Klang-Charakteristik von LS - gibt es das?
-
Ekkehard · „wie Ekkehard zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 19
- Registriert: 26.07.2009
- „wie Ekkehard zum aktiven Hören kam“
Ich hatte kürzlich die Sorge, dass meine lieben Genelec 8050 es hinter sich hätten - genauer: einer der beiden. Am Ende stellte sich raus, dass ich zu dusselig war, meinen Adi-2-DAC richtig zu bedienen. Aber darum geht es auch weniger, es geht mehr darum, dass ich mich fragen musste, ob ich nach rund 12 Jahren neue Lautsprecher bräuchte - und welche dass sein könnten.
Wahrscheinlichste Lösung: Ich kauf einfach noch mal die Genelec, diesmal nur als 8350er, die ich dann auch einmessen könnte. Und dann dachte ich mir, vielleicht wäre etwas Anderes, Neues möglich. Mein Händler findet, dass ich die Ggntkt M 1 verdient hätte, aber die sind mir zu teuer und deren sehr breiter Verstärker passt auch nicht in meine Kette.
Also las ich so ein bisschen zum Thema herum. Interessant fand ich Beschreibungen, die Leute für Lautsprecher fanden, gerade auch zu Genelec. Mal wurde diese als mitten-, dann als höhenbetont, oder allgemein als dumpf klingend beschrieben. Ist das der charakteristische Klang von Genelec? Für mich jedenfalls nicht.
Gibt es so eine generelle Charakteristik überhaupt? "Ja, das ist typischer Genelec/ME Geithain/Abacus/Neumann-Klang!?"
Mich interessiert, ob und wenn ja, wie ihr die Produkte (also Aktiv-Monitore) der verschiedenen Hersteller charakterisiert. Und rein vorsorglich: Nein, ich will daraus keine Kaufempfehlung ableiten (vermutlich bleibe ich eh bei Genelec), es geht mir nur darum, zu erfahren, wie ihr den Klang der diversen Lautsprecher aus eurem Erleben einschätzt/beschreibt. Danke!
Wahrscheinlichste Lösung: Ich kauf einfach noch mal die Genelec, diesmal nur als 8350er, die ich dann auch einmessen könnte. Und dann dachte ich mir, vielleicht wäre etwas Anderes, Neues möglich. Mein Händler findet, dass ich die Ggntkt M 1 verdient hätte, aber die sind mir zu teuer und deren sehr breiter Verstärker passt auch nicht in meine Kette.
Also las ich so ein bisschen zum Thema herum. Interessant fand ich Beschreibungen, die Leute für Lautsprecher fanden, gerade auch zu Genelec. Mal wurde diese als mitten-, dann als höhenbetont, oder allgemein als dumpf klingend beschrieben. Ist das der charakteristische Klang von Genelec? Für mich jedenfalls nicht.
Gibt es so eine generelle Charakteristik überhaupt? "Ja, das ist typischer Genelec/ME Geithain/Abacus/Neumann-Klang!?"
Mich interessiert, ob und wenn ja, wie ihr die Produkte (also Aktiv-Monitore) der verschiedenen Hersteller charakterisiert. Und rein vorsorglich: Nein, ich will daraus keine Kaufempfehlung ableiten (vermutlich bleibe ich eh bei Genelec), es geht mir nur darum, zu erfahren, wie ihr den Klang der diversen Lautsprecher aus eurem Erleben einschätzt/beschreibt. Danke!
-
wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 5994
- Registriert: 25.01.2008
- Wohnort: Schweitenkirchen
- „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
Hallo Ekkehard,
meine unmaßgebliche Meinung zum Thema:
Klangcharistika von Lautsprechern mag es objektiv geben, aber durch Vermischung der Interaktion mit dem Raum, Dämmungs-/Dämpfungsmaßnahmen, Einrichtung, Aufstellung, Rundstrahlverhalten, Hörplatzwahl, persönlicher Präferenz und anderen Einflüssen ergibt sich eine nicht verallgemeinerbare und schon gar nicht übertragbare Gesamtcharakteristik.
