URPS-DBA
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Tesla · „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gemeinde,
Ich trage mich mit dem Gedanken ein DBA mit je einem 2 x 2 oder 3 x 2 Gitter an Front- und Rückwand als Subwoofer zu betreiben.
Dabei möchte ich geschossene Lautsprecher nach dem URPS-Prinzip bauen. Ich denke dabei an eine Einbauresonanzfrequenz von mindestens 80 Hz, besser 120 Hz (damit es auch im Übergangsbereich zu den Hauptlautsprechern wirksam ist) bei einem QTC von möglichst 0,5 für perfektes Ausschwingen.
Mir ist klar, dass eine solche Konstruktion Treiber von hoher elektrischer Belastbarkeit und sehr hohem EBP erfordert.
ich wollte mal in die Runde fragen, ob jemand von euch schon mal so etwas im Einsatz hatte bzw. wie eure Gedanken dazu sind.
Gruß
Tesla
Ich trage mich mit dem Gedanken ein DBA mit je einem 2 x 2 oder 3 x 2 Gitter an Front- und Rückwand als Subwoofer zu betreiben.
Dabei möchte ich geschossene Lautsprecher nach dem URPS-Prinzip bauen. Ich denke dabei an eine Einbauresonanzfrequenz von mindestens 80 Hz, besser 120 Hz (damit es auch im Übergangsbereich zu den Hauptlautsprechern wirksam ist) bei einem QTC von möglichst 0,5 für perfektes Ausschwingen.
Mir ist klar, dass eine solche Konstruktion Treiber von hoher elektrischer Belastbarkeit und sehr hohem EBP erfordert.
ich wollte mal in die Runde fragen, ob jemand von euch schon mal so etwas im Einsatz hatte bzw. wie eure Gedanken dazu sind.
Gruß
Tesla
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Hornguru · „wie Hornguru zum aktiven Hören kam“
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Hallo Tesla
Ich erinnere mich nur grob. Angeblich sollen sich Treiber unterhalb ihrer Resonanz Frequenz linearer verhalten. Die Erklärungen hinken an einigen Stellen. Ein Bekannter betreibt mehrere Urps Multi Subs. Klingt nur OK.
Die Nachteile sind jedoch gross und nicht von der Hand zu weisen: geringer Wirkungsgrad, sehr hoher Leistungsbedarf der Endstufe, mechanische und thermische Kompression, viel Klirr.
Da du im Parallel Threat nach lebendigem Klang fragst (mechanische Güte), das scheint mir maximal Kontraproduktiv zu sein.
Wenn dir die Beweggründe zum Urps wichtig sind, würde ich stattdessen auf Membranregelung setzen. Ala BM oä.
Wenn es um Lebendigkeit geht würde ich eher auf straffe 15” Pappen setzen.
Da ein DBA aber ohnehin kein leichtes Vorhaben ist, empfehle ich eher alle unnötigen Einschränkungen zu ignorieren. Lieber Kosten, Optik, Platzbedarf, und Umsetzung priorisieren.
Grüße
Josh
Ich erinnere mich nur grob. Angeblich sollen sich Treiber unterhalb ihrer Resonanz Frequenz linearer verhalten. Die Erklärungen hinken an einigen Stellen. Ein Bekannter betreibt mehrere Urps Multi Subs. Klingt nur OK.
Die Nachteile sind jedoch gross und nicht von der Hand zu weisen: geringer Wirkungsgrad, sehr hoher Leistungsbedarf der Endstufe, mechanische und thermische Kompression, viel Klirr.
Da du im Parallel Threat nach lebendigem Klang fragst (mechanische Güte), das scheint mir maximal Kontraproduktiv zu sein.
Wenn dir die Beweggründe zum Urps wichtig sind, würde ich stattdessen auf Membranregelung setzen. Ala BM oä.
Wenn es um Lebendigkeit geht würde ich eher auf straffe 15” Pappen setzen.
Da ein DBA aber ohnehin kein leichtes Vorhaben ist, empfehle ich eher alle unnötigen Einschränkungen zu ignorieren. Lieber Kosten, Optik, Platzbedarf, und Umsetzung priorisieren.
