Absorber aus Holzfaserdämmplatten vs. Steinwolle
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atmos · „wie atmos zum aktiven Hören kam“
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- „wie atmos zum aktiven Hören kam“
Hi, Winfried,wgh52 hat geschrieben: 27.10.2023, 00:53 Günther,
also wenn Dir die Akustik mit Deinem (kritischsten) Teststück gefällt bist Du doch fertig! Oder missverstehe ich etwas?
...
Winfried
die große Frage, die sich bei mir beim Musikhören einstellt ist: Höre ich genau den HiFi-Klang, den der Tonmeister auf den Datenträger gebannt hat?
Wie gesagt, bei 1812 wusste ich lange nicht ob das Bumm Bumm oder der berstende Klangeindruck der Richtige ist. Erst bei meiner Hörsession bei Abacus erlangte ich Gewissheit.
Bei Dolby Atmos kam ich erst über eine Testscheibe mit Klangansage auf die richtige Höhe und Platzierung der Decken-LS. Anfangs dachte ich, meine Decken-LS taugen nichts.
Dann die Surround-Ebene: Was bringt 7.1 für einen Mehrwert gegenüber 5.1? Mein Raum ist zu klein für 7.1.
Da aber Dolby Atmos als Basis oft Dolby Digital mit 7.1 Tonspuren hat, wird Surround in 7.1 authentischer klingen, denn eine echte 5.1 Produktion klingt besser als eine 7.1 downgemixt auf 5.1.
Mit meinem kleinen Raum bin ich fertig, aber die Lautsprecher-Installation könnte unter highfidelen Gesichtspunkten noch etwas optimaler sein.
Gruß
Günther
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wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
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Hallo Günther,
Hier eine Impression:

aber das nur nebenbei und "off-topic"
Grüße,
Winfried
Ja, die Kanonenschüsse waren schon damals bei Erscheinen der LP sehr kontrovers, wurde durchaus auch als übertrieben eingeschätzt. Die Rillenauslenkungen der LP Pressungen waren im Vergleich zu durchschnittlichen, guten Aufnahmen jenseits von gut und böse...atmos hat geschrieben: 27.10.2023, 10:24... bei 1812 wusste ich lange nicht ob das Bumm Bumm oder der berstende Klangeindruck der Richtige ist...

aber das nur nebenbei und "off-topic"
Grüße,
Winfried
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
wenn man bedenkt, dass auf der Telarc-1812 digital erzeugte Kanonenböller eingespielt sind, die mit 350um Auslenkung so manches System geschlachtet haben (z.B. die Aufhängung der kurzen Nadelträger bei Dynavector DV21) ist die CD doch etwas sicherer, wenn es um die Raumakustikabstimmung geht. Vinyl hat ja noch eine gewisse Rückkopplungskomponente, die der CD fehlen.
Die Telarc-Aufnahmen sind allesamt invertiert (betrifft CD und Vinyl). Ob die digital erzeugten Kanonenauch invertiert sind, habe ich mittlerweile vergessen. Aber es würde einen Unterschied machen, wegen des Mixes von Tieffrequenz plus Obertöne.
Grüße
Hans-Martin
wenn man bedenkt, dass auf der Telarc-1812 digital erzeugte Kanonenböller eingespielt sind, die mit 350um Auslenkung so manches System geschlachtet haben (z.B. die Aufhängung der kurzen Nadelträger bei Dynavector DV21) ist die CD doch etwas sicherer, wenn es um die Raumakustikabstimmung geht. Vinyl hat ja noch eine gewisse Rückkopplungskomponente, die der CD fehlen.
Die Telarc-Aufnahmen sind allesamt invertiert (betrifft CD und Vinyl). Ob die digital erzeugten Kanonenauch invertiert sind, habe ich mittlerweile vergessen. Aber es würde einen Unterschied machen, wegen des Mixes von Tieffrequenz plus Obertöne.
Grüße
Hans-Martin
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Tesla · „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gemeinde,
in meinem Vorstellungsthread könnt ihr euch anschauen wie eine Installation mit diesen Platten (14cm dick) aussieht und was sie (bisher) bringt.
Gruß
Tesla
in meinem Vorstellungsthread könnt ihr euch anschauen wie eine Installation mit diesen Platten (14cm dick) aussieht und was sie (bisher) bringt.
Gruß
Tesla
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Mister Cool · „wie Mister Cool zum aktiven Hören kam“
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Hallo,musikgeniesser hat geschrieben: 22.08.2023, 07:47 Moin Hans-Martin,
moin Tesla,
moin Forenten,
Deine Philippika gegen Bellton hat mich dazu angeregt, den Knauf-Prospekt einmal anzuklicken. Offenbar gibt es unterschiedliche Arten von Angaben, denn für einzelne Schallabsorptionselemente werden Werte von teilweise bis an fünf heranreichend genannt.
aw wird gar nicht angegeben, was einen Flächenbezug zu haben scheint. a (wohl von area) ist nach meiner Erinnerung die physikalische Größe für Fläche. Alle Produkte, für die Knauf aw angibt, zeigen Werte unter 1, wenn ich das beim durchbättern richtig gesehen habe. Insofern hast Du schon recht.
.....
Gruß
Peter
ist das vielleicht die Antwort auf Deine Frage
"...Angegeben wird die äquivalente Schallabsorptionsfläche in m² für eine Prüffläche von 12 m² Wand bei der 4 m² mit 12,5 mm Cleaneo Classic Platten beplankt wurden
Also manchmal ist die Rede von einer Äquivalenten Absorptionsfläche A und manchmal von einem Frequenzabhängigen Absorptionsgrad αp und αw.
