Bodyshaker/Körperschallwandler

Tontechnische Basisthemen
WongP
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Beitrag von WongP »

Hans-Martin hat geschrieben:
12.01.2022, 00:31
planetti hat geschrieben:
11.01.2022, 22:16
Micha, mit welcher Abstimmung erhältst du ein gutes Ergebnis?
Hallo Micha,
das wäre auch meine Frage gewesen
Kann man leider nicht auf jedes Sitzmöbel pauschalisieren.
Würde aber versuchen den Oberkörper im Fokus zu behalten ;)
Der Poppes würde manchem sicher besser gefallen, aber das ist dann nix zum Musik hören :cheers:

Grüße
Micha
atmos
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Body-Shaker am LFE-Kanal betreiben

Beitrag von atmos »

Hi,
der Body-Shaker ist nur sinnvoll am LFE-Kanal - 20 bis 40 Hz - zu betreiben, ansonsten gibt es nur Dauervibration, und die ist auf Dauer nicht angenehm.

Gruß
Günther
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WongP
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Beitrag von WongP »

atmos hat geschrieben:
13.01.2022, 11:32
Hi,
der Body-Shaker ist nur sinnvoll am LFE-Kanal - 20 bis 40 Hz - zu betreiben, ansonsten gibt es nur Dauervibration, und die ist auf Dauer nicht angenehm.

Gruß
Günther
Hallo Günther, da bist du aber leider völlig falsch Informiert! (für mich, einfach nur Bashing :x)
Ich bin dann mal hier mal raus, wie leider zu oft in diesem schönen Forum ;)
Grüße Micha
planetti
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Beitrag von planetti »

Aber Micha,

bloß weil ein Günther und ein Sohn das nicht brauchbar zum Laufen gebracht haben, herrscht nicht gleich allgemeines Bashing...

Bitte erkläre uns, wie man einen Bassshaker richtig einsetzt und worauf es ankommt, so dass er das leise Hörerlebnis angenehm unterstützen kann. Wir sind sehr gespannt auf die Hinweise und Kniffe bei der Auslegung (wieviele von was an welchem Bauteil), Positionierung (Richtung, Abstand zum Ohr) und Abstimmung (welche Frequenzen wie stark, Übergang zum Schalldruckbass, Entkopplung zum Boden/Wand), die du in deinem System gewonnen hast.

Es ist für den Informationsaustausch in einem "schönen Forum" m.E. nicht hilfreich, wenn Beiträge mit "das soll doch jeder selbst für sich ausprobieren", "Versuch macht kluch" oder "ich bin raus" enden.

Gespannte Grüße
Uli
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atmos
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Heimkino + Bodyshaker

Beitrag von atmos »

WongP hat geschrieben:
13.01.2022, 14:15
Hallo Günther, da bist du aber leider völlig falsch Informiert! (für mich, einfach nur Bashing :x)
Ich bin dann mal hier mal raus, wie leider zu oft in diesem schönen Forum ;)
Grüße Micha
Hi, Micha, auf einschlägigen Heimkino-Plattformen kannst du alles Nachlesen, und wenn ein Hersteller von Bodyshakern sein Gerät "Earthquake" nennt, dann spricht es Bände.

Falls alles, was zu den Bodyshakern geschrieben wurde, Fakes sind, entschuldige ich mich bei dir.

Gruß
Günther
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gregor
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Beitrag von gregor »

Werte Leisehörer,

als Beitrag zum allgemeinen Forenfrieden will ich hier eine kleine Technik-Anekdote einflechten.

Die hier besprochenen Bodyshaker erinnern mich als ein wenig an den Stanton Vibemaster aus den frühen 1990ern. Der Vibemaster sollte am Körper getragen werden und die Bassinformation auf den Brustbereich übertragen. Die Idee dabei war, dass man als DJ damit zusätzliche Bassinformation hätte, bzw. mit Gehörschutz, also leiser auflegen könnte. Idee gut, Umsetzung nicht: http://forums.audioreview.com/general-a ... 28699.html
Hier noch ein Bild des mir bis dato unbekannten Bone Fone, das wohl nach ähnlichem Prinzip arbeitete:
http://forums.audioreview.com/attachmen ... efone2.jpg

Erfolgreicher war kurz darauf Pioneer mit dem DJM500 Mixer, der eine tatsächlich meistens funktionierende BPM-Match Anzeige hatte. Ob dieses Feature oft genutzt wurde, um die Ohren zu schützen, kann ich nicht sagen; nach meiner Beobachtung hat die neue Technik eher dazu geführt, dass in den Dorf-Diskotheken die Djs noch besoffener ans Werk gingen.

