Andreas (Surround mit Dali-Lautsprechern)

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Vinotinto · „wie Vinotinto zum aktiven Hören kam“
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„wie Vinotinto zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Vinotinto »

Ich wurde 1957 geboren. Für erste Höreindrücke sorgte eine damals moderne Fernsehtruhe meiner Eltern. Auf dem Plattenspieler konnte man auch noch Schellackplatten abspielen. Der Stereoverstärker war noch mit Röhren bestückt. Die ovalen Breitbandlautsprecher produzierten einen warmen Klang.

Im Alter von ca. 13 Jahren bekam ich einen Kassettenrekorder ITT Schaub Lorenz SL55 geschenkt. Damit konnte ich endlich auch im eigenen Zimmer Musik hören.

Als ich wenige Jahre später ein Jugendzimmer für mich allein bekam, musste eine erste Stereoanlage her. Es wurde eine preisgünstige Anlage von Dual mit Wandlautsprechern. Dass der Raum den Klang von Lautsprechern beeinflussen kann, lernte ich dann bei Inbetriebnahme der Anlage bei mir zu Hause. Ich war sehr enttäuscht als es deutlich schlechter als beim Händler klang.

Während meiner Zeit auf dem Gymnasium wurde ich über Schulfreunde darauf gebracht, Lautsprecher selbst zu bauen um Geld zu sparen. Basis dafür war ein Taschenbuch mit Formeln über Frequenzweichen und mein Vater, der als Heimwerker beim Gehäusebau helfen konnte. Insgesamt sind nur drei Boxenpaare gebaut worden, alle luftdicht schlossen mit Chassis von Isophon, das nächste Paar immer größer als das vorherige. Ich war damals recht naiv und kannte nur wenige Faktoren, die den Klang beeinflussen.

Eine interessante Erfahrung machte ich, als ich meine Anlage für eine Fete in der Diele eines Bauernhauses zur Verfügung stellte. Ich dachte, 150 Watt Sinusleistung je Kanal wären genug, um Partylautstärke zu erzeugen. Aber am Verstärker löste das Relais für den Überlastungsschutz vor Erreichen der gewünschten Lautstärke aus. Meine schweren Boxen (als "Kindersärge" verspottet) hatten einen zu geringen Wirkungsgrad für diesen großen Raum.

Dass mein Eigenbau auch klanglich schlecht war, wurde deutlich bei einem Vergleich beim örtlichen HiFi Händler. Den Vergleichssieger Heco Superior 940 habe ich dann gekauft und fast drei Jahrzehnte lang benutzt. Dass ich insgesamt nicht viel Geld ins Hobby investiert hatte, lag an den akustisch ungünstigen Wohnräumen im Elternhaus.

Als passenden Verstärker für meine hochbelastbaren Eigenbau-Boxen hatte ich im Jahr 1980 eine teure Verstärker-Kombi von Mitsubishi gekauft. Zwanzig Jahre später traten Probleme mit Relais und Potis auf; etwas Neues musste her. Ich war überrascht, als der nur halb so teure und etwas leistungsschwächere Vollverstärker von Marantz einen transparenteren Klang lieferte.

Ende 2019 gab es mit Bezug eines eigenen neuen Hauses eine Wende. Für HiFi und Wohnkino steht ein Raum mit 38 qm zur Verfügung. Der Raum ist akustisch behandelt (es ginge noch mehr). Der symmetrische Grundriss sorgt für ein ausgewogenes Stereopanorama. Bei Höhe, Breite und Länge wurde auf eine theoretisch günstige Verteilung der Raummoden geachtet.

Zur Musik:

Ich besitze ein wenig Erfahrung als Hobbymusiker am Klavier. Als Jugendlicher mochte ich deshalb hauptsächlich Rockmusik mit Keyboards wie von Deep Purple, Pink Floyd und allen Progrock Bands. Das höre ich heute weniger, nur mal zwischendurch. Langsam entwickelte sich mein Geschmack in Richtung Jazz. Mit Jazzrock von Return To Forever und Weather Report konnte ich gleich viel anfangen. Dann entdeckte ich auch, dass mir Musik mit Groove sehr gefällt. Oscar Peterson beeindruckte mich mit seiner Virtuosität am Klavier. Bei Chicago waren es die Klangfarben der Bläser.
Keith Jarretts beeindruckendes Köln Konzert hatte mir dann auch einen Weg zu kammermusikalischem Jazz eröffnet. Aber tendenziell gab ich mein Geld lieber für leichtere Kost aus.

