Gert (AGM 3.3, 5.4, 7.4, 9.4, Backes & Müller BM 6, 20, Abacus C-Box 3, 4)
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
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nihil.sine.causa · „wie nihil.sine.causa zum aktiven Hören kam“
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- Beiträge: 1570
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- Wohnort: Bonn
- „wie nihil.sine.causa zum aktiven Hören kam“
Liebe Forumsfreunde, lieber Gert,
Rhea Alpha (Telefunken G-M15A) auf Gerts Bühne
Musikgenießer in Aktion
Ein Eindruck "Nachklang" wird mir besonders im Ohr bleiben. Wir haben ja schon ein Gedächtnis für solche Hörerlebnisse. Wie ihr vielleicht gelesen oder auf dem Forumstreffen mitbekommen habt, habe ich die Mikrofonkanäle (2 AB Hauptmikrofone und 4 Stützmikrofone) unmittelbar vor der Live-Aufzeichnung in meinem G-Mischer alias Theia auf Stereo gemischt. Die Aufnahme erfolgte dann parallel sowohl Analog als auch Digital aus den zwei getrennten Ausgängen des Mischers. Dabei habe ich keinerlei Filter verwendet und der Frequenzgang ist völlig unbearbeitet. Geht das überhaupt? Es könnten Körperschalleffekte auftreten, etwa durch Luftzug an den Mikrofonen. Oder es könnte eine nicht ausbalancierte Frequenzsituation entstanden sein. Das könnte eine solche Aufnahme unbrauchbar machen. Digital könnte ich im Notfalls noch ein über-alles-Mastering machen. Aber Analog ist mir das technisch nicht möglich. Zumal ich immer nur das Master Original höre und mich mit Bandkopien noch nicht anfreunden konnte (vielleicht optimiere ich das ja irgendwann noch und kann dann auch hochwertige Kopien machen, auch für den Fall, dass Gert doch noch eine M15A aufstellen will.)
Nun höre ich in meinem Hörraum bei der Wiedergabe der Originalbänder hier und da Schärfen. Beispielsweise vom Violinbogen, wenn er kräftig ins Fortissimo anstreicht. Dann denke ich, vielleicht hätte ich doch andere Mikrofone nehmen sollen, die weniger präzise sind?
Aber hier wurde ich belehrt. Das war bei Gert alles feinstens aufgelöst. Klar, die Performance der Malions ist alles andere als weichgespült. Und da muss es auch harsche Töne geben. Nie ohne Grund, sie erläutern das auch gern. Sie spielen die Werke so, wie sie sie aus den Noten herauslesen und nehmen jedes Sforzando mit, das als solches notiert ist (und von dessen Richtigkeit sie überzeugt sind). Das macht die Lebendigkeit ihrer Darbietung aus. In Gerts Hörraum werden solche Schärfen zu pointierten, körperhaften Momenten, die sich fein in den musikalischen Fluss einfügen. Pointiert ja, schrill nein. Und bei den sanften Passagen (wie etwa bei der Cavatina) entwickelt sich ein unglaublicher Schmelz (im Besten Sinn des Wortes) - zum Niederknien schön.
Dieser Eindruck wird mir wohl für immer im Ohr bleiben.
Viele Grüße
Harald
Nun ist es raus: wir haben uns nicht nur von musikalischen Genüssen ernährt. Der Musikabend begann mit feinsten kulinarischen Köstlichkeiten und wurde durchgängig von exzellentem Rotwein begleitet. Danke für deine Gastfreundschaft, lieber Gert, ich habe mich in jeder Sekunde wohlgefühlt. Und das erlebe ich selten.Fortepianus hat geschrieben: 10.07.2026, 22:06 Den kleinen Erfolg an Beta erstmal mit bisschen Champus begossen und den Weber-Grill hochgeheizt, damit die dry-aged Rib-Eyes adäquat mit einem Kreuzmuster karamellisiert werden können. Annette sorgt solange für die Beilage und ich lasse dem Châteauneuf-du-Pape schon ein bisschen Luft zum Atmen. Gesättigt dann endlich in den Hörraum. Die Alpha hatten wir schon warmlaufen lassen zu Beginn des Essens, ebenso den Rest der Anlage.
