Acourate V3

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uli.brueggemann
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Acourate V3

Beitrag von uli.brueggemann »

Wie bereits auf dem Forentreff angekündigt gibt es ab jetzt Acourate V3.
Für Anwender von Acourate V2 gibt es diese Version als Update (wie immer auf Anforderung, bitte nicht alle auf einmal).
Für diejenigen, die Lautsprecher mit Acourate aktivieren, gibt es zwei neue Funktionen. Diese sind als zusätzliche Option erhältlich, welche dann allerdings nicht kostenfrei ist. Siehe dazu https://www.audiovero.de/neuigkeiten.php

Der Ausgangspunkt für die Entwicklung ist die immerwährende Suche danach, wie man etwas besser machen kann. Hier ist nun speziell die Behandlung eines einzelnen Treibers mit einem reversierten Allpass gemeint, so wie sie vor 2 Jahren mit viewtopic.php?t=13291 beschrieben und eingeführt wurde.
Das lässt sich nun einfacher und genauer durchführen. Eine erste Beschreibung findet Ihr mit www.audiovero.de/freedownload/AcourateVersion3.pdf

Viele Grüsse
Uli
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Hornguru
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Beitrag von Hornguru »

Hallo Uli

Oh was für schöne Nachrichten :D

Spannendes Update, begrüße ich sehr !
Das Potential der linearphasigen Wege in der Realität ist nach meiner Erfahrung groß.
Der zeitliche Aufwand der manuellen Einrichtung aber auch immens. Und damit das Fehlerpotential.
Da kommt dieses Update genau richtig. Das spart enorm viel Zeit.

Was mir in dem verlinkten PDF noch nicht schlüssig ist, was war genau der Vorteil / Beweggründe zu dem S-Pulse / Dirac ?
Du schreibst es gibt Vor- und Nachteile, aber gehst nur auf den Nachteil ein, oder habe ich was überlesen?
Steckt dahinter die Absicht mehr vom realen Einschwing-Verhalten zu erfassen?

Eine Sorge hätte ich beim Dirac noch. Es ist etwas schwieriger eine Übersteuerung am Mic-Preamp zu erkennen.
Oft sind die Meter etwas zu langsam. Ein kleines Clipping wird nicht erkannt. Ging mir zumindest vor vielen Jahren mit analogem Equipment so. Beim Logsweep kann man dagegen sehr eindeutig den eingedellten Sinus erkennen. Aber die Hardware Meter haben auch genug Zeit zum reagieren. Bei Dirac blieb ich bin der Praxis gerne bei -20 dB. Logsweep dagegen -6dB. Mit Raummoden -10dB.

viele Grüße
Josh
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Hornguru hat geschrieben: 13.06.2024, 12:03 Du schreibst es gibt Vor- und Nachteile, aber gehst nur auf den Nachteil ein, oder habe ich was überlesen?
Steckt dahinter die Absicht mehr vom realen Einschwing-Verhalten zu erfassen?
Vorteil Logsweep: Störspannungsabstand, Trennung der Harmonischen
Nachteil Logsweep: evtl. Überlast bei zu breitem Frequenzbereich (Gedankenspiel Hochtönermessung ab 10 Hz :) )
Vorteil Dirac: breitbandige Messung bei schmalem Puls
Nachteil Dirac: Frequenzgangabweichung bei breiterem Puls, Störspannungsempfindlichkeit
Vorteil sinc-Puls: geradliniger Frequenzgang, ansonsten wie Dirac
Hornguru hat geschrieben: 13.06.2024, 12:03 Eine Sorge hätte ich beim Dirac noch. Es ist etwas schwieriger eine Übersteuerung am Mic-Preamp zu erkennen.
Der sinc-Puls-Recorder zeigt an ob der Pegel 0 dBFS erreicht, die Anzeige wird dann rot. Da man eine Nahfeldmessung durchführt, muss man den Wiedergabepegel auch nicht übertrieben laut einstellen.

Grüsse
Uli
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Uli,

ich möchte mich an dieser Stelle nochmal für den guten Update Service und noch dazu ohne Mehrkosten (für die Basisversion) bedanken.

Ein kurzer Funktionstest mit meinen bescheidenen Ansprüchen (Filtererstellung 2 Kanalsystem) verlief problemlos.

