Bernd Peter (Dynaudio Focus 60 XD)

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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo,

die Nutzung der alten Übertragungsstrecken im parallelen Modus hat technische Vorteile, solange die Taktfrequenz niedrig gehalten wird.
Das ist bei CD Wiedergabe mit IDE der Fall.

25 MHz anstatt 1500 MHz bei SATA 1, wenn ich es richtig gelesen habe.
Weniger Übersprechen, weniger Softwareeinsatz beim Auslesen (Schlagwort: differentiell).

Wichtig bleibt aber für den CD Anwender, dass Ruhe herrscht.

Man kann über Software die PC CD Laufwerke in der Geschwindigkeit zwar regeln, das funktionierte allerdings nicht bei allen von mir getesten Geräten und wenn, dann auch z.B. mit Aussetzern beim Titelsprung.
Besser ist das Festschreiben auf 4x per Firmware, wie es beim Plextor Premium oder dem Teac 532 der Fall ist.

Auch die externe Spannungsversorgung ist beim Teac Pflicht, wie ich feststellen durfte.

Es grüßt

Bernd Peter
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music is my escape
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Beitrag von music is my escape »

Hallo Bernd Peter,

In der Ruhe liegt die Kraft.


Freundliche Grüße!
Thomas
:D
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Thomas,
music is my escape hat geschrieben: 02.06.2024, 22:10In der Ruhe liegt die Kraft
eine kleine Ergänzung meinerseits:

wenn es bei der Musikwiedergabe ruhig und klar wird, stellt sich große Zufriedenheit beim Hörer ein.


Wir haben lange Zeit hauptsächlich die D/A Wandlung und die vorausgehende Musiktaktung im Blickfeld gehabt, weniger die Übertragungswege an sich.

Falls man hier keine Hochpräzisionsclock - siehe Horsts Beitrag von heute:
Trinnov hat geschrieben: 05.06.2024, 12:33Zusammen mit meinem neuen USB Card OCXO (6 Femtosekunden Jitter bei Integrationsbandbreite 10 - 100Hz, errechnet aus dem zur Clock gehörenden Phase Noise Plot) ergibt sich eine derart realistische Wiedergabe, dass es mir nicht mehr möglich ist mit geschlossenem Mund zu hören.
einsetzen kann, bleibt als Alternative die Verlangsamung der Übertragung selbst.

Keine deckungsgleiche Lösung, aber der richtige Ansatz.

Es grüßt

Bernd Peter
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo,

bei der CD Wiedergabe über die Dante Strecke bin ich gerade beim LAN Kabeltest.

Zur Auswahl stehen
Others.jpg
Others.jpg (70.52 KiB) 1738 mal betrachtet
1. ein selbstgebautes Kupferkabel eines Forenten
2. ein Industrie-Reinkupferkabel
3. ein Refine Audio Kupferkabel aus der 1.Generation

bzw.

Refine.jpg
Refine.jpg (148.3 KiB) 1738 mal betrachtet
1. ein Refine Audio Kupferkabel neuerer Bauart
2. ein Refine Audio Silberkabel Ultima Musica
3. ein Refine Audio Silberkabel Golden Heart Version 1
4. ein Refine Audio Silberkabel Golden Heart Version 3 (neueste Bauart)

Es grüßt

Bernd Peter
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo,

die Kabel 1-3 habe ich im Laufe der Jahre bei Netzwerkaudio verwendet.

Kabel 1 deckt so ungefähr die gesamte Klasse der besseren Netzwerkkabel ab, die beim PC Betrieb verwendet werden.

Unauffällig, leicht dunkel und weich. Ohne weiteren Vergleich zu besseren Kabel akzeptabel.

Kabel 2 unterscheidet sich davon in der besseren Auflösung, wirkt präziser und straffer. Allerdings tritt hier ein in dieser Qualitätsklasse nicht selten erkennbarer Fehler recht deutlich hervor, der Rhythmus der Musik wird verschliffen, geht verloren. Dadurch irgenwie eine leicht sterile Darstellung.

Kabel 3 macht es besser, guter musikalischer Fluss gegenüber 2 bei verbesserter Präzision zu 1.

Das war das Kabel der letzten Jahre.

Mein jetziger Testaufbau besteht aus 2 setups: Kopfhörer und Lautsprecher jeweils über Dante.

Beim Kopfhörer tue ich mir leichter im Bereich Transienten und Präzision, bei der Lautsprecherwiedergabe mit der räumlichen Darstellung und der Lebendigkeit.

Hier die Kopfhörerkette mit Apple Macbook Pro, Dantedevice und einem audio gd DAC/Preamp/Kopfhörerverstärker.