Grüße
Josh
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Tesla · „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
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Hallo Josh,
danke für deine Antwort.
wie du meinem Vorstellungsthread (mit Bildern) entnehmen kannst, betreibe ich derzeit ein sog. "Nubert-DBA" mit 2 Beyma 18LX60v1 in URPS-Manier in Betongehäusen mit fc=90Hz und 2 zweckentfremdete 3-Wege-Boxen für das hintere Gitter.
Die Wiedergabe ist recht knackig und funktioniert auch bei kleinen Lautstärken recht gut. Alles harmoniert mit meinen Jordan JX92S Breitbändern.
Allerdings möchte ich hinten in Zukunft richtige Subs verwenden, die die zweckentfremdeten 3-Wege-Boxen, die ich für das hintere Gitter missbraucht habe und mit ihrer Aufgabe bei höheren Lautstärken hoffnungslos überfordert sind, ersetzen.
Leider sind die Nachfolger meiner nicht mehr produzierten Beymas von ihren TSP etwas anders als meine (Höherer Qts). Beide haben allerdings ohnehin schon ein zu hohen Qtc in meinem Gehäuse beim gewünschten fc. Deshalb wollte ich - falls ich wieder ein Nubert-DBA einsetzen werde, 4 neue 18-Zöller einsetzen oder alternativ mindestens 8 kleinere Chassis für ein "richtiges" DBA, das auch die Höhendimension des Raumes berücksichtigt, also 2 Wände mit je 2 x 2 Gitter oder je 3 x 2 Gitter bauen.
Gruß
Tesla
danke für deine Antwort.
wie du meinem Vorstellungsthread (mit Bildern) entnehmen kannst, betreibe ich derzeit ein sog. "Nubert-DBA" mit 2 Beyma 18LX60v1 in URPS-Manier in Betongehäusen mit fc=90Hz und 2 zweckentfremdete 3-Wege-Boxen für das hintere Gitter.
Die Wiedergabe ist recht knackig und funktioniert auch bei kleinen Lautstärken recht gut. Alles harmoniert mit meinen Jordan JX92S Breitbändern.
Allerdings möchte ich hinten in Zukunft richtige Subs verwenden, die die zweckentfremdeten 3-Wege-Boxen, die ich für das hintere Gitter missbraucht habe und mit ihrer Aufgabe bei höheren Lautstärken hoffnungslos überfordert sind, ersetzen.
Leider sind die Nachfolger meiner nicht mehr produzierten Beymas von ihren TSP etwas anders als meine (Höherer Qts). Beide haben allerdings ohnehin schon ein zu hohen Qtc in meinem Gehäuse beim gewünschten fc. Deshalb wollte ich - falls ich wieder ein Nubert-DBA einsetzen werde, 4 neue 18-Zöller einsetzen oder alternativ mindestens 8 kleinere Chassis für ein "richtiges" DBA, das auch die Höhendimension des Raumes berücksichtigt, also 2 Wände mit je 2 x 2 Gitter oder je 3 x 2 Gitter bauen.
Gruß
Tesla
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Hornguru · „wie Hornguru zum aktiven Hören kam“
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Hallo Tesla
Derartig provisorische Testaufbauten hatte ich auch mal probiert. Meins taugte nicht wirklich für ein ernsthaftes Ergebnis.
Zum einen braucht man für gute Linearität (und das ist ja das Ziel des DBA) eine höhere Gitterdichte als gehofft. Sprich viele Subs.
Und zum anderen sollten diese alle möglichst identisch sein. Treiber, Gehäuse usw. Damit ohne groß Gebastel der Amplitudenfrequenzgang und die Phase aller Treiber ziemlich identisch ist, denn nur so kann man eine gute Auslöschung gewährleisten.
Das führt fast immer zu einer ähnlichen Agenda:
- Viele günstige, aber noch gute Treiber besorgen.
- Viele günstige, einfache, kompakte, ansehnliche Gehäuse.