Grüße Gabriel
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Sigi M.
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Beitrag von Sigi M. »

Moin Uli,
ich möchte die neue Version 3 mit Dirac Funktionalität / sinc-Recorder erwerben.
Bin sehr gespannt!
VG
Sigi M.
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Acourate V3.1

Den V3.0.0 Optionen (Sincpuls-Recorder + Treiberlinearisierung) wird eine neue Funktion hinzugefügt. Acourate kann jetzt 96 kHz stereo Filter im XML Format passend für das miniDSP 2x4HD exportieren. Zuerst werden wie üblich Korrekturfilter mit dem Makro4 erzeugt, hier nun mit 96 kHz Abtastrate (Cor1L96/Cor1R96). Diese Filter werden jeweils zu 20 IIR Filtern und einem minimalphasigen FIR Filter mit 1024 taps konvertiert. Ein linearphasiges FIR macht hier aufgrund der kurzen Länge keinen Sinn. Das linke Filter wird in die Kanäle 1 (Eingang) und 3 + 5 (Ausgang) ausgegeben, das rechte Filter entsprechend in die Kanäle 2 (Eingang) und 4 + 6 (Ausggang).
Für den Fall, dass das 2x4HD für ein 2-Wege-System verwendet werden soll, sollte man zuerst die Frequenzweichen mit der miniDSP Device Konsole festegen, z.B. LR 4.Ordnung und zusammen mit den Treibern per Messung einen Zeitabgleich unter Verwendung der 2x4HD-Delays durchführen. Nach einer anschliessenden Über-Alles-Messung werden die Filter wie üblich mit dem Makros erzeugt und abschliessend in die zuvor exportierte XML Datei gespeichert. Dann die XMLwieder in das 2x4HD importieren und die Korrektur geniessen.

Viele Grüsse
Uli
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Uli,

sind die erzeugten IIR Filter dann sogenannte Biquadratische Koeffizienten Filter? Die "verstünden" ja auch andere (bessere) miniDSP Produkte...

Danke und Grüße,
Winfried
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Die erzeugten IIR-Filter haben das Koeffizientenformat von miniDSP. Die Daten des FIR-Filters entsprechen ebenfalls der miniDSP-Kodierung.
Insofern lassen sich die Daten auch woanders verwenden. Aber: welches miniDSP Produkt ist da nun besser und warum? Die Device Console erlaubt auch die Bedienung von DDRC-24, FLEX xxx und SHD xxx. Wenn ich mir die zugehörigen Oberflächen bzw. XML-Dateien anschaue bringt kein weiteres Produkt die Möglichkeit mit neben möglichen XO Filtern noch 20 IIR-Filter und die 1024taps FIR-Filter unterzubringen. Bei den Dirac-Produkten ist das Ganze sowieso vernagelt.

Grüsse
Uli
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Sorry Uli,

ich war nicht klar genug... Danke für die Antwort! Mir ging es um Produkte wie z.B. openDRC und andere ältere, für die V3 in bestehenden Installationen interessant sein könnte.

Grüße,
Winfried
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

OpenDRC wird schon seit V1 unterstützt. Allerdings scheint mir dass miniDSP selbst das OpenDRc nur noch teilweise anbietet.

Grüsse
Uli
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JanRSmit
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Test of SINC macro vs manual XO

Beitrag von JanRSmit »

I returned from a short vacation, and continued to learn Acourate for creating an active XO.
I received Acourate v3 including the Crosover linearisation macro from sinc-pulse, so i use that version now.

I already had made a logsweeprecording of one midrange. so i used that to make manually a linearised XO for the midrange (3-way: 433-3464 Hz)
And i made a sincpulse and then ran the macro (is indeed much quicker ;-)):
Comparison-XO-M-LSR-SINC-peak6000.PNG
Comparison-XO-M-LSR-SINC-peak6000.PNG (273.55 KiB) 1207 mal betrachtet
Note: both have the peak at 6000.

Basically same result, so i am happy as i see it that i understand that part of XO making with Acourate ;-)

Using Sinc-pulse to record amplitude response does help in reducing noise impact, but for some reason the very low frequency noise is still quite present. Measurment location: my living room during the day, so not very quit ;-)
For the midrange an tweeter not really an issue, provided a lot of pulses i used 200.
Comparison-M-AmplResp-LSR-SINC.PNG
Comparison-M-AmplResp-LSR-SINC.PNG (393.48 KiB) 1207 mal betrachtet
I am documenting my approach so i can repeat the procedures and get reproducable results.
I did make xo-parts for all 3 drivers: W+W, M,T.
Also went for relatively short measuring distances, now 290mm from baffle on axis of each driver, here the measurement of the upper woofer:
20240701_164435-crop.jpg
20240701_164435-crop.jpg (491.92 KiB) 1207 mal betrachtet


Next up as challenge in the learning process: combining it into a 3-way xo and make it work ;-)
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