Thorsten (hört noch passiv)

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Thorsten (hört noch passiv)

Beitragvon totti1965 » 15.01.2011, 03:48

Hallo zusammen,

bin auf der HiFi-Music-World bereits 2007 auf (((acourate))) aufmerksam geworden und hatte dann 2009 auf der HiFi-Musik-World in Gelsenkirchen bei der Vorführung der Dacapo eccezionale, die zusammen mit den Linkwitz -Timmermanns Dipol Subwoofern vorgeführt wurden, mein totales Aha-Erlebnis! Ein Freund von mir und ich waren so beeindruckt, dass ich an die Jungs von definite audio, die den audiovolver basic vertreiben eine mail geschrieben habe, die Charly Oehlrich jetzt mit unserer Erlaubnis auf deren Website als Werbung verwendet. Ich schrieb:

Thorsten hat geschrieben:Ich glaube, ich habe nun schon zum dritten Mal in Folge auf einer Hifi-Music-World die Auswirkungen des AudioVolvers in Zusammenhang mit der Acourate-AV Software auf Lautsprechersysteme hören können. Es ist ein schon vom theoretischen Ansatz her geniales System!

Diesmal war es ganz besonders faszinierend und deutlich, da mit konventionellen Mitteln, wie Sie in der Tat ganz richtig feststellten, der Dipol kaum zu bändigen ist, er andererseits aber unendliches Potential hat.

Vielleicht noch ein Wort, das Sie durchaus als Kompliment auffassen dürfen: Es war auf der Messe für meinen Freund und mich wirklich ein absoluter Kinnladen-Effekt, was da rüberkam! HiFi im allerbesten Sinne. Karl Breh, der Gründer der HiFIi-Stereophonie hätte seine helle Freude gehabt. HiFi bedeutet Klangtreue und die muss eben JENSEITS ALLER GESCHMACKSFRAGEN einfach

a) Pegelmässig,
b) Verfärbungsfrei und
c) Verzerrungsfrei garantiert sein.

Das haben wir so gut wie bei Ihnen auch bei HiFi Ketten, die eine Viertelmillion Euro kosten noch nicht gehört! Kompliment!

Hab dann nach Uli Brüggemann gegoogelt und bin auf dieses Forum und den Thread aufmerksam geworden. Geil dass hier eine so tolle Diskussionskultur herrscht.

2010 wurde dann in Stuttgart an den gleichen Lautsprechern vorgeführt. Wie auch 2009 arbeitete der audiovolver als linearphasige Neville Thiele Weiche um die Subwoofer abzukoppeln. Außerdem glättete der audiovolver den Frequenzgang des gesamten HiFi-Systems.

Es hat mich erstaunt, dass Charly Oehlrich seine Dacapos und die beiden Subwoofer 2009 nicht losgeworden ist. Er wollte sie damals schon für jeweils EUR 500,-- pro Paar vertikkern.

2010 bin ich dann deshalb gleich mit geliehenem Audi A4 Avant nach Stuttgart auf die HiFi-Musik-World und hab die Dacapos samt Subwoofern nach Bonn geholt.

Meine Ursprungsidee war, die aus nur 3 Bauteilen bestehende "Frequenzweiche" der Dacapos rauszuschmeißen und mit Hilfe von BoxSim eine passive Weiche zu stricken, die mindestens 75 bis 80 % der Klangqualität aufweist, die mit dem audiovolver in der Kette zu herunterklappender Kinnlade führte. Virtuell und im rein Theoretischen habe ich jetzt nach 40 Simulationen eine passive Weiche, die etwa 14 Bauteile hat und so gut ist, wie es passiv eben geht.

Trotzdem wurde mir im HiFi-Selbstbau Forum u. a. von "Alchemist", der viele Tipps gab dringend abgeraten, es passiv überhaupt zu versuchen. Lieber Convolving.

"The Alchemist" schrieb: Ein PC mit Convolver sollte dich der Sache näher bringen. Eventuell reicht es schon aus wenn Du dich mit DRC beschäftigst und nur eine Entzerrung über den rechten und linken Kanal durchführst. Das geht auch unter Windows und ist längst nicht so kompliziert wie viele vermuten.

Das und das Selbstbewusstsein, mit dem Alchemist seine Thesen zum Low-Budget Convolving vertrat, lies mich zögern, zum Lötkolben zu greifen.

Ich möchte eigentlich doch den "ganzen Weg" gehen. Es muss also ein kleiner Linux-Rechner werden, auf den die Filter aufgespielt werden. Niemand muss mich von der Qualität von (((acourate))) überzeugen. Die Vorteile bei ohnehin guten Lautsprechern sind natürlich dreimal kleiner als bei den Dacapos mit Einfachstweiche. Aber das mögliche Potential mit den Ciare-Chassis als Dipol (Dacapo) plus Hochtonhörnchen plus Subwoofern nach Linkwitz plus Entzerrung ist einfach viel höher als bei konventionellen Lautsprechern a la Dreiwege Bassreflexkiste, wo einfach die Faszination des Breitbänders und die extreme Schnelligkeit im Tieftonbereich fehlt.

Beim Durchstöbern von Ulis (((acourate))) Seite fand ich natürlich

http://www.acourate.com/freedownload/Br ... 8-rt12.pdf

Fleissig las ich dann im "aktives Hören"-Forum um möglichst viel über die Möglichkeiten des Convolving zu erfahren. Trotzdem blieben (natürlich) eine Menge Fragen offen. Für die meisten, denke ich, muss noch nicht mal Uli bemüht werden:

  1. Es geht ja im obigen Vorschlag um prinzipiell zwei Rechner (weiss schon, dass mit Programmieraufwand und so weiter man auch alles in einem Rechner unterbringen könnte - darum geht es mir aber hier gar nicht) ...

    Wenn ich alles also ganz normal aufbauen möchte (Linux Rechner zum anwenden der Filter und Windows Rechner zum berechnen der Filter). Kann der Windows Rechner, nachdem er die Filter berechnet hat und sie auf dem USB Stick abgelegt sind einfach ausgeschaltet werden oder wird er während der Musikwiedergabe irgendwie gebraucht???

