Gabriel (Sonus Faber Amati Futura, TAD-CE1TX)
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
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StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Moin zusammen,
mittlerweile geht es mir gut von der Hand den Windows Server 2016 zu installieren und audiophil einzurichten. Darauf läuft nun Roon. Diese Trennung der Musikverwaltung vom Upsampling hört sich für mich in meinem System wesentlich besser an. Windows 11 Pro ist auf einer anderen SSD auch schon eingerichtet. Dieses System nutze ich später für die Acourate Messungen und andere Windows Tools.
Für die Windows Betriebssysteme nehme ich Intel® Optane™ SSD der Produktreihe P1600X 118 GB, M.2/80 mm PCIe* 3.0 x4, Intel® 3D XPoint™.
Unten im Bild die Datenströme über den UniFi USW-Aggregation Switch. Es läuft glücklicherweise alles sehr stabil. Alles über Lichtwellenleiter (LWL).

Roon sendet die Musikfiles bitperfekt an den HQPlayer. Dieser macht das Upsampling auf DSD1024 und gibt es über den Gustard N10 Pro Switch mit dem proprietären HQPlayer NAA Protokoll weiter an den rauscharmen NanoPi NEO3. Also eine Trio PC Lösung.
Grüße Gabriel
mittlerweile geht es mir gut von der Hand den Windows Server 2016 zu installieren und audiophil einzurichten. Darauf läuft nun Roon. Diese Trennung der Musikverwaltung vom Upsampling hört sich für mich in meinem System wesentlich besser an. Windows 11 Pro ist auf einer anderen SSD auch schon eingerichtet. Dieses System nutze ich später für die Acourate Messungen und andere Windows Tools.
Für die Windows Betriebssysteme nehme ich Intel® Optane™ SSD der Produktreihe P1600X 118 GB, M.2/80 mm PCIe* 3.0 x4, Intel® 3D XPoint™.
Unten im Bild die Datenströme über den UniFi USW-Aggregation Switch. Es läuft glücklicherweise alles sehr stabil. Alles über Lichtwellenleiter (LWL).

Roon sendet die Musikfiles bitperfekt an den HQPlayer. Dieser macht das Upsampling auf DSD1024 und gibt es über den Gustard N10 Pro Switch mit dem proprietären HQPlayer NAA Protokoll weiter an den rauscharmen NanoPi NEO3. Also eine Trio PC Lösung.
Grüße Gabriel
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StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Moin zusammen,
für die Acourate Connoisseure habe ich mir dieses Kapitel aufgehoben: der schwierige Raum.
Der Raum
Wenn man sich die Raumstruktur unten im Bild ansieht wird klar, dass es kein symmetrischer Raum ist. Hinzu kommen zum Balkon hin bodentiefe Fenster, die allerdings durch Vorhänge schon etwas entschärft sind. Was für das Wohngefühl zumindest für mich richtig cool ist, stellt akustisch doch einige Probleme dar.
Denn einfach sich auf die Couch setzen, ist für einen Klangfetischisten wie mich nicht. Da habe ich mir doch was Feines ausgedacht: einen Sweet Spot davor, der rote Punkt im Bild.

Hat das geklappt? Schaun wir mal. Ein Vorteil ist immerhin, dass ich die TAD-CE1TX mit einem Abstand von 1m von den Seitenwänden plazieren konnte, also mit weniger Seitenwandreflexionen. Rückseitig bestehen 70cm Abstand (jeweils vom Hochtöner gemessen). Das Stereodreieck ist mit 3x3m symmetrisch.
Messung ICCC
Gemessen habe ich mit dem Earthworks M50 Mikro mit einem Frequenzgang von 3 Hz bis 50 kHz. Angeschlossen am bewährten Steinberg UR12 USB Audio-Interface, wobei ich diesmal die USB Verbindung mit einem Intona USB 3.0 SuperSpeed-Isolator 7055-C verwendet habe. Mit gutem Erfolg, weil es keine Störgeräusche wie gelegentliches Knacken mehr gab.
So sieht mein Messaufbau aus:

Beim ersten Versuch kam ein ICCC10 von 71,3% heraus.

Ich stellte fest, dass ich nicht ganz mittig gemessen hatte. Bei den schiefen Wänden ist das auch nicht so einfach. Nach der Korrektur der Sitzposition ließ es sich auf immerhin 74,7% steigern. Mein Wunsch wären schon mindestens 80% an Kohärenz, aber es stehen halt auch Tische im Weg und so ist es immer ein Kompromiss mit schöner Wohnen und besser Hören.

Messung Nachhall
Nun dachte ich, dass ich wegen der Asymmetrie wenigstens keine Probleme im Bass habe (keine stehende Wellen). Denkste! Wie der Frequenzgang zeigt, habe ich massive Probleme bei 47Hz. Und dann noch der unschöne Nachhall.

Hier fehlt tatsächlich noch ein Teppich. Deckensegel kommen aus visuellen Gründen aktuell nicht in Frage.
Meine Zielkurve
Im Laufe der Zeit habe ich ein gewisses Bassfundament zu schätzen gelernt. Vor allem, wenn die Boxen das können. Ich habe daher den Bass um 6dB angehoben (was de facto natürlich immer noch eine Reduzierung meiner Raummoden ist) und den Frequenzgang ab 10kHz leicht abgesenkt.

Korrektur mit ICPA
Nun hat Acourate eine schöne Funktion: Interchannel Phase Alignment = ICPA! Eine gute Sache für asymmetrische Räume wie meine. Als erstes habe ich mich mit der "normalen" Korrektur (Makro 4) dem besten Ergebnis angenähert und ein Preringing korrigiert.
Das sieht doch schon ganz nett aus.

Hier nun ein Bild der Sprungantwort noch ohne ICPA. Im Zeitverlauf driften der linke und rechte Lautsprecher etwas auseinander.

Mit ICPA habe ich dann den rechten Kanal markiert und in den linken Kanal gesetzt, weil es in den Bereich zwischen Q10 und Q60 hineinragt.

So schaut die Sprungantwort mit ICPA aus. Wer genau hinschaut sieht, dass der linke und rechte Lautsprecher mehr zusammengerückt sind. Das sind jetzt keine Welten, aber es ist hörbar.

