Tipp: Steckdosen auf richtigen Anschluss prüfen für jedermann

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SolidCore
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Tipp: Steckdosen auf richtigen Anschluss prüfen für jedermann

Beitrag von SolidCore »

Kleiner Tuning Tip am Rande ...

Bei 2 meiner Bekannten hatten wir einige Hörversuche mit Netzleisten und Stromkabeln gemacht. Man hörte kaum Unterschiede.
Beim anschließendem Geräte ausphasen mit einem Messgerät fiel auf, das an der Hifi-Steckdose der PE fehlte. Er war in der Dose davor einfach abgelegt. Wieder in Ordnung gebracht,
klang die Anlage hörbar besser. Und auch die Netzleiste deutlicher anders. Beim zweiten ungefähr das gleiche. 

Daher mein Tip: Der Stecker vom Bild kostet kaum was, und sagt einem sofort, ob alles OK ist. Schön ist, dann zeigt das Display Grün, bei irgendeinem Fehler wird es Rot. Kann man sich nie vertun.
Die 2. sinnige Funktion ist die Anzeige einer Fehlerspannung zwischen N + PE. Im Idealfall 0. 3-4V ist noch ok, darüber sollte man auf Fehlersuche gehen. Den Fi-Schalter kann man mit der Taste zum auslösen bringen. Damit kann man auch testen, ob der Fi hinter einem Symmetriertrafo noch funktioniert.
Gibt es zB hier. Andere Modelle/Varianten erfüllen den gleichen Zweck. Sie sollten aber die Fehlerspannung N zu PE anzeigen können.

https://www.amazon.de/dp/B09W9JWFQ6


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Gruß
Stephan
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Stephan,

vielen Dank für diesen sicherheitsrelevanten Tipp! Wirklich praktisch, daß es sowas gibt!

Grüße,
Winfried
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Stephan, interessanter Aspekt...
Bei mir sind zwischen PE und MP 0,18V (verbindet man beide, spricht der FI sofort an).
Eine interessanter Aspekt wäre für mich, ob an die Netzleisten isoliergeschützte Geräte (2-poliger Netzstecker) angeschlossen sind oder Geräte, die den PE zur Ableitung von Störungen benötigen.
Zweifellos kann ein unterbrochener PE ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Grüße
Hans-Martin
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SolidCore
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Hinweis

Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Noch ein Hinweis: In Deutschland liegt die Phase in Steckdosen üblicherweise rechts. Zeigt der Tester verpolt an, einfach mal umdrehen. Wird das Display dann Grün, ist die Phase links angeschlossen, aber alles in Ordnung.

Gruß
Stephan
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Markush
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Beitrag von Markush »

Hallo Stephan,

danke für den tollen und günstigen Tipp!
Ist auch gut wenn man auch oft Adaptierungen des Elektrikers überprüfen kann.

Liebe Grüße
Markus
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h0e
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Beitrag von h0e »

SolidCore hat geschrieben: 08.07.2024, 17:39 In Deutschland liegt die Phase in Steckdosen üblicherweise rechts.
Hallo Stephan,

mir ist nicht bekannt, dass es dafür ein Vorschrift gäbe oder dass es geübte Praxis der Elektriker wäre. Erstaunlich eigentlich, das sonst jeder P… in der VDE oder DIN geregelt ist.
Aber es ist sinnvoll sowohl die Phase zu beachten, als auch für einen funktionierenden PE zu sorgen.

Grüsse Jürgen
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hans-Martin hat geschrieben: 08.07.2024, 15:10 Hallo Stephan, interessanter Aspekt...
Bei mir sind zwischen PE und MP 0,18V (verbindet man beide, spricht der FI sofort an).
............
Grüße
Hans-Martin
Hallo Hans-Martin

Die angezeigte Spannung hängt vom Strom ab, die ein Verbraucher auf der selben Leitung, woran man misst, erzeugt.
Er hier erklärt das ganz sinnig:

https://www.youtube.com/watch?v=Ijeov2M10d0

Das der Fi bei einer Brücke auslöst, kann durchaus sein. Man brückt einen Teilstrom mit auf den PE, der dann im Fi Summen-Stromwandler fehlt. Sollte aber ohne eingeschaltetem Verbraucher nichts passieren.

