Mutec MC-3+ Smart Clock

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon Fujak » 05.07.2013, 20:03

Hallo Ulli,

danke für die Info. Da kann man mal sehen, wie lange die Entwicklung eines solchen Gerätes braucht. Ich hatte nämlich mit Christian Peters, Inhaber der MUTEC GmbH, vor knapp eineinhalb Jahren darüber gesprochen, dass der Nachfolger der Mutec MC-3 Smart Clock eigentlich fertig ist; er wollte und konnte sich damals noch nicht dazu äußern, wann das Gerät nun auf den Markt kommt.

Das Gerät ist mit seinem vergleichsweise äußert günstigen Preis ein interessanter Mitbewerber für alle Studio-Clocks, die eine Reclocker-Funktion aufweisen (Big Ben; Antelope, Grimm, Rosendahl ...).
Interessant finde ich deren Vorgehensweise, den jeweiligen Takt aus einem Hochfrequenz-Oszillator mit 1GHz abzuleiten, weil man sich davon weniger Phasenabweichungen verspricht als bei herkömmlichen Oszillatoren. Zudem hat das Gerät auch für den, der es ganz genau will, einen Anschluss für Rubidium-Clocks mit ihrer Normfrequenz von 10 MHz.

Ich werde mir das Gerät auf jeden Fall ausleihen und mal gegen meinen Big Ben (mit Upgrade) vergleichen. Wenn das Ding hält, was es verspricht, dann könnte es vielfach günstiger sein, einen "Mittelklasse-DAC" plus Mutec MC-3+ zu kaufen und mit dem klanglich besser zu fahren, als einem DAC der dem Preis beider Geräte entspricht.

In meinen DAC-Tests vor einigen Wochen jedenfalls gab es keinen DAC bis 2.000,- € der das Gespann Fireface-BigBen toppen konnte (wohl aber das Fireface alleine).

Grüße
Fujak
Bild
Fujak
Administrator
 
Beiträge: 5984
Registriert: 05.05.2009, 21:00
Wohnort: Bayern

Beitragvon Truesound » 08.07.2013, 18:11

Hallo Fujak!

Klar in dem Preisbereich bis 2000 Euro brauchst du kaum weiter zu schauen wenn es noch besser werden soll wie es jetzt ist....Egal was du da jetzt aber für einen externen Clock drannehängst wird es nicht passieren das das aufeinmal so spielt wie ein Wandler in Broadcastqualität....da hängt noch mehr hinter und nicht nur Jitter....

Grüße Truesound
Bild
Truesound
inaktiv
 
Beiträge: 1095
Registriert: 22.10.2011, 17:18
Wohnort: Everglades National Park

Beitragvon Daihedz » 11.07.2013, 15:46

Hallo Forenten von der Anti-Wackelzeitzunft

Da kommt ganz demnächst (die Markteinführung ist noch etwas ungewiss, soll jedoch in den nächsten paar Monaten erfolgen) und mit absoluter Sicherheit etwas auf uns zu, welches uns garantiert völlig neue Dimensionen der Klangauthentizität und Musikalität, und endlich auch das ultimativ-entspannte Hörerlebnis erschliessen wird. Darüber hinaus birgt die Entwicklung das Potenzial eines neidinduzierenden non-plus-ultra-Vorzeigers und fail-safe Egoerectors. Die qualvollen Zeiten werden für uns und all jene definitiv vorbei sein, deren feinanalytisches Gehör von den bisherigen Jitterferkeleien (selbst von jenen klitzekleinsten Restjitterchen der allerbesten und prätentiösesten Geräte) auf allzu grobe Weise beleidigt wurde. Alles (technische Audioreproduktion und Messwerte, subjektive Durchhörbarkeit des Materials, narzisstischer Bonus etc.) wird gemäss dem Abschnitt 2 des Links um stolze 40dB als das bisher Beste vom Besten besser sein!

http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/e ... 1.18113584

Mit zeit- und andersweitig kritischen Grüssen
Simon

PS: Ob Mutec an der Entwicklung beteiligt ist, weiss ich allerdings nicht. :|
Bild
Daihedz
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 619
Registriert: 25.06.2010, 15:09