Achte darauf, welche Grösse in welchem Anwendungsfall herangezogen wird und was auf der senkrechten Achse steht
Grüsse,
Alwin
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
Der Wechsel in meinem Studio von einer alten 120-mm-Glasfaser auf 220 mm Holzfaserdämmung (Steico Flex 036) hat mich akustisch überzeugt. Der Raum ist im Low-End sehr ruhig geworden, was vermutlich an der deutlich höheren Rohdichte der Holzfaser (~50–60 kg/m³) liegt und der vermeintlich besseren thermodynamischen Wandlung im Bassbereich. Eine neue Zwischenwand soll, aufgrund der guten Erfahrungen mit der Holzfaserdämmung, als vollflächiger Breitbandabsorber mit Holzfaserdämmplatten entstehen. Der geplante Wandaufbau (220 mm Gesamtdicke):
Kern: 150 mm Steico Flex im Holzständerwerk.
Front (Raumseite): 50 mm PET-Vlies-Platten.
Ich denke, diese Materialkombination könnte theoretisch ein guter Kaskaden-Absorber sein. Das PET-Vlies hat schätzungsweise einen optimalen Strömungswiderstand von 3 bis 5 kPa ⋅ s/m². Es bildet damit einen guten, reflexionsfreien Übergang für den Mittel- und Hochtonbereich. Die langwelligen Bassfrequenzen passieren das Vlies dagegen fast ungehindert. Dahinter greift dann die 150 mm dicke Steico Flex. Bauphysikalisch verspreche ich mir ebenfalls klare Vorteile: Das thermisch verfestigte PET-Vlies staubt nicht und dient mir als perfekter, allergikerfreundlicher Rieselschutz, wodurch eine vermeintlich notwendige, aber akustisch oft bremsende Folie überflüssig wird. Beide Materialien sind diffusionsoffen, weshalb das Schimmelrisiko bei einer innenliegenden Wand gegen Null gehen dürfte. Einzig bei der Mechanik muss man aufpassen: Ich vermute, dass die schweren Holzfaserplatten bei 150 mm Tiefe nach vorne drücken könnten. Ich werde sie daher wohl mit einer zickzackförmigen Schnurmatrix im Gefach sichern, bevor das formstabile PET-Vlies davor geschraubt wird. Hat schon mal jemand die Kombination PET Akustik-Vlies und Steico Holzfaserdämmplatte genutzt und kann meine Idee stützen oder widerlegen, bzw gibt es hier Erfahrungen?
Anbei ein Bild aus der Bauphase der Dachdämmung.
Grüße Christian
Der Wechsel in meinem Studio von einer alten 120-mm-Glasfaser auf 220 mm Holzfaserdämmung (Steico Flex 036) hat mich akustisch überzeugt. Der Raum ist im Low-End sehr ruhig geworden, was vermutlich an der deutlich höheren Rohdichte der Holzfaser (~50–60 kg/m³) liegt und der vermeintlich besseren thermodynamischen Wandlung im Bassbereich. Eine neue Zwischenwand soll, aufgrund der guten Erfahrungen mit der Holzfaserdämmung, als vollflächiger Breitbandabsorber mit Holzfaserdämmplatten entstehen. Der geplante Wandaufbau (220 mm Gesamtdicke):
Kern: 150 mm Steico Flex im Holzständerwerk.
Front (Raumseite): 50 mm PET-Vlies-Platten.
Ich denke, diese Materialkombination könnte theoretisch ein guter Kaskaden-Absorber sein. Das PET-Vlies hat schätzungsweise einen optimalen Strömungswiderstand von 3 bis 5 kPa ⋅ s/m². Es bildet damit einen guten, reflexionsfreien Übergang für den Mittel- und Hochtonbereich. Die langwelligen Bassfrequenzen passieren das Vlies dagegen fast ungehindert. Dahinter greift dann die 150 mm dicke Steico Flex. Bauphysikalisch verspreche ich mir ebenfalls klare Vorteile: Das thermisch verfestigte PET-Vlies staubt nicht und dient mir als perfekter, allergikerfreundlicher Rieselschutz, wodurch eine vermeintlich notwendige, aber akustisch oft bremsende Folie überflüssig wird. Beide Materialien sind diffusionsoffen, weshalb das Schimmelrisiko bei einer innenliegenden Wand gegen Null gehen dürfte. Einzig bei der Mechanik muss man aufpassen: Ich vermute, dass die schweren Holzfaserplatten bei 150 mm Tiefe nach vorne drücken könnten. Ich werde sie daher wohl mit einer zickzackförmigen Schnurmatrix im Gefach sichern, bevor das formstabile PET-Vlies davor geschraubt wird. Hat schon mal jemand die Kombination PET Akustik-Vlies und Steico Holzfaserdämmplatte genutzt und kann meine Idee stützen oder widerlegen, bzw gibt es hier Erfahrungen?
Anbei ein Bild aus der Bauphase der Dachdämmung.
Grüße Christian
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Hironimus_23 · „wie Hironimus_23 zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,
zuerst, ich habe keinerlei Erfahrungen mit den von dir geplanten Platten.
Beim Lesen ging mir dabei jedoch durch den Kopf, dass, wenn du damit die Dachschrägen und die Stirnwände verkleidest, dort kaum oder gar keine Reflexion stattfinden. Lediglich der Bodenbelag könnte, je nachdem, was du verwenden wirst, etwas Reflexionen verschaffen.
Könnte es sein, dass bei deinem Plan der Raum massiv überdämpft wäre - fast wie ein schalltoter Raum?
Wie geschrieben, nur Gedanken, keine Erfahrungen.
Viele Grüße
René
zuerst, ich habe keinerlei Erfahrungen mit den von dir geplanten Platten.
Beim Lesen ging mir dabei jedoch durch den Kopf, dass, wenn du damit die Dachschrägen und die Stirnwände verkleidest, dort kaum oder gar keine Reflexion stattfinden. Lediglich der Bodenbelag könnte, je nachdem, was du verwenden wirst, etwas Reflexionen verschaffen.
Könnte es sein, dass bei deinem Plan der Raum massiv überdämpft wäre - fast wie ein schalltoter Raum?
