Gert (AGM 3.3, 5.4, 7.4, 9.4, Backes & Müller BM 6, 20, Abacus C-Box 3, 4)

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Fxxxxxx · „wie Fxxxxxx zum aktiven Hören kam“
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„wie Fxxxxxx zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Fxxxxxx »

dirk-rs hat geschrieben: 26.01.2026, 19:32 ich nutze den ROON Core auch auf einem NUC samt Roon Rock als OS. Bei mir zeigt Roon in der App auch schon an, dass die Musik läuft, aber es vergehen weitere 3 Sekunden bis sie aus den Lautsprechern ertönt. Ich nutze keinen HQ Player oder ähnliches.
Das wundert mich. Das war bei Linn und jetzt bei meinem Eversolo anders. Ich starte in der Roon App und es geht sofort los.
@Gert vielleicht wäre der Eversolo T8 ein interessantes Gerät für Verbesserungen
Mit freundlichen Grüßen Frank
StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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„wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“

Beitrag von StreamFidelity »

Moin zusammen,

wenn die Musik 1-3 Sekunden später spielt, ist es meiner Erfahrung nach ein Indiz für eine hochwertige digitale Audiowiedergabe. Denn neben dem hochwertigen und rechenintensiven Upsampling durch den HQPlayer, welches ein bisschen Zeit kostet, wird der Datenstrom in den Arbeitsspeicher verschoben und von dort übertragen. Nicht umsonst hat Gert geschrieben, dass er sich das Improven mit dem HQPlayer sparen kann.

Im HQPlayer kann man übrigens auch Short-Buffer einstellen, dann geht es etwas schneller.

Grüße Gabriel
alcedo · „wie alcedo zum aktiven Hören kam“
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„wie alcedo zum aktiven Hören kam“

Beitrag von alcedo »

Hallo zusammen,

womöglich liegt die Verzögerung an den EInstellungen innerhalb von ROON.
Man kann in ROON zu jedem Abspielgerät unter "Geräte-Einrichtung"

1. die Resync Verzögerung (auf bis zu 10.000ms) verändern. Das soll der HW ermöglichen, sich vor dem Start der Musik bei eventuellem Formatwechsel zu synchronisieren.

2. im dortigen Untermenü "Erweiterte Optionen" kann man
a. die maximale Puffergröße aktivieren und zudem noch
b. Power-of-2 Puffergrößen (was immer das ist ;-)) anschalten.

Viele Grüße
Jörg
uli.brueggemann · „wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“
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„wie uli.brueggemann zum aktiven Hören kam“

Beitrag von uli.brueggemann »

alcedo hat geschrieben: 28.01.2026, 10:55 b. Power-of-2 Puffergrößen (was immer das ist ;-)) anschalten.
Power-of-2 = Potenzfunktion 2 hoch x
Das ergibt dann Puffergrößen z.B. 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024, 2048 oder 4096 usw.
Ein Grund, weshalb gerne solche Puffergrößen verwendet werden ist die optimale Geschwindigkeit, mit der dann Fast Fourier Transformationen durchgeführt werden (für Frequenzgangberechnung oder Faltung). Bei anderen Größen ist das weniger effizient bzgl. der Geschwindigkeit und der Rechenlast.

Weiterhin sind häufig Asiopuffer ebenfalls entsprechend gestaltet. Dann lassen sich die Musikpakete ebenfalls einfacher aufteilen.

Grüsse
Uli
Fortepianus · „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Jörg, hallo Uli,

danke für die Hinweise zu den einstellbaren Verzögerungen in Roon und die Bedeutung von Power-of-2. Die sind bei mir sowohl für den G-Lumin als auch für den HQPlayer auf 0 eingestellt - die Verzögerung, die ich bei HQPe bemerke, erfolgt also im HQPlayer.

Hallo Dirk,
dirk-rs hat geschrieben: 26.01.2026, 19:32 ich nutze den ROON Core auch auf einem NUC samt Roon Rock als OS. Bei mir zeigt Roon in der App auch schon an, dass die Musik läuft, aber es vergehen weitere 3 Sekunden bis sie aus den Lautsprechern ertönt. Ich nutze keinen HQ Player oder ähnliches.
der Hinweis von Jörg könnte des Rätsels Lösung sein.

