Niko (Kii Three + 18" Ripol)

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ICEbaer62 · „wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“
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„wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“

Beitrag von ICEbaer62 »

Hallo liebe Aktiv-Hoeren User,

ich bin schon länger stiller Mitleser im Forum, jetzt habe ich mich mal bei euch angemeldet. Da ich einen leichten Hang zum Extremen sowie zu Exoten habe komme ich auch hier nicht zu kurz. :mrgreen: Solange es der Geldbeutel zulässt bin ich immer wieder am Optimieren der Anlage. :D

Kurz zu mir:
Ich bin 52 Jahre alt, komme aus der Nähe von Hamburg und höre seit über 30 Jahren mit aktiven Lautsprechern (gehört wird vorwiegend Blues, Jazz, Boogie, Swing Jazz-Rock und auch mal Ambient).

Bei passiven Lautsprechern hatte ich immer den Eindruck das z.B. Applaus irgendwie nach Pommes in der Friteuse klingt. Ich habe es gern extrem dynamisch, spritzig u. druckvoll aber tonal ausgewogen ohne dabei zu nerven (klirrarm). Mein erstes Selbstbauprojekt (1980 in der Jazz-Rock Phase) waren damals zwei 15" Klipsch-Eckhörner die von zwei gebrückten Crown PSA-2 Endstufen angetrieben wurden. :mrgreen:

Später hatte ich dann meine Dipol-Phase, da habe ich dann mit Lautsprechern von Dr. Oskar Heil gehört (ESS Transar 5) und danach zog die Martin Logan CLS II ein, das war ganz nett aber nicht wirklich das was ich suchte (ich vermisste einfach den Punch). Ich war immer auf der Suche nach einem Lautsprecher der high-endig klingt, der aber auch in der Lage war realistische Pegel stressfrei zu erzeugen.

Die meisten mir bekannten Lautsprecher konnten aber nur das eine oder andere, beides war nicht unter einen Hut zu bringen solange es noch bezahlbar bleiben sollte. So kam ich durch Hr. Achenbach auf die Idee zwei SON-B MKII zu bauen, allerdings in der aktiven Version. Fein, Grobdynamik und die Tonalität haben mir bei der aktiven SON-B MKII sehr gut gefallen, als Subwoofer dienten damals noch 4 Ripole die aber pegelmäßig nicht viel anzubieten hatten. So war ich am überlegen was in der Zukunft denn als Subwoofer dienen sollte, die Ripole haben einem die Ohren ganz schön verwöhnt und jetzt musste etwas her das auf dem gleichen Niveau spielte wie die Ripole (Axel Rithaler) spielt, bloß erheblich lauter.

Wie der Zufall es wollte bin ich auf das Niwo-Eckhorn gestoßen, das war genau das was ich suchte, staubtrocken, Tiefgang u. Pegel ohne Ende (bei 1 W 107 dB bei 28 Hz /max. 139 dB bei 28 Hz). :cheers: Bitte versteht mich nicht falsch, das sind nicht meine ständigen Abhörpegel! Aber wenn es mal lauter werden soll, dann aber bitte stressfrei und lässig. Angetrieben werden die Lautsprecher durch eine 6-Kanal ICEpower ASP Series Endstufe (Selbstbau). Verbaut wurden folgende ICEpower Module, 2 x 1000ASP (Bass), 2 x 500,ASP (Mid), 2 x 500A (High).

Ich hatte schon viele gute Amps im Rack, aber was die ICEpower ASP Module an Dynamik anboten war einfach sensationell. In den Höhen auffallend frisch und dynamisch, die Mitten warm wie beim Röhrenamp und der Bass ultra knackig u. sehr druckvoll. Das konnte bisher keiner meiner Amps anbieten.

