Was wir zur Zeit hören

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen
Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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„wie Melomane zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Melomane »

alcedo hat geschrieben: 28.06.2026, 09:42 für meinen Geschmack ist die Aufnahme völlig übersteuert, zumindest arg grenzwertig (habe aber auch nur die ersten Tracks angehört - allerdings auch von seinem Desert Dream Album)
Hallo Jörg,

klären wir doch erstmal, was für uns Übersteuerung bedeutet. Für mich: Wenn früher Tonbandgerät oder Kassettendeck bei der Aufnahme so hoch ausgesteuert wurden, dass die Anzeigen deutlich in den roten Bereich ausschlugen. Das resultierte dann mit einigem Pech in Verzerrungen. Die kann ich bei Desert Dream wiedergegeben mit dem Marantz AVR nicht hören. Aber ich gehe jede Wette ein, dass ordentlich komprimiert wurde und der Pegel hochgezogen ist, damit es ordentlich laut ist und Wums hat.

Viele Grüße

Jochen
Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Melomane »

Hallo Jörg,

da danke ich dir "uneigentlich" für das Bild, das mich bestätigt. :cheers:

Von 2023 ist das Album. Da hatte man wohl noch nicht mitbekommen, dass man mit solchen Produktionen bei Audiophilen nicht unbedingt punktet. Aber die sind wohl auch kam Zielgruppe, weil viel zu anspruchsvoll und zu wenige. Hat sich seitdem wohl kaum verändert. Zumal jetzt noch KI helfen kann.

Dennoch mag ich die Musik vom Tiwayo.

Viele Grüße

Jochen
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Jochen, Jörg,
wo der Bitraum voll ausgeschöpft wird, drohen Intersample Overs, mit denen Dacs unterschiedlich verzerrend umgehen.
Deshalb können die Meinungen auseinandergehen.
Digitale Übersteuerung schlägt sich anders nieder als die Übersteuerung eines Tonbandes, welches "soft'" clippt, sofern nicht ein Kombikopf früher dem ein Limit setzt. Wo getrennte Köpfe für aufnehmen und wiedergeben noch deutlich Reserven zeigen, weil die größere Spaltbreite eine bessere Magnetisierungstiefe ermöglicht und mehr Pegel zurückbleibt, den auch das einfachere Kombikopfgerät dann bei der Wiedergabe umzusetzen imstande ist.
Bei Röhrenverstärkerstufen und Vinyl-Tonabnehmern gibt es auch verträglicheres Verhalten in der Nähe des Limits.
Nur Digital wird voll gegen die Wand gefahren - aua!
Dem im Kommerz betäubten bis tauben TonIng bleibt oft nur, den Pegel hochzuziehen, wie auch von den Musikern gewünscht, damit sie lauter rüberkommen. Es gibt aber auch Kompressoren, die Signale herausgeben, die nicht ekelhaft klingen.
Grüße
Hans-Martin
Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Junakreiter »

Liebe mithörer,
Bei der diskutierten Aufnahme höre ich nur die Bassdrum verzerrt, und das wirkt für mich wie eine ästhetische Entscheidung.
Find ich durchaus gelungen.
Die von Jörg geteilte Spur präsentiert sich nicht übertrieben laut - im Pop oder Rock-Maßstab.
Hier (negativ) Beispiele:
https://13db.de/mastering/lautheit-laut ... dness-war/
lg Alex.
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

alcedo hat geschrieben: 28.06.2026, 18:41 für mich sind es über das Normalmaß hinausgehende Signale, die dann i.d.R. abgeschnitten werden. Und genau das passiert hier (z.B. 1. Song auf "Desert Dream"):
Bild
Hallo Jörg, Jochen,
ich interpretiere diesen Screenshot von audacity als extrem hoch ausgesteuert und erwarte bei zeitlicher Spreizung (Zoom In) entweder sichtbares Rechteckverhalten oder eine Einbuchtung im Rechteck"dach" was ein Hinweis auf 3. Oberwelle ist.
Hier ein Vergleich (audacity) von Fleetwood Mac Rumours ursprünglicher CD WB759927313 gegen das Remaster WB812273882, das um teilweise mehr als 12dB lauter spielt im Vergleich mit der digitalen Erstausgabe.
Bild
Die ausgeprägte helle Zone um die Mittellinie ist ein Indiz für die Pegelanhebung bei schwachen Signalen, typischer Teil der Dynamikkompression.
Da bei Jörgs Bild diese Zone normal dargestellt ist, scheint mir diese Einspielung nur sehr hoch ausgesteuert, vielleicht mit Limiterbegrenzung. Mit etwas Glück sind die geringen Pegel nicht so manipuliert, und eine räumliche Plastizität blieb erhalten.
Grüße
Hans-Martin
Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Junakreiter »

Lieber Jörg,Lieber Hans-Martin,

Die Messtechnik gibt euch recht ! Sowohl der ursprüngliche, als auch der Track von Jörg sind
grenzwertig laut: -9 LUFS (Loudness Units relativ to Full Scale)
Rechteckig abgeschnitten ist aber nichts, das fangt der Kompressor ein.

Bildschirmfoto_20260629_191209.jpg

lg Alex.
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo,
über meine vorübergehende Notlösung externe-PC-LS ist der Hall für meine Ohren so dominant,dass ich kurzerhand ein anderes Video aufgerufen habe, und es zeigte sich, dass die begleitende Gitarre subjektiv weniger deutlich erschien als der Nachhall der ersten Aufnahme.
In London und Paris habe ich in U-Bahn-Treppenbereichen und Bahnhofseingangshallen sowohl Gitarren wie auch eine Harfe erlebt, die von dem natürlichen Nachhall unterstützt wurden und mich zum Stehenbleiben und Genießen förmlich zwangen.
Erlebnisse, die 40Jahre überdauern, sich aber von Tonkonserven nicht annähernd wiederfinden ließen, auch wenn ich mir Punkte für Verklärung der Erinnerung abziehe.
Wo Tontechnik es mit dem Hall übertreibt, und die Sprachverständlichkeit angegriffen wird, zieht sich mein Interesse zurück.
Live dagegen kann der natürliche Nachhall mich Zuhörer umgeben, einwickeln (envelopment) und in den Bann ziehen, die Musik damit mich "verzaubern".
schönen Sonntag!
Hans-Martin

-muss mir jetzt Ben Harper "Like A King" auflegen...
Amati · „wie Amati zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Amati »

N‘Abend allerseits,
in Einstimmung auf das heutige Fußballspiel Brasilien gegen Norwegen genieße ich das Klavierkonzert (Op 16) von Edvard Grieg
Ich fand das Cover dazu ganz passend :mrgreen: und drücke den Wikingern die Daumen. Norwegen ist einer meiner Sehnsuchtsorte.
Im März sind wir 3 Wochen in Oslo zum dortigen Churchfestival.

Beste Grüße
Peter

IMG_9961.jpeg

Hironimus_23 · „wie Hironimus_23 zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hironimus_23 »

Hallo zusammen,

schon länger hatte ich das Album Sirène von Anna Prohaska nicht mehr gehört. Ihr Debüt-Album aus 2010 mit einem Querschnitt durch die Epochen jedoch am Thema Mythologie mit verschiedenen Wasserwesen, wie Meerjungfrauen und Nixen.

Heute hatte mal wieder Lust darauf habe es gleich 2x hintereinander gehört.
Ich mag den schlanken, aber trotzdem lyrischen Klang ihrer Stimme. Und die Textverständlichkeit empfinde ich, sofern ich die Sprache verstehe, sehr gut.

Bild

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Gruß
René
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