Horst (Backes & Müller BM 8)

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Horst (Backes & Müller BM 8)

Beitragvon cantusfirmus » 28.11.2011, 11:13

Ein herzliches Grüß-Gott ins aktive Forum,

Nachdem ich die letzten Tage damit verbracht hatte anstatt eines Krimis die Beiträge hier im Forum zu lesen, möchte ich mich jetzt anmelden, um ein wenig an den Diskussionen teilnehmen zu können.

Im digitalen und multimedialen Zeitalter macht es Freude, auch mal abseits von Facebooks und Twitters 150-Zeichen-Einträgen richtig was zum Lesen zu bekommen.

Deshalb auch ein paar Worte von meiner Seite, obwohl ich mir sicher bin, daß ich weit mehr von euch profitieren kann, als ich hier beizutragen vermag. So tief bin ich gar nicht in die Materie eingetaucht, wie manche hier, die Entwickler von diversen High-End Schmieden sein könnten. (So habe ich als Laie zumindest den Eindruck...).

Google hat mich zu euch gebracht und bei Gerts Ausführungen blieb mir der Mund offen stehen, wie man Sonos Player und Linn Streamer modifizieren kann. Ich gebe auch zu: verstanden habe ich nur einen Bruchteil, aber fasziniert war ich allemal.

Ein klein wenig (rückblickend: sorry es ist etwas mehr geworden) zu meiner Hifi Geschichte: Richtig infiziert wurde ich im Alter von etwa 17 (das war übrigens vor 17 Jahren), als ich bei einer High-End Messe in Wien eine kleine Linn-Kette musizieren gehört habe. Ich glaube es war der Mimik CD Player, Majik Vollverstärker, und Tukans passiv. Irre. Im Vergleich zu den zig-fach teureren Anlagen in den anderen Räumen war diese kleine Kette so musikalisch, daß ich kurz darauf zum Händler ging, und mir einen gebrauchten Mimik, gebrauchte Keilidhs und einen gebrauchten Arcam Alpha 5 Verstärker von meinem Ersparten geleistet habe. Ich war im highfidelen Musikhimmel.

Lange habe ich sehr zufrieden mit meiner Anlage gehört, wobei ja wohl alle hier das nagende Gefühl kennen, „da geht doch noch was“ (natürlich immer mit dem Blick auf die finanziellen Mittel, die man einzusetzen vermag. In meinem Fall waren und sind das relativ bescheidene.)

Durch Linn habe ich mich auch immer mit der Aktivierung der Anlage beschäftigt und rein physikalisch schien es mir einleuchtend, daß ein aktiver Lautsprecher einem passiven überlegen sein müsste.

Im übrigen hat auch mich irgendwann der Heimkinowahn heimgesucht, es zogen drei zusätzliche Lautsprecher ins Wohnzimmer ein, und ein aktiver Sub samt Projektor kamen dazu. Mittlerweile sorgt ein Marantz Heimkinoreceiver für die Wandlung der neuen Mehrkanalsignale DTS-HD-MA und Dolby True Hd, sowie die Weiterreichung des HDMI Signals, wobei ich keinen Zweifel habe, daß der Marantz - obwohl eine recht gute Maschine - sicherlich das schwächste Glied in meiner Kette ist.

Zwei LK100 Endstufen wurden gebraucht angeschafft, Aktivkarten gesammelt und vor etwa drei Jahren hat mein Händler Ninkas angeboten, und mir meine Endstufen für den aktiven Einsatz umgerüstet. Seit damals höre ich also mehr oder weniger aktiv (teilaktiv nennt es Linn). Wobei ich ebenfalls der Meinung bin, daß sich das Linn-Prinzip der Aktivierung doch etwas von den Herstellern v.a. auch der Studiotechnik unterscheidet, die die Endstufen direkt in die Boxen verbauen.

Ganz anfreunden konnte ich mich mit den (teilaktiven) Ninkas leider nie, zu unkontrolliert und schwammig ist der Bass, zu verwaschen die Mittellage, da hilft die relativ große Bühne auch nicht wirklich.