Während die Musik lief, habe ich zwei Schnappschüsse mit dem Handy gemacht. Die will ich euch nicht vorenthalten:Fortepianus hat geschrieben: 10.07.2026, 22:06 Emil und ich nehmen Platz auf der Couch und Harald erzählt, was er so alles an Masterbändern dabei hat, wie was aufgenommen ist und was besonders interessant sein könnte. Geplantes Hauptprogramm: Schuberts Rosamunde-Quartett und Beethoven op. 130 aus dem Konzert, bei dem ich auch war, siehe hier.
Rhea Alpha (Telefunken G-M15A) auf Gerts Bühne
Musikgenießer in Aktion
Ein Eindruck "Nachklang" wird mir besonders im Ohr bleiben. Wir haben ja schon ein Gedächtnis für solche Hörerlebnisse. Wie ihr vielleicht gelesen oder auf dem Forumstreffen mitbekommen habt, habe ich die Mikrofonkanäle (2 AB Hauptmikrofone und 4 Stützmikrofone) unmittelbar vor der Live-Aufzeichnung in meinem G-Mischer alias Theia auf Stereo gemischt. Die Aufnahme erfolgte dann parallel sowohl Analog als auch Digital aus den zwei getrennten Ausgängen des Mischers. Dabei habe ich keinerlei Filter verwendet und der Frequenzgang ist völlig unbearbeitet. Geht das überhaupt? Es könnten Körperschalleffekte auftreten, etwa durch Luftzug an den Mikrofonen. Oder es könnte eine nicht ausbalancierte Frequenzsituation entstanden sein. Das könnte eine solche Aufnahme unbrauchbar machen. Digital könnte ich im Notfalls noch ein über-alles-Mastering machen. Aber Analog ist mir das technisch nicht möglich. Zumal ich immer nur das Master Original höre und mich mit Bandkopien noch nicht anfreunden konnte (vielleicht optimiere ich das ja irgendwann noch und kann dann auch hochwertige Kopien machen, auch für den Fall, dass Gert doch noch eine M15A aufstellen will.)
Nun höre ich in meinem Hörraum bei der Wiedergabe der Originalbänder hier und da Schärfen. Beispielsweise vom Violinbogen, wenn er kräftig ins Fortissimo anstreicht. Dann denke ich, vielleicht hätte ich doch andere Mikrofone nehmen sollen, die weniger präzise sind?
Aber hier wurde ich belehrt. Das war bei Gert alles feinstens aufgelöst. Klar, die Performance der Malions ist alles andere als weichgespült. Und da muss es auch harsche Töne geben. Nie ohne Grund, sie erläutern das auch gern. Sie spielen die Werke so, wie sie sie aus den Noten herauslesen und nehmen jedes Sforzando mit, das als solches notiert ist (und von dessen Richtigkeit sie überzeugt sind). Das macht die Lebendigkeit ihrer Darbietung aus. In Gerts Hörraum werden solche Schärfen zu pointierten, körperhaften Momenten, die sich fein in den musikalischen Fluss einfügen. Pointiert ja, schrill nein. Und bei den sanften Passagen (wie etwa bei der Cavatina) entwickelt sich ein unglaublicher Schmelz (im Besten Sinn des Wortes) - zum Niederknien schön.
Dieser Eindruck wird mir wohl für immer im Ohr bleiben.
Viele Grüße
Harald
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Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
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- Beiträge: 188
- Registriert: 25.06.2024
- „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
Hallo Harald, Hallo Gert,
Wenn die Bandversion hochwertig digitalisiert wird,
ist dann von dieser analogen Qualität noch etwas zu spüren ?
Kann ich die digitale Beethoven Aufnahme zu hören bekommen ?
Danke und lg Alex.
Wenn die Bandversion hochwertig digitalisiert wird,
ist dann von dieser analogen Qualität noch etwas zu spüren ?
Kann ich die digitale Beethoven Aufnahme zu hören bekommen ?