Wie geschrieben, nur Gedanken, keine Erfahrungen.
Viele Grüße
René
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Rene'
ich muss dir gestehen, die pauschale Warnung vor dem „überdämpften Raum“ klingt für mich oft nach einer bequemen Ausrede, um sich nicht mit Akustikmaßnahmen befassen zu müssen, oder den eigenen Raum nicht zu verändern. Erst zuletzt saß ich in einem komplett schallhartem Raum, indem der Nutzer einen kleinen dünnen Teppich auf die Fliesen gelegt hat. Die 300.000Euro Anlage hallte einen von allen Richtungen des Raumes an und der stolze Besitzer erklärte mir sein Engagement als Vorsichtsmassnahme vor Überdämpften Räumen. Ich meine ich kann das auch irgendwo verstehen. Granit wirkt nunmal edler wie Stoff. Hifi kann ja auch gelebt werden wie ein seltenes Auto in der Garage oder ein teures Bild an der Wand. Schaut her was ich habe und nicht was ich höre. Jedem das woran er Freude hat.
Wer die Physik hinter der Dämmung betrachtet, merkt schnell, dass das Problem meistens nicht zu viel Dämpfung ist, sondern die Falsche. Im Tieftonbereich gibt es meines Erachtens kein „zu viel“ an Dämpfung. Jede Reduzierung der Nachhallzeit und Minimierung von Raummoden brachte mir in der Vergangenheit Präzision und Klangqualität. Bei mir hat dabei im Tiefton die Lautsprecherpositionierung (Subwoofer mittig als Tisch) sehr geholfen. Seit dem bin ich ein bekennender Fan von Modenvermeidung anstatt diese nur zu bedämpfen (geht auch unterhalb der Schröderfrequenz kaum noch anders). Wenn Räume nach Optimierungen dumpf klingen, kann das an einem frequenzselektiven Ungleichgewicht liegen: Dünner Schaumstoff killt die Höhen, während der Bass weiterdröhnt. Zudem stimmen manche Hersteller ihre Passivboxen auf hallende Wohnzimmer ab. Fällt dieser Raumschall weg, bricht das Klangbild ein. Es geht hier meist nicht um richtig, sondern darum was sich wie gut gut bei der Kundschaft im Wohnraum (ohne Anpassungen oder Akustikmassnahmen) anhört. Man möchte ja verkaufen und schafft lieber solche Ausdrücke wie überdämpft, als dass man seinen Kunden vergrault. Wer dagegen auf ein aktives Lautsprechersystem setzt, kann den Frequenzgang anpassen und hört im gut gedämmten Raum die Aufnahme statt der Zimmerwände. Erst wenn im Hochton die Reflexion komplett fehlt, droht das bekannte, psychoakustisch drückende Gefühl des Orientierungsverlusts. Davon ist man in einem normalen Raum, mit Scheiben und Türen, meist weit von entfernt. Man begegnet solchen Themen im Studiobau aber nicht mit Hall, sondern mit dem LEDE-Prinzip; Live End, Dead End (vorne Dämpfung für Ortungsschärfe, hinten Diffusoren für lebendige Energie).
Ein gute gedämmter Raum ist dagegen eine regelrechte Wohltat, schon wenn man den nur betritt. Irgendwie fällt sofort ein Stressfaktor weg. Kommt man bei uns ins Studio passiert genau das. Man fühlt sich direkt entspannt und offen zum Musik geniessen.
Mein Fazit: Wer ein ehrliches Klangbild sucht und ein Aktivsystem nutzt, profitiert massiv von einem trockenen Raum. Die Angst vor Überdämpfung entspringt nach meiner Beobachtung eher dem Wunsch die eigenen Raumfehler nicht anzufassen. Egal wo ich bisher war und welche Absorber man im Nachgang dort installierte, die Besitzer waren alle sehr beeindruckt, wie gut Ihre Lautsprecher tatsächlich klingen, nachdem man diese auch mal hört.
Beste Grüße
Christian
ich muss dir gestehen, die pauschale Warnung vor dem „überdämpften Raum“ klingt für mich oft nach einer bequemen Ausrede, um sich nicht mit Akustikmaßnahmen befassen zu müssen, oder den eigenen Raum nicht zu verändern. Erst zuletzt saß ich in einem komplett schallhartem Raum, indem der Nutzer einen kleinen dünnen Teppich auf die Fliesen gelegt hat. Die 300.000Euro Anlage hallte einen von allen Richtungen des Raumes an und der stolze Besitzer erklärte mir sein Engagement als Vorsichtsmassnahme vor Überdämpften Räumen. Ich meine ich kann das auch irgendwo verstehen. Granit wirkt nunmal edler wie Stoff. Hifi kann ja auch gelebt werden wie ein seltenes Auto in der Garage oder ein teures Bild an der Wand. Schaut her was ich habe und nicht was ich höre. Jedem das woran er Freude hat.
Wer die Physik hinter der Dämmung betrachtet, merkt schnell, dass das Problem meistens nicht zu viel Dämpfung ist, sondern die Falsche. Im Tieftonbereich gibt es meines Erachtens kein „zu viel“ an Dämpfung. Jede Reduzierung der Nachhallzeit und Minimierung von Raummoden brachte mir in der Vergangenheit Präzision und Klangqualität. Bei mir hat dabei im Tiefton die Lautsprecherpositionierung (Subwoofer mittig als Tisch) sehr geholfen. Seit dem bin ich ein bekennender Fan von Modenvermeidung anstatt diese nur zu bedämpfen (geht auch unterhalb der Schröderfrequenz kaum noch anders). Wenn Räume nach Optimierungen dumpf klingen, kann das an einem frequenzselektiven Ungleichgewicht liegen: Dünner Schaumstoff killt die Höhen, während der Bass weiterdröhnt. Zudem stimmen manche Hersteller ihre Passivboxen auf hallende Wohnzimmer ab. Fällt dieser Raumschall weg, bricht das Klangbild ein. Es geht hier meist nicht um richtig, sondern darum was sich wie gut gut bei der Kundschaft im Wohnraum (ohne Anpassungen oder Akustikmassnahmen) anhört. Man möchte ja verkaufen und schafft lieber solche Ausdrücke wie überdämpft, als dass man seinen Kunden vergrault. Wer dagegen auf ein aktives Lautsprechersystem setzt, kann den Frequenzgang anpassen und hört im gut gedämmten Raum die Aufnahme statt der Zimmerwände. Erst wenn im Hochton die Reflexion komplett fehlt, droht das bekannte, psychoakustisch drückende Gefühl des Orientierungsverlusts. Davon ist man in einem normalen Raum, mit Scheiben und Türen, meist weit von entfernt. Man begegnet solchen Themen im Studiobau aber nicht mit Hall, sondern mit dem LEDE-Prinzip; Live End, Dead End (vorne Dämpfung für Ortungsschärfe, hinten Diffusoren für lebendige Energie).
