Was wir zur Zeit hören

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen
Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

mal wieder was für die Klassikabteilung:

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Also Mozart. Die letzten drei Symphonien. Kein unbekanntes Bundle. ;) Vermutlich aber schon die Herangehensweise des Ensembles Resonanz. Da weht ein frischer Wind durch die Partituren. Ob man den mag, hängt von Erwartungshaltung und vielleicht auch Tagesform des Rezipienten ab. Mir gefällt das heute gut! Ob immer - nun ja, es gibt ja ggf. genügend Alternativen. Und je nach Stimmung mag mal die eine oder andere zu ihrem Recht oder zumindest zu Gehör kommen.

Wer möchte, kann ein oder zwei Ohren riskieren:

https://www.qobuz.com/de-de/album/mozar ... scmh0o5l9a

Von der Quelle streamt es auch gerade hier zum rpi.

In der bei Qobuz zu findenden Albumbeschreibung verlautbart hamonia mundi: "Er [der Dirigent] rückt die rhetorische, um nicht zu sagen theatralische Dimension der berühmten Trilogie ins Rampenlicht..." Auch wenn das Werbung ist, beschreibt sie die Art der Darbietung durchaus nachvollziehbar.

Viele Grüße

Jochen

P.s.: Das Bild leidet nicht unter Rechtschreibschwäche, vielmehr erweckt die Laufschrift in JiveLite fälschlicherweise diesen Eindruck.
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Guten Abend,

nachdem ich dies bei der Vorstellung von Hubert_t gelesen hatte
Hubert_t hat geschrieben:
14.12.2020, 16:24
Musikgeschmack:
Ruhige Jazzmusik, auch mit Gesang, Singer- Songwriter und gute Pop-Jazz Musik.
z.B. Miles Davis, Keith Jarrett, Bill Evans, Philip Catherine, Joni Mitchel, Rickie Lee Jones u.a.
wurde meine Erinnerung an das wunderbares Guitar-Album von Philip Catherine aus 1975 geweckt. Nach nochmaligem Anhören war es dann doch nicht mehr soooo wunderbar wie geglaubt (und vermutlich hat sich mein Musikgeschmack auch "etwas" verändert ;-))

Dennoch habe ich Dank Qobuz weiter in sein Oeuvre hineingehört und einige Perlen für mich entdeckt:
so gefallen mir "Live" mit dem Philip Catherine Quartet aus 1997

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und das 2018 erschienene Alterswerk "Manoir de mes reves" ausgesprochen gut: schöner, warmer, ausdrucksstarker Jazz, filigran, mit einem tollen Groove - 3 fantastische Künstler, die sich richtig gut verstehen.

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Witzig: in dem Stück "Insensiblement" (auf "Manoir de mes reves") ruft einer (links) etwa bei 50sec etwas laut in den Raum. Ich verstehe immer "Willst ´n Bier haben?" und ein anderer antwortet "Bring gleich 2". Ist natürlich Unsinn - denn keiner von den dreien wird wohl deutsch sprechen. Andererseits Philip Catherine ist Belgier - könnte doch Bier sein :lol:

Zwei sehr empfehlenswerte Alben!

Viele Grüße,
Jörg
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo nochmal,

einfach nur schön:

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Und deswegen ohne weiteren Kommentar.

Viele Grüße

Jochen
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gregor
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Beitrag von gregor »

Guten Abend,

nach der Lektüre einiger Threads hier fiel mir zuerst ein Post eines von mir sehr geschätzten Forenmitglieds ein:
JOE hat geschrieben:
14.12.2011, 08:53
Vielleicht lobt Rudolf einen jährlichen Wanderpreis für das beste nicht geschriebene Posting aus ... :wink:
Dann hab ich nur zur Beruhigung mein R&B Album des Jahres aufgelegt und nach kurzer Forensuche festgestellt, dass diese fantastische, ohne Marketing auskommende Combo hier noch völlig unerwähnt ist:

SAULT - (Untitled) Black is
https://saultglobal.bandcamp.com/album/ ... d-black-is

Die Sparfüchse unter Euch können sich das Album der anonym agierenden Kapelle bei Bandcamp kostenlos runterladen. Ist allerdings ein gemeiner Trick. Die zwanzig Songs könnten Euch so anfixen, dass Ihr dann die drei anderen Alben kaufen müsst. Ein munterer Genre-Crossover aus Soul, R&B, House und Disco.

