Lautsprecher mit passiver Kardioid-Technologie
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Uli,
ich habe noch nie furniert und dachte, dass ich den Leim antrockenen lasse und das Furnier mit einem Bügeleisen aufbringe. Was würdest du empfehlen?
Grüße Christian
ich habe noch nie furniert und dachte, dass ich den Leim antrockenen lasse und das Furnier mit einem Bügeleisen aufbringe. Was würdest du empfehlen?
Grüße Christian
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,
ein befreundeter Schreiner hat eine Funierpresse die ich auch mal nutzen durfte. Die drückt Tonnen und ist speziell beheizt.
Wenn ich mal in seinen Werkräumen bin, dann schaue ich immer sehr ehrfürchtig, was gute Handwerker machen können und welcher Maschinenpark für manch Arbeitsschritt erfoderlich ist.
Ich persönlich würde nicht funieren. Das traue ich mir nicht zu. Besonders bei gewölbten Oberflächen wird es mit dem Pressen schwierig.
Ich denke du hast ein hohen Anspruch an das Resultat.
Meine Empfehlung wäre in diesem Bereich DIY mäßig zu kapitulieren und einen Schreiner damit zu beauftragen.
Du kannst ja mal ein Probestück machen um zu sehen ob du es aufgebügelt bekommst. Ich sehe das als sehr schwierig an, da das Bügeleisen nur eine kleine Oberfläche durch die Rundung aufliegt.
Gruß Uli
ein befreundeter Schreiner hat eine Funierpresse die ich auch mal nutzen durfte. Die drückt Tonnen und ist speziell beheizt.
Wenn ich mal in seinen Werkräumen bin, dann schaue ich immer sehr ehrfürchtig, was gute Handwerker machen können und welcher Maschinenpark für manch Arbeitsschritt erfoderlich ist.
Ich persönlich würde nicht funieren. Das traue ich mir nicht zu. Besonders bei gewölbten Oberflächen wird es mit dem Pressen schwierig.
Ich denke du hast ein hohen Anspruch an das Resultat.
Meine Empfehlung wäre in diesem Bereich DIY mäßig zu kapitulieren und einen Schreiner damit zu beauftragen.
Du kannst ja mal ein Probestück machen um zu sehen ob du es aufgebügelt bekommst. Ich sehe das als sehr schwierig an, da das Bügeleisen nur eine kleine Oberfläche durch die Rundung aufliegt.
Gruß Uli
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Uli,
der in meinen Augen größte Unterschied zwischen einem Profi und einem Amateur ist, dass der Profi den Kosten Nutzen Faktor stärker im Fokus hat.
Daraus resultiert meine Erfahrung, dass Auftragsarbeiten gern und oft "schnell-schnell" erledigt werden, was für den Qualitätsanspruch wenig förderlich ist. Im Gegensatz dazu, kann der Amateur, Qualitätsverliebt Stück um Stück sein Werkstück designen und ist dabei nicht den Limitierungen des Geld Verdienen ausgesetzt. Dieser Umstand macht es für mich erst so richtig interessant Lautsprecher selbst zu bauen. Letztendlich baut man seine Fähigkeiten nur bedingt aus, wenn man sich die Dinge die einem schwer fallen einkauft. Irgendwie ist ja auch der Weg das Ziel und wenn einem erst mal ein paar Lautsprecher gelungen sind, kommen neue Ideen und man ist mit neuen Fähigkeiten gerüstet, diese umzusetzen.
Grüße Christian
der in meinen Augen größte Unterschied zwischen einem Profi und einem Amateur ist, dass der Profi den Kosten Nutzen Faktor stärker im Fokus hat.
