Netzteil für Router FritzBox 7590

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.
Milhouse
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Beitrag von Milhouse »

Franz hat geschrieben:
17.02.2022, 11:27
Ich wage gar zu behaupten, daß mehr Störungen oft gar als besser gehört und empfunden werden, weil einem bei einem entstörten Netz dann etwas fehlt.
Hallo,

Ich stimme hier Franz Vermutung absolut zu. Das kann ich auch im Bereich Ethernet Anbindung bestätigen. Letztendlich erscheint mir das ganze Tuning im Bereich Stromversorgungen, Netzkabel aber auch Ethernet ein einziges Trial and Error, bis die Störungen so dosiert sind, bis einem der Klang gefällt. Daher auch die diversesten Aussagen, was einem "weiter gebraucht" hat oder wo sich die nächsten Vorhänge gehoben haben.

Beste Grüße,

Eric
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Thomas86
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Beitrag von Thomas86 »

Moin Eric,

na jetzt machst du aber ein Fass auf. ;)
Was in unserem Hobby ist denn nicht Trial&Error?

Ist nicht die Suche nach einer in sich stimmigen Kette aus Lautsprecher, Verstärker, Quelle, die mit- und untereinander harmonieren, nicht auch Trial&Error?

Ist die Annahme, dass eine HF freie Anlage die technische "richtige" ist, nicht dahingehend ein kleiner Trugschluss, dass es auch bei den Komponenten, zb. bei den Eupen-Kabeln nicht DAS 100 Prozent freie HF gibt? Sonst würde doch ein TMR NK6 nicht "besser klingen" als ein NK2?
Von daher bewegen wir uns doch hier auf dem Terrain der HF-Reduktion, aber nicht der Vollständigen Eliminierung.

Und weshalb darf einen zb. Produkt X oder Y nicht besser gefallen? Genau hier steht doch im Disput, ob einem eine HF reduzierte oder eine nicht HF reduzierte Anlage besser oder weniger gefällt.

Die Argumentation "Störung" = verfälschter Klang ist für mich persönlich zu kurz betrachtet, geht sie doch sofort einher mit der generellen Bewertung von Klang.
Für den einen sollte ein Kontrabass SO klingen, für den anderen SO. Und es wird munter drauf los gebogen.

Von daher fände ich eine konkrete Engfassung des Themas spannend und auch erst dann hilfreich.

Gerne tausche ich mich mit dir und deinen Ansichten hier aus.

Gruß
Thomas

ps: Ich bitte die Forenadministratoren diese Beiträge gerne in einen extra Thread (Gibt es wissenschaftliche Methode zur Anlagen-Zusammenstellung eine oder ist es nur Trail&Error? ) zu packen, damit der ursprüngliche Thread "Netzteile für Router" beim Thema bleibt.
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Milhouse
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Beitrag von Milhouse »

Hallo zusammen,

Im OEM Forum gibt es bei Herrn Rudolph einen extra Thread zu dem Thema: https://www.open-end-music.com/forum/pr ... en-bedingt

Ich finde die These großteils plausibel. Diese würde auch erklären warum bzgl. der Peripherie Ethernet als perse HF Signal so immensen Einfluss auf den Klang hat und sich mit meinen Messungen in diesem Bereich decken.

Beste Grüße,

Eric
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Thomas86
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Beitrag von Thomas86 »

Hallo Eric,

die Abhandlung habe ich damals noch verfolgt, bevor ich das OEM verlassen habe.
Es ist sicher eine gut aufgestellte These, auch wenn ich dieser These nicht folge.

Was meinst du mit "größenteils"? Welche Punkte siehst du denn hier differenziert?

Grüße
Thomas
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Milhouse
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Beitrag von Milhouse »

Hallo Thomas,

der Thread im OEM Forum heißt ja "Klangunterschiede in Komponenten nur durch HF-Störungen bedingt?".
Ich denke, das z.B. die Qualität einen D/A Wandlers nicht unbedingt nur durch besserer Umgang mit HF bedingt ist - daher "größtenteils".

Ich habe in der letzten Zeit etliche Fortschritte durch die HF Entstörung gemacht, sodass dies bei mir jedenfalls mehr als eine These ist.
Durch die Untersuchung des Klangverhalten bei Ethernet habe ich über meine Messungen ähnliche Erfahrung gemacht, das z.B. eine Verschlechterung des Signals durch falsche Impedanzen oder auch durch Isolatoren zu vermehrt HF Störungen führt und meist einen räumlicheren Klangeindrücken mit sich bringt, bei dem sich oberflächlich "etliche Vorhänge heben".

Daher vertrete ich auch die Meinung, die ich schon weiter oben geäußert habe, das das ganze Optimieren mit Kabeln, Steckern etc. letztendlich eine "Trial and Error" Methode ist, um über die hierdurch unterschiedlichen Einflüssen durch HF den Klang zu tunen - ist ja OK, wenn man das macht und hierzu steht. Wenn dann gegensätzliche Methoden zusammen eingesetzt werden und Bestandteil der Trial and Error Reise werden, finde ich das etwas befremdlich (z.B. Netzkabel aus Silber und Netzfilter...).