  2. Braucht der Windows Rechner überhaupt irgendeine Soundkarte??? Mein Apple hat Windows 7, 32 Bit auf der Bootcamp Partition. Als iMac mit Core 2 duo Prozessor hat er aber gar keine Soundkarte. Die Ausgänge sind auch schlimm. Es besteht nur die Möglichkeit über firewire oder USB Kontakt zur Aussenwelt aufzunehmen. Brauche ich also noch einen konventionellen Windows Rechner mit echter konventioneller Karte zusätzlich, auch wenn ich ihn ja fast schon in Form des Apple mit Bootcamp habe?

  3. Könnte Uli nicht eine Modernisierung vornehmen, was die Seite mit der Installation eines Convolution PC´s betrifft? Der Vorschlag ist schließlich über anderthalb Jahre alt. Wenn ich das richtig sehe, wäre der VIA EPIA 12000 EN so wie man es hier http://www.techcase.de/product_info.php ... rlos-p-725 kaufen könnte heute nicht mehr die erste Wahl. Sollte man für den Linux Rechner in einer Konfiguration wie ich sie möchte, also 2 bis max. 3 Wege Stereo nicht besser zu einem Intel Atom greifen, da 3 Wege Stereo ja letztlich schon 6 Kanäle sind und der Atom etwas mehr(?) Rechenpower hat, als das Via. Oder ist der Via immer noch besser geeignet?

    Zukunftssicherer wäre wohl ein Core 2 Duo. Wenn ich das Richtig sehe, benutzt Uli den selbst. Könnte man die PDF Datei, die den Aufbau eines Convolution PC´s erläutert nicht hier ergänzen um Alternative Mainboards und jeweils KONKRETE Tipps für das Gehäuse, wo ja auch noch die M-audio audiophile 2496 Karte reinpassen muss. Ich dachte an das travla c137 oder c138:

    http://www.techcase.de/product_info.php ... 952141_105

  4. Spielen beim Linux-Rechner auch Überlegungen zur AV-Fähigkeit eine Rolle? Kann ich so ein Ding immer, wenn ein Zweiter Filter mit nur kurzem Delay berechnet ist auch in den Signalweg zwischen von mir aus AV Receiver Vorstufe / AV Receiver Endstufen einschleifen? Falls ja und -vielleicht um wenigstens zwei der fünf Kanäle bei 5.1 filtern zu können -ist ein besonders Leistungsfähiges Mainboard erforderlich???
    Wie soll einer da noch vernünftig umschalten können, wenn er für Musikwiedergabe andere Verstärker (Stereo) verwendet?

  5. In den Vorführungen lief der audiovolver ja immer gemeinsam mit dem Apogee Rosetta Digital-Analog Wandler, da er nur so gleichzeitig als Weiche verwendbar war.

    http://freerider.dyndns.org/definiteAud ... umesse.pdf

    Habe ich, wenn ich mir den kleinen Linux-Rechner aufbaue (mit der M-audio audiophile 2496) das gleiche Problem, dass ich einen zusätzlichen Wandler benötige, wenn ich die Subwoofer Linearphasig bei 150 Hz trennen möchte, oder verhindert die Zahl der Ein- Ausgänge der M-audio Karte alle Probleme??

  6. Wie sieht Uli eigentlich aus? Mir ist auf der HiFi-Musik-World in Stuttgart klargeworden, dass ich vielleicht 2007 bis 2009 Charly Oehlrich immer für Uli Brüggemanns gehalten habe! Ist auf dem Foto von Frank Landmesser der Uli der Mensch mit der Hornbrille, grünem Sweater und musikalischem Schal oder der Grauhaarige rechts?

    http://www.frank-landmesser.de/messe-hm ... ecial.html

    Ich habe wirklich keine Ahnung!

Ihr seht: viele Fragen eines Convolution-Novizen harren einer Antwort... bin mir immer noch unsicher, ob ich vielleicht nicht doch beides machen soll. Schöne passive Weiche löten und zusätzlich convolution. Mit dem Fernsehen gäb es dann schon mal gleich gar keine Probleme...

Danke für eure Hilfe,

Thorsten
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Beitragvon tinnitus » 15.01.2011, 13:18

Hallo Thorsten,

ich möchte die Fragen von "hinten" aufrollen. Hier im Forum gibt es natürlich auch Bilder mit Uli, z.B. hier viewtopic.php?f=5&t=1182. Kariertes Hemd und blauer Pullover, das ist der "Meister" :cheers:

Gruß Roland

P.S. Ich concolvere auf Windwos (bisher nur 2 Kanal)
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Beitragvon Rudolf » 15.01.2011, 14:27

Hallo Thorsten,

herzlich willkommen!

Ich habe mir erlaubt, deinen Beitrag aus dem Acourate-Thread herauszulösen, weil er einerseits die Vorstellung deines Equipments und andererseits sehr spezifische Fragen enthält, deren Beantwortung u.U. besser in einem persönlichen Thread aufgehoben sind.

Also, viel Spaß beim Convolven. :D

Viele Grüße
Rudolf

PS: Ein paar Bilder sind immer gerne gesehen.
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Beitragvon Udor » 15.01.2011, 14:54

Hallo Thorsten,

von mir auch ein herzliches Willkommen.

Ich versuche mal ein paar deiner Fragen zu beantworten, ohne Gewähr.

Zu eins:

Der Acouraterechner kann ausgeschaltet werden wird also nicht benötigt zum Musikhören. Du kannst ihn aber auch anlassen und schon mal ne neue Korrektur basteln beim Musikhören :mrgreen:

Zu Zwei:

Nein, der Acouraterechner braucht keine Soundkarte. Messen kann man auch mit dem Linuxrechner.