Aktuell höre ich am liebsten Jazz, Klassik und daran angelehnte Crossover Musikstile. Diese Einschränkung hat auch damit zu tun, dass heutige Popmusik zu synthetisch (z.B. Autotune) und wenig audiophil (Loudness War) produziert wird. Im Idealfall möchte ich mir mit geschlossenen Augen die Musiker bzw. Instrumente auf einer virtuellen Bühne vorstellen können.

Aktuell wird bei mir Musik hauptsächlich gestreamt (Tidal, Quobuz, Apple Music). Am besten gefallen mir Konzerte auf DVD/Bluray, wegen des zusätzlichen Bildes und weil man bei einem Surroundton mehr Details heraushören kann. Leider war das Angebot auf dem Markt nie sehr groß und es kommen wenig neue Titel hinzu.

LPs höre ich nicht mehr, obwohl meine Sammlung mehrere Regalmeter umfasst. Neue CDs erwerbe ich nur, wenn es sich um ein audiophiles Format handelt oder mir der Künstler nach dem Konzert darauf ein Autogramm gibt.

Warum ich mich hier angemeldet habe:

Über das Forum möchte ich mich mein HiFi Wissen erweitern und vielleicht auch reale Kontakte knüpfen.
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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„wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Hans-Martin »

Vinotinto hat geschrieben: 13.11.2024, 19:17 Dass mein Eigenbau auch klanglich schlecht war, wurde deutlich bei einem Vergleich beim örtlichen HiFi Händler. Den Vergleichssieger Heco Superior 940 habe ich dann gekauft und fast drei Jahrzehnte lang benutzt. Dass ich insgesamt nicht viel Geld ins Hobby investiert hatte, lag an den akustisch ungünstigen Wohnräumen im Elternhaus.
Hallo Andreas, willkommen bei den "Aktiven"!
Dein Werdegang wird wohl von vielen Mitforenten aus eigener Erfahrung mit der Hörentwicklung gut nachvollziehbar sein.
Mir kommt es jedenfalls irgendwie bekannt vor. :oops:
Als passenden Verstärker für meine hochbelastbaren Eigenbau-Boxen hatte ich im Jahr 1980 eine teure Verstärker-Kombi von Mitsubishi gekauft. Zwanzig Jahre später traten Probleme mit Relais und Potis auf; etwas Neues musste her. Ich war überrascht, als der nur halb so teure und etwas leistungsschwächere Vollverstärker von Marantz einen transparenteren Klang lieferte.
Dass 20 Jahre später eine Steigerung möglich ist, setzen diejenigen voraus, die alle 3 Jahre oder früher das allerneueste Gerät zum Vorzeigen haben müssen. Ich denke aber, dass du dem Verbindungskabel zwischen Vor-End keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt hast. Ein Vollverstärker hat sowas nicht. Manche Hersteller haben sowohl Vor- wie auch End- wie auch Vollverstärker angeboten, die dasselbe Platinenmaterial benutzten, nur jeweils im entsprechenden Bereich identisch bestückt. LINN Pretek, Powertek und Intek, Naim NAC92, NAP90 und Nait 3, NAD hat es in mehreren Serien praktiziert.
Bedenkt man, dass jedes Gerät beim "Ausphasen" eine eigene Zuordnung zu Null und Phase hat, sind es beim Vollverstärker nur 2 Optionen, bei Vor- plus Endverstärker schon 4 Möglichkeiten plus Qualität des zusätzlich erforderlichen Interkonnekt-Kabels.
Ohne das Wissen über derlei Zusammenhänge wurde das Ergebnis oft dem Zufall überlassen, bzw., der mitgelieferten "Beipackstrippe", die sich aus heutiger Sicht als suboptimal interpretieren lässt.
Ende 2019 gab es mit Bezug eines eigenen neuen Hauses eine Wende. Für HiFi und Wohnkino steht ein Raum mit 38 qm zur Verfügung. Der Raum ist akustisch behandelt (es ginge noch mehr). Der symmetrische Grundriss sorgt für ein ausgewogenes Stereopanorama. Bei Höhe, Breite und Länge wurde auf eine theoretisch günstige Verteilung der Raummoden geachtet.
Die von dir erwähnten Stichworte lassen ein gewachsenes Bewusstsein fü Kernprobleme der Kette erwarten, demnach bist du wohl auf dem "richtigen" Weg.
Aktuell höre ich am liebsten Jazz, Klassik und daran angelehnte Crossover Musikstile. Diese Einschränkung hat auch damit zu tun, dass heutige Popmusik zu synthetisch (z.B. Autotune) und wenig audiophil (Loudness War) produziert wird. Im Idealfall möchte ich mir mit geschlossenen Augen die Musiker bzw. Instrumente auf einer virtuellen Bühne vorstellen können.
Das deckt sich mit meinen bevorzugten Kriterien, aber wir werden die Tontechniker wohl kaum davon abbringen, noch mehr Dynamikkompression als heilsbringend anzunehmen und anzuwenden. :|
Aktuell wird bei mir Musik hauptsächlich gest reamt (Tidal, Quobuz, Apple Music). Am besten gefallen mir Konzerte auf DVD/Bluray, wegen des zusätzlichen Bildes und weil man bei einem Surroundton mehr Details heraushören kann. Leider war das Angebot auf dem Markt nie sehr groß und es kommen wenig neue Titel hinzu.
Das Gute am Bild ist, dass man schlechte Tontechnik nicht mehr so krass wahrnimmt. Der visuelle Eindruck dominiert über alles andere.
LPs höre ich nicht mehr, obwohl meine Sammlung mehrere Regalmeter umfasst. Neue CDs erwerbe ich nur, wenn es sich um ein audiophiles Format handelt oder mir der Künstler nach dem Konzert darauf ein Autogramm gibt.
Das sind gewiss zwei Sätze, aus denen eine interessante Diskussion erwachsen könnte.
Ich höre bevorzugt Musik von der Festplatte, nachdem ich sie - postrecording - nachbearbeitet habe, bis sie mir gefällt.
Grüße
Hans-Martin
Rudolf · „wie Rudolf zum aktiven Hören kam“
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„wie Rudolf zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Rudolf »

