Gabriel (Sonus Faber Amati Futura, TAD-CE1TX)

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Markush · „wie Markush zum aktiven Hören kam“
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„wie Markush zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Markush »

StreamFidelity hat geschrieben: 17.02.2025, 17:21 Vor kurzem las ich von Mitch Barnett, dass die meisten seiner Kunden auf die Vollkorrektur zurückkamen. Ich halte Ulis Acourate für das beste Korrektursystem überhaupt.
Ich habe mir nun den DRC Calibration Service von Mitch gegönnt. Und ist wie so viele user weltweit berichten wohl eine der besten Investitionen die man machen kann: https://accuratesound.ca/digital-room-c ... libration/
Es kommt weniger auf ein spezifisches DRC System an, sondern mit den derzeitigem state of the art Programmen ist das alles machbar - aber eben Knackpunkt für beste Ergebnisse sind immer noch die Erfahrung die jemand damit hat.
Das Thema ist grundlegend sehr spannend und unter https://audiophilestyle.com/ca/bits-and ... ity-r1312/ gibt es ein paar interessante Inputs und Blickwinkel.

Liebe Grüße
Markus
StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin Markus,
Markush hat geschrieben: 17.02.2025, 23:13Ich habe mir nun den DRC Calibration Service von Mitch gegönnt. Und ist wie so viele user weltweit berichten wohl eine der besten Investitionen die man machen kann: https://accuratesound.ca/digital-room-c ... libration/
Sich vom Profi helfen zu lassen ist eine gute Idee. Aber warum so weit weg? Das bietet Uli auch an: Dienstleistungen - AudioVero

Ich habe mittlerweile auch die gewerbliche Lizenz für Acourate. Möglicherweise biete ich Messungen und Filtererstellungen bei meinen Kunden auch mal an (wenn ich mehr Zeit habe).

Grüße Gabriel
StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin zusammen,

wer meinen Vorstellungsthread mitverfolgt hat wird feststellen, dass ich ein großer Fan von T+A bin. Ich hatte bisher erst einen Reparaturfall: ein defektes CD-Laufwerk im MP 3000 HV. Das wurde seinerzeit ruckzuck im Werk in Herford repariert. T+A sagt von sich, dass jedes Gerät, egal wie alt es ist, in der eigenen Werkstatt wieder repariert werden kann. Dafür werden auch alte Bauteile aufbewahrt. CD-Laufwerke werden zum Beispiel im Lager alle sechs Monate gewendet, damit die Federung nicht einseitig belastet wird.

Den ehemaligen Entwicklungsleiter von T+A Lothar Wieman hatte ich bei King Music in Berlin bei einer Vorführung 2020 kennengelernt:
Bild

Er ist im Ruhestand, aber eigentlich ist es ein Unruhestand, weil er immer noch regelmäßig in das Werk fährt. :mrgreen: Dank ihm konnte ich das Werk in Herford besichtigen. Im Werk wird viel gemessen. Interessant fand ich die Aussage, dass letztendlich die Ohren entscheiden. So sind einige Messwerte heute schlechter als in den 80ern, weil eben der Klang wichtiger ist.

Hier ist die Qualitätskontrolle für das neue Produkt Symphonia.
Bild

Mehr Infos habe ich auf meiner Homepage veröffentlicht.

Grüße Gabriel
music is my escape · „wie music is my escape zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von music is my escape »

Hola Gabriel,

Ein gelungener Bericht, danke dafür.

Das Unternehmen wirkt dabei sowohl im besten Sinne bodenständig als auch innovativ, alles in allem sehr sympathisch und dass bei aller Begeisterung für messtechnisch hervorragend konstruierte Produkte das Ohr dennoch das letzte Wort hat, ist schön zu wissen.

Ich habe letztens irgendwo aufgeschnappt, dass T+A jetzt auch ClassD-Verstärkermodule eines größeren Herstellers verbaut, konntest Du bei Deinem Besuch eventuell auch etwas darüber erfahren?