Beruflich bedingt bin ich recht viel unterwegs, und wo ich kann besuche ich Hifi-Läden und höre dies und das und lerne im Gespräch mit vielen netten Menschen Neues kennen.
Erst vorletztes Jahr konnte ich im Studio von Herrn Zingler in Essen die Adam Artist 5 bewundern und war hin und weg, was selbst mit kleinen Boxen möglich ist. Seitdem weiß ich: Linn baut wirklich feine Elektronik, aber in der Preisklasse, in der ich mir Boxen aussuchen kann gibt es in meinen Ohren bessere Möglichkeiten.

Gerade auch weil ich angefangen habe meine Musik zu digitalisieren und auf einem NAS abzulegen, scheint mir die (auch Multiroom-fähige) Variante: Streamer und Aktivboxen am reizvollsten. Stichwort digitale Musik: die hochauflösenden Formate 24bit und 192Khz finde ich besonders spannend (klanglich gemeint) und hoffe, daß trotz mp3 Wahn sich auf diesem Gebiet noch einiges tun und die Auswahl an Musik größer werden wird.

Übrigens besitze ich auch noch einen Linn Axis Plattenspieler (natürlich auch gebraucht erstanden), der leider sträflich vernachlässigt wird, auch weil der Komfort Musik über das NAS abzurufen und Stücke zu vergleichen ungleich größer ist. Da hilft der feine analoge Sound leider auch nicht darüber hinweg.

Verzeiht das lange Geschwafel, ich versuche auf den Punkt zu kommen: Mein Händler bietet gerade einen Linn Sneaky an (Vorführgerät), und ich stehe knapp davor den Linn Streamer probe zu hören und möglichweise mir ein Weihnachtsgeschenk mit ihm zu machen. Irgendwann werde ich wohl auch die Ninkas samt LK100 gegen Aktive LS eintauschen. Adam Artist 5 oder Abacus a-10... (Mein Traum: Drei Aktive als Frontbeschallung des Heimkinos.)

Gerts modifzierter Sonos Player lässt mich noch etwas stutzen, was jetzt wohl die beste Variante wäre, meine Hifi-Entwicklung voranzutreiben: Lautsprecher weg? Streamer her? Linn Sneaky oder Sonos und DAC? Auch hier gilt natürlich Schritt für Schritt. Welcher soll der erste werden? Große Sprünge Budgettechnisch sind leider nicht drin, da würde mich auch meine Frau versetzen, und das will ich nicht. ;) (Im Moment streame ich über meine einen WD-TV-Live, das ist aber so eine Notlösung, daß ich mich gar nicht darüber schreiben traue.)

Jedenfalls werde ich hier weiterlesen und mich informieren, und hoffe auch auf viele Erfahrungsberichte über G-Sneakys und Abacusse oder Adams Artisten. By the way: Hat es ein G-Sonos (vom G-Sneaky ganz zu schweigen) eigentlich über die Grenze nach Österreich geschafft? Den würde ich mir zu gerne einmal anhören...

Zu guter Letzt vielleicht noch ein paar Worte zu mir und meinen Hörgewohnheiten: Laut höre ich eigentlich nicht extrem (naja, im Heimkino vielleicht schon), ausschließlich Klassik und Jazz übrigens - Ausnahmen bestätigen die Regel. Die sogenannte Live-Lautstärke ist im Wohnraum meiner Meinung nach nur schwer zu simulieren. Da sitzt ja schließlich auch kein Orchester und spielt mir Bruckners 7. Symphonie vor. Letztere höre mir allerdings am liebsten im Konzertsaal an. Berufsbedingt stehe ich übrigens auch auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Ich bin klassisch ausgebildeter Opern- und Konzertsänger. (Vielleicht auch deswegen höre ich in moderaten Lautstärken. Es reicht meist, wenn der Sopran neben dir steht und einen hohen Ton singt...)

Musik über die Anlage darf für meine Ohren nie angestrengt klingen, oder nervig im Hochtonbereich sein. Aber selbstverständlich und natürlich klingend und fein durchgezeichnet, angenehm und räumlich. Logisch, oder?