Danke und lg Alex.
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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- Beiträge: 10034
- Registriert: 14.06.2009
- „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
Hallo Alex,Junakreiter hat geschrieben: 11.07.2026, 21:05 Wenn die Bandversion hochwertig digitalisiert wird,
ist dann von dieser analogen Qualität noch etwas zu spüren ?
ich halte das für einen sehr guten Vorschlag, der ein sehr aufschlussreiches Ergebnis liefern kann oder wird...
Grüße
Hans-Martin
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Horntreiber · „wie Horntreiber zum aktiven Hören kam“
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Hallo zusammen,
spannende Fragen!! Bei einem Vergleich muss man immer die jeweilige Situation beachten...immer nur Gleiches mit Gleichem vergleichen. Auch z.B. ein Netzkalbel,Digitalkabel etc. für die jeweilige Komponente spielt eine Rolle. Aus den Veröffentlichungen in Spotify/Quobuz von Harald kennt man prinzipiell die Unterschiede zwischen Analog und Digital, aber trotzdem sind beide Ketten nicht exakt angepasst im Sinne von "bestmöglich". Und nur echte Live-Aufnahmen helfen hier weiter,keine Studiomusikkonserven! Das ist zumindest beim Test erfüllt. Wenn analog so viel besser klingt als Digital, dann ist Digital durchaus und wie auch immer fehlerbehaftet...oder analog mit all seinen Fehlern klingt für die Ohren angenehmer😉
Besten Gruß
Klaus
PS: In meiner Kette macht schon ein (!) Digitalkabel den Unterschied...Weiträumigkeit oder 2 dimensional, weit breit...alles möglich
spannende Fragen!! Bei einem Vergleich muss man immer die jeweilige Situation beachten...immer nur Gleiches mit Gleichem vergleichen. Auch z.B. ein Netzkalbel,Digitalkabel etc. für die jeweilige Komponente spielt eine Rolle. Aus den Veröffentlichungen in Spotify/Quobuz von Harald kennt man prinzipiell die Unterschiede zwischen Analog und Digital, aber trotzdem sind beide Ketten nicht exakt angepasst im Sinne von "bestmöglich". Und nur echte Live-Aufnahmen helfen hier weiter,keine Studiomusikkonserven! Das ist zumindest beim Test erfüllt. Wenn analog so viel besser klingt als Digital, dann ist Digital durchaus und wie auch immer fehlerbehaftet...oder analog mit all seinen Fehlern klingt für die Ohren angenehmer😉
Besten Gruß
Klaus
PS: In meiner Kette macht schon ein (!) Digitalkabel den Unterschied...Weiträumigkeit oder 2 dimensional, weit breit...alles möglich
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Hifidistel · „wie Hifidistel zum aktiven Hören kam“
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Waren zwischen digitaler und analoger Quelle schon Unterschiede zu hören. Analog wirkte für mich direkter, weniger artifiziell und authentischer. Allerdings war digital absolut betrachtet auch sehr gut und hàtte ich den direkten Vergleich nicht gehabt gut genug, auf jeden Fall!.
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Vergleich bei andere Kette im Digitalbereich hätte auch anders ausgehen können.
Ich höre ja viel Aufnahmen auch via Vinyl auch mal analog. Viele finde ich via Platte im Vergleich zu Quobuz tatsächlich erheblich besser auf Vinyl. Bei Musik von der Festplatte sieht das schon anders aus. Da habe ich tatsächlich keine Lust mehr, die Platten rauszukramen. Wenn mir die Musik zusagt und es Vinyl gibt, schlage ich zu. CDs kaufe ich nur noch antiquarisch..
Liebe Grüße
Sascha
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Vergleich bei andere Kette im Digitalbereich hätte auch anders ausgehen können.
Ich höre ja viel Aufnahmen auch via Vinyl auch mal analog. Viele finde ich via Platte im Vergleich zu Quobuz tatsächlich erheblich besser auf Vinyl. Bei Musik von der Festplatte sieht das schon anders aus. Da habe ich tatsächlich keine Lust mehr, die Platten rauszukramen. Wenn mir die Musik zusagt und es Vinyl gibt, schlage ich zu. CDs kaufe ich nur noch antiquarisch..