Ein gute gedämmter Raum ist dagegen eine regelrechte Wohltat, schon wenn man den nur betritt. Irgendwie fällt sofort ein Stressfaktor weg. Kommt man bei uns ins Studio passiert genau das. Man fühlt sich direkt entspannt und offen zum Musik geniessen.
Mein Fazit: Wer ein ehrliches Klangbild sucht und ein Aktivsystem nutzt, profitiert massiv von einem trockenen Raum. Die Angst vor Überdämpfung entspringt nach meiner Beobachtung eher dem Wunsch die eigenen Raumfehler nicht anzufassen. Egal wo ich bisher war und welche Absorber man im Nachgang dort installierte, die Besitzer waren alle sehr beeindruckt, wie gut Ihre Lautsprecher tatsächlich klingen, nachdem man diese auch mal hört.
Beste Grüße
Christian
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,
Thermisch gesehen
Sie hat zwar einen schlechteren thermischen Dämmwert, aber hat etwas mehr Masse. Das verhindert - rein thermisch - das alt bekannte Barackenklima. Schnell warm und schnell kalt, weil es an Speicher fehlte. Wenn man die Dämmebene noch steifer machen möchte, so bietet sich das Einblasen mit beispielsweise Isofloc an, oder man wählt Steinwolle ( Beispielsweise Rockwool ).
Der Nachteil ist bei langen sommerlichen Hitzewellen der, dass die ungewollt gespeicherte Wärme deutlich länger in der Dämmung bleibt.
Bauphysikalischer Aufbau
Ich weiß nicht welche Unterspannbahn vorhanden war / ist. Bei der Konstruktion einer Vollsparrendämmung ist es nicht unwichtig die physikalischen Eigenschaften der Unterspannbahn zu kennen. Früher, weil es keine andere Bahn gab, wurde eine "SPF Bahn" verwendet, die nur für eine belüftete Dämmebene geeignet war verbaut. Sie hat nicht den erforderlichen SD -Wert um Kondensat aus der Konstruktion abzugeben.
Wenn du auf der sicheren Seite sein möchtest, so bietet Steico Regelschichtaufbauten an die freigegeben sind und funktionieren sollten.
Ein guter Rat ist auch die Dampfbremse - hier gute Wahl - Intello Plus- wirklich absolut dicht mit geeigneten Klebebändern untereinander zu verkleben und an den Anschlüssen zu den Wänden mit geeigneten Dichtstoffen wie beispielsweise SIGA Primur anzuschließen. Konvektion ist der Feind einer solchen Konstruktion.
Akustischer Aufbau
Ich sehe du hast ein Pfettendach. Daher wird es Dachsparren geben die von der Fußpfette bis in die First verlaufen. Nun hast du, um die Dämmebene zu erhöhen Hölzer waagerecht darunter angeordnet. Die in einem recht weiten Abstand oder das Foto verzerrt etwa.
Durch die Lasterhöhung des kompletten Aufbau wirst du das "Mitschwingen" der Dachschrägen verringern oder deutlich ändern wenn du später von innen beschallen wirst.
An diesem Punkt kannst du massiv steuern. Je steifer oder eben nicht steif du die Dachscheiben ausführst wird sich das erheblich auf den zu absorbierenden Frequenzteil auswirken. ( Verschraubung von den waagerechten Hölzer zu den Dachsparren ggf. erhöhen )
Ebenso die späteren Lattenabstände als Unterkonstruktion für die Trockenbauplatten.
Eine weitere Idee ist es die Ebene dieser Konstruktionslatte mit einem Dämmstoff teil oder voll auszufüllen. Damit geht nicht alles von der Ausbauplatte über die Verbindungspunkte in die Latte usw.
Tip
Es gibt Simulationsprogramme die allerdings recht pragmatisch aufgebaut sind und daher lediglich als Schätzeisen taugen, so zumindest meine Meinung. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, wird man über Soll und Ist Abgleiche nicht umhin kommen. Also Messen.
Da man ungern den fertigen Aufbau nochmal zurückbauen möchte, so bietet sich an "Optionen" einzubauen. Hier wäre die Konstruktonslatte für die Trockenbauplatte zu nennen. Ich würde einfach deutlich mehr Latten einbauen. Dies schafft die Option das Schraubenbild und Abstände zu variiren, was sich erheblich auf das Anregen der Ausbauplatte auswirkt. Viele Schrauben = härtere Fläche, weniger Schrauben weiche Fläche. Das muss nicht überall gleich sein. So würde ich die Bereiche an den Pfetten und an den Wänden "weicher" machen und in der Dachscheibenmitte mehr schrauben. Das muss man ausprobieren und immer mal messen was sich ändert.
Mit dieser Methode habe ich unsere Decke behandelt, allerdings anderer Aufbau und andere Materialien.
Eventuell baust du noch einen "Blindtrempel". Dieser eignet sich gut um Resonatoren einzugliedern.
