Bau einer Grounding Box

Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo,
bei Lidl gibt es momentan Kupferband und Kupfernetz für den Garten (gegen Schnecken).
Grüße
Hans-Martin
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Naturalix
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Lautsprecher Grounding ... usw...

Beitrag von Naturalix »

hallo zusammen

hallo Christian.

vielen Dank für Deine Berichte.

Mich würde interessieren, wie du das Grounding der Lautsprecher- Minuspole wahrgenommen hast.... denn LS zu grounden, da wäre ich nicht auf die Idee gekommen.

Meine erste Probe-Box ist fertig.... quasi ne größere Zigarrenschachtel... den Boden und die Wände mit Kupferfolie verklebt. Dann ofc-Kupferfolie von außerhalb rein in die Box und innen in Schlaufen gelegt. Etwa 1,5 m. Die eingeführte Kuperfolie an der Eingangswand innen herabgeführt und zugleich mit der Klebekopferfolie der Wände verklebt bzw. elektrisch kurzgeschlossen. Die Kiste befüllt mit feinem Graphite 0,2-0,5mm gemischt mit Trommelsteinchen Turmalin - vielleicht 10 % vom Volumen - befüllt und Deckel drauf.
Der Anschluß erfolgt hier direkt auf der Kupferfolie durch Verklemmung ohne jede weitere Komntakte mit elektrisch leitenden überflüssigen Materialien. Glaube in der Endwesion werde ich das Kupferband quer über den Deckel legen und die Zuleitungen über Holzklötze damit verschraubend verklemmen.
Kiste an meine Phono angeschlossen... Platte aufgelegt und angeschmissen... Staub weg gebürstet... UND KEIN KNISTERN mehr, wie sonst üblich.
Die Musik kommt schöner... intensiver... vollkommener... mehr Details. Zuleitung ist aus Silberdraht in 0,5mm Durchmesser und stinknormaler Kupferlitze parallel.... weil hab grad nix anderes da.
Dann habe ich mit Silberdraht die dynavox Steckerleiste über die Frontplattenverschraubung mit der Box bzw. dem ausgeführten Kupferband direkt verbunden. Vielleich noch ne Spur offener? Ist ja immer schwer zu beurteilen, wenn man selbst nicht sitzen bleiben kann, weil kein Helfer vor Ort eine Maßnahme/Tuning integriert. ABER !!! ...der laute Knackser beim Ein-Ausschalten der Badbeleuchtung - der IST JETZT WEG !!!! - ein willkommener Nebeneffekt !

Bei der nächsten Box wird s auch Bilder geben...

...hat jemand Schungit, Graphite und Turmalin verglichen oder Erfahrungen?

bis dahin

Jo
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Naturalix
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Beitrag von Naturalix »

... kein elektisch statisches Knistern mehr :-)
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Handtuch
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Beitrag von Handtuch »

Hallo Jo,
Naturalix hat geschrieben: 28.05.2024, 14:51 Mich würde interessieren, wie du das Grounding der Lautsprecher- Minuspole wahrgenommen hast.... denn LS zu grounden, da wäre ich nicht auf die Idee gekommen.
Die Idee bekam ich entweder beim Ansehen eines der wenigen YT-Videos zum Thema oder las das irgendwo in der Schwarmintelligenz.

Ich habe eben nochmal getestet: Groundboxen mit und ohne Verbindung zum Minus der Lautsprecher.
Teststück ist, wie immer, das Stück "Heartbeat" von David Sylvian (https://www.youtube.com/watch?v=XtvTDuTbPhU) als FLAC vom NAS gestreamt und über den Naim NAC-N 172 XS wiedergegeben.

Die Unterschiede sind tatsächlich nicht mehr ganz so subtil, wie ist das in Erinnerung hatte.
Mit verbundenen Groundboxen klang est einen Tick mehr transparenter und David Sylvian trat noch einen Schritt mehr auf mich zu.
Wie oben schon von mir geschrieben: irgendwie stimmiger, richtiger, flüssiger.

