Aktivlautsprecher in der Zeitschrift "Stereoplay"

Diskussion über aktive Schallwandler

Aktivlautsprecher in der Zeitschrift "Stereoplay"

Beitragvon Rudolf » 16.07.2008, 19:11

Neugierig gemacht durch Malte Ruhnkes Hinweis kam ich nicht umhin, mir die August-Ausgabe der Zeitschrift "stereoplay" zu kaufen.

Dort sind in einem Vergleichstest folgende aktive Monitore gegenübergestellt:

Adam A 5 (€ 670), 44Punkte
Dynaudio MC 15 (€ 1.000), 47 Punkte
Genelec HT 206 B (€ 1.860), 48 Punkte
JBL LSR 6325 P (€ 1.100), 49 Punkte
Quad 12 L Studio Active (€ 1.200), 46 Punkte

Insgesamt vergab Stereoplay an drei Monitore das Prädikat "überragend" im Hinblick auf das Preis/Leistung-Verhältnis.

Testsieger wurde die JBL mit folgendem Fazit: "Prachtvoller kleiner Studiomonitor mit schweren Alugehäusen und besten Messwerten, Präzision und Dynamik in Reinkultur."

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JBL LSR 6325 P

Der Testbericht ist nachvollziehbar geschrieben und sollte für alle Kaufinteressenten eine wertvolle Hilfe zur Vorauswahl darstellen.

Viele Grüße,
Rudolf
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Beitragvon Kabeljau » 18.07.2008, 10:30

"Prachtvoll" sieht sie nicht aus, und "prachtvoll" musizieren wird die kleine Kiste wohl auch nicht.
Würde jemand nen Dacia als prachtvoll bezeichnen, nur weil der weniger als 10mille kostet und trotzdem fahren kann?

Aber zum Thema: ich hab' schon einige kleine Studiomonitore gehört, weil ich auch aus finanziellen Gründen mal einen Kauf erwogen hatte. Aber ehrlich gesagt: der "Spaßfaktor" war überall gleich Null, die Kistchen direkt vor'm Ohr und so ganz ohne Frequenzen unter 50Hz is's eben wie "kastriert" (sorry für den Vergleich :mrgreen: )
Gut, wenn einer viel Asche hat und die als PC-Lautsprecher einsetzen möchte.....

Da spar ich lieber weiter auf ne BM4!

Grüße vom Dorsch
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Beitragvon Rudolf » 18.07.2008, 11:44

Hallo Torsten,

der max. Hörabstand des "Testsiegers" ist in der Stereoplay mit immerhin 3 m angegeben.

Viele Grüße,
Rudolf
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Beitragvon silber » 20.07.2008, 12:22

Hier kurz ein paar Eindrücke von meinen kleinen, feinen Adam A5.
Seit langem nehme ich mir ja vor, meine Plattesammlung zu digitalisieren.
Anfragen im Forum nach kleinen Monitoren brachten mich nicht richtig weiter, da ich keine 1000,-€ ausgeben wollte. Also beschloss ich, das Abhören der Aufnahmen per Kopfhörer zu „bewerkstelligen“.
Nun, das Hören mit Kopfhörer ist doch nicht so mein Ding. Das krabbelt, und man muss am Platz bleiben, da ein Kabel den Radius meiner Handlungen (ich wasche die Platten vorher) einschränkt. Da fiel mir der Tipp von Torsten ein.
Also zum nächsten Studioausstatter, ein paar andere Monitore > 1000,- gehört, nach der A5 gefragt, gehört und genommen.
Andere Monitore können alles sicher noch „bässer“, kommen aber im Hochtonbereich an die A5 nicht ganz heran und sind auch viel größer.
Der 30 cm Monitor lässt sich mit Hilfe dreier Potis an die Raumakustik anpassen. Der Hochtonpegel kann um bis zu 4db an- bzw. abgesenkt werden. Die beiden weiteren Regler dienen dazu, die sogenannten „Kuhschwanzfilter“ progressiv zu beeinflussen, also nicht ein ganzer Frequenzbereich wird verstärkt oder abgeschwächt, sondern in diesem Bereich ab einem bestimmten Punkt( <150Hz bzw.>6kHz) allmählich angehoben oder abgesenkt.
Damit lässt sich schon was machen. Mein Hörabstand beträgt ca. 1m und die Monitore haben einen Wandabstand von ca.20cm, das ist nicht gerade optimal.
Ich bin mit den kleinen recht zufrieden, der Hochtöner tönt mit einem Detailreichtum, sodass ich sicher gern am Rechner sitzen werde. Nun brauche ich nur noch etwas mehr Zeit, um mit dem Digitalisieren zu beginnen.