Hallo Andreas,

vielen Dank für deine ausführliche Vorstellung. Deine audiophile Domestizierung deckt sich mit meiner, Jahrgang 1959, weitgehend.

Jetzt warten wir natürlich mit Spannung darauf, mit welchen Gerätschaften du deinen Hörraum bevölkert hast.

Deinem Nutzernamen "Vinotinto" entsprechend müssten es eigentlich aktive Lautsprecher sein, denn zumindest die (ehemaligen) Backes & Müller Händler Johannes Krings und Hans Gülker betrieben parallel einen regen Handel mit (Rot)Weinen.

Viele Grüße und viel Spaß im Forum
Rudolf
alcedo · „wie alcedo zum aktiven Hören kam“
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„wie alcedo zum aktiven Hören kam“

Beitrag von alcedo »

Hallo Andreas,

Auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum!
Rudolf hat geschrieben: 14.11.2024, 10:18 Deinem Nutzernamen "Vinotinto" entsprechend müssten es eigentlich aktive Lautsprecher sein, denn zumindest die (ehemaligen) Backes & Müller Händler Johannes Krings und Hans Gülker betrieben parallel einen regen Handel mit (Rot)Weinen.
Ich vermute mal, dass du spanische Rotweine magst. Dann hätten wir schon 2 Gemeinsamkeiten :cheers:

Beste Grüße aus Spanien,
Jörg
Vinotinto · „wie Vinotinto zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Vinotinto »

Danke für die Willkommensgrüße.

Ich habe den Benutzernamen Vinotinto von meiner Registrierung im hifi-forum.de übernommen.
Es steckt kein besonderer Sinn dahinter - bin aber einem Glas guten Weines nicht abgeneigt.

Der aktuelle Stand meiner Geräte ist im Profil hinterlegt.
Vinotinto · „wie Vinotinto zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Vinotinto »


Mein Multimedia-Raum


Mein Multimediaraum soll als All-In-One Lösung für Audio und Video dienen.