Jetzige Anlage:
Aktiv-LS: SON-B MK II
Aktiv-Subwoofer: NIWO-ECKHORN
Aktivweiche: Behringer DCX 2496
Vorstufe: Matrix Digital / M2Tech HiFace 2
Endstufen: 6 x ICEpower ASP
Zuspieler: HTPC + DIRAC

Wie man sieht bin ich ein großer Freund der Digitaltechnik. :D Auch der HTPC (Quadcore) ist selbstgestrickt, im lautlosen Streacom Gehäuse.

Gehört wird im 6,30 x 4,75 großen Wohnzimmer, Erstreflexionen wurden mit Decken u. Seitenabsorbern (DIY) erfolgreich eliminiert und um die Raummoden kümmert sich DIRAC Live. Raummessungen führe ich am liebsten mit dem Room EQ Wizard durch.

Das jetzige System spielt in etwa auf dem Niveau vom großen Bohne Audio System:

http://www.bohne-audio.de/wordpress/?page_id=335

Nun bin ich gerade dabei den Flaschenhals Behringer DCX 2496 gegen die DEQX Express auszutauschen. Ich bin jedoch noch nicht zum einrichten gekommen, da mir noch das kalibrierte Mikrofon fehlt, aber dazu später mehr.

Gruß

ICEbaer62
Rudolf · „wie Rudolf zum aktiven Hören kam“
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„wie Rudolf zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Rudolf »

Hallo ICEbaer62 (???),

willkommen bei den aktiven Hörern, zu denen du ja offenkundig schon seit Urzeiten gehörst. Dass wir dich bislang übersehen hatten, ist kaum zu erklären, zumal du ja wirklich über ein interessantes System verfügst.

Wir haben im Forum so einige DEQX-Fans, so dass die Vorstellung der DEQX Express auf reges Interesse stoßen dürfte.

Viele Spaß bei uns
Rudolf
ICEbaer62 · „wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von ICEbaer62 »

Hallo Freunde der gepflegten Akustik,

ich habe mir die Kii Three auf TAD Stands vor ca. 2 Jahren gekauft, weil meine alte Anlage bestehend aus Niwo-Eckhorn und SON B (alles aktiv) für meine Frau ein wenig zu erdrückend im 32 m² Wohnzimmer wirkten.

Naja, was soll ich sagen, die Kii Three klang natürlich ganz nett und macht akustisch deutlich weniger Probleme als meine alte Anlage, aber ihr fehlte es gewaltig an Substanz.

Ich nahm erst mal Kontakt mit Axel Ridthaler auf und fragte ihn, ob es auch Ripol-Chassis gibt, die mehr Output machen als die üblichen Kandidaten.

Er empfahl mir zwei 18“ Chassis mit +/- 22mm linearen Hub, die auch bei +/- 25mm Hub noch unter 10% Klirr blieben.

Ich habe dann auf Verdacht die Chassis und den Bauplan bei Axel bestellt.

Ich entschied mich diese Kombination zu kaufen, weil ich die Erfahrung gemacht habe dass diese Überdimensionierung dazu führt, dass bei normalen Pegeln der Ripol sehr entspannt aufspielt.

Ohne Korrektur geht der Ripol bis 24 Hz mit Korrektur bis ca. 19 Hz.

Ich betreibe den Ripol mit meiner alten DBX 260 Aktivweiche und einer Icepower 500ASP Endstufe.

Die Kii Three laufen nicht über die Aktivweiche, sondern bleiben standalone.

Ja, was soll ich sagen, das war ein Treffer ins Schwarze. Ich habe Bässe noch nie in dieser Qualität gehört und ich habe schon viel gehört, darunter auch diverse Ripole und Basshörner.

Aber dieser 18" Ripol spielt extrem trocken und tief, ich bin fast geneigt schmatzig zu sagen.

Dieser 18" Ripol spielt ganz entspannt auf, wenn meine Kii Three an die akustischen Grenzen kommen dann zittert die „Pappe“ vom Ripol mal gerade.

Mit dieser Kombination bin ich jetzt akustisch sehr zufrieden. Ich kann nur jedem Kii Three User empfehlen seine Kii Three mal mit einem anständigen Ripol zu verheiraten.