Viele Grüße
Gert
dirk-rs · „wie dirk-rs zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von dirk-rs »

Hi zusammen,

da das hier Gert sein Vorstellungsthread ist möchte ich nur noch eine letzte Info geben…Resync Verzögerung steht bei mir auf 0 und unter erweiterte Optionen sehe ich max. Sample Rate, Gruppenverzögerung, Master Clock Priorität, MQA Core oder Mehrkanalabmischung aber keine Einstellung zu :

a. die maximale Puffergröße aktivieren und zudem noch
b. Power-of-2 Puffergrößen (was immer das ist ;-)) anschalten


Viele Grüsse

Dirk
Fortepianus · „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
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„wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Fortepianus »

Liebe HQ-Fans,
Fallguy hat geschrieben: 27.01.2026, 19:03 @Gert vielleicht wäre der Eversolo T8 ein interessantes Gerät für Verbesserungen
da gibt's also den von Frank im Zitat genannten Eversolo T8, der gerade so gehypt wird. Was mich dann überrascht hat: Er soll seit einigen Softwareversionen auch das NAA-Protokoll vom HQPlayer verstehen, und zwar soll das bis PCM768 und DSD512 gehen. Also, ich habe mir mal so ein Gerät bestellt, das kostet kaum mehr als die Hälfte eines Lumin U2mini. Ausgepackt, die Verpackung hat fast Apple-Appeal und das Gerät ist grundsolide aufgebaut. Angeschlossen und Einstellungen passend gemacht. Links oben steht das Schmuckstück:

52 Eversolo T8.JPG

Da geht's dann schon los, der T8 will eine LAN-Leitung mit 1Gbit/s. Schließe ich meine liebevoll mehrfach neugetaktete 100Mbit-Strecke an, behauptet er, es hätte keine LAN-Leitung und zieht natürlich dann auch keine IP. OK, er hat auch einen SFP-Schacht, da mal eines meiner Startech-Module reingesteckt und eine LWL-Faser, dann akzeptiert er das klaglos. WLAN ginge auch, aber WLAN und Bluetooth hatte ich aus klanglichen Gründen vorsichtshalber schon mal ausgeschaltet.

Dann in die Einstellungen des HQPlayer embedded gegangen auf dem iPad und siehe da, er findet den Eversolo T8 als Network Audio backend unter Device, ausgewählt und erwartungsfroh meine Standard-Testliste reingeladen. Musik gestartet und - nichts. Gar nichts. Spielt nicht.

Sicher bin ich zu blöd, die richtigen Einstellungen zu machen, dachte ich, gut, nochmal alles durchgegangen, USB-Ausgang auf maximal 384k und DSD512, auch sonst passt eigentlich alles. Kein Ton. Gar keiner.

Mal im HQPe rumgespielt, vielleicht läuft ja wenigstens PCM. Ah jetzt kommt Ton, 384kHz wird angezeigt und der DAC spielt im PCM-Modus. Das war aber eigentlich nicht, wofür ich das Ding wollte, also wieder auf DSD. Immer noch nichts. Mal die Samplingrate nicht auf auto, sondern von Hand eingestellt, merkwürdig, obwohl mein DAC alles nimmt bis DSD512 (22,5792MHz) und auch DSD512x48 (24,576MHz), wird jetzt nur noch bis max. 11,2896MHz (DSD256) angeboten, obwohl ein File aus der 48er-Familie spielt. Kann also keine DSD256x48. Ok, aber normales DSD512 ohne Basis 48 läuft auch nicht, nur eben DSD256, obwohl spezifiziert bis DSD512. Und DSD256 ist nicht die letzte klangliche Offenbarung, das habe ich schon ein paarmal getestet. Aber es kommt noch schlimmer: Ich höre ein bisschen rein in die Testliste, und es dauert nicht lange, dann kommen Aussetzer bei DSD256. Immer wieder. Das ist unbrauchbar für DSD vom HQPlayer. In PCM vom HQPlayer dagegen läuft's.