Ich kann Dir nur berichten, das es sehr entspannend ist, die unendliche Lösungsmenge bei Optimierungen und deren Komplexität in den Abhängigkeiten basierend auf einen konsistenten These einzugrenzen und nicht mehr bei jedem Post von Kollegen, die ja meist Ihre Optimierungen oder Invests ohne Überprüfbarkeit in den Himmel loben, nervös zu werden und wieder mit Trial and Error weiterzumachen.

Ich habe teilweise das Gefühl, das sich etliche Kollegen der selbsternannten "High End Elite" konsequent gegen jegliche nachvollziehbaren Thesen wehren, da hierdurch das mühsam durch Trial and Error erworbene Expertenwissen, worüber man sich definiert und profiliert, in Frage gestellt wird.

Beste Grüsse,

Eric
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Eric,
bei allem Respekt vor der Ernsthaftigkeit deiner Bemühungen in dieser Sache, bleibt doch die verwirrende Unüberschaubarkeit der vielfältigen Variablen bei den Betriebsbedingungen des Einzelnen und dessen Netzstörungsstruktur.
Jeder sehnt sich nach Übertragbarkeit (möglichst) einfacher Maßnahmen auf die eigene Situation mit dem uns alle verbindenden Ziel einer Klangverbesserung am Ende der Kette.

Deine Beiträge in dieser Sache, wie könnte man sie unterschätzen?
Von mir ein klares weiter so und Daumen hoch!
Grüße
Hans-Martin
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Markush
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Beitrag von Markush »

Hallo zusammen,

die HF Auswirkungen konnte ich auch sehr schön sehen,testen beim Einsatz eines AQ Jitterbug https://www.audioquest.com/de/streaming ... terbug-fmj wobei ich den wirklich nur am USB Port eingesteckt hatte - mehr nicht.

Merkliche Veränderung egal ob beim Test am NAS oder am Router.
Wie genau das technisch funktioniert, leider keine Ahnung. Allerdings sehr spannend. Und einerseits auch erschreckend zu sehen.

Liebe Grüße
Markus
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SolidCore
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Netzteile

Beitrag von SolidCore »

Hallo Eric

Wie Hans Martin finde ich ebenso deine Vorgehensweise sehr interessant, weil du den Spagat machst,
nicht den reinen Filterkurven und Theorien zu vertrauen, sondern den eigentlichen Erfolg, besserer Klang, nicht vernachlässigst.

Ich habe ebenso vollkommen Voodoofrei und mit echten Filtern bemerkenswerte, teils erstaunliche Ergebnisse erzielt,
dabei der Hinweis, das einige Maßnahmen absolut sinnig waren, jedoch nicht passend dazu zu hören waren.

Irgendwann hatte ich mir dann mal angewöhnt, und das finde ich nun interessant, genau die gleichen Maßnahmen
bei 2-3 Bekannten an ihren Ketten zu probieren. Und erst dabei kam heraus, was bei einem total überzeugt, kann bei einem
anderen gar keine Wirkung hervorrufen. So denke ich zum einem, wie Hans-Martin, ist das Störpotential vor Ort wohl
der wichtigste Parameter, und in Teilen auch, wie gut oder schlecht bereits in einem Gerät vom Hersteller vorgesorgt wurde.
Ein Beispiel dazu:
Das gerne verwendete Eupen war bei einem Bekannten an seinem günstigem Bluray-Player der totale Knaller. Man erkannte ihn kaum wieder.
Das gleiche Kabel auf den Linn Streamer umgesteckt, und schon war es sinnfrei. So würde der Bluray-Nutzer es überall loben,
der Linn-Nutzer vielleicht denken, er wär taub.

Auch wenn man mal 3 Netzfilter verschiedener Bauart nimmt, die jedoch im Datenblatt sehr ähnlich filtern, wird man feststellen,
"klanglich" betrachtet sind da klare Unterschiede. Ein zumindest dazu halbwegs passendes Beispiel, ebenfalls im OEM Threat zu finden,
wäre es, einen Corcom 6FC (Achtung, ab Werk unzulässiger Ableitstrom) mit einem 6EQ zu vergleichen. "Klingen", wenn man so will, total unterschiedlich.
Genauer betrachtet hat der 6FC größere Kondensatoren, und kleinere Spulen, der 6EQ genau anders herum. Erreichen in der
Messung jedoch ähnliche Dämpfungs-Werte.
So sehe ich da die Gefahr eines Anwenderfehlers, nicht die Gewissheit, das fehlende HF nicht grandios klingen kann.

Zusätzlich haben Versuche gezeigt, das wenn man nur entweder Teilbereiche, oder hauptsächlich entweder SYM oder ASYM filtert,
der Klang ebenso nach Mumpf wandert, und erst bei Filterung vom Rest überzeugt.
Als Beispiel für 1 Filter, die erst ab 300khz wirken, für 2 jede Menge Ferritclips UM ein Kabel (rein Asymmetrisch wirkend),
statt um Einzeladern (SYM + ASYM).
So wäre der wohl breitbandigste Tip, alles und überall konsequent zu Filtern. Bei Einzelmaßnahmen kann es durchaus verschiedene
Ergebnisse geben.

