Lautsprecher mit passiver Kardioid-Technologie
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wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
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- „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
Hallo Christian,
die Impedanzsimulation sieht für mich schonmal sehr gut aus! Ob 0,2Ohm ohmscher Spulenwiderstand nötig ist, (insbesondere angesichts des ja in Reihe geschalteten 8,2Ohm Widerstandes den man entsprechend verkleinern könnte, wie von Hans-Martin angemerkt) könnte man zwar diskutieren, aber Du wirst Deine Gründe dafür haben, ich möchte nicht 'rummäkeln
Weiter gute Gelingen!
Winfried
die Impedanzsimulation sieht für mich schonmal sehr gut aus! Ob 0,2Ohm ohmscher Spulenwiderstand nötig ist, (insbesondere angesichts des ja in Reihe geschalteten 8,2Ohm Widerstandes den man entsprechend verkleinern könnte, wie von Hans-Martin angemerkt) könnte man zwar diskutieren, aber Du wirst Deine Gründe dafür haben, ich möchte nicht 'rummäkeln
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Winfried
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Winfried,
danke dir für deinen Hinweis. Es ist genau so wie du sagst, der Widerstand und der Spulenwiderstand ist untereinander austauschbar und nicht in Beton gegossen. Wie du erklärst, hatten wir das ja schon besprochen. Der Spulenwiderstand wird letztendlich von der Sättigungsgrenze der Spule und deren Verfügbarkeit ausgehandelt. Daher störe dich nicht an der "theoretischen" Widerstandsverteilung im VituixCAD. Solange mich eine von der Leistung passende Spule nicht mit Verfügbarkeit und Preis überfährt, mache ich mir wenig Gedanken über die Widerstandsverteilung im RCL Glied.
Beste Grüße Christian
danke dir für deinen Hinweis. Es ist genau so wie du sagst, der Widerstand und der Spulenwiderstand ist untereinander austauschbar und nicht in Beton gegossen. Wie du erklärst, hatten wir das ja schon besprochen. Der Spulenwiderstand wird letztendlich von der Sättigungsgrenze der Spule und deren Verfügbarkeit ausgehandelt. Daher störe dich nicht an der "theoretischen" Widerstandsverteilung im VituixCAD. Solange mich eine von der Leistung passende Spule nicht mit Verfügbarkeit und Preis überfährt, mache ich mir wenig Gedanken über die Widerstandsverteilung im RCL Glied.
Beste Grüße Christian
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo,
die Lautsprecher sind mechanisch aufgebaut und mit Impedanzkorrekturen versehen. Da ich wenig Erfahrung mit Akustik Messungen und DSP Korrekturen habe, werde ich vermutlich noch viele Fragen haben. Mit großer Begeisterung hatte ich den Forenbereich Raumakustik mit dem Unterforum der Messtechnik entdeckt, wo man mich zukünftig sicher öfters antreffen wird. Anbei sende ich euch einige Bilder von den fertig aufgebauten Lautsprecher. Ich muss gestehen, dass Projekt hat mir bis jetzt viel Freude bereitet und ich hoffe, ich konnte euch ein wenig mit nehmen.
Beste Grüße Christian
die Lautsprecher sind mechanisch aufgebaut und mit Impedanzkorrekturen versehen. Da ich wenig Erfahrung mit Akustik Messungen und DSP Korrekturen habe, werde ich vermutlich noch viele Fragen haben. Mit großer Begeisterung hatte ich den Forenbereich Raumakustik mit dem Unterforum der Messtechnik entdeckt, wo man mich zukünftig sicher öfters antreffen wird. Anbei sende ich euch einige Bilder von den fertig aufgebauten Lautsprecher. Ich muss gestehen, dass Projekt hat mir bis jetzt viel Freude bereitet und ich hoffe, ich konnte euch ein wenig mit nehmen.
Beste Grüße Christian
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Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,
Sehr schön !
lg Alex.
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lg Alex.
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Alex,
danke Dir für dein Feedback. Irgendwie hatte ich wohl ein Bild mit den CFK Kiemen vergessen und eines mit der Front doppelt gesendet. Leider kann ich das aufgrund der Edit Zeit nicht mehr ändern.
Beste Grüße
Christian
danke Dir für dein Feedback. Irgendwie hatte ich wohl ein Bild mit den CFK Kiemen vergessen und eines mit der Front doppelt gesendet. Leider kann ich das aufgrund der Edit Zeit nicht mehr ändern.
Beste Grüße
Christian
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,
wunderschöne Handarbeit und ein ballsicher versenkter Hochtöner (erste Berfürchtung, wenn meine Enkelkinder kommen),
aber wie zufrieden bist du mit dem Klang, abgesehen davon, dass das eigene Kind immer das schönste ist...?
Grüße
Hans-Martin
wunderschöne Handarbeit und ein ballsicher versenkter Hochtöner (erste Berfürchtung, wenn meine Enkelkinder kommen),
aber wie zufrieden bist du mit dem Klang, abgesehen davon, dass das eigene Kind immer das schönste ist...?
Grüße
Hans-Martin
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Hans Martin
wie die Box prinzipiell klingt, war mir zum Glück vorab bekannt. Ich hatte die Kombination aus dem verwendeten Waveguide mit Visaton KE25SC im Hochton und der Kiemenkonstruktion (Kardioid) schon bei einem anderen Eigenbau hören dürfen.
