Backes & Müller BM 12 erste Generation - finaler Abgleich?
-
tegeje · „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 31
- Registriert: 20.09.2015
- „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
Moin liebe Aktive !
nach langer Zeit konnte ich mich endlich einem Pärchen BM12 der ersten Generation Bj. ca. 1980, erworben im Jahre 2021, gebraucht und nicht mehr funktionsfähig, widmen. Ich habe die guten Stücke jetzt mechanisch (Sicken der Mitteltöner) und elektrisch wieder lauffähig.
Meine Aktionen habe ich auf meiner Homepage dokumentiert (https://www.high-end-nachhaltig.de/2025 ... eller-bm12 .
Der finale Abgleich (Einstellung der Frequenzweiche und der GK Regler je Kanal) steht jetzt bevor, aber ich habe da kein klares Bild. Kann mir jemenad dafür eine Anleitung je Zweig (Tiefton, Mittelton, Hochton und Superhochton) zur Verfügung stellen ?
Besten Dank aus Hamburg,
Thomas
nach langer Zeit konnte ich mich endlich einem Pärchen BM12 der ersten Generation Bj. ca. 1980, erworben im Jahre 2021, gebraucht und nicht mehr funktionsfähig, widmen. Ich habe die guten Stücke jetzt mechanisch (Sicken der Mitteltöner) und elektrisch wieder lauffähig.
Meine Aktionen habe ich auf meiner Homepage dokumentiert (https://www.high-end-nachhaltig.de/2025 ... eller-bm12 .
Der finale Abgleich (Einstellung der Frequenzweiche und der GK Regler je Kanal) steht jetzt bevor, aber ich habe da kein klares Bild. Kann mir jemenad dafür eine Anleitung je Zweig (Tiefton, Mittelton, Hochton und Superhochton) zur Verfügung stellen ?
Besten Dank aus Hamburg,
Thomas
-
wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 5969
- Registriert: 25.01.2008
- Wohnort: Schweitenkirchen
- „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
Hallo Thomas,
Für die ganz alte BM-12 habe ich leider keine Abgleichanleitung, bei mir geht's erst ab VFET Version richtig los. Ich habe eine gewisse Idee wie man ohne Abgleichanleitung vorgehen könnte, aber das wäre vielleicht zu riskant, die Chassis sind ja wertvoll...
Ich habe übrigens auch Dein eMail bekommen, kann aber wegen eMail Provider "Absturz" zur Zeit keine Mails versenden, nur empfangen...
Können wir die ELSI Geschichte verschieben bis mein eMail Versand wieder funktioniert?
Sorry und schöne Grüße,
Winfried
Für die ganz alte BM-12 habe ich leider keine Abgleichanleitung, bei mir geht's erst ab VFET Version richtig los. Ich habe eine gewisse Idee wie man ohne Abgleichanleitung vorgehen könnte, aber das wäre vielleicht zu riskant, die Chassis sind ja wertvoll...
Ich habe übrigens auch Dein eMail bekommen, kann aber wegen eMail Provider "Absturz" zur Zeit keine Mails versenden, nur empfangen...
Können wir die ELSI Geschichte verschieben bis mein eMail Versand wieder funktioniert?
Sorry und schöne Grüße,
Winfried
-
tegeje · „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 31
- Registriert: 20.09.2015
- „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
Moin,
Kann mir jemand sagen, wie beim SHT der Anschluß am Verstärker erfolgen muss ?
Wo liegt auf dem SHT Plate der Plus bzw. Minus Anschluß ?
Und wird der SHT (wie alle anderen Chassis auch) "verkehrt" herum angeschlossen, d.h. Plus Pol der LS liegen auf Masse und der Minus Pol wird am Verstärkerausgang angeschlossen ?
Nachdem jetzt elektronisch alles wieder funktioniert habe ich mit dem Abgleich der 4 Wege begonnen. Für TT, MT, HT gelingt das auch soweit. Nur die Superhochtöner verhalten sich nicht so, wie die Abgleichanleitung es vorgibt.
Dort heißt es:
" SHT: Beginn der Einstellung ähnlich wie beim HT (BM6). .... Den Frequenzverlauf so einstellen, das ein Anstieg von 10 KHz (2Vss) bis auf 18 KHz (4Vss) erzielt wird. (Poti 2 bei 22 KHz auf Maximum einstellen) - fres liegt bei ca. 50 KHz (max. 5 Vss) "
Das deckt sich aber absolut nicht mit meinen Messungen: Der Frequenzgang/Spannung bleibt von 5 KHz bis 10 KHz recht linear (eingestellt sind 6Vss bei 5 KHz) und nimmt ab 10 KHz dann relativ steil ab, so dass von einem Anstieg der Spannung hin zu 18 KHz gar keine Rede sein kann. Dazu kommt, dass der "Regelweg" sehr kurz ist und die SHT Regelung schon vor der Hälfte des Potis mit Schwingneigung reagiert.
Ich habe jetzt nach Kontrolle der Anschlußbelegung den Verdacht, dass am SHT der Plus/Minuspol miteinander vertauscht sind. Leider kann ich an der Anschlußplatte des SHT aber keine Markierung für den + bzw - Pol finden.
Ich habe mir bisher hergeleitet, dass der +Ausgang des Verstärkers am -Pol des SHT (wie auch bei allen anderen Chassis) angeschlossen sein müsste.

