KSdigital KSD 2030 - ein Eindruck

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Amati » 02.11.2011, 13:42

Hallo Gregor,

ja es ist bedauerlich, dass man manchen Sachen hinterher rennen muss. Noch dazu in der Schweiz.

Mein Eindruck auf dem Workshop war jedoch auch, dass sich die kleinen B&M Modelle nicht wirklich von denen von KSD unterscheiden. Gleiches Gehäusefinish, offenkundig gleiche Treiber. Ob die wirklich anders / besser klingen kann ich leider nicht sagen, weil wir erst später zum WS kamen.

Ich denke du hat gegenüber diesen LS eine große Erwartungshaltung, fürchte aber, dass die LS diese nicht erfüllen können. Andere Mütter haben auch schöne Töchter... Ich wäre mit einer K&H 300 jedenfalls wesentlich glücklicher als mit der KSD.

Peter
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Beitragvon Thomas K. » 02.11.2011, 13:58

Hallo Peter,

da ich die vergangenen Tage nicht anwesend war bin ich erst jetzt auf Deinen Beitrag gestossen.

Ich finde Deine Vorgehensweise richtig, den Lautsprecher erst mal "pur" zu hören, ohne irgendwelche klangverbessernden Maßnahmen. Es muß von Grund auf schon einigermaßen passen, um auch beim Feinschliff erfolgreich zu sein.

Ich kenne die KSdigital 2030 nicht, teile aber die Einschätzung die Du über die Lautsprecher der BM Line Serie abgegeben hast. Was ich allerdings nicht teile ist die Auffassung daß z.B. eine BM Line 15, oder 25 überteuert sind. Ich habe schon einiges aus dem Passivboxenlager gehört, was zusammen mit den dann aufgefahrenen Leistungsverstärkern im gleichen Preisbereich war, nichts war besser als die obengenannten, sondern eher schlechter.

Letztlich ausschlaggebend für die Wahl eines Lautsprechers ist der persönliche Geschmack, die Leistung die ein Lautsprecher läßt sich mit einer Checkliste abhaken. Mir ging es mit einigen Studiolautsprechern so, daß ich zwar die Vorteile erkannt habe, die sie haben, wenn man sie als Arbeitsgerät benutzt, die mich persönlich aber nicht angemacht haben.

Allerdings wäre es seriöser, wenn Du wie schon von einigen vorgeschlagen, die näheren Umstände Deines Tests hier bekanntgeben könntest. Sprich Raumgröße, Wandabstand, Anordnung des Hördreiecks etc.

Grüße
Thomas K.
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Beitragvon macamarramdac » 02.11.2011, 15:12

Hi Peter

Danke für deine Antwort und den KH300 Tipp.

Zu den Parallelen von BM und KSD: die gibt es ganz bestimmt, allerdings auch ein paar unterschiede - bassreflex vs geschlossen oder eben die koax-Treiber. Und die interessieren mich ganz besonders, da ich sie aus den Studio-Modellen von KSD kenne, denn bei diesen Treibern war der Klang komplett vom LS gelöst und herrlich 3D im Raum. Vielleicht ist das ja auch was für dich - jeder hat eine zweite Chance verdient:)

Beste Grusse

Gregor
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Beitragvon cay-uwe » 03.11.2011, 09:22

Peter,

ich finde, Du hast Deine Eindrücke ehrlich beschrieben hast, wenn gleich zum Teil etwas hart ausgedrückt.

Nichts desto trotz sehe ich in Deiner Kritik eventuelle Punkte die der Hersteller aufgreifen kann und um sie möglicherweise umzusetzen.

Die KSD 2030 wurde wie Du bereits gesagt hast schon in Audio getestet und das Ergebnis ist ja auch online zu lesen.

Siehe: http://www.audio.de/testbericht/aktivla ... 01174.html

Persönlich interessieren mich in diesen Test erstmal die Messergebnisse, denn die Höreindrücke sind bekannter weise zum Teil sehr subjektiv, Raum abhängig, usw.

Wie man an den Frequenzgang sehen kann ist die KSD 2030 eher "hell" abgestimmt, was wahrscheinlich zu Deinen "digital" klingenden Eindruck führt. Zu dem kommt noch hinzu, dass ein Koax "sehr direkt" aufspielt. Damit habe ich in meinen Entwicklungen selbst schon Erfahrungen gesammelt und dementsprechend abgestimmt.