Liebe Grüße
Sascha
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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- „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
Hallo,Horntreiber hat geschrieben: 11.07.2026, 21:37Wenn analog so viel besser klingt als Digital, dann ist Digital durchaus und wie auch immer fehlerbehaftet...oder analog mit all seinen Fehlern klingt für die Ohren angenehmer😉
bei Digital wurden die Transienten als Vorteil gelobt, der Frequenzgang ist zweifelsfrei erheblich besser als jegliche perfektionierte LS bieten.
Bei Holger (Schoko-Sylt) war deutlich, dass digitalisiertes Vinyl (analog) beeindruckend besser bewertet wurde als der kürzere Digitalweg.
Meine CDRs aufgenommen von Vinylausgaben klangen subjektiv besser als die offiziellen CD-ausgaben, sie bewahrten hinreichend-wiedererkennbar viel vom Vinyl-Charme.
Deshalb erwarte ich, dass die digitalisierte Version der bislang überlegenen Tonbandaufzeichnung sich noch vor der reinen Digitalaufzeichnung platziert, welche einst vom anderen, gleichwertigen Mischpultausgang abgezweigt wurde.
Bei Phonosophie gab es zu den Bi-amps die Bi-Butt Platine, mit der der Basskanal über einen Hochpass, der Hochtonkanal über einen Tiefpass betrieben wurde. Man hätte das umgekehrte Verhalten erwartet, aber der bessere Klang stellte sich ein mit der Überalles-Bandpasscharakteristik.
Tonbandaufnahme hat ein Bandpassverhalten, die untere Grenzfrequenz ist bandgeschwindigkeitsabhäng (Kopfspiegelresonanz), hinzu kommen Modulationsrauschkomponenten aus Bandlängsschwingungen (entsprechend der Effekte bei der System-Tonarmresonanz beim Vinylabtasten), ganz zu schweigen von Hysterese-Effekten, dem zentralen Problem der Magnetbandtechnik (bei Vinyl sind es dem entsprechend die unterschiedlichen E-Moduln von Vinyl und Nadelaufhängung). Ich halte die Magnetbandaufzeichnung für weniger fehlerbehaftet als die Übertragung per Schneidfolienschnitt -und Prozessse bis zur Langspielplattenabtastung. Dafür fehlt ganz unten rum einiges beim Band.
Leider gelingt es nicht, eine Sample-übereinstimmende Synchronisation herzustellen, sodass sich eine Differenzmethode zum analysieren weitgehend ausschließt.
Wenn es gelänge, die Zusammenhänge von subjektiven Empfinden und bekannten (analog) technischen Unzulänglichkeiten zu finden, könnte man sie der Musik der anderen (digitalen) Methode überstülpen.
Es warten gewiss noch einige Überraschungen auf uns.
Grüße
Hans-Martin
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nihil.sine.causa · „wie nihil.sine.causa zum aktiven Hören kam“
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Hallo Alex, hallo Hans-Martin,
Da mir diese fundamentale Fragestellung aber im Kontext von Gerts Vorstellungsthread nicht ganz richtig platziert erscheint, antworte ich im Nachlese-Thread zum Forumstreffen.
viewtopic.php?p=253921#p253921
Viele Grüße
Harald
Für diese Frage bin ich euch dankbar. Denn genau eine solche digitalisierte "AD" Variante habe ich auf dem Forumstreffen vorgeführt.Hans-Martin hat geschrieben: 11.07.2026, 21:34Hallo Alex,Junakreiter hat geschrieben: 11.07.2026, 21:05 Wenn die Bandversion hochwertig digitalisiert wird,
ist dann von dieser analogen Qualität noch etwas zu spüren ?
ich halte das für einen sehr guten Vorschlag, der ein sehr aufschlussreiches Ergebnis liefern kann oder wird...