Dieses Erlebnis war letztendlich auch der Grund, warum ich mich zu meinem allerersten großen 3-Wege-DIY-Standlautsprecher habe hinreißen lassen. Was mich damals wie heute fasziniert, ist diese unglaublich plastische Kontur im Mittel- und Hochtonbereich. Die Bühne steht wie betoniert. Sie steht meinen Cabasse-Trikoax-Punktschallquellen, mit denen ich seit über 10 Jahren höre, nicht groß nach. Der Kardioid-Lautsprecher lieferte schon mit dem ursprünglich geplanten Visaton AL200 ein extrem stabiles Grundtonfundament. Genau das war mein Hauptantrieb: mein alter Cabasse-Trikoax ist zwar recht gut, aber bei der Raumkopplung um 200 Hz (bedingt durch den eher schmalen Mitteltonring) leider kein Musterknabe. Um in diesem Frequenzbereich keine Kompromisse einzugehen, habe ich mich letztendlich umentschieden und den Visaton gegen einen PA-Mitteltöner von BMS getauscht. Warum ich anfangs überhaupt den AL200 geplant hatte? Wahrscheinlich eine Mischung aus Respekt, Unsicherheit und dem Wunsch, mich zu 100 % an funktionierende Nachbauten anderer User zu hängen. Als Einsteiger fehlt einem beim ersten Projekt dieser Art Erfahrung. Da sich das Projekt mitunter an der Dutch 8C orientiert hat, kann man hier einige Inhalte von ableiten.
https://www.dutchunddutch.de/messungen- ... -dutch-8c/
Das eigentlich Faszinierende für mich ist: Trotz dieser felsenfesten Stabilität im Bühnenbild wurde der gehörte Kardioid Lautsprecher nie fordernd oder nervig. Alles steht fest, aber dazwischen herrscht eine tiefe Schwärze und Ruhe. Man wird nicht angestrengt in den Sound hineingezogen oder an die Wand gedrückt, sondern kann völlig entspannt auf eine akustische Entdeckungsreise gehen. Die ersten Töne damals sorgten bei mir für ein Gefühl von innerer Zufriedenheit und Loslassen, das ich so von keinem anderen System kannte. Für mich ist das Konzept die perfekte Option, um Membranfläche und eine saubere Raumkopplung zu bekommen, ohne auf die gewohnte Punktschallquellen-Bühne verzichten zu müssen. Auch wenn die Boxen noch nicht eingemessen sind: Das letzte halbe Jahr der Planung und Umsetzung war ein großer Wissens und Erfahrungs-Gewinn. Da der Lautsprecher voll-aktiv läuft, steht und fällt der finale Klang natürlich mit der Kompetenz bei der Einmessung. Deshalb habe ich für den Moment auch noch keine großen Erwartungen an den ersten Sound im eigenen Raum. Ich habe mich aber für das anstehende Forentreffen angemeldet und hoffe sehr, dort von den erfahrenen Hasen den einen oder anderen Kniff für die Weiterentwicklung und Abstimmung mitnehmen zu können.
Viele Grüße
Christian
wie die Box prinzipiell klingt, war mir zum Glück vorab bekannt. Ich hatte die Kombination aus dem verwendeten Waveguide mit Visaton KE25SC im Hochton und der Kiemenkonstruktion (Kardioid) schon bei einem anderen Eigenbau hören dürfen.
Dieses Erlebnis war letztendlich auch der Grund, warum ich mich zu meinem allerersten großen 3-Wege-DIY-Standlautsprecher habe hinreißen lassen. Was mich damals wie heute fasziniert, ist diese unglaublich plastische Kontur im Mittel- und Hochtonbereich. Die Bühne steht wie betoniert. Sie steht meinen Cabasse-Trikoax-Punktschallquellen, mit denen ich seit über 10 Jahren höre, nicht groß nach. Der Kardioid-Lautsprecher lieferte schon mit dem ursprünglich geplanten Visaton AL200 ein extrem stabiles Grundtonfundament. Genau das war mein Hauptantrieb: mein alter Cabasse-Trikoax ist zwar recht gut, aber bei der Raumkopplung um 200 Hz (bedingt durch den eher schmalen Mitteltonring) leider kein Musterknabe. Um in diesem Frequenzbereich keine Kompromisse einzugehen, habe ich mich letztendlich umentschieden und den Visaton gegen einen PA-Mitteltöner von BMS getauscht. Warum ich anfangs überhaupt den AL200 geplant hatte? Wahrscheinlich eine Mischung aus Respekt, Unsicherheit und dem Wunsch, mich zu 100 % an funktionierende Nachbauten anderer User zu hängen. Als Einsteiger fehlt einem beim ersten Projekt dieser Art Erfahrung. Da sich das Projekt mitunter an der Dutch 8C orientiert hat, kann man hier einige Inhalte von ableiten.