Beste Grüße
gregor
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo,
ich habe mal von einem Produktmanager eines japanischen Elektronikherstellers den Begriff "Erdbebenhilfskanal" als Ersatz für LFE gehört. Das spricht Bände.
Meine Musik-DVD sind alle in 5.0, also ohne LFE.
Dolby Digital definiert alle Kanäle von 20-20000Hz mit Ausnahme LFE.

Ich habe noch nie bei einem Livekonzert erlebt, dass die Erde bebt, wohl aber eine Lautstärke, die mein Ohr in einen Verzerrungsbereich brachte, dass ich spontan die Hände drüber hielt.
Als Santana einst in Hannover auftrat, haben angeblich Zuhörer die Polizei gerufen, wegen versuchter Körperverletzung (Lautstärke). Weiter hinten ging es noch...

Wenn ich mit Kopfhörer höre, bleiben Einschränkungen durch die Imkopflokalisation und die deutlich geringere körperliche Erfahrung (ebenfalls eine Verlagerung in Richtung Schädel).
Wenn man einen Sinus oder etwas modulierten Sinus von tiefen Tönen zu hohen durchwollbelt, kann man bei sich spüren, an welcher Stelle des Körpers eine Resonanzreaktion erfolgt.
Da geht es nicht nur um Schamanismus, auch Universitäten (iirc Delft, Manchester, Heidelberg, 1995) beschäftigen sich mit solchen Themen. Pulsierende Laute zwischen 150-250Hz wirken auf das Sacculum im Innenohr und leiten Signale zum Hypothalamus weiter, der emotionalen Zentrale.

Bodyshaker erreichen diese Frequenzen aber nicht mehr aufgrund von Massenträgheit, nicht allein als Resultat der eigenen Treiberleistung, vor allem auch in Abhängigkeit der zu bewegenden Masse.
Sie sind nicht konstruiert, um oto-akustisch (also über die Ohren, Luftschall) zu wirken, sondern über Körperschallkopplung.
Wenn ich Musik von vorn bekomme und den Kick von hinten, will das für mich nicht zusammenpassen.
Wenn bei geringerer Lautstärke die Wahrnehmung von Bass zunehmend zurückbleibt, mehr als logarithmisch (gemäß Fletcher&Munson oder ISO-Kurven), aber bei geringerem Pegel ein Bodyshaker technisch linear mit schwächer wird, bleibt auch an dieser Stelle etwas Ungewohntes.
Es wäre etwas anderes, wenn wir auch bei kleinen Pegeln von gespürten mechanischen Vibrationen umgeben wären.
Ich habe hier 4 Bodyshaker liegen. Für die Effekte muss man sich je nach Situation und Programmaterial begeistern können. Für audiophilen Zugewinn zähle ich persönlich sie nicht.
Grüße
Hans-Martin
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hkampen
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Beitrag von hkampen »

Hi,

das ist wohl er eine Frage der persönlichen Akzeptanz und Gewohnheit. Wer mit Feedback-Systemen von Games groß geworden ist, hat vielleicht einen anderen Zugang zur mechanischen Ergänzung von Musik.

Es gibt ja auch verschiedene Lösungen, von robusten Feedbacksystemen für Livemusik über die Bewegung von Sitzmöbeln bis zu Geräten, die direkt am Körper getragen werden. Gerade letztere dürften zusammen mit Kopfhörer kaum Latenzprobleme haben und auch die bewegte Masse ist nicht allzu groß.

Zum Einsatz von Körperschallwandlern bei Gehörschädigung habe ich noch nichts gefunden, kann aber auch ein Aspekt sein.

Grüße
Harald
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