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Lauthörer · „wie Lauthörer zum aktiven Hören kam“
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„wie Lauthörer zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Lauthörer »

Hallo zusammen,

ich bin kürzlich auf das Label Colemine Records gestoßen und dabei auf die mir bisher völlig unbekannte Band mit dem ungewöhnlichen Namen Karate Boogaloo. NIcht nur die Musik beim Reinhören, sondern auch die puristische Aufnahmetechnik mit einer alten Studiobandmaschine Ampex 440 in 4-Spurtechnik, hat mich aufhorchen lassen. Das Album heißt Access all Areas.

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Ich habe dann, um einmal selbst nichts zu schreiben und aus Neugier, KI mit dem Schreiben eines Forumsbeitrags "beauftragt".
Das ist das Ergebnis. Besser hätte ich es nicht gekonnt, und der Beitrag trifft inhaltlich für mich ins Schwarze.

KI Beginn:

Karate Boogaloo – Access All Areas – Funk mit direktem Draht zum Bandmaschinenzeitalter

Karate Boogaloo kommen aus Melbourne und sind ein vierköpfiges Instrumental-Funk-Ensemble: Bass, Schlagzeug, Gitarre und Hammond-Orgel. Die vier Musiker kennen sich bereits seit ihrer Schulzeit und haben sich musikalisch stark an den großen kleinen Combos der späten 60er und frühen 70er Jahre orientiert – allen voran The Meters, Booker T. & the M.G.'s und The J.B.'s.

Das hört man auch. Aber Karate Boogaloo sind keineswegs eine bloße Retro-Band. Sie haben aus diesen Einflüssen inzwischen einen ausgesprochen eigenen, etwas schrägen und wunderbar lässigen Instrumental-Funk entwickelt.

Colemine Records

Veröffentlicht wird Access All Areas bei Colemine Records aus Loveland, Ohio – einem Label, das für Freunde von Soul, Funk und analog orientierten Produktionen ohnehin eine interessante Adresse ist.

Colemine passt deshalb hervorragend zu Karate Boogaloo. Das Label hat ein ausgesprochen gutes Gespür für Musik, die sich nicht nach den aktuellen Produktionsmoden richtet, sondern den Charakter von Soul und Funk bewahren möchte.

Access All Areas erscheint am 9. Oktober 2026; das Album umfasst elf Stücke.

Besonders interessant: die Ampex 440

Für mich ist allerdings die Aufnahmetechnik das eigentlich Bemerkenswerte.

Die Aufnahmen entstanden unter Beteiligung von Alex Bennet von Sound Recordings, der dafür eine 4-Spur-Ampex 440 eingesetzt hat. Die offizielle Beschreibung formuliert das augenzwinkernd als „steering the 4 track Ampex 440 off road when required“ – also sinngemäß: Er hat die alte Ampex durchaus auch einmal abseits der üblichen Wege bewegt, ohne dabei die richtige Atmosphäre aus den Augen zu verlieren.

Und genau das finde ich an dieser Platte so spannend.

Eine 4-Spur-Maschine bedeutet zunächst einmal eine ganz erhebliche Beschränkung gegenüber den heutigen praktisch unbegrenzten digitalen Möglichkeiten. Man kann nicht beliebig viele Einzelspuren anlegen, nachträglich jeden Musiker separat bearbeiten und anschließend alles bis ins kleinste Detail zusammensetzen.

Das zwingt Musiker und Toningenieur zu einer anderen Arbeitsweise.

Die vier Musiker müssen als Band funktionieren.

Und der Toningenieur muss sich wesentlich stärker überlegen, was wirklich aufgenommen werden muss, anstatt später alles reparieren zu können.

Bei einer guten analogen Bandaufnahme kommt außerdem etwas hinzu, das mit einem noch so perfekten digitalen Signal nicht ganz dasselbe ist: Das Band reagiert auf Pegel. Bei entsprechendem Aussteuerungsbereich entstehen Kompression und Sättigung, Transienten werden etwas abgerundet, und das Signal bekommt eine gewisse Dichte und Geschlossenheit.

Gerade bei Funk mit Schlagzeug, Bass, Orgel und Gitarre kann das sehr schön funktionieren.