Grüße
Hans-Martin
Da mir diese fundamentale Fragestellung aber im Kontext von Gerts Vorstellungsthread nicht ganz richtig platziert erscheint, antworte ich im Nachlese-Thread zum Forumstreffen.
viewtopic.php?p=253921#p253921
Viele Grüße
Harald
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Fortepianus · „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
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- „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
Liebe anderen Spielkinder, von denen es hier im Forum viele gibt,
das ist wie früher an Weihnachten. Auch wenn das zur Hitzewelle gerade nicht so genau passt - obwohl, ich war auch mal an Weihnachten bei einer Hitzewelle in Australien, in Alice Springs im Zentrum des Outbacks bei über 40°C im Schatten, was mir damals fremd war. Da liefen im öffentlichen Nahverkehr (Bus) dann Weihnachtslieder, bevorzugt der "Little Drummer". Also warum sollte da nicht heute Weihnachten sein. UPS warf nämlich zum Frühstück ein Päckchen von meinem Platinenhersteller auf die Eingangstreppe. Ich hatte doch über die Versuche mit Supercaps in meiner Vorstufe berichtet:
Mit dieser Fragestellung kommen wir zurück zur Überschrift. Das Ergebnis ist schlicht völlig offen. Taugt's nix, hatte ich zumindest die kindliche, weihnachtliche Vorfreude, als die Platinen heute Morgen geliefert wurden. Da steckt nämlich unheimlich viel Arbeit in der Entwicklung drin, die da in Leiterbahnen gegossen ist und einfach für die Tonne sein kann, wenn es denn nichts bringt. Aber das muss egal sein! Die sehen so aus:
Auf der rechten sieht man die Oberseite mit den bedrahteten Bauteilen wie z. B. den Supercaps, auf der linken die Unterseite mit den ganzen Steuerungs- und Ladeschaltungen in SMD. Ich heiz' dann mal die Lötkolben an.
Viele Grüße
Gert
das ist wie früher an Weihnachten. Auch wenn das zur Hitzewelle gerade nicht so genau passt - obwohl, ich war auch mal an Weihnachten bei einer Hitzewelle in Australien, in Alice Springs im Zentrum des Outbacks bei über 40°C im Schatten, was mir damals fremd war. Da liefen im öffentlichen Nahverkehr (Bus) dann Weihnachtslieder, bevorzugt der "Little Drummer". Also warum sollte da nicht heute Weihnachten sein. UPS warf nämlich zum Frühstück ein Päckchen von meinem Platinenhersteller auf die Eingangstreppe. Ich hatte doch über die Versuche mit Supercaps in meiner Vorstufe berichtet:
Nun, was ist ist denn näher an den Aktivlautsprechern als die Vorstufe? Die Elektronik im Lautsprecher selbst. Zugegeben, bei der Versorgung der Endverstärker, die mit recht hohen Spannungen laufen, wird man mit Supercaps nicht fertig mit in Reihe Schalten und am Ende kumuliert dadurch ein Innenwiderstand, den man nicht möchte. Außerdem sind dort Ströme gefordert, die den Supercaps nicht schmecken. Also bei der hohen Spannung für die Endstufen lässt man da besser die Finger davon und arbeitet mit den üblichen Zutaten wie Aktivgleichrichtern, dicken ersten Elkos in Coladosen-Größe und nachfolgend lokal an den Endtransistoren extrem niederohmigen parallel geschalteten Elkos und Folien, die Tricks kennen wir alle. Aber da gibt's noch mehr in so einer Aktivbox: Aktivweichen und bei den von mir verwendeten Exemplaren die Regelschaltungen. Geht da vielleicht noch was in der Versorgung? Die ist doch schon enorm aufwändig gemacht, aber das ist der Mark Levinson ebenso und da ging noch was.Fortepianus hat geschrieben: 05.07.2026, 21:27das deckt sich mit meiner Erfahrung und leuchtet auch irgendwie ein. Alles Analoge ist ja nun recht nah an den Lautsprechern bzw. Endstufen im Vergleich zum Netzwerk...Hans-Martin hat geschrieben: 05.07.2026, 13:53 Ich kann mir gut vorstellen, dass die Supercaps ihre Stärken in der Analogtechnik ausspielen, u.a., weil sie den für den Grundtonbereich wichtigen Strom uneingeschränkt liefern können.