Hier das Bild mit den Anschlüssen des SHT
Weiß kommt vom Verstärker, Braun liegt auf Masse/GND.
Kann mir jemand sagen, wie beim SHT der Anschluß am Verstärker erfolgen muss ?
Wo liegt auf dem SHT Plate der Plus bzw. Minus Anschluß ?
Und wird der SHT (wie alle anderen Chassis auch) "verkehrt" herum angeschlossen, d.h. Plus Pol der LS liegen auf Masse und der Minus Pol wird am Verstärkerausgang angeschlossen ?
Nachdem jetzt elektronisch alles wieder funktioniert habe ich mit dem Abgleich der 4 Wege begonnen. Für TT, MT, HT gelingt das auch soweit. Nur die Superhochtöner verhalten sich nicht so, wie die Abgleichanleitung es vorgibt.
Dort heißt es:
" SHT: Beginn der Einstellung ähnlich wie beim HT (BM6). .... Den Frequenzverlauf so einstellen, das ein Anstieg von 10 KHz (2Vss) bis auf 18 KHz (4Vss) erzielt wird. (Poti 2 bei 22 KHz auf Maximum einstellen) - fres liegt bei ca. 50 KHz (max. 5 Vss) "
Das deckt sich aber absolut nicht mit meinen Messungen: Der Frequenzgang/Spannung bleibt von 5 KHz bis 10 KHz recht linear (eingestellt sind 6Vss bei 5 KHz) und nimmt ab 10 KHz dann relativ steil ab, so dass von einem Anstieg der Spannung hin zu 18 KHz gar keine Rede sein kann. Dazu kommt, dass der "Regelweg" sehr kurz ist und die SHT Regelung schon vor der Hälfte des Potis mit Schwingneigung reagiert.
Ich habe jetzt nach Kontrolle der Anschlußbelegung den Verdacht, dass am SHT der Plus/Minuspol miteinander vertauscht sind. Leider kann ich an der Anschlußplatte des SHT aber keine Markierung für den + bzw - Pol finden.
Ich habe mir bisher hergeleitet, dass der +Ausgang des Verstärkers am -Pol des SHT (wie auch bei allen anderen Chassis) angeschlossen sein müsste.

Hier das Bild mit den Anschlüssen des SHT
Weiß kommt vom Verstärker, Braun liegt auf Masse/GND.
-
wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 5969
- Registriert: 25.01.2008
- Wohnort: Schweitenkirchen
- „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
Hallo Thomas,
mit dem SHT kenne ich mich im Detail nicht aus, aber nach allem was ich so gesehen und gelesen habe ist Schaltungskonzept und Chassispolung gleich mit dem 38mm HT. Er wird allerdings bei Revision "immer" gegen einen ungeregelten SHT getauscht. Er machte halt schon sehr lange Schwierigkeiten. Falls Du die Möglichkeit hast, miß die Impedanzkurven der beiden SHT und poste hier. Dann kann man wahrscheinlich schon mehr sagen, z.B. ob das Verhalten nicht vielleicht von einer Bewegungshemmung der Schwingspule kommt (es könnte z.B. eingetrocknetes Ferrofluid im Spiel sein).
Grüße,
Winfried
mit dem SHT kenne ich mich im Detail nicht aus, aber nach allem was ich so gesehen und gelesen habe ist Schaltungskonzept und Chassispolung gleich mit dem 38mm HT. Er wird allerdings bei Revision "immer" gegen einen ungeregelten SHT getauscht. Er machte halt schon sehr lange Schwierigkeiten. Falls Du die Möglichkeit hast, miß die Impedanzkurven der beiden SHT und poste hier. Dann kann man wahrscheinlich schon mehr sagen, z.B. ob das Verhalten nicht vielleicht von einer Bewegungshemmung der Schwingspule kommt (es könnte z.B. eingetrocknetes Ferrofluid im Spiel sein).
Grüße,
Winfried
-
tegeje · „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 31
- Registriert: 20.09.2015
- „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
Danke an Winfried (wgh52) und Mathias (erstemalaktiv) für ihren Support.
Die Frage des Anschlußes der SHTs hat sich inzwischen geklärt. Ich war mal mutig und habe einen SHT 'andersrum' angeschlossen, mit dem Resultat, das bei vorsichtigem Aufdrehen der GK das kleine Teil richtig fiesen Lärm machte. Zum Glück hat ers überlebt. Also SHT und HT scheinen richtig rum angeschlossen zu sein. Alle anderen Chassis sind mit dem Plus-Pol auf Masse und mit dem Minus Pol am Verstärkerausgang angeschlossen, konsistent über beide Boxen.
Das Ergebnis meines ersten akustischen Abgleiches sieht wie folgt aus: Glättung in REW erfolgt mit Psychoacoustic Smoothing.

