Harald (AGM 5.4; FM 202; BM 8, BM 6; Abacus A-Box 10, C-Box 2)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
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nihil.sine.causa · „wie nihil.sine.causa zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von nihil.sine.causa »

Hallo Sascha,
Hifidistel hat geschrieben: 12.09.2025, 14:54 Und ein großes Orchester oder sogar ein Blasorchester mit 6 SchlagwerkerInnen ist mbMn eh‘ kaum einzufangen - ich hab mich mal am Jugendblasorchester der Mannheimer Musikschule versucht und mehr als ein akustisches Polaroid ist nicht herausgekommen - aber immerhin…
Ich habe mich viele Jahre lang mit der Theorie der Mikrofonaufstellung beschäftigt. Meine „Lehrer“ waren dabei vor allem Eberhard Sengpiel, Peter Ruhrberg und Nikolaus Matthes. Bei der hier präferierten Aufstellung verwendet man Hauptmikrofone. Das sind Stereo-Systeme, sehr sorgfältig aufgestellt, die den Hauptanteil der Aufnahme liefern.

Ich habe einige Aufnahmen von einem Schul-Sinfonieorchester gemacht, wie auch von einer Big Band. Dabei habe ich sehr gerne Decca Tree verwendet aus drei Druckempfängern unterstützt durch eine Acht beim Center-Mikrofon.

Die Sitte, ein Orchester komplett durchzumikrofonieren dagegen, führt zu sehr quellnahen Mikrofonen, besonders Lavalier. Das hat den Vorteil, dass man das Übersprechen zwischen den Mikrofonen minimieren kann, auch wenn man keine akustischen Trennwände stellen kann. Andererseits führt das zu sehr trockenen Aufnahmen und nutzt lediglich Pegeldifferenzstereofonie. Was dazu führt, dass die resultierenden Bühnendarstellung kaum Tiefe bekommt.

Wie auch immer - ein weites Feld. Und probieren kann man natürlich alles. Schließlich gibt es keine „Audio-Polizei“.
Hallo Thomas
Thomas K. hat geschrieben: 12.09.2025, 16:49 Das letzte was bei mir zu Hause lief, bevor wir uns auf die Reise ins Burgund begaben, war die Aufnahme mit Jannik Schroeder die mir außerordentlich gut gefällt.

Zuvor hatte ich das Video angeschaut, und kann mir jetzt erheblich besser als vorher vorstellen, mit welche Sorgfalt,
Du das Ganze geplant und ausgeführt hast.
Oh was für ein Zufall, dass du vor der Abfahrt die Orgelaufnahme aus 2024 gehört hast. Das freut mich sehr, dass sie dir gefällt.
Vielleicht treffen wir uns ja auf der ABACon am letzten Oktoberwochenende?
Hallo Georg,
Schorsch hat geschrieben: 12.09.2025, 19:13 Es waren magische Momente, mit Frank während der Aufnahmen in der Kirche zu sitzen und dem fantastischen Organisten Jannik Schröder zu lauschen.
Oh ja das kann magisch sein, wenn die Musik im Raum entsteht und dann für ewig verklingt, besonders, wenn ein Musiker wie Jannik Schroeder sein Instrument so gefühlvoll beherrscht.

Danke, dass du die Bilder fotografiert und hier auch welche gepostet hast. Nur schade, dass du selbst nicht abgebildet bist. Nächstes Mal machen wir das besser.

Und danke für deine Unterstützung vor Ort! Ich habe mich sehr gefreut, dass du und Frank mit dabei waren. Das macht ein solches Event unvergesslich.
Hallo Oliver,
vierzigo hat geschrieben: 12.09.2025, 23:20 habe mir gerade das Video angesehen und kann mich nur vor Erfurcht verbeugen. Unglaublich mit was für einer Liebe du dich in dieses Abenteuer begeben hast.
Danke für deine lieben Worte. Ich bin mal gespannt, wohin dieses Abenteuer noch führen wird.
Hallo Frank,
frankl hat geschrieben: 13.09.2025, 00:01 Da ich bei einem guten Teil der Aufnahmen vor Ort war - manchmal im Regieraum und manchmal im Kirchenraum - kann ich bei den Aufnahmen gut mit dem Originalerlebnis vergleichen. Und die Aufnahmen gefallen mir bei mir zu Hause wirklich gut (ich durfte schon Testhören). Zuhause habe ich natürlich nicht die Möglichkeit, das direkt vom Tonband anzuhören.
Die Referenz zu einem solchen Originalerlebnis finde ich besonders wertvoll. Wie oft fragen wir uns bei dem A/B Vergleich von Varianten in unserer Abhöre, was besser ist. Wie schön, wenn man vergleichen kann. Ist A näher am Originalerlebnis oder B?