- DSP + mehrere Amps (mind. 2, besser mehr). Am besten auch diese gleichen Modells.
- Schauen dass man das Gitter gut an den Raum anpasst (Heizung, Tür, Fenster, Asymmetrie, Möbel etc).
Allein hier wird es schon schwer wenig Kompromisse einzugehen. Da scheint mir der Wunsch nach RMS als ob man sich in nebensächlichen Details verliert und Zeit verschwendet, ehe man ernsthafte Versuche und Erfahrungen gestartet hat.
Ist schon so schwer genug
Gruß
Josh
Derartig provisorische Testaufbauten hatte ich auch mal probiert. Meins taugte nicht wirklich für ein ernsthaftes Ergebnis.
Zum einen braucht man für gute Linearität (und das ist ja das Ziel des DBA) eine höhere Gitterdichte als gehofft. Sprich viele Subs.
Und zum anderen sollten diese alle möglichst identisch sein. Treiber, Gehäuse usw. Damit ohne groß Gebastel der Amplitudenfrequenzgang und die Phase aller Treiber ziemlich identisch ist, denn nur so kann man eine gute Auslöschung gewährleisten.
Das führt fast immer zu einer ähnlichen Agenda:
- Viele günstige, aber noch gute Treiber besorgen.
- Viele günstige, einfache, kompakte, ansehnliche Gehäuse.
- DSP + mehrere Amps (mind. 2, besser mehr). Am besten auch diese gleichen Modells.
- Schauen dass man das Gitter gut an den Raum anpasst (Heizung, Tür, Fenster, Asymmetrie, Möbel etc).
Allein hier wird es schon schwer wenig Kompromisse einzugehen. Da scheint mir der Wunsch nach RMS als ob man sich in nebensächlichen Details verliert und Zeit verschwendet, ehe man ernsthafte Versuche und Erfahrungen gestartet hat.
Ist schon so schwer genug
Gruß
Josh
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wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
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Liebe URPS Fans,
ich kenne DBAs, aber URPS DBA leider nicht und hoffe meine Fragen sind nicht zu weit off-topic:
- Was ist URPS bzw. wofür steht die Abkürzung?
- Wo finde ich mehr Informationen dazu?
Danke und Grüße,
Winfried
ich kenne DBAs, aber URPS DBA leider nicht und hoffe meine Fragen sind nicht zu weit off-topic:
- Was ist URPS bzw. wofür steht die Abkürzung?
- Wo finde ich mehr Informationen dazu?
Danke und Grüße,
Winfried
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phase_accurate · „wie phase_accurate zum aktiven Hören kam“
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Hallo Winfried
URPS = Under Resonsnce Principle Subwoofer
Alos ein Chassis in einem (zu)kleinen Gehäuse und auf Frequenzganglinearität entzerrt.
Die Firma BagEnd macht das seit Jahren. Dort hiess das früher "ELF" (Extended Low Frequency) und heute "Infra". BagEnd entzerrt hier zum Teil bis 8Hz.
https://bagend.com/what-is-infra/
Nicht dass die Dinger auch bei diesen tiefen Frequenzen noch merklich Schaldruck erzeugen können. Aber das Impulsverhalten wird dadurch verbessert. Und in einer Studiosituation ist es z.T. auch zu empfehlen wenn der Toni von allfälligen Infraschallanteilen Kenntnis bekommt, bevor diese das Endprodukt erreichen.
Gruss
Charles
URPS = Under Resonsnce Principle Subwoofer
Alos ein Chassis in einem (zu)kleinen Gehäuse und auf Frequenzganglinearität entzerrt.
Die Firma BagEnd macht das seit Jahren. Dort hiess das früher "ELF" (Extended Low Frequency) und heute "Infra". BagEnd entzerrt hier zum Teil bis 8Hz.
https://bagend.com/what-is-infra/
Nicht dass die Dinger auch bei diesen tiefen Frequenzen noch merklich Schaldruck erzeugen können. Aber das Impulsverhalten wird dadurch verbessert. Und in einer Studiosituation ist es z.T. auch zu empfehlen wenn der Toni von allfälligen Infraschallanteilen Kenntnis bekommt, bevor diese das Endprodukt erreichen.
