Was wir zur Zeit hören
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Hallo,alcedo hat geschrieben: 04.11.2024, 21:04 Beispielsweise mit dieser hier, auf der u.a. die Choral-Fantasia über ‘Wachet Auf, Ruft Uns Die Stimme’ Op. 52 enthalten ist.
Wachet auf, ruft uns die Stimme ist einer meiner All-time-Favourites, kommt bei mir bei Max Reger an zweiter Stelle. Platz eins belegt bei mir Phantasie und Fuge über den Namen BACH op. 46

https://vinyl.bertelsmann.com/de/record ... 972&page=5
Diese alte Aufnahme begleitet mich schon seit fast 50 Jahren... Gelegentlich genieße ich lokal das Werk live, zufällig kenne ich einen Klavierlehrer und Organisten, der auch dieses Stück gern aufführt. Nachdem ich das Innenleben seines Ah***rn Orgellautsprechers enttarnte, hat er sich 4 Stück als Kopie gefertigt, die fortan seinen privaten Konzertsaal beschallten. Da bekommt man eine Lautstärke, wie sie im Kirchenschiff doch nicht erreichbar ist. An manchen Passagen Gänsehaut...
Grüße
Hans-Martin
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Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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Hallo Hans-Martin,
ganz herzlichen Dank für den Hinweis auf diese LP.
Viele Grüße
Jochen
ganz herzlichen Dank für den Hinweis auf diese LP.
Viele Grüße
Jochen
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musikgeniesser · „wie musikgeniesser zum aktiven Hören kam“
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Moin Hans-Martin,
moin Forenten,
da
natürlich nicht fehlen. Anderes Genre, klar, aber wo es eben hinpasst.
Danke und Gruß
Peter
moin Forenten,
da
darfHans-Martin hat geschrieben: 05.11.2024, 00:09 Wachet auf, ruft uns die Stimme ist einer meiner All-time-Favourites, kommt bei mir bei Max Reger an zweiter Stelle.
natürlich nicht fehlen. Anderes Genre, klar, aber wo es eben hinpasst.
Danke und Gruß
Peter
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Bajano · „wie Bajano zum aktiven Hören kam“
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Hallo zusammen,
2017 feierte das Jazzlabel ACT Jubiläum. 25 Jahre war es her, dass Siggi Loch die Plattenfirma in Hamburg gründete. Zu diesem Anlass wurde in wechselnder Allstar-Besetzung das Album Twenty Five Magic Years-The Jubilee Album mit vielen spannenden und damals teilweise noch unveröffentlichten Tracks aufgenommen.


Ein sehr abwechslungsreiches Album, das ausgezeichnet aufgenommen wurde!
Viel Hörspaß,
Oliver
2017 feierte das Jazzlabel ACT Jubiläum. 25 Jahre war es her, dass Siggi Loch die Plattenfirma in Hamburg gründete. Zu diesem Anlass wurde in wechselnder Allstar-Besetzung das Album Twenty Five Magic Years-The Jubilee Album mit vielen spannenden und damals teilweise noch unveröffentlichten Tracks aufgenommen.


Ein sehr abwechslungsreiches Album, das ausgezeichnet aufgenommen wurde!
Viel Hörspaß,
Oliver
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SirMartin · „wie SirMartin zum aktiven Hören kam“
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Hallo zusammen,
Ich höre mir gerade dieses Album an und ich muss sagen, das ich ziemlich begeistert bin!
VG
Martin
Ich höre mir gerade dieses Album an und ich muss sagen, das ich ziemlich begeistert bin!
VG
Martin
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Bajano · „wie Bajano zum aktiven Hören kam“
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Hallöchen,
bei mir läuft seit einigen Tagen immer mal wieder ein wirklich toller Sampler von ACT aus 2022:


Sehr abwechslungsreich, bestens abgemischt und oftmals auch musikalisch emotional.
https://www.jpc.de/jpcng/jazz/detail/- ... m/10834621
Neben vielen bekannten Interpretinnen sind für mich auch ein paar interessante neue „Perlen“ dabei. Das Album sollte sowohl bei Qobuz als auch bei Tidal verfügbar sein.
Viel Hörspaß,
Oliver
bei mir läuft seit einigen Tagen immer mal wieder ein wirklich toller Sampler von ACT aus 2022:


Sehr abwechslungsreich, bestens abgemischt und oftmals auch musikalisch emotional.
https://www.jpc.de/jpcng/jazz/detail/- ... m/10834621
Neben vielen bekannten Interpretinnen sind für mich auch ein paar interessante neue „Perlen“ dabei. Das Album sollte sowohl bei Qobuz als auch bei Tidal verfügbar sein.
Viel Hörspaß,
Oliver
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alcedo · „wie alcedo zum aktiven Hören kam“
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Guten Abend,
beim Stöbern in meinem alten Plattenschrank fand ich kürzlich ein Album mit 3 Klaviersonaten von Beethoven, eingespielt vom tschechischen Pianisten Josef Bulva, dass ich vor knapp 50 Jahren (!) immer wieder gehört hatte. Aber ich wusste nicht mehr, warum.

Also: kurzerhand gewaschen und ab auf den Plattenteller.
Nun, dass ich die Platte oft abgespielt habe, hört man. Aber man hört noch mehr. So hat mich Bulvas Spiel der stattsam bekannten Mondscheinsonate direkt wieder fasziniert. Vor meinem geistigen Auge lässt er kein romatisches Bild entstehen, sondern ich bleibe aufmerksam bei seinem Spiel, sehe ihm quasi auf seine Finger - natürliches Spiel ohne Extravaganzen. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1975. Dazu sollte man wissen, dass Bulva kurz vorher (1971) durch einen schweren Bergunfall mit über fünfzig Knochenbrüchen seine Konzerttätigkeit abrupt unterbrechen musste. Nach fast einjährigem Krankenhausaufenthalt fing er wieder an zu konzertieren [wikipedia].
In wikipedia findet sich auch diese Anmerkung: "Bulva wurde von der internationalen Fachwelt gefeiert. Trotz seines Erfolges zog sich Bulva in den folgenden Jahren zunehmend aus der Konzerttätigkeit zurück." Zeugnis seiner verfeinerten Spielweise findet sich in diesem Album aus dem Jahre 1990:

Und dann passiert das nächste Unglück: 1996 stürzte er auf eisglatter Straße und verletzte sich an unter dem Schnee verborgenen Glasscherben einer Bierflasche. Dabei wurde seine linke Hand vermeintlich irreparabel geschädigt. Seine pianistische Karriere galt damit als beendet. Er zog sich nach Monaco zurück, um sich einen neuen Lebensinhalt aufzubauen. Beruflich und finanziell engagierte sich Bulva dort sehr erfolgreich als Finanzinvestor - kein üblicher Karriereschritt.
wikipedia weiter: Bulva unterzog sich etlichen Operationen und trainierte täglich die Bewegungsfähigkeit seiner Hand. Nach jahrelanger Heilungsphase konnte die Spielfähigkeit der Hand wiederhergestellt werden. 2010 kehrte Bulva nach seiner langjährigen Abwesenheit in die Konzertsäle zurück.
Und das Ergebnis ist dieses Album aus 2010:

Man höre sich ruhig mal im direkten Vergleich den 2. oder 3. Satz der Mondscheinsonate an.
Ich jedenfalls bin begeistert.
Viele Grüße
Jörg
beim Stöbern in meinem alten Plattenschrank fand ich kürzlich ein Album mit 3 Klaviersonaten von Beethoven, eingespielt vom tschechischen Pianisten Josef Bulva, dass ich vor knapp 50 Jahren (!) immer wieder gehört hatte. Aber ich wusste nicht mehr, warum.