Beste Grüße
gregor
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Hubert_t
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Beitrag von Hubert_t »

alcedo hat geschrieben:
15.12.2020, 20:16
Guten Abend,

nachdem ich dies bei der Vorstellung von Hubert_t gelesen hatte
Hubert_t hat geschrieben:
14.12.2020, 16:24
Musikgeschmack:
Ruhige Jazzmusik, auch mit Gesang, Singer- Songwriter und gute Pop-Jazz Musik.
z.B. Miles Davis, Keith Jarrett, Bill Evans, Philip Catherine, Joni Mitchel, Rickie Lee Jones u.a.
wurde meine Erinnerung an das wunderbares Guitar-Album von Philip Catherine aus 1975 geweckt. Nach nochmaligem Anhören war es dann doch nicht mehr soooo wunderbar wie geglaubt (und vermutlich hat sich mein Musikgeschmack auch "etwas" verändert ;-))

Dennoch habe ich Dank Qobuz weiter in sein Oeuvre hineingehört und einige Perlen für mich entdeckt:
so gefallen mir "Live" mit dem Philip Catherine Quartet aus 1997

Bild

und das 2018 erschienene Alterswerk "Manoir de mes reves" ausgesprochen gut: schöner, warmer, ausdrucksstarker Jazz, filigran, mit einem tollen Groove - 3 fantastische Künstler, die sich richtig gut verstehen.

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Witzig: in dem Stück "Insensiblement" (auf "Manoir de mes reves") ruft einer (links) etwa bei 50sec etwas laut in den Raum. Ich verstehe immer "Willst ´n Bier haben?" und ein anderer antwortet "Bring gleich 2". Ist natürlich Unsinn - denn keiner von den dreien wird wohl deutsch sprechen. Andererseits Philip Catherine ist Belgier - könnte doch Bier sein :lol:

Zwei sehr empfehlenswerte Alben!

Viele Grüße,
Jörg
Hi Jörg,

Die "Manoir de mes reves" habe ich mir heute mal über Deezer angehört. Die ist wirklich sehr schön! Danke für den Tipp!

Ich mag besonders seinen aktuellen Gitarrensound. Sehr klar, die elektrische Gitarre klingt sehr nach einer Akustischen.
Ganz anders als viele Jazz-Gitarristen mit eher dunklen Tönen (reduzierte Höhen am Ton-Regler und Hall) . Beispiel Pat Metheny u.a.

LG Hubert
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo allerseits,

da haben wir (lieber Jörg, weder pluralis modestiae noch majestatis oder sonst irgendeiner dieser Art, sondern die Dame des Hauses und ich) vorhin die Übertragung des 3. Klavierkonzerts und der 5. Sinfonie vom Beethoven aus Bonn begleitet vom Bundespräsidenten und Daniel Hope und geleitet von Daniel Barenboim aus Bonn gehört und gesehen - und sind in der 5. ausgestiegen. Reiner Schönklang! Irgendwie langweilig nämlich. Und haben gewechselt zu Karajan '62 - und da begann die Musik zu leben. Da war etwas gesagt und nicht nur schön gespielt! Mal sehen und vor allem hören, was der Abend noch vom Beethoven bringt.

Viele Grüße

Jochen
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Lieber Jochen,

da habt ihr länger ausgehalten als ich :lol:
In der Tat: langweilig. So habe ich das Konzert auch empfunden - und abgeschaltet.

Da sind wir (pluralis amigos) diesmal einer Meinung, Jochen :cheers:

Viele Grüße, Jörg
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo Jörg und der Rest, ;)

hier ergab der Abend noch ein wenig mehr vom Beethoven: 9. Symphonie, 1. Satz auszugsweise. Und zwar Karajan '62 - wie vorhin schon gesagt - es wurde etwas gesagt, Karajan hatte etwas zu sagen, hervorragendes Orchesterspiel, dann Honeck mit den Pittsburghern, modern angehaucht mit hervorragender Aufnahmetechnik, dann die Freiburger - kleineres Orchester eher dünn im Vergleich, dennoch spannend, weil eloquent. Wir werden diese Aufnahme gemeinsam (also die Dame des Hauses und ich) die Tage genauer konsumieren. Abschließend für heute Simon Rattle mit den Berlinern. Perfekt! Absolut perfekt!! Dennoch blieb ein kleines Unbehagen. Bei aller Perfektion eine Sprache, die letztendlich nicht die unsere war. Toll, aber wir wurden nicht wirklich warm mit der Einspielung, nicht wirklich ergriffen.