https://www.dutchunddutch.de/messungen- ... -dutch-8c/
Das eigentlich Faszinierende für mich ist: Trotz dieser felsenfesten Stabilität im Bühnenbild wurde der gehörte Kardioid Lautsprecher nie fordernd oder nervig. Alles steht fest, aber dazwischen herrscht eine tiefe Schwärze und Ruhe. Man wird nicht angestrengt in den Sound hineingezogen oder an die Wand gedrückt, sondern kann völlig entspannt auf eine akustische Entdeckungsreise gehen. Die ersten Töne damals sorgten bei mir für ein Gefühl von innerer Zufriedenheit und Loslassen, das ich so von keinem anderen System kannte. Für mich ist das Konzept die perfekte Option, um Membranfläche und eine saubere Raumkopplung zu bekommen, ohne auf die gewohnte Punktschallquellen-Bühne verzichten zu müssen. Auch wenn die Boxen noch nicht eingemessen sind: Das letzte halbe Jahr der Planung und Umsetzung war ein großer Wissens und Erfahrungs-Gewinn. Da der Lautsprecher voll-aktiv läuft, steht und fällt der finale Klang natürlich mit der Kompetenz bei der Einmessung. Deshalb habe ich für den Moment auch noch keine großen Erwartungen an den ersten Sound im eigenen Raum. Ich habe mich aber für das anstehende Forentreffen angemeldet und hoffe sehr, dort von den erfahrenen Hasen den einen oder anderen Kniff für die Weiterentwicklung und Abstimmung mitnehmen zu können.
Viele Grüße
Christian
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blueolymp · „wie blueolymp zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,
beeindruckende handwerkliche Umsetzung deines Konzeptes! Mir gefällt die Kombination aus Holz und Metall sehr gut.
Wie bist du zu der finalen Form deines radialen Waveguides gekommen? Gab es da mehrere Varianten?
Gruß
Schorse
beeindruckende handwerkliche Umsetzung deines Konzeptes! Mir gefällt die Kombination aus Holz und Metall sehr gut.
Wie bist du zu der finalen Form deines radialen Waveguides gekommen? Gab es da mehrere Varianten?
Gruß
Schorse
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Schorse,
meine anfänglichen (grün hintern den Ohren) Versuche starteten mit dem Abzeichnen originaler Waveguides (WG), die ich dann in verschiedenen Tiefen und Größen in 3D gedruckt habe (siehe Bilder). Das war eine reine Trial-and-Error-Aktion, die – wie man sich im Nachhinein denken kann – zu keinem brauchbaren Ergebnis führte.
Um das gewünschte Abstrahlverhalten, den nötigen Schalldruck und eine saubere Trennung ohne den gefürchteten „Tannenbaum“ im Übergang zum MT hinzubekommen, musste Theorie her. Ein erfahrener Kollege hatte, den Waveguide mit Akabak für seine eigenen Kardioid DIY LS simuliert. Laut seiner Aussage waren etliche Iterationsschleifen nötig, bis die finale WG-Version stand. Auch diese wurde im 3D-Druck validiert und sukzessive weiterentwickelt, ähnlich meiner ersten Gehversuche. Nachdem ich die Messdaten seiner Forschung vorliegen hatte und sein WG probegehört hatte, war mir schnell klar, wie unsinnig meine Versuche gewesen waren und ich habe seine Entwicklung in meine CAD Pläne integriert. Um den Übergang vom HT Treiber maximal homogen zu gestalten, habe ich den kompletten WG-Verlauf direkt aus einer massiven, 48 mm tiefen Schallwand herausgearbeitet und im Vergleich auf einen Montageadpater verzichtet. Der Hochtöner wird bei meiner Konstruktion von hinten über ein Pressverfahren montiert, um Kantenreflexionen zu minimieren.
Ursprünglich war das Ziel eine recht tiefe Trennung bei 1.200 Hz. Das tiefe WG entlastet den Hochtöner hier zwar spürbar, sodass er energetisch keine Leistungsprobleme bekommt, aber während der Bauphase und nach weiteren Simulationen hatte ich mich umentschieden. Ich strebe nun eher eine Option zur Trennung zwischen 1.400 und 1.500 Hz an. Deshalb entstand der MT Chassistausch: Ursprünglich war der Visaton AL200 angedacht. Ich bin nun aber auf den BMS 8N519 gewechselt. Da dieser als reiner PA-Mitteltöner oben heraus viel später und gutmütiger aufbricht als der AL200, erhoffe ich mir durch die etwas höhere Trennung ein stabileres Abstrahlverhalten, besseren Klirr im kritischen MT/HT-Bereich und eine insgesamt höhere Belastbarkeit. Da die Box vollaktiv läuft, sind die Trennfrequenzen und Filterflanken zum Glück nicht in Stein gemeißelt und ich kann viel experimentieren. Weil es ein reines Lernprojekt ist, war es mir beim Konzept übrigens auch wichtig, dass ein eventuell zerschossenes Hochtöner-Diaphragma als Ersatzteil günstig zu bekommen ist – man kennt das ja beim aktiven Basteln...
Trotzdem habe ich einen Schützkondensator für den Hochtöner mit eingebaut. Es ist jetzt schon ein Folgeprojekt abzusehen, welches nicht nur ernsthafter, sondern vor allem aufwendiger und weniger Fehlerverzeihend sein wird. Ersatzteile möchte ich daher gerne für den Karidiod LS kaufen und nicht für die aktuelle Entwicklung.
Beste Grüße
Christian
meine anfänglichen (grün hintern den Ohren) Versuche starteten mit dem Abzeichnen originaler Waveguides (WG), die ich dann in verschiedenen Tiefen und Größen in 3D gedruckt habe (siehe Bilder). Das war eine reine Trial-and-Error-Aktion, die – wie man sich im Nachhinein denken kann – zu keinem brauchbaren Ergebnis führte.
