Relais R2R Widerstands Lautstärkenregler

selbst ist der Mann / die Frau
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L1000 · „wie L1000 zum aktiven Hören kam“
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„wie L1000 zum aktiven Hören kam“

Beitrag von L1000 »

Hallo,

hat jemand schon mal solche analoge Lautstärkenregler ausprobiert?
https://de.aliexpress.com/item/10050058 ... in_prod%3A
Mein SPL Phonitor 2 hat ein Alps RK27 Potentiometer verbaut. Der klingt schon mal besser als die digitale Einstellung am MiniDSP SHD.
Am SPL kann man den Regler aber auch mit DIP Schaltern umgehen.
Kann so was noch was bringen? Wenn ja wie viel K wäre Sinnvoll. 50K ist der normale gibt ihn aber auch in 10k, 20K, 100K und 250K

Gunnar
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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„wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Gunnar,
ich erinnere mich an einen schon lange zurückliegenden Hörvergleich von analogen Lautstärkerstellern in audio/stereoplay.
Da kam das Potentiometer von Noble am besten weg, der Stufenschalter mit Widerstandskette überzeugte nicht.
Bei einem Cambridge-Vorverstärker fielen einzelne Relaiskontakte aus, , zu Hauf wurden die Steckkarten mit den Relais getauscht.
Nicht jedes Relais ist für so kleine Ströme geeignet... entgegen der üblichen Erwartung, die sich nach Strommaximum orientiert.
Bei einem Umbau eines Naim Vorverstärkers auf Batteriebetrieb war ich verblüfft, wie die Stromversorgung der Relaissteuerung für die Eingangswahl bei netzunabhängiger und störfreier Batterie einen hörbar positiven Einfluss auf den Klang hatte.
In einem Vorverstärker ist meist das Eingangssignal deutlich stärker, höhere Spannung als am Endstufeneingang für Zimmerlautstärke benötigt, zudem durch den geringen Quellwiderstand kontrolliert.
Es ist naheliegend, dass mit schwächeren Signalen sich dieser Störeinflussaspekt deutlicher bemerkbar macht.
So wird eine DIY-Relaispotentiometerschaltung mit vielen kaskadierten Stufen zum Risiko., das ich nicht eingehen wollte.

Nimmt man eine Tüte mit Widerständen, und hält einen Magnet darüber, schwups, schon kleben die ersten am Magnet. Denn die allerallermeisten Widerstände haben einen Keramikkörper als Träger mit dem aufgebrachten Widerstandsmaterial, und um einen dauerhaften Kontakt zu gewährleisten, wird ein Stahlring aufgepresst. Widerstände sind aus diesem Grund nur ausnahmsweise frei von magnetischer Remanenz. Das betrifft auch SMD-Widerstände...
Man darf auch gelegentlich entmagnetisieren...

Da ist dann doch eine Schleiferbahn ein erheblich einfacherer Denkansatz.

In dem China - Relaisgrab habe ich den Hinweis auf eine Fernbedienung nicht gesehen, vielleicht nicht gründlich genug hingeschaut. Wenn aber diese Chance verpasst wurde, ist es nicht unbedingt das Geld wert.
Die Widerstandsveränderung und das nachfolgende Kabel mit seiner Kapazität sollte berücksichtigt werden, sie bilden einen Tiefpass. Deshalb ist nach der Eingangswahl die Pegeleinstellung und der folgt eine Impedanzwandlerstufe, auch Buffer oder Kabeltreiber etc. genannt, damit die Übertragungsbandbreite nicht zusehr eingeschrängt wird.
Ein Pegeleinsteller gehört mittenrein, und nicht in ein separates Gehäuse ohne Kabeltreiber,

Ich würde als erstes prüfen, welcher maximale Pegel gewünscht wird, bei dem Signal einer leisen Quelle (Tuner leiser als CD), dann den Pegel mit 2 Widerständen zwischen Lautstärkepoti und nachfolgendem Buffer herabsetzen.
Viele Leute haben einen Klemmer damit, dass gelegentlich der Knopf bis zum Rechtsanschlag gedreht wird. Ich finde das amüsant, denn dort klingt ein Poti meist am besten... nicht wegen der höheren Lautstärke allgemein, sondern weil der Schleiferweg minimiert ist. "aber das ist dann doch so laut", so die Schere im Gehirn, nein, es nutzt das Poti optimal.
Dann könnte womöglich ein Stufenschalter mit nur 12 Unterscheidungen reichen, die unterste Stufe ausnahmsweise nicht Null, denn das bekommt man auch durch ausschalten...