Beim nächsten Upgrade soll ein Center-Lautsprecher für die Filmwiedergabe ergänzt werden - was eigentlich nur für die Zuschauer auf den seitlichen Sitzplätzen benötigt wird. Praktikabel wäre der übliche Ansatz mit einer liegenden Box unterhalb des Bildschirms. Der Fernseher würde dann per Wandhalterung ein Stück weiter nach oben versetzt werden.

Gleichzeitig sollen klanglich passende neue und auch bessere Frontlautsprecher her. In Summe stelle ich mir eine Ausgabe von ca. 10k € vor.

Bisher konnte ich mich noch nicht zu einer Kaufentscheidung durchringen. Ich hoffe, hier im Forum Anregungen zu erhalten, die mich weiter bringen.

Bekanntlich sollte man Lautsprecher bei sich zu Hause probehören. Ich schätze, ein Händler aus meiner Region wäre dazu erst bereit, wenn es nur noch um die Auswahl zwischen zwei möglichen Modellen geht. So weit bin ich aber noch nicht.

Vor fünf Jahren glaubte ich noch, ohne Center auskommen zu können. Damals suchte ich nur Nachfolger für meine betagten Heco Standboxen. Ich machte vom Angebot Gebrauch, die BB-10L von Bohne Audio bei mir probezuhören. Erwartungsgemäß war die BB-10L in allen Belangen überlegen. (Das war aber kein so aufregendes Erlebnis wie in der Zeit als Teenager, wo nach Erwerb eines neuen Tonabnehmers unbedingt die gesamte Plattensammlung neu durchgehört werden musste.) Am beeindruckendsten war die Verzerrungsarmut bei hoher Lautstärke. Die Aussage aus einem Testbericht "Die räumliche Abbildung ist geradezu holografisch..." konnte ich aber nicht nachvollziehen. Weshalb ich mich schließlich gegen einen Kauf entschied, hatte einen anderen Grund. Um die Lautsprecher im Surround-Betrieb über den AVR anzusteuern, muß man die Pre-Outs des AVR über analog Cinch mit den Eingängen des miniDSP SHD verbinden, weil dieser auch die Funktion der Aktivweiche übernimmt. Wären es hingegen passive Lautsprecher mit eigenem Stereoverstärker, könnte man dort über einen Eingang mit fester Lautstärke gehen und eventuell sogar den Verstärker per Triggersignal über den AVR einschalten. Beim miniDSP fehlt dieser Komfort. Beim Probehören über die zwei seriell geschalteten Vorverstärker erschien mir der Klang nur eine Spur weniger transparent.

Ich war dann eher zufällig auf einen positiven Bericht über den DIY Bausatz 'Silenos' gestoßen. Als ein einzelnes Vorführpaar aus rohen MDF-Platten angeboten wurde, habe ich sie gekauft und später selbst schwarz lackiert. Bei einem Preis von 2000 € war ich bereit für das Risiko eines Kaufs ohne Probehören. Naja, einen ähnlichem Ring-Radiator von ScanSpeak hatte ich schon bei Xavian Lautsprechern gehört.

Über die Jahre gab es hin und wieder Hörtests bei Händlern, z.B.

Xavian Piccola, Virtuosa
Quadral Aurum Vulkan VIII
KEF Reference 5
Nubert nuVero 170, nuPyramide
Dynaudio Contour 30, Evoke 50
ME Geithain RL 901K
Dali Rubikore 8

Im Vergleich zu meinen aktuellen Silenos möchte ich

1) mehr Feinauflösung/Transparenz
Aus meiner Erinnerung hatten dies besonders KEF Reference 5, Dynaudio Evoke 50 und Dali Rubikore 8 geliefert. Die Evoke 50 hatte ich auch in einem anderen akustisch ungünstigerem Raum gehört, wo sie in dieser Disziplin unauffällig blieb. Die Rubikore war in der Lage, besonders bei Klassik und Stimmen filigrane Details herauszuarbeiten. Bei einem Jazztitel habe ich aber beim Bläsersatz die Attacke vermisst.

2) mehr Grobdynamik mit trockenem Punch im Bass
Abgeliefert haben diese Disziplin zumindest Quadral Vulkan und Nubert nuPyramide.
Die Rubikore 8 stand bei der Vorführung zwar auf einer Marmorplatte, aber der Holzfußboden wurde trotzdem angeregt und der Bass klang inakzeptabel schwammig.