Um im Bassbereich Wirkung zu erzielen braucht man Unmengen an Material, aber auch das hat seine Grenzen. Es ist auf jeden Fall erstaunlich wie sich akustische Anpassungen auswirken. Man hat zwar beispielsweise Acourate, aber auch dieses tolle Programm kann nicht alles ausgleichen.
Ich bin sehr beeindruckt von deinen Selbstbauaktionen. Die Lautsprecher sehen toll aus!
Nun noch dieses Projekt. Ich danke dir für die Einblicke in dein Schaffen und sei gewiss - mein Respekt hast du in höchstem Maße!
Grüße Uli
im Prinzip ist die Wahl der Steico Flex aus verschiedenen Gründen gut.Cabrio_User hat geschrieben: 09.07.2026, 12:11 Hallo,
Der Wechsel in meinem Studio von einer alten 120-mm-Glasfaser auf 220 mm Holzfaserdämmung (Steico Flex 036) hat mich akustisch überzeugt. Der Raum ist im Low-End sehr ruhig geworden, was vermutlich an der deutlich höheren Rohdichte der Holzfaser (~50–60 kg/m³) liegt und der vermeintlich besseren thermodynamischen Wandlung im Bassbereich. Eine neue Zwischenwand soll, aufgrund der guten Erfahrungen mit der Holzfaserdämmung, als vollflächiger Breitbandabsorber mit Holzfaserdämmplatten entstehen. Der geplante Wandaufbau (220 mm Gesamtdicke):
Kern: 150 mm Steico Flex im Holzständerwerk.
Front (Raumseite): 50 mm PET-Vlies-Platten.
Grüße Christian
Thermisch gesehen
Sie hat zwar einen schlechteren thermischen Dämmwert, aber hat etwas mehr Masse. Das verhindert - rein thermisch - das alt bekannte Barackenklima. Schnell warm und schnell kalt, weil es an Speicher fehlte. Wenn man die Dämmebene noch steifer machen möchte, so bietet sich das Einblasen mit beispielsweise Isofloc an, oder man wählt Steinwolle ( Beispielsweise Rockwool ).
Der Nachteil ist bei langen sommerlichen Hitzewellen der, dass die ungewollt gespeicherte Wärme deutlich länger in der Dämmung bleibt.
Bauphysikalischer Aufbau
Ich weiß nicht welche Unterspannbahn vorhanden war / ist. Bei der Konstruktion einer Vollsparrendämmung ist es nicht unwichtig die physikalischen Eigenschaften der Unterspannbahn zu kennen. Früher, weil es keine andere Bahn gab, wurde eine "SPF Bahn" verwendet, die nur für eine belüftete Dämmebene geeignet war verbaut. Sie hat nicht den erforderlichen SD -Wert um Kondensat aus der Konstruktion abzugeben.
Wenn du auf der sicheren Seite sein möchtest, so bietet Steico Regelschichtaufbauten an die freigegeben sind und funktionieren sollten.
Ein guter Rat ist auch die Dampfbremse - hier gute Wahl - Intello Plus- wirklich absolut dicht mit geeigneten Klebebändern untereinander zu verkleben und an den Anschlüssen zu den Wänden mit geeigneten Dichtstoffen wie beispielsweise SIGA Primur anzuschließen. Konvektion ist der Feind einer solchen Konstruktion.
Akustischer Aufbau
Ich sehe du hast ein Pfettendach. Daher wird es Dachsparren geben die von der Fußpfette bis in die First verlaufen. Nun hast du, um die Dämmebene zu erhöhen Hölzer waagerecht darunter angeordnet. Die in einem recht weiten Abstand oder das Foto verzerrt etwa.
Durch die Lasterhöhung des kompletten Aufbau wirst du das "Mitschwingen" der Dachschrägen verringern oder deutlich ändern wenn du später von innen beschallen wirst.
An diesem Punkt kannst du massiv steuern. Je steifer oder eben nicht steif du die Dachscheiben ausführst wird sich das erheblich auf den zu absorbierenden Frequenzteil auswirken. ( Verschraubung von den waagerechten Hölzer zu den Dachsparren ggf. erhöhen )
Ebenso die späteren Lattenabstände als Unterkonstruktion für die Trockenbauplatten.
Eine weitere Idee ist es die Ebene dieser Konstruktionslatte mit einem Dämmstoff teil oder voll auszufüllen. Damit geht nicht alles von der Ausbauplatte über die Verbindungspunkte in die Latte usw.
Tip
Es gibt Simulationsprogramme die allerdings recht pragmatisch aufgebaut sind und daher lediglich als Schätzeisen taugen, so zumindest meine Meinung. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, wird man über Soll und Ist Abgleiche nicht umhin kommen. Also Messen.
Da man ungern den fertigen Aufbau nochmal zurückbauen möchte, so bietet sich an "Optionen" einzubauen. Hier wäre die Konstruktonslatte für die Trockenbauplatte zu nennen. Ich würde einfach deutlich mehr Latten einbauen. Dies schafft die Option das Schraubenbild und Abstände zu variiren, was sich erheblich auf das Anregen der Ausbauplatte auswirkt. Viele Schrauben = härtere Fläche, weniger Schrauben weiche Fläche. Das muss nicht überall gleich sein. So würde ich die Bereiche an den Pfetten und an den Wänden "weicher" machen und in der Dachscheibenmitte mehr schrauben. Das muss man ausprobieren und immer mal messen was sich ändert.
Mit dieser Methode habe ich unsere Decke behandelt, allerdings anderer Aufbau und andere Materialien.
Eventuell baust du noch einen "Blindtrempel". Dieser eignet sich gut um Resonatoren einzugliedern.
volle Zustimmung, aber mit Bedacht.Cabrio_User hat geschrieben: 10.07.2026, 05:37
Wer die Physik hinter der Dämmung betrachtet, merkt schnell, dass das Problem meistens nicht zu viel Dämpfung ist, sondern die Falsche. Im Tieftonbereich gibt es meines Erachtens kein „zu viel“ an Dämpfung. Jede Reduzierung der Nachhallzeit und Minimierung von Raummoden brachte mir in der Vergangenheit Präzision und Klangqualität.