Was die Vibrationen angeht sehe ich das sehr entspannt. An anderer Stelle beschrieb ich bereits, dass mir keine Studie oder Untersuchung vorliegt, die eindeutig nachweist, dass Elektronik ( ich meine jetzt nicht elektromechanische Komponenten ) klanglich darunter leidet. Ich kenne aber Untersuchungen, die aufzeigen, dass Elektronikkomponenten selbst bei Rütteltest, die bis zur neunfachen Erdbeschleunigung ( 9 g ) gehen, einwandfrei ihre Arbeit verrichten, sprich sie liefern selbst unter den Bedingungen ihre Sollwerte.
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Beitragvon Punktstrahler » 03.11.2011, 11:07

Hallo Peter,

ich muss sagen, mir hat Dein Beitrag gut gefallen, auch was Du über Malte R. geschrieben hast. Der einzige Fehler war vielleicht diesen namentlich zu erwähnen. Das hat er nämlich nicht verdient, ist er doch den wirtschaftlichen Zwängen seines Verlages untergeordnet und verpflichtet (auf deutsch "gekauft").

Ansonsten ist die BM 35 einer der besten Schallwandler die ich je selbst gehört habe. Zur KSD 2030 kann ich nichts sagen, habe diese nicht gehört. Mein persönlicher Favorit, wenn ich mir einen BM Lautsprecher zulegen würde ist die BM2S. Ich mag eben Kompakt Monitore. Mit Kindersärgen oder gar Erwachsenensärgen kann ich nichts anfangen...

Grüße vom Punktstrahler Winfried

P.S. Irritiert hat mich etwas, wie hier einige sogleich zur Seite springen und wie aufgeschreckte Hinkel reagieren. Hat jemand (Peter) in etwa ne heilige Kuh getreten?
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Beitragvon Heule » 03.11.2011, 11:08

Hallo Cay,
die KSD 2030 ist kein Coax.
http://www.ksdigital.de/ksdhome/ksd2030.php
Die 2020 ist ein Coax, sowie die C Reihe (C5, C55. C8 und C88)
Aber wie du schon sagst, zwischen der Coaxtechnik und der normalen ist
klanglich schon ein Unterschied. Dieser 3D Klang im Nahfeld finde ich
genial von KSD. Man muss es halt auch mögen;-)

Gruß Oliver.
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Beitragvon Sinn » 03.11.2011, 11:08

cay-uwe hat geschrieben:Wie man an den Frequenzgang sehen kann ist die KSD 2030 eher "hell" abgestimmt, was wahrscheinlich zu Deinen "digital" klingenden Eindruck führt. Zu dem kommt noch hinzu, dass ein Koax "sehr direkt" aufspielt. Damit habe ich in meinen Entwicklungen selbst schon Erfahrungen gesammelt und dementsprechend abgestimmt.

Hi Uwe,

Ich kann beim besten Willen keinen Coax bei der 2030 erkennen? Auch sind deine Erfahrungen mit einem PA-Coax entstanden, welcher nicht mit einem klassischen Gewebehochtöner arbeitet.

Mein aktueller Höreindruck mit dem Coax der SOMEO und der meiner verflossenen MEG 906 haben eigentlich das Gegenteil gezeigt, geschlossen unaufdringlich, um Adjektive zu bemühen.

Mit der Abstimmung kann man sicherlich spielen, aber in bedämpfter Studioumgebung ist diese Filterung sicher richtig gewählt.

So meine Seite der Medaille und um hier nicht zu weit zu gehen, ich fand z.B. die oben erwähnte BM 2s schon vor Jahren für meinen Geschmack dünn in den oberen Mitten, daher wirkte die wie blankpoliert. Ich erkläre mir das durch ihr ungleichmäßiges Abstrahlverhalten, Stichwort Bündelung Chassisgröße/Trennfrequenz. Wir saßen allerdings recht nah, um 2m.

Vg
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Beitragvon cay-uwe » 03.11.2011, 11:27

Bitte um Entschuldigung, ich hatte gedacht, dass es sich um ein Koax handelt. Ich hätte besser hinschauen sollen :roll:

Nichts desto trotz, die leichte Tendez "hell" zu spielen ist an den Frequenzgang zu erkennen. Kann aber auch daran liegen, wie ich gerade gesehen habe, dass die 25mm Kalotte ab 1.4kHz getrennt wird.

P.S. Wie immer gibt es auch Missverständnisse wenn es um Terminologie geht. Koax ist sehr breitgefächert auslegbar, was von übereinander liegende Chassis gehen kann, wie Geithain oder SOMEO ( Vifa Chassis ), bis hin zu den Konstruktionen, bei den wie in PA oft üblich Chassis ineinander liegend aufgebaut sind, oder den Coax der hier genannten C8, C55, usw.
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Beitragvon Punktstrahler » 03.11.2011, 14:07

Hallo cay-uwe,

die vorteilhafte Platzierung der Chassis beim Koax wird durch die F-Weiche leider wieder getrübt.

Ist Dir eigentlich das Pfleid-Chassis bekannt? - das mit dem Gummiring (Bedämpfung). Dieses wird heute im aktuellen Schallwandler von Voicepoint verwendet, siehe voicepoint.de, hier im übrigen (gottseidank) ohne Frequenzweiche.