Zu drei:

Ich selbst nutze einfach ein kleines Subnotebook(IBM X31) mit einem externen Audiointerface.
Aus dem Bauch raus würde ich bei einem 6-Kanal Setup auch auf ein Dualcore System setzen. Bei den Atoms kann es je nach konfig schon mal etwas eng werden. Für 2-4 Kanäle reicht ein VIA oder Atom aber locker.
Nur mal zur Info in sachen Atom, leistungsmäßig liegt ein 1,6Ghz Atom ungefähr auf dem Niveau eines Intel Celeron 900. Also nicht überschätzen. Vorteil ist natürlich das der ohne große klimzüge passiv kühlbar ist.
Sehr interessant finde ich die PentiumM CPUs(Dothen mit 2mb cache) leider gibts da kaum bis gar keine Mainboards für weil die primär für den Notebookeinsatz gebaut wurden.
Man könnte auch einfach ein entsprechendes Notebook kaufen und ein externes Audiointerface nehmen. Das erspart einem die Bastelei und man hat den Akkubetrieb sofort inklusive :cheers:

Zu vier:

Theoretisch ja praktisch aber noch nicht gemacht. Man kann die Korrekturfilter auch als Minphasefilter berechnen die dann so gut wie kein Delay mehr haben. Diese müssten dann im Linuxrechner umgeschaltet werden. Um deinen "Audiovolver" da vernünftig einzubinden müsste man eine AV-Receiver haben mit autrennbarer Vor/Endstufe
also mit Pre-out und Main-In. Damit könnte man dann die Fronts und den Sub korrigieren. Schwierig wirds wenn du das ganze Vollaktiv machen willst...Wenn (Teil)Aktiv würde ich mich erst mal auf Stereo konzentrieren. Da gibts schon genug zu tun.

Zu fünf:

Der Audivover hat lediglich 2 analoge Ausgänge(L+R) aber 4 digitale Ausgänge. Will man zusätzlich (wie in dem Setup auf der Messe) noch 2 Subs mit ansteuern gehts nur über die digitalen Ausgänge. Deshalb noch der externe DA-Wandler.
Mit anderen Worten brauchst du für ein ähnliches Setup eine Soundkarte mit min. 4 Ausgängen.
Die 2496 fällt damit raus.
Willst du die HTs auch noch einzeln ansteuern auch sechs Kanäle. Für jeden Kanal brauchst du natürlich auch eine eigene Endstufe.
Die M-Audio 1010LT wäre eine günstige Soundkarte mit 6 Analogausgängen und Linuxunterstützung Wenns etwas mehr sein darf schau dich mal bei RME um. Die HDSP9632(2 Kanal analog I.O und 8Kanal digital I.O) ist eine sehr gute Karte(glaube Uli hat die auch verbaut) für die es auch Erweiterungskarten gibt. Optional kann man auch wenn mehr als 2 analoge Ausgänge benötigt werden eine externen DA-Wandler nachschalten.

Frage nummer sechs hat Roland ja schon beantwortet :mrgreen:

Gruß Udo
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Beitragvon totti1965 » 15.01.2011, 19:19

Hallo Udo,

vielen vielen Dank für die sehr ausführlichen Antworten.

Du schreibst:

Udor hat geschrieben:Ich selbst nutze einfach ein kleines Subnotebook(IBM X31) mit einem externen Audiointerface.

Ich finde diese Idee mit dem Subnotebook besonders spannend!

Frage eins: Jetzt sag mal kurz: Was ist ein externes Audio Interface und wie stöpselt man das an ein Notebook? Geht das über USB 2.0 Buchse?

Frage 2: Hängt man dann die Karte (z. B. M-audio 1010 LT) quasi ausserhalb des Gehäuses an das Notebook, so ganz ohne Gehäuse?

Frage 3: Braucht es spezielle Software?

Frage 4: Benutzt Du das IBM X31 als Linux Rechner, d. h. Du bootest über SPB Linux??


Immer nur das Beste,

Thorsten
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Beitragvon Fujak » 15.01.2011, 22:18

Hallo Thorsten,

ich möchte Dich auf folgenden Thread von mir verweisen, wo ich meine Konfiguration Netbook als Zuspieler und Externes Audio-Interface beschrieben habe. Vielleicht beantwortet es Dir einige Deiner Fragen. Guckst Du unter: viewtopic.php?f=6&t=1263.

Grüße
Fujak
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Beitragvon totti1965 » 16.01.2011, 11:56

Yeah!

Vielen Dank Fujak für Deinen link zu Deiner Gerätevorstellung!!!

ich glaube, dass ist genau das, wonach ich so lange gesucht habe! So ungefähr kann die perfekte Streaming Anlage aussehen.


Immer nur das Beste,

Thorsten
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Beitragvon Udor » 16.01.2011, 17:02

Hallo Thorsten

Die Frage mit dem int/ext Interfaces dürfte wohl geklärt sein.

Die Karten die ich genannt habe, sind alle interne Interfaces da ich davon ausgegangen bin
du wolltest sowas wie ein HTPC bauen. Willst du ein Notebook nutzen fallen die internen Karten raus und man ist auf die externen (USB, FW) Modelle beschränkt.

Bevor du dir aber irgendwas zulegst solltest du dir erst mal Gedanken machen welches Betriebsystem du nutzen willst da das entscheidend für die Hardwareauswahl ist. Die Fireface z.b. ist unter Linux nicht ans laufen zu kriegen da es keine Treiber dafür gibt.

Ich verwende daher die Multiface II von RME, die unter Linux unterstützt wird. Die Multiface arbeitet zudem weder mit USB noch mit Firewire sondern wird durch ein RME eigenes PCMCIA Interface angeschlossen. Das hat den Vorteil, dass der Prozessor auch bei Nutzung aller Kanäle kaum gefordert wird und somit sich der PC aufs convolven und abspielen konzentrieren kann. Bei 8 Kanälen ist das nicht ganz trivial. Somit ist auch mit meinem singlecore PentuimM 1,6Ghz ein stabiler Betrieb gewährleistet.

Bei der Wahl des Betriebsystem scheiden sich die Gemüter. Der eine schwört auf Windows der andere(mich eingeschlossen) auf Linux. Das kommt aber auch darauf an wieviel Kanäle man falten will. Stereo funktioniert unter Windows gut, zudem kann man den hauseigenen Convolver von Uli nutzen. Das Falten von mehr als 2 Kanälen scheint mir unter Windows noch nicht ganz ausgereift zu sein. Allerdings bin ich da nicht in der Materie drin. Es gibt hier aber den einen oder anderen, der das unter Windows macht.