3) mehr Räumlichkeit
Beim ersten Termin empfand ich die Xavian Piccola sehr räumlich. Ich konnte mir nicht nur vorstellen, in welcher Entfernung vor mir sich das Piano befand. Ich ahnte sogar die Position des offenstehenden Deckels. Bei einem weiteren Termin war diese Art von Magie leider verflogen. Bei anderen Lautsprechern habe ich es in gleicher Art nicht mehr erlebt. Vermutlich kann man dieses psychoakustische Phänomen messtechnisch gar nicht nachvollziehen?

4) breitere, gleichmäßigere Abstrahlung
Für meinen Raum fällt die Hochtonenergie der Silenos Lautsprecher relativ knapp aus, denn für Heimkinobetrieb sollte der Raum stärker gedämmt sein als für Musikwiedergabe. Besonders die Rubikore scheinen liefern zu können, was ich brauche.

Die Rubikore hatte ich erst kürzlich gehört. Dali bietet dazu einen passenden "Cinema" Center an.
Dieser Lautsprecher wird auch in Online Shops angeboten. Ich habe schon überlegt, den Lautsprecher einfach zu bestellen und bei Nichtgefallen zurückzusenden. Das steht mir ja gesetzlich zu. Haben die Händler das schon eingepreist, ist es also nicht verwerflich? Vielleicht kommt man auf eine Blacklist wenn man es zu häufig macht?
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

Vinotinto hat geschrieben: 18.11.2024, 23:17 Ich machte vom Angebot Gebrauch, die BB-10L von Bohne Audio bei mir probezuhören. Erwartungsgemäß war die BB-10L in allen Belangen überlegen. (Das war aber kein so aufregendes Erlebnis wie in der Zeit als Teenager, wo nach Erwerb eines neuen Tonabnehmers unbedingt die gesamte Plattensammlung neu durchgehört werden musste.) Am beeindruckendsten war die Verzerrungsarmut bei hoher Lautstärke. Die Aussage aus einem Testbericht "Die räumliche Abbildung ist geradezu holografisch..." konnte ich aber nicht nachvollziehen. Weshalb ich mich schließlich gegen einen Kauf entschied, hatte einen anderen Grund. Um die Lautsprecher im Surround-Betrieb über den AVR anzusteuern, muß man die Pre-Outs des AVR über analog Cinch mit den Eingängen des miniDSP SHD verbinden, weil dieser auch die Funktion der Aktivweiche übernimmt. Wären es hingegen passive Lautsprecher mit eigenem Stereoverstärker, könnte man dort über einen Eingang mit fester Lautstärke gehen und eventuell sogar den Verstärker per Triggersignal über den AVR einschalten. Beim miniDSP fehlt dieser Komfort. Beim Probehören über die zwei seriell geschalteten Vorverstärker erschien mir der Klang nur eine Spur weniger transparent.
Hallo Andreas,
bei Vergleichen von sehr guten Surroundreceivern mit dem kleinsten Vollverstärker desselben Herstellers fiel mir auf, dass bezüglich Plastizität und räumlicher Tiefe (vorn-Hinten-Staffelung) der Surroundreceiver zurückblieb.
Ich habe das zurückgeführt auf den unumgänglichen Prozessor/Decoderbereich und die Endstufen mit auf betriebssicher justierten Ruhestrom.
3) mehr Räumlichkeit
Beim ersten Termin empfand ich die Xavian Piccola sehr räumlich. Ich konnte mir nicht nur vorstellen, in welcher Entfernung vor mir sich das Piano befand. Ich ahnte sogar die Position des offenstehenden Deckels. Bei einem weiteren Termin war diese Art von Magie leider verflogen. Bei anderen Lautsprechern habe ich es in gleicher Art nicht mehr erlebt. Vermutlich kann man dieses psychoakustische Phänomen messtechnisch gar nicht nachvollziehen?
Ich kenne den Hochtöner der Piccola mit seinem ausgeweiteten Frequenzgang gut, was eine holografisch-plastische Wiedergabe unterstützt. Wenn bei einem zweiten Termin diese Magie nicht mehr nachvollziehbar war, kann es an geänderter Ausrichtung (Drehung), an verschobenem Hörplatz oder anderen Audiokabeln oder anderen Veränderungen bis zum Verstärker gelegen haben, sogar Schleifen im LS-Kabel können sowas verursachen.
4) breitere, gleichmäßigere Abstrahlung
Für meinen Raum fällt die Hochtonenergie der Silenos Lautsprecher relativ knapp aus, denn für Heimkinobetrieb sollte der Raum stärker gedämmt sein als für Musikwiedergabe.
Bei Heimkino ist die Ausrichtung aller LS in Richtung SweetSpot obligatorisch. Bei Stereo gilt das nicht.
Bei Heimkino will man die Position der LS orten (s.a.Center), Reflexionen im Raum könnten das verwässern. Bei Stereo werden Reflexionen für eine breite Bühne von einer Gruppe Hörer miteinbezogen, ich gehöre zur Gruppe derer, die darunter eine Verwässerung der Abbildung verstehen und würde die Dämpfung an bestimmten Punkten für wichtiger halten als bei Surround.
Vielleicht kommt man auf eine Blacklist wenn man es zu häufig macht?
Welche Institution könnte eine solche Blacklist führen? Bekannt ist sowas von großen Textil- oder Schuhversendern, auch Amazon.
Energieversorgungsunternehmen machen es den notorischen Vertragswechslern schwer.
Warum sollte sich bei den sehr vielen HiFi-Versendern eine Kollegialität zum Schutz der anderen Mitbewerber konkretisieren? Für mich kaum vorstellbar, innerhalb einer Branchengröße wie Thomann bei registrierten Kunden mit Kd-Nr. schon eher.
Grüße
Hans-Martin
Lauthörer · „wie Lauthörer zum aktiven Hören kam“
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„wie Lauthörer zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Lauthörer »