Da kann man sich das sündhaft teure BXT-Modul Kii Three Basserweiterung für € 20.000 glatt sparen.
Vermutlich klingt es mit dem 18“ Ripol sogar noch besser.

Das Hören macht jetzt wieder richtig Spaß, die Kii Three klingen jetzt mehr als erwachsen.

Wer in Schleswig-Holstein wohnt, der kann sich gerne die Kombination mal anhören!

Aus rechtlichen Gründen kann ich weder die Chassis nennen, oder den Bauplan veröffentlichen.
Wenn Ihr auch an dem 18“ Ripol interessiert seit, dann setzt euch mit Axel Ridthaler unter axel@ridtahler.de in Verbindung.

Sagt ihm einfach es geht um den 18“ Ripol von Niko, dann weiß er Bescheid.

Ansonsten wünsche ich euch noch besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Gruß
Niko

Ich habe den Beitrag in deinen Vorstellungsthread verschoben, weil hier am besten hinpasst. Grüße, Rudolf
ICEbaer62 · „wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von ICEbaer62 »

Kii Three Update :cheers:

Ich hatte die letzten Tage mal wieder eine dieser „eigentlich nur Kleinigkeiten“ Sessions, die am Ende das komplette Klangbild verändern.
Setup:
Kii Three + Ripol mit 2 x 18 an Icepower 500 ASP, getrennt über DBX DriveRack 260 und Lumin D2 Netzwerkplayer.
Zusätzlich:
Neues Digitalkabel:
Belden 1694A 75 Ohm inkl. CANARE BCJ-RCAP BNC/RCA Adapter, für Kii Controller und Lumin D2.
Ausgangslage:
Eigentlich spielte das System bereits auf sehr hohem Niveau. Trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass im Bassbereich noch ein leichtes „Eigenleben“ vorhanden war. Manche Tracks wirkten minimal fett, leicht holzig oder hatten so ein ganz dezentes Mitsingen im Oberbass. Außerdem war die Wiedergabe extrem direkt, fast schon wie eine Direktschalldusche.
Zusätzlich fiel mir im Hochton immer wieder eine gewisse Körnung bzw. ein leichtes „Krisseln“ auf, besonders bei hohen Pegeln und komplexen Produktionen.
Also angefangen systematisch zu arbeiten:
1. Lautsprecher exakt symmetrisch ausgerichtet
Schon wenige Millimeter machten sich bemerkbar. Phantommitte rastete sauber ein, kein Wandern akustischer Ereignisse mehr.
2. Neues Digitalkabel:
Belden 1694A 75 Ohm inkl. CANARE BCJ-RCAP Adapter
Das brachte überraschend viel Ruhe in die Wiedergabe. Die Höhen wirkten plötzlich geschmeidiger, weniger nervös und deutlich weniger körnig.
Wichtig:
Der große klangliche Durchbruch kam NICHT ausschließlich durchs Kabel. Aber das Belden 1694A inklusive sauberer 75-Ohm-Anpassung über den CANARE BCJ-RCAP war definitiv mitverantwortlich dafür, dass dieses feine Krisseln im Hochtonbereich verschwand.
Der Klang wirkte danach:
ruhiger,
stabiler,
weniger hektisch,
mehr „aus einem Guss“.
3. Hauptmode bei 45,5 Hz behandelt
45,5 Hz / Q 8,4 / –0,5 dB
Das war ein absoluter Schlüsselmoment. Der Bass verlor keinerlei Wucht, wurde aber deutlich trockener, knochiger und entspannter. Das vorher vorhandene leichte Krisseln bzw. die unterschwellige Nervosität verschwanden praktisch komplett.
4. Zweite Mode bei 73 Hz entdeckt
Mit einem kleinen kabellosen Bluetooth-Messaufbau (LEKATO XLR Bluetooth Empfänger + AudioTools Spectrumanalyzer über iPad pro und den Tongenerator über das Handy laufen lassen) fand ich noch eine weitere Mode bei 73 Hz, kurz vor der Übernahmefrequenz von 80 Hz.
73 Hz / Q 8,4 / –0,5 dB
Danach verschwand dieses leicht holzige „Mitsingen“ im Oberbass. Der Bass patscht jetzt richtig, statt tonhaltig nachzuschwingen.
5. Ripol-Kammerresonanz optimiert
Die Kammerresonanz des Ripols bei ~140 Hz hatte ich vorher mit Q 2.633 behandelt. Nach einer kleinen Anpassung auf Q 2.996 rastete plötzlich alles regelrecht ein.
Vorher gab es bei tiefen Stimmen eine minimale Trennung zwischen Kii und Subwoofer. Hallanteile wirkten leicht unterbrochen. Danach klang alles wie aus einem Guss.
6. Kii Three um ca. 1,8° nach hinten geneigt
Das war psychoakustisch extrem interessant.
Vorher:
Maximal direkt, analytisch, teilweise fast „angebeamt“.
Nachher:
Breitbandiger Eindruck, homogener, entspannter, weniger harte S-Laute und deutlich langzeittauglicher. Die Lautsprecher verschwinden jetzt wesentlich stärker akustisch. Besonders bei Klassik und atmosphärischen Produktionen hat die Tiefenstaffelung massiv gewonnen.
Das Spannende:
Die Eingriffe waren objektiv winzig:
–0,5 dB hier,
kleine Q Änderungen dort,
1,8° Neigung,
wenige Millimeter Ausrichtung.
Aber genau diese kleinen Eingriffe an den richtigen Stellen haben das System von:
„beeindruckend“
zu
„stimmig und natürlich“
gebracht.
Aktuell wirkt es teilweise so, als hätten die Lautsprecher mit dem Klanggeschehen überhaupt nichts mehr zu tun. Besonders bei guten Aufnahmen entsteht eher ein zusammenhängendes Schallfeld als das Gefühl, zwei Lautsprecher zu hören.
Vielleicht für den einen oder anderen interessant:
Die größten Fortschritte kamen nicht durch neue Hardware, sondern durch präzise Geometrie, Modenkontrolle, saubere Signalführung und Feintuning der Integration.