Macht richtig Spaß, mit den Boxen zu hören.
Naturalix hat geschrieben: 28.05.2024, 14:51 Trommelsteinchen Turmalin - vielleicht 10 % vom Volumen - befüllt und Deckel drauf.
Trommelsteine sind doch die kleinen, glatten Steinchen, oder?
Die hatte ich bewusst nicht genommen, sondern Schörl, der keine glatte, sondern eher zerklüftete Oberflächen hat.
Da ich die Groundboxen erst mal kräftig durchschüttle nach dem Befüllen, ist meine Annahme, dass sich das Turmalingranulat dann besser miteinander "verzahnt". Das ist bei den glatten Steinen nicht der Fall.
Ideal wäre natürlich Pulver, aber das gibt eine Riesensauerei.
Naturalix hat geschrieben: 28.05.2024, 14:51 Die Musik kommt schöner... intensiver... vollkommener... mehr Details. Zuleitung ist aus Silberdraht in 0,5mm Durchmesser und stinknormaler Kupferlitze parallel.... weil hab grad nix anderes da.
Ist doch prima! Missionsziel voll erfüllt! :cheers:
Naturalix hat geschrieben: 28.05.2024, 14:51 Bei der nächsten Box wird s auch Bilder geben...
Ich freu mich drauf :D
Naturalix hat geschrieben: 28.05.2024, 14:51 ...hat jemand Schungit, Graphite und Turmalin verglichen oder Erfahrungen?

Dazu müsste man doch mehrere identische Boxen mit unterschiedlichen Füllungen bauen.
Bisher hatte ich diesbezüglich noch keine Vergleiche angestellt.

Gruß
Christian
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Naturalix
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Beitrag von Naturalix »

hallo Christian

im Angebot stand "Turmalin schwarz micro Trommelsteine 0,5 kg (Schörl)"... ich kannte das nicht. Sie sind schon abgerundet - aber geometrisch sehr deutlich unterschiedlich geformt... länglich, quadrahtisch..platt..dick..dünner... krumm. Aber sie sind keinesfalls scharfkantig.
Davon 1 kg erreichten mich für ca 95 euronen. 1 kg ist "kein nennenswertes Volumen".
Die nächste Box - da werden die Kupfeflächen mit Kupferpaste- diese hauchdünn/unsichtbar nur aufgetragen und Turmalinpulver darauf zerstäubt, dass theoretisch daran anhaften müsste...
was geringeren Widerstand bedeuten müsste...einhergehend mit gesteigerter Effizienz :wink:

werde berichten

Jo
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Naturalix
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Beitrag von Naturalix »

Nabend zusammen

hier Meine G-Box Nr.2:

GB - 3.jpg
GB - 3.jpg (331.27 KiB) 344 mal betrachtet
Boden und Wände vollflächig mit Kupferfolie beklebt und von außen ein 30 mm breites Kupferfolienband hineingeführt an Stirnwand anliegend über den Boden zur gegenüberliegenden Wand und ab da in Schleifen zurück zur Stirnwand und über dem Einlassband wieder nach draußen. Mittels beidseitig leitendem selbst klebendem Kupferfolienband wurde das ein und ausgeführte 30mm breite Band mehrfach mit dem Kupfer an Wänden und Boden elektrisch verbunden.

GB - 4.jpg
GB - 4.jpg (114.91 KiB) 344 mal betrachtet
Auf eine Klemme habe ich verzichtet um Übergangswiderstände möglichst klein zu halten.
Sowohl der Zugang, als auch der Abgang der Folienschleifen im Inneren sind nach draußen geführt. Zuleitung ist ebenfalls ein 30mm Kupferband, dass zwischen den beiden Kupferenden aus der Kiste platziert wird. Zu sehen ist ein herausgeführtes M4 Polyamidgewinde und eine Holzscheibe. Damit werden die drei Bänder über eine Rändelmutter bei großflächigem Kontakt sicher verbunden. Evt. werde ich auch einen parallelen Silberdraht zum Testen mal mit unterklemmen.