Daraus resultiert meine Erfahrung, dass Auftragsarbeiten gern und oft "schnell-schnell" erledigt werden, was für den Qualitätsanspruch wenig förderlich ist. Im Gegensatz dazu, kann der Amateur, Qualitätsverliebt Stück um Stück sein Werkstück designen und ist dabei nicht den Limitierungen des Geld Verdienen ausgesetzt. Dieser Umstand macht es für mich erst so richtig interessant Lautsprecher selbst zu bauen. Letztendlich baut man seine Fähigkeiten nur bedingt aus, wenn man sich die Dinge die einem schwer fallen einkauft. Irgendwie ist ja auch der Weg das Ziel und wenn einem erst mal ein paar Lautsprecher gelungen sind, kommen neue Ideen und man ist mit neuen Fähigkeiten gerüstet, diese umzusetzen.
Grüße Christian
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,Cabrio_User hat geschrieben: 14.02.2026, 11:48 Hallo Uli,
der in meinen Augen größte Unterschied zwischen einem Profi und einem Amateur ist, dass der Profi den Kosten Nutzen Faktor stärker im Fokus hat.
Grüße Christian
das ist sicher richtig.
Ich persönlich würde mir nicht zutrauen die gebogenen Flächen zu funieren. Ein Teil meiner Lautsprechergehäuse habe ich auch mittels CNC Fräse selbst gebaut. Das hat wirklich Spass gemacht - einschl. einiger Fehlschläge. Die Oberflächen habe ich allerdings lackieren lassen, da ich genau wußte, das ich damit scheitern würde.
Deine Lautsprecher sind auch ohne Funier bisher eine Augenweide und du hast mein absoluten Respekt für all deine Planung und Ausführungen.
So wie du schreibst, wirst du bestimmt auch das Funieren hinbekommen, weil du den Willen hast dich darein zu fuchsen.
Gruß Uli
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Uli,
Die Vorgehensweise habe ich mir ergoogelt. Obwohl eine Vakuumpumpe mit Säcken vorhanden ist, sehe ich den Erfolg eher darin, dass man einen Tag lang Zeit hat die Sache auszurichten und mit etwas Wärme und Feuchtigkeit, auch später bzw. im Nachhinein nacharbeiten kann. Mal schauen, ob ich das so verklebe oder direkt aufbügeln werde, indem der Leim zuvor auf den Flächen antrocknet. Das werde ich bei dem Sockel herausfinden, den kann ich schneller abschleifen/neu aufarbeiten, wenn es in die Hose geht.
Grüße Christian
Die Vorgehensweise habe ich mir ergoogelt. Obwohl eine Vakuumpumpe mit Säcken vorhanden ist, sehe ich den Erfolg eher darin, dass man einen Tag lang Zeit hat die Sache auszurichten und mit etwas Wärme und Feuchtigkeit, auch später bzw. im Nachhinein nacharbeiten kann. Mal schauen, ob ich das so verklebe oder direkt aufbügeln werde, indem der Leim zuvor auf den Flächen antrocknet. Das werde ich bei dem Sockel herausfinden, den kann ich schneller abschleifen/neu aufarbeiten, wenn es in die Hose geht.
Grüße Christian
Das Furnieren gewölbter Flächen mit Fischleim ist eine klassische und bewährte Methode, da dieser bei Raumtemperatur flüssig ist und eine lange „offene Zeit“ bietet. Dies erlaubt es dir, das Furnier in Ruhe auszurichten und präzise an die Rundungen anzupassen.
Warum Fischleim für Wölbungen?
Kein Erhitzen nötig: Anders als Knochenleim muss Fischleim nicht warmgehalten werden.
Hohe Klebekraft & Elastizität: Er bildet eine extrem starke, aber leicht elastische Verbindung, die Spannungen in der Wölbung gut aufnimmt.
Reversibilität: Fehler können durch Wärme und Feuchtigkeit korrigiert werden.
Vorgehensweise (Hammerfurnieren)
Bei gewölbten Flächen verzichtet man oft auf komplexe Pressvorrichtungen und nutzt stattdessen einen Furnierhammer:
Vorbereitung: Das Trägerholz leicht anrauen und entstauben. Das Furnier bei Bedarf auf der Sichtseite leicht anfeuchten, um es geschmeidiger zu machen und ein Aufrollen zu verhindern.