Und genau so klingt die Platte für mich

Was mir an Access All Areas besonders gefällt, ist deshalb nicht irgendein spektakulärer audiophiler Effekt.

Im Gegenteil.

Die Aufnahme drängt sich nicht zwischen mich und die Musik.

Ich habe beim Hören den Eindruck, dass hier jemand sehr genau wusste, wann er nichts tun sollte.

Die Instrumente klingen nicht übermäßig herauspräpariert. Das Schlagzeug hat nicht diese moderne, künstlich aufgepumpte Präsenz, der Bass ist nicht auf maximale Tiefbasswirkung getrimmt und auch die einzelnen Instrumente werden nicht ständig mit irgendwelchen Effekten in den Vordergrund gerückt.

Stattdessen entsteht ein sehr geschlossenes, organisches Klangbild.

Es klingt für meine Ohren erstaunlich roh und unmittelbar – und gleichzeitig keineswegs schlecht oder primitiv aufgenommen. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Die Aufnahme vermittelt eher den Eindruck, dass man vier Musiker in einem Raum spielen hört, anstatt vier perfekt isolierte Studiokanäle, die anschließend am Computer zu einer Band zusammengesetzt wurden.

Und ich vermute, dass genau hier die Beschränkung der analogen Aufnahmetechnik ihren besonderen Reiz entfaltet.

Interessanterweise entspricht das auch der musikalischen Philosophie dieses Albums. Die Band beschreibt Access als eine Art Leitidee: Wenn ein Stück zu kompliziert wurde, flog es raus; die Arrangements sollten kompakt bleiben, „bells and whistles“ wurden auf ein Minimum reduziert. Im Vergleich zum Vorgänger Hold Your Horses sei das neue Album eher ein Haiku als ein Epos.

Das passt hervorragend zur Produktion.

Weniger Technik – mehr Musik?

Natürlich ist eine 4-Spur-Ampex nicht automatisch ein Garant für eine gute Aufnahme. Man kann auch mit einer hervorragenden Bandmaschine schlechte Musik und schlechte Aufnahmen produzieren.

Hier scheint mir aber etwas anderes passiert zu sein:

Die technische Beschränkung unterstützt die musikalische Ästhetik.

Karate Boogaloo spielen ohnehin eine Musik, die von Groove, Zusammenspiel und Timing lebt. Da ist es geradezu konsequent, die Aufnahme nicht anschließend mit unzähligen Eingriffen zu „optimieren“.

Das Ergebnis empfinde ich deshalb als angenehm unperfekt.

Man hört die Musiker und nicht die Studiotechnik.

Und vielleicht ist genau das für mich der größte Reiz dieser Platte: Sie versucht nicht, „analog“ zu klingen. Sie klingt einfach wie eine Band, die miteinander Musik macht – und eine alte Ampex 440 scheint dabei ihren Teil dazu beigetragen zu haben.

Für mich deshalb eine klare Empfehlung für alle, die Instrumental-Funk, analoge Aufnahmetechnik und einen möglichst natürlichen Studioklang mögen.

Und am besten natürlich nicht nebenbei hören, sondern einmal richtig laut und konzentriert über eine gute Anlage. 😉

KI Ende

Ich hoffe, ich habe damit jetzt nicht genervt.

VG Andreas
RayDigital · „wie RayDigital zum aktiven Hören kam“
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„wie RayDigital zum aktiven Hören kam“

Beitrag von RayDigital »

Hallo Andreas,

ich hätte es authentischer und ehrlicher empfunden, wenn Du anstatt die KI zu bemühen, Deine eigenen Gedanken zu der Musik von „Karate Boogaloo“ und dem Album „Access All Areas“ aufgeschrieben hättest.
Denn darin liegt für mich genau der Reiz von Musikempfehlungen hier im Forum, nämlich selber und subjektiv zu begründen, warum man z.B. ein bestimmtes Album und/oder einen bestimmten Musik- und/oder Aufnahmestil präferiert.
Trotzdem danke ich Dir für diese Musikempfehlung, die ich mir beizeiten einmal anhören werde.

Gruß,
Raimund
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