Weitere Infos liefere ich gerne nach, vorerst aber finde ich, daß ich ohnehin schon viel zu viel geschrieben habe. Eines noch vielleicht: Am schönsten ist die Musik natürlich im Konzerthaus oder auf der Opernbühne. Keine Aufnahme vermag die Live-Erfahrung zu ersetzen. Trotzdem soll es zu Hause aber so „echt“ wie möglich klingen.

Herzliche Grüße und danke fürs Lesen sagt Horst

Ps: Gibt es denn schon Eindrücke von eurem Forumstreffen? Ich habe noch nichts dazu gefunden, bin aber sehr gespannt!
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Beitragvon Bernd Peter » 28.11.2011, 11:43

Hallo,

bitte noch den Vornamen angeben, liebe cantus, ansonst schau mal bei

viewtopic.php?f=5&t=2257

Dürfte klar sein, daß Du beim nächsten Treffen dabei bist und vorsingst, das von Ralf K. aufgenommen und dann zum Vergleich über die Testanlagen abgespielt wird.

Darf man schon Liederwünsche äußern?

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Zwodoppelvier » 28.11.2011, 11:53

Hallo Horst,

Deinen Hifi-Werdegang habe ich jetzt eher quergelesen (sorry), bin aber bei Deinem Musikgeschmack mit Schwerpunkt Klassik/Jazz gleich aufmerksam geworden, da sich das mit meinem deckt. Und daß Du ausgebildeter Sänger bist, macht Deine Teilnahme hier im Forum umso erfreulicher.
Also herzlich willkommen bei uns "Aktiven "!

Den von Dir vermissten Strang zum Forentreffen mußte ich auch erst suchen; er liegt nun im Bereich "Hörerlebnisse" -> HIER.

Als ich Anfang des Jahres mal bei Herrn Krings in Bonn reingeschaut habe, berichtete er übrigens, daß ein langjährig aktiver Sänger zu Besuch gewesen war, der "immer in die Musik hineingehen wollte". So wie die dort aufgestellten vollgeregelten Aktivboxen gespielt haben, konnte ich das absolut nachvollziehen: man wurde förmlich ins Geschehen hineingezogen.

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon cantusfirmus » 28.11.2011, 11:59

Hallo Bernd-Peter,

Am Ende meines Romans steht er, der Name: ich heisse Horst.

Und: Man sollte sich bei den Vorstellungen doch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: ich bin froh, wenn ich mal entspannt Musik hören kann, und nicht an meine Gurgel denken muss. :)

Danke für Eberhard für den Link. Werde mich dem widmen, nachdem das Konzert heute Abend absolviert wurde...

Herzliche Grüße, Horst

PS: freut mich wirklich sehr, dieses Forum hier gefunden zu haben, falls ich das noch nichtgeschrieben haben sollte...
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Beitragvon Bernd Peter » 28.11.2011, 12:17

Hallo Horst,

dann 3 Gänge zurück und erstmal herzlich willkommen.

Getreu dem Motto "Der Weg ist das Ziel" viel Spaß bei der Zusammenstellung deines Hörequipments, wobei Du mit G-Sonos oder G-Sneaky sowieso nichts falsch machen kannst.

Wird aber für viele schon interessant sein, bei welchen LS Du landest.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon cantusfirmus » 01.12.2011, 10:34

Hallo Forianer,

Weil mein erster Post so ein langer Roman war, und ich doch das eine oder andere auch hier diskutieren möchte (und nicht seperate Threads dazu öffnen muss), würde ich gerne ich ein paar Punkte aufzählen, die zusammenfassen, was in meinem ersten Beitrag gefragt wurde:

  1. Stimmt meine Annahme, daß Linns Aktivierungsprinzip anders ist als jenes von den Studio-Aktiven - Monitorlautsprechern (z.b. Adam und Abacus)? Mich macht immer stutzig, daß da ein Lautsprecherkabel zur Box geht und kein Cinch-Kabel.