Dann ist mir da noch was aufgefallen. Und zwar das Marketing-Gelaber von der Femtoclock. Schauen wir mal, welche Clocks das sind: Accusilicon AS318-B. Aus dem Datenblatt die Werte fürs Phasenrauschen ins Tool zur Jitterberechnung eingegeben:

54 Accusilicon AS318-B 100Hz-1MHz.jpg

Daraus rechnet das Tool dann also einen Jitter von 24fs aus, das ist gut und 24fs liegen im Bereich von Femtosekunden. Was mich da dran jetzt ärgert? Der Jitter im Frequenzbereich 100Hz-1MHz interessiert für Audioanwendungen nicht. Oft wird sogar der Jitter von 12kHz-20MHz angegeben, das ist vielleicht für die Satelliten-Technik interessant, aber für Audio überhaupt nicht. Da schlägt vor allem der Jitter von 1Hz-10Hz zu, den man auch Wander nennt. So jetzt rechnen wir das nicht von 100Hz aufwärts, sondern von 1Hz an:

53 Accusilicon AS318-B 1Hz-1MHz.jpg

Da kommt jetzt etwas über eine Picosekunde raus, 1,04ps, was 1040fs sind. Also unter einer Femtoclock verstehe ich was anderes. Schauen wir mal die Clocks in meinem DAC an, dann kommt da 95fs von 1Hz-1MHz raus und 21fs von 100Hz-1MHz. Unten mehr als Faktor 10 besser, das ist jetzt mit 95fs tatsächlich eher im Femtosekundenbereich als im Picosekundenbereich angesiedelt.

So was mach' ich jetzt mit dem Eversolo T8. Ich habe in meinem ganzen Leben, das ja nun schon ein paar Jährchen alt ist, noch nie irgendwas wieder zurückgeschickt, was ich online gekauft habe. Das widerstrebt mir einfach. Dass die Damen vor mir in der Schlange an den Postschaltern eine nach der anderen mit jeder Menge Klamottenretouren den Betrieb aufhalten, hat mich zum Nutzer von Packstation gemacht. Dennoch finde ich das einfach verwerflich, einmal Gekauftes einfach wieder zurückzuschicken, was soll denn der Händler damit? Gekauft ist für mich gekauft und fertig. Aber wenn ich den T8 nicht dazu bringe, stotterfrei DSD512 abzuspielen, ist er nutzlos für mich. Mal sehen.

Viele Grüße
Gert
Fortepianus · „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
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„wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Fortepianus »

Nachtrag: Interessant, es stottert nur genau ein File, den ich habe und mit dem ich das vorhin alles zum Test probiert hatte, der hat 48kHz 24Bit. Die anderen laufen, und da läuft jetzt auch mit den richtigen Einstellungen DSD512, aber nur DSD512, nicht DSD512x48. Aber immerhin, jetzt konnte ich endlich mal einen vernünftigen Hörvergleich anstellen. Ich habe Polarity vom Hoff Ensemble in 352,8K/24, was sich DXD nennt, zum Test mit beiden Varianten abgespielt:

1. Roon nativ RAAT -> HQPlayer DSD512 NAA -> NanoPi Neo3 USB -> G-Phoenix USB Reclocker -> G-DAC DSD
2. Roon nativ RAAT -> HQPlayer DSD512 NAA -> Eversolo T8 USB -> G-Phoenix USB Reclocker -> G-DAC DSD

Verkabelung gleich bis auf LAN, da kriegt der NanoPi feine Ware über Refine GH etc., während der Eversolo mit LWL leben muss - er nimmt keine 100Mbit.

Klang: Massiv schlechter mit dem Eversolo, geradezu grobschlächtig im Vergleich, kantiger, weniger Raum.

Liegt's am LAN? Mal über WLAN probiert, dazu wieder aktiviert in den Einstellungen. Nach einigem Gewürge wieder zum Spielen gekriegt, aber nur PCM. DSD geht irgendwie nicht über WLAN oder ich bin zu blöd dazu.