Also: kurzerhand gewaschen und ab auf den Plattenteller.
Nun, dass ich die Platte oft abgespielt habe, hört man. Aber man hört noch mehr. So hat mich Bulvas Spiel der stattsam bekannten Mondscheinsonate direkt wieder fasziniert. Vor meinem geistigen Auge lässt er kein romatisches Bild entstehen, sondern ich bleibe aufmerksam bei seinem Spiel, sehe ihm quasi auf seine Finger - natürliches Spiel ohne Extravaganzen. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1975. Dazu sollte man wissen, dass Bulva kurz vorher (1971) durch einen schweren Bergunfall mit über fünfzig Knochenbrüchen seine Konzerttätigkeit abrupt unterbrechen musste. Nach fast einjährigem Krankenhausaufenthalt fing er wieder an zu konzertieren [wikipedia].
In wikipedia findet sich auch diese Anmerkung: "Bulva wurde von der internationalen Fachwelt gefeiert. Trotz seines Erfolges zog sich Bulva in den folgenden Jahren zunehmend aus der Konzerttätigkeit zurück." Zeugnis seiner verfeinerten Spielweise findet sich in diesem Album aus dem Jahre 1990:

Und dann passiert das nächste Unglück: 1996 stürzte er auf eisglatter Straße und verletzte sich an unter dem Schnee verborgenen Glasscherben einer Bierflasche. Dabei wurde seine linke Hand vermeintlich irreparabel geschädigt. Seine pianistische Karriere galt damit als beendet. Er zog sich nach Monaco zurück, um sich einen neuen Lebensinhalt aufzubauen. Beruflich und finanziell engagierte sich Bulva dort sehr erfolgreich als Finanzinvestor - kein üblicher Karriereschritt.
wikipedia weiter: Bulva unterzog sich etlichen Operationen und trainierte täglich die Bewegungsfähigkeit seiner Hand. Nach jahrelanger Heilungsphase konnte die Spielfähigkeit der Hand wiederhergestellt werden. 2010 kehrte Bulva nach seiner langjährigen Abwesenheit in die Konzertsäle zurück.
Und das Ergebnis ist dieses Album aus 2010:

Man höre sich ruhig mal im direkten Vergleich den 2. oder 3. Satz der Mondscheinsonate an.
Ich jedenfalls bin begeistert.
Viele Grüße
Jörg
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Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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Hallo Jörg,
wie sich doch die Bilder gleichen.
Als ich deinen Beitrag las, kam mir gleich https://de.wikipedia.org/wiki/Leon_Fleisher in den Sinn (oh, ich sehe gerade, dass der schon einige Jahre nicht mehr auf Erden weilt). Der hatte bezogen auf die Pianistenhände ein ähnliches Schicksal - und das ebenso gemeistert.
Kleine Story nebenbei: Ich mag seine Einspielungen der Klavierkonzerte von Beethoven sehr. Endlich hatte ich dann die LP-Kassette bekommen. Und prompt fiel mir eine LP aus der Hand. Schrammte beim Versuch, das Malheur zu verhindern, über den Schrankschlüssel und nahm eine tiefe Schramme mit. Grummel...
Viele Grüße
Jochen
Jochen
wie sich doch die Bilder gleichen.
Als ich deinen Beitrag las, kam mir gleich https://de.wikipedia.org/wiki/Leon_Fleisher in den Sinn (oh, ich sehe gerade, dass der schon einige Jahre nicht mehr auf Erden weilt). Der hatte bezogen auf die Pianistenhände ein ähnliches Schicksal - und das ebenso gemeistert.
Kleine Story nebenbei: Ich mag seine Einspielungen der Klavierkonzerte von Beethoven sehr. Endlich hatte ich dann die LP-Kassette bekommen. Und prompt fiel mir eine LP aus der Hand. Schrammte beim Versuch, das Malheur zu verhindern, über den Schrankschlüssel und nahm eine tiefe Schramme mit. Grummel...
Viele Grüße
Jochen
Jochen
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Horse Tea · „wie Horse Tea zum aktiven Hören kam“
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Liebe Musikfreunde,
zur Zeit gibt es in der ARD Mediathek einen sehenswerten und kurzweiligen Film über die Entstehung von J.S. Bachs Weihnachtsoratorium (https://www.ardmediathek.de/film/Y3JpZD ... HN3dW5kZXI ). Ich nehme das zum Anlass, um auf zwei der kreativsten heutigen Interpreten von Barockmusik hinzuweisen. Da ist die Sopranistin Miriam Feuersinger zu nennen, die im Film Arien der Ehefrau Anna Magdalena singt und die im AH-Forum bereits einen eigenen Faden bekommen hat (viewtopic.php?p=217165&hilit=Feuersinger#p217165). Außerdem hat die viel zu wenig bekannte Elina Albach die Filmemacher beraten, die ich mit Ihrem Ensemble Continuum schon einmal kurz erwähnt hatte (search.php?keywords=Albach). Vielleicht reizt der Film sich mehr mit ihr zu beschäftigen.
Frohe Weihnachten
Horst-Dieter
zur Zeit gibt es in der ARD Mediathek einen sehenswerten und kurzweiligen Film über die Entstehung von J.S. Bachs Weihnachtsoratorium (https://www.ardmediathek.de/film/Y3JpZD ... HN3dW5kZXI ). Ich nehme das zum Anlass, um auf zwei der kreativsten heutigen Interpreten von Barockmusik hinzuweisen. Da ist die Sopranistin Miriam Feuersinger zu nennen, die im Film Arien der Ehefrau Anna Magdalena singt und die im AH-Forum bereits einen eigenen Faden bekommen hat (viewtopic.php?p=217165&hilit=Feuersinger#p217165). Außerdem hat die viel zu wenig bekannte Elina Albach die Filmemacher beraten, die ich mit Ihrem Ensemble Continuum schon einmal kurz erwähnt hatte (search.php?keywords=Albach). Vielleicht reizt der Film sich mehr mit ihr zu beschäftigen.
Frohe Weihnachten
Horst-Dieter
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Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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Hallo Horst-Dieter,
Herzlichen Dank für den Hinweis.
Viele Grüße
Jochen
Herzlichen Dank für den Hinweis.
Viele Grüße
Jochen
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alcedo · „wie alcedo zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
nachdem ich einige Aufnahmen von Josef Bulva (siehe oben) verhört habe, habe ich mich in meinem alten Plattenregal nach weiteren Beethoven Klaviersonaten umgeschaut und bin dann bei Rudolf Serkin mit einer Aufnahme aus 1963 hängengeblieben. Recht interessant. Hat er vielleicht später noch einmal einige Sonaten eingespielt? Und siehe da: ja, da ist doch 2023 tatsächlich noch ein Album mit der Waldstein und der Appassionata auf den Markt gekommen.

Anlässlich des 120. Geburtstages von Rudolf Serkin veröffentlichte die DGG erstmals Serkins letzte Beethoven-Aufnahmen (1986 bzw. 1989 aufgenommen). Serkins Tochter Judith Serkin hatte der Veröffentlichung 32 Jahre nach seinem Tod zugestimmt.
Eine spannende Aufnahme eines alterfahrenen Pianisten!
Sein Spiel hat mich so fasziniert, dass ich nach weiteren Aufnahmen in meinem Bestand geschaut habe. Da ich gerade die Abbado-Biographie gelesen habe, stachen mir einige Klavierkonzerte von Mozart unter Abbado und Serkin ins Auge - insbesondere das berühmte 20. Klavierkonzert K.466. Der Klang war leider sehr bescheiden (eine miserable MP3-Aufnahme - ich wusste gar nicht mehr, dass ich so etwas besitze 😊). Schade! Also weitergesucht: mit Abbado gibt es noch die herausragende Aufnahme mit Gulda und den Wienern und - mit Martha Argerich. Die kannte ich noch nicht.