Um das gewünschte Abstrahlverhalten, den nötigen Schalldruck und eine saubere Trennung ohne den gefürchteten „Tannenbaum“ im Übergang zum MT hinzubekommen, musste Theorie her. Ein erfahrener Kollege hatte, den Waveguide mit Akabak für seine eigenen Kardioid DIY LS simuliert. Laut seiner Aussage waren etliche Iterationsschleifen nötig, bis die finale WG-Version stand. Auch diese wurde im 3D-Druck validiert und sukzessive weiterentwickelt, ähnlich meiner ersten Gehversuche. Nachdem ich die Messdaten seiner Forschung vorliegen hatte und sein WG probegehört hatte, war mir schnell klar, wie unsinnig meine Versuche gewesen waren und ich habe seine Entwicklung in meine CAD Pläne integriert. Um den Übergang vom HT Treiber maximal homogen zu gestalten, habe ich den kompletten WG-Verlauf direkt aus einer massiven, 48 mm tiefen Schallwand herausgearbeitet und im Vergleich auf einen Montageadpater verzichtet. Der Hochtöner wird bei meiner Konstruktion von hinten über ein Pressverfahren montiert, um Kantenreflexionen zu minimieren.
Ursprünglich war das Ziel eine recht tiefe Trennung bei 1.200 Hz. Das tiefe WG entlastet den Hochtöner hier zwar spürbar, sodass er energetisch keine Leistungsprobleme bekommt, aber während der Bauphase und nach weiteren Simulationen hatte ich mich umentschieden. Ich strebe nun eher eine Option zur Trennung zwischen 1.400 und 1.500 Hz an. Deshalb entstand der MT Chassistausch: Ursprünglich war der Visaton AL200 angedacht. Ich bin nun aber auf den BMS 8N519 gewechselt. Da dieser als reiner PA-Mitteltöner oben heraus viel später und gutmütiger aufbricht als der AL200, erhoffe ich mir durch die etwas höhere Trennung ein stabileres Abstrahlverhalten, besseren Klirr im kritischen MT/HT-Bereich und eine insgesamt höhere Belastbarkeit. Da die Box vollaktiv läuft, sind die Trennfrequenzen und Filterflanken zum Glück nicht in Stein gemeißelt und ich kann viel experimentieren. Weil es ein reines Lernprojekt ist, war es mir beim Konzept übrigens auch wichtig, dass ein eventuell zerschossenes Hochtöner-Diaphragma als Ersatzteil günstig zu bekommen ist – man kennt das ja beim aktiven Basteln...
Trotzdem habe ich einen Schützkondensator für den Hochtöner mit eingebaut. Es ist jetzt schon ein Folgeprojekt abzusehen, welches nicht nur ernsthafter, sondern vor allem aufwendiger und weniger Fehlerverzeihend sein wird. Ersatzteile möchte ich daher gerne für den Karidiod LS kaufen und nicht für die aktuelle Entwicklung.
Beste Grüße
Christian
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo zusammen,
der Lautsprecher-Eigenbau durfte sich die letzten zwei Tage anfangen einzuspielen. Parallel dazu habe ich die Zeit genutzt, um mich intensiv mit REW-Impulsmessungen vertraut zu machen und die Software des MiniDSP Flex HTX besser kennenzulernen. Die kardioid Abstrahlung funktioniert in meinem Raum frappierend gut. Schon der erste Höreindruck hat mich den Raum, in dem ich sitze, völlig vergessen lassen. In dieser Form und Intensität kannte ich das von meinen Vorgängerlautsprechern nicht.
Die Abstrahlung auf Achse wie auch unter Winkeln ist eine spürbare Verbesserung zu meinen bisherigen Cabasse Trikoax-Lautsprechern. War die Cabasse Baltic eine Lupe, ist das neue Setup ein Mikroskop. Der Kardioid-Lautsprecher präsentiert manche Details, die bei dem Kugellautsprecher zuvor schlicht überhaupt nicht wahrnehmbar waren – ich lerne aktuell meine gesamte Musiksammlung völlig neu kennen. Dabei erzeugt das System eine „Attacke“ und Feindynamik, wie ich sie bisher nur von größeren Hörnern mit Beryllium-Treibern kenne. Wo der alte Kugel-Trikoax im Grenzbereich langsam in die Kompression ging, ist der Eigenbau nicht ansatzweise ausgelastet.
Die ersten REW-Messungen ergaben allerdings, dass ich den Hochton für meine Hörgewohnheiten deutlich zügeln musste, da mir eine komplett lineare Abstimmung on-axis zu viel des Guten wurde. Vielleicht muss ich hier meine Hörgewohnheit noch adaptieren. Bis dahin wurde dank des aktiven Systems, ab 15 kHz aufwärts einen High-Shelf von -2 dB zu setzen. Dadurch hat der sehr ehrliche Lautsprecher an Langstreckentauglichkeit für mich gewonnen. Die absolut ideale Abstimmung muss ich zwar noch finden, aber schon jetzt zeigt sich, dass mein Projektziel nicht komplett verfehlt wurde.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Bei aller neu gewonnenen Präzision und der messerscharfen Bühnenabbildung ging ein wenig von der Emotion und Spielfreude verloren, welche zuvor die absolute Paradedisziplin des Trikoax gewesen ist. An diesem Punkt habe ich Hausaufgaben, welche mich zu folgender Frage bringen:
Welche akustischen Stellschrauben oder Zielkurven-Anpassungen (z.B. im Präsenzbereich oder via Bass-Shelf) fördern eurer Erfahrung nach die Emotionalität und Lebendigkeit in einem stark gerichtet abstrahlenden System?