Und danke für deinen tollen Support vor Ort! Dazu habe ich oben bei der Antwort an Georg schon etwas geschrieben.
Hallo René
Hironimus_23 hat geschrieben: 13.09.2025, 14:23 Ich freue mich auch schon, wenn deine Aufnahme „De mi voz al aire“ vom Duo Olideon über Qobuz oder deine Webseite erwerbbar sein wird.
Danke für deine netten Worte! Die Publikation der Aufnahmen sowohl der Orgelaufnahme wie auch der Aufname vom Olideon ist noch in der Mache. Sobald etwas verfügbar ist, lasse ich euch das wissen.

Viele Grüße
Harald
Hans-Martin · „wie Hans-Martin zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Hans-Martin »

Hut ab, Harald,
ich habe einiges aus dem Youtube-Video mitgenommen, Aha-Erlebnis, z.B. erst die Raumabbildungsinformation mit Richtmikrofonen, dann die Hauptmikrofone mit Kugelcharakteristik, dafür die umfassenden FG und Klangfarben.
Ich habe eine Battle von 2 BigBands benachbarter Universitäten aufgenommen, da fiel mir auf, dass die Bewegung der Blechbläser mit ihren Instrumenten mal mehr, mal weniger die Mikrofone trifft. Da hatte man mit Grenzflächenmikrofonen an der Rückwand zwar einen geringeren (negativen) Effekt als mit naher Mikrofonplatzierung mittig in der 7.Reihe, aber bei genauer Betrachtung (Behörung) ist die Klangfarbenveränderung aus der Bewegung ja eigentlich ein Merkmal, welches man bei dem Live-Ereignis wahrnehmen könnte, wenn man nicht vom visuellen Eindruck gefangen wäre.
Bei der Wiedergabe erscheinen die Schwenks eher befremdlich, Live dabei aber selbstverständlich.
Da ich funktionsbedingt kaum ein regionales Feuerwehrfest auslasse, wo im Festzelt auch immer eine Blaskapelle spielt, ist der Unterschied zwischen einer statisch fixierten Kapelle und einer dynamischen Show-orientierten Bigband auffällig. Die müsste sich für die Aufnahme mal verkneifen, die Instrumente von den Mikrofonen wegzudrehen.
Grüße
Hans-Martin
annalognicht · „wie annalognicht zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von annalognicht »

Hallo Harald,
nihil.sine.causa hat geschrieben: 12.09.2025, 13:15 Das nächste Orgelkonzert, das ich mitschneiden möchte, ist am Sonntag, den 09.11.2025, 18:00 Uhr in der Auferstehungskirche Oberkassel. Wieder spielt der Organist und Kantor Jannik Schroeder. Auf dem Programm steht das Orgel-Gesamtwerk von Johannes Brahms. Ich bin schon sehr gespannt.

Der Eintritt ist für jedermann möglich und frei. Am Ausgang stehen Körbchen bereit, so dass man etwas spenden kann, wenn man Freude am Konzert hatte. Hier ein Link zum Jahresprogramm:
Viele Grüße
Harald
Ich danke dir sehr herzlich für die Einblicke in deine Aufnahmetechnik, die sehr lesenswerten Berichte und weiteren Ausführungen.
Der Termin in Düsseldorf ist notiert.

Gruß Uli
nihil.sine.causa · „wie nihil.sine.causa zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von nihil.sine.causa »

Liebe Forumsfreunde,

nun bin ich wieder ein Schrittchen weiter und konnte das erste Album veröffentlichen. Ein etwas mühsamer Prozess und ich muss immer eine Weile warten, bis es wieder weitergeht. Ich halte euch hier - wie versprochen - auf dem Laufenden.

Gestartet habe ich mit diesem Album

Cover Analog Tape Version.jpg

Verfügbar ist es jetzt bei Qobuz, Tidal, Spotify, iTunes sowie ggf. auch bei anderen Streaming-Diensten. Die Links findet ihr auf meiner Webseite, die ich entsprechend aktualisiere. Dort könnt ihr euch auch das Booklet herunterladen.

https://www.tonkunst-und-wissenschaft.d ... ideon.html

Leider ist das Album bei Qobuz in HighRes zum Download unangenehm teuer. Das ist für ein Album von 10 Minuten Laufzeit in Summe überhaupt nicht in meinem Sinn. Ich bleibe an dem Thema dran und informiere euch, wenn ich andere Download-Möglichkeiten finde.