  2. Wenn meine Annahme stimmt: Ist das Prinzip: Endstufe in der Box - besser als Linns Prinzip: Aktivweiche im Endverstärker? Wenn ja: warum? (Ich bin leider technisch ahnungslos, aber interessiert)

  3. Glaubt ihr, daß eine kleine Abacus 10 oder Adam Arist 5 eine teilaktivierte Linn Ninka (wie bei mir) "ausstechen" kann?

  4. G-Sneaky vs G-Sonos: (bzw. eure Höreindrücke) zahlt sich der Linn versus dem Sonos aus? Weil euren Berichten zu folge, spielt der G-Sonos ja eigentlich fast genauso gut.

  5. Was ich noch immer nicht verstehe: Warum ein "mittelmäßiger" DAC wie der Cambridge in Verbindung mit dem G-Sonos zu so einem tollen Gespann wird. (Das scheint ja die häufigste Verbindung zu sein: G-Sonos mit Cambridge, quasi als Einstiegsvariante.)
danke für mitmachen und herzliche Grüße

Horst
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KABELSALAT

Beitragvon musikgeniesser » 01.12.2011, 12:04

Moin Horst,
moin Forenten,

muss ich meine Anrede modifizieren? Ich habe Forent mal irgendwo aufgeschnappt und fand das benachbart zu Diskutant. Bei canoo.net habe ich es nicht gefunden, bin also für Hinweise offen. Forianer klingt wie Florian, aber das soll jetzt kein Präjudiz schaffen.

Zu Deinen, Horst, Fragen. Als halbwissender spreche ich vielleicht noch einigermaßen Deine Sprache.

ad 1
Prägendes Merkmal der Aktivtechnik ist nicht die räumliche Unterbringung der Endstufen, sondern die Änderung des Wiedergabeweges

von

    Passiv
    Quelle -> NF-Kabel -> Steuerung -> NF-Kabel -> Verstärkung -> LS-Kabel ->
    [hier beginnen die meisten Passiv-Boxen]
    Aufteilung in n Wege -> LS-Kabel 1 bis n -> Schallwandlung 1 bis n

in

    Aktiv
    Quelle -> NF-Kabel -> Steuerung -> NF-Kabel ->
    [hier beginnen die meisten Aktivboxen]
    Aufteilung in n Wege -> NF-Kabel 1 bis n -> Verstärkung 1 bis n -> LS-Kabel 1 bis n -> Schallwandlung 1 bis n

Ausnahmen (Abacus, bei denen gerade die -- für Abacus-Verhältnisse -- teure Boxenserie die Aufteilung nach der Verstärkung haben; es gibt sicher noch andere, aber Abacus ist mit am interessantesten) bestätigen die Regel. Insofern ist Dein Argwohn für einen Laien doch recht kundig von dem ("ein") Lautsprecherkabel abgeleitet: das hört sich nach einer rein räumlichen Veränderung an, sicher auch mit einer optimierten Anpassung der Endstufe an den Lautsprecher, aber letzlich in der passiven Welt bleibend. Anders sieht es aus, wenn mehrere LS-Kabel von mehreren Endstufen zu mehreren Anschlüssen der Boxen laufen. Damit ist nicht bloßes Mulit-Wiring gemeint, bei welchem mehrere LS-Kabel von einem Endstufenanschluss zu mehreren Anschlüssen der Box laufen. Das ist alles Voodoo, erlaube ich mir hier zu urteilen. Also von mehreren zu mehreren wäre dann ein Hinweis auf tatsächliche Aktivtechnik, nur in getrennten Gehäusen.

ad 2
Ja was denn jetzt? Ein LS-Kabel zur Box oder doch mehrere?