Hallo Andreas,

dein Hörraum verrät, dass er schön breit ist. Und auch die Tiefe? Obwohl ich die Akustikdecke sofort erkannt habe, sehe ich noch eine Ausbaufähigkeit der Raumakustik insgesamt. Vielleicht noch ein paar aussagekräftige Fotos von deinem Hörraum, und ich kann zur Verbesserung der Raumakustik Hinweise geben.

Viele Grüße

Andreas
Vinotinto · „wie Vinotinto zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Vinotinto »

Lauthörer hat geschrieben: 19.11.2024, 15:19 Hallo Andreas,

dein Hörraum verrät, dass er schön breit ist. Und auch die Tiefe? Obwohl ich die Akustikdecke sofort erkannt habe, sehe ich noch eine Ausbaufähigkeit der Raumakustik insgesamt. Vielleicht noch ein paar aussagekräftige Fotos von deinem Hörraum, und ich kann zur Verbesserung der Raumakustik Hinweise geben.
Hallo Andreas,

mit Raumakustik habe ich mich schon reichlich beschäftigt. Mit der letzten Maßnahme habe ich einen Stand erreicht, der mich vorläufig zufrieden stellt. Ich hatte den Fehler gemacht, ein großes Wandregal aufzubauen, dass in den angrenzenden Raumecken nicht mehr genügend Platz für poröse Absorber übrig lässt. Ich hatte als platzsparende Alternative mit Viertelwellen-Resonatoren experimentiert. Auf den Fotos sieht man einige dieser Kunststoffröhren in den Ecken stehen. Es funktioniert im Prinzip, der Wirkungsgrad ist aber zu gering. Den Durchbruch brachte dieses Jahr das 'Audyssey One' Tool, mit dem Pegel und Timing der Lautsprecher besser angepasst werden können als durch die Firmware im AV Receiver. Bassmoden sind aktuell kein Thema mehr, das mir Sorgen macht.

Weitere Verbesserungen wie z.B. Diffusoren will ich erst nach dem Lautsprecher Upgrade in Angriff nehmen.

Multimediaraum1.jpg


Multimediaraum2.jpg

hkampen · „wie hkampen zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von hkampen »

Hallo Andreas,

wenn der Bücherschrank nicht wäre, könntest du das Zimmer fast für einen Science-Fiction-Film als Raumschiffkommandoraum vermieten :D

Musikalisch haben wir ein paar Schnittstellen. Den gute alte Rock aus den 70ern höre ich immer noch gerne. Aber auch ich haben mich mehr in Richtung Jazz orientiert, allerdings mehr den Hardbop und Souljazz von Mitte der 50er bis Ende 70er. Klassik höre ich aber auch gerne und immer häufiger, was vermutlich auch am besseren Klang bei mir als vor 10 Jahren liegt.