Verschlimmert wird das durch die allgegenwärtige Schwierigkeit (vielleicht eher Unmöglichkeit, man denke an Weingeschmacksbeschreibungen...) subjektive und Sinneswahrnehmungen verbal für andere Leute nachvollziehbar zu beschreiben. Die Folge ist sehr oft, daß solche Beschreibungen dann (vor allem wenn die Beschreibung der Betriebsbedingungen fehlt, auch zu Recht) als nicht verwertbares "Geschwurbel" gewertet werden. Und nicht zuletzt: Verschiedene Personen werden selbst exakt gleiche Situationen unterschiedlich wahrnehmen und beschreiben.
MbMn ist das Thema also nur sehr schwer, falls überhaupt, erkenntnisbringend zu behandeln.
Grüße,
Winfried
meine unmaßgebliche Meinung zum Thema:
Klangcharistika von Lautsprechern mag es objektiv geben, aber durch Vermischung der Interaktion mit dem Raum, Dämmungs-/Dämpfungsmaßnahmen, Einrichtung, Aufstellung, Rundstrahlverhalten, Hörplatzwahl, persönlicher Präferenz und anderen Einflüssen ergibt sich eine nicht verallgemeinerbare und schon gar nicht übertragbare Gesamtcharakteristik.
Verschlimmert wird das durch die allgegenwärtige Schwierigkeit (vielleicht eher Unmöglichkeit, man denke an Weingeschmacksbeschreibungen...) subjektive und Sinneswahrnehmungen verbal für andere Leute nachvollziehbar zu beschreiben. Die Folge ist sehr oft, daß solche Beschreibungen dann (vor allem wenn die Beschreibung der Betriebsbedingungen fehlt, auch zu Recht) als nicht verwertbares "Geschwurbel" gewertet werden. Und nicht zuletzt: Verschiedene Personen werden selbst exakt gleiche Situationen unterschiedlich wahrnehmen und beschreiben.
MbMn ist das Thema also nur sehr schwer, falls überhaupt, erkenntnisbringend zu behandeln.
Grüße,
Winfried
-
Urs · „wie Urs zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 104
- Registriert: 13.02.2009
- Wohnort: Wädenswil, Schweiz
- „wie Urs zum aktiven Hören kam“
========
Gibt es so eine generelle Charakteristik überhaupt? "Ja, das ist typischer Genelec/ME Geithain/Abacus/Neumann-Klang!?"
=========
Ekkehard,
ich würde sagen. „JA". Ob ich persönlich nun eine Beschreibung zu möglichen Unterschieden machen kann, bezweifle ich.
Ich habe ein paar ältere & kleine Genelec 8020A Monitore und ebenso die (kleinsten ?) MEG RL 906. Die brauche ich als Nahfeld Monitore (weniger als 1 Meter) im Büro.
Unterschied ?: JA, aber dieser Vergleich hinkt, da die MEG’s ein Mehrfaches kosten.
Ich hatte auch mal die (damals grössten) MEG RL 901 angehört: DIESE hätte ich so gerne gekauft – waren aber leider zu gross, bzw. zu breit…(für die Wohnstube)
Trotzdem – wenn man mit den Profis spricht – haben die diversen Marken scheinbar einen „Home-Sound“. Dies, um den Toningenieuren / Tonmeistern im Abhörwagen und dem grossen Studio einen vergleichbaren Sound zu präsentieren.
Für einen sinnvollen Entscheid wirst Du wohl in diversen PRO-Fachgeschäften - eher nicht in „HIFI“ Läden
– ausgiebig probehören müssen.
Gruss
Urs
PS: Ich erlaube mir, noch eine Marke ins Feld zu führen - der A14-M Studio wäre heute mein Favorit fürs Büro !
https://www.psiaudio.swiss/
Gibt es so eine generelle Charakteristik überhaupt? "Ja, das ist typischer Genelec/ME Geithain/Abacus/Neumann-Klang!?"
=========
Ekkehard,
ich würde sagen. „JA". Ob ich persönlich nun eine Beschreibung zu möglichen Unterschieden machen kann, bezweifle ich.
Ich habe ein paar ältere & kleine Genelec 8020A Monitore und ebenso die (kleinsten ?) MEG RL 906. Die brauche ich als Nahfeld Monitore (weniger als 1 Meter) im Büro.