Leimauftrag: Den Fischleim gleichmäßig auf das Trägermaterial (Blindholz) auftragen.
Anreiben: Das Furnier auflegen und mit dem Furnierhammer von der Mitte nach außen fest anreiben. Durch den Druck wird überschüssiger Leim herausgepresst und das Furnier saugt sich an der Wölbung fest.
Fixierung: Bei starken Wölbungen kann das Furnier zusätzlich mit Klebeband (Zick-Zack-Verklebung) unter Spannung gehalten werden.
Trocknung: Fischleim benötigt eine deutlich längere Trockenzeit als Weißleim. Die Fläche sollte idealerweise 24 bis 48 Stunden unter leichtem Druck (oder fixiert) ruhen.
Alternative: Aufbügelmethode
Falls das Furnier nach dem Trocknen Blasen wirft oder sich an Kanten löst, kannst du Fischleim durch die Hitze eines Bügeleisens (ohne Dampf!) kurzzeitig wieder reaktivieren, um es erneut festzupressen.
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musikgeniesser · „wie musikgeniesser zum aktiven Hören kam“
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Moin Christian,
moin Forenten,
Doch im ernst: kugelförmige Flächen zu beschichten bedeutet, dass die Beschichtung nicht eben sein darf und dann einfach nur gebogen wird, sondern gewölbt sein muss. Gewölbte Flächen erkennt man zuverlässig daran, dass man sie nicht abwickeln kann, sie also in ihre Form verharren wollen. Das geht sogar schon mit Papier, wie sich jeder leicht überzeugen kann, der einen klassischen Globus, also aus Glas mit aufgeklebten Papierstreifen, hat: wenn die sich lösen, etwa, weil er beleuchtet ist und das Licht als wärmeabstrahlende Glühlampe zu viel Wärme abgegeben und den Kleber ausgetrocknet hat, kann man die abgelösten Streifenteile nicht einfach anheben, um mit neuem Kleber irgendetwas zu beschicken, sondern stellt fest, dass sie sich nur wenig hochbiegen lassen. Dann bekommt man schon Angst, dass das Papier an den Längskanten einreißen könnte.
Da bei konvexen Körpern ungewölbtes, also lediglich gebogenes Furnier ausgerechnet am Rand abhebt, stelle ich mir die zu erwartenden Ergebnisse tendenziell frustrierend vor. Ich wollte nur darauf hingewiesen haben und damit keineswegs deine Sorgfalt infrage stellen.
Ah, falscher Film, glaube ich: da sind jetzt die Pferde mit mir durchgegangen -- hier ist gar nicht dein Strang mit dem Kugelbass, sondern der mit den Vollbereichs-Kardioiden. Ist auch gewölbt, mathematisch würde ich aber von einer gebogenen und nicht gewölbten Fläche sprechen. So etwas zu furnieren ist natürlich um Größenordnungen entspannter. Zur Kugel schreibe ich gleich noch etwas.
Danke für euer Interesse
Peter
moin Forenten,
da würde mir auch das Selbstvertrauen fehlen, aber andere scheitern zu sehen macht auch viel mehr Spaß...
Doch im ernst: kugelförmige Flächen zu beschichten bedeutet, dass die Beschichtung nicht eben sein darf und dann einfach nur gebogen wird, sondern gewölbt sein muss. Gewölbte Flächen erkennt man zuverlässig daran, dass man sie nicht abwickeln kann, sie also in ihre Form verharren wollen. Das geht sogar schon mit Papier, wie sich jeder leicht überzeugen kann, der einen klassischen Globus, also aus Glas mit aufgeklebten Papierstreifen, hat: wenn die sich lösen, etwa, weil er beleuchtet ist und das Licht als wärmeabstrahlende Glühlampe zu viel Wärme abgegeben und den Kleber ausgetrocknet hat, kann man die abgelösten Streifenteile nicht einfach anheben, um mit neuem Kleber irgendetwas zu beschicken, sondern stellt fest, dass sie sich nur wenig hochbiegen lassen. Dann bekommt man schon Angst, dass das Papier an den Längskanten einreißen könnte.