Meine Anlagentopologie
Wer ein minimales Anlagenkonzept mit Aktivlautsprechern fährt, wird die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber mir macht die Fummelei Spaß. Meine beiden PCs laufen über die Wandsteckdose jeweils mit einem Auth Netzfilter EMX 503. Das sind richtig gute Netzfilter mit einem weiten Dämpfungsbereich von 10 kHz bis > 100 MHz. Der Rest der Anlage hängt an einem GigaWatt PC-3SE EVO+ Premium Power Line Conditioner. So soll die galvanische Trennung über LWL ihre Wirkung entfalten können, ohne dass über Masse der ganze HF Schmutz der PCs in die Anlage reinkommt.

Zusammenfassung
Es gibt sicher andere Meinungen, aber in meinem System und mit meinen Ohren möchte ich ohne Acourate Korrektur nicht mehr hören. Was war das vorher für ein mumpfiger Klang. Die heftigen Bassmoden konnte ich wie unten im Bild zu sehen, sehr gut in den Griff bekommen. Die schwarze Linie zeigt den unkorrigierten Frequenzgang, die graue mit Korrektur. Hier lohnt sich auch eine Vollkorrektur. Der Frequenzgang geht von 30Hz bis >30kHz.

Den Nachhall kann man nicht elektronisch korrigieren. Aber die Auswirkungen kann man mindern. Im Vergleich zu oben ist im unteren Frequenzbereich der Nachhall weniger ausgeprägt, weil die Bassmoden abgesenkt werden konnten.

Es bewegt sich in die richtige Richtung, aber ich bin noch nicht fertig. Bin ich sowieso nie, denn das wäre mir zu langweilig.
Grüße Gabriel
für die Acourate Connoisseure habe ich mir dieses Kapitel aufgehoben: der schwierige Raum.
Der Raum
Wenn man sich die Raumstruktur unten im Bild ansieht wird klar, dass es kein symmetrischer Raum ist. Hinzu kommen zum Balkon hin bodentiefe Fenster, die allerdings durch Vorhänge schon etwas entschärft sind. Was für das Wohngefühl zumindest für mich richtig cool ist, stellt akustisch doch einige Probleme dar.
Denn einfach sich auf die Couch setzen, ist für einen Klangfetischisten wie mich nicht. Da habe ich mir doch was Feines ausgedacht: einen Sweet Spot davor, der rote Punkt im Bild.

Hat das geklappt? Schaun wir mal. Ein Vorteil ist immerhin, dass ich die TAD-CE1TX mit einem Abstand von 1m von den Seitenwänden plazieren konnte, also mit weniger Seitenwandreflexionen. Rückseitig bestehen 70cm Abstand (jeweils vom Hochtöner gemessen). Das Stereodreieck ist mit 3x3m symmetrisch.
Messung ICCC
Gemessen habe ich mit dem Earthworks M50 Mikro mit einem Frequenzgang von 3 Hz bis 50 kHz. Angeschlossen am bewährten Steinberg UR12 USB Audio-Interface, wobei ich diesmal die USB Verbindung mit einem Intona USB 3.0 SuperSpeed-Isolator 7055-C verwendet habe. Mit gutem Erfolg, weil es keine Störgeräusche wie gelegentliches Knacken mehr gab.
So sieht mein Messaufbau aus:

Beim ersten Versuch kam ein ICCC10 von 71,3% heraus.

Ich stellte fest, dass ich nicht ganz mittig gemessen hatte. Bei den schiefen Wänden ist das auch nicht so einfach. Nach der Korrektur der Sitzposition ließ es sich auf immerhin 74,7% steigern. Mein Wunsch wären schon mindestens 80% an Kohärenz, aber es stehen halt auch Tische im Weg und so ist es immer ein Kompromiss mit schöner Wohnen und besser Hören.

Messung Nachhall
Nun dachte ich, dass ich wegen der Asymmetrie wenigstens keine Probleme im Bass habe (keine stehende Wellen). Denkste! Wie der Frequenzgang zeigt, habe ich massive Probleme bei 47Hz. Und dann noch der unschöne Nachhall.

Hier fehlt tatsächlich noch ein Teppich. Deckensegel kommen aus visuellen Gründen aktuell nicht in Frage.
Meine Zielkurve
Im Laufe der Zeit habe ich ein gewisses Bassfundament zu schätzen gelernt. Vor allem, wenn die Boxen das können. Ich habe daher den Bass um 6dB angehoben (was de facto natürlich immer noch eine Reduzierung meiner Raummoden ist) und den Frequenzgang ab 10kHz leicht abgesenkt.

Korrektur mit ICPA
Nun hat Acourate eine schöne Funktion: Interchannel Phase Alignment = ICPA! Eine gute Sache für asymmetrische Räume wie meine. Als erstes habe ich mich mit der "normalen" Korrektur (Makro 4) dem besten Ergebnis angenähert und ein Preringing korrigiert.
Das sieht doch schon ganz nett aus.

Hier nun ein Bild der Sprungantwort noch ohne ICPA. Im Zeitverlauf driften der linke und rechte Lautsprecher etwas auseinander.

Mit ICPA habe ich dann den rechten Kanal markiert und in den linken Kanal gesetzt, weil es in den Bereich zwischen Q10 und Q60 hineinragt.

So schaut die Sprungantwort mit ICPA aus. Wer genau hinschaut sieht, dass der linke und rechte Lautsprecher mehr zusammengerückt sind. Das sind jetzt keine Welten, aber es ist hörbar.

Meine Anlagentopologie
Wer ein minimales Anlagenkonzept mit Aktivlautsprechern fährt, wird die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber mir macht die Fummelei Spaß. Meine beiden PCs laufen über die Wandsteckdose jeweils mit einem Auth Netzfilter EMX 503. Das sind richtig gute Netzfilter mit einem weiten Dämpfungsbereich von 10 kHz bis > 100 MHz. Der Rest der Anlage hängt an einem GigaWatt PC-3SE EVO+ Premium Power Line Conditioner. So soll die galvanische Trennung über LWL ihre Wirkung entfalten können, ohne dass über Masse der ganze HF Schmutz der PCs in die Anlage reinkommt.