Beitragvon Truesound » 12.07.2013, 03:29

Ich denke mal das die Genauigkeit des Zeitsignals was man aus dem Empfang des GPS Signal rekonstruieren kann längstens genau genug wäre in 100000 Jahre eine Sekunde das reicht nun wahrlich für Audioanwendungen:

http://pelmazosblog.blogspot.de/2010/06/jitter-verwirrungen.html
http://www.einstein-online.info/vertiefung/FunkZeit/?set_language=de

Man sollte die notwendigen Genauigkeiten das man es nicht mehr hören kann nicht zu sehr überschätzen. Da haben unheimliche viele DACs noch ganz andere technische Unzulänglichkeiten die in ihrer Hörbarkeit weit über dem rangieren was eine sehr geringer Restjitter noch anrichten könnte.Ausgestattet mit den Audiomeßgeräten die man im freien Handel heute kaufen kann ist man was die Genauigkeit und Empfindlichkeit der Meßtechnik angeht telweise um Faktor 1000 über dem was man noch hören kann. Man muß halt damit dann auch "nur" tatsächlich Geräte bauen, die so gut sind das die heute verfügbare Meßtechnik die wie gesagt im freien Handel erhältlich ist auch von den Geräten bis an die jeweilige Meßgrenze auch ausgereizt wird... und das ist bei den Geräten auch heute schätzugsweise bei 96 Prozent einfach nicht der Fall....
Bild
Truesound
inaktiv
 
Beiträge: 1095
Registriert: 22.10.2011, 17:18
Wohnort: Everglades National Park

Beitragvon ESM » 18.07.2013, 19:17

Hallo Truesound

Den Link hatte ich fast übersehen. Das ganze wird tatsächlich auch mal etwas nüchterner betrachtet und man ahnt, besser man versteht endlich auch, was Jitter für eine Bedeutung hat, wie man seine Relvanz im Gesamtsystem einschätzen kann und wie und womit das Thema teilweise bei Ahnungslosen gepusht wird.

Gruß Erwin
Bild
ESM
inaktiv
 
Beiträge: 407
Registriert: 21.12.2012, 23:57
Wohnort: Detmold

Beitragvon Fujak » 18.07.2013, 20:35

Hallo Sven,

Klar in dem Preisbereich bis 2000 Euro brauchst du kaum weiter zu schauen wenn es noch besser werden soll wie es jetzt ist....Egal was du da jetzt aber für einen externen Clock drannehängst wird es nicht passieren das das aufeinmal so spielt wie ein Wandler in Broadcastqualität....da hängt noch mehr hinter und nicht nur Jitter....

mir ging es nicht um Wandlerqualität in Broadcastqualität (was immer das heißt), sondern um die Tatsache, dass man mit einer externen Clock, die als Dejitterer vorgeschaltet wird, ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis in puncto Klangqualität erreicht, als das Geld in einen in der gleichen Preislage angesiedelten Wandler zu investieren. Dass dies immer noch weit entfernt ist von Wandlern im 5-stelligen Bereich, bleibt davon unberührt. Wie weit man aber in einem Preisbereich innerhalb eines 4-stelligen Betrages kommen kann, zeigen die Experimente von Helmut mit Dejitterer plus Rubidium-Clock.

Natürlich alles bezogen auf die D/A-Sektion. Denn was die analoge Ausgangsstufe anbelangt, so nützen hier natürlich weder Dejitterer noch Atomuhren.

Grüße
Fujak

P.S.: Betr.: Pelmazo: das Internet ist seit Jahren voll von polarisierenden Diskussionen über und mit diesem Herrn und aus meiner Sicht daher nun nicht unbedingt als Referenz für fundierte Informationen über das Phänomen Jitter geeignet.
Bild
Fujak
Administrator
 
Beiträge: 5984
Registriert: 05.05.2009, 21:00
Wohnort: Bayern

Beitragvon ESM » 18.07.2013, 20:46

Hallo Fujak,

Fujak hat geschrieben:
P.S.: Betr.: Pelmazo: das Internet ist seit Jahren voll von polarisierenden Diskussionen über und mit diesem Herrn und aus meiner Sicht daher nun nicht unbedingt als Referenz für fundierte Informationen über das Phänomen Jitter geeignet.