Gruss
Charles
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wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
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Vielen Dank Charles, das hilft.
Grüße,
Winfried
Grüße,
Winfried
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Tesla · „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
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Meines Wissens nach (aus einem Gespräch mit Johannes Siegler - soweit ich mich inhaltlich korrekt erinnere) sind die Backes und Müller Lautsprecher im Bass auch URPS-Konstruktionen - allerdings mit einem Qtc von ca. 1,1 (max. Wirkungsgrad) und analog geregelt (um das Überschwingen weitgehend zu kompensieren).
Laut meinen Erinnerungen (es ist schon ca. 10 Jahre her) hörte sich das auch sehr trocken und präzise an - also Mission erfolgreich.
Leider verfüge ich nicht über das nötige Know How für eine aktive Regelung, sonst würde ich das glatt machen.
Deshalb kam ich auf die Idee, einen Qtc von 0,5 zu verwenden, womit theoretisch eine aktive Regelung nicht mehr so unbedingt erforderlich ist wie bei einem Qtc von 1,1 (den er gewählt hat, weil das Ausschwingen bei 0,5 zu lange dauern würde).
Meine Idee hierzu ist, dass man das Problem mit dem Ausschwingen vielleicht lösen kann indem man fc hinreichend hoch legt (am besten 1,5-fache Trennfrequenz der Subwoofer bei einer Flankensteilheit von 48dB/Oktave).
Nachteil dieser Lösung: es kostet viel Wirkungsgrad. Aber bei meiner Anwendung (max 100dB SPL im 18qm Wohnzimmer) sollte das machbar sein.
Gruß
Tesla
Laut meinen Erinnerungen (es ist schon ca. 10 Jahre her) hörte sich das auch sehr trocken und präzise an - also Mission erfolgreich.
Leider verfüge ich nicht über das nötige Know How für eine aktive Regelung, sonst würde ich das glatt machen.
Deshalb kam ich auf die Idee, einen Qtc von 0,5 zu verwenden, womit theoretisch eine aktive Regelung nicht mehr so unbedingt erforderlich ist wie bei einem Qtc von 1,1 (den er gewählt hat, weil das Ausschwingen bei 0,5 zu lange dauern würde).
Meine Idee hierzu ist, dass man das Problem mit dem Ausschwingen vielleicht lösen kann indem man fc hinreichend hoch legt (am besten 1,5-fache Trennfrequenz der Subwoofer bei einer Flankensteilheit von 48dB/Oktave).
Nachteil dieser Lösung: es kostet viel Wirkungsgrad. Aber bei meiner Anwendung (max 100dB SPL im 18qm Wohnzimmer) sollte das machbar sein.
Gruß
Tesla
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Tesla · „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gemeinde,
ich habe mal begonnen, 2 Chassis für den endgültigen URPS-Betrieb zu evaluieren (siehe mein Vorstellungsthread).
Gruß
Tesla
ich habe mal begonnen, 2 Chassis für den endgültigen URPS-Betrieb zu evaluieren (siehe mein Vorstellungsthread).
Gruß
Tesla
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Hallo Tesla,Tesla hat geschrieben: 30.05.2025, 22:55...allerdings mit einem Qtc von ca. 1,1 (max. Wirkungsgrad) und analog geregelt (um das Überschwingen weitgehend zu kompensieren).
Laut meinen Erinnerungen (es ist schon ca. 10 Jahre her) hörte sich das auch sehr trocken und präzise an - also Mission erfolgreich.
Deshalb kam ich auf die Idee, einen Qtc von 0,5 zu verwenden, womit theoretisch eine aktive Regelung nicht mehr so unbedingt erforderlich ist wie bei einem Qtc von 1,1 (den er gewählt hat, weil das Ausschwingen bei 0,5 zu lange dauern würde).
der Klassiker ist Qtc 0,705 (Butterworth): Maximal linearer Frequenzgang bis zur Grenzfrequenz (f₃), sehr gute Dynamik. Dabei denkt man aber vorrangig an das Verhalten um die ftc herum, um einen großen linearen Bereich ohne zusätzliche Entzerrung zu bekommen.