Zusammenfassung
Es gibt sicher andere Meinungen, aber in meinem System und mit meinen Ohren möchte ich ohne Acourate Korrektur nicht mehr hören. Was war das vorher für ein mumpfiger Klang. Die heftigen Bassmoden konnte ich wie unten im Bild zu sehen, sehr gut in den Griff bekommen. Die schwarze Linie zeigt den unkorrigierten Frequenzgang, die graue mit Korrektur. Hier lohnt sich auch eine Vollkorrektur. Der Frequenzgang geht von 30Hz bis >30kHz.

Den Nachhall kann man nicht elektronisch korrigieren. Aber die Auswirkungen kann man mindern. Im Vergleich zu oben ist im unteren Frequenzbereich der Nachhall weniger ausgeprägt, weil die Bassmoden abgesenkt werden konnten.

Es bewegt sich in die richtige Richtung, aber ich bin noch nicht fertig. Bin ich sowieso nie, denn das wäre mir zu langweilig.
Grüße Gabriel
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gabriel,
das ist vorbildlich und verständnisfähig von dir zusammen gefasst. Danke dafür.
Nun hab ich eine Frage, die den "schwierigen" Raum betrifft. Um den Nachhall bestimmen zu können müssen die Raum Höhe/Breite und Tiefe eingegeben werden. Und ggf. "angrenzende" Raumteile.
Wie bist du damit umgegangen? Du kannst ja schlecht Breite x Länge eingeben.
Grüße Uli
das ist vorbildlich und verständnisfähig von dir zusammen gefasst. Danke dafür.
Nun hab ich eine Frage, die den "schwierigen" Raum betrifft. Um den Nachhall bestimmen zu können müssen die Raum Höhe/Breite und Tiefe eingegeben werden. Und ggf. "angrenzende" Raumteile.
Wie bist du damit umgegangen? Du kannst ja schlecht Breite x Länge eingeben.
Grüße Uli
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StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Moin Uli,
vielen Dank.
Grüße Gabriel
vielen Dank.
Die Kubatur des Raums ist gemäß Flächenplan ja fix: 26,85m² x 2,5m Höhe = 67,125m³. Ich habe das aufgerundet auf 67,5 m³ (5,0x5,4x2,5).annalognicht hat geschrieben: 30.03.2026, 15:46Wie bist du damit umgegangen? Du kannst ja schlecht Breite x Länge eingeben.
Grüße Gabriel
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gabriel,StreamFidelity hat geschrieben: 30.03.2026, 16:56 Moin Uli,
vielen Dank.Die Kubatur des Raums ist gemäß Flächenplan ja fix: 26,85m² x 2,5m Höhe = 67,125m³. Ich habe das aufgerundet auf 67,5 m³ (5,0x5,4x2,5).annalognicht hat geschrieben: 30.03.2026, 15:46Wie bist du damit umgegangen? Du kannst ja schlecht Breite x Länge eingeben.![]()
Grüße Gabriel
das ist eine recht pragmatischer Umgang, den man am Ende wohl auch gehen muss. ich hab keine genaue Vorstellung davon wie aus der Messung mittels Acourate die Nachhallzeit berechnet wird.
Mit einem anderen Messprogramm, REW als Beispiel, wird keine Raumkubatur verlangt, was mich sehr verwundert hatte. Nach Sabine und alter Schule ist das Raumvolumen eine unverzichtbare Große und Information.
Ich habe mich damit intensiv befasst, da der Raum für meine Wohnzimmeranlage, doch überaus ungewöhnlich vom Zuschnitt ist.
Das hat, wie ich mit Freude und wahrlich auch mit zunächst nicht zu Ende gedachter Ablehnung, zu weiteren Überlegungen geführt.
Es ist nicht allein das reine Volumen, wie die "kleine Formel" nach Sabine, was den Nachhall korrekt messen und abbilden lässt.
Die Formel dürfte bekannt sein.
Die Härte der Oberflächen, wenn man sie kennt, lassen sich nach Sabine einbeziehen und man erhält rechnerisch ein Ergebnis, welches schon sehr nah an der Realität ist. Keine Frage. Was fehlt ist die Anordnung dieser unterschiedlichen Flächen zueinander und der Zuschnitt des Raumes selbst. Nun könnte man sagen, wir messen und es gibt ein Ergebnis - Punkt. Ja, das ist erstmal richtig, nur verrät die Messung nicht wo und wie wir ansetzen sollten um an den Messergebnissen sinnvoll im Raum Hand anzulegen.
Deine Küche in dem Grundriss wirkt wie eine Bassfalle, oder zumindest wie eine völlig asymmetrische Komponente welche nicht nur den Frequenzgang beeinträchtigt, sondern bestimmt die Nachhallzeit beeinflussen wird.
Was mich wirklich verwundert ist, wie relativ gleichmäßig die Nachhallzeiten von beiden Kanälen in diesem Raum ist.
Ich bin sehr gespannt und bin hin und weg von deiner Sorgfalt.
Grüße Uli
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StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Moin Uli,
Auch da bin ich ganz pragmatisch und mache es lieber einmal richtig, statt mehrmals falsch. Für wichtig halte ich zum Beispiel die exakte mittige Ausrichtung des Mikrofons, wie unten im Bild zu sehen ist. Und auch, dass das Mikro exakt auf Ohrhöhe ausgerichtet ist.

Was alles aber nicht verhindert hat, dass ich am Anfang nicht die richtige mittige Sitzposition gefunden hatte. Hier hat mir ICCC10 weitergeholfen.
Für wichtig halte ich auch die Einbindung der Mikrofon Kalibrierung, siehe Earthworks M50 Kalibrierdatei in Acourate bearbeiten. Das Earthworks M50 ist zwar schon sehr linear, aber ich habe trotzdem eine Korrektur eingebaut.

