Nubert nuPro X

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Hans-Martin » 04.10.2018, 16:23

beltane hat geschrieben:Dort steht - wie von mir auch geschrieben - ausdrücklich, dass eingehende Samplingraten bis 192 kHz angenommen - dann aber intern fest mit 96 kHz gearbeitet wird.

In der Summe sind Testberichte sowie die Nubert Produktseite der X-Pro nicht konsistent.

Habe nun mal direkt bei Nubert angefragt, wie sie es technisch gelöst haben.
Hallo Frank,
ich spekuliere auch, dass intern mit 96 kHz gearbeitet wird und die 192k digital downgesampelt werden, gemessen an den Vorteilen von DSP ist das locker zu verschmerzen. Auf eine konkrete Aussage von Nubert bin ich sehr gespannt.
Aber 192kHz entspricht dem Endverbraucherwunsch, immer das Größtmögliche und den letzten Stand der Dinge, von dem er gehört hat, für sich zu holen.
Ich denke, nicht nur angesichts des Preises ist eine Abtastrate von 96kHz zeitgemäße gute Machbarkeit. Wo bekommt man schon echte 192kHz Aufnahmen, die nicht vom Tonband übertragen wurden und dynamikkomprimiert sind um das Bandrauschen wegzudrücken. Massenware ist es nicht, und wie die Analysen zeigen, oft genug nur ein Fake, aus 44,1kHz hochgerechnet. Alle meine bisherigen Spektralanalysen gingen nicht über 46kHz hinaus, und wenn der Hochtöner bis 23kHz geht, fragt man nach dem Sinn der hohen Bandbreite der Aufnahme (den es zweifellos gibt, siehe Filter, Timing, etc., auch wenn die Mikrofone schon bei 20kHz merklich abfallen)
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon beltane » 04.10.2018, 23:42

Hallo Hans-Martin,

bzgl. der Sinnhaftigkeit bin ich bei Dir - 24 Bit mit 96 kHz werden für eine sehr gute Klangqualität reichen und die Möglichkeiten des DSPs bei der Gestaltung der Frequenzweiche etc. überwiegen bei Weitem die Nachteile einer von 192 auf 96 kHz reduzierten Samplingrate. Bereits die alte Nupro Serie war für mich immer ein Preis-/Leistungssieger - bezogen auf den Klang.

Ich persönlich fände es nur gut, wenn realisierte Konzepte in den Produktbeschreibungen der Hersteller ebenso zu finden wären wie in den Testberichten.

Viele Grüße

Frank

P.S.: Die Antwort von Nubert werde ich sinngemäß posten, wenn sie mir vorliegt.
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Beitragvon beltane » 08.10.2018, 14:01

Hallo zusammen,

Nubert will mir in den kommenden Tagen eine Antwort zukommen lassen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon beltane » 15.10.2018, 10:49

Hallo zusammen,

heute morgen habe ich die Rückmeldung seitens Nubert erhalten.

Sinngemäss wurde mir mitgeteilt:

- Alle eingehenden Signale werden auf eine höhere interne Abtastrate und Samplingfrequenz umgesetzt.
- Die Weiterverarbeitung im DSP des Lautsprechers erfolgt dann auf dieser neuen Abtatsrate und Samplingfrequenz.
- Die Verarbeitungsgüte läge für alle normalen Wiedergabeformate auf höchstem Niveau.
- Die genauen Werte wird Nubert nicht veröffentlichen, man möchte dies als Firmengeheimnis wahren.

Mich selber stellen diese Informationen nicht ganz zufrieden, denn man weiss nun nicht, welche Signaleingänge überhaupt Sinn machen. Aber jeder Hersteller muss schließlich selber entscheiden, welche Informationen er herausgeben will.

VIele Grüße

Frank
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Beitragvon Hans-Martin » 15.10.2018, 13:51

beltane hat geschrieben:- Alle eingehenden Signale werden auf eine höhere interne Abtastrate und Samplingfrequenz umgesetzt.

Hallo Frank,
ich habe mal bei Melitta nachgefragt, wie dick ihre Frischhaltefolie ist. Man wollte die Stärke nicht nennen, weil Betriebsgeheimnis... Ich habe dann die zugesagte Länge mit dem Wickeldurchmesser innen und außen verrechnet (Oberstufenmathematikaufgabe), hätte auch die Differenz der Durchmesser durch die Wicklungszahl teilen können. Was soll da Betriebsgeheimnis sein, wenn Mitbewerber mit einfachen Mitteln diesen Wert feststellen können.
Offenbar will auch Nubert, dass irgendwer es selbst herausfindet. Eine Messung am geöfneten LS offenbart es doch sofort.
Die zitierte Aussage wird kaum richtig sein, denn wenn man mit 192kiHz/24 Bit reingeht, wird wohl kaum mit noch höherer Abtastrate bearbeitet, vielleicht mit 32Bit.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon beltane » 15.10.2018, 14:43

Hans-Martin hat geschrieben:
beltane hat geschrieben:Die zitierte Aussage wird kaum richtig sein, denn wenn man mit 192kiHz/24 Bit reingeht, wird wohl kaum mit noch höherer Abtastrate bearbeitet, vielleicht mit 32Bit.


genau das dachte ich beim Lesen des Antwortschteibens auch. Denn auch ich kann mir nicht vorstellen, dass Nubert mit 192 kHz eingehende Signale auf bspw. 384 kHz upsamplet.