Freundliche Grüße,
Thomas
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin Thomas,

freut mich, dass dir der Bericht gefallen hat.
music is my escape hat geschrieben: 02.05.2025, 18:34Ich habe letztens irgendwo aufgeschnappt, dass T+A jetzt auch ClassD-Verstärkermodule eines größeren Herstellers verbaut, konntest Du bei Deinem Besuch eventuell auch etwas darüber erfahren?
Ja und zwar handelt es sich um PURIFI Class D Verstärker. Im neuen Produkt Symphonia wird PURIFI genutzt. T+A hat sich für den Nachbau lizenzieren lassen. Dass heißt T+A verbaut nicht einfach die Module, sondern konstruiert eigene Platinen und Schaltungen mit dieser Verstärkertechnik.

Grüße Gabriel
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Beitrag von music is my escape »

Guten Morgen Gabriel

und danke für die Antwort. Da wären ein paar weitere Hintergründe um so spannender zu erfahren, denn was ich über die bisher von T+A entwickelte Verstärkertechnik gelesen habe, war in vielerlei Hinsicht sehr beeindruckend, so dass der jetzige 'Schwenk' in Richtung selbstgebauter ClassD wirklich interessant wirkt.

Freundliche Grüße,
Thomas
StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin Thomas,
music is my escape hat geschrieben: 03.05.2025, 07:52Da wären ein paar weitere Hintergründe um so spannender zu erfahren, ...
Ich kann da jetzt nicht für T+A sprechen, aber ich vermute dass sie mit Class D eine andere Zielgruppe abdecken wollen. Denn nicht jeder ist so verrückt wie ich, der sich einen Class A - Verstärker mit 52 kg Gewicht in die Bude stellt. Tatsächlich hatte ich mir für Kassel überlegt den T+A M 200 anzuschaffen, weil ich ja den DAC 200 habe. Aus verschiedenen Gründen, u.a. aus persönlichen Vorlieben und wegen des erweiterten Frequenzgangs, wurde es dann doch ein S 10 der alten Serie.

Lothar ist jedenfalls sehr überzeugt von der PURIFI-Lösung im Zusammenhang mit dem Hochfrequenz-Schaltnetzteil (300 khz) im Sinustakt. Ein Vergleich mit der HV-Serie wäre jedenfalls mal interessant und kann bestimmt ein T+A-Händler in deiner Nähe organisieren.

Grüße Gabriel
paulchen · „wie paulchen zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von paulchen »

Hallo,
ich habe nun in den letzten drei Tagen den gesamten Thread gelesen. Das ist der HiFi Wahnsinn. Aber geht es da noch um Musik oder nur noch um die Bastelei? Man könnte doch einen Antipodes Streamer kaufen und die gesamte Arbeit hätte sich erledigt.
Gruß Paul
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin Paul,
paulchen hat geschrieben: 04.05.2025, 23:13ich habe nun in den letzten drei Tagen den gesamten Thread gelesen. Das ist der HiFi Wahnsinn.
Das ist ein Wahnsinn, dass du dir das angetan hast. :mrgreen:
Ich fühle mich jedenfalls sehr geehrt.
paulchen hat geschrieben: 04.05.2025, 23:13Man könnte doch einen Antipodes Streamer kaufen und die gesamte Arbeit hätte sich erledigt.
Wo bliebe da der ganze Spaß?

Aber danke für das Stichwort Antipodes. Ich mache natürlich auch Konkurrenzbeobachtung und knöpfe mir jetzt das Spitzenmodell Oladra vor. Das Gehäuße ist wirklich sehr gut gelungen. Der innere Aufbau lässt einige Rückschlüsse zu:

Bild
Quelle: https://www.stereophile.com/content/ant ... rreclocker

Der große blaue Kasten ist das Schaltnetzteil. Die Verkabelung verläuft kreuz und quer und es sind auch einige Flachbandkabel zu sehen. Untergebracht sind zwei Computer mit kleinen Platinen, was ein Upsampling auf zum Beispiel DSD1024 aufgrund der geringen Rechenleistung unmöglich macht. Der zweite Computer ist als rauscharmer Endpunkt schon eine gute Idee. Dann sehen wir die typischen SATA- Kabel mit den Einschubschächten.