Ich teste noch ein bisschen.

Viele Grüße
Gert
schoko-sylt · „wie schoko-sylt zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von schoko-sylt »

Fortepianus hat geschrieben: 13.02.2026, 17:51 ......

So was mach' ich jetzt mit dem Eversolo T8. Ich habe in meinem ganzen Leben, das ja nun schon ein paar Jährchen alt ist, noch nie irgendwas wieder zurückgeschickt, was ich online gekauft habe. Das widerstrebt mir einfach. Dass die Damen vor mir in der Schlange an den Postschaltern eine nach der anderen mit jeder Menge Klamottenretouren den Betrieb aufhalten, hat mich zum Nutzer von Packstation gemacht. Dennoch finde ich das einfach verwerflich, einmal Gekauftes einfach wieder zurückzuschicken, was soll denn der Händler damit? Gekauft ist für mich gekauft und fertig. Aber wenn ich den T8 nicht dazu bringe, stotterfrei DSD512 abzuspielen, ist er nutzlos für mich. Mal sehen.

Viele Grüße
Gert

Lieber Gert,

wir sind noch von der älteren Generation, die ein schlechtes Gefühl beim Zurücksenden einmal gekaufter Ware hat. Nun ist es aber so, dass die Ware leider nicht die Produktversprechungen einhält oder sich geschickt drumherumwindet. Da gäbe es für mich keinerlei Überlegungen und Hemmungen, ein derartiges Produkt wieder zurückzuschicken, zumal das sicher alles in den Verkaufspreis eingepreist ist.

Liebe Grüße

Holger
StreamFidelity · „wie StreamFidelity zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von StreamFidelity »

Moin Gert,

ein interessanter Vergleich.
Fortepianus hat geschrieben: 13.02.2026, 20:22 Die anderen laufen, und da läuft jetzt auch mit den richtigen Einstellungen DSD512, aber nur DSD512, nicht DSD512x48.
Das liegt meist an der Firmware des USB Controllers. Es gibt Fälle, wo zum Beispiel DSD...x48 akzeptiert wird und es trotzdem falsch ist. Beim SMSL DO100 mit DSD 256×48 wurde zum Beispiel festgestellt, dass die tatsächliche Frequenz des Testtons am Ausgang bei Verwendung von 48k-basierten Raten nicht 1 kHz beträgt. Stattdessen waren es bei 1 kHz * 44,1 / 48 = 0,918 kHz. :mrgreen:

Lt. Jussi Laako ein typischer Implementierungsfehler der XMOS USB Audio Class Engine, Quelle siehe hier.

Grüße Gabriel
Fortepianus · „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Fortepianus »

Lieber Holger,
schoko-sylt hat geschrieben: 13.02.2026, 20:33 wir sind noch von der älteren Generation, die ein schlechtes Gefühl beim Zurücksenden einmal gekaufter Ware hat. Nun ist es aber so, dass die Ware leider nicht die Produktversprechungen einhält oder sich geschickt drumherumwindet. Da gäbe es für mich keinerlei Überlegungen und Hemmungen, ein derartiges Produkt wieder zurückzuschicken, zumal das sicher alles in den Verkaufspreis eingepreist ist.
eine Chance möchte ich dem Ding doch noch geben.

Dem Gestotter bei dem 48/24-File will ich später noch auf den Grund gehen, vielleicht finde ich da ja noch ein Lösung. Gerade kommt da von Gabriel eine interessante Anmerkung rein:
StreamFidelity hat geschrieben: 13.02.2026, 22:39 Das liegt meist an der Firmware des USB Controllers. Es gibt Fälle, wo zum Beispiel DSD...x48 akzeptiert wird und es trotzdem falsch ist. Beim SMSL DO100 mit DSD 256×48 wurde zum Beispiel festgestellt, dass die tatsächliche Frequenz des Testtons am Ausgang bei Verwendung von 48k-basierten Raten nicht 1 kHz beträgt. Stattdessen waren es bei 1 kHz * 44,1 / 48 = 0,918 kHz. :mrgreen:

Lt. Jussi Laako ein typischer Implementierungsfehler der XMOS USB Audio Class Engine, Quelle siehe hier.
Dem werde ich noch genauer nachgehen. Aber beim Amanero hat das bisher prima geklappt mit DSD512x48, wenn ich das vom NanoPi anliefere.