Trotzdem will ich nicht ausschließen, dass sich bei mir Fehler einschleichen, weshalb ich immer mehrfach messe.
Grüße Gabriel
Ja stimmt, das würde ich jetzt auch nicht als exakte Wissenschaft bezeichnen. Für mich ist es eine Annäherung an das Problem, dass ich im Nachhall noch etwas verbessern kann.annalognicht hat geschrieben: 30.03.2026, 21:17... das ist eine recht pragmatischer Umgang, den man am Ende wohl auch gehen muss.
Das mit den Messungen ist immer so eine Sache, nicht nur mit Acourate. Selbst wenn man das Richtige misst (was oft nicht so einfach ist), hängen die Ergebnisse auch von der Messmethodik ab. Ich habe zum Beispiel nur eine Ein-Punkt-Messung durchgeführt. Da gibt es noch andere Methoden wie z. B. Wedelmessungen.annalognicht hat geschrieben: 30.03.2026, 21:17Nun könnte man sagen, wir messen und es gibt ein Ergebnis - Punkt. Ja, das ist erstmal richtig, nur verrät die Messung nicht wo und wie wir ansetzen sollten um an den Messergebnissen sinnvoll im Raum Hand anzulegen.
Auch da bin ich ganz pragmatisch und mache es lieber einmal richtig, statt mehrmals falsch. Für wichtig halte ich zum Beispiel die exakte mittige Ausrichtung des Mikrofons, wie unten im Bild zu sehen ist. Und auch, dass das Mikro exakt auf Ohrhöhe ausgerichtet ist.

Was alles aber nicht verhindert hat, dass ich am Anfang nicht die richtige mittige Sitzposition gefunden hatte. Hier hat mir ICCC10 weitergeholfen.
Für wichtig halte ich auch die Einbindung der Mikrofon Kalibrierung, siehe Earthworks M50 Kalibrierdatei in Acourate bearbeiten. Das Earthworks M50 ist zwar schon sehr linear, aber ich habe trotzdem eine Korrektur eingebaut.

Trotzdem will ich nicht ausschließen, dass sich bei mir Fehler einschleichen, weshalb ich immer mehrfach messe.
In der Tat. Zumindest im Bass hätte ich größere Abweichungen erwartet.annalognicht hat geschrieben: 30.03.2026, 21:17Was mich wirklich verwundert ist, wie relativ gleichmäßig die Nachhallzeiten von beiden Kanälen in diesem Raum ist.
Vielen Dank. Ich bin auch gespannt, welche Verbesserungen es noch geben wird. Das mit dem Teppich ist vermutlich der richtige Weg, den Nachhall zu senken. Ich habe auch noch keine Messungen mit zugezogenen Vorhängen gemacht. In den Messungen dämpfen nur die dünnen Stores die schallharten Fensterflächen.annalognicht hat geschrieben: 30.03.2026, 21:17Ich bin sehr gespannt und bin hin und weg von deiner Sorgfalt.
Grüße Gabriel
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annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Guten morgen Gabriel,
lieben dank für die ausführliche Darstellung deines Messaufbau.
Ich entdecke viele Gemeinsamkeiten, zumal ich hier auch Acourate und das Earthworks M50 nutze. Das Micro sollte natürlich genauso kalibriert werden wie du es beschrieben hast. Die "Grüne" Null bei der Findung des Microphonplatz ist ebenfalls sehr hilfreich und wird hier auch genutzt.
Ich mache auch eine Punktmessung. Wedeln oder Feldmessungen sind Messmethoden die auch ihren Charme haben, aber man muss sich für eine Methode entscheiden.
Somit haben wir sehr ähnliche Messmethoden und Aufbauten.
Der Buckel in der Nachhallkurve bei ca. 100 - 400 Hz liegt voll im Sprachbereich. Das ist einerseits nicht so toll, anderseits ist es gut mit einfacheren Mitteln zu beheben. Ich teile deine Vermutung, dass die große Fensterfläche für den "Buckel" mit verantwortlich sein kann.
Ich bin gespannt ob ein Teppich das ausgleichen kann, oder doch die Vorhänge ein Gamechanger sein werden.
Grüße Uli
lieben dank für die ausführliche Darstellung deines Messaufbau.
Ich entdecke viele Gemeinsamkeiten, zumal ich hier auch Acourate und das Earthworks M50 nutze. Das Micro sollte natürlich genauso kalibriert werden wie du es beschrieben hast. Die "Grüne" Null bei der Findung des Microphonplatz ist ebenfalls sehr hilfreich und wird hier auch genutzt.
Ich mache auch eine Punktmessung. Wedeln oder Feldmessungen sind Messmethoden die auch ihren Charme haben, aber man muss sich für eine Methode entscheiden.
Somit haben wir sehr ähnliche Messmethoden und Aufbauten.
Der Buckel in der Nachhallkurve bei ca. 100 - 400 Hz liegt voll im Sprachbereich. Das ist einerseits nicht so toll, anderseits ist es gut mit einfacheren Mitteln zu beheben. Ich teile deine Vermutung, dass die große Fensterfläche für den "Buckel" mit verantwortlich sein kann.
Ich bin gespannt ob ein Teppich das ausgleichen kann, oder doch die Vorhänge ein Gamechanger sein werden.
Grüße Uli
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uli.brueggemann · „wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gabriel,
wenn Dich der "niedrige" ICCC-Wert in den ersten 10 ms stört dann schau Dir doch bitte die gezoomten Pulsantworten in den ersten 10 ms an. Du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit herausfinden dass da reflexive Unterschiede auftreten. Nun bewegt sich der Schall in den 10 ms ca. 3.4 m. Was dann schon deutlicher eingrenzt was dafür verantwortlich sein könnte. Das sind dann typisch Flächen um den LS bzw. um das Mikrofon (entsprechend Ohr) herum bzw. zwischen LS und Mikro (z.B. Fußboden, Seitenwand).
Mit weichen Decken an harten Reflexionspunkten lässt sich bei mehrmaliger Messung schnell prüfen, wo die Ursachen sind und wie man sie verringert.
Grüsse
Uli
wenn Dich der "niedrige" ICCC-Wert in den ersten 10 ms stört dann schau Dir doch bitte die gezoomten Pulsantworten in den ersten 10 ms an. Du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit herausfinden dass da reflexive Unterschiede auftreten. Nun bewegt sich der Schall in den 10 ms ca. 3.4 m. Was dann schon deutlicher eingrenzt was dafür verantwortlich sein könnte. Das sind dann typisch Flächen um den LS bzw. um das Mikrofon (entsprechend Ohr) herum bzw. zwischen LS und Mikro (z.B. Fußboden, Seitenwand).
Mit weichen Decken an harten Reflexionspunkten lässt sich bei mehrmaliger Messung schnell prüfen, wo die Ursachen sind und wie man sie verringert.
Grüsse
Uli
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Moin Uli,
Unten im Bild sind die grünen Impulsspitzen vom Essplatz (rechter Kanal) deutlich zu sehen.