Wow - das gefällt mir sehr gut. Daraufhin einige Artikel darüber gelesen - und geärgert. Warum wollen im 20. KK immer so viele Menschen den Don Giovanni heraushören? Das ist sicherlich ein interessanter Aspekt und beim ersten Mal auch spannend (ich meine mich zu erinnern, dass Zacharias bei seiner Aufnahme unter David Zinman im 3. Satz sogar ein Tonband-Schnipsel aus Don Giovanni hat einspielen lassen?) - aber immer wieder? Hier spielen zwei sich blind verstehende Musiker einfach wunderbar zusammen. Und das ist klasse. Voller Leichtigkeit und selbstverständlich, ohne großes Herumphilosophieren. Wenn man dann noch bedenkt, dass Abbado von seiner Krankheit schon schwer gezeichnet war (er starb keine 10 Monate später), dann habe ich größten Respekt vor diesem Auftritt!
Beste Grüße,
Jörg (der sich für 2025 vorgenommen, etwas kürzer zu treten)
nachdem ich einige Aufnahmen von Josef Bulva (siehe oben) verhört habe, habe ich mich in meinem alten Plattenregal nach weiteren Beethoven Klaviersonaten umgeschaut und bin dann bei Rudolf Serkin mit einer Aufnahme aus 1963 hängengeblieben. Recht interessant. Hat er vielleicht später noch einmal einige Sonaten eingespielt? Und siehe da: ja, da ist doch 2023 tatsächlich noch ein Album mit der Waldstein und der Appassionata auf den Markt gekommen.

Anlässlich des 120. Geburtstages von Rudolf Serkin veröffentlichte die DGG erstmals Serkins letzte Beethoven-Aufnahmen (1986 bzw. 1989 aufgenommen). Serkins Tochter Judith Serkin hatte der Veröffentlichung 32 Jahre nach seinem Tod zugestimmt.
Eine spannende Aufnahme eines alterfahrenen Pianisten!
Sein Spiel hat mich so fasziniert, dass ich nach weiteren Aufnahmen in meinem Bestand geschaut habe. Da ich gerade die Abbado-Biographie gelesen habe, stachen mir einige Klavierkonzerte von Mozart unter Abbado und Serkin ins Auge - insbesondere das berühmte 20. Klavierkonzert K.466. Der Klang war leider sehr bescheiden (eine miserable MP3-Aufnahme - ich wusste gar nicht mehr, dass ich so etwas besitze 😊). Schade! Also weitergesucht: mit Abbado gibt es noch die herausragende Aufnahme mit Gulda und den Wienern und - mit Martha Argerich. Die kannte ich noch nicht.