Viele Grüße
Harald
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Beitrag von nihil.sine.causa »

Hallo zusammen,

ich komme nochmals zurück auf das Thema Download bei Qobuz:
nihil.sine.causa hat geschrieben: 20.09.2025, 16:31 Leider ist das Album bei Qobuz in HighRes zum Download unangenehm teuer. Das ist für ein Album von 10 Minuten Laufzeit in Summe überhaupt nicht in meinem Sinn. Ich bleibe an dem Thema dran und informiere euch, wenn ich andere Download-Möglichkeiten finde.
Jetzt habe ich gesehen, dass man bei Qobuz die Titel einzeln kaufen kann. Selbst wenn man aller vier kauft, ist das in Summe deutlich günstiger, als wenn man das Album zum Download erwirbt. Sorry für die Verwirrung.

Viele Grüße
Harald
alcedo · „wie alcedo zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von alcedo »

Hallo Harald,
nihil.sine.causa hat geschrieben: 20.09.2025, 17:54 Jetzt habe ich gesehen, dass man bei Qobuz die Titel einzeln kaufen kann. Selbst wenn man aller vier kauft, ist das in Summe deutlich günstiger, als wenn man das Album zum Download erwirbt. Sorry für die Verwirrung.
ein interessantes Features, Tracks einzeln billiger runterzuladen ;-)

In Qobuz kann mich mir die Tracks übrigens anhören - nicht dagegen in der integrierten Qobuz-App von Roon.
Musst du da noch etwas freischalten oder macht das evt. Qobuz zu einem späteren Zeitpunkt?

Beste Grüße
Jörg
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Beitrag von nihil.sine.causa »

Hallo Jörg,
alcedo hat geschrieben: 20.09.2025, 19:00 In Qobuz kann mich mir die Tracks übrigens anhören - nicht dagegen in der integrierten Qobuz-App von Roon.
Musst du da noch etwas freischalten oder macht das evt. Qobuz zu einem späteren Zeitpunkt?
Danke, dass du das versucht hast, über Roon zuzugreifen. Ich habe leider ähnliche Schwierigkeiten. Ich gehe momentan davon aus, dass noch nicht alles durchrepliziert ist. Der Verteil-Dienstleister TuneCore hat auch noch kein grünes Licht gegeben, alles sei verteilt. Ich bleibe dran.

Viele Grüße
Harald
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Beitrag von nihil.sine.causa »

Hallo Jörg,

mittlerweile funktioniert der Zugriff via Roon auf das Qobuz-Album. Gemacht hab ich aber nix, nur gewartet und den Roon-Client neu gestartet. Wie schon vermutet, dauert es wohl einfach ein bisschen, bis alles durchrepliziert ist.

Per PN hast du mir den Hinweis gegeben, dass man das Konzertprogramm vom 09.11.2025 nicht so leicht findet auf der Homepage der Auferstehungskirche Düsseldorf (Arnulfstraße 33).

https://evangelisch-in-oberkassel.de/ki ... esprogramm

Das ist in der Tat etwas umständlich, denn man muss sich durch das Jahresprogramm durchklicken. Ich habe hier aber mal einen Screenshot gemacht.

Programmnotiz.jpg

Vielleicht sehn wir uns ja dort, würde mich sehr freuen!

Viele Grüße
Harald
alcedo · „wie alcedo zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von alcedo »

Guten Abend, Harald

Danke für die Infos zum Konzert. Ich hoffe, ich kann dann dabei sein ;-)

Eine neugierige Frage hätte ich:
wie klingen denn für dich im Vergleich deine Aufnahmen bei den Online-Diensten? Du bist ja in der glücklichen Situation, das "Original" zu kennen ...

Beste Grüße
Jörg
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Beitrag von nihil.sine.causa »

Hallo zusammen,

nun hat es eine Weile gedauert, bis ich wieder schreibe. Zum einen war die Publikation der Alben ziemlich langwierig. Zum anderen hatte ich einen Kurzurlaub im schönen Frankreich und hab‘ doch tatsächlich auch mal etwas anderes gemacht, als mich um Musikaufnahmen zu kümmern.

Seit heute Spätnachmittag sind aber alle vier Alben auf den wichtigsten Streamingplattformen verfügbar. Im folgenden beschreibe ich die verschiedenen Versionen kurz und bringe entsprechende Links.