Infos zu meinem Setup findest du hier: viewtopic.php?f=6&t=1586

Auf dem X31 läuft ein Debian (Squeeze) also kein SPB Linux. Das SPB Linux was von Uli auf der Hompage angeboten wird ist ein sehr schlankes Linux wo nur die allernötigsten Programme enthalten sind. Also quasi das Kernsystem und eben der Convolver (Brutefir). Da gibts keine grafische Oberfläche etc. Das macht Sinn wenn man nur eine Blackbox haben will, die man an macht und nach 30 s bereit ist um Daten (Musik) zu empfangen.

Will man aber den PC auch als Zuspieler nutzen brauchts natürlich auch eine grafische Oberfläche, einen Player etc. und die bringen die meisten Distributionen (Debian,Ubuntu,SUSE etc...) in vielfältiger Form mit sich. Die hier genannten Distributionen basieren alle auf Linux, haben also den gleichen Kern und unterscheiden sich (primär) nur durch die mitgelieferten Zusatzprogramme.

Du siehst auch bei der Wahl des Betriebsystems sind einige Überlegungen zu machen. Wenn du etwas ähnliches wie bei mir auf Laptopbasis machen willst kann ich dir gern behilflich sein.

Gruß Udo
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Beitragvon totti1965 » 17.01.2011, 00:21

Hallo Udo und Fujak,

also vielen vielen Dank für die Hinweise. Ihr bringt meine Gehirnwindungen jetzt aber richtig zum knattern :D

Ich habe mir schon gedacht, dass die Lösungen mit Laptop jetzt nicht auf Linux basieren!

Sicher ist es gar nicht schlecht, dass ich als Streaming und Convolving Novize wirklich unbelastet an das ganze Thema rangehen kann und nicht schon innerhalb der letzten 30 Jahre zigtausend Euro in sinnloses Hifi-Gedönse gejagt habe. Das ist vielen Jungs hier sicher anders ergangen.

Ich bin mit meinen kleinen LS 3/5a, die jetzt in der Küche stehen und meinen 1988er AVM Monoblöcken (damals im Selbstbau für DM 610,-- pro Stück zu haben!) und der AVM Vorstufe immer gut gefahren. Seit 2003 etwa höre ich im Wohnzimmer über Zweiwege Lautsprecher, die die Seas Excel 18cm Chassis mit Hiquphone 19mm Kalottenhochtönern verbinden (guckt ihr hier: http://www.ellisaudio.com).

Mein Ziel jetzt ist eigentlich vor allem den sensationellen Klang der Dacapo-Vorführungen von Charly Oehlrich auch zu Hause hinzubekommen.

Bei der Vorführung von Silvercore / Bastanis 2010 in Stuttgart wurde mir klar, dass ein Stück weit die völlige Schwerelosigkeit in der Musik wie Bastanis / Silvercore einerseits, aber auch definite Audio (audiovolver) an den Dacapos andererseits es so toll hinbekommen haben, wohl sicher an der schlichten Tatsache des Streamings liegen mag.

Deshalb sind das wohl die Dinge, mit denen ich mich dieses Jahr beschäftigen muss. Der Linux-Rechner im Kleinformat wird also nicht ausschliessen, dass die Musik künftig bei mir wohl vor allem aus dem PC / Apple kommen wird.

Ansonsten ist natürlich auch die Anschaffung eines Laptops, dass dann alles machen kann (Dateien verwalten und Convolvern) eine Überlegung wert, falls man sogar acourate irgendwie einbinden kann!

Die Idee mit dem Akkubetrieb ist wirklich schön.

Das wichtigste ist wohl die Erkenntnis, dass in meinem Falle wohl eine 4- Wege Lösung reichen wird. Ich benötige wohl nur eine einzige Trennfrequenz, nämlich die 150 Hz, mit denen die Subwoofer brutal steilflankig (200 dB pro Oktave) aus dem Spiel genommen werden und die Ciares einsetzen! Es ist also ein schlichtes teilaktives System, dass mir die nächsten 20 Jahre reichen dürfte!


Gestern brachte Fujak mich übrigens zum allerallererstenmal auf das Wart "EXTERNES AUDIO INTERFACE"

Ich habe dann viel herumgesucht und bin darauf gekommen:

http://www.thomann.de/de/maudio_profire_610.htm

Die Teile wären dann ja für mich fast ideal, wenn ich was mit nem mini laptop machen möchte, oder?
Scheinen ja schon einen guten kleinen D/A Wandler zu enthalten und haben genügend Ausgänge für meine Zwecke.

Jetzt jedoch das aaaaaber:

Da ich am allerliebsten auch irgendwie den vorhandenen Fernseher in das ganze einbinden möchte habe ich die Frage an euch: Wäre eine Einbindung einer ständig laufenden Linux Mini-Kiste irgendwie zwischen Vorstufe und Endstufe nicht dann besser als die Lösung mit dem Notebook??

Der Apple den ich ja bereits habe könnte dann für Musik als Signalquelle dienen.

Ob das Notebook oder der EEE-PC als ständiger Mitläufer bei meiner angestrebten 4-Kanal Lösung so perfekt wären?


So, dass ist erst mal das, was mir etwas konfus momentan durch den Kopf geht.....

Ich werde jetzt erst noch mal alles, was Fujak hier im Forum geschrieben hat ganz genau durchlesen, um konkretere Fragen stellen zu können.

Dem Udo danke ich für sein Hilfsangebot, falls ich Laptop mit Linux kombinieren möchte.......

Auch dem Alchemisten, der überhaupt den Anstoß gegeben hat, es gar nicht erst konventionell zu versuchen möchte ich danken! Er treibt sich auch hier im Forum hier unter DA Alchemist rum...