Mit der Markierung am Anfang des Pulses (linke Maustaste) und der ersten grünen Spitze (rechte Maustaste) kann man dann rechts die Entfernung ablesen: 68cm. Schnell mit dem Zollstock vom Hochtöner angelegt und ja, bei ca. 70cm beginnt seitlich der erste Stuhl.

Bei 103,42cm ragt die Tischrundung etwas in den Schallweg hinein.

Bei 144,50cm gibt es mal Störungen von links (rot), welches der kleinere höhere Wohnzimmertisch ist. Gleich dahinter noch ein roter Pulse für den niedrigeren zweiten Wohnzimmertisch. Das macht sich aber deutlich weniger bemerkbar, obwohl beide im Schallweg sind.

Die restlichen grünen Spitzen betreffen ziemlich sicher den Esszimmertisch mit den drei Stühlen. Was die Analyse für mich jetzt gebracht hat ist die Erkenntnis, wie sehr der Essplatz die Kohärenz stört. Da entstehen mehr Reflexionen, als mir lieb ist. Da meiner Fau aber der Essplatz lieb ist wird schnell klar, wer da gewinnt.
Es ist halt so wie es ist.
Grüße Gabriel
Da sagst du was. Eigentlich wollte ich mir die Analyse sparen, weil:uli.brueggemann hat geschrieben: 31.03.2026, 10:35... wenn Dich der "niedrige" ICCC-Wert in den ersten 10 ms stört dann schau Dir doch bitte die gezoomten Pulsantworten in den ersten 10 ms an. Du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit herausfinden dass da reflexive Unterschiede auftreten.
Links stehen zwei runde kleine und niedrige Wohnzimmertischchen im Schallweg und rechts ein runder Esstisch mit drei Stühlen außerhalb des Schallwegs - dachte ich jedenfalls bisher.StreamFidelity hat geschrieben: 30.03.2026, 13:42 ... es stehen halt auch Tische im Weg und so ist es immer ein Kompromiss mit schöner Wohnen und besser Hören.
Unten im Bild sind die grünen Impulsspitzen vom Essplatz (rechter Kanal) deutlich zu sehen.

Mit der Markierung am Anfang des Pulses (linke Maustaste) und der ersten grünen Spitze (rechte Maustaste) kann man dann rechts die Entfernung ablesen: 68cm. Schnell mit dem Zollstock vom Hochtöner angelegt und ja, bei ca. 70cm beginnt seitlich der erste Stuhl.

Bei 103,42cm ragt die Tischrundung etwas in den Schallweg hinein.

Bei 144,50cm gibt es mal Störungen von links (rot), welches der kleinere höhere Wohnzimmertisch ist. Gleich dahinter noch ein roter Pulse für den niedrigeren zweiten Wohnzimmertisch. Das macht sich aber deutlich weniger bemerkbar, obwohl beide im Schallweg sind.

Die restlichen grünen Spitzen betreffen ziemlich sicher den Esszimmertisch mit den drei Stühlen. Was die Analyse für mich jetzt gebracht hat ist die Erkenntnis, wie sehr der Essplatz die Kohärenz stört. Da entstehen mehr Reflexionen, als mir lieb ist. Da meiner Fau aber der Essplatz lieb ist wird schnell klar, wer da gewinnt.
Grüße Gabriel
-
Newton · „wie Newton zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gabriel, toll dokumentiert. Wie immer! Danke!
Kurze Frage: Welche Werte hast du für das Excessphase Window eingegeben?
Beste Grüße
Andreas
Kurze Frage: Welche Werte hast du für das Excessphase Window eingegeben?
Beste Grüße
Andreas
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Moin zusammen,
nachdem mich Uli (Brüggemann) auf die tollen Möglichkeiten von Acourate zur Analyse der Pulsantworten erinnert hat, haben mich die Ergebnisse heute noch beschäftigt.
Boxenschieben
Den akustisch störenden Essplatz kann ich nicht verändern, aber ... die Boxen!
Genauer die rechte Box. Hatte ich bisher eine Basisbreite von 3m, habe ich diese jetzt auf 2,7m geändert, indem ich den rechten Lautsprecher um 30cm vom Essplatz weggerückt habe.
Pleiten, Pech und Pannen
Danach habe ich wieder mein Messequipment aufgebaut und begann mit dem Microphon Alignment. Nur dass das Mikro nichts aufnahm. Rund eine Stunde habe ich die Anschlüsse geprüft, den Treiber neu installiert, die Audio-Einstellungen unter Windows kontrolliert und zu guter Letzt stellte ich fest, wenn ich das Mikrofonkabel bewege, wird gelegentlich ein Signal empfangen. Also ein Wackelkontakt oder Kabelbruch im Kabel. Jedenfalls ist es mir gelungen das Kabel so hinzulegen, dass die Aufnahme funktionierte. Für die nächsten Messungen kaufe ich ein neues Kabel.
ICCC10
Zu meiner Freude hat sich der ICCC10 auf 78,4% erhöht. Da fehlt nicht mehr viel, um auf 80% zu kommen. Die Korrektur nimmt zwar etwas weg, aber andere Dinge sind mir wichtiger.

Moin Andreas,
vielen Dank für deine Rückmeldung.
Sprungantwort
Die jetzige Sprungantwort ist über den Zeitverlauf besonders kohärent und gefällt mir auch gehörmäßig.