Unterschied ?: JA, aber dieser Vergleich hinkt, da die MEG’s ein Mehrfaches kosten.
Ich hatte auch mal die (damals grössten) MEG RL 901 angehört: DIESE hätte ich so gerne gekauft – waren aber leider zu gross, bzw. zu breit…(für die Wohnstube)
Trotzdem – wenn man mit den Profis spricht – haben die diversen Marken scheinbar einen „Home-Sound“. Dies, um den Toningenieuren / Tonmeistern im Abhörwagen und dem grossen Studio einen vergleichbaren Sound zu präsentieren.
Für einen sinnvollen Entscheid wirst Du wohl in diversen PRO-Fachgeschäften - eher nicht in „HIFI“ Läden
Gruss
Urs
PS: Ich erlaube mir, noch eine Marke ins Feld zu führen - der A14-M Studio wäre heute mein Favorit fürs Büro !
https://www.psiaudio.swiss/
-
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 9861
- Registriert: 14.06.2009
- „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
Hallo Ekkehard,Ekkehard hat geschrieben: 03.04.2026, 17:36Gibt es so eine generelle Charakteristik überhaupt? "Ja, das ist typischer Genelec/ME Geithain/Abacus/Neumann-Klang!?"
Bei Geithain weist Kiesler auf seine markenspezifische Hochtonwiedergabe hin, die einen Studio-Arbeitstag erlauben sollen, ohne dass dem TonIng abends die Ohren brennen.
Bei Genelec gibt es die konventionellen Boxen mit TMT-HT und die 83er Serie mit dem koaxialen HT-MT, umrahmt von 2 Bässen, da ist nicht zu erwarten, dass sich diese klanglich derart ähneln, dass man sie kaum mehr unterscheiden könnte.
Hanno hat zu Abacus-LS gesagt, es wird mit Acourate gemessen, dann die Analogweiche so abgestimmt, dass das Ergebnis verglichen mit Acourate minimal abweicht. Dennoch klangen Virage und Oskar grundverschieden, weil u.a. die Mitteltonauflösung chassisbedingt nicht gleich sein konnte.
Egal, ob Passiv- oder Aktivweiche, ob analog oder digital, der Hochpass für den Hochtöner lässt diesen immer vorauseilen, wenn nicht mit Allpass oder hinzugefügter DSP-Latenz dieses kompensiert wird.
Selbst bei dem berühmten Tannoy Monitor Gold Chassis, wo der Hochtöner auf der Rückseite des Magneten arbeitet und durch den Polkern und die Bassmembran als Horn geführt wird (also einen deutlich weiteren Schallweg zurücklegt als die TMT-Schwingspule), zeigt die Sprungantwort das übliche Vorauseilen.
Ähnliches Vorauseilen gilt für die KEF-Uni-Q Chassis, wo die Werbung Perfektion suggeriert, weil der Schallentstehungsort nicht nur koaxial, sondern auch gleichweit vom Hörer entfernt ist.
Wenn beim Hersteller der Entwickler wechselt, oder eine preiswertere Linie ins Portfolio aufgenommen wird, kann es zu Abweichungen vom Gewohnten kommen.
Wo nur eine Produktlinie existiert, wobei identische Hochtöner den Klang stark mitbestimmen und sich bei den größeren Modellen die Basswiedergabe entsprechend souveräner präsentiert, bleibt eine Ähnlichkeit gut erkennbar.
Als es vor fast 50 Jahren (alternativ zur IFA die 2-Jahre-Lücke schließend) eine Düsseldorfer HiFi-Messe gab, nahm ich an einer Vorführung bei Brandenburger teil, da waren in einem großen Raum Beveridge Elektrostaten, Klipschorn und große Infinity-LS präsentiert, was man so für die Superlativen hielt...
Es war für mich ein prägendes Erlebnis: Entgegen der Erwartung, nun müssten gewisse Übereinstimmungen erkennbar werden, wo man sich doch auf ein Optimum zubewegte... waren die Klangstrukturen derart verschieden, dass praktisch nur noch die Melodie als Schnittmenge übrig blieb.