Vorher wollte ich aber eine andere Sache untersuchen:
Fortepianus hat geschrieben: 13.02.2026, 20:22 Verkabelung gleich bis auf LAN, da kriegt der NanoPi feine Ware über Refine GH etc., während der Eversolo mit LWL leben muss - er nimmt keine 100Mbit.
Klang: Massiv schlechter mit dem Eversolo, geradezu grobschlächtig im Vergleich, kantiger, weniger Raum.
Liegt's am LAN?
Also mal auf ein LAN-Kabel mit 1GBit/s gewechselt. Das klingt für einen Vergleich einfacher, als es ist. Bei der 100M-Strecke kommt vor dem NanoPi vom letzten Switch zuerst ein Refine GH ( eine der ersten Versionen) zum Einsatz, dann ein Paradin-Trennglied und dann ein Refine GH (letzte Generation). Alle drei auf 100Mbit/s optimiert. Das beste 1G-Kabel, das ich in meinem Fundus entdeckt habe, ist ein Silber-Kabel von Stephan (solidcore), das sehr gut ist, aber qualitativ nicht an die genannte Dreifachkombi rankommt. Wäre auch merkwürdig, wenn man mal die aufgerufenen Preise zusammenrechnet - da ist das Kabel von Stephan ein echtes Schnäppchen im Vergleich.

Also das SFP-Modul wieder rausgemacht und das Stephan-Kabel mit 1G angesteckt. Natürlich findet jetzt der HQPlayer den Eversolo erstmal nicht mehr, kenn' ich schon, Eversolo neu booten, HQP neu booten, schon ist er wieder da. Zitat Uli (Hamburger Horntreffen) - AEG: Aus Ein Geht.

So, also mal durch diverse Teststücke gezappt. Das klingt jetzt viel besser. Die Erfahrung hatte ich beim Linn Klimax DSM Organik auch schon gemacht. SFP (also mit Lichtwellenleiter) direkt an den Kisten klingt einfach bescheiden im Vergleich zu einem guten LAN. Das scheint sich preisunabhängig durchzuziehen bei den Streamern, der Linn liegt bei >40k€.

Aber kommt das jetzt an die schlichte Lösung NanoPi Neo3 mit magerem Betriebssystem Dietpi ran? Nein. Keine Chance. Vor allem beim Klavier höre ich den Unterschied ganz deutlich:

43 Wanderer Cho.jpg

Mit dem T8 klingt das weniger körperhaft, härter und hat nicht diesen analogen Touch. Beim NanoPi mag man vielleicht denken, es klänge weicher, aber es ist in keiner Weise weniger präzise, nicht weichgespült, sondern klar und sauber, fern jeder Lästigkeit, und die schleicht sich auf Dauer ein beim T8.

Nun, dann machen wir doch mal den Gegentest. Jetzt kriegt der NanoPi das 1G-Kabel, das vorher im T8 war. Ich brauche erfahrenen Testern wahrscheinlich nicht zu erzählen, dass das immer ein Rumgemache ist, bis der HQPlayer dann den anderen Player endlich wieder als Abspielpartner nimmt. AEG.

So und jetzt klingt's über den NanoPi auch deutlich härter. Immer noch klar besser als mit dem T8, aber der Unterschied schmilzt. Leider kann ich den T8 aber nicht dazu bringen, sich über 100M mit dem Netzwerk zu verbinden, sehr schade.

Noch ein Test: Ich sage dem HQPlayer, er soll die vorliegende 96/24-Datei nicht als DSD512x48, sondern als DSD512 abspielen. Wieder ein kleines bisschen schlechter als mit DSD512x48, aber eher im subtilen Bereich angesiedelt. Damit spielt jetzt aber der NanoPi mit exakt gleichen Voraussetzungen wie der T8 und ist immer noch besser.