Zurück zu meiner Mission, den Lautsprecher fertig zustellen: Ich sitze gerade noch an den seitlichen Abdeckungen für die 12"-Tieftöner. Diese werden über 3D gedruckte Ringe realisiert, die ich mit Akustikstoff bespannen werde. Die Fixierung erfolgt über Neodym Magnete direkt auf den Schraubenköpfen der Chassis-Montage.
Grüße Christian
der Lautsprecher-Eigenbau durfte sich die letzten zwei Tage anfangen einzuspielen. Parallel dazu habe ich die Zeit genutzt, um mich intensiv mit REW-Impulsmessungen vertraut zu machen und die Software des MiniDSP Flex HTX besser kennenzulernen. Die kardioid Abstrahlung funktioniert in meinem Raum frappierend gut. Schon der erste Höreindruck hat mich den Raum, in dem ich sitze, völlig vergessen lassen. In dieser Form und Intensität kannte ich das von meinen Vorgängerlautsprechern nicht.
Die Abstrahlung auf Achse wie auch unter Winkeln ist eine spürbare Verbesserung zu meinen bisherigen Cabasse Trikoax-Lautsprechern. War die Cabasse Baltic eine Lupe, ist das neue Setup ein Mikroskop. Der Kardioid-Lautsprecher präsentiert manche Details, die bei dem Kugellautsprecher zuvor schlicht überhaupt nicht wahrnehmbar waren – ich lerne aktuell meine gesamte Musiksammlung völlig neu kennen. Dabei erzeugt das System eine „Attacke“ und Feindynamik, wie ich sie bisher nur von größeren Hörnern mit Beryllium-Treibern kenne. Wo der alte Kugel-Trikoax im Grenzbereich langsam in die Kompression ging, ist der Eigenbau nicht ansatzweise ausgelastet.
Die ersten REW-Messungen ergaben allerdings, dass ich den Hochton für meine Hörgewohnheiten deutlich zügeln musste, da mir eine komplett lineare Abstimmung on-axis zu viel des Guten wurde. Vielleicht muss ich hier meine Hörgewohnheit noch adaptieren. Bis dahin wurde dank des aktiven Systems, ab 15 kHz aufwärts einen High-Shelf von -2 dB zu setzen. Dadurch hat der sehr ehrliche Lautsprecher an Langstreckentauglichkeit für mich gewonnen. Die absolut ideale Abstimmung muss ich zwar noch finden, aber schon jetzt zeigt sich, dass mein Projektziel nicht komplett verfehlt wurde.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Bei aller neu gewonnenen Präzision und der messerscharfen Bühnenabbildung ging ein wenig von der Emotion und Spielfreude verloren, welche zuvor die absolute Paradedisziplin des Trikoax gewesen ist. An diesem Punkt habe ich Hausaufgaben, welche mich zu folgender Frage bringen:
Welche akustischen Stellschrauben oder Zielkurven-Anpassungen (z.B. im Präsenzbereich oder via Bass-Shelf) fördern eurer Erfahrung nach die Emotionalität und Lebendigkeit in einem stark gerichtet abstrahlenden System?
Zurück zu meiner Mission, den Lautsprecher fertig zustellen: Ich sitze gerade noch an den seitlichen Abdeckungen für die 12"-Tieftöner. Diese werden über 3D gedruckte Ringe realisiert, die ich mit Akustikstoff bespannen werde. Die Fixierung erfolgt über Neodym Magnete direkt auf den Schraubenköpfen der Chassis-Montage.
Grüße Christian
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Hifidistel · „wie Hifidistel zum aktiven Hören kam“
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Vielleicht zeigt ihr dein akustisches Mikroskop nur Unzulänglichkeiten an anderer Stelle deiner Audiokette. Der Kollege Jupiter hier im Forum spricht an dieser Stelle gerne von sog. Flaschenhälsen.Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Bei aller neu gewonnenen Präzision und der messerscharfen Bühnenabbildung ging ein wenig von der Emotion und Spielfreude verloren, welche zuvor die absolute Paradedisziplin des Trikoax gewesen ist. An diesem Punkt habe ich Hausaufgaben, welche mich zu folgender Frage bringen:
Wenn ich eine Vermutung anstellen darf: die Verarbeitung der digitalen Signale im Mini-DSP ist evtl. nicht ganz auf dem Niveau der restlichen Kette. Auch Signalquellen zeigen mitunter bei höherer Auflösung desLautsprechers ihre Grenzen.
Aber ok, evtl liegt der verlorene Spaß auch am fehlenden Buckel zwischen 100 und 150 Hz - hier ist ein wenig zu viel Punch oft eine Lösung…
Ich komme mal zum Hören, wenn du magst..
Liebe Grüße aus Mannheim
Sascha
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Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,Cabrio_User hat geschrieben: 03.06.2026, 09:26Die ersten REW-Messungen ergaben allerdings, dass ich den Hochton für meine Hörgewohnheiten deutlich zügeln musste, da mir eine komplett lineare Abstimmung on-axis zu viel des Guten wurde. Vielleicht muss ich hier meine Hörgewohnheit noch adaptieren. Bis dahin wurde dank des aktiven Systems, ab 15 kHz aufwärts einen High-Shelf von -2 dB zu setzen. Dadurch hat der sehr ehrliche Lautsprecher an Langstreckentauglichkeit für mich gewonnen. Die absolut ideale Abstimmung muss ich zwar noch finden, aber schon jetzt zeigt sich, dass mein Projektziel nicht komplett verfehlt wurde.
möglicherweise hast du den "klassischen Anfänger-Fehler*" gemacht, einen linearen Frequenzgang am Hörplatz einzustellen.
