Was wir zur Zeit hören

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,

gestern wieder ein bes(ch)wingtes Konzert in Saarwellingen. Das Dizzy-Krisch-Quartett spielte Musik des Modern Jazz Quartets. Hervorragend! Leider gibt es davon keine CD. Da kommt eben das Orginal zu Gehör:

The Modern Jazz Quartet - Together Again - Live at the Montreux Jazz Festival '82

Auch nicht schlecht, auch wenn mir das nur als lossy-komprimiertes wma vorliegt.

Viele Grüße

Jochen
Bild
alcedo
Aktiver Hörer
Beiträge: 1945
Registriert: 09.12.2019, 20:21
Wohnort: NRW

Beitrag von alcedo »

Hallo,

gestern war ich in einer wunderbaren Aufführung von Verdis Requiem. Der Instrumentalverein Wuppertal (ca. 75 Mitglieder) und der Chor der Konzertgesellschaft (etwa 100 Mitglieder) führten es gemeinsam in der historischen (und akustisch sehr gut klingenden) Stadthalle Wuppertal auf. Das Besondere dabei: es sind beides Laienmusikvereine!
Nahezu unglaublich, dass solche Traditionsvereine die Corona-Pandemie überlebt haben.

Chor und Orchester waren klasse. Selten habe ich dieses Werk so enthusiastisch, farbig und pointiert gehört. Es wird noch lange nachwirken. Da es davon leider keine Aufnahme gibt, „begnügte“ ich mich mit der hier im Forum bereits mal erwähnten Giulini-Aufnahme (Infos dazu hier: https://referenzaufnahme.de/referenzauf ... di-requiem).

Viele Grüße
Jörg
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,

hier lief eben zum wiederholten Male der Download zu dieser Produktion:

https://www.discogs.com/de/release/5085 ... ango-Libre

Also Tango. Aus Skandinavien. Kann doch nichts sein. Ist aber doch. Vielleicht nicht mit der Verve südamerikanischer Interpreten, aber BIS-typisch sehr schön aufgenommen. Räumlich, sehr schöne Farben, dynamisch - so präsentiert sich die Aufnahme mit der passenden Anlage.

Viele Grüße

Jochen
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,

hier läuft gerade mal wieder richtig klassisch Smetanas Vaterland in der relativ neuen Interpretation mit der Tschechischen Philharmonie und Bychkov:

https://www.discogs.com/de/release/2999 ... 3%A1-Vlast

Die Romantik ist abgelegt, sehr schön, die Dramatik ist in den Vordergrund gestellt und die präzis und "scharf geschnitten". Ist höchst interessant, mit einfachen Worten hervorragend für meine Ohren. Ebenso die Aufnahmetechnik. Wenn laut, ist laut, und wenn leise, leise. Schön auch der Raumeindruck.

Viele Grüße

Jochen
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo nochmal,

ich nehme an, dass der Smetana der Mitschnitt eines Konzertes war. Wenn das stimmt, möchte ich sagen: Neulich hatten wir scherzhaft die Berliner Philharmonie mit den Pragern verglichen und ich möchte heute sagen: Die Berliner bedienen perfekt die Erwartungen des Publikums. Die Prager auch. Aber anders. Die stellen dem Publikum vor Ohren, was sie heute zu sagen haben. Einfach nur hervorragend im Falle der Smetana-Aufnahme. Ich/wir haben Ma Vlast selten so ergreifend gehört.

Und nun hören wir mal etwas über die Geburt des Violoncellos:

https://www.eclassical.com/la-nascita-d ... odena.html

Bin gespannt.

Viele Grüße

Jochen
Bild
Horse Tea
Aktiver Hörer
Beiträge: 1726
Registriert: 19.03.2016, 20:22
Wohnort: Unterfranken

Beitrag von Horse Tea »

Melomane hat geschrieben: 17.03.2024, 20:12 Und nun hören wir mal etwas über die Geburt des Violoncellos:
https://www.eclassical.com/la-nascita-d ... odena.html
Hallo Jochen,

ich kenne dieses temperamentvolle Album. Mir hat es sehr gut gefallen, auch klanglich. Den Cellisten Bruno Cocset kann ich auch mit anderen Aufnahmen sehr empfehlen, etwa mit den Sonaten von M. Barriere.

Viele Grüße
Horst-Dieter
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,

heute war mal wieder Konzert in Saarwellingen: The Three Wise Men mit dem Programm The European Songbook. Dazu gibt es auch eine CD:

https://www.discogs.com/de/release/1926 ... n-Songbook

Ließ sich gut anhören, locker, leicht, beschwingt - und mal nicht diese so oft verkopfte deutsche Jazzszene. ;)

Die CD habe ich mitgenommen und macht auch gerade einen guten Eindruck mit Kopfhörer.