Schön, dass du dabei bist und gleich aktiv einsteist.
Harald
Vinotinto · „wie Vinotinto zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Vinotinto »

Den Center von DALI habe ich behalten und seit Weihnachten sind für die Stereokanäle zwei DALI Rubikore 8 im Einsatz. Mit diesem Lautsprecher Setup bin ich ganz zufrieden und wahrscheinlich werde ich das so für die nächsten Jahre beibehalten. Eventuell würde ich noch ausprobieren wollen, welchen Unterschied eine separate Stereoendstufe macht.

Priorität haben jetzt Raumgestaltung und Optimierung der Raumakustik.

PXL_20250329_edit.jpg

Wand zwischen den Frontlautsprechern

Den TV möchte ich optisch großflächig in dunklem Farbton (schwarz?) einrahmen, ca. 3 Meter in der Breite und 2 Meter in der Höhe. Wenn möglich, sollte damit auch die Akustik verbessert werden. Da der Hochtonbereich schon ausreichend gedämmt ist, käme wohl nur Diffusion in Frage. Auf dem Foto sind probeweise aufgestellte Diffusor-Elemente zu sehen. Ich konnte keinen Unterschied wahrnehmen. Vermutlich muss eine größere Flache damit behandelt werden. Die Optik dieser Teile aus geschäumtem Kunststoff sagt mir aber ästhetisch nicht zu. Es gibt schönere Elemente aus Holz, manche sind aber sehr schwer und auch teuer. Echte Hingucker sind auf der Webseite von Etsy.com zu finden. Aus Sicherheitsgründen möchte ich hochpreisige Artikel aber nicht von Firmen außerhalb der EU bestellen.

Absorber in Raumecken

In zwei Raumecken stehen Kunststoffröhren, die als Viertelwellenabsorber die stärkste Raummode abschwächen sollen. Mit aktuell sechs Röhren liegt die Wirkung unterhalb 3 dB. Also benötige ich mehr davon. In einer anderen Ecke stehen vier Pakete Dämmmaterial aus Glaswolle, für breitbandige Absorption im Bassbereich. Ich suche nach einer Möglichkeit, diese Absorber zu verbergen. Eine naheliegende Lösung wären Vorhänge. Der Vorhangstoff sollte aber nicht den Hochtonbereich weiter abschwächen.

Ich bitte um Eure Meinungen und Vorschläge.

Gruß
Andreas
Thomas K. · „wie Thomas K. zum aktiven Hören kam“
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„wie Thomas K. zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Thomas K. »

Hallo Andreas,
Es wundert mich nicht, dass Du mit den QRD Diffusoren keinen Unterschied hörst. M.E. Ist der Abstand zu den Lautsprechern zu gering, um einen Effekt erwarten zu können.
Der TV Bildschirm ist außerdem was Reflektionen anbelangt, eher das dominierende Element.
Du könntest die Diffusoren seitlich bzw. schräg hinter dem Hörplatz positionieren, um mal zu hören, was dann passiert.

Viele Grüße
Thomas
Lauthörer · „wie Lauthörer zum aktiven Hören kam“
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„wie Lauthörer zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Lauthörer »

Hallo Andreas und Namensvetter,

ich weiß nicht recht, aber irgendwie fehlt mir bei all dem, was du gemacht hast, die ordnende Hand. Du hast jetzt einige QWL-Röhren in die Ecke gestellt und wunderst dich über die zu geringe Wirkung. Kein Wunder, die Dosis macht die Wirkung. Die anderen Akustikmaterialien, die ich da sehe, wirken auf mich auch nicht sehr durchdacht. Und dann noch Folgendes. Ich kenne ein paar Leute, die unbedingt Hifi mit Kino/Fernseher kombinieren oder besser zwangsverheiraten möchten bzw. müssen. In einem normalen Wohnzimmer geht so etwas zumeist schief. Zumindest kenne ich in meinem Bekanntenkreis keine einzige zufriedenstellende Lösung. Ich fürchte, du wirst mit leidlichen Kompromissen leben müssen.

Grüße Andreas
Antworten