Phono-Verstärker–Ausgang, Mono-"Kurzschluss"?

Tontechnische Basisthemen
Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

bevor hier Schluss wäre: Ich habe vor Jahren mal so etwas gekauft:

https://www.ebay.de/itm/294215430414

Keine Ahnung, ob es den Ansprüchen genügt. Deswegen nur bitte als Anregung verstehen.

Viele Grüße

Jochen
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Urs
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Beitrag von Urs »

Jochen
Merci - muss ich mal probieren.

Gruss
Urs
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Melomane hat geschrieben:
14.09.2022, 22:28
bevor hier Schluss wäre: Ich habe vor Jahren mal so etwas gekauft:
https://www.ebay.de/itm/294215430414
Hallo Jochen,
kannst du mal das Gehäuse öffnen und berichten, ob da mehr drin ist als 2 (oder noch ein 3. als Senke zur Masse) Widerstände und Drahtbrücken zwischen den Buchsen?
Mehr Innenleben würde ich nicht erwarten.
Wenn allein das Blechgehäuse zwischen Eingangs- und Ausgangsbuchsen die Signalmasseverbindung übernimmt, ist unter Tonqualitätsaspekten nicht viel zu erwarten
Grüße
Hans-Martin
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo Hans-Martin,

ich komme erst in der nächsten Woche wieder in Reichweite des Teils. Dann schaue ich, ob es Schrauben hätt'.

Viele Grüße

Jochen
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

so, ich habe nachgeschaut. Leider ist das Gehäuse verlötet. Ein Blick hinein ist also nicht möglich ohne destruktive Gewaltanwendung.

Viele Grüße

Jochen
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Urs
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Beitrag von Urs »

Jochen,

Danke für Deine " Gewaltfreien " :wink: "Bemühungen !

Für ca. 30 CHF kriegte ich so ein Teil sogar beim Lokalen Online Händler in Zürich.
Ein allfälliger "Verlust" wäre tragbar....
(Sicher billiger, als Röhren & Mehr zu verheizen .. :oops: )

Gruss
Urs
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Jochen,
ein Ohmmeter wird ausreichen, das Innenleben des Monacor-Kästchens zu erforschen, z.B., zwischen beiden Ausgangsbuchen vermutlich einen Kurzschluss festzustellen.
Ob zwischen beiden Eingangsbuchsen der doppelte Widerstand gemessen wird, gegenüber dem Wert zwischen einer Eingangs- und Ausgangsbuchse, oder auch hier eine Direktverbindung vorhanden ist, wäre die zentrale Frage.
In letzterem Fall kann man sich auch eine Messung zwischen Ausgang und Masse sparen.
Sonst wäre nicht auszuschließen, dass zum Mischen ein Widerstand als Senke eingesetzt ist, der zusammen mit den Vorwiderständen einen Spannungsabfall bewirkt - aber eine Kompensation der Abschwächung am Vorwiderstand durch den Pegelanstieg durch den zweiten Kanal am Mischer würde ich nicht erwarten. Denn dann wären die Längswiderstände ähnlich wie die Senke, und dann ist entweder alles recht niederohmig oder hochhohmig. Letztere Fall wäre weniger ratsam, wenn man Klangverluste in Verbindung mit dem nachfolgenden Kabel vermeiden möchte.
Deshalb vermute ich Längswiderstände zwischen 100 Ohm bis max. 1 kOhm zwischen Eingang-und Ausgang, und wenn überhaupt ein Widerstand nach Masse geht, nicht unter 47kOhm, Tendenz 100k oder noch darüber.

@ Urs,
welchen Sinn kann es machen, auf Biegen und Brechen 2 Kanäle, die inhaltlich identisch sein sollen, mit unterschiedlichen Pegeln zusammenzuzwingen?
Wenn der Ursprung eine Mono-Schallplatte ist, sollte sowohl der Stereo-Tonabnehmer wie auch der Phono-Pre kanalgleiches Verhalten zeigen. Sonst liegt ein Defekt vor, wenn die Kanaldifferenz den üblichen Toleranzbereich verlässt.
In allen Fällen folgt daraus, dass man allein einen -vorzugsweise den lauteren- der beiden Kanäle benutzen kann, um ihn erst zu der Soundkarte gleichartig auf beide Soundkarteneingänge zu verteilen. Da die Phonostufe wie oben beschrieben 2 parallele Ausgänge in Stereo hat, kann man ohne irgendwelchen Aufwand den besseren Kanal doppelt auf die Soundkarte (bzw. ADC) geben, und den schwächeren Kanal ignorieren. Denn die Schallplatte selbst ist Mono und hat somit nur einkanalige Musik.

Das ginge, wenn man extra Geld ausgeben möchte, auch mittels des von Jochen vorgeschlagenen Monacor-Kästchen, umgedreht eingesetzt, also eine als Ausgang markierte Buchse zur Quelle, die "Eingänge" zu den Soundkarteneingängen

Aus der Reparaturpraxis: wenn Kanaldifferenzen auftreten, kann das Parallelschalten beider Ausgänge einer Vorstufe den Klang beider Ergebnisse verschlechtern. Deshalb riet ich oben, allein den besseren Kanal zu wählen, nur im seltenen Ausnahmefall ist das der leisere.

Der richtige Weg wäre natürlich, die Ursache für die Kanaldifferenz abzustellen.
Bei Stereoanwendung würde man sofort handeln und reparieren, bei Monoschallquelle reicht aus, sich auf einen Kanal zu beschränken, so gibt gibt es ein sehr preiswertes Workaround, indem der "defekte" Kanal ignoriert wird.
Dann kann man ggf. dessen Röhren herausziehen und sich über mehr Lebendigkeit des verbleibenden Kanals freuen.

Eigentlich wollte ich in diesem Thread nichts mehr schreiben, weil, wenn jemand den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, noch ein Baum mehr nicht hilfreich ist ... aber mich interessiert, was Monacor für 30 Euro verkauft...
Grüße
Hans-Martin
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo Hans-Martin,

da müsste ich dich wieder vertrösten oder an den Urs verweisen. Denn der hat das Kästchen vermutlich eher in Händen als ich mein Messgerätchen wieder verfügbar (der Oktober lässt freundlich grüßen).

Ansonsten bin ich auch neugierig auf Forschungsergebnisse.

Viele Grüße

Jochen
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