Liebe Grüße

Niko
gregor · „wie gregor zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von gregor »

ICEbaer62 hat geschrieben: 06.05.2026, 14:39 Aktuell wirkt es teilweise so, als hätten die Lautsprecher mit dem Klanggeschehen überhaupt nichts mehr zu tun. Besonders bei guten Aufnahmen entsteht eher ein zusammenhängendes Schallfeld als das Gefühl, zwei Lautsprecher zu hören.
Vielleicht für den einen oder anderen interessant:
Die größten Fortschritte kamen nicht durch neue Hardware, sondern durch präzise Geometrie, Modenkontrolle, saubere Signalführung und Feintuning der Integration.
Hallo Niko,

nachdem ich fast alles toll finde, was Bruno Putzeys anfasst, lese ich mit Freude für Dich, dass ein paar kleine Änderungen noch solche Verbesserungen bringen konnten.
Du hast in der Zusammenfassung eigentlich alles gesagt!
Dabei wundert es mich nicht, dass ausgerechnet ein Digitalkabel so positive Auswirkungen hatte. Alle guten 75 Ohm SPDIF-Kabel, die ich je probiert habe, waren mit Canare Steckern gecrimpt.
Und ja, das gute, alte Lautsprecherrücken kann durch nichts ersetzt werden!

Wünsche Dir viele entspannte Hörstunden!
Beste Grüße
gregor
ICEbaer62 · „wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von ICEbaer62 »

Hallo zusammen,

ich möchte einmal die Erfahrungen derjenigen anzapfen, die sich intensiv mit Streamern, Netzwerkplayern, DACs und digitalen Quellen beschäftigt haben.