Mit dieser Fragestellung kommen wir zurück zur Überschrift. Das Ergebnis ist schlicht völlig offen. Taugt's nix, hatte ich zumindest die kindliche, weihnachtliche Vorfreude, als die Platinen heute Morgen geliefert wurden. Da steckt nämlich unheimlich viel Arbeit in der Entwicklung drin, die da in Leiterbahnen gegossen ist und einfach für die Tonne sein kann, wenn es denn nichts bringt. Aber das muss egal sein! Die sehen so aus:
Auf der rechten sieht man die Oberseite mit den bedrahteten Bauteilen wie z. B. den Supercaps, auf der linken die Unterseite mit den ganzen Steuerungs- und Ladeschaltungen in SMD. Ich heiz' dann mal die Lötkolben an.
Viele Grüße
Gert
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Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
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- „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
Hallo Gert,
Du tust es also, cool !
Sind das 2x6 Supercaps +/- 15V ?
lg Alex.
Du tust es also, cool !
Sind das 2x6 Supercaps +/- 15V ?
lg Alex.
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Fortepianus · „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
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- „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
Hallo Alex,
Viele Sunden hinter zwei Lötstationen später sieht das von vorne so aus:
Ein schöner Rücken kann auch entzücken:
Vielleicht wundert sich manch einer, was denn die vier superdicken schwarzen NTCs da oben in einer Supercaps-Schaltung zu suchen haben. Erklärung: Genau nichts. Die 6,35mm-Flachstecker oben sind nämlich für den Spannungsbus der Endstufen, der, auf dem so richtig Saft fließt. Also z. B. bei meiner AGM 9.4 sind da neun Endstufen dran und jede kann 200W an die Lautsprecherchassis liefern, wenn sie denn soll. Da kann man leicht ausrechnen, dass da bei Bedarf ordentlich Strom fließen kann. Der kommt dann aus einem ganz fetten Ringkerntrafo im Keller der Box, und dort sitzen auch zwei ebenso kräftig dimensionierte Aktivgleichrichter mit ihren acht Leistungstransistoren, die das Ergebnis ihrer Bemühungen direkt an zwei Becherelkos liefern mit 2x 47.000µF. Von da geht's dann an die vier Pins des Hauptspannungsbusses. Zur Verdeutlichung habe ich mal eine Endstufe drangesteckt, wie das nachher in den Boxen auch sein soll - dort kommen dann nach links eben noch acht weitere Endstufen und die Aktivweiche:
Die vier Flachstecker rechts sind für die zwei Versorgungsspannungen, der linke bindet die Netzteilplatine am unteren Kühlkörper an die obere Masse. Nun habe ich irgendwann mal rausgefunden, dass es klanglich von Vorteil ist, diese Hauptspannungen nicht direkt an die Endstufen zu legen, sondern die vier Leitungen jeweils mit einem entsprechend großen, niederohmigen (in meinem Fall 1 Ohm) NTC an den Endstufen-Bus zu legen. Dahinter kommen nämlich auf den Endstufen lokal nochmal 16x 1.000µF in kleinen Elkos, acht pro Spannungshälfte:
Hier sieht man die Endstufe von vorn mit ihren 16 kleinen SMD-Elkos, die ganz unten an den Leistungstransistoren noch von Folien-Cs unterstützt werden. Bei neun Endstufen sind das also 72.000µF pro Spannungshälfte. 