Wenn ich an Yamaha NS-1000 denke und dagegen deren NS-10 vergleiche, bleibt ein klares NEIN auf die obige Frage.
Ein Nahfeld-Monitor kann unter Wohnraumbedingungen (also auch mit mehr Entfernung) abgehört enttäuschen, womöglich nicht wiedererkannt werden.
Wer sich von der Mittelhochtonwiedergabe einer Produktlinie hat überzeugen lassen und dann das größte Modell wählt, "weil das im Bass am tiefsten runterkommt", hat sich ein interessantes* Ei ins Nest gelegt, wenn die Raumresonanzen des Hörraums angeregt werden und deren Beherrschbarkeit neue Maßnahmen verlangen.
Grüße
Hans-Martin
*Kuckuck!
-
Jupiter · „wie Jupiter zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 1695
- Registriert: 25.07.2014
- Wohnort: Bad Dürkheim / Pfalz
- „wie Jupiter zum aktiven Hören kam“
Hallo Ekkehard,
ich selbst habe die Geithain RL901k ein Bekannter bei fast identischer Anlage die Neumannn KH420
Beide haben ihre eigene Klangcharakteristik.
Das Raumgeometrie, entsprechende Raumbearbeitung sowie auch entsprechende Filter für den Raum ihre Wirkung haben, eine Filterkurve mit Acourate, Zielline bei beiden Systemen als Gerade unterhalb des „Gezappels“ läßt sich leicht erstellen, zeigt trotzdem, dass bei beiden Lautsprechern eine eigene Signatur besteht.
Bass, Mitte, Hochton klingen hörbar unterschiedlich.
Beide Lautsprecher, für sich betrachtet, sind für mich trotzdem stimmig.
Gruß
Harald
ich selbst habe die Geithain RL901k ein Bekannter bei fast identischer Anlage die Neumannn KH420
Beide haben ihre eigene Klangcharakteristik.
Das Raumgeometrie, entsprechende Raumbearbeitung sowie auch entsprechende Filter für den Raum ihre Wirkung haben, eine Filterkurve mit Acourate, Zielline bei beiden Systemen als Gerade unterhalb des „Gezappels“ läßt sich leicht erstellen, zeigt trotzdem, dass bei beiden Lautsprechern eine eigene Signatur besteht.
Bass, Mitte, Hochton klingen hörbar unterschiedlich.
Beide Lautsprecher, für sich betrachtet, sind für mich trotzdem stimmig.
Gruß
Harald
-
Hifidistel · „wie Hifidistel zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 522
- Registriert: 11.12.2019
- Wohnort: Mannheim
- „wie Hifidistel zum aktiven Hören kam“
Hi Folks,
ich finde sogar die Gaithain 901 und die 921 sehr unterschiedlich. So hat die 901 mbMn einen deutlich verfärbungsfreieren Mittelton Bereich, wo die 921 stets etwas „Hölzern“ daherkommt. Ist nicht viel, aber deutlich. Bei KEF klingen auch die kleinen Refernce-Monitore deutlich neutraler als die richtig großen Brocken, wobei sie sich in der Klangabstimmung natürlich ähnlicher sind, als im Vergleich zu anderen Herstellern.
Übrigens finde ich oft die mit DSP-Aktivweiche gestalteten Aktivlautsprecher dynamisch etwas leblos - wird oft mit überprononciertem Mitteltonbereich kompensiert und natürlich mit spektakulär linearisiertem Bass angereichert. Aber die Zielkurvendiskussion hatten wir ja schon woanders…
Liebe Grüße
Sascha
ich finde sogar die Gaithain 901 und die 921 sehr unterschiedlich. So hat die 901 mbMn einen deutlich verfärbungsfreieren Mittelton Bereich, wo die 921 stets etwas „Hölzern“ daherkommt. Ist nicht viel, aber deutlich. Bei KEF klingen auch die kleinen Refernce-Monitore deutlich neutraler als die richtig großen Brocken, wobei sie sich in der Klangabstimmung natürlich ähnlicher sind, als im Vergleich zu anderen Herstellern.