Immer nur das Beste,


Thorsten
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Beitragvon totti1965 » 08.02.2011, 14:58

Hallo,

möchte mich kurz für 2 1/2 Wochen in den Urlaub verabschieden bevor es dann in 4 Wochen mit dem Aufbau meines Volksconvolvers losgehen wird:

Seit einer Woche bin ich stolzer Besitzer eines gebrauchten Audio-Interfaces (terratec producer phase x24 (Testbericht hier: http://www.amazona.de/index.php?page=26 ... cle_id=825)), das aber erst nach dem Urlaub mit folgenden Kabeln an die HiFi-Anlage angeschlossen werden kann

a) 5 m firewire Kabel (Clicktronic, Tipp von fujak) vom iMac late 2009, Texas Instruments firewire Chipsätze zum Interface

b) Klotz Profikabel Mono-Klinke auf Cinch (erspart Adapterfummeleien): http://rockshop.de/oshop.php?&artikelnummer=1085215

Dann wird schön systematisch vorgegangen:

Ich werde folgendes tun bzw. herausfinden müssen:

0. Neueste Firmware Version des Terratec X24 fw aufspielen

1. Analysieren, ob immer noch Brumprobleme bestehen wie beim Primitivstanschluss des Apple mithilfe des 3,5 mm Klinke/Cinch -kabels direkt in den Vollverstärker.

2.Falls weiter Probleme bestehen, dann ggf. Mantelstromfilter verwenden.

3. Analysieren ob streaming von der Apple OSX Partition möglich ist und stabil läuft

4. dto von der Windows Partition (nicht auszuschließen, dass das Probleme bereitet), da dort ggf. später einmal (((acourate))) drauf soll.

5. Mithilfe des 11-kanaligen Equalizers der in foobar 2000 serienmäßig implementiert ist, die dácapo eccecionale Klangbretter incl. der Linkwitz-Subwoofer grob entzerren und schaun, obs schon einigermaßen klingt

6. Bau eines Volksconvolvers mit mAudio 2496 Soundkarte

7. Überprüfen, ob die Terratec als nachgeschalteter "Standalone" Wandler für diesen funktionieren kann, da langfristig ja (((acourate))) als sowohl Frequenzgangglätter als auch als Linearphasige Frequenzweiche genutzt werden soll! Klappt das gesamte Setup?


Ihr seht:

Bis in den Sommer 2011 hinein werde ich reichlich zu tun haben, jeder Schritt sollte mich ein Stückchen weiter ans Ziel bringen...

Danke noch mal an alle, die mir bisher so toll mit Rat und Tat beigestanden haben...

Ich melde mich in etwa 3 1/2 bis 4 Wochen, wenn alle Kabel dann da sein werden mit ersten Ergebnissen zurück!

Immer nur das Beste,

Thorsten (erst mal auf La Palma!)
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Beitragvon totti1965 » 01.01.2017, 21:56

Guter Vorsatz für 2017: Die hobby hifi Dacapo Eccezionale und die Dipol Subwoofer endlich zum klingen bringen!

Liebe Mitforenten, lieber Uli Brüggemann, lieber Harald, lieber Gert,
Zunächst ein glückliches neues, audiophiles Jahr euch allen!

Zen Mind - Beginners Mind. Das Jahr 2017 soll für mich ein echter Neubeginn werden. Thorsten möchte nun endlich wirklich (nachdem die beiden Kinder (7 und 11) aus dem gröbsten raus sind, :D ) in die vier Themen

1. Streaming
2. (Halb-) Aktiv Lautsprecher
3. Convolving
4. Audio-Pc

einsteigen.
Aus den vermuteten dreieinhalb bis vier Wochen Pause sind nun doch knapp sechs Jahre geworden...

Das muss sich in 2017 endlich ändern. Das wird sich in 2017 ändern.

Kurz zusammengefasst hat sich bei mir in den letzten 6 Jahren folgendes getan: nix!
Dieses nix sieht etwas ausführlicher dargestellt folgendermassen aus:
Ich hatte einen kurzen Probelauf der phantastischen Dipole und Subs

Bild


(siehe oben - das Foto hatte ich damals im Hifi-Forum hochgeladen - : Dacapo eccessionale (von Bernd Timmermanns, Charly Oehlrich, Peter Schippers (Audiodata, der die Einfachweiche, die vor allem wenig Wirkungsgrad verschenken sollte, da ja Betrieb ohnehin nur im Convolving Modus geplant war, entwarf), und Uli, der auf der Gelsenkirchener Hifi Music World für das Convolving sorgte) - Bretter mit wohl beleumundeten Vätern also :D ) bei einem Freund gemacht. Alles über die Bootcamp Partition meines uralten, gebraucht erworbenen Macbook Pro und foobar laufen lassen. Ohne vernünftige Weiche zwischen dem Linkwitz Dipol Bass und dem Mittel Hochton Bereich. Trotzdem nett und vielversprechend klingend, da man ja auch schon in foobar einen 10 Bändigen Equalizer eingebaut hat um den Dipolen ihre Welligkeiten im Frequenzgang ein wenig auszutreiben.

Soundkarte: Das Terratec Audiointerface, das ich benutzte und später bei mir zu Hause in die normale Kette integrieren wollte hatte allerdings damals schon so viele Software Mucken (es gibt seit gut 10 Jahren keine Updates mehr), dass kein wirkliches Musikhören möglich war, egal wieviel man auch am Windows 7 rumgebastelt hat. Das Gerät stieg eigentlich immer, manchmal nach 20 Sekunden, manchmal nach 10 Minuten aus, genau wie ein bei ebay angeschaftes zweites. Schade, den das Klangpotential war riesig und ich bezweifle, dass eine RME-Karte besser klingen kann, aber die funktionieren wenigstens, haben Weltklasse-Support und sind logisch zu bedienen, wenn auch 10 x so teuer wie ein gebrauchtes terratec Audiointerface.

Zuspieler: Das gebrauche Macbook Pro ist mittlerweile endgültig abgeraucht und irgendwie tut das auch nicht wirklich weh. Das Projekt PC - Audio war damit erst mal ad akta gelegt und ich habe wenn überhaupt Musik weiter mit den ganz hübschen passiven Zweiwege Lautsprechern, dem Plattenspieler oder dem CD- Player gehört und fand es weniger anstrengend, als den verzweifelten Versuch, einer Audio-Pc Karte via Foobar irgendwelche Töne zu entlocken.