Da bei konvexen Körpern ungewölbtes, also lediglich gebogenes Furnier ausgerechnet am Rand abhebt, stelle ich mir die zu erwartenden Ergebnisse tendenziell frustrierend vor. Ich wollte nur darauf hingewiesen haben und damit keineswegs deine Sorgfalt infrage stellen.
Ah, falscher Film, glaube ich: da sind jetzt die Pferde mit mir durchgegangen -- hier ist gar nicht dein Strang mit dem Kugelbass, sondern der mit den Vollbereichs-Kardioiden. Ist auch gewölbt, mathematisch würde ich aber von einer gebogenen und nicht gewölbten Fläche sprechen. So etwas zu furnieren ist natürlich um Größenordnungen entspannter. Zur Kugel schreibe ich gleich noch etwas.
Danke für euer Interesse
Peter
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
für mich Ungeübten war der Trick beim Leim. Der Fischleim wurde aufgetragen und getrocknet. Mit der Wärme eines Bügeleisen reaktiviert und mit einem Rundholz wurden die Furniere dann aufgetragen. Den Leim kann man öfters reaktivieren und so alle "Fehlstellen" heraus arbeiten. Da der Leim nicht bei Wärme abbindet, sondern sich löst, muss man das anpressen bzw drüber streichen beim erkalten machen. Das kann mitunter schon mal Zeit in Anspruch nehmen. Ein Nachteil der dem Profi an der Stelle vermutlich kein Geld mehr bringen würde. Für den Hobbypiloten mit Geduld und Zeit ist die Art der Verarbeitung geeignet.
Grüße Christian
für mich Ungeübten war der Trick beim Leim. Der Fischleim wurde aufgetragen und getrocknet. Mit der Wärme eines Bügeleisen reaktiviert und mit einem Rundholz wurden die Furniere dann aufgetragen. Den Leim kann man öfters reaktivieren und so alle "Fehlstellen" heraus arbeiten. Da der Leim nicht bei Wärme abbindet, sondern sich löst, muss man das anpressen bzw drüber streichen beim erkalten machen. Das kann mitunter schon mal Zeit in Anspruch nehmen. Ein Nachteil der dem Profi an der Stelle vermutlich kein Geld mehr bringen würde. Für den Hobbypiloten mit Geduld und Zeit ist die Art der Verarbeitung geeignet.
Grüße Christian
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
nachdem der Porenfüller drauf ist, kann man erkennen wie es später mal aussehen könnte. Die 3D gedruckten Einsätze für die Kardioid Kiemen passen leider von Ihrer Art und Weise nicht mehr an die Box. Ich überlege eine Art Aluminium Kühlergrill zu fräsen, wie er z.b. der alte Karman Ghia von VW hat. Die Aluminium Blenden würde ich mit Radien versehen wollen und aufpolieren, sodass es aussieht wie Chrom.
Grüße Christian
nachdem der Porenfüller drauf ist, kann man erkennen wie es später mal aussehen könnte. Die 3D gedruckten Einsätze für die Kardioid Kiemen passen leider von Ihrer Art und Weise nicht mehr an die Box. Ich überlege eine Art Aluminium Kühlergrill zu fräsen, wie er z.b. der alte Karman Ghia von VW hat. Die Aluminium Blenden würde ich mit Radien versehen wollen und aufpolieren, sodass es aussieht wie Chrom.
Grüße Christian
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musikgeniesser · „wie musikgeniesser zum aktiven Hören kam“
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Moin Christian,
moin Forenten,
das mit dem Fischleim kannte ich gar nicht, vor allem aber konnte ich mir erst recht nicht vorstellen, dass es so etwas überhaupt gibt: überspitzt formuliert könnte man also sagen, dass du in ferner Zukunft, wenn dir das Furnier auf die Nerven zu gehen beginnt, nur ein Bügeleisen benötigtest, um es von der Box wieder zu lösen, verstehe ich das richtig? Das finde ich wirklich sehr abgefahren, also nicht, dass das in Frage käme, aber, dass es einen Kleber gibt, der derartige Eigenschaften hat. Fürs Verarbeiten ist das von großem Vorteil, weil man, wie du schreibst, in Ruhe korrigierend eingreifen kann.