Übrigens finde ich oft die mit DSP-Aktivweiche gestalteten Aktivlautsprecher dynamisch etwas leblos - wird oft mit überprononciertem Mitteltonbereich kompensiert und natürlich mit spektakulär linearisiertem Bass angereichert. Aber die Zielkurvendiskussion hatten wir ja schon woanders…
Liebe Grüße
Sascha
-
L1000 · „wie L1000 zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 300
- Registriert: 25.05.2025
- Wohnort: Dortmund/NRW
- „wie L1000 zum aktiven Hören kam“
Sounding wird doch bei fast alle teurerern Geräten gemacht. Vom Auto bis zur Kaffeemaschine.
Da würde es mich stark wundern warum ausgerechnet hier im Hifi Bereich nicht.
Gunnar
Da würde es mich stark wundern warum ausgerechnet hier im Hifi Bereich nicht.
Gunnar
-
atmos · „wie atmos zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 891
- Registriert: 17.08.2020
- „wie atmos zum aktiven Hören kam“
Hi, Sascha,Hifidistel hat geschrieben: 04.04.2026, 08:15 Hi Folks,
......
Übrigens finde ich oft die mit DSP-Aktivweiche gestalteten Aktivlautsprecher dynamisch etwas leblos - wird oft mit überprononciertem Mitteltonbereich kompensiert und natürlich mit spektakulär linearisiertem Bass angereichert. Aber die Zielkurvendiskussion hatten wir ja schon woanders…
Liebe Grüße
Sascha
da stimme ich Dir zu.
Wird allerdings mit DSP der Frequenzgang zu glatt gezogen,entsteht ein mumpfiger Klang.
Gruß
Günther
-
uli.brueggemann · „wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hersteller
- Beiträge: 4847
- Registriert: 23.03.2009
- Wohnort: 33649
- „wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“
Hallo die Herren,
ich habe da derzeit einen Knoten, den ich nicht lösen kann:
Wenn ein Signal perfekt übertragen und wiedergegeben wird, haben wir mathematisch gesehen eine 1:1 Übertragung. Damit entspricht die Wiedergabe exakt dem Original. Diese Übertragung wird durch eine Pulsantwort mit einem Dirac-Puls charakterisiert. Und dieser weist wiederum einen perfekt glatten horizontalen Frequenzgang auf.
Klingt nun damit auch das Original dynamisch etwas leblos, hat einen überprononcierten Mitteltonbereich und einen spektakulär linearisierten Bass. Und weist darüber hinaus noch einen mumpfigen Klang auf?
Es wäre prima, wenn der Knoten gelöst werden könnte.
Viele Grüsse
Uli
ich habe da derzeit einen Knoten, den ich nicht lösen kann:
Wenn ein Signal perfekt übertragen und wiedergegeben wird, haben wir mathematisch gesehen eine 1:1 Übertragung. Damit entspricht die Wiedergabe exakt dem Original. Diese Übertragung wird durch eine Pulsantwort mit einem Dirac-Puls charakterisiert. Und dieser weist wiederum einen perfekt glatten horizontalen Frequenzgang auf.
Klingt nun damit auch das Original dynamisch etwas leblos, hat einen überprononcierten Mitteltonbereich und einen spektakulär linearisierten Bass. Und weist darüber hinaus noch einen mumpfigen Klang auf?
Es wäre prima, wenn der Knoten gelöst werden könnte.
Viele Grüsse
Uli
-
atmos · „wie atmos zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 891
- Registriert: 17.08.2020
- „wie atmos zum aktiven Hören kam“
Hi, Uli,
es ist sicherlich ein Segen für die LS-Entwickler, mittels DSP eine Frequenzweiche einzustellen als eine analoge Linkwitz-4. Ordnung abzustimmen, ganz zu schweigen von den Übergangsfrequenzen.
Deshalb bin ich von meiner Trifon 3 so begeistert.
Gruß
Günther
es ist sicherlich ein Segen für die LS-Entwickler, mittels DSP eine Frequenzweiche einzustellen als eine analoge Linkwitz-4. Ordnung abzustimmen, ganz zu schweigen von den Übergangsfrequenzen.
Deshalb bin ich von meiner Trifon 3 so begeistert.