In diese Aussage ist mir einfach zu wenig Information enthalten
Was stimmt denn nicht in seinem Beitrag?

Gruß Erwin
Bild
ESM
inaktiv
 
Beiträge: 407
Registriert: 21.12.2012, 23:57
Wohnort: Detmold

Beitragvon Fujak » 18.07.2013, 22:26

Hallo Ulli,

eine gewisse Schwankungsbreite um einen Topic herum darf es durchaus geben. Wenn es zuviel wird, ist es in diesem Forum guter Brauch, bestimmte Themen dann in einen neuen oder bereits bestehenden Thread auszulagern.
Und dass nun nichts mehr zur MC-3 kommt, darf getrost bezweifelt werden. Insofern plädiere ich hier für mehr Gelassenheit.

In diesem Sinne: weiter gehts zur Mutec MC-3 + Smart Clock...
Fujak
Bild
Fujak
Administrator
 
Beiträge: 5984
Registriert: 05.05.2009, 21:00
Wohnort: Bayern

Beitragvon Hans-Martin » 19.07.2013, 00:54

ESM hat geschrieben:Was stimmt denn nicht in seinem Beitrag?

Hallo Erwin
Pelmazo hat geschrieben:Jitterprobleme dürften damit die absolute Ausnahme sein und nicht die Regel. Und damit entfällt auch der Nutzen eines Clock-Tuning, zumal man bei den entsprechenden Tuning-Angeboten so gut wie sicher sein kann daß die dort genannten Zahlen frei erfunden und nicht seriös nachgemessen sind.

Da die Datenintegrität kein Problem ist, nach der zitierten Aussage Jitter ja auch nicht, ist doch alles in bester Ordnung. Friede, Freude, Eierkuchen...
Wenn es dennoch Klangunterschiede gibt, müssen diese also folglich von einer dritten Größe herrühren. Da diese sehr umstritten ist, ich selbst aber überzeugt bin, dass es diese Ebene noch gibt, sie andererseits aber den bekannten Jitterunterschieden deutlich unterordne, bleibt unter Berücksichtigung der gelösten Datenproblematik als digitales Hauptproblem für mich der Jitter mit seiner Folge Modulationsrauschen.

Pelmazos Resüme ist mMn fragwürdig.
Wer seine CD-Player-Clock mit einfachen Mitteln getunt hat, damit meine ich nicht, wie bei einem Instrument die Tonhöhe, sondern die Laufruhe des Oszillators (also Minimierung des Jitters, Phasenrauschen, Frequenzdrift, Amplitudenschwankungen),freut sich über ein Plus an Auflösung, Basstiefe und -Volumen, räumlicher Abbildungsgenauigkeit und Rückgang an Vernebelung und Eintrübung.
Das ist einfach hörbar. Da mögen Zahlen, ob erfunden oder unangemessen gemessen, keine besondere Bedeutung bekommen. Was zählt ist nur die Tendenz, rauf oder runter.

Pelmazo zitiert nicht Jitter-Pionier Julian Dunn, verweist nicht auf dessen Seite http://www.nanophon.com und die zahlreichen Artikel zum Thema, unter denen auch 500Hz als besonderer Schwellwert genannt wird. Bei Jitter höherer Frequenzen sackt die Wahrnehmbarkeitsschwelle rapide ab, das Ohr reagiert genervt, wo hingegen bei niedrigeren Frequenzen hohe Werte annehmbar erscheinen.
Eine frequenzabhängige Bewertungskurve zum Thema Jitter-Hörbarkeit ist mir noch nicht untergekommen, aber es mag sie geben, besser gesagt, es sollte sie geben.