Gruß
Stephan
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Marcie
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Beitrag von Marcie »

Hallo Stephan,

das Gerät fand ich so interessant, dass ich es auch gekauft habe.
Dummerweise habe ich von Elektrik aber leider keine Ahnung 😕 Wehe, dat is nix! (wie man bei uns in der Gegend sagen würde) 😉

Viele Grüße
Claudia
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tom_on_wheels
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Beitrag von tom_on_wheels »

Marcie hat geschrieben: 13.07.2024, 16:40 😕 Wehe, dat is nix! (wie man bei uns in der Gegend sagen würde) 😉
Hi Claudia,

dat sacht man in Stephans Gegend auch so! 😎😉

Viele Grüße
Tom
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SolidCore
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Teststecker

Beitrag von SolidCore »

Hallo Claudia

Da kannse dich drauf verlassen. Dat funktionokkelt. Auch wenze Null Plan davon hast.

Tuste inne Wanddose, kukkst, grünes Display-Licht, Top. Rotes Licht : Nicht Top. Mal Stecker umdrehen, wenn dann grün: Doch Top. Wenn nicht, Bild machen, hier zeigen.

Gruß
Stephan
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

SolidCore hat geschrieben: 08.07.2024, 22:56 Das der Fi bei einer Brücke auslöst, kann durchaus sein. Man brückt einen Teilstrom mit auf den PE, der dann im Fi Summen-Stromwandler fehlt. Sollte aber ohne eingeschaltetem Verbraucher nichts passieren.
Hallo Stephan,
ich habe das beim Bau meines Hauses beobachtet, alles mit abgeschirmten Kabeln verdrahtet, noch völlig ohne Last, da reichte die Verbindung von PE (Hauserder im Fundament) zum MP (Erdung im Trafohäuschen ca. 40m entfernt), um den Fi auszulösen. Die Phase war jeweils am Leitungsschutzschalter (Sicherungsautomat) abgeschaltet.
Wenn ich jetzt knapp 0,2V ~ zwischen beiden messe, müsste ein Verbraucher (über den Daumen gerechnet über 7m 1,5 qmm Leitung) mehr als 1A ziehen, was 230W Last entspräche. Möglicherweise tragen die Nachbarn mit ihren Belastungen auch dazu bei...
Grüße
Hans-Martin
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Marcie
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Beitrag von Marcie »

Guten Morgen die Herren!

Stephan, danke für die tolle Zusammenfassung des Ganzen 😀

Und sorry, ich wollte jetzt hier nicht substanzlos herumblödeln, aber als niederrheinische Rheinländerin und Ruhrgebietlerin (mehr geht eigentlich nicht 😉, aus der Nachbarstadt) überkam es mich kurz 😚

Wünsche einen schönen Sonntag.

Viele Grüße
Claudia
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hans-Martin hat geschrieben: 13.07.2024, 23:59 Wenn ich jetzt knapp 0,2V ~ zwischen beiden messe, müsste ein Verbraucher (über den Daumen gerechnet über 7m 1,5 qmm Leitung) mehr als 1A ziehen, was 230W Last entspräche. Möglicherweise tragen die Nachbarn mit ihren Belastungen auch dazu bei...
Hallo Hans-Martin

Die Nachbarn sollten eigentlich nicht zur Fehlerspannung beitragen. Du misst ja von einer Steckdose aus Richtung Sicherungskasten, wo der N ja auf PE liegt. Dort sollten sich Differenzen der Nachbarn kurzschließen. Die Fehlerspannung ergibt sich ja aus dem Leiterwiderstand vom N zu PE, mit dem Spannungsabfall über den Strom der gleichen Leitung. Im verlinkten Video auch als Ersatzschaltbild erkennbar. Bei einer oxydierten Klemme auf dem Weg zur Steckdose sollte dann ebenso eine Spannungsdifferenz messbar sein. Hier im Haus messe ich zb 0,05V in der Küche, wo Licht und der Kühlschrank läuft.

Gruß
Stephan
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

SolidCore hat geschrieben: 14.07.2024, 17:57 Du misst ja von einer Steckdose aus Richtung Sicherungskasten, wo der N ja auf PE liegt.
Hallo Stephan,
es gibt regionale Unterschiede, möglicherweise nach Bundesland oder nach Netzwerkbetreiber /regionales Elektrizitätsversorgungsunternehmen.
Ich bin in Niedersachsen und bei mir ist im Haus nicht MP auf PE, sondern MP auf Erde im Trafohaus.
Es soll aber auch noch Haushalte geben, wo das Hausnetz nur Null und Phase kennt, die Schukokralle der Steckdose auf die Null geklemmt. Da habe ich schon beim Einzug mit meinem Lötkolben eine Scharte in die Lötspitze geschmolzen, als die Sicherung nach einem Knall rausflog. Die Vormieter hatten beim Renovieren die Steckdose ausgebau und wieder verpolt angeschraubt...
Grüße
Hans-Martin
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