Die Produkte von Nubert haben mir unter Beachtung der Preis-/Klangqualität immer gut gefallen, ebenso die grundsätzliche Informationspolitik. Warum Nubert aus der Samplefrequenz der X-Serie - mit der sie ab Signaleingang ja komplett digital weiterarbeiten - nun so ein Geheimnis machen, erschliesst sich mir berhaupt nicht. Dynaudio realisiert es in seinen XD Lautsprechern ja recht ähnlich und hat kein Problem, die entsprechenden Daten herauszugeben.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Hans-Martin » 15.10.2018, 15:28

Rolls Royce fand bestimmte Werte auch nicht erwähnenswert, sie waren definitiv hinreichend. :cheers:
Grüße
Hans-Martin

P.S. Die Diskussion kommt nicht von ungefähr: Es können sich Klangvorteile ergeben, wenn man die Abtastrate zuführt, auf die der Eingang-Abtastratenwandler hinarbeitet.
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Beitragvon wgh52 » 15.10.2018, 16:26

Mann kann sich der intern verwendeten Abtastrate (spekulativ/vielleicht...) auch aus einer anderen Sicht nähern: Nachdem Nubert Lautsprecher mit recht strengem Blick auf die Kosten entwickelt, dürften sie den Sweetspot 24/96 nutzen und alles digital hereinkommende entsprechend up- oder downsamplen. miniDSP macht das ja auch. Die DSP Berarbeitung ist sicherlich mit >32 Bit realisiert, die DA Wandlung wieder 24/96. Nachdem die meiste Musik in 16/44,1 vorliegen dürfte und diese also "krumm" on-line resampled werden muss, könnten durchaus (kleinere aber signifikante) klangliche Einflüsse resultieren.

Just my 2 cents worth.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon beltane » 15.10.2018, 17:23

Hallo Winfried,

ich sehe 2 mögliche Diskussionspunkte:

1. Informationspoiltik seitens Nubert

Hier habe ich meine Meinung deutlich gemacht, ich verstehe Nubert in diesem Punkt einfach nicht.

2. Mutmassungen zur genutzten intetnen Samplingrate

Ich habe das Konzept von Nubert analog der Realisierung von Dynaudio verstanden - also eine rein digitale Signalverarbeitung bis zu den Endstufen. Das würde bedeuten, dass eingehende analoge Signale mittels AD Wandlung digitalisiert werden. Diese digitalisierten Signale und auch die direkt zugespielten digitalen Signale werden dann auf die interne Samplefrequenz angepasst, sofern notwendig.

Sehe ich das falsch? Falls nein, dürfte es die von Dir erwähnte DA Wandlung im Lautsprecher eigentlich nicht geben.

Ich persönlich fände eine "Beschränkung" auf 24 Bit 96 kHz nicht ehrenrührig. Macht Schanks Audio ja auch so, wobei dort nach meinem Verständnis nach der DSP Verarbeitung eine DA Wandlung stattfindet. Dynaudio arbeitet dagegen intern mit 24 Bit / 192 kHz. Sind aber auch 3 mal so teuer.

Wir können also nur mutmassen, theoretisch sind 96 kHz ebenso denkbar wie 192 kHz.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon wgh52 » 15.10.2018, 19:08

H allo Frank,

ich kenne die Nubert Produkte nicht "inwendig". Mir ging es bei meinem Kommentar eher um die nötige Wandlung von 16/44,1 auf die (welche auch immer...) intern verwendete digitale Auflösung und das Faktum, das "gebrochen-zahlige" Sample Rate Wandlung halt nicht optimal wäre. Und das unter dem Aspekt, dass 24/96 ein sehr verbreitetes Preis/Leistungs Optimum ist oder zu sein scheint. Ich finde 24/96, auch meiner Erfahrung nach, nicht "ehrenrührig", das wollte ich auch nicht implizieren (eher im Gegenteil :wink: ). Ob Nubert DA- oder eine PCM/PWM-Wandlung macht weis ich nicht. Nuberts Informationspolitik sehe ich trotz allem eher entspannt - die meisten Kunden dürften die technischen Details weniger interessieren oder auch nicht verstehen :wink: An- bzw. Vergleichs-Hören halte ich für angesagt :cheers:

Grüße,
Winfried

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Beitragvon beltane » 16.10.2018, 11:08

Hallo zusammen,

ich hatte mit Nubert noch einmal Mailverkehr. Die technischen Details werden wie bereits gesagt zwar nicht offen gelegt, aber es wurde mir noch folgendes mitgeteitl:

Das, was digital in den Lautsprecher reingeht, erfähret kein Downsmapling. D.h. 24 Bit 192 kHz High Res Files werden mit mindestes dieser Samplefrequenz auch verarbeitet.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon beltane » 21.10.2018, 16:17

Hallo zusammen,

nachfolgend der Link zu einem weiteren Testbericht der X-6000 - erschienen auf AV-Guide:

https://www.avguide.ch/testbericht/akti ... von-nubert

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon beltane » 03.11.2018, 11:24

Hallo zusammen,

das lite Magazin hat einen Test der Nupro X-3000 veröffentlicht:

https://www.lite-magazin.de/2018/11/akt ... em-niveau/

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon beltane » 23.11.2018, 19:00

Hallo zusammen,

auf AV Magazin wurde ein Testbericht der Nupro X-4000 veröffentlicht:

http://www.av-magazin.de/Nubert-nuPro-X ... 147.0.html

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon mbkirk007 » 23.11.2018, 21:25

Hallo,

schöne Diskussion, aber hat sie mal jemand bestellt und am Besten gegen eine B&M gespielt?

LG
Frank
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