Gruß
Günther
-
L1000 · „wie L1000 zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 300
- Registriert: 25.05.2025
- Wohnort: Dortmund/NRW
- „wie L1000 zum aktiven Hören kam“
Hallo Uli,uli.brueggemann hat geschrieben: 08.04.2026, 16:38 Hallo die Herren,
ich habe da derzeit einen Knoten, den ich nicht lösen kann:
Wenn ein Signal perfekt übertragen und wiedergegeben wird, haben wir mathematisch gesehen eine 1:1 Übertragung. Damit entspricht die Wiedergabe exakt dem Original. Diese Übertragung wird durch eine Pulsantwort mit einem Dirac-Puls charakterisiert. Und dieser weist wiederum einen perfekt glatten horizontalen Frequenzgang auf.
Klingt nun damit auch das Original dynamisch etwas leblos, hat einen überprononcierten Mitteltonbereich und einen spektakulär linearisierten Bass. Und weist darüber hinaus noch einen mumpfigen Klang auf?
Es wäre prima, wenn der Knoten gelöst werden könnte.
Viele Grüsse
Uli
bei jedem Medienbruch gibt es kein 1 zu 1 mehr. Es kann nur so in etwar klingen im optimalen Fall.
Dein Gehör wird ja auch schon nicht linear arbeiten. Weswegen jeder seine eigene Ziehlkurve für sich finden muss.
Deswegen klingen die vorgegebenen immer zimlich langweilig. Hast du aber mal deine Ziehlkurve gefunden klingt es klasse.
Gunnar
-
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 9861
- Registriert: 14.06.2009
- „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
Hallo Gunnar,L1000 hat geschrieben: 08.04.2026, 22:02Dein Gehör wird ja auch schon nicht linear arbeiten. Weswegen jeder seine eigene Ziehlkurve für sich finden muss.
Deswegen klingen die vorgegebenen immer zimlich langweilig. Hast du aber mal deine Ziehlkurve gefunden klingt es klasse.
wenn ich ein natürliches Schallereignis höre, kann ich keine Zielkurve darüberstülpen, sowas ist in meinem Hörsinn nicht vorgesehen.
Wenn ich die Reproduktion, die viele Verarbeitungsschritte vor derm Wiedergabe durchlaufen haben mag, mit Lautsprechern abhöre, kann die Zielkurve dazu dienen, den direkten und indirekten Schallweg im Raum zum Ohr und dessen Auswirkungen zu berücksichtigen und entgegenzusteuern. Mein Ziel ist dabei, eine dröhnfreie, nicht zusätzlich verfärbte, deutlich gezeichnete und nicht zugedeckte, räumlich greifbar-plastische Wiedergabe zu erhalten, die mich quasi bildhaft das Ereignis vor mir erleben lässt.
Dass Korrektursysteme nebenbei Möglichkeiten bieten, den Klang nach Geschmack zu verbiegen, bis einem die Nackenhaare hochstehen ist genauso möglich wie den Klang noch langweiliger zu machen.
Da es bei den Aufnahmen eine große Bandbreite an Qualitätsunterschieden gibt, dürfte es -genau betrachtet- die einzig wahre Zielkurve nicht geben, die zugleich aus jeder Aufnahme ein Goldstück macht. Das ist ja auch nicht ihre primäre Aufgabe.
Auch kann man damit aus einem langweiligen Interpreten keinen mitreißenden Temperamentsbolzen machen...
Wenn ich auf einem Ohr schlecht höre, ist das sowohl bei Live wie bei Reproduktion dasselbe Empfinden. Wenn der Hörfehler in der Wiedergabekette kompensiert wird, mag ich zufriedener sein. Dann klingt aber live das Original verkehrt, wird Zeit für ein Hörgerät...
Grüße
Hans-Martin
-
atmos · „wie atmos zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 891
- Registriert: 17.08.2020
- „wie atmos zum aktiven Hören kam“
Hi, Gunnar,
das menschliche Gehör nimmt die Frequenzen bei einem Pegel zwischen 80 und 86 dB am ausgewogenen wahr.
Gruß
Günther
das menschliche Gehör nimmt die Frequenzen bei einem Pegel zwischen 80 und 86 dB am ausgewogenen wahr.