Beste Grüße
Christian
Um im Bassbereich Wirkung zu erzielen braucht man Unmengen an Material, aber auch das hat seine Grenzen. Es ist auf jeden Fall erstaunlich wie sich akustische Anpassungen auswirken. Man hat zwar beispielsweise Acourate, aber auch dieses tolle Programm kann nicht alles ausgleichen.
Ich bin sehr beeindruckt von deinen Selbstbauaktionen. Die Lautsprecher sehen toll aus!
Nun noch dieses Projekt. Ich danke dir für die Einblicke in dein Schaffen und sei gewiss - mein Respekt hast du in höchstem Maße!
Grüße Uli
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Uli,
du hast die Inhalte hervorragend erfasst. Die Unterspannbahn ist neu (ich meine eine Braas Divoroll). Diese wurde mit Hinterlüftung installiert. Das Dach hat keine Betonpfannen, sondern gebrannte Ziegeln auf denen ein Aluminium Gestell im Kreuzverbund eine PV Anlage mit geschlossener Oberfläche trägt, die eine Art Kamineffekt zwischen den Modulen und den Ziegeln erzeugt. Dieser Kamineffekt kühlt das Dach auch bei den heissen Sommertagen Effektiv, sodass wir selten mehr als 25Grad im Studio bekommen.
Das Dach hat durch den Querverbund an Balken nicht nur bei der Einbaumöglichkeit von zusätzlichem Dämmstoff gewonnen, sondern vor allem bei der Stabilität. Die Sparren haben kaum noch Möglichkeiten zur Torsion, was laut unserem Statiker sehr gut sei bzw mehr bringt, wie die Sparren aufzudoppeln. Auch wird damit der Dämmstoffverbund dichter/geschlossener. Dies war für mich Vordergründig. Das man die Schwingneigung des Daches aus akustischer Sicht ändert, ist zwar logisch, hatte ich aber nicht beachtet.
Beste Grüße
Christian
du hast die Inhalte hervorragend erfasst. Die Unterspannbahn ist neu (ich meine eine Braas Divoroll). Diese wurde mit Hinterlüftung installiert. Das Dach hat keine Betonpfannen, sondern gebrannte Ziegeln auf denen ein Aluminium Gestell im Kreuzverbund eine PV Anlage mit geschlossener Oberfläche trägt, die eine Art Kamineffekt zwischen den Modulen und den Ziegeln erzeugt. Dieser Kamineffekt kühlt das Dach auch bei den heissen Sommertagen Effektiv, sodass wir selten mehr als 25Grad im Studio bekommen.
Das Dach hat durch den Querverbund an Balken nicht nur bei der Einbaumöglichkeit von zusätzlichem Dämmstoff gewonnen, sondern vor allem bei der Stabilität. Die Sparren haben kaum noch Möglichkeiten zur Torsion, was laut unserem Statiker sehr gut sei bzw mehr bringt, wie die Sparren aufzudoppeln. Auch wird damit der Dämmstoffverbund dichter/geschlossener. Dies war für mich Vordergründig. Das man die Schwingneigung des Daches aus akustischer Sicht ändert, ist zwar logisch, hatte ich aber nicht beachtet.
Beste Grüße
Christian
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,Cabrio_User hat geschrieben: 10.07.2026, 11:06 Hallo Uli,
Die Unterspannbahn ist neu (ich meine eine Braas Divoroll). Diese wurde mit Hinterlüftung installiert.
Beste Grüße
Christian
alles richtig gemacht
es ist leider im Wohnungsbau so, das die DIN 4109 nicht wirklich viel regelt. Die akustischen Gegebenheiten werden nicht in den Räumen selbst betrachtet. Dies führt manchmal zu akustisch unerträglichen Wohnräumen. Abhilfe soll das Mobiliar schaffen, so die Ansicht manch eines Planers.Cabrio_User hat geschrieben: 10.07.2026, 11:06 Das man die Schwingneigung des Daches aus akustischer Sicht ändert, ist zwar logisch, hatte ich aber nicht beachtet.
Beste Grüße
Christian
Es gibt Fachplaner für Haustechnik, Beleuchtungskonzepte, Lüftungskonzepte usw. aber in den aller wenigsten Fällen wird die Wohnraumsituation bezüglich der Akustik geplant oder zumindest vorab mal drübergeschaut.
Bei öffentlichen Räumen oder gewerblich genutzen Räumen sieht das etwas besser aus. Aber auch hier steht Emission von Lärm im Vordergrund wenn man mal beispielsweise Konzertsaalbau oder Konferenzräume ausklammert.
Zurück zum Dach. Die Dachschale von einem Steildach wird üblicher Weise aus Holzprofilen erstellt. Holz hat ein geringes Elastizitätsmodul und ist damit elastisch. Je größer die Stützweiten der Stäbe umso mehr können sie schwingen.
In den üblichen statischen Berechnungen werden diese Träger nicht im System bewertet, sondern lediglich als Ein- oder Mehrfeldträger. Bei Deckenschalen aus Beton oder anderen massiven Systemen sieht das dann anders aus. Da werden Felder berechnet.
Akustisch werden Flächen bewertet. Güte / Dichte des Material und Art der Oberfläche. Man kann sich somit gut vorstellen, dass es einen Unterschied macht wie und in welchen Abständen die Beplankung aus Gipskarton ausgeführt wird.
Man kann sowas nur sehr bedingt simulieren, weil sehr viele Dinge in das Resultat einfließen. Daher muss man wärend des Bau messen. So zumindest meine Meinung.