Wow - das gefällt mir sehr gut. Daraufhin einige Artikel darüber gelesen - und geärgert. Warum wollen im 20. KK immer so viele Menschen den Don Giovanni heraushören? Das ist sicherlich ein interessanter Aspekt und beim ersten Mal auch spannend (ich meine mich zu erinnern, dass Zacharias bei seiner Aufnahme unter David Zinman im 3. Satz sogar ein Tonband-Schnipsel aus Don Giovanni hat einspielen lassen?) - aber immer wieder? Hier spielen zwei sich blind verstehende Musiker einfach wunderbar zusammen. Und das ist klasse. Voller Leichtigkeit und selbstverständlich, ohne großes Herumphilosophieren. Wenn man dann noch bedenkt, dass Abbado von seiner Krankheit schon schwer gezeichnet war (er starb keine 10 Monate später), dann habe ich größten Respekt vor diesem Auftritt!
Beste Grüße,
Jörg (der sich für 2025 vorgenommen, etwas kürzer zu treten)
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hkampen · „wie hkampen zum aktiven Hören kam“
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- Registriert: 11.02.2018
- Wohnort: Köln
- „wie hkampen zum aktiven Hören kam“
Hallo Jörg,
das Argerich-Album habe ich meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt.
Viele Grüße
Harald
das Argerich-Album habe ich meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt.
Viele Grüße
Harald
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Horse Tea · „wie Horse Tea zum aktiven Hören kam“
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- „wie Horse Tea zum aktiven Hören kam“
Hallo Jörg,
am 21.12.24 gab es in der DCH das KV 466 gespielt von Leif Ole Andsnes und den Berliner Philharmonikern unter Herbert Blomstedt in einer Interpretation, die uns sehr gut gefallen hat. Von einem Klavierfachmann wird auch die Aufnahme des gleichen Orchesters unter Claudio Abbado und Murray Perahia in Tokyo genannt, die aber leider eine schlechte Klangqualität hat. Beide Konzerte gibt es wohl nicht auf CD.
Viele Grüße
Horst-Dieter
am 21.12.24 gab es in der DCH das KV 466 gespielt von Leif Ole Andsnes und den Berliner Philharmonikern unter Herbert Blomstedt in einer Interpretation, die uns sehr gut gefallen hat. Von einem Klavierfachmann wird auch die Aufnahme des gleichen Orchesters unter Claudio Abbado und Murray Perahia in Tokyo genannt, die aber leider eine schlechte Klangqualität hat. Beide Konzerte gibt es wohl nicht auf CD.
Viele Grüße
Horst-Dieter
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Horse Tea · „wie Horse Tea zum aktiven Hören kam“
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- „wie Horse Tea zum aktiven Hören kam“
Hallo Jörg,
wir haben uns gerade die Aufnahme mit Abbado/Argerich angehört. Pianistisch gefällt es uns sehr gut, das Orchester weniger, gerade, wenn man die Interpretation Andsnes/Blomstedt mit den Berliner Philharmonikern noch im Ohr hat.
Die Aufnahme von Andsnes mit dem Mahler Chamber Orchester wird ebenfalls gelobt (Mozart Momentum - 1786, https://open.qobuz.com/album/llk25fnhn41pa). Beim eh schon dunklen KV 466 in d-Moll glaubt man Claudio Abbados Gesundheitszustand gewissermaßen herauszuhören. Sollten den 97-jährigen Herbert Blomstedt ähnliche Gedanken/Empfindungen dazu bewogen haben, dieses Konzert ins Programm zu nehmen?
Viele Grüße
Horst-Dieter
wir haben uns gerade die Aufnahme mit Abbado/Argerich angehört. Pianistisch gefällt es uns sehr gut, das Orchester weniger, gerade, wenn man die Interpretation Andsnes/Blomstedt mit den Berliner Philharmonikern noch im Ohr hat.
Die Aufnahme von Andsnes mit dem Mahler Chamber Orchester wird ebenfalls gelobt (Mozart Momentum - 1786, https://open.qobuz.com/album/llk25fnhn41pa). Beim eh schon dunklen KV 466 in d-Moll glaubt man Claudio Abbados Gesundheitszustand gewissermaßen herauszuhören. Sollten den 97-jährigen Herbert Blomstedt ähnliche Gedanken/Empfindungen dazu bewogen haben, dieses Konzert ins Programm zu nehmen?
Viele Grüße
Horst-Dieter
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koslowj · „wie koslowj zum aktiven Hören kam“
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- Registriert: 24.06.2015
- „wie koslowj zum aktiven Hören kam“
Liebe Musikfreunde,
Nach soviel Klassik mal was ganz anderes: habe kürzlich einen mir bisher unbekannten Gitarristen entdeckt. Stephan Thelen, Jahrgang 59, stammt aus Kalifornien, lebt aber in Zürich, wo er als Komponist, Gitarrist und Mathematiker wirkt (letzteres ist mir besonders sympathisch, bin auch so einer
Ich habe bisher "Fractal Guitar, Vols. 1-3" erworben, aber da gibt's noch viel mehr zu entdecken. Im Netz werden hierzu Vergleiche mit Tool oder King Crimson gezogen. Bin selber schwer begeistert. Vielleicht gefällt's dem einen oder der anderen auch.
Viel Spaß beim Entdecken,
--Jürgen
Nach soviel Klassik mal was ganz anderes: habe kürzlich einen mir bisher unbekannten Gitarristen entdeckt. Stephan Thelen, Jahrgang 59, stammt aus Kalifornien, lebt aber in Zürich, wo er als Komponist, Gitarrist und Mathematiker wirkt (letzteres ist mir besonders sympathisch, bin auch so einer
Ich habe bisher "Fractal Guitar, Vols. 1-3" erworben, aber da gibt's noch viel mehr zu entdecken. Im Netz werden hierzu Vergleiche mit Tool oder King Crimson gezogen. Bin selber schwer begeistert. Vielleicht gefällt's dem einen oder der anderen auch.
Viel Spaß beim Entdecken,
--Jürgen