Sehen wir uns jetzt "meine Bastelei" an, den fis Audio PC:

Bild

Das ist ein wesentlich aufgeräumteres Design. Unten ist ein hochwertiger DC-ATX-Konverter zu sehen, denn die eigentliche Stromzufuhr kommt von außen und wird mit dem linearen Netzteil FARAD Super10 realisiert. Lineare Netzteile haben gegenüber den Schaltnetzteilen den Vorteil eines deutlich geringeren Ripple noises. Das schont die Kondensatoren und macht sich klanglich positiv bemerkbar. Es sind nur wenige sehr hochwertige und stromstarke Kabel zu sehen. SATA deaktiviere ich, weil der Controller sein eigenes Rauschen hat und es viel bessere Speicher gibt: zum Beispiel Intel Optane M.2 SSDs mit direkter CPU-Anbindung für das Betriebssystem. Die Rechenleistung ist enorm und die CPU wird aufwändig passiv gekühlt. Links ist das passive Kühlungssystem für den AMD Solarflare X2522 10G-Ethernet-Adapter mit direkter CPU-Anbindung zu sehen, der mit LWL (Lichtwellenleiter) arbeitet. Dieser hat dermaßen geringe Latenzen und kaum messbaren Jitter, dass der X2522 Netzwerk Adapter für den Hochfrequenzhandel in Börsen verwendet wurde. Verbaut ist auch ein hochwertiger 32/64GB RAM mit on-die ECC (eingebaute Fehlerkorrektur).

Einen zweiten Computer biete ich auch an: einen besonders rauscharmen NanoPi NEO3, der von einen FARAD Super3 mit ripplefreien Strom versorgt wird.

Bild

Der Oladra G4 kostet übrigens dreimal mehr als der fis Audio PC.

Ich bin jedenfalls mit meiner Lösung sehr zufrieden und höre gern und oft Musik.

Grüße Gabriel
paulchen · „wie paulchen zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von paulchen »

Hallo Gabriel,
herzlichen Dank für die Erläuterungen zu Antipodes und dem fis Audio PC. Sehr informativ sind auch die Beschreibungen der Filter des HQ Players auf der Internetseite von Grigg Audio. Das habe ich in der Ausführlichkeit bisher noch nicht lesen können. Den fis Audio PC konnte ich leider noch nicht hören. Aber ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das will. Nach dem kürzlichen Erwerb eines Antipodes erneut zu wechseln, käme bei meiner Frau gar nicht gut an. Und der häusliche Frieden sollte schon bewahrt bleiben.
Mit freundlichen Grüßen
Paul
h0e · „wie h0e zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von h0e »

Hallo Paul,

ein Vergleich wäre für alle interessant. Von Dir aus nach Kassel zu Gabriel wäre es nicht „so“ weit, da würde sich ein Workshop anbieten. :D
Ich persönlich bin kein Freund der PC Lösungen, weil diese eben recht aufwendig werden. Den FIS Audio PC konnte ich bei Gabriel in Kassel schon hören, das klingt gut. Bis zum K40 hatte ich auch die Antipodes Lösungen gehört und war unter Berücksichtigung des Preisschildes weniger begeistert. Welche Lösung hat bei Dir Einzug gehalten? Evtl. magst Du in Deinem Vorstellungsthread berichten, damit wir Gabriels Thread hier nicht kapern.

Grüsse Jürgen
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin Paul,
paulchen hat geschrieben: 05.05.2025, 10:12Ja, nach Kassel ist es von mir aus nicht so weit. Aber ich dachte, dass Gabriel in Rostock wohnt.
Beides stimmt. Der Hauptwohnsitz mit dem großen Hörraum ist Rostock und in Kassel bin ich in der Zweitwohnung mit dem kleinen Hörraum. Du bist jederzeit gern zu einem Soundcheck eingeladen.

Grüße Gabriel
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