Liebe Grüße Uli
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Uli,
vielen Dank für deinen Input. Die Abstände der Sparren/Pfetten (bei den Horizontal eingebrachten 100x60iger Rahmen bin ich mir nicht sicher ob man die Pfetten nennt) sind Horizontal wie vertikal 60cm. Aktuell ist noch Folie bzw eine Lattung das Ende des Ausbaus, welches ich optisch bewundern darf. Der Plan sah bisher weniger Rigips, sondern Nut und Feder Bretter vor. In diese Konstruktion kommt dann auch die elektrische Leinwand für eine Art Homekino. Das erzeugt mir das große 5m Stereodreieck und den Grund warum ich die Kugellautsprecher gebaut habe. Die Lautsprecher sind jetzt der Antrieb den Raum fertig zu bekommen. Ich muss mich da manchmal selbst "hintenrum" heben, damit es vorwärts geht. So ein bisschen wie ein schönes Auto zu kaufen, damit man sich überwindet die Garage zu bauen.
Die Absorber in Holzfaserdämmung mit Vlies davor sind für die 3eckigen Seitenwände und eine Trockenbauwand, die ein kleines Bad vom Hörraum abgrenzt. Die 5cm tiefen Absorber der Seitenwände sollen dabei drei Funktionen erfüllen.
1. Installationsebene
2. Akustischer Absorber
3. Licht Absorber im Bereich der Leinwand
Im Kniestock wird es dann die Endstufenparade geben
Grüße Christian
vielen Dank für deinen Input. Die Abstände der Sparren/Pfetten (bei den Horizontal eingebrachten 100x60iger Rahmen bin ich mir nicht sicher ob man die Pfetten nennt) sind Horizontal wie vertikal 60cm. Aktuell ist noch Folie bzw eine Lattung das Ende des Ausbaus, welches ich optisch bewundern darf. Der Plan sah bisher weniger Rigips, sondern Nut und Feder Bretter vor. In diese Konstruktion kommt dann auch die elektrische Leinwand für eine Art Homekino. Das erzeugt mir das große 5m Stereodreieck und den Grund warum ich die Kugellautsprecher gebaut habe. Die Lautsprecher sind jetzt der Antrieb den Raum fertig zu bekommen. Ich muss mich da manchmal selbst "hintenrum" heben, damit es vorwärts geht. So ein bisschen wie ein schönes Auto zu kaufen, damit man sich überwindet die Garage zu bauen.
Die Absorber in Holzfaserdämmung mit Vlies davor sind für die 3eckigen Seitenwände und eine Trockenbauwand, die ein kleines Bad vom Hörraum abgrenzt. Die 5cm tiefen Absorber der Seitenwände sollen dabei drei Funktionen erfüllen.
1. Installationsebene
2. Akustischer Absorber
3. Licht Absorber im Bereich der Leinwand
Im Kniestock wird es dann die Endstufenparade geben
Grüße Christian
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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- Beiträge: 258
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Hallo,
jetzt ist mir die Edit Zeit davon gelaufen. Ich wollte das Bild noch kurz erklären, da es aufzeigt, welches Projekt mich erwartet, wenn der Raum fertig gestellt wird. Es ist sozusagen die Belohnung für die Bauarbeiten.
Grüße Christian
jetzt ist mir die Edit Zeit davon gelaufen. Ich wollte das Bild noch kurz erklären, da es aufzeigt, welches Projekt mich erwartet, wenn der Raum fertig gestellt wird. Es ist sozusagen die Belohnung für die Bauarbeiten.
Grüße Christian
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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- Registriert: 01.08.2025
- „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
Hallo Christian,
Pfetten und Sparren
Pfetten sind vornehmlich horizontale Träger, welche die Sparren als Lage als Auflager dienen. Sie liegen entweder, wie die Fußpfette flächig auf oder über Auflager auf Wänden oder Stützen. Auf deinem Foto kann man eine Fußpfette mit kleinem Querschnitt vermuten und eine Mittel oder Firstpfette mit deutlich größeren Querschnitt. Dies auf Grund der Stützweite.
Die Hölzer welche du unter die Sparren angeordnet hast haben keine direkte statische Funktion, sonst wären sie von Anfang an nötig gewesen. Daher würde ich sie als Futterholz bezeichnen. Der Sprachgebrauch ist auch innerhalb der Republik unterschiedlich. So sagt man zu einer senkrechten Verwahrung im Steildachbereich gern Tempel, Drempel oder Kniestock. Alles ist richtig. Somit könnte man deine waagerechte angeordneten Hölzer so nennen wie du es möchtest.
Auf dem Foto sehe ich zur Verbindung der Futterhölzer zum Sparren je eine Schraube. Da würd ich gern mindestens eine zweite anordnen. Jeweils eine Teilgewinde und eine mit Vollgewinde. Nicht akribisch im Rechten Winkel geschraubt, sondern etwas chaotisch in verschiedenen Winkeln. Das gibt zusätzliche Steifigkeit.
Außerdem würde ich keine Lattung aus 24/48 mm wählen sondern breitere Profile wie beispielsweise 24/70. Auch hier hat man man mehr Möglichkeiten des Schraubenbild.
Die Idee als Beplankung Profilbretter oder Gipskarton oder einen anderen Werkstoff zu nehmen ist sicher noch eine Überlegung wert.
Ich denke, Profilbretter, sollte man sie nicht untereinander verleimen werden eine sehr weiche und elastische Fläche ergeben.
Die Profilierung kann von Vorteil sein, in Form eines Diffusor. Kann, muss aber nicht, zumal die Sichtnuten sehr gleichmäßig und nicht sonderlich tief sind. Daher würden sie nur einen sehr schmalbannigen Frequenzbereich "zerstreuen".
Profilbretter haben sehr wenig Masse und werden daher gut mitschwingen.
Gipskarton gibt es in verschiedenen Ausführungen, besonders in akustischer Funktion. Die Pianoplatte von Knauf beispielsweise ist gut geeignet. Ich denke da musst du dich mal auf der Knaufseite mal einlesen.
