Aktiver Vinyl-Genuss - für die Unverbesserlichen ...

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen
Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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„wie Melomane zum aktiven Hören kam“

Beitrag von Melomane »

Hallo,

heute morgen noch ein wenig Wagner: Nach dem Ring in den letzten Tagen ein relatives Frühwerk - Der Fliegende Holländer nämlich in der alten Einspielung mit Konwitschny und der Staatskapelle Berlin, Schech, S. Wagner, Fischer-Dieskau, Schock und Wunderlich. Und zwar in einem Eterna-Querschnitt:

https://www.discogs.com/de/release/2432 ... tz-Wunderl

Und der präsentierte sich vorzüglich - kraftvoll, dynamisch mit satten Klangfarben. Den EMI-Querschnitt:

https://www.discogs.com/de/release/9346 ... uerschnitt

habe ich "nervöser", mit nicht so intensiv eingetauchtem Pinsel gemalt in Erinnerung. Liegt wohl in erster Linie daran, dass mehr Musik auf der LP ist als bei der DDR-Konkurrenz. Die hat die geringere Titelanzahl den Platz der LP-Seite ausnutzend geschnitten. Und ich denke, dass man das hört. Interessenten, die die EMI-Ausgabe haben, könnten also bei passender Gelegenheit auch bei der Eterna zugreifen.

Viele Grüße

Jochen
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Beitrag von Melomane »

Hallo, Horst-Dieter,

sehr schön. :cheers:

Dann jetzt weiter mit Donizettis Don Pasquale. Eigentlich in Töne gesetzte Commedia dell'arte. Aber bei der Aufnahme mit Heinz Wallberg:

https://www.discogs.com/de/release/9491 ... Rundfunks-

beschleicht mich der Verdacht, dass alle Beteiligen besser vor der Aufnahme ein paar Gläschen Prosecco zu sich genommen haben sollten, inkl. dem Hörenden. ;) Aber für den wäre es noch zu früh am Tage. Jedenfalls vermisse ich bei der Aufnahme die Commedia, wirkt alles irgendwie spaßgebremst. Da muss ich mich bei Gelegenheit wohl nach der Aufnahme mit Molinari-Pradelli von 1956 umschauen. Die soll alles das bieten, was man erwarten möchte.

Viele Grüße

Jochen
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

eigentlich wollte ich nur kurz wieder reinhören. In diese Ausgabe de Wohltemperierten Klavier mit S. Richter:

https://www.discogs.com/de/release/9406 ... WV-846-893

Aber ich bin hängengeblieben und höre gerade die 6., die letzte LP. Grandios, das Spiel und die Interpretation für meine Ohren. Die kümmern sich gerade gar nicht um die Anlage, sondern hören nur die Musik. ;)

Viele Grüße

Jochen
Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

heute habe ich mich durch die 5 LPs dieser Ausgabe gehört:

https://www.discogs.com/de/release/3419 ... Recordings

Diese Mercury-Aufnahmen in Moskau 1962 sind immer noch hörenswert! Und bei der Gelegenheit habe ich gelesen, dass der in der Ausgabe mehrfach vertretene Byron Janis erst im letzten Jahr hochbetagt verstorben ist.

Viele Grüße

Jochen
Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Melomane »

Hallo

Vorhin schon lief das Album Irish Roots von und mit Daniel Hope und vielen anderen.

https://www.discogs.com/de/release/3141 ... lway-Jeann

Ich habe erfreut festgestellt, dass der mitwirkende Flötist James Galway noch lebt. Den habe ich schon vor Jahrzehnten auf Platte gehört, ich glaube mit den Vier Jahreszeiten von Vivaldi auf der Flöte. Und es wirken viele andere mit, u.a. auch Lúnasa (die Wikipedia weiß mehr). Je nach Anlage der Titel sehr abwechslungsreich besetzt.

Gekauft habe ich das in der Sogwirkung von dem neulich schon verhandelten Kommissar Dupin, der sich auf der Insel Ouessant an der Küste der Bretagne betätigte. Nachdem in dem Zusammenhang schon Yann Tiersen und Charles Tournemire in den Fokus gerieten, nun also Daniel Hope und Irland. Was nun verbindet die mit der Bretagne? Im Roman zumindest wird angesprochen, dass die Bewohner der Insel freundliche Beziehungen zu Irland unterhalten. Und das, weil die gemeinsame Vergangenheit als Teilhaber des keltischen - ich möchte sagen - Universums sie verbindet. Auch - so der Roman - im Hinblick auf die keltische Mystik. ;) Nun, die spielt bei Hope wohl keine Rolle, wohl aber meine ich zu hören, dass es ihm daran gelegen ist, ein schönes Bild von Irland abzubilden, woher seine Familie stammt. Kritiker mögen einwenden, dann doch lieber einen Pub und nicht dieses Hochglanzfoto. Da möchte ich einwenden: Ich war mal zu Besuch in einer Stadt und der Gastgeber nahm sich einige Stunden Zeit, sie vorzustellen. Auf die Frage, warum es das mache, meinte er nur: Ich möchte doch die schönen Seiten zeigen und nicht, dass ihr die weniger schönen findet und euer Bild von meiner Stadt daran festmacht.

Und man unterschätze die Kelten nicht.;) Und man Werfe einen Blick in die Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Kelten

Viele Grüße

Jochen
alcedo · „wie alcedo zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von alcedo »

Hallo,

heute habe ich mir wieder einen Stapel LPs abgeholt - ein Konvolut von über 100 Klassik-Alben 👍
Darunter befand sich u.a. ein Irrläufer in Form einer 3-LP-Box mit Bert Kaempfert. Das ist der Mann, der als credo für sich ausgerufen hat: „Ich möchte Musik machen, die nicht stört.“

Bild

Automatisch dachte ich (mal wieder) "oh je, das ist Musik, die deine Mutter immer gehört hat" 😇
Dennoch, erst mal gesäubert und dann verhört.
Wow - das machte richtig Spaß, wie kann das sein? Werd ich alt? ;-)
Egal - und alle 3 Platten durchgehört.
Der Mann hatte es drauf!

Viele Grüße
Jörg
Melomane · „wie Melomane zum aktiven Hören kam“
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

ich höre mich gerade mit großem Vergnügen und auch erstaunt durch diese neulich schon von Jörg erwähnte Einspielung der Symphonien von Beethoven mit Kubelik aus den 1970er Jahren:

https://www.discogs.com/de/release/7568 ... Symphonien

Warum nun erstaunt? Nun, die hundsgewöhnlichen DGG-LPs klingen dermaßen kraftvoll, farbig und dynamisch, wie ich sie bislang nicht kannte. Was also ist des Rätseln Lösung? Die neue Stromversorgung durch die Struckleiste (viewtopic.php?p=247273#p247273) offenbar. Hätte ich nicht gedacht, wie sehr sich die positiv bemerkbar macht.

Leider ist die vor Jahren schon gebraucht erworbene LP-Box nicht im Bestzustand. Einer der Vorbesitzer hat wohl versucht, eine LP mit Waschbenzin o.ä. zu säubern und sie damit höchst effektvoll unbrauchbar gemacht. Und einige LPs möchten gebügelt werden. ;)

Aber klanglich sind die meisten Platten nach Wäsche in meinen Ohren hervorragend. Spannend auch - darauf weist schon das Beiheft hin -, dass Kublik hier für jede Symphonie ein anderes namhaftes Orchester dirigieren konnte.

Viele Grüße

Jochen
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