Meine aktuelle Kette besteht aus:

Kii Three
Kii Control
2 × 18" Ripol als Bassunterstützung
Lumin D2 als Streamer, DAC und Lautstärkeregelung

Mit Dynamik, Pegelfestigkeit, Bassqualität, Räumlichkeit und allgemeiner Auflösung bin ich ausgesprochen zufrieden. Die Kii spielt bei mir in diesen Disziplinen auf sehr hohem Niveau.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass noch etwas fehlt.

Am ehesten würde ich es als fehlende Trägheitslosigkeit im Sound beschreiben.

Ich suche nicht mehr Bass, mehr Bühne oder mehr Detailfülle im klassischen HiFi-Sinn, sondern mehr Mikrostruktur, Textur und Feinzeichnung innerhalb eines Tons.

Beispiele dafür wären:

das Flirren einer Gitarrensaite
die Entstehung eines Tons
feinste Obertonmodulationen
das Aufbrechen einer Stimme im ersten Moment der Tonbildung
mehr "Tongewebe" und innere Lebendigkeit
mehr Mikrostuktur/Textur

Es geht also weniger um spektakuläre HiFi-Effekte als um die Frage, wie glaubwürdig und lebendig akustische Instrumente dargestellt werden.

Da mein Lumin D2 mittlerweile aus dem Jahr 2017 stammt und noch auf Wolfson WM8741 DACs basiert, frage ich mich, ob hier möglicherweise noch Potenzial liegt. Der D2 ist keineswegs schlecht, aber die Digitaltechnik hat sich seitdem durchaus weiterentwickelt.

Wichtig:
Ein möglicher Nachfolger muss zwingend über analoge XLR-Ausgänge verfügen, da darüber die Anbindung meiner Ripole erfolgt. Reine Digitaltransporte oder Geräte ohne analoge XLR-Ausgänge scheiden daher leider aus.

Ob es sich dabei um einen Streamer, Netzwerkplayer oder DAC mit integrierter Streamingfunktion handelt, ist für mich zweitrangig.

Mich würden insbesondere Erfahrungen von Hörern interessieren, die einen ähnlichen Fokus haben und weniger auf spektakuläre HiFi-Effekte achten, sondern auf Mikrostruktur, Textur, Obertonreichtum und subjektive Trägheitslosigkeit der Wiedergabe.

Habt ihr in diesem Bereich durch einen Streamer-, Netzwerkplayer- oder DAC-Wechsel signifikante Fortschritte erzielt?

Falls ja:

Welche Geräte habt ihr verglichen?
Was hat sich konkret verändert?
Welche Geräte würdet ihr in dieser Disziplin als außergewöhnlich einstufen?

Viele Grüße
Niko
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

ICEbaer62 hat geschrieben: 20.06.2026, 20:45Kii Three
Kii Control
Am ehesten würde ich es als fehlende Trägheitslosigkeit im Sound beschreiben.
Hallo Niko,
du solltest nicht ausschließen, dass die Kii Three genau das vermissen lässt, was du beschrieben hast, denn es deckt sich mit meinem Eindruck der zitierten Kombi
Grüße
Hans-Martin
StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin Niko,

um dir Tipps geben zu können, müssen wir erstmal deine Schaltungstopologie verstehen.
ICEbaer62 hat geschrieben: 20.06.2026, 20:45 Kii Three
Kii Control
2 × 18" Ripol als Bassunterstützung
Lumin D2 als Streamer, DAC und Lautstärkeregelung
Korrigiere mich bitte, wenn ich deine Anschlüsse nicht richtig wiedergebe:
- Über den Lumin D2 streamst du und die Musikfiles werden per USB an deinen Kii Control weitergeleitet
- Der Kii Control arbeitet als Lautstärkeregeler und DAC und nimmt bis zu 384 kHz/24 Bit und DSD 128 entgegen und ist per RJ-45-Netzwerkkabel mit der Masterbox verbunden, von dort geht es ebenfalls per Netzwerkkabel zur Slave-Box
- In jedem Chassis der Kii Three ist ein separater D/A-Wandler (24 Bit/192 kHz und DSD) vorhanden. Die Kii-Three setzt auf internes Reclocking des eingehenden Signals.
- Die Anbindung deiner Ripole erfolgt separat über Lumin D2 mit XLR, d. h. hier übernehmen die Wolfson WM8741 DAC-Chips.