Grüße Gabriel
nachdem mich Uli (Brüggemann) auf die tollen Möglichkeiten von Acourate zur Analyse der Pulsantworten erinnert hat, haben mich die Ergebnisse heute noch beschäftigt.
Boxenschieben
Den akustisch störenden Essplatz kann ich nicht verändern, aber ... die Boxen!
Pleiten, Pech und Pannen
Danach habe ich wieder mein Messequipment aufgebaut und begann mit dem Microphon Alignment. Nur dass das Mikro nichts aufnahm. Rund eine Stunde habe ich die Anschlüsse geprüft, den Treiber neu installiert, die Audio-Einstellungen unter Windows kontrolliert und zu guter Letzt stellte ich fest, wenn ich das Mikrofonkabel bewege, wird gelegentlich ein Signal empfangen. Also ein Wackelkontakt oder Kabelbruch im Kabel. Jedenfalls ist es mir gelungen das Kabel so hinzulegen, dass die Aufnahme funktionierte. Für die nächsten Messungen kaufe ich ein neues Kabel.
ICCC10
Zu meiner Freude hat sich der ICCC10 auf 78,4% erhöht. Da fehlt nicht mehr viel, um auf 80% zu kommen. Die Korrektur nimmt zwar etwas weg, aber andere Dinge sind mir wichtiger.

Moin Andreas,
vielen Dank für deine Rückmeldung.
An dieser Stelle kann ich deine Frage beantworten. Mit der bisherigen Korrektur hatte ich 3/4-Werte. In der aktuellen Korrektur verwende ich 7/8-Werte. Man kann das nicht pauschalisieren. Ich achte darauf das Preringing wegzubekommen und die Spungantwort kohärent zu gestalten. Das erfordert mehrere Iterationen.Newton hat geschrieben: 31.03.2026, 19:43Kurze Frage: Welche Werte hast du für das Excessphase Window eingegeben?
Sprungantwort
Die jetzige Sprungantwort ist über den Zeitverlauf besonders kohärent und gefällt mir auch gehörmäßig.

Grüße Gabriel
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uli.brueggemann · „wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“
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Hallo Gabriel,
die Pulsantwort zeigt eine erste Reflexion nach ca. 2 ms hinter dem Hauptpuls. Das entspricht einem Schallweg welcher ca. 68 cm länger ist als der direkte Schall vom LS zum Mikrofon. Hierzu nun ein Prinzipbild für bessere Verständnis:
Das Bild zeigt einen einfachen rechteckigen Raum (gelb) mit zwei LS und einem Mikro (z.B. am Hörplatz). Der linke LS ist zusätzlich einmal gespiegelt an der Seitenwand und an der Rückwand dargestellt. Es ergeben sich damit quasi Phantomschallquellen. Für den rückwärtigen Phantom-LS ergibt sich dann ein Reflexionspunkt an der Rückwand und zwar da wo der Phantomschall die Rückwand trifft. Damit findet man einfach Reflexionspunkte. In der Realität läuft der Schall (hier als Strahl gezeichnet) vom linken LS zum Mikro zum einen direkt und vom LS zur Rückwand zum Mikro, also mit Reflexion. Dies wird durch die gelbe Linie veranschaulicht. Entsprechendes gilt für die Reflexion an der Seitenwand.
Die gelbe Linie ist um einen Betrag x länger als der direkte Weg und im Zusammenspiel mit der Schallgeschwindigkeit ergibt sich somit das verzögerte Eintreffen der Reflexion.
Geometrisch gesehen stellen LS und Mikro die Brennpunkte einer Ellipse dar, der Reflexionspunkt liegt auf der Ellipse. Diese beschreibt nun alle möglichen Positionen bei denen eben der Weg vom Brennpunkt über die Ellipse zum anderen Brennpunkt eine gegebene Streckenlänge aufweist.
Nun kann man das auch praktisch umsetzen. Man nimmt eine Schnur und spannt diese vom LS zum Mikrofon. Dann verlängert man die Schnur um den ermittelten Schallumweg, befestigt die Enden an LS und Mikro und spannt mit der Schnur ein Dreieck. Gesucht wird nun das Dreieck welches dann mit einem vermuteten Reflexionspunkt zusammentrifft. D.h. andersherum, dass an einem Reflexionspunkt sich eben das Dreieck mit der gegebenen verlängerten Schnur aufspannen lässt.
Ich hoffe es ist verständlich genug beschrieben.
Ach ja, es gilt zusätzlich noch die Bedingung, dass dann am Reflexionspunkt Einfallswinkel = Ausfallswinkel ist.
Also: aus der Pulsantwort die Reflexionszeit und damit dann den Schallumweg ermitteln. Die Schnur um dieses Maß verlängern und damit den Reflexionspunkt bestimmen. Dort lassen sich dann gezielte Maßnahmen durchführen. Sinnvollerweise macht man das zuerst bei den Reflexionen, welche eine große Amplitude aufweisen. Idealerweise sollten Reflexionen kleiner als 0.1 * Hauptamplitude entsprechend < -20 dB sein.
Mit dieser Methode vermeidet man das große Rätselraten.
Viele Grüsse
Uli
PS: damit es nicht zu einfach wird
: die Ellipse ist der passende Ort in der ebenen Geometrie. Dreidimensional wird dann eher eine Art Football daraus. Das Dreieck lässt sich ja auch zu Fußboden und Decke oder auch dazwischen aufspannen.
die Pulsantwort zeigt eine erste Reflexion nach ca. 2 ms hinter dem Hauptpuls. Das entspricht einem Schallweg welcher ca. 68 cm länger ist als der direkte Schall vom LS zum Mikrofon. Hierzu nun ein Prinzipbild für bessere Verständnis:
Das Bild zeigt einen einfachen rechteckigen Raum (gelb) mit zwei LS und einem Mikro (z.B. am Hörplatz). Der linke LS ist zusätzlich einmal gespiegelt an der Seitenwand und an der Rückwand dargestellt. Es ergeben sich damit quasi Phantomschallquellen. Für den rückwärtigen Phantom-LS ergibt sich dann ein Reflexionspunkt an der Rückwand und zwar da wo der Phantomschall die Rückwand trifft. Damit findet man einfach Reflexionspunkte. In der Realität läuft der Schall (hier als Strahl gezeichnet) vom linken LS zum Mikro zum einen direkt und vom LS zur Rückwand zum Mikro, also mit Reflexion. Dies wird durch die gelbe Linie veranschaulicht. Entsprechendes gilt für die Reflexion an der Seitenwand.
Die gelbe Linie ist um einen Betrag x länger als der direkte Weg und im Zusammenspiel mit der Schallgeschwindigkeit ergibt sich somit das verzögerte Eintreffen der Reflexion.
Geometrisch gesehen stellen LS und Mikro die Brennpunkte einer Ellipse dar, der Reflexionspunkt liegt auf der Ellipse. Diese beschreibt nun alle möglichen Positionen bei denen eben der Weg vom Brennpunkt über die Ellipse zum anderen Brennpunkt eine gegebene Streckenlänge aufweist.
Nun kann man das auch praktisch umsetzen. Man nimmt eine Schnur und spannt diese vom LS zum Mikrofon. Dann verlängert man die Schnur um den ermittelten Schallumweg, befestigt die Enden an LS und Mikro und spannt mit der Schnur ein Dreieck. Gesucht wird nun das Dreieck welches dann mit einem vermuteten Reflexionspunkt zusammentrifft. D.h. andersherum, dass an einem Reflexionspunkt sich eben das Dreieck mit der gegebenen verlängerten Schnur aufspannen lässt.
Ich hoffe es ist verständlich genug beschrieben.
Ach ja, es gilt zusätzlich noch die Bedingung, dass dann am Reflexionspunkt Einfallswinkel = Ausfallswinkel ist.
Also: aus der Pulsantwort die Reflexionszeit und damit dann den Schallumweg ermitteln. Die Schnur um dieses Maß verlängern und damit den Reflexionspunkt bestimmen. Dort lassen sich dann gezielte Maßnahmen durchführen. Sinnvollerweise macht man das zuerst bei den Reflexionen, welche eine große Amplitude aufweisen. Idealerweise sollten Reflexionen kleiner als 0.1 * Hauptamplitude entsprechend < -20 dB sein.
Mit dieser Methode vermeidet man das große Rätselraten.
Viele Grüsse
Uli
PS: damit es nicht zu einfach wird
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StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Moin zusammen,
bevor ich mich wieder der Raumakustik zuwende (vielen Dank an Uli für die ausführliche Beschreibung zur Analyse der Pulsantwort), beschäftige ich mich mit meinem neuesten Hirngespinst: DSD2048.
Hier geht es nicht um das Quellmaterial, denn das gibt es im Format DSD2048 gar nicht. DSD als Quellmaterial stammt sowieso meist von PCM ab (Ausnahmen kommen zum Beispiel von nativedsd.com). Für mich hat es sich daher als gute Lösung herausgestellt, PCM nicht von einem Delta-Sigma-Chip, sondern mit dem Audio-PC upzusampeln.
Interessant ist, dass Linn mit seinem Organik DAC das Upsampling auf DSD2048 (48kHz x 2048) intern macht:
Nun bieten die wenigsten DACs einen digitalen Eingang von DSD2048 an, die beiden oben genannten DACs merkwürdigerweise auch nicht (max. bis DSD512). Das Höchste der Gefühle waren bisher DACs von zum Beispiel T+A (DAC200, SDV 3100 HV) mit DSD1024, übrigens empfiehlt T+A ausdrücklich das Upsampling extern mit einem Audio PC zu machen.
Aber der Fortschritt in der Digitaltechnik geht weiter. Ein wie üblich launisch geschriebener Testbericht von 6moons zum Gustard DAC-R26II animierte mich zum Spontankauf. Allerdings waren gleich zwei Geräte fällig: Neben dem Gustard DAC-R26II noch ein Gustard DDC-U26. Übrigens vom Preis weit unterhalb der oben genannten DACs von Linn und ifi angesiedelt.
Die Verarbeitung finde ich sehr gut. Unten im Bild zeigen die OLED Displays die Samplingrate von 90.3M an. Das steht für 90.316,8MHz (44,1kHz x 2048).

