Cleaner-Modus mit Brückenverstärker

aktiv2021
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Beitrag von aktiv2021 »

Ich erkläre mal meine derzeitige Audiokette

Von Zuspielgeräten > in Sound Device Motu 828es

Bearbeitung über PC (Acourate Convolver,Weiche und Cleaner) > Motu 828es

Ausgabe Motu 828es > zweimal XT 300 einmal XT 400 (Dreiwege aktiv)

Der Gedanke war, das bei vorgenannter Verschaltung
kein zusätzlicher Abacus Cleaner gebraucht wird.

Grüsse
Martin
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Hornguru
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Beitrag von Hornguru »

Hallo Hans-Martin

Meinst du dass der Endstufen Cleaner Modus klangliche Vorteile gegenüber dem Cleaner Line Modul hat?

Ich habe einmal Uli besucht, und er hat mir den Cleaner im AB-Vergleich vorgeführt.
Hat mich total begeistert, wie sich die Bühne verändert hat. Die seitlichen Instrumente sind einen halben Meter nach hinten gerutscht, und die Stimme in der Mitte wurde sehr plastisch greifbar. Auch wurden die Positionen sehr ruhig, klar, und angenehm zu orten. Obwohl ich dem Prinzip vorher sehr skeptisch gegenüberstand, hatte ich nach einer Minute hören sofort den "haben wollen" Reflex.

Vor ein paar Monaten habe ich bei einem Freund den Cleaner wieder einmal testen können. Aber als Line Modul eingebaut im Abacus 14 Preamp integriert. Dort konnte man bequem per Fernbedienung mit kurzer Umschaltzeit hin und her klicken. Hier konnten wir leider überhaupt garkeinen Unterschied hören. Null und nichts. Sehr schade. Dass die Line-Treiber sich negativ auswirken glaube ich weniger, da die Abacus Module ja schon sehr sauber durchkonstruiert sind und sich recht nah am Stück-Draht orientieren. Zumal, wenn der gleiche Effekt von einem schlechten LineTreiber überschattet gewesen wäre, würde es sich sicherlich anders anhören als "Kein Unterschied vs Original".
Ganz ausschließen kann ich aber nicht dass es ein Problem im Preamp gibt, weil er 2 mal umgebaut wurde.

Daher meine Vermutung dass es seitens der Endstufe vielleicht einen Vorteil oder gar einen schönenden Fehler geben könnte? Uli nutzt aber meine ich diese TacT Digital-Endstufen.

Gruß
Josh
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aktiv2021
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Beitrag von aktiv2021 »

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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hornguru hat geschrieben: 04.07.2024, 11:28Meinst du dass der Endstufen Cleaner Modus klangliche Vorteile gegenüber dem Cleaner Line Modul hat?

Ich habe einmal Uli besucht, und er hat mir den Cleaner im AB-Vergleich vorgeführt.
Hat mich total begeistert, wie sich die Bühne verändert hat. Die seitlichen Instrumente sind einen halben Meter nach hinten gerutscht, und die Stimme in der Mitte wurde sehr plastisch greifbar. Auch wurden die Positionen sehr ruhig, klar, und angenehm zu orten. Obwohl ich dem Prinzip vorher sehr skeptisch gegenüberstand, hatte ich nach einer Minute hören sofort den "haben wollen" Reflex.
Hallo Josh,
Uli hatte mir damals eines der ersten Abacus Cleaner -Geräte gegeben, damit ich es testen konnte.
Es war naheliegend, das Prinzip auch mit den von uns beiden verwendeten Class-D-Verstärkern zu testen, zumal diese keine Impedanzprobleme haben, also locker aus einem Ausgang 2 LS mit Vollspektrum treiben können.
Der Unterschied nach MS-Wandlung am PC auf Festplatte gespeichert und der Dekodierung mit dem kleinen Kästchen war hörbar.
Im Telefonat mit Uli kam schnell die Idee, das Summe-Differenzsignal aus den Ausgängen unserer Class-D Verstärker per einfachster Matrixschaltung auf die Lautsprecher zu generieren. Das Ergebnis weckte sofort Begeisterung (nachdem ich eine Fehlschaltung korrigiert hatte. Worte deckungsgleich mit deiner Klangbeschreibung!
Dann kam die Frage nach einer Wechselwirkung mit Raumkorrektur, aber das erschien unkritisch.
Uli bekam sein Kästchen zurück, weil in meinen bevorzugten Ketten keine Anwendungsmöglichkeit bestand. Es macht ja keinen Sinn, eine LP Abtastung vor oder nach RIAA zu digitalisieren, zu matrixen, D-A-Wandlung und Analog-Cleaner vor dem Verstärker einzusetzen...
Das DECCA London Tonabnehmersystem hat einen 3-poligen Anschluss , intern arbeitet es mit einer horizontalen und vertikalen Spulenanordnung, nicht wie üblich mit Spulen senkrecht zu den Rillenflanken, also +/-45°. Natürlich kann man eine Stereorille in M und S abtasten, horizontal = Summensignal, Vertikal = Kanaldifferenz. Bei der RIAA Entzerrung ist wegen des schwachen Differenzsignal allerdings ein geringerer Rauschabstand zu erwarten. Beim MC-System mit 2 Stereo-Übertragern könnte man diese für MS verschalten. Es könnte das Experiment wert sein, ich habe momentan keine Zeit dafür.
Meine Begeisterung über die passive LS-Matrix ließ mich schlussfolgern, dass es auf die Kette ankommt, wie stark Jitter oder andere Störungen dominieren. Die passive Lösung würde ich als Generalstreich bezeichnen, die alle (in diesem Umfeld "Cleaner"-Prinzip betreffenden) Fehler angeht.
Grüße
Hans-Martin
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Beitrag von aktiv2021 »