Macbook und Dante haben eine Akkuversorgung, vom Dantedevice geht es - unsichtbar - über ein 5-poliges Flachbandkabel durch den Deckel des audio gd Gerätes per I2S auf einen entsprechenden Buchsenanschluss, der eigentlich für die modulare USB Platine im audio gd vorgesehen ist.

Apple.jpg
Apple.jpg (67.27 KiB) 1586 mal betrachtet
Dante Apple 2.jpg
Dante Apple 2.jpg (73.79 KiB) 1580 mal betrachtet

Es grüßt

Bernd Peter
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo,

so ein größerer Kabeltest braucht doch etwas Zeit, im vorliegenden Fall stammen die 4 Verbindungen vom gleichen Hersteller, der selbst über einen längeren Zeitraum mit Materialstärken, Aufbau und technischen Verfahren herumexperimentiert hat.

Was bei Kabeln so mancher gerne als Vodoo bezeichnet, sind mMn physikalische Wirkweisen, die dem interessierten Anwender zwar verschlossen bleiben, in der Industrie und Wissenschaft aber entsprechend der Anwendung (z.B. Telekommunikationssysteme) sehr genau betrachtet und analysiert werden.

Wer hier Zweifel hegt, möge sich bei Kabelherstellern aus dem Bereich der Großindustrie etwas einlesen. Die sind nicht selten sehr stolz auf sich und schreiben auch darüber, wenn sie technische Phänomene erkannt und verstanden haben.

Zurück zu meinem Test.

Anfangs hört man sich ein, stöpselt ein und aus und versucht, Auffälligkeiten zu erkennen, die für den weiteren Testverlauf von Wichtigkeit sein könnten.

Schönheit im Klang, Präzision, Rhythmusfestigkeit, Offenheit in der Raumabbildung sind da meine Eckpunkte.

Sind sich die 4 Kabel da sehr ähnlich? Ja.
Jedes der 4 Silberkabel (auch das GP ist aus Silber) trägt dazu bei, dass das Klangbild im Vergleich zum bisher verwendeten Kupferkabel transparenter wird.

Man fragt sich: Was passiert da bloß auf der Datentransportstrecke zwischen den 2 Geräten (bei mir dem AudioPC und dem G-Sneaky bzw. dem Micromedia – DIO RCA TOS ), was wohl eine unterschiedliche Befüllung und spätere Datenausgabe des Puffers auf der Empfängerseite hervorruft?
Nach einiger Zeit habe ich die 4 Kabel in 2 Klanggruppen eingeteilt, das GP allein für sich und die anderen drei.

Grund: mit dem GP gibt es bei mir einen leichten, sanften Klangschimmer, der so eine Art Wohlklang hinterläßt.
Bei den anderen drei Kabeln geht es mehr in Richtung Detailauflösung, wobei recht schnell das Golden Heart aus der letzten Serie Platz 1 belegt.
So habe ich die letzten 10 Tage zwischen dem GP und diesem Golden Heart hin und her gewechselt und war schon der Meinung, man bräuchte beide Kabel je nach Stimmungslage.

Wenn nicht unerwartet etwas passiert ist, was ich bisher nur vom Hörensagen gekannt habe.
Es soll ja Kabel geben, die nach einer unbestimmten Einspielzeit von ein auf den anderen Tag ihre Signatur verändern und dies dann aber endgültig.
Das war der Fall beim Golden Heart.

Ich starte mal wieder eine Hörsession (G-Sneaky) mit dem häufig gespielten 2ten Klavierkonzert von Brahms (Brendel/Abbado/Berliner) und da geht wie aus dem Nichts der Raum in einer Tiefe und Breite auf wie bisher noch nicht. Auch das Timbre bekommt noch einen weicheren Klang Richtung des GP.
Ich bin regelrecht zusammengezuckt, was ist denn da los?

Aber es ist so geblieben, auch bei anderen Musikstücken entsprechend der Qualität bei der Aufnahme. Klarer Testsieger damit: Golden Heart - letzte Fertigungsvariante

Wie so etwas möglich ist, wie allein mit einem Kabel eine derartige Performancesteigerung erreicht werden kann, ist mehr als beeindruckend und kaum glaubhaft zu vermitteln.

Die Eingangspuffer der Linnstreamer sind wohl des Rätsels Lösung, egal was das passiert oder eben nicht.