Die Dacarpos, meiner Meinung nach Teile mit geradezu unfassbarem Potential und Teil einer der fünf oder sechs besten von mir in meinem 51-jährigem Leben je gehörten (und ich gehe wirklich oft und gerne auf Hifi-Messen!) Ketten, stehen seitdem also seit fast 6 (sic!) Jahren bei besagtem Freund, angelehnt und von Stofftüchern abgedeckt an der Wand seines (grossen, chaotischen) Arbeitszimmers und wurden seither nie mehr an eine Wiedergabekette angeschlossen.

Erst heute habe ich das Gefühl, wieder ein wenig Luft zu haben für mein Hobby und ich will 2017 endlich angehen, wozu ich 2009 / 2010 angesetzt habe:

Eine wunderbare, halbaktive, Streaming - High-End Kette für unter EUR 10.000,-- inkl. allem was man dafür so braucht angehen und dabei (fast) bei Null anfangen. Ein Treffen mit Harald (nihil sine causa), dem ich einige Löcher in den Bauch fragen werde, ist geplant und ich freue mich darauf (und auf das nächste Forumtreffen, das erste an dem ich dann auch teilnehmen würde) schon wie ein kleines Kind auf Weihnachten :D !

Grosses Lehrgeld will ich jetzt nicht mehr bezahlen. Es sollte mit dem Stand 2017 einfach einige Jahre lang brauchbar klingen - mindestens so gut wie damals mit diesem setup:

Bild

(Das Bild habe ich der tollen homepage von Frank Landmesser - http://www.frank-landmesser.de/messe-hi ... audio.html - , der auch den ausführlichen Messebericht über die 2009er HiFi Music-World verfasste, entnommen. Frank hat es wiederum vom audiovolver-Macher Charly Oehlrich (definite Audio))

Festgelegt ist bei meiner zukünftigen Traumkette fast nix, nur diese drei Kleinigkeiten:

0. Ich hätte zunächst vielleicht etwa 200 CDs auf ein NAS Laufwerk oder die SSD Platte (500 GB) eines NUC Computers zu transferieren, etwas Internetradio, oder die Möglichkeit Musik aus dem Netz zu streamen wäre auch nicht schlecht.

1. Gut, die Lautsprecher werden halbaktive Dipole werden. 4 Wege / Kanäle, um die sich möglichst hochwertig gekümmert werden muss: Rechter Bass, Rechter Mittelhochton, Linker Bass, Linker Mittelhochton. Die Lautsprecher (Dacapo Eccessionale sowie Dipol Subwoofer nach Linkwitz) stehen fest.

2. Ein bis zwei Vorverstärkerchen (SAC und AVM) hätte ich noch rumfliegen, falls so etwas für die passiv analoge Lautstärkeregelung gebraucht würde. Vier Mono Endstufen oder Zwei Stereoendstufen oder eine Stereoendstufe plus zwei Monoblöcke könnte ich auch auftreiben, ist also jetzt auch nicht das direkte Problem.

3. Es gibt noch eine dritte kleine Vorgabe: Es wäre schön, wenn in der angedachten Lösung ein oder zwei NUC Windows 10 Professional Computer eine Rolle spielen könnten, da ich mir von denen gerade 2 zusammenbaue (für verschiedene Zimmer, auch um amazon Prime in HD sehen zu können).

Alles andere finde ich verwirrend und kompliziert, habe dem Harald auch schon mal als pm gemailt, dass ich ja eigentlich eher in die Kategorie Audiovolver Kunde passen würde.... nach dem Motto: lass da mal die Experten mit dem vollen Servicepaket ran...
Aaaaber, zum einen wird mir für die geplante 4 Kanalige Lösung ein Audiovolver nicht ausreichen, da ich ja sowohl Filtern will (mit FIR Filter und 200 dB Flankensteilheit pro Oktave bei 160 Hz) als auch Convolvern und ja auch die Digital Analog Wandlung zweimal (einmal Bass, einmal Mittelhochton) geschehen muss. Ausserdem finde ich die Vorstellung einer direkten Auseinandersetzung mit Ulis Software einfach zu spannend und würde eher lieber dort einsteigen (auch wegen flow etc)....

Vielleicht hier schon mal die erste (Anfänger?) Frage an die Experten unter euch
Gibt es eigentlich eine wirkliche Trennung zwischen Computer Hifi und Streaming "Rundum" Lösungen? Oder seht ihr Möglichkeiten, dass ich es irgendwie fertigbringen könnte, die beiden Welten zu kombinieren. Mir schwebt so etwas vor wie ein gebrauchter Linn G-Majik als Streamer.... und dann natürlich auch über Linn Software komfortabel zu bedienen. Ist das denn überhaupt mit Ulis Software Acourate plus Acourate NAS kombinierbar? Könnte die Digital zu Analogwandlung des Mittelhochtonbereiches dann noch über den Linn Majik vorgenommen werden?? Wie könnte man eine weitere Karte (RME???, und wenn ja welche?) für den Bassbereich in den Signalweg bringen? Es muss ja vierkanalig (s. o.) werden!
In Gelsenkirchen 2009 lief das Setup über ein Notebook und foobar und als upnp Renderer plus Bass Frequenzweichenkarte einem Audiovolver. Der hat das convolvte und Frequenzweichentechnisch gefilterte Signal digital dann an einen wirklich gut klingenden Apogee Duetta abgegeben, der für die Über Alles Wandlung zuständig war. Ein passiver Lautstärkesteller von SPL für EUR 1.700 ,-- war auch beteiligt.

Wie würde man so etwas heute, 7 1/2 Jahre später sinnvoll umsetzten? JRiver und ComputerHifi? Oder könnte man irgendwie da noch Einen Linn Majik zwischenschalten, der die Aufgaben von foobar2000 und die Wandlung übernehmen würde???