Wenn ich richtig liege, erhalten deine Ripole über einen anderen DAC das analoge Signal als deine Kii Three. Mir ist nicht klar, wie Kii Control und Kii Three zusammen arbeiten. Denn beide haben einen DAC. Ich vermute, Kii Control gibt das Signal digital weiter (was für RJ-45 spricht) und im Kii Three erfolgt erst die Wandlung in Analog.

Egal welchen neuen Streamer und DAC du nimmst, es könnte sich immer eine gewisse Drift bei der Digital-zu-Analog-Wandlung ergeben, weil immer zwei unterschiedliche DACs (evtl. noch DSP im Kii Control) im Spiel sind. Insofern ist deine Situation schon recht speziell und schlecht vergleichbar mit anderen Setups.

Bevor du in einen anderen Streamer/DAC investierst, würde ich versuchen mit einem DAC zu arbeiten. Deine Kii Three kannst du direkt mit dem Lumin D2 per SPDIF verbinden. Die Lautstärkeregelung machst du dann über den Lumin. Der Kii Control*) wäre damit aus dem Spiel.

Grüße Gabriel

*) Nachtrag: kleiner Denkfehler - es sind trotzdem noch zwei DACs im Spiel: im Kii Three und im Lumin D2 für die Ripole. Aber vielleicht bringt es schon etwas, wenn ein digitales Gerät weniger im Spiel ist.
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

HKii Control und Kii Threello,
für mich ist schwer vorstellbar, wie man die analogen Trimmer "Boundary Control" und "Contour" praktisch umsetzen kann, ohne dass das in digital umgesetzt würde. Das scheint mir aber zu kompliziert, und da die meisten Class-D-Endstufen analoge Eingänge haben, wird der digitale Eingang erst durch DSP, dann Dac, dann analog durch diese Filter in die Endstufen laufen, während der analoge Eingang noch einen zusätzlichen adc durchläuft.
Die Möglichkeit, mit vollem, unabgeschwächten digitalem Level digital in den Controller zu gehen, würde ich höher einstufen als andere Möglichkeiten.
Grüße
Hans-Martin
ICEbaer62 · „wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von ICEbaer62 »

StreamFidelity hat geschrieben: 20.06.2026, 22:38 Moin Niko,

um dir Tipps geben zu können, müssen wir erstmal deine Schaltungstopologie verstehen.
ICEbaer62 hat geschrieben: 20.06.2026, 20:45 Kii Three
Kii Control
2 × 18" Ripol als Bassunterstützung
Lumin D2 als Streamer, DAC und Lautstärkeregelung
Korrigiere mich bitte, wenn ich deine Anschlüsse nicht richtig wiedergebe:
- Über den Lumin D2 streamst du und die Musikfiles werden per USB an deinen Kii Control weitergeleitet
- Der Kii Control arbeitet als Lautstärkeregeler und DAC und nimmt bis zu 384 kHz/24 Bit und DSD 128 entgegen und ist per RJ-45-Netzwerkkabel mit der Masterbox verbunden, von dort geht es ebenfalls per Netzwerkkabel zur Slave-Box
- In jedem Chassis der Kii Three ist ein separater D/A-Wandler (24 Bit/192 kHz und DSD) vorhanden. Die Kii-Three setzt auf internes Reclocking des eingehenden Signals.
- Die Anbindung deiner Ripole erfolgt separat über Lumin D2 mit XLR, d. h. hier übernehmen die Wolfson WM8741 DAC-Chips.