...befüllt wie die erste Box mit Graphite 0,2-0,5mm, Turmalinsteinchen und Turmalinpulver.
Volumen ist etwa 1,5 Liter, davon das Allermeiste ist Graphite. Dazu eine Kaffeetasse Turmalinsteinchen und 2 Eßlöffel Turmalinpulver. Gut verrührt und eingefüllt.
Den Deckel hab ich verklebt. Die Idee mit der Kupferpaste habe ich verworfen - egal.

Erster Höreindruck: sofort... die Bühne wird größer abgebildet... der Bass mehr Kontur... und mehr Mikrodetails. Auch mehr Wärme... authentischere Hölzer. Das sind die Vorteile, die man Folien-Kupferspulen in Lautsprecherboxen ohnehin nachsagt. Auch glaube ich, dass die Art der großflächigen Verklemmung vorteilhaft ist. Bei der Ersten Box erfolgte die Zuleitung über normale Litze und einem parallelem Silberdraht normal verklemmt in Lüsterklemme Material auf Material. Alles in allem ist diese zweite G-Box klar besser - wohl auch wegen der zweifachen Folieneinleitung ins Innere.

Nächtliche Grüße

Josef
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Toni
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Pappe besteht auch aus Holz

Beitrag von Toni »

Liebe Forenmitglieder,

als Alternative zu den Holzkästchen könnt ihr auch Versandhülsen benutzen. Gibt es bei Amazon in den verschiedensten Größen mit Deckel. pappröhre+mit+deckel eingeben und gewünschtes Maß auswählen. Kostet nur den Bruchteil einer Holzbox...
Ich kann Stephans Anmerkung nur bestätigen. Es macht einen Unterschied, welches Kupfer man verwendet. Ich habe beste Ergebnisse mit Mundorf Kupferspulen erzielt. Einfache Stromkabel sind nicht so gut.

Thomas
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mehrere Geräte an eine Box - besser vermeiden

Beitrag von Naturalix »

Hallo zusammen

habe weiter experimentiert und hatte zwischenzeitlich wieder den lästigen Knaxer der Badbeleuchtung
beim Ausschalten. Grund war die parallele Groundung der Masse meiner Hifi-Netzleiste an der selben Box neben der Phonostufe. Jetzt ist die Netzleiste (nmasse) an die erste Box angeschlossen ... die Phonostufe an die Zweite - und der Knaxer ist passe. Hatte das hier im Faden auch irgendwo gelesen und kann es jetzt bestätigen.
Zwei weitere G-Boxen habe ich wie die Zweite aufgebaut für die Lautsprecher - jedoch in etwas kleineren
Bambuskisten je 1,1 Liter. Im Inneren ist ein großes Oval aus Kupferplatten in 0,1mm Stärke gebildet. Daran die Zuleitungen aus Mundorf Kupferband-Spulenmaterial im Oval gefaltet - etwa 80 cm x 30mm Breite. Mehrfach das Band an das ovale Kupferteil verlötet - und die anderen Enden mit Lautsprecher - Minuspolen
verbunden. Hörbar schöner irgendwie. Dann habe ich irgendwo gelesen, man solle das besser direkt an die Polklemmen des Verstärker (Minus) anbinden. So getan und ja... ist vermutlich besser. Die Musik spielt jetzt offener, luftiger und losgelöster. Einige ... nein viele neue Details höre ich bei altbekannten Platten, die ich gut zu kennen glaubte. ... Musik spielt einfach souveräner... kontrollierter ... natürlicher - insgesamt schöner. Werde die Tage mal vergoldete Silberdrähte in den beiden letzten, noch offenen Kisten, anbinden...


viele Grüße

Jo
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