Gruß
Bernd
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Beitragvon Rudolf » 11.08.2008, 15:10

Hallo,

den Test in der Stereoplay gibt es jetzt auch online -> hier.

Dazu das Testfazit von Wolfram Eifert:

Durchweg beste Noten und drei Highlight-Prädikate sind ein Indiz dafür,
wie reizvoll gut gemachte Studio­monitore für den Heimgebrauch sind.
Die sattsam bekannten Vorteile der Aktivtechnik wie verlustarme und
hochwirksame Weichen oder tiefe Bässe aus kleinen Gehäusen kommen
hier voll zum Tragen.

Ein Riesenvorteil ist die Flexibilität in Sachen Aufstellung, die herkömm-
liche Boxen-Verstärker-Kombina­tionen nicht ansatzweise bieten.
Alle Teilnehmer sind auf ihre Art reizvoll. Die Genelec bietet den tiefsten
Bass und die meisten Funktionen, ist allerdings auch die teuerste.
Die Quad glänzt nicht nur optisch, sondern auch mit ihrer Spiel­freude.

Am meisten beeindruckt haben mich die perfekt ausbalancierte Dynaudio
und die irrwitzig präzise JBL. Auch für Sparfüchse hätte ich einen Tipp:
ADAM. Am liebsten in Weiß.


Und auch Audio hat inzwischen die Adam A5 getest.
Näheres gibt es -> hier.

Viele Grüße
Rudolf
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BM 2S in der Stereoplay 11/08

Beitragvon dirkhajo » 10.10.2008, 09:52

Hallo,

habe gestern die neue, druckfrische Stereoplay erhalten und gleich den Test der neuen BM 2S gelesen!
Ergebnis: Klang 59 Punkte, Gesamturteil 83 Punkte, Stereoplay Highlight!
Testzusammenfassung: "Sauber verarbeitete Aktivbox mit sensationellem Bass und feinstem Mittelhochton. Auch für akustisch schwierige Räume geeignet."

Haben sich meine Ohren also nicht getäuscht und ich habe die richtige Investition getätigt!

Gruß Dirk
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Beitragvon Rossi » 10.10.2008, 13:54

dirkhajo hat geschrieben:Haben sich meine Ohren also nicht getäuscht und ich habe die richtige Investition getätigt!

Ja, die BM 2s klingt wirklich ganz hervorragend, ich war selbst sehr überrascht, als ich sie das erste Mal gehört habe.

Wer eine kompakte und noch dazu schicke aktive Standbox sucht, die noch einigermaßen im preislichen Rahmen bleibt, für den ist die BM2s ein ganz heißer Tip. :cheers:

Gruß, Stefan
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Beitragvon JOE » 16.10.2008, 12:51

Ich bin ja immer wieder voller Bewunderung (oder sollte ich sagen: "Verwunderung"?) über die geradezu übermenschlichen Bewertungsfähigkeiten mancher Zeitgenossen: Da reicht es bei dem aktuellen Test der BM 2 S (ein unbestreitbar gutes Teil!) in stereoplay doch zu einer präzisen Einordnung mit 59 zu 58 Klangpunkten und 83 zu 82 Gesamturteilspunkten direkt vor der BM 18/III.

Ich will hier die Qualität der jeweiligen Box nicht diskutieren (obwohl man sich schon allein hinsichtlich der fast gleichen Gesamtbeurteilung bei einem Preisverhältnis von 1 : 2,3 sehr wundern muss!), aber sehr wohl diese Form der Bewertung, die sich nur selbst ad absurdum führt; denn zwischen diesen beiden Tests liegen sechs volle Jahre und die 18er steht nicht zum direkten Vergleich zur Verfügung ...

Wenn man bedenkt, dass es schon schwierig ist, Klangqualitäten zu beurteilen, wenn kein unterbrechungsfreier Vergleich unter gleichen Rahmenbedingungen möglich ist, was soll dann diese Scheinpräzision?!