Grüße vom Punktstrahler Winfried
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Beitragvon cay-uwe » 03.11.2011, 14:47

Hallo Punkstrahler Winfried,

natürlich ist mir das Pfleid Chassis bekannt. Er hat den Breitbänder sehr gut optimiert.

Nicht desto trotz, wie immer gibt es Vor- und Nachteile, die hier wegen OFF TOPIC, nicht diskutiert werden sollten.

Nur eines, in meine Entwicklungen versuche ich trotz mancher Kompromisse, die Weiche so zu gestalten, dass die "Fehler" minimal ausfallen.

Bei der KSD 2030 hat man das per FIR gemacht. Das ist schon ein deutlicher Zugewinn, den man sich aber wieder mit einen Nachteil einkauft. Betrachtet man die gezeigte Sprungantwort im Test, wird man das erkennen.

Nun bin ich aber nicht derjenige der ausschließlich auf Messungen geht, da nicht alles was sich gut misst, sich auch gut anhören muss :wink:
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Beitragvon macamarramdac » 03.11.2011, 15:36

Hoi z'äme

Hab grad mit KSD telefoniert und es besteht noch ein kleines fünkchen Hoffnung, dass ich doch noch in den Genuss dieser LS komme, ohne sie in die Schweiz importieren zu müssen. Allerdings ist noch nicht ganz klar mit welchen modellen es klappen könnte, werde berichten... :cheers: es könnte ja mitunter dazu dienen die koax/ nicht-koax Abstimmungen / klangbilder der KSDs zu beleuchten - steuere jedenfalls gerne meine höreindrücke bei, falls es klappt

Und hier mal die verbindlichen Preise (laut Hersteller) aller Modelle falls es von Interesse ist:

2010: 1.500€
2020: 4.000€
2030: 5.500€
2040: 8.000€

g:)
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Beitragvon macamarramdac » 22.01.2012, 19:38

Übrigens: diesen von der Presse hervorragend beläumundeten und hier sehr kontrovers diskutierten, im obersten Sinne vollaktiven Lautsprecher gibt es gerade in diesem Forum im "aktiven Marktplatz" für wohlfeile € 4.500,-.

@ Neubesitzer: unbedingt Ehrfahrungsbericht hier einstellen, bitte!!!

:cheers:
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Beitragvon Mr. Wilson » 29.02.2012, 20:33

Hallo zusammen,

wollte nur kurz anmerken, daß die im Marktplatz angebotenen KSD 2030 sehr treffend in der HiFi Stars von Sven Bauer besprochen worden. Kann dies so bestätigen, da ich diese LS derzeit besitze. (auch wenn ich sie wieder zum Verkauf angeboten habe, was im Übrigen nichts mit den KSDs zu tun hat!)
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Beitragvon cinematic » 10.11.2015, 21:10

Ich hole mal den Thread hier wieder vor, denn es gibt die Ankündigung einer neuen KS Digital 2030

viel Info gibt es noch nicht, außer dieser hier

Aktiver! Zeitrichtiger! Digitaler! Standlautsprecher mit analogem und digitalem Eingang zur direkten Anbindung an Ihre digitale Quelle. Keep it simple and it sounds pure! Studioqualität für Zuhause ...

Und so schaut sie aus:

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Gruß
tom
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Schallführung (Waveguide)

Beitragvon musikgeniesser » 11.11.2015, 16:17

Lieber Tom,
liebe Forenten,

Schallführung scheint ein immer wichtigeres Thema zu werden. Soweit ich mich damit beschäftigt habe, ist die Form nicht frei wählbar, sondern muss nach bestimmten Regeln gestaltet sein. Für Laien wie mich entsteht dabei der Eindruck, dass die Form auf jeden Fall fließend sein muss. Meine Cabasse-Boxen haben das -- allerdings ganz kurze (kürzer als die Scheitelhöhe der Kalotten, sprich, die Kalotten schauen aus dem Trichter heraus, zumindest der Mitteltöner (55 mm, 1.000 bis 5.500 Hz)) -- schon Ende der 70er/Anfang der 80er gehabt und bei Profiboxen fing das in der Zeit auch an (Genelec) und ist seitdem dort mehr oder weniger Standard, so scheint mir.

Diese fließenden Formen finde ich hier beim Hochtöner auch, bei den Tiefmitteltönern aber ist das ein einfacher Kegeltrichter mit scharfen Kanten. Ist das ok, "nicht so wichtig" oder gar Scharlatanerie? Jürgens (shakti) YG ANAT II Reference Professional haben solch eckige Übergänge ja sogar beim Hochtöner und ich frage mich, was insgesamt davon zu halten ist.

Gibt es dazu Meinungen?

Fragt sich gespannt

Peter
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