Allerdings muss ich zur Ehrenrettung des Eversolo T8 dazusagen, dass ich ihn jetzt nur als reinen NAA-Knecht verwende, also als Renderer für den HQPlayer embedded, was der abgespeckte NanoPi Neo3 ganz offensichtlich besser kann. Da laufen eben nur 10 Prozesse oder so, das Ding wurde von mir auf minimale Taktfrequenz runtergedrosselt und es langweilt sich immer noch beim Abspielen, wenn ich mir das mit htop anschaue. Der Eversolo hat da eine erheblich aufgeblasenere Umgebung am Start. Ein Mordsdisplay und er ist eine wirklich eierlegende Wollmichsau, das Ding hat unglaublich viele Funktionen und Möglichkeiten. Wie der T8 ohne HQP spielt, vermag ich nicht zu sagen, aber auf den Test habe ich jetzt keine große Lust, weil ich gerne die Sachen so teste, wie der größte klangliche Erfolg möglich scheint, und das ist bei mir eben mit dem HQPlayer. Wenn man den Aufwand nicht so weit treiben will, mit leistungsfähigen Rechnern samt ihren Linearnetzteilen für Roon, HQPlayer, NanoPi plus nachgeschaltetem Phoenix USB-Reclocker etc., dann ist es gut möglich, dass das Gerät sehr gut performt. Aber auf den Olymp kommt man damit vermutlich nicht - das wäre bei dem Preis natürlich der Hammer, aber auch verwunderlich. Die Werbevideos versprechen das selbstverständlich und der Foren-Hype auch. Vielleicht findet sich ja noch eine der Zweitanlagen in meinem Haus, wo ich ihn einsetzen kann. Im Hörraum wird er aber auf Dauer vermutlich nicht bleiben. Ich teste aber weiter, vielleicht finden sich noch interessante Aspekte an dem Gerät.

Viele Grüße
Gert
Fortepianus · „wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“
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„wie Fortepianus zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Fortepianus »

Hallo liebe Eversolo-Fans,
Fortepianus hat geschrieben: 13.02.2026, 23:33 eine Chance möchte ich dem Ding doch noch geben.
dazu habe ich jetzt einen anderen Vergleichstest gemacht, nämlich ohne HQPlayer. Also folgenden Vergleich:

A Roon RAAT nativ oder DSD -> Lumin G-U2mini USB -> Phoenix USB-Reclocker -> G-DAC V2 (R2R oder DSD)
B Roon RAAT nativ oder DSD -> Eversolo T8 USB -> Phoenix USB-Reclocker -> G-DAC V2 (R2R oder DSD)

Erstmal unter A mit dem Lumin Testfiles nativ abgespielt. Ja, klingt schlechter als mit dem HQPlayer, kenn' ich schon, bisschen verwaschener, unsauberer und weniger griffig. Wenn man die Variante mit dem HQP nicht kennt, sehr gut, aber wie immer, das Bessere ist der Feind des Guten.

Dann dito mit dem Eversolo, also B nativ ohne Upsampling. Schau an, das kann der auch, und zwar fast so gut. Dazu muss ich aber ein ganz klein wenig ausholen:

Bei Betrieb mit USB hängt die Qualität maßgeblich von den Clocks im DAC ab, denn die takten ihn, und die Daten werden asynchron dazu vom Renderer (Lumin bzw. Eversolo) angefordert. Die Qualität der Clocks in denen ist zweitrangig, zumal danach noch der frisierte G-Phoenix als Reclocker fungiert. Die üblichen Audioclocks (22,5792 bzw. 24,576 MHz oder Vielfache) sind dagegen komplett arbeitslos. Anders sähe es aus, wenn man die beiden Kandidaten die Angelegenheit selbst takten ließe, also z. B. per BNC-Kabel zum DAC rausginge.