Dabei glaubt sich stereoplay auch noch dieser Art der Bewertung rühmen zu können: "Seit 1984 werden hier alle Testgeräte sorgsam aufgelistet und so miteinander vergleichbar. Ab 4/97 wurde die frühere Klasseneinteilung durch eine übersichtlichere, aber kompatible Punkte-Einstufung ersetzt. Eine Umrechnungstabelle für ältere ... Listen erhalten sie kostenlos ... Ab 8/98 wurde das Klangpunkte-Raster von maximal 30 auf maximal 70 Punkte verfeinert. Frühere ... Listen sind kompatibel: Bisherige Klangpunkt-Zahlen verdoppeln sich."

Das beweist nur eins, dass diejenigen, die so etwas schreiben, vielleicht besonders feine Ohren haben mögen, von statistischen Skalierungen aber auch nicht die geringste Ahnung haben. Und diese Ahnungslosigkeit disqualifiziert ihr gesamtes Listenunwesen.

Obendrein wissen diese Leute auch nicht, was sie mit Ihrem Geschreibsel auch sagen. Z. B., dass der wirklich rührige und kompetente J. Siegler, der ja seit 2001 die Entwicklung bei B&M vorantreibt, praktisch langjährig untätig geblieben wäre, wo doch schon vor inzwischen vielen Jahren den Boxen aus diesem Hause unisono bestätigt wurde, dass sie nach Behebung insbesondere einiger Entzerrungsmängel die einseitige Betonung der Qualitäten auf den Gebieten der Tiefbassfähigkeiten und -präzision, der Schnelligkeit und einer analytischen Darstellung, die zur Härte neigte, durch eine insgesamt musikalischere Abstimmung überwinden konnten.

Es weht also nicht "jetzt ein anderer Wind", sondern seit längerem; und es ist nur konsequent, dass die Entwicklung nicht stehen bleibt, sondern kontinuierlich weiter getrieben wird. Am vorläufigen Ende stehen dann sehr gute Produkte, aber diese lassen sich letztlich nur durch das Ohr beurteilen, und dies ist kein digitales Messinstrument, das Punktwertungen auswirft, die über die Jahre gültige mathematisch genaue Qualitätswerte markieren!

Nur gut, dass wir alle noch unsere eigenen Ohren benutzen - und auch die graue Masse, die zwischen ihnen liegt!

Gruß
Joe
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Beitragvon Rudolf » 06.11.2008, 19:25

Den Test der Backes & Müller BM 2S kann man jetzt auf stereoplay.de online nachlesen:

Testbericht der BM 2S

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Christian » 06.11.2008, 21:21

Zitat aus dem Test: "Beim Hochtöner würde eine Membranregelung eher Nachteile bringen". Durch den Konjunktiv sicherlich nicht direkt angreifbar, aber welche konkreten Nachteile sollten sich daraus ergeben?

Gruß
Christian
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Beitragvon BM Fan » 07.11.2008, 12:22

Wir sollten uns freuen das wieder Aktive Lautsprecher getestet werden.
Ob es Sinn macht die einzelnen Komentare auf die Goldwaage zu legen wage ich zu bezweifeln.
Beim nächsten Mal wird dann evtl die tolle Auflösung in den Himmel gehoben, weil der HT geregelt ist.
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Beitragvon Rudolf » 07.11.2008, 12:41

Hallo Michael,

genauso sehe ich das auch! Den Lapsus, dass eine Regelung des Hochtöners eher Nachteile mit sich brächte, sollten wir wohlwollend überlesen. Das "würde" kann man übrigens auch so lesen, dass dies die Meinung von B&M sei.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Kitcat » 09.11.2008, 11:41

Hey,

können wir uns darauf einigen, bei Klangbewertungen das Wort "Punkte" in Anführungszeichen zu setzten?

lg Felicitas
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Beitragvon JOE » 10.11.2008, 10:33

... Wir schon! Aber die Stereoplay-Redaktion (und eigentlich nicht nur diese) sieht das ja leider explizit anders, weshalb ich mich ja auch zur entsprechenden Kritik veranlasst gesehen habe. Insofern reichen die Anführungszeichen dann doch nicht ganz!

Gruß
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Beitragvon Rossi » 10.11.2008, 12:05

Man kann die Dinge auch unnötig dramatisieren. :wink:

Ein Punktesystem erleichtert zweifelsohne die Einordnung eines Produkts in eine bestehende Datenbank und wem dies partout nicht gefällt, der kann dies ja ignorieren und seine Schlüsse einzig und allein aus dem Testbericht oder - noch besser - aus einem persönlichen Hörerlebnis ziehen.

Gruß, Stefan
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