Der Klirrfaktor steigt zu niedrigeren Frequenzen hin an.
Vor 70 Jahren schrieb Gilbert A. Briggs (Gründer Wharfedale), dass Chassis unterhalb ihrer Resonanzfrequenz angesteuert zur Frequenzverdopplung neigen. Peter Lyngdorf sagte mir vor 25 Jahren, dass gute Chassis derzeit dieses Verhalten nicht mehr nennenswert zeigen (seineW210 Eckwoofer hatten eine Abstimmung auf 40Hz, konnten auf 15Hz entzerrt werden, machten dann aber bei niedrigeren Frequenzen deutliche Nebengeräusche).
Qtc 0,50 (Linkwitz): Perfekte Impulstreue, kein Nachschwingen ("trockener" Bass), aber sehr leiser Tiefbass; benötigt sehr große Gehäuse.
Es sind mehrere Punkte, wo man Abstriche im Wirkungsgrad hinnehmen muss.Meine Idee hierzu ist, dass man das Problem mit dem Ausschwingen vielleicht lösen kann indem man fc hinreichend hoch legt (am besten 1,5-fache Trennfrequenz der Subwoofer bei einer Flankensteilheit von 48dB/Oktave).
Nachteil dieser Lösung: es kostet viel Wirkungsgrad. Aber bei meiner Anwendung (max 100dB SPL im 18qm Wohnzimmer) sollte das machbar sein.
Weniger bei Qtc 1,1 (Chebychef): Erzeugt einen "Bassbuckel" (Betonung bei der Resonanzfrequenz), mehr Abstriche bei Qtc 0,50 (Linkwitz).
Joachim Gerhard schlug vor, den Audio Physics Subwoofer unterhalb der Raumresonanz zu betreiben, um den Tiefbass dröhnfrei zu bekommen, Ankopplung in Raumecke. Das war ein Hinweis darauf, dass der Raum schnell das gute Subwooferverhalten vermasseln kann (angestrebter Bass: schnell, trocken).
Ob steile Filter mit 48dB frei von Ein-/Ausschwingvorgängen sind, darf bezweifelt werden.
Betrachtet man die Spektralanalysen durchschnittlicher Musik (ich meine nicht bassaufgeblähte Charts-Musik), findet man ein Amplitudenmaximum im Bereich 80-100Hz, darüber und darunter fallen die Kurven unterschiedlich steil weitgehend stetig ab.
Auch die Häufigkeit der gespielten Töne dominiert diesen Grundtonbereich bis hin zu ca.200Hz.
Das sind Gedanken, die mir spontan dazu einfallen.
Ich hatte in den 1980rn vorübergehend einen recht kompakten URPS namens Sangit. Damals war mein Hörraum(Mietwohnung) klein,den Bassnutzen hatte mein Nachbar mehr als ich. Der Bass war schnell und trocken, er fügte sich so gut klanglich ein, dass man ihn kaum bemerkte (was ja ein anzustrebendes Merkmal sein sollte). Als er ging, vermisste ich ihn nicht. Heute würde ich das anders werten...
Grüße
Hans-Martin
-
Tesla · „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
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- Registriert: 23.02.2021
- „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
Hallo Hans-Martin,
wenn ich dich richtig verstehe, warst/ bist du also durchaus dem URPS-Konzept nicht abgeneigt. Was hat dein Denken dann verändert und in welche Richtung?
Es ist nicht ganz einfach, den passenden Treiber für einen dogmatisch perfekten URPS mit niedrigem Qtc zu finden. Entweder landet man bei einem zu niedrigen fc, einem zu hohen Qtc oder Vb wird so klein, dass schon bei moderaten Auslenkungen ein extremer Druck im Gehäuse erzeugt wird, der dann mit hohen Verzerrungen einhergeht.