Pelmazo beschreibt hier nicht die volle Wahrheit.
Das Argument, Jitter derart umzurechnen, dass ein Äquvalent zu 1 Bit als Schwelle der Hörbarkeit angenommen werden kann, hat zwar etwas Bestechendes in seiner Logik, ob es sich aber schließlich nicht doch nur als Milchmädchenrechnung entpuppt, muss eine sorgfältig geführte Untersuchung zeigen.
Dazu muss u.a. untersucht werden, wie stark kurzzeitige sinusförmige Jitterstrukturen sich gegen längerandauernden Rauschkomponenten-Jitter am Ende behaupten
Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 5806
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitragvon wgh52 » 19.07.2013, 23:41

Hallo Ulli,

danke für Deine Empfehlung und unsere Telefonate zum Thema während der Testphase. Jedenfalls hast Du mich so weit gebracht :wink: , dass ich auch bald einen MC-3+ mein Eigen nennen werde. Der BigBen ist bereits verkauft :mrgreen: , so dass es auch bei mir nicht zum direkten Hör-Shoot-Out kommen wird. Allerdings kenne ich da in der Nähe einen ausgewiesenen Jitter-Ritter, der sich mit Vergleichstests und Klangunterschiedsbeschreibungen sowieso besser auskennt als ich. Also dann schau'n mer 'mal...

Neben dem klanglichen Aspekt hat mich übrigens auch die kompakte Baugröße zum Wechsel motiviert

Gruß,
Winfried

2734
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4629
Registriert: 25.01.2008, 16:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Beitragvon Fujak » 19.07.2013, 23:49

Hallo Winfried,

dann bin ich mal gespannt, was Du und der Jitter-Ritter zu berichten habt... :wink:

Grüße
Fujak
Bild
Fujak
Administrator
 
Beiträge: 5984
Registriert: 05.05.2009, 21:00
Wohnort: Bayern

Beitragvon Hans-Martin » 19.07.2013, 23:50

Hallo Ulli
Ich spekuliere mal, dass das kleine Gehäuse überwiegend SMD-Technik beherbergt, die automatisiert bestückt wurde und die Bauteile mechanisch spannungsfrei montiert und gelötet werden, was dann in weniger Mikrofonie resultiert. Clocks sind da immer besonders empfindlich, und solange Stromversorgungen mit Elkos gepuffert werden, die zu den mikrofonieempfänglichsten Bausteinen gehören, kann man davon ausgehen, dass allein schon die Aufstellung des Gerätes in den Klang eingeht.

Eine hohe Oszillatorfrequenz herunterteilen bedeutet nicht zwangsläufig auch den Fehler im Teilerverhältnis zu reduzieren. Da gibt es viele gegenteilige und zudem fundierte Meinungen zu diesem Thema, aber am Ende zählt nur, was hinten rauskommt.
Und wenn Mikrofonieeffekte auftreten, spielt die ursprüngliche Hohe der Referenzoszillatorfrequenz keine entscheidende Rolle mehr.
Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 5806
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitragvon Heule » 20.07.2013, 14:36

Scheint ja ein sehr interessantes Gerät zu sein. Würde mich über Berichte
und Bilder freuen.

Gruß Oliver
Bild
Heule
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 809
Registriert: 27.02.2010, 15:35

Beitragvon Manger_Fan » 20.07.2013, 16:30

Hallo,

frage mich, ob ich damit evtl. noch mein RME Babyface aufwerten könnte?
Zumal doch die RME eigene Clock doch schon gut sein soll?

Danke und Gruß
Holger
Bild
Manger_Fan
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 165
Registriert: 13.09.2011, 22:03

Beitragvon wgh52 » 20.07.2013, 16:56

Hallo Holger,

dieses Gerät behandelt den per SPDIF laufenden Datenstrom oder kann einen stabilen Takt in digitale Geräte speisen.

Das RME Babyface ist eigentlich eher für die USB PC Anbindung gedacht, hat aber auch einen optischen SPDIF Eingang. Einen Eingang für externen Masteroszillator konnte ich am Babyface nicht finden, darum kann der MC-3+ die interne Babyface clock leider nicht unterstützen.

Einziger offensichtlicher Einsatz des MC-3+ mit dem Babyface wäre wohl der Anschluss eines externen digitalen Wiedergabegerätes per Toslink (z.B. CD Player, MD Player, DAT Recorder, MP-3 Player, usw.) um die von dort kommenden optischen Digitalsignale, sauber neu getaktet, entweder über USB per PC aufzunehmen oder mit dem Babyface DA zu wandeln. Ob der MC-3+ hier "preiswürdige" Klangverbesserung bringt müsste man wohl ausprobieren.

Gruß,
Winfried

2736
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4629
Registriert: 25.01.2008, 16:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Nächste

Zurück zu Bausteine für aktives HiFi

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste

cron