Es grüßt

Bernd Peter
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Horse Tea
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Beitrag von Horse Tea »

Hallo Bernd-Peter,

durch Deinen umfangreichen Vergleich in mehreren Etappen, bin ich unsicher, ob ich ihn wie folgt zusammen fassen darf. Du hat lange mit Refine Golden Heart Version 1 gehört. Dieses Kabel hast Du aber nicht mehr in den im letzten Beitrag beschriebenen Vergleich aufgenommen. Dort wird die GH Version 3 mit GP verglichen. Nach kurzer Einspielzeit war das GH Version 3 dem GP überlegen.

Ich habe drei Fragen:

1. Ist das soweit korrekt?
2. Wofür steht die Abkürzung GP?
3. Wie unterscheiden sich GH Version 1 und GH Version 3 klanglich?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Horst-Dieter,

die Fragen zu den verschiedenen Kabelversionen an sich kann nur Rene beantworten, ich habe nur am Ring die vorgegebene Bezeichnung abgelesen.

Auch habe ich mich bei der einen Version noch geirrt, es ist lt. Rene das Golden Heart 4, also die allerletzte Version.

Der Unterschied zwischen Golden Heart Version 1 und 4 war recht einfach heraushörbar, die Version 4 hatte schon zu Beginn des Tests eine bessere Raumdarstellung bzw. -auflösung, die sich dann nochmals kräftig steigerte und gleichzeitig tonal Richtung GP ging.

GP und Golden Heart Version 4 waren anfangs unterschiedlich in der Ausprägung, GP tonal vorne, Golden Heart 4 in der Auflösung.

Konnte ich mich besser verständlich ausdrücken?

Es grüßt

Bernd Peter
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Horst-Dieter,

GP steht für Ultima Musica Gran Performance.
So geht es von Emotion zu Ultima Musica, Ultima Musica GP zu Golden Heart.
Bei mir war es so, dass mit dem Emotion schon jedes andere Kabel obsolet war, aber die Reise geht weiter und das Jammern erklimmt immer neue Höhen.

Grüsse Jürgen
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Horse Tea
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Beitrag von Horse Tea »

Hallo Bernd-Peter, hallo Jürgen,

ja, danke. Das macht das Verständnis einfacher.
h0e hat geschrieben: 01.07.2024, 14:57 So geht es von Emotion zu Ultima Musica, Ultima Musica GP zu Golden Heart.
Bei mir war es so, dass mit dem Emotion schon jedes andere Kabel obsolet war, aber die Reise geht weiter und das Jammern erklimmt immer neue Höhen.
Kann ich das so verstehen, dass GP sich vor GH Version 1 einordnet und GH Version 3 dann noch einmal einen Gewinn gegenüber Version 1 erzielt?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Horst-Dieter,

nicht immer ist jede Veränderung in jedem Setup für jedes Ohr eine Verbesserung.
Insofern ist Deine Rangfolge schwierig. Theoretisch im perfekten Setup ist das wohl so, ob das in der Praxis zum Tragen kommt steht dann auf einem anderen Blatt.

Grüsse Jürgen
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Horst-Dieter,
Kann ich das so verstehen, dass GP sich vor GH Version 1 einordnet und GH Version 3 dann noch einmal einen Gewinn gegenüber Version 1 erzielt?
es waren für mich 2 Klanggruppen, das GP mit tonaler Stärke und die anderen drei mit der Ausprägung Präzision und Raum.

2 mal die gleiche Klangrichtung ist unnötig, daher GP und Golden Heart 4.

Am Ende der Testreihe hat das Golden Heart 4 alles hinter sich gelassen, es steht - bei mir - ohne Konkurrenz für sich.

Es grüßt

Bernd Peter
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo,

die letzten 10 Tage bin ich nochmals rübergewechselt zu Dante mit Server 2016 im RAM und CD Wiedergabe.
Dante 2.jpg
Dante 2.jpg (109.14 KiB) 651 mal betrachtet
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Es bleibt dabei, tauscht man dieses LAN Kabel aus (baucht sich seltsam hin und her - siehe Pfeil), ist der Zauber weg.

Es klingt immer noch sehr gut, aber diese luftige Raumabbildung und das feine Verklingen der Töne, welche das Geschehen so lebendig machen, sind dahin.

Fazit: bei Netzwerkaudio ist die Kabelqualität am Schluß der ganzen Bemühungen ausschlaggebend.

Es grüßt

Bernd Peter
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Bernd Peter,

was für digital gilt, gilt auch für alle anderen Strippen. Da liegt ganz viel Potential brach!

Grüsse Jürgen
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Jürgen,

ohne jeden Zweifel.

Im vorliegendem Fall ist der Unterschied allerdings so auffallend und markant, wie ich es bisher bei anderen Kabeltests noch nicht erfahren konnte.

Es grüßt

Bernd Peter
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