2x 1Ohm davor macht einen Tiefpass mit einer Grenzfrequenz von 1,1Hz. Das filtert passiv enorm den 100Hz-Ripple, der von den Gleichrichtern unten kommt. Aber nicht nur das: Ziehen die Endstufen richtig Strom, werden die NTCs innen blitzartig heiß und damit niederohmig. Die ganze Zuleitung kriegt also einen differenziell negativen Widerstand, um das mal im Fachjargon auszudrücken. Je mehr Strom gezogen wird, desto mehr erhöht der kleiner werdende Widerstand der NTCs die Spannung. Damit kann man die Spannungsabfälle an den Zuleitungswiderständen und den Innenwiderständen der Schaltungen ausgleichen, wenn man das richtig dimensioniert. Welchen Widerstandswert man genau nimmt, muss man individuell rausfinden. Bisher lagen diese NTCs frei in den Zuleitungen, weil erst nachträglich eingefügt. Da ich eh für die Supercaps eine zusätzliche Platine gemacht habe und noch ein bisschen Platz war, hat es sich angeboten, die NTCs hier zu integrieren. Der kleine Spannungsabfall an den NTCs ist übrigens erwünscht, denn durch den geringeren Spannungsabfall an den Aktivgleichrichtern im Vergleich zu den vorher verwendeten Dioden ist die Spannung eh ein bisschen höher als sie eigentlich sein sollte.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Trickkiste des Aktivlautsprecherbaus zurück zu den Supercaps. Auf den Bildern oben sieht man einen 10poligen Niederspannungsbus, der alle Platinen des Lautsprechers miteinander verbindet. Darauf liegen die Versorgungsspannungen der OP-Schaltungen (Regelung und Aktivweiche) ebenso wie die Schaltsignale (Ferneinschaltung und Muting) und die Tonsignale für TT, TMT, MT und HT. Genau in diesen Bus schleift sich nun die Supercap-Schaltung ein. Der 10pol. Stecker, der von der Netzteilplatine im unteren Stockwerk mit den Gleichrichtern und Reglern kommt, geht in die 10pol. Buchse der SCap-Platine, und von da geht es dann mit SCaps dazwischen weiter an die Endstufen mit ihren lokalen Membranregelungen und ganz oben an die Aktivweiche.
So zumindest der Plan - ob die Platinen überhaupt funktionieren und machen, was sie sollen, werde ich als nächstes testen. Nach dem Ausmerzen evtl. vorhandener Fehler kommt dann der Abgleich des Ladestroms.
Bis dahin viele Grüße
Gert
Ja, sogar 2x16V, die werden dann lokal an den OPs jeweils über zwei Vorwiderstände und kleine lokale Shuntreglerchen auf 2x 15V gebracht. Die Supercaps können maximal 3V, so dass mit 16V/6=2,67V noch ein bisschen Reserve für Toleranzen bleibt. Das Balancing erfolgt passiv, für SCap-Verhältnisse relativ niederohmig.
Viele Sunden hinter zwei Lötstationen später sieht das von vorne so aus:
Ein schöner Rücken kann auch entzücken:
Vielleicht wundert sich manch einer, was denn die vier superdicken schwarzen NTCs da oben in einer Supercaps-Schaltung zu suchen haben. Erklärung: Genau nichts. Die 6,35mm-Flachstecker oben sind nämlich für den Spannungsbus der Endstufen, der, auf dem so richtig Saft fließt. Also z. B. bei meiner AGM 9.4 sind da neun Endstufen dran und jede kann 200W an die Lautsprecherchassis liefern, wenn sie denn soll. Da kann man leicht ausrechnen, dass da bei Bedarf ordentlich Strom fließen kann. Der kommt dann aus einem ganz fetten Ringkerntrafo im Keller der Box, und dort sitzen auch zwei ebenso kräftig dimensionierte Aktivgleichrichter mit ihren acht Leistungstransistoren, die das Ergebnis ihrer Bemühungen direkt an zwei Becherelkos liefern mit 2x 47.000µF. Von da geht's dann an die vier Pins des Hauptspannungsbusses. Zur Verdeutlichung habe ich mal eine Endstufe drangesteckt, wie das nachher in den Boxen auch sein soll - dort kommen dann nach links eben noch acht weitere Endstufen und die Aktivweiche:
Die vier Flachstecker rechts sind für die zwei Versorgungsspannungen, der linke bindet die Netzteilplatine am unteren Kühlkörper an die obere Masse. Nun habe ich irgendwann mal rausgefunden, dass es klanglich von Vorteil ist, diese Hauptspannungen nicht direkt an die Endstufen zu legen, sondern die vier Leitungen jeweils mit einem entsprechend großen, niederohmigen (in meinem Fall 1 Ohm) NTC an den Endstufen-Bus zu legen. Dahinter kommen nämlich auf den Endstufen lokal nochmal 16x 1.000µF in kleinen Elkos, acht pro Spannungshälfte:
Hier sieht man die Endstufe von vorn mit ihren 16 kleinen SMD-Elkos, die ganz unten an den Leistungstransistoren noch von Folien-Cs unterstützt werden. Bei neun Endstufen sind das also 72.000µF pro Spannungshälfte. 2x 1Ohm davor macht einen Tiefpass mit einer Grenzfrequenz von 1,1Hz. Das filtert passiv enorm den 100Hz-Ripple, der von den Gleichrichtern unten kommt. Aber nicht nur das: Ziehen die Endstufen richtig Strom, werden die NTCs innen blitzartig heiß und damit niederohmig. Die ganze Zuleitung kriegt also einen differenziell negativen Widerstand, um das mal im Fachjargon auszudrücken. Je mehr Strom gezogen wird, desto mehr erhöht der kleiner werdende Widerstand der NTCs die Spannung. Damit kann man die Spannungsabfälle an den Zuleitungswiderständen und den Innenwiderständen der Schaltungen ausgleichen, wenn man das richtig dimensioniert. Welchen Widerstandswert man genau nimmt, muss man individuell rausfinden. Bisher lagen diese NTCs frei in den Zuleitungen, weil erst nachträglich eingefügt. Da ich eh für die Supercaps eine zusätzliche Platine gemacht habe und noch ein bisschen Platz war, hat es sich angeboten, die NTCs hier zu integrieren. Der kleine Spannungsabfall an den NTCs ist übrigens erwünscht, denn durch den geringeren Spannungsabfall an den Aktivgleichrichtern im Vergleich zu den vorher verwendeten Dioden ist die Spannung eh ein bisschen höher als sie eigentlich sein sollte.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Trickkiste des Aktivlautsprecherbaus zurück zu den Supercaps. Auf den Bildern oben sieht man einen 10poligen Niederspannungsbus, der alle Platinen des Lautsprechers miteinander verbindet. Darauf liegen die Versorgungsspannungen der OP-Schaltungen (Regelung und Aktivweiche) ebenso wie die Schaltsignale (Ferneinschaltung und Muting) und die Tonsignale für TT, TMT, MT und HT. Genau in diesen Bus schleift sich nun die Supercap-Schaltung ein. Der 10pol. Stecker, der von der Netzteilplatine im unteren Stockwerk mit den Gleichrichtern und Reglern kommt, geht in die 10pol. Buchse der SCap-Platine, und von da geht es dann mit SCaps dazwischen weiter an die Endstufen mit ihren lokalen Membranregelungen und ganz oben an die Aktivweiche.
So zumindest der Plan - ob die Platinen überhaupt funktionieren und machen, was sie sollen, werde ich als nächstes testen. Nach dem Ausmerzen evtl. vorhandener Fehler kommt dann der Abgleich des Ladestroms.
Bis dahin viele Grüße
Gert
-
Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hersteller
- Beiträge: 188
- Registriert: 25.06.2024
- „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
Hallo Gert,
Sehr interessant.
Du hast ohne dass ich konkret gefragt habe den Punkt beantwortet, der mich am meisten interessiert hat.
Vorwiderstand und Shuntregler.
Ich hab da statt dem Vorwiderstand eine Stromquelle, auf die man dank der SC eventuell verzichten kann,
das hab ich noch nicht probiert.
lg Alex.
Sehr interessant.
Du hast ohne dass ich konkret gefragt habe den Punkt beantwortet, der mich am meisten interessiert hat.
Vorwiderstand und Shuntregler.
Ich hab da statt dem Vorwiderstand eine Stromquelle, auf die man dank der SC eventuell verzichten kann,
das hab ich noch nicht probiert.
lg Alex.