In dem ausführlichen Thread zum Thema Zielkurve sind die Zusammenhänge hergeleitet, begründet,
Letztlich bleibt erwähnenswert, dass man von einer allgemeinen Tendenz noch um eine weitere Individualisierung nicht herumkommt. Was sich als Zielkurve beim einen bewährt hat, ist auf eine andere Hörsituation nicht im Detail nicht übertragbar.
Linear am Hörplatz ist bestenfalls nur im Nahfeld in einem stark bedämpften (reflexionsarmen/-freien) Raum erwartbar oder sinnvoll.
Grüße
Hans-Martin
*Diesen "klassischen Anfänger-Fehler" machen viele User (mich eingeschlossen, als ich erstmals 1999 die angebotenen Zielkurven meines damaligen Raumkorrektursystems auszuwählen hatte). Aber auch bei einer Genelec-Vorführung bei den Ndt.HiFi-Tagen in Hamburg haben ausgebildete Tonings die Zuhörer mit der Wahl einer "selbstverständlich lineraren" Zielkurve (nach Messung in der ersten Sitzreihe) befremdet. Immerhin gab es einen Hörer, der Protest anzumelden wagte. Das war sehr kurz vor Messeende.
Demnach wärst du in guter Gesellschaft...
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Cabrio_User · „wie Cabrio_User zum aktiven Hören kam“
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Hallo Sascha,
Danke dir für deinen Hinweis. Meine Erfahrung in Sachen aktiv hören ist als gering zu bewerten und die Einschätzung was woran hängt, fällt mir mitunter noch recht schwer. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ich dich mal zum hören einladen darf. Ich werde dieser Tage noch ein bisschen am Setup feilen, bevor wir einen Termin ins Auge fassen können.
Meine geplante Hochton Endstufe hat leider ein Rauschmerkmal auf dem XLR Eingang. Ich hatte schon vermutet, dass ich die Operationsverstärker überfahren habe und unter Gerts geduldiger und kompetenter Unterstützung, gegen LME49720NA mit Decoupling Folkos getauscht. Leider ist der Fehler scheinbar weitreichender oder ich habe etwas falsch verstanden und so ist das eigentliche Setup nicht einsatzbereit. Zurzeit werden die KE25SC an einer 180W Endstufe mit einem 1,2kva Ringkerntrafo betrieben, was sicher nicht optimal ist. Die kleine 100W Hochtöner Endstufe, hat dagegen schon am Chinch gezeigt, dass die sehr dankbar über die Snubber an den Gleichrichter, neuen Relais und Elkos ist. Vielleicht bringt der Endstufenwechsel ja auch wieder eine Erkenntnis, wo es zurzeit überall hängt und klemmt. Wenn das mit der 100W Endstufe nichts mehr wird, werde ich ggf mal einen Spannungsteiler an dem Endstufenausgang der großen 180W Endstufe testen müssen.
Hallo Hans Martin,
ich habe 100% viele Fehler gemacht. Bisher waren meine Ergebnisse mitunter wenig plausibel und ich kämpfe mich gefühlt von einem Fehler zum nächsten. Aller Anfang ist nunmal schwer und ich brauche gefühlt noch einige Sessions bis ich mal ein wenig verstanden habe, was ich da mache.
Grüße Chrstian
Danke dir für deinen Hinweis. Meine Erfahrung in Sachen aktiv hören ist als gering zu bewerten und die Einschätzung was woran hängt, fällt mir mitunter noch recht schwer. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ich dich mal zum hören einladen darf. Ich werde dieser Tage noch ein bisschen am Setup feilen, bevor wir einen Termin ins Auge fassen können.
Meine geplante Hochton Endstufe hat leider ein Rauschmerkmal auf dem XLR Eingang. Ich hatte schon vermutet, dass ich die Operationsverstärker überfahren habe und unter Gerts geduldiger und kompetenter Unterstützung, gegen LME49720NA mit Decoupling Folkos getauscht. Leider ist der Fehler scheinbar weitreichender oder ich habe etwas falsch verstanden und so ist das eigentliche Setup nicht einsatzbereit. Zurzeit werden die KE25SC an einer 180W Endstufe mit einem 1,2kva Ringkerntrafo betrieben, was sicher nicht optimal ist. Die kleine 100W Hochtöner Endstufe, hat dagegen schon am Chinch gezeigt, dass die sehr dankbar über die Snubber an den Gleichrichter, neuen Relais und Elkos ist. Vielleicht bringt der Endstufenwechsel ja auch wieder eine Erkenntnis, wo es zurzeit überall hängt und klemmt. Wenn das mit der 100W Endstufe nichts mehr wird, werde ich ggf mal einen Spannungsteiler an dem Endstufenausgang der großen 180W Endstufe testen müssen.
Hallo Hans Martin,
ich habe 100% viele Fehler gemacht. Bisher waren meine Ergebnisse mitunter wenig plausibel und ich kämpfe mich gefühlt von einem Fehler zum nächsten. Aller Anfang ist nunmal schwer und ich brauche gefühlt noch einige Sessions bis ich mal ein wenig verstanden habe, was ich da mache.