Denn, die Aktivweiche in -- genauer: vor -- der Endstufe -- genauer: den Endstufen -- zu haben ist das aktive Prinzip. Die Endstufen dann nicht gleich in die Box einzubauen, hat lediglich den Nachteil, dass sämtliche 1 bis n Kabel in der Wohnung herumfliegen, was noch mehr unter ästhetisch unvollkommen läuft, aber die Kabel werden dann auch unnötig lang. Lautsprecherkabel, also die Kabel, die die Leistung übertragen, profitieren davon, wenn sie möglichst kurz sind. Insofern liegt der Einbau der Endstufen in die Box in des Wortes doppelter Bedeutung nahe.

ad 3
Kirchenrechtlich kommen wir hier nicht weiter. Es ist eine der wesentlichen Errungenschaften der abendländischen Kultur, dass Glaubensfreiheit besteht. Ich hatte die Gelegenheit, die Abacus 23-24C (oder 24-23C, das werde ich mir nie merken können) zu hören und fand sie sehr überzeugend. Ich kann mir gut vorstellen, dass Linn-Produkte ebenfalls sehr überzeugend sind. Abacus bietet die Möglichkeit, sich Testpakete ins Haus kommen zu lassen. Bei Nichtgefallen bleibt man wohl nur auf den Versandspesen (für beide Wege, denke ich) sitzen, was ausgesprochen fair ist, würde ich mal sagen. Also:

    Versuch
    macht kluch.

ad 4
Gert ist wohl bis Weihnachten ausgebucht. Davon abgesehen behaupte ich, dass Gerts Sonos nur noch wenig Raum für das Verlangen nach Mehr lässt.

ad 5
Das würde mich auch mal interessieren.

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon delorentzi » 01.12.2011, 14:44

Hallo,

kurze Hilfestellung zum Abacus Glossar:

kleine APC, 12 Liter APC 12-23B
große APC, 24 Liter APC 24-23B(C)

Grüße,
Thomas
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Beitragvon cantusfirmus » 01.12.2011, 16:26

lieber Peter,

herzlichen Dank für Deine umfassende Antwort.

ad 1 und 2)
Meine Ninka ist teilaktiv, ich besitze 2 Endstufen (LK100) mit je zwei Aktivkarten für Hoch und Tieftonbereich. Teilaktiv deshalb, weil die Ninka 2 Mitteltöner besitzt, und ich die beiden TT nur mit einer Endstufe aktiviert habe. Daher gehen auch 2 LS-Kabelstrippen zu jeweils einer Box.
Mir gefällt die Räumlichkeit der Ninka sehr. Die Detailwiedergabe, wie ich sie z.B. von eine Adam Artist 5 gehört habe vermisse ich ein bisschen (überhaupt die Schnelligkeit, wie bei vielen Aktivboxen). Ich wage daher auch zu bezweifeln, daß eine dritte Endstufe mit Aktivkarten, die zu einer vollaktiven Ninka führen würden, das ganze radikal verbessern würde. Weil ich eben ein bisschen vom Ergebnis der Teilaktivierung der Ninka enttäuscht war.

Deshalb auch meine Frage 2) weil - wenn ich nicht irre - nicht besonders viele aktiverte Linn-Lautsprecher-Besitzer hier in diesem Forum zugegen sind. Weil (die nächste Mutmaßung), wie ich schon im Eingangspost beschrieben habe, Linn hervorragende Elektronik baut, aber es Hersteller von Lautsprechern, insbesondere von Aktivlautsprechern gibt, die Preis-Leistungs bezogen einiges besser machen, auch, weil sie sich spezialisiert haben.

ad 3)
Das war vermutlich eine etwas doof gestellte Frage, ich gebe es zu. Und klar, Du hast recht: ich muß das ganze in meinem Hörraum ausprobieren. Dennoch: Vielleicht gibt es hier im Forum ja noch jemanden, mit Linn Vergangenheit, der meine meine Problematik nachvollziehen kann.

ad 4)
Das kann ich mir vorstellen, daß Gert ausgebucht ist. Er war ein nicht unwesentlicher Grund, warum ich in diesem Forum Mitglied wurde. Gerts Meinung würde mich interessieren: Ob der größte Vorteil des Linn Sneaky wirklich "nur" das Abspielen der hochauflösenden Formate ist. In seinen G-Thread sprach Gert aber gerade auch beim Analogausgang vom typischen "Linn-Klang" und den mag ich wiederum sehr gerne.