Man sollte sich vergegenwärtigen, dass Industrie ihre Produkte verkaufen muss, und wenn es um Verstärker geht, wird so dimensioniert, dass der Verstärker gleich bei kleiner Drehung losbrüllt, um Kraft zu suggerieren..
Und zuhause bemängelt man, dass man bei Pegeln unter Zimmerlautstärke (Hintergrund bei Unterhaltung) nicht mehr ordentlich feineinstellen kann (Kehrseite der Medaille). Und mal ehrlich: wann geht man schon mal über die 12-Uhr Position hinaus? Dann ist die 2. Hälfte verschwendet, dummerweise ist das die klanglich bessere Hälfte.
Im DIY kann man das bewusst vermeiden.
Grüße
Hans-Martin
Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
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„wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Junakreiter »

Hallo Hans-Martin, Hallo Gunnar,

Tolle Abhandlung Hans-Martin.
Ich kann nur beitragen, dass ich einst einen Signalrelais Vergleichstest
gemacht habe, und die Unterschiede waren enorm.
Außerdem erinnere ich mich an ein System wo die Schaltstufen Links und Rechts nicht
Synchron umgeschaltet haben, das war auch sehr störend.

lg Alex.
RitterRudolf · „wie RitterRudolf zum aktiven Hören kam“
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„wie RitterRudolf zum aktiven Hören kam“

Beitrag von RitterRudolf »

Hallo
Ich kann hier nicht mit viel Technikwissen mitreden, kann aber sagen, dass es für mich besser geht, als ein Schleifpoti.
Mein Abacus Preamp 14 hatte einen blauen Alps verbaut ,alles gut.
Dann entwickelte Hano eine Widerstandslautstärkenregelung und ich habe mein Gerät nach Nordenham gesendet.
Diese hier:https://www.abacus-electronics.de/shop/ ... preamp-14/. Der Alps ist dann nur noch Geber und geregelt wird über Widerstände.
Schade das dieses Bauteil nicht in die kleineren Geräte passt.
Als der Preamp 14 zurückkam hatte ich einen sehr deutlichen Zugewinn an Räumlichkeit und Auflösung.
HlG
Rudi
Gragoil · „wie Gragoil zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Gragoil »

Hans-Martin hat geschrieben: 16.07.2026, 23:16 Hallo Gunnar,
ich erinnere mich an einen schon lange zurückliegenden Hörvergleich von analogen Lautstärkerstellern in audio/stereoplay.
Da kam das Potentiometer von Noble am besten weg, der Stufenschalter mit Widerstandskette überzeugte nicht.
Bei einem Cambridge-Vorverstärker fielen einzelne Relaiskontakte aus, , zu Hauf wurden die Steckkarten mit den Relais getauscht.
Das erinnert mich an meine Vorstufe Cambridge 840E mit Relais-Schaltung. Seitdem ich meinen Linn Akurate ADSM habe, schlummert mein 840 E und Endverstärke 840 W gut verpackt im trockenem Keller, wohl so seit über 10 Jahren.

Als ich den 840 E noch im Betrieb hatte war einmal Garantieumtausch fällig, da die linke Signalseite die Lautstärkeneinstellungen nicht mehr wie die rechte Seite justierte. Das war dann wohl das Problem mit der von dir beschriebenen Widerstandsketten. Die nannten sich bei Cambridge "Terrapin". Nach dem Austausch war das Problem behoben.