Immer nur das Beste,

Thorsten, für alle Ideen offen
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Beitragvon uli.brueggemann » 02.01.2017, 12:14

Hallo Thorsten,

Yep, das waren noch Zeiten damals 2009.
Nun, seitdem ist doch einiges passiert. Und es ist soo kompliziert auch nicht wirklich.
Allerdings ruft das System denn doch eher nach einer online-Faltung während der Wiedergabe, als da eben ein aktives Mehrwege-System zu realisieren ist. AcourateNAS bzw. ConvoFS sind somit nicht im Spiel.
Da dann ein online Convolver, z.B. AcourateConvolver oder Brutefir oder die JRiver Convolution Engine, zum Tragen kommt, geht die Musik letztlich über einen Rechner inkl. Soundkarte. Woher der Rechner die Musik bekommt ist dann letztlich egal. Das kann dann intern erfolgen (Foobar, JRiver, HQPlayer, Tidal, Roon ...) oder auch per Streamer oder sogar einer analogen Quelle.

Grüsse
Uli
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Beitragvon totti1965 » 13.01.2017, 14:41

Hallo Uli, hallo Forenten,

vielen Dank Uli, für die sehr gute Zusammenfassung, was das von mir dann wohl benötigte "Geraffel" angeht. Dies und ein für morgen geplanter privater Besuch bei Harald (nihil sine causa), wo man ja ausführlich quatschen wird können, lässt mich schon mal weit klarer sehen, was nötig sein wird.

Jetzt noch eine sehr konkrete Frage: Ich habe mich ein wenig in die neue audiophile Jubiläums-Soundkarte von RME verliebt (ca. EUR 1.600). Wenn Du einen Blick auf das Datenblatt https://www.rme-audio.de/products/adi_2-pro.php von denen werfen könntest, wäre das sehr nett von Dir.

Meine Frage: würde dieses Interface, dass ja unter anderem einen koxialen Digitalen S/PDIF Eingang aber 4 analoge Ausgänge aufweist, routingtechnisch ausreichen, um zusammen mit 4 Endstufen, einem NUC Rechner, Deiner Software (Acourate + Acourate Convolver - würde ich dann im Februar bestellen) einem analogen Vorverstärker und einem iPad ein lineup zu ermöglichen, dass das in der Funktionalität genau dem der oben zu sehenden Graphik von definiteaudio (Hersteller des audiovolvers) entspricht?

Oder ist das noch nicht die erforderliche 4-kanaligkeit, so dass man doch ein fireface UC oder UCX verwenden müsste??

In den Specs heisst es leider nur:

Der 4-Kanal AD-Konverter unterstützt 786 kHz Samplefrequenz und DSD Aufnahme. Er wird in einem Dual Mono Design genutzt, mit 3 dB erhöhtem Rauschabstand. Zwei Premium DACs beliefern zwei separate Stereo Ausgänge. Das interne Audio Processing, wie EQs, Crossfeed und die Spektralanalyse, besorgt ein leistungsfähiger DSP mit 2.17 Giga FLOPS (2882 MIPS), mit genug Rechenleistung um auch noch bei 768 kHz Samplefrequenz zu arbeiten.


...und damit leider keine 4 Kanalige DA-Konvertierung???

Überblick über die technischen Daten wäre hier:

Überblick Technische Daten
Analoge Eingänge

XLR
• Eingang: XLR, servosymmetrisch
• Eingangsempfindlichkeit schaltbar +24 dBu, +19 dBu, +13 dBu, +4 dBu @ 0 dBFS
• Rauschabstand (SNR) @ +13/19/24 dBu: 120,x dB RMS unbewertet, 124,x dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +4 dBu: 119 dB RMS unbewertet, 123 dBA
• Frequenzgang @ 44,1 kHz, -0,1 dB: 5 Hz – 20.5 kHz
• Frequenzgang @ 96 kHz, -0,5 dB: 3 Hz – 45,5 kHz
• Frequenzgang @ 192 kHz, -1 dB: 2 Hz – 92,7 kHz
• Frequenzgang @ 384 kHz, -1 dB: < 1 Hz – 124 kHz
• Frequenzgang @ 768 kHz, -3 dB: < 1 Hz – 180 kHz
• THD @ -1 dBFS: -116 dB, 0,00016 %
• THD+N @ -1 dBFS: -112 dB, 0,00025 %
• Übersprechdämpfung: > 110 dB

TRS
Wie XLR, aber:
• Eingang: 6,3 mm Stereoklinke, servosymmetrisch, voll kompatibel zu TS und Cinch



Analoge Ausgänge

1/2 XLR
• Ausgangspegel schaltbar +24 dBu, +19 dBu, +13 dBu, +4 dBu @ 0 dBFS
• Rauschabstand (SNR) @ +13/19/24 dBu: 117 dB RMS unbewertet, 120 dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +4 dBu: 115 dB RMS unbewertet, 118 dBA
• Frequenzgang @ 44.1 kHz, -0,1 dB: 0 Hz – 20,2 kHz
• Frequenzgang @ 96 kHz, -0,5 dB: 0 Hz – 44,9 kHz
• Frequenzgang @ 192 kHz, -1 dB: 0 Hz – 88 kHz
• THD @ -1 dBFS: -112 dB, 0,00025 %
• THD+N @ -1 dBFS: -110 dB, 0,00032 %
• THD @ -3 dBFS: -116 dB, 0,00016 %
• Übersprechdämpfung: > 110 dB
• Ausgangsimpedanz: 200 Ohm symmetrisch, 100 Ohm unsymmetrisch

1/2 TS (rear)
Wie 1/2 XLR, aber:
• Ausgang: 6,3 mm Monoklinke, unsymmetrisch
• Maximaler Ausgangspegel: +19 dBu
• Rauschabstand (SNR) @ +13/19 dBu: 117 dB RMS unbewertet, 120 dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +4 dBu: 113 dB RMS unbewertet, 117 dBA
• Ausgangsimpedanz: 100 Ohm