ad 5)
Hier freue ich mich natürlich auch auf die Meinung von Meister Gert und habe mir erlaubt ihn sachte auf diesen Beitrag hinzuweisen. (Irgendwo meine ich von Gert gelesen zu haben, daß der klangliche Einfluß von DA-Wandlern etwas überschätzt wird. Bin mir aber nicht sicher, ob ich als Laie das falsch interpretiere. Sind die Dinger (in diesem Fall der Cambridge DacMagic) dann nur noch dazu da, das restliche bisschen Jitter, daß übrig geblieben ist herauszufiltern? (und natürlich zu wandeln ;))

Bin gespannt auf weitere Meinungen und freue mich auf weitere Diskussionen

Horst

PS: auch @Thomas: Bei meinem Budget käme ohnehin maximal die Abacus A-Box 10 in Frage...
edit: Habe das Ganze etwas übersichtlicher gemacht.
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Beitragvon Fortepianus » 02.12.2011, 12:35

Hallo Horst,

sei willkommen auch von mir :cheers: .

cantusfirmus hat geschrieben:ad 4)
Ob der größte Vorteil des Linn Sneaky wirklich "nur" das Abspielen der hochauflösenden Formate ist. In seinen G-Thread sprach Gert aber gerade auch beim Analogausgang vom typischen "Linn-Klang" und den mag ich wiederum sehr gerne.

Da muss man meiner Meinung nach etwas differenzieren: Am Digitalausgang macht nach meiner bescheidenen Meinung der Sneaky dem G-Sonos nichts vor, im Gegenteil. Erst mit dem G-Sneaky schaffe ich es, den Datenstrom ähnlich jitterarm hinzukriegen wie beim G-Sonos. Der Sneaky kann aber eben mehr als 44,1kHz. Im Originalzustand sticht der Sneaky aber den schwach aufspielenden ZP90 am Digitalausgang ganz klar aus.

Am Analogausgang spielt der Sneaky im Originalzustand nur in der Kreisklasse, der Sonos in der Schülermannschaft. Jetzt lyncht mich nicht, liebe Besitzer dieser Geräte, die sich noch im Originalzustand befinden, ich habe möglicherweise ein klein wenig überzeichnet. (Wenn ich noch ein bisschen Öl ins Feuer gießen wollte, könnte ich jetzt schreiben: Wem ein ZP90 am Analogausgang gefällt, hat eine ganz miese Anlage oder ein Problem an den Ohren oder auch zwischen ihnen :mrgreen: . Aber ich schreib's natürlich nicht :oops: )

cantusfirmus hat geschrieben:ad 5)
Hier freue ich mich natürlich auch auf die Meinung von Meister Gert und habe mir erlaubt ihn sachte auf diesen Beitrag hinzuweisen.

Was Dir nach nur zwei PNs endlich gelungen ist :D .

cantusfirmus hat geschrieben:(Irgendwo meine ich von Gert gelesen zu haben, daß der klangliche Einfluß von DA-Wandlern etwas überschätzt wird. Bin mir aber nicht sicher, ob ich als Laie das falsch interpretiere. Sind die Dinger (in diesem Fall der Cambridge DacMagic) dann nur noch dazu da, das restliche bisschen Jitter, daß übrig geblieben ist herauszufiltern? (und natürlich zu wandeln ;))

Selbstverständlich gilt: Je besser der DAC, desto besser klingt er (Binsenweisheit). Ein einfacher DAC wie der DacMagic kümmert sich aber keinen Deut um die Jitterreduktion, deshalb profitiert er so enorm davon, wenn der Datenstrom möglichst präzise getaktet ist - weil es da keinen Jitter zu entfernen gibt, grob gesprochen.