Waagerechtes Furnier käme mir bei einem aufrechten Körper nicht in den Sinn, insofern muss ich mich zunächst einmal an das Bild gewöhnen. Der starke Kontrast gefällt mir sehr. Für mich sieht der waagerechte dunkle Streifen ein wenig wie der Haarkranz eines Mannes mit Glatze aus. Das ist meine Gewohnheit, meine Prägung, die keine Kritik an deiner Box, gar deiner Arbeit, ist, sondern nur meine Gewohnheiten beschreibt.
Hast du die Klebestreifen runtergeschliffen oder langsam abgezogen? Ein Tischler sagte mir einmal, dass man Klebestreifen wegschleifen würde, was mich so sehr beeindruckt hat, dass ich das heute noch weiß. Denn das war Anfang der 90er.
Es bleibt also spannend, denn deine Arbeit beeindruckt mich schon sehr.
Der gute alte Karmann Ghia. Da musste ich doch Bilder aufrufen, denn an die vorgetäuschten Kühlergrille -- der Ghia hat immer noch einen Heckmotor -- erinnerte ich mich nicht mehr.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/VW_Karmann-Ghia_Typ_14
Wikipedia-Bilder dürften frei sein.
Jetzt kann ich mir das schon wieder viel besser vorstellen. Dass die Stoßfuge des Furniers vor einer der Kardioid-Kiemen sichtbar ist, ist ärgerlich, aber nun auch kein Beinbruch: jammern auf hohem Niveau, wie es in Foren dieser Art fast schon wesenseigen ist. Damit kann man gut leben, finde ich und nichts liegt mir ferner, als hier herumzunörgeln, im Gegenteil: wie schon gesagt, finde ich deine Arbeit hier wirklich tief beeindruckend.
Vielen Dank für euer Interesse
Peter
moin Forenten,
das mit dem Fischleim kannte ich gar nicht, vor allem aber konnte ich mir erst recht nicht vorstellen, dass es so etwas überhaupt gibt: überspitzt formuliert könnte man also sagen, dass du in ferner Zukunft, wenn dir das Furnier auf die Nerven zu gehen beginnt, nur ein Bügeleisen benötigtest, um es von der Box wieder zu lösen, verstehe ich das richtig? Das finde ich wirklich sehr abgefahren, also nicht, dass das in Frage käme, aber, dass es einen Kleber gibt, der derartige Eigenschaften hat. Fürs Verarbeiten ist das von großem Vorteil, weil man, wie du schreibst, in Ruhe korrigierend eingreifen kann.
Waagerechtes Furnier käme mir bei einem aufrechten Körper nicht in den Sinn, insofern muss ich mich zunächst einmal an das Bild gewöhnen. Der starke Kontrast gefällt mir sehr. Für mich sieht der waagerechte dunkle Streifen ein wenig wie der Haarkranz eines Mannes mit Glatze aus. Das ist meine Gewohnheit, meine Prägung, die keine Kritik an deiner Box, gar deiner Arbeit, ist, sondern nur meine Gewohnheiten beschreibt.
Hast du die Klebestreifen runtergeschliffen oder langsam abgezogen? Ein Tischler sagte mir einmal, dass man Klebestreifen wegschleifen würde, was mich so sehr beeindruckt hat, dass ich das heute noch weiß. Denn das war Anfang der 90er.
Es bleibt also spannend, denn deine Arbeit beeindruckt mich schon sehr.
Der gute alte Karmann Ghia. Da musste ich doch Bilder aufrufen, denn an die vorgetäuschten Kühlergrille -- der Ghia hat immer noch einen Heckmotor -- erinnerte ich mich nicht mehr.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/VW_Karmann-Ghia_Typ_14
Wikipedia-Bilder dürften frei sein.