Deshalb habe ich nach Chassis gesucht, die einen hohen Vas, einen extrem niedrigen Qts und ein sehr hohes BL-Produkt aufweisen. Es blieben von allen, mir bekannten Chassis nur der PD.123c001 und der Beyma12P80Nd übrig um auch noch jenseits von 100Hz auf einen Qtc von <= 0,5 zu kommen. Google Gemini meinte sogar, dass 0,4 für meinen Geschmack noch besser sei. Wo der das wohl her hat?
Einen fc von > 100Hz kann man prinzipiell mit jedem Bass erreichen, dann aber mit katastrophalem Qtc. Ich denke, dass solche Konstruktionen zum zweifelhaften Ruf dieses Konzeptes geführt haben. Auch ist die Meinung, dass man eine Unmenge von Chassis benötige scheinbar nicht auszurotten.
Mit den o.g. Chassis kann man die Zielwerte erreichen und den Frequenz- und GLZ-gang durch anheben am untern Ende oder absenken am oberen Ende (was ich für zielführender hinsichtlich GLZ halte) erreichen. Das Konstrukt ist natürlich ein Wirkungsgradschrotti. U.a. deshalb verwende ich dieses Konstrukt im Rudel, sprich DBA. Dann sollte es klappen.
Natürlich macht ein solches Konstrukt nur maximal Sinn wenn die Raummoden eliminiert wurden (-> DBA). Ich kann ohnehin nur jedem, der die Möglichkeit hat, ein DBA einzusetzen, es auch zu tun. Man bräuchte ansonsten meterdickes Dämmaterial um passiv (wenn überhaupt) ähnlches zu erreichen (-> NER-Raum nach Newell und Hidley).
Gruß
Tesla
wenn ich dich richtig verstehe, warst/ bist du also durchaus dem URPS-Konzept nicht abgeneigt. Was hat dein Denken dann verändert und in welche Richtung?
Es ist nicht ganz einfach, den passenden Treiber für einen dogmatisch perfekten URPS mit niedrigem Qtc zu finden. Entweder landet man bei einem zu niedrigen fc, einem zu hohen Qtc oder Vb wird so klein, dass schon bei moderaten Auslenkungen ein extremer Druck im Gehäuse erzeugt wird, der dann mit hohen Verzerrungen einhergeht.
Deshalb habe ich nach Chassis gesucht, die einen hohen Vas, einen extrem niedrigen Qts und ein sehr hohes BL-Produkt aufweisen. Es blieben von allen, mir bekannten Chassis nur der PD.123c001 und der Beyma12P80Nd übrig um auch noch jenseits von 100Hz auf einen Qtc von <= 0,5 zu kommen. Google Gemini meinte sogar, dass 0,4 für meinen Geschmack noch besser sei. Wo der das wohl her hat?
Einen fc von > 100Hz kann man prinzipiell mit jedem Bass erreichen, dann aber mit katastrophalem Qtc. Ich denke, dass solche Konstruktionen zum zweifelhaften Ruf dieses Konzeptes geführt haben. Auch ist die Meinung, dass man eine Unmenge von Chassis benötige scheinbar nicht auszurotten.
Mit den o.g. Chassis kann man die Zielwerte erreichen und den Frequenz- und GLZ-gang durch anheben am untern Ende oder absenken am oberen Ende (was ich für zielführender hinsichtlich GLZ halte) erreichen. Das Konstrukt ist natürlich ein Wirkungsgradschrotti. U.a. deshalb verwende ich dieses Konstrukt im Rudel, sprich DBA. Dann sollte es klappen.
Natürlich macht ein solches Konstrukt nur maximal Sinn wenn die Raummoden eliminiert wurden (-> DBA). Ich kann ohnehin nur jedem, der die Möglichkeit hat, ein DBA einzusetzen, es auch zu tun. Man bräuchte ansonsten meterdickes Dämmaterial um passiv (wenn überhaupt) ähnlches zu erreichen (-> NER-Raum nach Newell und Hidley).
Gruß
Tesla