Das mit der klanglichen Überschätzung der DACs war in einem ganz anderen Zusammenhang. Da ging es darum, welchen Einfluss die unterschiedlichen DA-Wandler-Chips haben. Und auch da ging es nicht um irgendwelche Chips, sondern um die IC in Liga 1 wie Wolfson 8740/8741 und BurrBrown PCM 1792A/1794A/1796/1798. In dem Zusammenhang habe ich behauptet, dass man mit jedem dieser Chips einen ganz hervorragenden DA-Wandler bauen könne, vorausgesetzt, die vorgelagerte Digitalfraktion mit Takterzeugung, die nachgelagerte Analogfraktion mit Ausgangsstufe und die Spannungsversorgung taugen was.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon delorentzi » 03.12.2011, 08:59

Fortepianus hat geschrieben:Das mit der klanglichen Überschätzung der DACs war in einem ganz anderen Zusammenhang. Da ging es darum, welchen Einfluss die unterschiedlichen DA-Wandler-Chips haben. Und auch da ging es nicht um irgendwelche Chips, sondern um die IC in Liga 1 wie Wolfson 8740/8741 und BurrBrown PCM 1792A/1794A/1796/1798. In dem Zusammenhang habe ich behauptet, dass man mit jedem dieser Chips einen ganz hervorragenden DA-Wandler bauen könne, vorausgesetzt, die vorgelagerte Digitalfraktion mit Takterzeugung, die nachgelagerte Analogfraktion mit Ausgangsstufe und die Spannungsversorgung taugen was.

Viele Grüße
Gert


Hallo Gert,

wobei man noch - finde ich sehr wichtig - ergänzen sollte, dass der beste DA Wandler Chip nichts taugt, wenn die Applikation samt Spannungsversorgung drumherum stiefmütterlich behandelt wurde.
Das beachtet der Laie oft nicht - wird er doch beim Einkauf vom Blick auf "welcher Chip is drin" getrieben.

Wenn er jetzt davon ausgeht, der Gert kümmert sich um ein jitterarmes Signal, dann kann ich ja am DAC sparen und krall mir grad den günstigen XY DAC, der da gerade vor mir in der Bucht baumelt.

Grüße,
Thomas
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Beitragvon cantusfirmus » 03.12.2011, 09:36

Guten Morgen Thomas,

dann kann ich ja am DAC sparen und krall mir grad den günstigen XY DAC, der da gerade vor mir in der Bucht baumelt.

Danke für Deine Gedanken, aber keine Sorge, das hätte ich mir ohnehin nicht gedacht. Zumal die kleineren DACs von heute offenbar qualitativ nicht ganz schlecht spielen, sonst würde der G-Sonos mit "nur" einem Cambridge DacMagic nicht so gut aufpsielen. Und irgendsoetwas in dieser Preisklasse würde es wohl werden: ein Cambridge DacMagic oder ein Arcan rdac. (Klar mit einem ADI-2 klingt es besser)

Da ging es darum, welchen Einfluss die unterschiedlichen DA-Wandler-Chips haben. Und auch da ging es nicht um irgendwelche Chips, sondern um die IC in Liga 1...

@Gert: Danke auch für Deine aufschlußreichen Erläuterungen. Ich habe DAC-Chips mit DA Wandlern durcheinandergebracht. Das passiert, wenn Laien zu philosophieren beginnen.

Ein schönes Wochenende wünscht Horst
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Beitragvon cantusfirmus » 03.12.2012, 10:49

Hallo an alle,

Ein kurzer Zwischenbericht von mir, den bin ich irgendwie schon länger schuldig: Ich habe mir eine AudioPc zusammengebastelt, der zwischenzeitlich mit dem wunderbar aufspielenden G-Sonos duellieren muss. Ich muss sagen: der PC schlägt sich wacker.

Asus Mainboard
Intel I3 Ivy-Bridge
8 GB Corsair Ram
im Moment zwei Lüfter (CPU, Gehäuse)
Silverstone LC19 flaches HTPC Gehäuse
RME 9632 Soundkarte intern.

Software: abwechselnd CMP2 oder Jplay. Da mit der neuen Version von Jplay (5) einiges an Bedienkomfort dazukommen soll (wie hier an anderer Stelle schon berichtet), werde ich mir mal bei Erscheinen der Software das Ganze anhören. Ich bin gespannt.

Warum AudioPC, werdet ihr mich jetzt fragen, wenn ich ohnehin einen tollen G-Sonos habe? Nun aus zweierlei Gründen: Erstens fand ich die diversen Erfahrungsberichte hier im Forum interessant (Stichwort Fujaks AudioPC mit einer Performance auf LINN Streamer Niveau) und zweitens möchte ich gerne Acourate implementieren und da ich AcourateNAS besitze und die Umrechnung am besten auf 24 Bit passiert, brauchte ich zum Abspielen von Hochauflösendem eben den PC.