Der Sgnalweg ist einfach. Per USB geht es in den DDC und per I²S (Wireworld Silver Sphere 48 HDMI Kabel) wird das Signal an den DAC weitergegeben. Der DAC hat eine analoge Lautstärkeregelung und kann direkt an Endverstärker angeschlossen werden.

Leider lässt sich aktuell DSD2048 nicht mit dem HQPlayer OS (Embedded) realisieren. Hier muss ich den Umweg über Windows und HQPlayer Desktop gehen. Mal schauen, ob Jussi Laako eine Lösung findet. Im Moment höre ich mit DSD1024 und dem HQPlayer OS, weil ich Windows noch auf dem anderen Rechner einrichten muss. Und das gefällt mir schon sehr gut. Eine sehr gute Instrumententrennung gepaart mit einer außergewöhnlichen Klarheit.
Die nächsten Experimente setze ich dann mit Windows und DSD2048 fort. Außerdem wird dann der DDC an den Mutec REF 10 SE120 angeschlossen. Die im DDC-U26 eingebaute OCXO Clock ist nicht schlecht: 1Hz -100db (Typ), 10Hz -118 (Typ). Das entspricht einem RMS Phase Jitter von 230,8fs. Freilich hat der Mutec nur einen Jitter von 16,64fs.
Grüße Gabriel
bevor ich mich wieder der Raumakustik zuwende (vielen Dank an Uli für die ausführliche Beschreibung zur Analyse der Pulsantwort), beschäftige ich mich mit meinem neuesten Hirngespinst: DSD2048.
Hier geht es nicht um das Quellmaterial, denn das gibt es im Format DSD2048 gar nicht. DSD als Quellmaterial stammt sowieso meist von PCM ab (Ausnahmen kommen zum Beispiel von nativedsd.com). Für mich hat es sich daher als gute Lösung herausgestellt, PCM nicht von einem Delta-Sigma-Chip, sondern mit dem Audio-PC upzusampeln.
Interessant ist, dass Linn mit seinem Organik DAC das Upsampling auf DSD2048 (48kHz x 2048) intern macht:
Der ifi iDSD Phantom macht das übrigens auch. Die internen Lösungen haben halt den Nachteil, dass die Rechenleistung begrenzt ist und keine Auswahl des Modulators angeboten wird.StreamFidelity hat geschrieben: 07.08.2022, 11:49Da steht, dass im selbst programmierten FPGA das digitale Signal vor der eigentlichen Wandlung auf 98.304 MHz hochskaliert wird. Für die Wandlung werden 32 „sogenannte Flipflops“ (1-Bit Speicher) pro Kanal verwendet.
Nun bieten die wenigsten DACs einen digitalen Eingang von DSD2048 an, die beiden oben genannten DACs merkwürdigerweise auch nicht (max. bis DSD512). Das Höchste der Gefühle waren bisher DACs von zum Beispiel T+A (DAC200, SDV 3100 HV) mit DSD1024, übrigens empfiehlt T+A ausdrücklich das Upsampling extern mit einem Audio PC zu machen.
Aber der Fortschritt in der Digitaltechnik geht weiter. Ein wie üblich launisch geschriebener Testbericht von 6moons zum Gustard DAC-R26II animierte mich zum Spontankauf. Allerdings waren gleich zwei Geräte fällig: Neben dem Gustard DAC-R26II noch ein Gustard DDC-U26. Übrigens vom Preis weit unterhalb der oben genannten DACs von Linn und ifi angesiedelt.
Die Verarbeitung finde ich sehr gut. Unten im Bild zeigen die OLED Displays die Samplingrate von 90.3M an. Das steht für 90.316,8MHz (44,1kHz x 2048).