Grüße Chrstian
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Junakreiter · „wie Junakreiter zum aktiven Hören kam“
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Hallo Christian,
Deine erste Beschreibung klingt ja schon super !
Es wundert mich nicht, dass die das ganze Paket noch schwächen hat.
Ich selber (bin keinerlei Referenz dafür) brauche beim Abstimmen von neuen weichen immer einige Wochen,
bevor ich sicher bin das "beste" Ergebnis rausgeholt zu haben.
Was ich NICHT machen würde: gleichzeitig Box abstimmen und Verstärker tunen...
Wie schaut so ein Frequenzgang/Sprungantwort deiner Box aus ?
lg Alex.
Deine erste Beschreibung klingt ja schon super !
Es wundert mich nicht, dass die das ganze Paket noch schwächen hat.
Ich selber (bin keinerlei Referenz dafür) brauche beim Abstimmen von neuen weichen immer einige Wochen,
bevor ich sicher bin das "beste" Ergebnis rausgeholt zu haben.
Was ich NICHT machen würde: gleichzeitig Box abstimmen und Verstärker tunen...
Wie schaut so ein Frequenzgang/Sprungantwort deiner Box aus ?
lg Alex.
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Hallo Alex,
Vorab möchte ich erklären, dass der erste DIY-Standlautsprecher und mein allererstes aktives System mir zurzeit viel Freude machen. Im aktiven Hören entdecke ich eine neue Welt der Möglichkeiten. Wo ich in den letzten Jahren passiv eher limitiert gewesen bin, eröffnen sich tolle Möglichkeiten. Daher Verzeihung für die Ausführlichkeit meiner Zeilen, aber ich hoffe hier einfach auf weiteren Input aus der Runde und möchte natürlich auch eigene Denkfehler frühzeitig erkennen.
Deinen Einwand empfinde ich als sehr gut. Dass der Wechsel von Elektronik massive Auswirkungen auf die Lautsprecherabstimmung hat, durfte ich schon vor Jahren an meiner Cabasse Baltic erfahren. Die Passivweichen des Trikoax-Kugellautsprechers hatte ich seinerzeit optimiert, musste dann aber nochmal ran, als ich von einem NAD- auf einen Marantz-Verstärker umschwenkte. Das war zwar rein passiv, bestätigt in der Logik aber 1:1 deinen Hinweis.
Mein Nachbar wurde in den letzten Jahren nicht müde, mir immer wieder die Vorzüge von aktiven Systemen, digitaler Filtertechnik sowie Zeitkorrekturen zu erklären. Das hat meine Neugier geweckt, obwohl ich zuvor eher passive Optionen angestrebt hatte und meine geschätzten Baltics nicht für aktive Basteleien missbrauchen wollte. Das war der eigentliche Grund bzw der Entschluss für das aktuelle Projekt des aktiver Kardioid-Lautsprecher. Die jetzt ausrangierten LS sollten eigentlich geschont werden. Das Gegenteil der Ausgangssituation ist eingetreten und nach dem ersten aktiven System folgt jetzt das zweite aktive System für das Studio, ein Stockwerk über dem Wohnzimmer, wo ursprünglich die passive Baltic geplant war. Diese wird voraussichtlich keine weitere Verwendung mehr bei mir findet. Wobei ich nicht vorgreifen möchte und da totgesagte bekanntermaßen länger leben, werden sich die neuen Ideen erst mal beweisen müssen.
Die bisherigen aktiven Erfahrungen lassen sich auf einen kleineren miniDSP 2x4 HD zwischen dem Pre-Out des alten Marantz Vollverstärkers und dem Subwoofer zusammenfassen, der mir allerdings mal einen Gleichspannungsanteil ausgegeben hatte. Da ich die SommerCable-Leitungen (Carbokab und Galileo) schon fertig konfektioniert herumliegen hatte, durfte aufgrund dem DC Output des 2X4HD der 8-Kanal-HTx mit seiner vollsymmetrischen XLR-Verkabelung als Vorstufe für die passiven Kugellautsprecher und den aktiven Sub loslegen. Damals war schnell klar, dass der 127 dB(A) SNR des HTx keinen Rückschritt zum Marantz bedeutete. Die Spielfreude, Emotion, Präzision und Klarheit, die der DSP mit einer 150W Pass Labs Endstufe an den Baltics erzeugte, konnte überzeugen. Nach einigen Wochen Betrieb nahm das Setup nochmal Fahrt auf: Das leicht Topfige verschwand komplett, das Bühnenbild wurde mit mehr Details gemalt und ich empfand eine zunehmende Stabilität in der Tiefenstaffelung. Ob das nun Hörgewohnheit war oder Inhalte in der mitunter neuen Elektronik inklusive Verkabelung, das wage ich nicht zu beurteilen.
Meine kleine CA101-Endstufe wurde noch vor der Zeit des neuen Lautsprechers optimiert. Erst mit der symmetrischen Verkabelung des DIY-Projekts kamen die XLR-Anschlüsse zum Einsatz, wodurch das Rauschmerkmal zum Vorschein kam, das mit dem RCA Anschlüsse nicht zu provozieren ist. Aus dem Grund ist die CA101 auf der Werkbank. Aktuell habe ich eine 2Kanal Ca401 und eine 5Kanal CAV180 an der Anlage. Nach zwei Tagen Einspielzeit, bilde ich mir eine Besserung im Vergleich zu den ersten Schritten ein und es kommt langsam etwas Farbe ins Klangbild – ich möchte das bewusst noch nicht Emotionen nennen.