Wenn ich Jplay noch mit dem Acourate Convolver zum Laufen bringe, dann wird der PC eine echte Alternative. Bis dato ist es natürlich auch ein bisschen Basteldrang, ich gebe es zu.

Erstaunlich wie gesagt, dass der PC nicht so schlecht im Vergleich zum Sonos abschneidet. Potential ist allemal noch vorhanden (Stromversorgung, BIOS Tweaks etc.).

Und nun der Paukenschlag zum Schluß: Im Hause Cantusfirmus steht ein größeres Update vor der Türe, möglicherweise noch vor dem Weihnachtsmann. Aber darüber mehr, wenn es so weit ist. Jedenfalls Quellentechnisch bin ich ja bestens versorgt...Ihr könnt vielleicht erahnen, worum es sich handeln könnte. Noch ist es nicht so weit, und da ich selbst darauf warten muss, spanne ich euch auch noch ein wenig auf die Folter :mrgreen:

Herzliche Grüße

Horst
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Beitragvon wgh52 » 03.12.2012, 11:38

Hallo Horst,

glückwunsch zum Fortschritt! Beim Lesen fiel mir auf, dass Du mit interner Soundkarte arbeitest. Um weiter auch auf der Quellseite auf dem Weg zum Klangolymp weiterzukommen, wäre es nach allgemeiner Erfahrung hier im Forum anzuraten, den DA Wandler (sprich die Soundkarte) aus dem PC internen Störnebel herauszuholen. Gerade wenn Du am "anderen Ende der Kette" :wink: aufrüsten solltest, wirst Du den Unterschied sicher deutlicher merken. 8)

Tja, so schaukelt man sich dann halt langsam hoch... :cheers:

Gruß,
Winfried

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Beitragvon JoDeKo » 03.12.2012, 13:06

Hola,

cantusfirmus hat geschrieben:...
Zwei LK100 Endstufen wurden gebraucht angeschafft, Aktivkarten gesammelt und vor etwa drei Jahren hat mein Händler Ninkas angeboten, und mir meine Endstufen für den aktiven Einsatz umgerüstet. Seit damals höre ich also mehr oder weniger aktiv (teilaktiv nennt es Linn). Wobei ich ebenfalls der Meinung bin, daß sich das Linn-Prinzip der Aktivierung doch etwas von den Herstellern v.a. auch der Studiotechnik unterscheidet, die die Endstufen direkt in die Boxen verbauen.

gerade erst gesehen, nur zur Richtigstellung. Ich habe ja auch jahrelang mit aktiven Ninka gehört.

Von teilaktiv redet LINN dann, wenn beispielsweise nur der Bass aktiviert wird und die Höhen weiter passiv über die Frequenzweiche angesteuert werden, wie es leider im Moment noch bei meiner Isobarik ist. Insofern gibt es auch bei LINN "vollaktiv", nämlich dann, wenn alle Frequenzbereiche aktiv angesteuert werden.

Das ist bei einer Ninka schon mit 4 (2x2) Kanälen möglich, ich habe das beispielsweise mit 2 x LK85 gemacht, das sind die Nachfolger der LK100, im Optimalfall allerdings mit 6 (2x3) Kanälen.

Die Ninka macht bei solch einer Aktivierung noch mal einen Riesensprung, sie wird von einer sehr guten zu einer wirklich überrragenden Box (Preisklassen bezogen), man bedenke, dass die Ninka nur 2000,-€ kostet

Bei der Isobarik benötigt man aber schon mindestens 8 (2x4) Kanäle, so dass man mindestens 2 x 4100 benötigt, also erheblich aufwendiger und teurer.

Der einzige Unterschied ist tatsächlich, dass die Endstufen nicht in der Box verbaut werden. Das muss aber auch nicht so sein. Bei der großen vollaktiven 350A sind die Endstufen auch in der Box verbaut.

Saludos

Cuauhtemoc
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