Jannik Schroeder, Orgelkonzert
3 x 3 - Mendelssohn, Bach, Vierne

Jannik Schroeder, Kantor und Organist der Auferstehungskirche Düsseldorf Oberkassel, spielt drei Werke mit der Ordnungsnummer drei aus unterschiedlichen Jahrhunderten, 3 x 3 also, und liefert damit ein buntes Spektrum an herrlicher Musik.

Bei dieser Produktion haben wir alle wichtigen Mikrofone doppelt ausgelegt und mit einem analogen Aufnahmesystem sowie getrennt davon mit einem digitalen Aufnahmesystem verbunden. Dies ermöglicht einen Systemvergleich Analog vs. Digital.
Hier findet ihr eine Auswahl zu den betreffenden Links sowohl zur Analog- als auch zur Digitalaufnahme.

3 x 3 Infos und Links

Im folgenden beschreibe ich die Aufnahmen aber ganz kurz, bringe das Cover und die Links zum Booklet sowie zu Qobuz.

Tonbandbasierte Aufnahme

Die acht Mikrofonkanäle wurden analog gemischt. Das resultierende Stereo-Signal wurde mit einer klanglich optimierten Telefunken M15A Bandmaschine auf ¼ Zoll Tonband (SM468) mit 38,1 cm/s Bandgeschwindigkeit aufgezeichnet. Das Master Original Tonband wurde im Anschluss hochwertig digitalisiert mit einer Sampling-Rate von 192 kHz.

Cover Analog Tape Version.jpg

Booklet
Album bei Qobuz

Digitalaufnahme

Die Mikrofonsignale wurden mit einem 16-Kanal Mikrofonvorverstäker und Analog-Digital-Wandler von Acousence verstärkt und mit einer Samplingrate von 192 kHz digitalisiert. Die resultierenden digitalen Signale wurden via Lichtwellenleiter zu einem Audio PC übertragen. Später im Studio wurde die Digitalmischung mit Harrison Mixbus erzeugt. Die Art dieser digitalen Mischung ist dabei recht ähnlich zur Analogmischung der tonbandbasierten Aufnahme. Somit ist ein Systemvergleich Analog vs. Digital hier sehr gut möglich.

Cover Digital Version.jpg

Booklet
Album bei Qobuz

De mi voz al aire - Olideon

Olideon ist ein Duo aus jungen Künstlern. Der Sopranistin Charlotte Komar und dem Gitarristen und Komponisten Jhostin Misael Guzmán Martínez.

Olideon Infos und Links

Die Aufnahmeverfahren waren ganz ähnlich wie bei den Orgelaufnahmen. Ich beschreibe daher nur die Unterschiede.

Tonbandbasierte Aufnahme

Die Aufnahme basiert auf einem AB Hauptmikrofonsystem (Josephson C617SET), welches den Haupt-Pegelanteil liefert. Zur Unterstützung haben wir mit deutlich geringerem Pegel Mono-Stützen (Neumann KM184 für den Sopran und Josephson C42 für die Gitarre) verwendet sowie Raummikrofone (Neumann KM183).

Cover Analog Tape Version.jpg

Booklet
Album bei Qobuz

Digitalaufnahme

An der Digitalmischung habe ich lange gearbeitet. Da alle Mikrofone doppelt ausgelegt waren, hatte ich alle Haupt- und Stützmikrofonsignale auch digital zur Verfügung. Leider ist die digitale Vergleichsmischung, die auf gleiche Weise gemischt wurde, wie die Analogmischung unerträglich schlecht, sehr ungenau und schwammig. Ich führe euch das auf dem Forumstreffen gerne vor, aber für eine Publikation eignet sich diese Vergleichsaufnahme leider nicht.

Daher habe ich für die Digitalmischung ein trockeneres „Knüppel-Stereofonie“-Verfahren gewählt. Das Hauptsignal stammt aus den Monostützen und das feine AB wird zum Raummikrofonsystem „degradiert“. Die so erzeugte Digitalaufnahme lässt sich gut hören, liefert aber eine komplett andere Klangsignatur als die tonbandbasierte Aufnahme.

Cover Digital Version.jpg

Booklet
Album bei Qobuz

Viel Spaß beim Anhören!

Viele Grüße
Harald
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Hallo Jörg,
alcedo hat geschrieben: 22.09.2025, 20:12 Eine neugierige Frage hätte ich:
wie klingen denn für dich im Vergleich deine Aufnahmen bei den Online-Diensten? Du bist ja in der glücklichen Situation, das "Original" zu kennen ...
Nachdem ich jetzt endlich alles verteilt bekommen habe, gehe ich diesen Vergleich gerne an.