Gruß
Günther
-
uli.brueggemann · „wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hersteller
- Beiträge: 4847
- Registriert: 23.03.2009
- Wohnort: 33649
- „wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“
Hallo Gunnar,L1000 hat geschrieben: 08.04.2026, 22:02 Hallo Uli,
bei jedem Medienbruch gibt es kein 1 zu 1 mehr. Es kann nur so in etwar klingen im optimalen Fall.
Dein Gehör wird ja auch schon nicht linear arbeiten. Weswegen jeder seine eigene Ziehlkurve für sich finden muss.
Deswegen klingen die vorgegebenen immer zimlich langweilig. Hast du aber mal deine Ziehlkurve gefunden klingt es klasse.
Gunnar
mein Beitrag spricht nicht von einer Zielkurve sondern vom Übertragungsverhalten eines Systems. Und er war auf den Beitrag viewtopic.php?p=251891#p251891 gemünzt.
Wir hören ja i.a. einen gegebenen Musiktrack. Das ist zum Zeitpunkt der Wiedergabe das Original. Und wenn ich es unverfälscht wiedergeben will muss es eine 1:1 Übertragung sein. Ich gehe auch davon aus, dass das Musikstück nicht langweilig ist.
Nun hat wohl keiner ein Problem mit der 1:1-Übertragung wenn man das beim Verstärker diskutiert. Da werden wilde Frequenzgänge eher weniger akzeptiert. Seltsamerweise argumentiert da nie einer mit einem spektakulär linearisierten Bass oder einem mumpfigen Klang aufgrund eines zu glatten Frequenzgangs. Wieso aber beim LS?
Grüsse
Uli
PS:
Leider wurde bei meinem Beitrag das Zitat entfernt. Insofern ist nicht mehr ersichtlich, dass ich mich über getätigte Aussagen wundere bzw. diese nicht nachvollziehen kann.
-
Piano Pianissimo · „wie Piano Pianissimo zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 185
- Registriert: 23.05.2016
- Wohnort: Köln
- „wie Piano Pianissimo zum aktiven Hören kam“
Oh Mann !
Mir liegt noch der "Taunussound" in den Ohren.
Die Engländer haben den laid back als Ideal.
Die Amis lieben es wieder ganz anders.
Was solls?
Die Jungs wollen nur das EINE von uns - K A U F E N.
Der Kaufwunsch wird doch in vielen Fällen hervorgerufen von einem "nun muß aber mal was neues her"
Musi höre ich mit nem guten Glas Rotwein oder einem schönen alten Malt.
Da geht mir die Kabeldiskussion, oder was oder welche Tonwiedergabe sowas von am ARXXXX vorbei.
Wenn ich auf der einen Seite etwas Gewinne verliere ich auf der anderen Seite etwas.
Von Raumakustik gaz zu Schweigen.
So einfach ist das.
Hinsetzen, Flasche Rotspoon entkorken - und Geniessen.
Is doch eigentlich ganz eifach.
Und mit der gesparten Kohle machste 'ne schöne Urlaubsreise* auffem Traumschiff.
Das hat doch schon mal was.
FF
* mit der Angetrauten natürlich
Mir liegt noch der "Taunussound" in den Ohren.
Die Engländer haben den laid back als Ideal.
Die Amis lieben es wieder ganz anders.
Was solls?
Die Jungs wollen nur das EINE von uns - K A U F E N.
Der Kaufwunsch wird doch in vielen Fällen hervorgerufen von einem "nun muß aber mal was neues her"
Musi höre ich mit nem guten Glas Rotwein oder einem schönen alten Malt.
Da geht mir die Kabeldiskussion, oder was oder welche Tonwiedergabe sowas von am ARXXXX vorbei.
Wenn ich auf der einen Seite etwas Gewinne verliere ich auf der anderen Seite etwas.
Von Raumakustik gaz zu Schweigen.
So einfach ist das.
Hinsetzen, Flasche Rotspoon entkorken - und Geniessen.
Is doch eigentlich ganz eifach.
Und mit der gesparten Kohle machste 'ne schöne Urlaubsreise* auffem Traumschiff.
Das hat doch schon mal was.
FF
* mit der Angetrauten natürlich