Gruß
Stephan
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Luxman4Ever
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Beitrag von Luxman4Ever »

Trial and Error das ist meine Methode mit den Ohren.
Ich hab zunaechst zwei Auth Filter eingesetzt - einer vor dem Auralic 1A und ein 3A altes Baumuster vor dem Lux Amp beide bewirkten sehr viel und genau in die richtige Richtung.
Es wurde offener, heller, durchhoerbarer, mehr Rauminformation ohne Dynamikverlust beim Amp.

Ein 1A Auth vor den Triangle AOI Twin Boxen meiner Tochter hatte aehnliche Wirkung.

Daraufhin hab ich drei Stueck von den neuen verbesserten 3A Auths bestellt.
Leider klingen die genau in die falsche Richtung - zumindest an der Peripherie z.B. vor der Fritzbox das Klangbild wird schlechter, dumpfer, mueder.

Dabei hab ich wieder festgestellt das die recht alte USV mit EMI Filter an der die gesamte Peripherie im Buero /NAS/Switch/Fritz haengt klanglich sehr viel bewirkt aehnlich wie die 1A Auth Filter.
Ruhiger, sauberer, mehr Raum

Ich hab die neuen 3A Authfilter jetzt im Hause halt vor einige "Stoerenfriede" gesetzt kann nicht schaden denke ich.

Beste Gruesse Bernd
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Milhouse
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Beitrag von Milhouse »

Hallo zusammen,

Ich habe inzwischen angeregt durch die Verfolgung der Threads von Thomas Rudolph im OEM Forum vor den LS jeweils 1 Schaffner FN700Z mit Erdeiterdrossel erfolgreich platziert.
https://www.digikey.de/de/products/deta ... 06/1997347
Im Vergleich zu den Auth sind das Bazukas bzgl. der Filterwirkung - die Auths dann entsprechend dieser Relation Luftgewehre.....

Aktuell bin ich dabei 6 weitere Schaffner FN352N zu platzieren. Einer sitzt schon vor dem Subwoofer, was zu einer von mir nicht so extrem erwarteten Präzision des Bass geführt hat. Ein weitere temporär vorgeschalteten FN352Z hat wiederum eine kleine Steigerung gebracht.
Ein weiter FN352z sitz vor dem IFI iPower Netzteile für den Topaz und hat dort den Auth 503 erfolgreich abgelöst, der inzwischen nur noch eingesetzt wird, um Wirkung von Netzfilterungen und Erdeiterdrossel zu testen.
https://www.digikey.de/de/products/deta ... 06/1997199

Damit der Thread hier nicht zum Netzentstorungs Thread wird, werde ich versuchen meine Netzentstorungs Journey die Tage Mal in meinen Vorstellungsthread zu beschreiben.

Beste Grüße,

Eric
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Markush
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Beitrag von Markush »

Hallo zusammen,

hat jemand das iFi Power Elite aktuell mal im Vergleich mit anderen gehört/getestet?

Liebe Grüße
Markus
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Thomas86
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Beitrag von Thomas86 »

Hallo Markus,

Ja habe ich.
Für das Geld ist es schon gut.
Aber es geht (wie so oft) besser.

Grüße
Thomas
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo Markus,

ich zitiere mich mal selbst:
Bajano hat geschrieben:
12.02.2022, 09:20
Hallo zusammen,

ich kann aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass ein iFi iPower Elite dem kleineren iPower aus gleichem Hause hörbar überlegen ist. Ein Sunny-Power Supply und/oder ein Beci-Metallnetzteil spielen allerdings in einer ganz anderen Liga und sollten unbedingt mal an entsprechender Stelle zur Probe gehört werden.

Für mich war die Suche mit den vorgenannten LNTs an der Synology und an der Fritzbox beendet.

Viele Grüße,
Oliver
Beste Grüße,
Oliver
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Luxman4Ever
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Beitrag von Luxman4Ever »

Milhouse hat geschrieben:
28.02.2022, 17:03
Einer sitzt schon vor dem Subwoofer, was zu einer von mir nicht so extrem erwarteten Präzision des Bass geführt hat.

Beste Grüße,

Eric
Willkommen im Club, mir wollte ja kaum einer hier glauben das ich meine Bassprobleme ausschliesslich mit Netzkabeln und Filtern gelöst habe.

Beste Gruesse Bernd
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Markush
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Beitrag von Markush »

Hallo Eric,

ich habe ja das iFi Power Elite derzeit im Einsatz für das ISP Modem/Router. Und das iFi wiederum ist am AQ Niagara 5000 angeschlossen. Meinst du ein Filter zwischen Niagara und iFi würde da zusätzlich noch Sinn machen oder eher kontraproduktiv?

Liebe Grüße
Markus
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