzteil. Das ist sofort hörbar! Übrigens auch in Vorverstärkern, Endstufen und so weiter. Meine Umbaupläne für die nächsten Monate stehen jedenfalls fest :mrgreen:

Richard
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Beitragvon Martin » 07.07.2017, 08:45

broesel02 hat geschrieben:Entscheidender Vorteil für mich bei der aktiven Gleichrichtung ist für mich nicht die geringere Verlustleistung sondern daß das Klappern der Dioden wegfällt.


Hallo Richard,
was genau meinst du mit dem "Klappern" der Dioden? Die Stromspitzen, die beim Nachladen des nachgeschalteten Elkos entstehen, sind auch bei der aktiven Gleichrichtung vorhanden, oder worauf zielst du ab?

Viele Grüße
Martin
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Beitragvon broesel02 » 07.07.2017, 13:13

Ich glaube die Amerikaner nennen das "Splat".
Die Dioden klappern beim Schalten einfach ein wenig und schalten etwas verzögert auf und ab. Dadurch werden hochfrequnete Peaks in den Tarfo induziert die wegen der hohen Induktivität dort zu Störungen, Peaks, führen. Gleichzeit sind die gängigen Netzteilelkos gegen diese HF spitzen quasi blind und lassen sie daher fast ungedämpft durch. Am Regler werden diese HF- Artefakte auch durchgelassen da die equivalente Grenzfrequenz weit über der höchsten Regelfrequenz der Reglers liegt.
Wenn die Fets durch den IC einfach bei 0 Differenzspannung den Trafo auf- und auch abschalten entsteht dieser Splash halt nicht. Oder zumindest fast gar nicht. Und damit fallen natürlich auch alle resultierenden Fehler weg

Richard
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Beitragvon Horse Tea » 07.07.2017, 18:30

Hallo liebe Stromer,

heute ist das hier schon mehrfach gelobte LPS Doppelnetzteil (9V/12V) Ultra low noise von Zerozone bei mir eingetroffen.

Die Eckdaten:
Lieferzeit: 8 Tage von der Bestellung bei Ebay bis zur Lieferung durch DHL
Lieferung aus Singapur, nicht China (Hongkong)
Kosten laut Paypal-Konto nach Umrechnung: 253.43 €, davon 39.02 € Zoll und ähnliches an DHL.
Beim Auspacken ganz leichter Lackgeruch
CE-Zeichen

Zwar ist es gegebenenfalls sicherlich cleverer, wie Wilfried es bestellt hat, sich den Ausgang gleich als XLR-Buchse konfigurieren, oder sich ein entsprechendes Kabel für den Afis mitliefern zu lassen, aber auch das Anlöten eines 4-poligen Neutriksteckers an das gelieferte Kabel ist mir als Laie ohne Probleme geglückt. Dabei habe ich minus auf die beiden Pins 3+4 gelegt und dann mit der Masse verbunden (wie im Afis Originalstecker), Pin 1+2 auf plus.

Im Betrieb ganz leichtes Trafobrummen (ab 50 cm bei sonst absoluter Ruhe unhörbar). Das erste Hören zeigte vergleichbare Vorteile, wie schon beschrieben: konturierterer/sauberer Bass und höhere Durchhörbarkeit. Hoher WAF! Alles richtig gemacht.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon bvk » 19.07.2017, 17:31

Noch eine kurze Rückfrage:
1. ich habe nicht gefunden oder übersehen wie man sicherstellt die S11 Variante zu bestellen und
2. wo man anfragt wenn man Extrawürste will 12V / 6A ?
Grüße Bernd
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Beitragvon Horse Tea » 19.07.2017, 18:37

Hallo Bernd,

das ist der Link zu dem Netzteil

http://www.ebay.de/itm/HI-END-Linear-Po ... 1936108081

und ganz, ganz unten auf der Seite (nach den Fotos) ist die Email Adresse des Verkäufers zu finden. Diese hier noch mal: sep-store@hotmail.com.

Zur Zeit hat er noch 2 Geräte zur Verfügung. Denke bitte daran, nicht nur die zwei Spannungen anzugeben, sondern auch, entweder die Buchsen am Gerät, oder das mitgelieferte Kabel nach Deinen Wünschen zu spezifizieren.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon wgh52 » 19.07.2017, 22:27

bvk hat geschrieben:Noch eine kurze Rückfrage:
1. ich habe nicht gefunden oder übersehen wie man sicherstellt die S11 Variante zu bestellen und
2. wo man anfragt wenn man Extrawürste will 12V / 6A ?
Grüße Bernd

Hallo Bernd,

ich habe mit meinem Bedarf "S11 +/- 15V je 2A, mit nicht verbundenen Massen, an einem 4-Pol XLR Ausgang" an 'sep-store@hotmail.com' (in der eBay Anzeige genannte eMail Adresse) geschickt und nach zwei Tagen ein Angebot mit $-Preis bekommen. Ich werde dort auch bestellen und wie's weitergeht dann wohl erfahren. Jau! .... das ist zugegebenermaßen etwas "hendsärmelig" :roll:

Grüße,
Winfried

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Beitragvon SolidCore » 20.07.2017, 11:31

bvk hat geschrieben:Noch eine kurze Rückfrage:
1. ich habe nicht gefunden oder übersehen wie man sicherstellt die S11 Variante zu bestellen und
2. wo man anfragt wenn man Extrawürste will 12V / 6A ?
Grüße Bernd



Hallo Bernd

Auf dem oberen Bild siehst du die S11 Platine. Nun brauchst du nur die Bilder der offenen Netzteile betrachten,
und vergleichen, ob die Platine dort verbaut wurde. Im zweitem Bild kann man erkennen, das 2x S11 verbaut wurden. Mit eigenem Trafo, also ideal.