Gruß Dirk
Thomas K. · „wie Thomas K. zum aktiven Hören kam“
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„wie Thomas K. zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Thomas K. »

RitterRudolf hat geschrieben: 17.07.2026, 12:17 Hallo
Ich kann hier nicht mit viel Technikwissen mitreden, kann aber sagen, dass es für mich besser geht, als ein Schleifpoti.
Mein Abacus Preamp 14 hatte einen blauen Alps verbaut ,alles gut.
Dann entwickelte Hano eine Widerstandslautstärkenregelung und ich habe mein Gerät nach Nordenham gesendet.
Diese hier:https://www.abacus-electronics.de/shop/ ... preamp-14/. Der Alps ist dann nur noch Geber und geregelt wird über Widerstände.
Schade das dieses Bauteil nicht in die kleineren Geräte passt.
Als der Preamp 14 zurückkam hatte ich einen sehr deutlichen Zugewinn an Räumlichkeit und Auflösung.
HlG
Rudi
Hallo,
Ich habe das auch gemacht, nachdem das Update erhältlich war. Den Gewinn sehe ich eher darin, dass die Regelung mit FB deutlich feinfühliger ist.
Ich vermute mal dass es bei den blauen Alps Potis auch ein Serienstreuung gibt, und das Ergebnis von Fall zu Fall unterschiedlich ausfällt.
Ich bin bis heute mit der Lösung sehr zufrieden.

Viele Grüße
Thomas
SolidCore · „wie SolidCore zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

In meiner Threshold Vorstufe war ein Schleifpoti von "Noble" für die Lautstärke verbaut, wie Hans-Martin schon erwähnte. Altersbedingt fing es aber an zu "spinnen". Man findet leider weder den gleichen neu, noch NOS davon. So habe ich zuerst ein blaues Alps als Ersatz verbaut. Vollkatastrophe. Klingt matt, flach, belegt. Würde ich generell ebenso ersetzen.

Khozmo wäre so der "König", aber etwas teuer, und passt von den Maßen nicht. So probierte ich aus Verzweiflung mal was aus China, diesen:

https://www.ebay.com/itm/136812336781

Und ja: Bingo ! Der spielt echt gut. Sauber, offen, räumlich. (Gleiches Modell findet man bei anderen Anbietern auch in 10k, 20k, usw.. ) Ich würde mich am verbauten Wert im Gerät orientieren. Fernbedienbar war auch der Noble nicht, somit 1:1 Tausch.

Gut und halbwegs bezahlbar wären auch die von Goldpoint, etwas teurer die von DACT, der dem China-Teil als Vorbild diente.

Gruß
Stephan
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Gunnar,
mit SPL Phonitor hast du die Vorstufe deiner Wahl und vermutlich suchst du nach einer Verbesserung des dort verbauten Lautstärkepotis, ich weiß es nicht genau nach deiner Darstellung.
Serienmäßig hat die Kenwood L1000M Endstufe für jeden Kanal ein Eingangspoti in mittlerer bis einfacherer Qualität.

Du kannst mal die Phonitor im Pegel hochstellen und die Lautstärke an der L1000M vorher herunterdrehen, dann auf den gleichen Lautstärkelevel einstellen, dabei hilft ein Schallpegelmesser, oder eindeutiger: ein DigitalVoltmeter am Endstufenausgang und ein konstanter Testpegel von beliebigem Medium (z.B. Test-CD).
Im Gegenzug Phonitor herunterpegeln und L1000M auf Maximum, wieder dieselbe Endstufenausgangsspannung einstellen , jetzt am SPL.
Der Hörvergleich beider Möglichkeiten führt idR zu unterschiedlichen Ergebnissen, von denen man meist eine bevorzugt.
Daraus kann man die Kosequenzen ziehen.
Für meine persönliche Präferenz nenne ich die Belastung des Vorverstärkerausgangs durch die Kabelkapazität und die Umladeströme, sowie die Dielektrische Absorption des Isoliermaterials, ebenso die Länge/Kürze des Kabels.
**********
Es gibt noch einige andere Möglichkeiten der passiven Lautstärkeeinstellung:
Die Kombination von Vorwiderstand und ausgemessenem Fotowiderstand als Spannungsteiler (paarweise für Stereo), eine gemeinsame Glühbirne oder LED. Muss in lichtdichtem Gehäuse arbeiten. Vorteil: beliebig viele Endstufenkanäle können gemeinsam eingestellt werden, indem das geregelte Netzteil für die Leuchte alle gleich bedient.