Jetzt kann ich mir das schon wieder viel besser vorstellen. Dass die Stoßfuge des Furniers vor einer der Kardioid-Kiemen sichtbar ist, ist ärgerlich, aber nun auch kein Beinbruch: jammern auf hohem Niveau, wie es in Foren dieser Art fast schon wesenseigen ist. Damit kann man gut leben, finde ich und nichts liegt mir ferner, als hier herumzunörgeln, im Gegenteil: wie schon gesagt, finde ich deine Arbeit hier wirklich tief beeindruckend.
Vielen Dank für euer Interesse
Peter
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Peter,
Die Idee zur horizontalen Verklebung des Furniers hatte ich bei Sonus Faber initialisiert bekommen.
Manchmal habe ich Schwierigkeiten eine Lösung zu finden, wenn man die Teile nicht physikalisch vor sich in der Hand hält. Bei den Kiemen war das so ein Thema, welches ich vor mir hergeschoben hatte und keine Idee bekam, was gut umsetzbar ist und ordentlich passt.
Die erste Idee mit der Mechanik zum Dämmstoff pressen wurde wieder verworfen, da die Pressung auf dem Dämmstoff nicht gleichmäßig ist und damit die Wirkung der Auslöschung ungleichmäßig sein könnte. Ausserdem fehlte mir die zündende Idee den Einsatz optisch sauber zu integrieren. Die Ghia Kiemen waren schon sehr viel gefälliger, allerdings kam mir keine gute Idee zur unsichtbaren Befestigung von aussen.
Um die Niere von Aussen zu bestücken (ohne Treiberausbau), gleichmäßig zu bedämpfen und optisch einfach zu integrieren, wurde eine Aufnahme aus Gummi erstellt. In diese Aufnahme soll jetzt eine Carbonplatte eingefasst werden. Der Einsatz hakt sich im Gehäuse ein und kann von aussen herausgezogen werden.
Grüße Christian
Die Idee zur horizontalen Verklebung des Furniers hatte ich bei Sonus Faber initialisiert bekommen.
Manchmal habe ich Schwierigkeiten eine Lösung zu finden, wenn man die Teile nicht physikalisch vor sich in der Hand hält. Bei den Kiemen war das so ein Thema, welches ich vor mir hergeschoben hatte und keine Idee bekam, was gut umsetzbar ist und ordentlich passt.
Die erste Idee mit der Mechanik zum Dämmstoff pressen wurde wieder verworfen, da die Pressung auf dem Dämmstoff nicht gleichmäßig ist und damit die Wirkung der Auslöschung ungleichmäßig sein könnte. Ausserdem fehlte mir die zündende Idee den Einsatz optisch sauber zu integrieren. Die Ghia Kiemen waren schon sehr viel gefälliger, allerdings kam mir keine gute Idee zur unsichtbaren Befestigung von aussen.
Um die Niere von Aussen zu bestücken (ohne Treiberausbau), gleichmäßig zu bedämpfen und optisch einfach zu integrieren, wurde eine Aufnahme aus Gummi erstellt. In diese Aufnahme soll jetzt eine Carbonplatte eingefasst werden. Der Einsatz hakt sich im Gehäuse ein und kann von aussen herausgezogen werden.
Grüße Christian
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
aktuell wurden die Kiemen gefräst und ich versuche eine Abdeckung zu drucken. Die Pizzastücke der Abdeckung sollen verklebt, die Abdeckung mit Akustikstoff bezogen werden. Natürlich wäre das "komplett als ein Stück" schöner gewesen, allerdings ist mein alter 3D Drucker zu klein dafür. Die Verkabelung und der Treibereinbau stehen der ersten Messreihen noch im Weg.