Upsampling mit Roon habe ich schon öfter probiert, da klang eigentlich nativ rausgeben und nichts machen (außer den FIR-Filtern) bislang immer am besten. Ist auch jetzt bei beiden Probanden wieder so, außer bei einer Einstellung: DSD. Roon ist damit natürlich ordentlich beschäftigt und es gibt nicht diese unglaublich Vielzahl an Filter-Modulator-Kombinationen wie im HQPlayer. Es gibt vier Modulatoren:

1. 5. Ordnung
2. 7. Ordnung
3. 5. Grades (CLANS)
4. 7. Grades (CLANS)

CLANS steht für Closed Loop Analysis of Noise Shapers, egal, jedenfalls klingt für mich der 7. Grades (CLANS) am besten. Dazu kann man noch vier verschiedene Filter wählen:

a) Präzise, lineare Phase
b) Präzise, minimale Phase
c) Ausgeglichen, lineare Phase
d) Ausgeglichen, minimale Phase

Die Kombi 4a ist bei mir am besten. Jetzt kommt aber das Problem: Beim Lumin kann ich in Roon nur DSD64 oder DSD128 auswählen, und das klingt beides deutlich schlechter als nativ. Beim Betrieb mit dem Eversolo kann man dagegen DSD64 bis DSD512 wählen, und tatsächlich geht DSD512 schon in die Richtung, die ich vom HQPlayer bei DSD512 kenne. Ok, nur in die Richtung, es ist noch lange nicht diese selbstverständliche, natürliche Performance, die der HQP abliefert, aber tatsächlich schon besser als nativ.

Nun noch den einen kritischen File in 48/24 probiert, bei dem das über NAA so ein Gestotter gab gestern. Direkt von Roon mit DSD512 beliefert läuft das problemlos.

Wer also den Eversolo T8 direkt mit Roon betreiben möchte, ist gut mit ihm bedient, denke ich. Auch sehr nett, es werden die Cover von Roon an den Eversolo geliefert und das erscheint in seinem großen Display:

57 T8 Display.jpg

Die Front ist spiegelglatt, wie man sieht.

Für den direkten Betrieb mit Roon also gut, für NAA vom HQPlayer dagegen bisher eher ungeeignet. Wer weiß, vielleicht kommt da ja mal ein Software-Update. Apropos, gerade geschaut, heute kam eins, das heißt v1.5.62, gab's gestern noch nicht im Angebot. Das Gestotter beim 48/24 wav-File ist immer noch da, eben probiert. Und da kam mir die Idee, schau doch mal, ob sie was am Netzwerk geändert haben. Haben sie! Jetzt läuft das plötzlich auch mit dem 100M-Kabel, sieh an. Also nochmal den Test A vs. B oben gemacht. Tauscht man jetzt die LAN-Leitungen aus, also wenn der Eversolo die Strecke aus zweimal Refine GH und Paradin kriegt und der Lumin nur einmal Refine GH, dann tauschen sie die Plätze in der Performance. Das heißt, auf die Qualität der LAN-Strecke achten beim T8, der ist da ähnlich empfindlich wie Linn oder Lumin. Der NanoPi Neo3 dagegen zeigt viel weniger Unterschiede bei unterschiedlichen LAN-Anbindungen.

Als reiner Roon-ready Endpoint ist das Gerät also tauglich, zumindest, wenn man eine sehr gute USB-Strecke dahinter hat. Jetzt steht noch der Test aus, wie er sich von Roon beliefert an den S/PDIF-Ausgängen benimmt, da kommen die Clocks ins Spiel.

Viele Grüße
Gert
Gragoil · „wie Gragoil zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Gragoil »

Gragoil hat geschrieben: 22.01.2026, 16:02 Arbeitshypothese:

Roon --> hqplayer embedded (Backend: upnp 192khz) --> mit, oder ohne Convoproxy (über LMS ?) --> Linn ADSM (upnp/openhome)

Gruß Dirk
Nur der Vollständigkeit halber.
Die Arbeitshypothese war dann verworfen da der HQ kein UPNP Output kann und somit kommt man nicht an den Linn.

Gruß Dirk
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