Wenn ich richtig liege, erhalten deine Ripole über einen anderen DAC das analoge Signal als deine Kii Three. Mir ist nicht klar, wie Kii Control und Kii Three zusammen arbeiten. Denn beide haben einen DAC. Ich vermute, Kii Control gibt das Signal digital weiter (was für RJ-45 spricht) und im Kii Three erfolgt erst die Wandlung in Analog.

Egal welchen neuen Streamer und DAC du nimmst, es könnte sich immer eine gewisse Drift bei der Digital-zu-Analog-Wandlung ergeben, weil immer zwei unterschiedliche DACs (evtl. noch DSP im Kii Control) im Spiel sind. Insofern ist deine Situation schon recht speziell und schlecht vergleichbar mit anderen Setups.

Bevor du in einen anderen Streamer/DAC investierst, würde ich versuchen mit einem DAC zu arbeiten. Deine Kii Three kannst du direkt mit dem Lumin D2 per SPDIF verbinden. Die Lautstärkeregelung machst du dann über den Lumin. Der Kii Control*) wäre damit aus dem Spiel.

Grüße Gabriel

*) Nachtrag: kleiner Denkfehler - es sind trotzdem noch zwei DACs im Spiel: im Kii Three und im Lumin D2 für die Ripole. Aber vielleicht bringt es schon etwas, wenn ein digitales Gerät weniger im Spiel ist.
Hallo Gabriel,

im Grundsatz hast du den Aufbau richtig verstanden, allerdings gibt es einen wichtigen Punkt: Der Kii Control arbeitet meines Wissens nicht als DAC. Er fungiert als Eingangsumschalter, Lautstärkeregler und Steuereinheit. Das Signal bleibt bis in die Kii Three hinein digital.



Der Signalweg sieht aktuell folgendermaßen aus:

NUC mit Asset UPnP → Lumin D2 → BNC → Kii Control → Kii Three Master → Kii Three Slave.

Die Verbindung vom Kii Control zur Masterbox und von dort zur Slavebox erfolgt über die bekannten RJ45-Kabel. Die eigentliche D/A-Wandlung findet erst innerhalb der Kii Three statt, wo DSP, DACs und Endstufen integriert sind.

Die Ripole laufen parallel dazu über die analogen XLR-Ausgänge des Lumin D2. Von dort geht es in ein DBX DriveRack zur Trennung, Pegelanpassung und Laufzeitkorrektur und anschließend über eine Icepower ASP500 Endstufe an die beiden 18"-Ripole.

Insofern hast du mit einer Sache völlig recht: In meiner Anlage arbeiten tatsächlich zwei unterschiedliche DAC-Welten. Die Kii Three nutzen ihre internen DACs, während die Ripole über die Wolfson WM8741 DACs des Lumin D2 versorgt werden.

Eine zeitliche Drift zwischen Kii und Ripolen sehe ich allerdings nicht als Problem, da die Laufzeiten über das DriveRack exakt eingemessen und korrigiert wurden.

Den Kii Control komplett aus dem Signalweg zu nehmen und die Kii direkt per SPDIF vom Lumin zu versorgen, habe ich bislang nicht verfolgt. Der Kii Control bietet für mich einige praktische Funktionen und ich bin auch nicht sicher, ob das klanglich überhaupt einen Vorteil bringen würde.

Meine eigentliche Fragestellung zielt daher eher darauf ab, ob der mittlerweile doch schon etwas betagte Lumin D2 in Bezug auf Mikrostruktur, Textur und subjektive Trägheitslosigkeit noch das Optimum für eine Kii Three darstellt oder ob moderne Streamer bzw. Netzwerkplayer hier hörbar weiter sind.