Wenn ich bisher eine Impedanzkorrektur ausgelegt habe, hatte ich das Messergebnis der Google KI als Textfile vorgegeben und diese hat mir die Impedanz-Korrektur erklärt. Das ist natürlich schnell und faul, allerdings war es bisher (meist) zielführend. Womit erstellt Ihr eure Impedanzkorrekturen? Ist VituixCAD dafür gut geeignet? Mein Messung kommt aus einem Dayton Dats.
Beste Grüße
Christian
aktuell wurden die Kiemen gefräst und ich versuche eine Abdeckung zu drucken. Die Pizzastücke der Abdeckung sollen verklebt, die Abdeckung mit Akustikstoff bezogen werden. Natürlich wäre das "komplett als ein Stück" schöner gewesen, allerdings ist mein alter 3D Drucker zu klein dafür. Die Verkabelung und der Treibereinbau stehen der ersten Messreihen noch im Weg.
Wenn ich bisher eine Impedanzkorrektur ausgelegt habe, hatte ich das Messergebnis der Google KI als Textfile vorgegeben und diese hat mir die Impedanz-Korrektur erklärt. Das ist natürlich schnell und faul, allerdings war es bisher (meist) zielführend. Womit erstellt Ihr eure Impedanzkorrekturen? Ist VituixCAD dafür gut geeignet? Mein Messung kommt aus einem Dayton Dats.
Beste Grüße
Christian
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,Cabrio_User hat geschrieben: 01.03.2026, 17:08Womit erstellt Ihr eure Impedanzkorrekturen? Ist VituixCAD dafür gut geeignet? Mein Messung kommt aus einem Dayton Dats.
ich nehme -old school- https://www.jobst-audio.de/tool/frequen ... is-rechner
Grüße
Hans-Martin
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
da bin ich ja irgendwie beruhigt/erleichtert, dass ich nicht der einzige bin, der moderne online Hilfen nutzt. Anbei habe ich das erste Ergebnis der Impedanzkorrektur. Bei der Trennfrequenz des HT muss ich mal schauen, inwiefern sich diese ins Gesamtbild fügt. Aktuell stehen 1400 bis 1800Hz zur Diskussion. In Anbetracht des anschliessenden Visaton AL200 und den darunter spielenden Dayton RSS315 HF, sind aktuell 150Hz und 1700Hz als jeweilige Trennung vorgesehen. Ob das letztendlich genauso umgesetzt wird oder der Bass schon bei 130 oder erst bei 160Hz getrennt wird sich beim testen zeigen müssen, ebenso wie die erdachte Trennung zum HT. Für sachdienliche Hinweise zu der optimalen Auslegung bin ich offen und dankbar.
Das Hersteller Original ergab folgende Messkurve:
Nach dem Ausbau des Originalen RCL Gliedes sah der Treiber wie folgt aus:
Die Eigenbau Impedanzkorrektur erzeugte dann folgendes Bild:
Für die Kiemen habe ich mir eine recht einfache aber funktionelle Klemmung ausgedacht, welche die aus Kunststoff gedruckte verkleinerte Form der CFK Kiemen besitzt. Dieses Bauteil kann von innen gegen die Dämmung gepresst bzw presst die Dämmwolle (bei Bedarf) gegen die Kiemen. Es klemmt in der Gummiaufnahme der Kiemen. Erste Ergebnisse von helfenden Kollegen, die sich ebenfalls mit einem ähnlichen Eigenbau beschäftigten und den AL200 Treiber mit gleich großen Kiemen betreiben, erklärten eine 1cm Dämmschichtdicke in Form von Caruso Isobond. Da die Wände bei mir 15mm dick sind, passt es mit dem 5mm Kunstoff-Kiemeneinsatz bündig in das Gehäuse.