Meine Frau meinte zuletzt ganz treffend: „Es ist enorm, wie viel mehr die neuen Lautsprecher aufzeigen, aber es reißt einen nicht mehr so mit wie bei den alten Baltics.“
Genau an diesem Punkt stehe ich jetzt. Das System verhält sich wie ein Mikroskop mit guter Auflösung, aber es fehlt noch das Stückchen organischer Schmelz, welches die alten Lautsprecher an der aktuellen Vorstufe/Endstufen Kombination servierten.
Beste Grüße
Christian
Vorab möchte ich erklären, dass der erste DIY-Standlautsprecher und mein allererstes aktives System mir zurzeit viel Freude machen. Im aktiven Hören entdecke ich eine neue Welt der Möglichkeiten. Wo ich in den letzten Jahren passiv eher limitiert gewesen bin, eröffnen sich tolle Möglichkeiten. Daher Verzeihung für die Ausführlichkeit meiner Zeilen, aber ich hoffe hier einfach auf weiteren Input aus der Runde und möchte natürlich auch eigene Denkfehler frühzeitig erkennen.
Deinen Einwand empfinde ich als sehr gut. Dass der Wechsel von Elektronik massive Auswirkungen auf die Lautsprecherabstimmung hat, durfte ich schon vor Jahren an meiner Cabasse Baltic erfahren. Die Passivweichen des Trikoax-Kugellautsprechers hatte ich seinerzeit optimiert, musste dann aber nochmal ran, als ich von einem NAD- auf einen Marantz-Verstärker umschwenkte. Das war zwar rein passiv, bestätigt in der Logik aber 1:1 deinen Hinweis.
Mein Nachbar wurde in den letzten Jahren nicht müde, mir immer wieder die Vorzüge von aktiven Systemen, digitaler Filtertechnik sowie Zeitkorrekturen zu erklären. Das hat meine Neugier geweckt, obwohl ich zuvor eher passive Optionen angestrebt hatte und meine geschätzten Baltics nicht für aktive Basteleien missbrauchen wollte. Das war der eigentliche Grund bzw der Entschluss für das aktuelle Projekt des aktiver Kardioid-Lautsprecher. Die jetzt ausrangierten LS sollten eigentlich geschont werden. Das Gegenteil der Ausgangssituation ist eingetreten und nach dem ersten aktiven System folgt jetzt das zweite aktive System für das Studio, ein Stockwerk über dem Wohnzimmer, wo ursprünglich die passive Baltic geplant war. Diese wird voraussichtlich keine weitere Verwendung mehr bei mir findet. Wobei ich nicht vorgreifen möchte und da totgesagte bekanntermaßen länger leben, werden sich die neuen Ideen erst mal beweisen müssen.
Die bisherigen aktiven Erfahrungen lassen sich auf einen kleineren miniDSP 2x4 HD zwischen dem Pre-Out des alten Marantz Vollverstärkers und dem Subwoofer zusammenfassen, der mir allerdings mal einen Gleichspannungsanteil ausgegeben hatte. Da ich die SommerCable-Leitungen (Carbokab und Galileo) schon fertig konfektioniert herumliegen hatte, durfte aufgrund dem DC Output des 2X4HD der 8-Kanal-HTx mit seiner vollsymmetrischen XLR-Verkabelung als Vorstufe für die passiven Kugellautsprecher und den aktiven Sub loslegen. Damals war schnell klar, dass der 127 dB(A) SNR des HTx keinen Rückschritt zum Marantz bedeutete. Die Spielfreude, Emotion, Präzision und Klarheit, die der DSP mit einer 150W Pass Labs Endstufe an den Baltics erzeugte, konnte überzeugen. Nach einigen Wochen Betrieb nahm das Setup nochmal Fahrt auf: Das leicht Topfige verschwand komplett, das Bühnenbild wurde mit mehr Details gemalt und ich empfand eine zunehmende Stabilität in der Tiefenstaffelung. Ob das nun Hörgewohnheit war oder Inhalte in der mitunter neuen Elektronik inklusive Verkabelung, das wage ich nicht zu beurteilen.
Meine kleine CA101-Endstufe wurde noch vor der Zeit des neuen Lautsprechers optimiert. Erst mit der symmetrischen Verkabelung des DIY-Projekts kamen die XLR-Anschlüsse zum Einsatz, wodurch das Rauschmerkmal zum Vorschein kam, das mit dem RCA Anschlüsse nicht zu provozieren ist. Aus dem Grund ist die CA101 auf der Werkbank. Aktuell habe ich eine 2Kanal Ca401 und eine 5Kanal CAV180 an der Anlage. Nach zwei Tagen Einspielzeit, bilde ich mir eine Besserung im Vergleich zu den ersten Schritten ein und es kommt langsam etwas Farbe ins Klangbild – ich möchte das bewusst noch nicht Emotionen nennen.
Meine Frau meinte zuletzt ganz treffend: „Es ist enorm, wie viel mehr die neuen Lautsprecher aufzeigen, aber es reißt einen nicht mehr so mit wie bei den alten Baltics.“
Genau an diesem Punkt stehe ich jetzt. Das System verhält sich wie ein Mikroskop mit guter Auflösung, aber es fehlt noch das Stückchen organischer Schmelz, welches die alten Lautsprecher an der aktuellen Vorstufe/Endstufen Kombination servierten.
Beste Grüße
Christian
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