Der Sgnalweg ist einfach. Per USB geht es in den DDC und per I²S (Wireworld Silver Sphere 48 HDMI Kabel) wird das Signal an den DAC weitergegeben. Der DAC hat eine analoge Lautstärkeregelung und kann direkt an Endverstärker angeschlossen werden.

Leider lässt sich aktuell DSD2048 nicht mit dem HQPlayer OS (Embedded) realisieren. Hier muss ich den Umweg über Windows und HQPlayer Desktop gehen. Mal schauen, ob Jussi Laako eine Lösung findet. Im Moment höre ich mit DSD1024 und dem HQPlayer OS, weil ich Windows noch auf dem anderen Rechner einrichten muss. Und das gefällt mir schon sehr gut. Eine sehr gute Instrumententrennung gepaart mit einer außergewöhnlichen Klarheit.
Die nächsten Experimente setze ich dann mit Windows und DSD2048 fort. Außerdem wird dann der DDC an den Mutec REF 10 SE120 angeschlossen. Die im DDC-U26 eingebaute OCXO Clock ist nicht schlecht: 1Hz -100db (Typ), 10Hz -118 (Typ). Das entspricht einem RMS Phase Jitter von 230,8fs. Freilich hat der Mutec nur einen Jitter von 16,64fs.
Grüße Gabriel
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atmos · „wie atmos zum aktiven Hören kam“
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- „wie atmos zum aktiven Hören kam“
Hi, Gabriel,
ich bin von DSD auch begeistert.
Aber nur als Quelle: SACD + PURE AUDIO
Ob eine echte DSD-Produktion besser klingt als eine PCM nach DSD gewandelte Datei?
Ich habe eine Direktschnitt DSD auf Blu-ray.
Der technische Aufwand ist groß.
Blu-ray-Player
Bit-Stream-Ausleseverfahren
HDMI
AVR Direkt mit DSD-DAC
Ansonsten wird sofort nach PCM gewandelt.
Gruß
Günther
ich bin von DSD auch begeistert.
Aber nur als Quelle: SACD + PURE AUDIO
Ob eine echte DSD-Produktion besser klingt als eine PCM nach DSD gewandelte Datei?
Ich habe eine Direktschnitt DSD auf Blu-ray.
Der technische Aufwand ist groß.
Blu-ray-Player
Bit-Stream-Ausleseverfahren
HDMI
AVR Direkt mit DSD-DAC
Ansonsten wird sofort nach PCM gewandelt.
Gruß
Günther
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StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Moin Günther,
vielen Dank für deine Rückmeldung.
Der Entwickler vom HQPlayer ordnet die DSD-Raten wie folgt ein:
DSD64 -> DSD128 ist ein großer Schritt
DSD128 -> DSD256 ist immer noch ein großer Schritt
DSD256 -> DSD512 ist ein mittlerer bis kleiner Schritt
DSD512 -> DSD1024 ist ein kleiner Schritt

Quelle: LINKWITZ Minimal Microphoning Medal Contest 2026

Quelle: https://www.akm.com/eu/en/products/audi ... ak4493seq/
In keinem Fall wird irgendetwas in PCM umgewandelt, sondern es kommt immer der Bitstream (DSD) heraus.
Grüße Gabriel
vielen Dank für deine Rückmeldung.
SACD ist DSD64, also die geringstmögliche DSD-Rate.atmos hat geschrieben: 08.04.2026, 18:15ich bin von DSD auch begeistert.
Aber nur als Quelle: SACD + PURE AUDIO
Der Entwickler vom HQPlayer ordnet die DSD-Raten wie folgt ein:
DSD64 -> DSD128 ist ein großer Schritt
DSD128 -> DSD256 ist immer noch ein großer Schritt
DSD256 -> DSD512 ist ein mittlerer bis kleiner Schritt
DSD512 -> DSD1024 ist ein kleiner Schritt
So groß ist der Aufwand gar nicht, wenn man das richtige Tool verwendet: HQPlayer Pro - hier kann DSD256 sogar direkt gemastert werden.atmos hat geschrieben: 08.04.2026, 18:15Ob eine echte DSD-Produktion besser klingt als eine PCM nach DSD gewandelte Datei?
Ich habe eine Direktschnitt DSD auf Blu-ray.
Der technische Aufwand ist groß.

Quelle: LINKWITZ Minimal Microphoning Medal Contest 2026
Hast du noch deinen AVR Marantz SR 7009? Meines Wissens arbeiten die Marantz AVRs mit AKM-Chips. Sehen wir uns als Beispiel das Blockschaltbild vom AK4493SEQ Chip an. In Rot markiert geht PCM (vereinfacht) seinen Weg vom internen DSP (DATT / Soft Mute) über den Interpolator zum Delta-Sigma-Modulator, der wieder den Bitstream erzeugt. Wenn DSD (blau markiert) im bypass betrieben wird, dann wird DSD unberührt vom DSP am Interpolator und Modulator vorbei durchgeschleust.atmos hat geschrieben: 08.04.2026, 18:15AVR Direkt mit DSD-DAC
Ansonsten wird sofort nach PCM gewandelt.

Quelle: https://www.akm.com/eu/en/products/audi ... ak4493seq/
In keinem Fall wird irgendetwas in PCM umgewandelt, sondern es kommt immer der Bitstream (DSD) heraus.
Grüße Gabriel