Beste Grüße
Christian
da bin ich ja irgendwie beruhigt/erleichtert, dass ich nicht der einzige bin, der moderne online Hilfen nutzt. Anbei habe ich das erste Ergebnis der Impedanzkorrektur. Bei der Trennfrequenz des HT muss ich mal schauen, inwiefern sich diese ins Gesamtbild fügt. Aktuell stehen 1400 bis 1800Hz zur Diskussion. In Anbetracht des anschliessenden Visaton AL200 und den darunter spielenden Dayton RSS315 HF, sind aktuell 150Hz und 1700Hz als jeweilige Trennung vorgesehen. Ob das letztendlich genauso umgesetzt wird oder der Bass schon bei 130 oder erst bei 160Hz getrennt wird sich beim testen zeigen müssen, ebenso wie die erdachte Trennung zum HT. Für sachdienliche Hinweise zu der optimalen Auslegung bin ich offen und dankbar.
Das Hersteller Original ergab folgende Messkurve:
Nach dem Ausbau des Originalen RCL Gliedes sah der Treiber wie folgt aus:
Die Eigenbau Impedanzkorrektur erzeugte dann folgendes Bild:
Für die Kiemen habe ich mir eine recht einfache aber funktionelle Klemmung ausgedacht, welche die aus Kunststoff gedruckte verkleinerte Form der CFK Kiemen besitzt. Dieses Bauteil kann von innen gegen die Dämmung gepresst bzw presst die Dämmwolle (bei Bedarf) gegen die Kiemen. Es klemmt in der Gummiaufnahme der Kiemen. Erste Ergebnisse von helfenden Kollegen, die sich ebenfalls mit einem ähnlichen Eigenbau beschäftigten und den AL200 Treiber mit gleich großen Kiemen betreiben, erklärten eine 1cm Dämmschichtdicke in Form von Caruso Isobond. Da die Wände bei mir 15mm dick sind, passt es mit dem 5mm Kunstoff-Kiemeneinsatz bündig in das Gehäuse.
Beste Grüße
Christian
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,Cabrio_User hat geschrieben: 07.03.2026, 10:08Die Eigenbau Impedanzkorrektur erzeugte dann folgendes Bild:
18µF_10Ohm_0.82mh.jpeg
wenn du zu den 10 Ohm HT-Impedanz mit deinem Saugkreis nochmal 10 Ohm (plus Ohmscher Widerstand der Spule, Folko vernachlässigt) parallelschaltest, kommst du zwangsläufig in die Nähe von 5 Ohm. Wenn du 20 Ohm anstelle der 10 Ohm für den Saugkreis nimmst, wäre ein resultierender Wert knapp unter 7 Ohm zu erwarten, und die Senke nicht so ausgeprägt.
Welche Werte hatte Visaton eingesetzt?
Grüße
Hans-Martin
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Hallo Hans Martin,
das Original hatte den 10 Ohm Widerstand drin, der auf dem Bild zu sehen ist, bzw den ich auch weiterhin bei dem DIY Saugkreis zum Einsatz gebracht habe. Die Spule mit Ihrem 1mm Draht hat 0,4Ohm Widerstand. Die Auslegung zu der Impedanzkorrektur kam auf 8Ohm. Ich hatte von 5 bis 12,7 Ohm unterschiedliche Widerstände getestet. Mit dem 10 Ohm Widerstand war das Impedanz Delta der Resonanz des Treibers am geringsten. Würdest du empfehlen, das der Verlauf eher linear ist, oder das der Peak bei der Impedanzresonanz möglicht gering ausfällt.
Grüße Christian
das Original hatte den 10 Ohm Widerstand drin, der auf dem Bild zu sehen ist, bzw den ich auch weiterhin bei dem DIY Saugkreis zum Einsatz gebracht habe. Die Spule mit Ihrem 1mm Draht hat 0,4Ohm Widerstand. Die Auslegung zu der Impedanzkorrektur kam auf 8Ohm. Ich hatte von 5 bis 12,7 Ohm unterschiedliche Widerstände getestet. Mit dem 10 Ohm Widerstand war das Impedanz Delta der Resonanz des Treibers am geringsten. Würdest du empfehlen, das der Verlauf eher linear ist, oder das der Peak bei der Impedanzresonanz möglicht gering ausfällt.
Grüße Christian