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Gruss
Stephan
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Beitragvon Ralf77 » 20.07.2017, 11:40

Hallo, was hat es denn mir der Afoderung von Winfried auf sich....

"NO Supply-unit-internal connection between GND1 and GND2. GND1 & GND2 shall be isolated from each other and from the unit metal case!"

Grüße,
Ralf
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Beitragvon wgh52 » 20.07.2017, 11:45

Hallo Ralf,

ich möchte die beiden Massen getrennt bis zum Verbraucher führen und erst dort verbinden, aber ich möchte die beiden Spannungen evtl. auch separat voneinander betreiben können. Ich weis leider den Grund nicht mehr warum die Zusammenführung der beiden Massen beim Verbraucher vorteilhaft gegenüber der Verbindung im Netzteil ist ... :oops:

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Hans-Martin » 20.07.2017, 12:07

Hallo Winfried,
die sternförmige Stromverteilung im zu versorgenden Gerät verhindert Überlagerung der Ströme auf gemeinsam genutzten Leitungen / Leiterbahnen. So bekommt jeder Bereich seinen Strom ohne vermeidbare Nebeneffekte.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon wgh52 » 20.07.2017, 12:25

Danke Hans-Martin,

ich weis halt die Auswirkung dieser "vermeidbaren Nebeneffekte" nicht mehr. Hatte das mit Störungen zu tun oder Stabilität oder Rauschen oder ...?

Grüße,
Winfried

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Beitragvon bvk » 20.07.2017, 12:48

Danke für die Mailadresse, habe jetzt auch so bestellt.
Bernd
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Beitragvon modmix » 20.07.2017, 13:20

Hallo Winfried,
wgh52 hat geschrieben:Ich weis leider den Grund nicht mehr warum die Zusammenführung der beiden Massen beim Verbraucher vorteilhaft gegenüber der Verbindung im Netzteil ist ... :oops:
Vermutlich hast die mehrfach von Gert gegebene Empfehlung verinnerlicht (z.B. aus dem Nähkästchen)):
Fortepianus hat geschrieben:Die üblichen Netzteil-Schaltungen haben den Nachteil, dass der Ladestrom der Elkos auf der Masse fließt. Natürlich will man gerne möglichst viel Kapazität zur Siebung, das stellt ja die Versorgung schön ruhig. Das geht aber oft nach hinten los, weil die Nachladeströme, die in nur sehr kurzer Zeit fließen, umso größer werden, je höher die Kapazität ist. Und diese hohen Ladeströme machen einen Ripple auf der Versorgung durch die hohen Ströme, die ja nicht nur auf der Plus- oder Minusleitung fließen, sondern genauso auf der Masse. Der Strom muss ja irgendwie zurück. Deshalb mach ich erst mal eine ordentliche Siebung weg von der Masse. Nach der (getrennt für plus und minus) mit Schottkydioden gleichgerichteten Wechselspannung aus dem Ringkerntrafo kommt erst mal ein ordentliches Pfund von Panasonic-FC Elko. Dort lokal am Trafo fließen die höchsten Ladeströme - deshalb auch räumlich vom Audioboard entfernt. Mit Käbelchen (die gar nicht dick sein müssen und ruhig ein bisschen Widerstand haben sollen), geht es nun zur Siebplatine, wo nochmal die gleichen Elkos auf die Spannung warten. Da ist sie schon recht glatt. Und jetzt kommt der Trick - über Entstördrosseln und Widerstände, an denen schon ein paar Volt der Spannung verheizt werden, geht es auf die nächsten zwei Elkopaare - erst die sind an die Audiomasse gekoppelt. Hier ist die Spannung aber bereits so glatt, dass kaum mehr Ladeströme fließen - die Drosseln und die Widerstände entkoppeln diese sehr schön von der Masse.
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Beitragvon wgh52 » 20.07.2017, 13:35

Ulli,

danke Dir für's Finden! Die Erklärung ist doch recht einleuchtend und die Bilder dazu für die Praxis gut verwertbar.

Was davon im ZeroZone umgesetzt ist weis ich zwar nicht genau, aber das Prinzip, die Massen erst bei der eigentlichen Last zusammenzuführen, sollte trotzdem helfen, zumindest nicht schaden :wink: . Wahrscheinlich wäre das Prinzip ja auch bei anderen Spannungskombinationen, manche brauchen ja z.B. 9V und 12V, vorteilhaft. ZeroZone baut in den Fällen ja zwei 2-Pol-Buchsen ein - ob da die Massen verbunden sind weis ich nicht, aber z.B. Fujak könnte das sicher herausfinden. Ich habe den 4-Pol-XLR Anschluss übrigens auch wegen der Verwechslungs- und Verpolungssicherheit gewählt und weil ich am DEQX bereits eine solche Verbindung umgerüstet (wo sonst der Netzanschluß ist) habe.

Grüße,
Winfried

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