Ken Kessler hatte einst unter dem Namen "The Passion" einen hochwertigen 3kOhm Widerstand in Reihe und einen Stufenschalter mit diversen Widerständen als Senke kombiniert (Shunt-Regulator), wobei der Längswiderstand zwischen Ein- und Ausgang fest verlötet war, die Zahl der Schalterkontakte im Signalweg beschränkte sich auf die Eingangswahl. Wegen der fehlenden Senke beim Schalten ist ein Drehschalter mit make-before-break sinnvoll bis erforderlich. Die 3 kOhm weisen schon auf den erhöhten Ausgangswiderstand hin, nachfolgende Kabel sollten kapazitätsarm sein. Seit Jahrzehnten habe ich 2 teure dafür selektierte Vishay Widerstände liegen, auch meinen Tabellenkalkulationsausdruck für unterschiedliche 1-2-3dB Stufungen, wo für die Senke die berechneten Werte meist aus 2 parallel geschalteten unterschiedlichen Werte aus der E24-Reihe erreichbar bestehen. Die Umstellung auf komplett digitale Kette(n) hat es damals aufschieben lassen, und ob ich es noch jemals umsetze, bleibt ungewiss.
Stefan hat inzwischen auf Khozmo hingewiesen, da gibt es auch eine Shunt-regulator-Version:
https://khozmo.com/product/vishay-smd/,

Die konventionelle serielle Version gibt es auch: https://khozmo.com/product/attenuator-4 ... echanical/. Ich habe da auch noch ein China-Produkt mit 32 Schritten und SMD-Widerständen liegen, aus obigen Gründen noch nicht verbaut.

Übertrager mit vielen Abgriffen, die per Stufenschalter angewählt werden: Bei niedrigem Pegel ist die Impedanz vorteilhaft niedrig, der Impedanzaspekt in Verbindung mit dem nachfolgenden Kabel ist kein Thema, der Übertrager selbst ist naturgemäß bandbreitenbegrenzt und ist selten besonders klirrfrei, verlangt ein Gehäuse , welches gegen magnetische Störfelder hinreichend abschirmt - aber die galvanische Trennung der verbundenen Geräte kann auch was wert sein.
Grüße
Hans-Martin

P.S. : ich vermute, dass die Eingangspegelsteller bei der L1000M bei der Überarbeitung deaktiviert wurden, ich hätte es jedenfalls gemacht...
L1000 · „wie L1000 zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von L1000 »

Hallo Hans-Martin,

hab eine jetzt noch viel bessere Lösung gefunden. Hatte mir den Kenwood L1000C auch revedieren lassen. Hatte mich aber im direkten Vergleich mit dem Phonitor 2 nicht ganz so überzeugt. Aber durch Gerts Überarbeitung hier viewtopic.php?t=12985 noch mal insperiert im noch mal eine Chanse zu geben.
Klang auch erst mal bescheien. Dann hab ich die Dioden durch SIC Schottky gewechselt. Ja jetzt klang er zu mindestest ein ganz klein bisschen homogener als der Phonitor 2. Am nächsten Tag noch mal angeschlossen un ihn mit an die Sternerdung geklemmt.
Der absolute Wahnsinn. Gert würde sagen ein echter Game Changer. Man ist der plötzlich gut und wie schlecht doch der Phonitor 2 als Vorverstärker doch war.
Hätte nie gedacht ein fach mal Erde angeschlossen das dass so was bringen kann. Der L1000C braucht diese aber .
Aber immerhin ist mir der Flaschenhals aufgefallen.
Beim L1000M sind die Potis noch original stehen aber immer auf Max. Könnte ich auch brücken. Brauche sie nicht.

Gunnar
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Gunnar,
was ich bisher an diesem Kenwood IC-Grab absolut irritierend fand, ist die unübersehbare Stromverschwendung bei allen Eingangspuffern an gerade nicht-angewählten Eingängen, die unnütz auch am Netzteil lutschen. Das kostet Dynamik...
Für mein Verständnis ist dieser Overkill unter diesem Gesichtspunkt eher eine beeindruckende Fehlkonstruktion.
Es ist schwer vorstellbar, dass sich Vorteile ergeben, wenn die identisch konzipierten Eingangspuffer-ICs vor dem Eingangswahlschalter liegen, wo danach ein einzelner gereicht hätte...
Weniger ist manchmal mehr...
Grüße
Hans-Martin
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