Edit: Die Schnitte der Tracks beim Rip kommen mir teils merkwürdig vor. Ist wohl das Schicksal von Eigenproduktionen. Mal morgen im CD-Player kontrollieren.

Edit 2: Geht vielleicht auch auf das Konto des C-3Po Transcoding Helpers beim Logitech Mediaserver. Das Plugin ist manchmal nicht schnell genug im Nachliefern des Streams. ;)

Viele Grüße

Jochen
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,
Melomane hat geschrieben: 22.03.2024, 23:14 Edit 2: Geht vielleicht auch auf das Konto des C-3Po Transcoding Helpers beim Logitech Mediaserver. Das Plugin ist manchmal nicht schnell genug im Nachliefern des Streams. ;)
das war's. CD und Rip sind in Ordnung. Und wenn ich mich recht erinnere, hatte ich das Plugin vor längerer Zeit schon einmal aus demselben Grund deaktiviert.

Viele Grüße

Jochen
Bild
alcedo
Aktiver Hörer
Beiträge: 1945
Registriert: 09.12.2019, 20:21
Wohnort: NRW

Beitrag von alcedo »

Hallo Jochen

endlich bin ich mal dazu gekommen, die ein oder andere Empfehlung hier "abzuarbeiten" ;-)
Melomane hat geschrieben: 17.03.2024, 18:57 hier läuft gerade mal wieder richtig klassisch Smetanas Vaterland in der relativ neuen Interpretation mit der Tschechischen Philharmonie und Bychkov:
https://www.discogs.com/de/release/2999 ... 3%A1-Vlast
Ganz deiner Meinung - die dramatische Prägnanz steht im Vordergrund.
Wann hat man beispielsweise die Šárka je so bunt, farbenprächtig, verlockend - und brutal - gehört. Das Männermorden wird förmlich in 3D abgebildet.

Auch die Aufnahmetechnik trägt sicher ihr übriges dazu bei, dass dies eine der Aufnahmen für den interessierten Sammler ist.
Macht richtig Spaß!

Viele Grüße
Jörg
Bild
alcedo
Aktiver Hörer
Beiträge: 1945
Registriert: 09.12.2019, 20:21
Wohnort: NRW

Elgar "The Dream of Gerontius"

Beitrag von alcedo »

Hallo,

gestern war ich mal wieder in Bonn im Konzert und habe mir ein Oratorium angehört, dass ich bei aller Bekanntheit zuvor noch nie live erlebt hatte: Elgars "The Dream of Gerontius". Wirklich passend zu Karfreitag!

In England allgemein beliebt, in Deutschland jedoch m.M.n. seit Jahren nicht mehr auf dem Spielplan zu finden. Ich will den Inhalt hier nicht referieren, nur kurz sei gesagt, dass es im 1. Part um das Sterben eines alten Mannes geht (das Diesseits quasi in Echtzeit erlebt) und im doppelt so langen Part 2 (dem Jenseits) um die Läuterung (Purgatorium), also der Reinigung der Seelen von ihren irdischen Sünden.

Bild

Eine wunderbare Komposition, mit strukturgebenden Leitmotiven à la Wagner und einem riesigen Chor (in Bonn aus 2 Chören bestehend). Wer diese knapp 90minütige herrliche Chormusik noch nicht kennt, dem sei die gelungene Aufnahme unter Sir Barbirolli mit der wunderbaren Janet Baker empfohlen. Beispielweise in Qobuz auch als 24-192 HiRes-Aufnahme zu hören.

Viele Grüße
Jörg
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,

eben liefen Lieder von Wilhelm Stenhammar in dieser Ausgabe:

https://www.eclassical.com/performers/m ... songs.html

RvB meinte sinngemäß zum gestrigen Tagesangebot: Interessieren wahrscheinlich kein Schw..., also niemanden, seien aber gut. Recht hat er, zumindest mit der zweiten Hälfte seiner Äußerung.

Viele Grüße

Jochen
Bild
kontrabass
Aktiver Hörer
Beiträge: 47
Registriert: 16.09.2020, 21:16
Wohnort: Bergisch Gladbach

Beitrag von kontrabass »

Hallo zusammen,

total geflasht ( so sagt man wohl heute) höre ich gerade die neue Aufnahme der Suiten für 2 Klaviere von Rachmaninoff in der Interpretation von Trifonov / Babayan (bei DG).

https://open.qobuz.com/album/a7uyl8ttzcyeb

Es faszinieren mich dabei mehrere Aspekte:

- es gelingt beiden Pianisten, die Grenze zum Kitsch ( bei Rachmaninov ist diese Grenze sehr nah ) nicht zu überschreiten
- ganz freies, klangliches Spiel auf zwei Flügeln, die kaum unterschiedlicher sein könnten: links Trifonov auf einem Bösendörfer (der mit seinen mächtigen Bässen ordentlich "Dampf" macht (Anspielprobe "Tarantella" aus der Suite Nr 2), rechts Babayan auf einem (vor allem in den Höhen) zauberhaft klingenden Steinway (Anspielprobe: Barkarole aus der Suite No.1. Das perlt so unfassbar zart, dass es eine Freude ist
- eine exzellente Aufnahmetechnik, die die Klangfarben - Unterschiede beider Flügel perfekt herausarbeitet
- die über allen Zweifeln stehende hohe Fingertechnik der beiden Protagonisten ist maximal Mittel zum Zweck , um ein freies, gelöstes Gesamtbild zu erzeugen, keine circensiche Zurschaustellung der Fertigkeiten. Haben beide auch nicht nötig. Trotz aller wilden Stimmführung strahlt die komplette Aufnahme eine unglaubliche Ruhe und Gelöstheit aus.

Eine Besonderheit ist die Umsetzung der 2. Sinfonie ( 2. Satz) für 2 Klaviere von Trivonov. Auch wenn es zwei Klaviere sind, so glaubt man doch fast die Soloinstrumente eines Orchesters zu hören.

Jahrelang war die Aufnahme aus dem Jahr 1992 mit Martha Argerich und Alexandre Rabinovitch ( ja der mit den ständig kalten Händen) mein Favorit

https://open.qobuz.com/album/0809274961167

Aber im Vergleich der beiden Aufnahmen muss ich jetzt wohl einen neuen Favoriten krönen. Gegen Trifonov/Babayan fehlt dem Duo Argerich/Rabinovitch ein letztes Stück (nicht viel) an Leichtigkeit.

Hört einfach mal rein, und lasst von Euch hören

Michael
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,

hier kam gerade Robert Schumanns 1. Symphonie in der neuen Einspielung der Dresdner Philharmonie mit Marek Janowski zu Gehör. Edel und frisch - die Attribute kamen mir in den Sinn. Es gibt die Ausgabe von Pentatone als SACD oder als HiRes-Download (24/192). Es sei der link zur Bezugsquelle dafür erlaubt, denn bei Discogs bin ich bislang nicht fündig geworden:

https://www.eclassical.com/labels/penta ... onies.html

Ich habe die Symphonie mit Kopfhörer gehört und war erstaunt, in welchem Maß ConvoProxy den Download noch "aufpolieren" konnte in Sachen Klarheit der "Bühne" und "sauberen" Klangfarben.

Viele Grüße

Jochen
Bild
Melomane
Aktiver Hörer
Beiträge: 3134
Registriert: 14.10.2011, 18:30

Beitrag von Melomane »

Hallo,

da:

viewtopic.php?p=236587#p236587

hatte ich ja schon mein Wohlgefallen an der 2020er Wiederveröffentlichung der Beethoven-Symphonien mit Karajan (1963) beschrieben. Da ich die anderen LPs nicht verfügbar habe, kam ersatzweise folgender Vergleich zu Ohren: Der erste Satz der Neunten als (Qobuz-)Download in 24/96 und als digitalisiertes Vinyl (2020) ebenfalls mit 24/96. Und wieder einmal gewann für mich das Vinyl. Selbst in digitalisierter Form entstand der Eindruck von mehr Offenheit, mehr Luft in der Wiedergabe. Die Bühne war in allen Dimensionen größer, der Download klang geradezu komprimiert gegenüber der Lebendigkeit des Kontrahenten.

Deswegen die Frage an euch: Welche Informationen habt ihr darüber, auf welcher Basis der Download erstellt wurde (alte Bänder oder vorangegangene Digitalisate)? Und auf welcher Basis die Vinylausgabe erstellt wurde (alte Bänder ist ja angegeben, aber wurden die digitalisiert oder analog in weitere Bearbeitung eingegeben)? Oder ist die Basis identisch und haben wir es nur mit meinen Komponenten bis hin zu den Ohren zu tun?

Vielen Dank für Input. :cheers:

Viele Grüße

Jochen
Bild
alcedo
Aktiver Hörer
Beiträge: 1945
Registriert: 09.12.2019, 20:21
Wohnort: NRW

Beitrag von alcedo »

Guten Abend, Jochen

Es gab sowohl 2003 ein Remastering als auch 2020.
Das von den Emil Berliner Studios 2/2020 durchgeführte Remastering soll sich insofern deutlich von der Version von 2003 unterscheiden, als im alten Remastering an vielen Stellen Bandschäden zu hören gewesen seien. Diese sollen nun fast verschwunden sein.

Meine SACD-Box entspricht dem 2003er Remastering. Ich habe diese nicht mit der 2020er vergleichen können, da ich diese nicht besitze.

Bei den als Download erhältlichen 24/96-Dateien habe ich bei keiner Plattform einen Hinweis auf ihren Ursprung finden können.

Viele Grüße,
Jörg
Bild
Antworten