Hallo zusammen

So wie ich das jetzt verstehe wird das mit der XTz 400 also nichts.
Ich habe jetzt nach Alternativen gesucht.
Bei VTV sind die Lager leer

Audiophonics hat was alternatives.

https://www.audiophonics.fr/en/power-am ... _search=fs

Ist es möglich anhand der Daten eine Aussage zu treffen, ob mit dieser Amp die Brückenschaltung "Cleaner"
funktioniert ?

Grüsse
Martin
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Martin,
ich komme einer Erklärung näher, warum das Cleaner-Konzept mit dem 400 nicht funktioniert.
Für die traditionellen ICE-Power Module gilt:
icepower.dk, 2018 hat geschrieben:10.2 Speaker Outputs
The speaker output of the 1200AS is a balanced output with two active signal lines capable of driving complex speaker
loads. As the speaker outputs are already in a balanced configuration, bridging of two channels is not possible.
EDGE hat geschrieben:Designed for outstanding audio quality and high performance the EDGE A2-400 features a newly developed amplifier module incorporating the latest in state of the art custom ICEpower® ICEedge chipset technology capable of 2 x 420 W output into 4 ohms or 1 x 800 W into 8 ohms in bridged/BTL mode and a solid 1000W auto-switching power supply
Die Besonderheit ist, dass hier spezielle ICE-Power einer neuen Generation zum Einsatz kommt, womit Brückenbetrieb zweier Endstufen möglich ist, während bisher ICE-Power pro Kanal schon Brückenschaltung der LS voraussetzte, und 2 Endstufen nicht kaskadiert werden konnten, um die Ausgangsspannung zu verdoppeln.
Irgendwann werden wir erfahren, mit welchen Tricks das gelingt, ich vermute, mit 2 Betriebsspannungen (+/-), während viele Class-D mit nur einer Betriebsspannung arbeiten, dafür am Ausgang Warnhinweise auf die halbe Betriebsspannung enthalten. Diese ist bei 400 nicht zu finden.
Für das gewünschte Cleaner-Schema mit Stereo-Endstufe ist die Sorte Class-D erforderlich, die mit H-Brücken und 1 Betriebsspannung läuft, nicht Signalmasse auf einem oder beiden schwarzen Terminals führt (wie z.B. Pascal und ich meine auch Hypex).
Grüße
Hans-Martin
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Junakreiter
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Beitrag von Junakreiter »

aktiv2021 hat geschrieben: 05.07.2024, 11:15
https://www.audiophonics.fr/en/power-am ... _search=fs

Ist es möglich anhand der Daten eine Aussage zu treffen, ob mit dieser Amp die Brückenschaltung "Cleaner"
funktioniert ?
Auf den Fotos der Purifi 1ET400A Module erkenne ich nur 1 Transistorpaar und eine Filterdrossel
Im Datenblatt steht: negative output connected to ground. Das ist kein Brückenverstärker.
Das Gleiche gilt auch für die ICEpower 400A2. Auch hier nur eine Filterdrossel pro Kanal.
Im Datenblatt steht single ended output Class D.
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aktiv2021
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Beitrag von aktiv2021 »

Danke für eure Antworten

Welchen Alternativen, Class D sind aussser ein XTZ 300, möglich ?

Wenn jemand Info,s hätte wäre ich dankbar.

Gruß
martin
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