Die haben auch einen Rechner mit dem man spielen kann.
https://tools.knauf.de/tools/akustik-to ... zg1MjA5NTk.
Ansonsten würd ich zunächst mal messen wie es sich momentan verhält. Insbesondere Nachhallzeiten und Reflektionen. Reflektionen sind besonders wichtig um zu verstehen wo später die Lautsprecher am besten stehen sollen.
Sehr sehr tolles Projekt! Ich hoffe meine Gedanken helfen dir mit deiner Scharfsinnigkeit und handwerklichen Können das Projekt "Dachstudio" zu bereichern, auch wenn du es völlig anders machst.
Grüße Uli
in dieser Bauphase hast noch alles in der Hand.Cabrio_User hat geschrieben: 10.07.2026, 18:39 Hallo Uli,
vielen Dank für deinen Input. Die Abstände der Sparren/Pfetten (bei den Horizontal eingebrachten 100x60iger Rahmen bin ich mir nicht sicher ob man die Pfetten nennt) sind Horizontal wie vertikal 60cm. Aktuell ist noch Folie bzw eine Lattung das Ende des Ausbaus, welches ich optisch bewundern darf. Der Plan sah bisher weniger Rigips, sondern Nut und Feder Bretter vor.
Grüße Christian
Pfetten und Sparren
Pfetten sind vornehmlich horizontale Träger, welche die Sparren als Lage als Auflager dienen. Sie liegen entweder, wie die Fußpfette flächig auf oder über Auflager auf Wänden oder Stützen. Auf deinem Foto kann man eine Fußpfette mit kleinem Querschnitt vermuten und eine Mittel oder Firstpfette mit deutlich größeren Querschnitt. Dies auf Grund der Stützweite.
Die Hölzer welche du unter die Sparren angeordnet hast haben keine direkte statische Funktion, sonst wären sie von Anfang an nötig gewesen. Daher würde ich sie als Futterholz bezeichnen. Der Sprachgebrauch ist auch innerhalb der Republik unterschiedlich. So sagt man zu einer senkrechten Verwahrung im Steildachbereich gern Tempel, Drempel oder Kniestock. Alles ist richtig. Somit könnte man deine waagerechte angeordneten Hölzer so nennen wie du es möchtest.
Auf dem Foto sehe ich zur Verbindung der Futterhölzer zum Sparren je eine Schraube. Da würd ich gern mindestens eine zweite anordnen. Jeweils eine Teilgewinde und eine mit Vollgewinde. Nicht akribisch im Rechten Winkel geschraubt, sondern etwas chaotisch in verschiedenen Winkeln. Das gibt zusätzliche Steifigkeit.
Außerdem würde ich keine Lattung aus 24/48 mm wählen sondern breitere Profile wie beispielsweise 24/70. Auch hier hat man man mehr Möglichkeiten des Schraubenbild.
Die Idee als Beplankung Profilbretter oder Gipskarton oder einen anderen Werkstoff zu nehmen ist sicher noch eine Überlegung wert.
Ich denke, Profilbretter, sollte man sie nicht untereinander verleimen werden eine sehr weiche und elastische Fläche ergeben.
Die Profilierung kann von Vorteil sein, in Form eines Diffusor. Kann, muss aber nicht, zumal die Sichtnuten sehr gleichmäßig und nicht sonderlich tief sind. Daher würden sie nur einen sehr schmalbannigen Frequenzbereich "zerstreuen".
Profilbretter haben sehr wenig Masse und werden daher gut mitschwingen.
Gipskarton gibt es in verschiedenen Ausführungen, besonders in akustischer Funktion. Die Pianoplatte von Knauf beispielsweise ist gut geeignet. Ich denke da musst du dich mal auf der Knaufseite mal einlesen.
Die haben auch einen Rechner mit dem man spielen kann.
https://tools.knauf.de/tools/akustik-to ... zg1MjA5NTk.
Ansonsten würd ich zunächst mal messen wie es sich momentan verhält. Insbesondere Nachhallzeiten und Reflektionen. Reflektionen sind besonders wichtig um zu verstehen wo später die Lautsprecher am besten stehen sollen.
Sehr sehr tolles Projekt! Ich hoffe meine Gedanken helfen dir mit deiner Scharfsinnigkeit und handwerklichen Können das Projekt "Dachstudio" zu bereichern, auch wenn du es völlig anders machst.
Grüße Uli
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Tesla · „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 338
- Registriert: 23.02.2021
- „wie Tesla zum aktiven Hören kam“
Hallo Christian,
wie ich sehe, bin ich nicht der einzige, der Steicoflex036 verwendet. Wenn du wissen willst, wie sich das akustisch auswirkt, lege ich dir meinen Vorstellungsthread ans Herz. Dort findest du zahlreiche Bilder und Messungen und Klangbeschreibungen dazu.
Du hast den LEDE-Raum erwähnt, mein Raum ist ein DEDE-Raum, vergleichbar mit/ eine Spur radikaler als ein Non Environment Room (nach Philip Newell, Tom Hidley),
Willst du unter dem verbauten Vlies Bespannstoff anbringen oder irgendwelche Rigips/ Fermacell-Platten oder Holz-Paneele?
Gruß
Tesla
wie ich sehe, bin ich nicht der einzige, der Steicoflex036 verwendet. Wenn du wissen willst, wie sich das akustisch auswirkt, lege ich dir meinen Vorstellungsthread ans Herz. Dort findest du zahlreiche Bilder und Messungen und Klangbeschreibungen dazu.
Du hast den LEDE-Raum erwähnt, mein Raum ist ein DEDE-Raum, vergleichbar mit/ eine Spur radikaler als ein Non Environment Room (nach Philip Newell, Tom Hidley),
Willst du unter dem verbauten Vlies Bespannstoff anbringen oder irgendwelche Rigips/ Fermacell-Platten oder Holz-Paneele?
Gruß
Tesla