Phones 1/2
Wie 1/2 TS, aber:
• Ausgang: 6,3 mm Stereoklinke, unsymmetrisch
• Ausgangsimpedanz: 0,1 Ohm
• Rauschabstand (SNR) @ +22 dBu: 117 dB RMS unbewertet, 120 dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +7 dBu: 114 dB RMS unbewertet, 118 dBA
• Ausgangspegel bei 0 dBFS, Ref Level +19 dBu, Last 100 Ohm oder höher: +22 dBu (10 V)
• Ausgangspegel bei 0 dBFS, Ref Level +4 dBu, Last 8 Ohm oder höher: +7 dBu (1,73 V)
• THD @ +18 dBu, 32 Ohm Last, 1,2 Watt: -110 dB, 0,0003 %
• THD+N @ + 18 dBu, 32 Ohm Last: -107 dB, 0,00045 %
• THD @ +14 dBu, 16 Ohm Last, 0,94 Watt: -110 dB, 0,0003 %
• Maximale Ausgangsleistung @ 0,001% THD: 1,5 W pro Kanal

Phones 3/4
Wie Phones 1/2, aber:
• Ausgangspegel bei 0 dBFS: Hi-Power off +7 dBu, Hi-Power On +22 dBu

Balanced Phones mode
Wie zuvor, aber:
• Ausgangspegel bei 0 dBFS: Hi-Power off +13 dBu (9,8 V), Hi-Power On +28 dBu (19,5 V)
• Ausgangsimpedanz: 0,2 Ohm
• Rauschabstand (SNR) @ +28 dBu: 120 dB RMS unbewertet, 123 dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +13 dBu: 118.4 dB RMS unbewertet, 122 dBA
• Ausgangspegel bei 0 dBFS, Hi-Power On, Last 150 Ohm oder höher: +28 dBu (19,5 V)
• Ausgangspegel bei 0 dBFS, Hi-Power Off, Last 8 Ohm oder höher: +13 dBu (9,8 V)
• Maximale Ausgangsleistung @ 0.001% THD: 2,9 W pro Kanal



Digitale Eingänge

Allgemein
• Lock Range: 28 kHz – 200 kHz
• Jitterunterdrückung: > 50 dB (2,4 kHz)
AES/EBU
• 1 x XLR, trafosymmetriert, galvanisch getrennt, nach AES3-1992
• SPDIF kompatibel (IEC 60958)

SPDIF coaxial
• 1 x Cinch, nach IEC 60958
• AES/EBU kompatibel (AES3-1992)

SPDIF optical
• 1 x optisch, nach IEC 60958
• ADAT kompatibel



Digitale Ausgänge

AES/EBU
• 1 x XLR, trafosymmetriert, galvanisch getrennt, nach AES3-1992
• Format Professional nach AES3-1992 Amendment 4
• Single Wire Mode, Samplefrequenz 28 kHz bis 200 kHz

SPDIF coaxial
• 1 x Cinch, nach IEC 60958
• Format Consumer (SPDIF) nach IEC 60958
• Single Wire Mode, Samplefrequenz 28 kHz bis 200 kHz

SPDIF optical
• 1 x optical, according to IEC 60958
• Format Consumer (SPDIF) nach IEC 60958
• Samplefrequenz 28 kHz bis 200 kHz



Digitaler Teil

• Clocks: Intern, AES In, SPDIF In, ADAT In
• Jitterunterdrückung bei externer Clock: > 50 dB (2,4 kHz)
• Unterstützte Samplefrequenzen für externe Clocks: 28 kHz bis zu 200 kHz
• Interne Clocks: 44.1 kHz bis zu 768 kHz



Allgemeines

• Mitgeliefertes Netzteil: Schaltnetzteil, 100 - 240 V AC, 12 V DC, 2 A, 24 Watt
• Leistungsaufnahme im Standby: 50 mW
• Leistungsaufnahme im Leerlauf: 10 Watt, Max. Leistungsaufnahme: 22 Watt
• Stromaufnahme im Leerlauf bei 12 V: 850 mA (10 Watt)
• Abmessungen (BxHxT): 215 x 44 x 130 mm


RME finde ich deshalb so sympathisch, weil Du ja das Zeug selbst gern verwendest, und ich dann für März schon bestimmt eine erste TEAM-Viewer Session mit Dir "befürchte" :D ...das wäre dann ja ein Heimspiel für Dich... Leicht verwirrt,

Thorsten
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Beitragvon uli.brueggemann » 13.01.2017, 15:26

totti1965 hat geschrieben:Jetzt noch eine sehr konkrete Frage: Ich habe mich ein wenig in die neue audiophile Jubiläums-Soundkarte von RME verliebt (ca. EUR 1.600). Wenn Du einen Blick auf das Datenblatt https://www.rme-audio.de/products/adi_2-pro.php von denen werfen könntest, wäre das sehr nett von Dir.

Thorsten,

ich halte die ADI-2 PRO nicht wirklich für zielführend. Es sind 4 analoge Kanale, also DA-Wandler vorhanden. Aber kein Mikrofonvorverstärker und keine Phantomspeisung. Man braucht dann wieder einen extra Mikro-VV.
Da würde ich dann doch eher auf das gute alte Fireface zurückgreifen, wenn es denn RME sein soll.

Grüsse
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Beitragvon pschelbert » 14.01.2017, 16:06

Hallo Thorsten

für den Preis von Eur1600 kriegts ja auch ein RME UFX, oder billiger Eur1200 ein RME UCX (weniger Kanäle).
Thomann http://www.thomann.de hat da auch immer mal wieder B-Ware (zurückgenommene Ware).

Ja beide funktionieren hervorragend, RME UCX 8 Kanäle, RME UFX 12 Kanäle analog. Haben MikroVV und Phantomspeisung drin.

Ich habe das RME UFX. Mein Setup:
Computer (simpler Win7 PC, Mac geht auch) > JRiver > acourateconvolver > RME UFX > poweramps > Chassis bzw. Lautsprecher.
Schlankes Setup und beste Audioqualität.

Ja acourate und acourateconvolver könne sehr viel mit höchster Audioqulität. So lange und viele Filter wie Du willst, umschaltbar etc. etc. Spilewiese ohne Ende, oder auhc nur zum hören (Fernsteuerung mit Mobilphones oder Tablett).
Es geht auch Surround 5.1, 6.1, Samplerate bis 192kHz/24Bit (mit RME UFX und JRiver)

Peter
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