Viele Grüße
Niko
ICEbaer62 · „wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“
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Wohnort: Nähe Hamburg
„wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“

Beitrag von ICEbaer62 »

Hans-Martin hat geschrieben: 20.06.2026, 21:19
ICEbaer62 hat geschrieben: 20.06.2026, 20:45Kii Three
Kii Control
Am ehesten würde ich es als fehlende Trägheitslosigkeit im Sound beschreiben.
Hallo Niko,
du solltest nicht ausschließen, dass die Kii Three genau das vermissen lässt, was du beschrieben hast, denn es deckt sich mit meinem Eindruck der zitierten Kombi
Grüße
Hans-Martin
Hallo Hans-Martin,
ein bisschen hege ich auch den Verdacht. :(

Gruß
Niko
ICEbaer62 · „wie ICEbaer62 zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von ICEbaer62 »

Ich bin mit der Integration der Kii Three und meiner 18"-Ripole ausgesprochen zufrieden. Die Abstimmung hat einige Zeit in Anspruch genommen, ist inzwischen aber sehr präzise gelungen.

Die Kii Three spielen weiterhin im Vollbereich. Die Ripole dienen nicht dazu, möglichst viel Bass zu erzeugen, sondern den Tiefbassbereich in Bezug auf Struktur, Impulsverhalten und Klangfarben zu ergänzen.

Die Anbindung erfolgt über die analogen XLR-Ausgänge des Lumin D2. Über ein DBX DriveRack werden Trennfrequenz, Pegel und Laufzeiten angepasst. Anschließend werden die Ripole von einer Icepower ASP500 Endstufe angetrieben.

Das Ergebnis klingt ausgesprochen homogen. Die Ripole sind nicht als separate Schallquelle wahrnehmbar und fügen sich nahtlos in das Gesamtbild ein.

Besonders bemerkenswert finde ich, dass die Kombination sowohl bei sehr leisen als auch bei hohen Lautstärken gleichermaßen überzeugend spielt. Der Bass reicht extrem tief hinunter, bleibt dabei aber staubtrocken, präzise und frei von jeglichem Aufdicken oder Nachschwingen.

Ich habe auch nie das Bedürfnis, an irgendwelchen Reglern fummeln zu müssen.

Subjektiv gewinnt die Wiedergabe nicht nur im Tiefbass, sondern auch an Klangfarben, Autorität, Tiefe, Struktur und Natürlichkeit. Deshalb betrachte ich die Ripole inzwischen nicht mehr als Subwoofer im klassischen Sinn, sondern als festen Bestandteil des Gesamtsystems.

Gruß

Niko
music is my escape · „wie music is my escape zum aktiven Hören kam“
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„wie music is my escape zum aktiven Hören kam“

Beitrag von music is my escape »

ICEbaer62 hat geschrieben: 20.06.2026, 23:52
Hans-Martin hat geschrieben: 20.06.2026, 21:19
ICEbaer62 hat geschrieben: 20.06.2026, 20:45Kii Three
Kii Control
Am ehesten würde ich es als fehlende Trägheitslosigkeit im Sound beschreiben.
Hallo Niko,
du solltest nicht ausschließen, dass die Kii Three genau das vermissen lässt, was du beschrieben hast, denn es deckt sich mit meinem Eindruck der zitierten Kombi
Grüße
Hans-Martin
Hallo Hans-Martin,
ein bisschen hege ich auch den Verdacht. :(

Gruß
Niko
Hallo Niko,

Um diesen "worst case" ausschließen zu können, würde ich an Deiner Stelle eine möglichst simple Testkonfiguration zusammenstellen, bestehend lediglich aus einem guten Renderer (leihweise?) und den beiden LSP.

Zudem mag ich zu bedenken geben, dass die Kii ebenso wie die meisten anderen LSP mit integriertem DSP, ClassD und leistungsstarkem SNT besonders sensibel bzgl. der Stromqualität agieren. Je nachdem, wie Du diesbezüglich versorgungstechnisch aktuell aufgestellt bist, könnten ein, zwei gezielte Maßnahmen geradezu eine Offenbarung darstellen, besonders in den von Dir bislang etwas vermissten Bereichen. Etwaige Störungen verdecken und verschleiern und beschweren oftmals gerade das, worauf es in der Musik ankommt.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas
:D
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