Soweit lasse ich die Boxen erst mal in Ruhe, da alle Chassis spielen und es keine gravierenden Auffälligkeiten zwischen beiden Boxen gibt.
Weitere Aktionen, wie z.B. genauere Prüfung der SHT durch Impedanzmessung wie von Winfried angeregt, verschiebe ich auf später.
Die Frage des Anschlußes der SHTs hat sich inzwischen geklärt. Ich war mal mutig und habe einen SHT 'andersrum' angeschlossen, mit dem Resultat, das bei vorsichtigem Aufdrehen der GK das kleine Teil richtig fiesen Lärm machte. Zum Glück hat ers überlebt. Also SHT und HT scheinen richtig rum angeschlossen zu sein. Alle anderen Chassis sind mit dem Plus-Pol auf Masse und mit dem Minus Pol am Verstärkerausgang angeschlossen, konsistent über beide Boxen.
Das Ergebnis meines ersten akustischen Abgleiches sieht wie folgt aus: Glättung in REW erfolgt mit Psychoacoustic Smoothing.

Soweit lasse ich die Boxen erst mal in Ruhe, da alle Chassis spielen und es keine gravierenden Auffälligkeiten zwischen beiden Boxen gibt.
Weitere Aktionen, wie z.B. genauere Prüfung der SHT durch Impedanzmessung wie von Winfried angeregt, verschiebe ich auf später.
-
tegeje · „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 31
- Registriert: 20.09.2015
- „wie tegeje zum aktiven Hören kam“
Hier jetzt die Impedanzmessungen. Da stimmen zwar nicht die absoluten Werte, aber die Verhältnisse werden wohl korrekt wiedergegeben. Als Referenzwert habe ich eine garantiert intakte Kalotte ohne Ferrofluid (Philips AD0160T4) mit 3,8 Ohm Gleichstromwiderstand ausgemessen.
Bei den Kalotten der BM12 sind die Impedanzpeaks nur sehr gering ausgeprägt, und bei den SHT gar nicht zu sehen.....
Wer interpretiert das mal für mich ?
Hier die Messung der beiden Superhochtöner:

und die Impedanzen der 38mm Alukalotten:

Bei den 38mm Kalotten ist das Impedanzpeak bei ca. 700 Hz ja noch zu ahnen, aber bei den SHT ist davon gar nichts mehr auszumachen.
Kann mir dazu jemand seine Einschätzung geben ?
Danke und Gruß aus Hamburg
Thomas
Bei den Kalotten der BM12 sind die Impedanzpeaks nur sehr gering ausgeprägt, und bei den SHT gar nicht zu sehen.....
Wer interpretiert das mal für mich ?
Hier die Messung der beiden Superhochtöner:

und die Impedanzen der 38mm Alukalotten:

Bei den 38mm Kalotten ist das Impedanzpeak bei ca. 700 Hz ja noch zu ahnen, aber bei den SHT ist davon gar nichts mehr auszumachen.
Kann mir dazu jemand seine Einschätzung geben ?
Danke und Gruß aus Hamburg
Thomas
-
wgh52 · „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
- Aktiver Hörer
- Beiträge: 5969
- Registriert: 25.01.2008
- Wohnort: Schweitenkirchen
- „wie wgh52 zum aktiven Hören kam“
Hallo Thomas,
ich kann zu den Impedanzkurven der 38mm BM-KHT folgendes beitragen:
Es gibt Versionen mit Ferrofluid im Luftspalt. Meine HT zeigten vor (grün) und nach (lila) Ferrofluidwechsel und Neuzentrierung folgende Impedanzkurven:
Die Verschiebung der Resonanz zu hohen Frequenzen zeigt Handlungsbedarf an! Die Impedanz ist an sich durchaus niedrig und zeigt (wohl wegen des Gitters hinter der Kalottenmembran) einen Doppelhöcker im Resonanzbereich, was mEn in Ordnung ist.
Zum SHT kann ich leider nichts beitragen, außer dass er bei BM Revision gegen einen ungeregelten KHT getauscht wird
Grüße,
Winfried
ich kann zu den Impedanzkurven der 38mm BM-KHT folgendes beitragen:
Es gibt Versionen mit Ferrofluid im Luftspalt. Meine HT zeigten vor (grün) und nach (lila) Ferrofluidwechsel und Neuzentrierung folgende Impedanzkurven:
Die Verschiebung der Resonanz zu hohen Frequenzen zeigt Handlungsbedarf an! Die Impedanz ist an sich durchaus niedrig und zeigt (wohl wegen des Gitters hinter der Kalottenmembran) einen Doppelhöcker im Resonanzbereich, was mEn in Ordnung ist.
Zum SHT kann ich leider nichts beitragen, außer dass er bei BM Revision gegen einen ungeregelten KHT getauscht wird
Grüße,
Winfried