Für einen Systemvergleich gehört das für mich auch mit dazu. Schließlich wollen wir wissen, wie gut oder schlecht das Material ist, das uns zur Verfügung steht.

Viele Grüße
Harald
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Hallo Harald,
hkampen hat geschrieben: 23.09.2025, 17:52 uih! 15,69 € ist eine Menge für eine EP. Wie wäre es mit Bandcamp?
Wenn man die Titel bei diesem Album einzeln herunterlädt bei Qobuz ist der Preis – wie gesagt – ja wieder erträglich. Mir ging es bei der Publikation vor allem um Qobuz, weil das Streaming von dieser Plattform eine besondere Qualität besitzt und weil halt auch viele meiner Freunde und Bekannten Qobuz nutzen. Bei der Verteilung habe ich zwar auch viele andere Streaming-Dienste nutzen können, Bandcamp ist aber leider nicht mit dabei. Aber danke für den Tipp. Ich behalte das im Auge, wenn ich wieder etwas publiziere.

Viele Grüße
Harald
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Hallo Hans-Martin
Hans-Martin hat geschrieben: 13.09.2025, 23:39 ich habe einiges aus dem Youtube-Video mitgenommen, Aha-Erlebnis, z.B. erst die Raumabbildungsinformation mit Richtmikrofonen, dann die Hauptmikrofone mit Kugelcharakteristik, dafür die umfassenden FG und Klangfarben.
Dass die Stützmikrofone ihr Signal zeitlich zuerst liefern, bevor es die Hauptmikrofone tun, ist eine klassische Technik. Sie nutzt den Haas- oder Präzedenzeffekt. Die erste Wellenfront, die an unser Gehör kommt, bestimmt die Lokalisation der Hörereignisse. Danach kann der Schall aus einer anderen Richtung kommen, etwa wenn es zu Reflexionen an den Wänden kommt. Unser Gehör bleibt so lange bei der einmal festgestellten Hörereignisrichtung, bis das zeitliche Gap ein gewisses Maß (ca. 50ms) überschreitet. Dann hören wir in diesem Beispiel das Echo als separates Schallereignis.

Ich stelle mir das immer so vor, als wären wir in einer Höhle und ein gefährliches Knacken dringt an unser Ohr. Danach kann es in der Höhle zu beliebigen Reflexionen an den Wänden kommen, ohne, dass uns das irritiert, denn wir wissen, woher das „erste“ Knacken kam und können fliehen.

Bezogen auf unseren Fall: Die Stützmikrofone liefern zeitlich als erste und bestimmen so die Lokalisation der Phantomschallquellen im Stereobild. Danach kommen andere Signale z.B. von den Hauptmikrofonen. Natürlich müssen die Stützmikrofone auch tonal stimmig sein, aber der Gesamt-Schalleindruck, insbesondere der Bass, kann zeitlich später hinzugemischt werden. Wie immer bei solchen Sachen, kann man sich streiten, ob das so richtig ist, aber für mich ist es stimmig und es hat sich sehr bewährt.
Hans-Martin hat geschrieben: 13.09.2025, 23:39 Ich habe eine Battle von 2 BigBands benachbarter Universitäten aufgenommen, da fiel mir auf, dass die Bewegung der Blechbläser mit ihren Instrumenten mal mehr, mal weniger die Mikrofone trifft. Da hatte man mit Grenzflächenmikrofonen an der Rückwand zwar einen geringeren (negativen) Effekt als mit naher Mikrofonplatzierung mittig in der 7.Reihe, aber bei genauer Betrachtung (Behörung) ist die Klangfarbenveränderung aus der Bewegung ja eigentlich ein Merkmal, welches man bei dem Live-Ereignis wahrnehmen könnte, wenn man nicht vom visuellen Eindruck gefangen wäre.

Bei der Wiedergabe erscheinen die Schwenks eher befremdlich, Live dabei aber selbstverständlich.
Hier geraten wir mit einer einfachen Stereo-Abbildung an die Grenze, zumal uns der visuelle Eindruck fehlt. Rein akustisch kann so etwas aber auch ohne Bildinformation ziemlich perfekt funktionieren, wenn man etwa Wellenfeldsynthese verwendet. Ich durfte hierzu einmal einige Hörbeispiele in den T-Labs in Berlin erleben. Beeindruckend, was da geht.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was wir mit unseren zwei ollen Ohren so alles hören können.

Viele Grüße
Harald
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