Viele Grüße

Jochen
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

eben lief eine weitere Einspielung von Beethovens 9. Symphonie. Und zwar die vom

Bach Collegium Japan mit Masaaki Suzuki:

https://www.qobuz.com/de-de/album/beeth ... d3rs4f2t5a

Ich habe mir die besorgt, weil sie neulich in einem Interpretationsvergleich dieses Werks, gesendet von BR-Klassik, erwähnt wurde als gelungene Ausgabe mit dem Klang von Originalinstrumenten. Und ja, als solche ist diese Einspielung wirklich interessant anzuhören. Erstaunlicherweise fand sie zumindest bei Amazons Käufern wenig Resonanz, eine deutschsprachige Rezension findet sich da bislang nicht. Auch bei jpc keine Worte, nur eine 5-Sterne Bewertung per Mausklick.

Der Hörer bekommt einen Klangeindruck von Originalinstrumenten, der zeigt, welche Spielkultur und welches Niveau der Beherrschung der Instrumente sich in den vergangenen Jahrzehnten der Beschäftigung mit dieser Art von Instrumenten eingestellt haben. Ich ziehe meinen Hut davor. Auch ist der Interpretationsansatz mitreißend, die Interpretation lässt mich gewissermaßen atemlos zurück. Auch dafür Chapeau!

Wenn ich nicht gleich in Begeisterungsstürme ausbreche, dann gewiss auch, weil diese Einspielung erst einmal richtig "verdaut" sein möchte und dafür mehrfach "erhört" werden will von mir Hörer, der ich musikalisch eher traditionell sozialisiert worden bin. Aber ich werde diese Einspielung gewiss nicht als eine der eher belanglosen abhaken.

Viele Grüße

Jochen

P.s. Schleichwerbung. ;) Bei eClassical gibt es die Einspielung mit Pablo Heras-Casado heute am 18.12.2020 zum halben Preis im Rahmen des Adventskalenders.
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Melomane hat geschrieben:
18.12.2020, 13:54
Bach Collegium Japan mit Masaaki Suzuki:
https://www.qobuz.com/de-de/album/beeth ... d3rs4f2t5a

Der Hörer bekommt einen Klangeindruck von Originalinstrumenten, der zeigt, welche Spielkultur und welches Niveau der Beherrschung der Instrumente sich in den vergangenen Jahrzehnten der Beschäftigung mit dieser Art von Instrumenten eingestellt haben.
Hallo Jochen,

das ist in der Tat einer der spannenden Punkte dieser Aufnahme. Mich fasziniert darüber hinaus Suzukis Herangehensweise an dieses "allseits bekannte" Werk. Er baut im 1. Satz vom ersten Ton an auf eine langsame Steigerung und hält dieses dynamische Vorwärtsstreben bis zum Schluss durch. Dies gelingt anderen (ebenfalls sehr guten Interpretationen) wie Krivine, Antonini, Norrington oder Immerseel so nicht. Auch der 2. Satz gelingt für mein Empfinden sehr gut. Den für mich immer spannenden 3. Satz nimmt Suzuki in stimmigen ruhigen 14:31 Min., während Antonini, Norrington oder auch Heras-Casado ihn mit um die 12 Min spielen (im Vergleich dazu vielleicht Bernstein oder Furtwängler/1942 mit über 20 Min). Die kritischste Stelle dürfte heutzutage der 4. Satz sein. Und auch dieser gelingt erfreulich gut: Chor und Solisten singen nicht nur präzise, sondern verkörpern geradezu den Text.
Eine gelungene Aufnahme!

Und ja: es lohnt sich, sich langsam in sie "einzuhören".
Und ja: Heras-Casado ist für mich aktuell dennoch das Maß der Dinge ;-)

Beste Grüße
Jörg
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ronfruehling
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Cellistin...mitreißend

Beitrag von ronfruehling »

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Into The Trees
von Zoë Keating

Grüßle
Ronny
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ronfruehling
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Melody Gardot: From Paris With Love

Beitrag von ronfruehling »

Melody Gardot: From Paris With Love
At Radio France
https://www.arte.tv/en/videos/101102-00 ... with-love/
arte Mediathek 07.12.20 - 02.09.21
Grüßle
Ronny
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Luxman4Ever
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Beitrag von Luxman4Ever »

Ein Weihnachts Flash Back - zurueck nach Afrika.
Traumhaftes Album - traumhafte sonore Stimmen - Afrikaner sind bei a cappella einfach nicht zu ueberbieten.

BildXmas audio trip to Africa by
BeSt Photography
, on Flickr

Beste Gruesse Bernd
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

das streamt gerade:

https://www.qobuz.com/de-de/album/all-y ... 0153606065

Also Al di Meola und die Beatles gecovert/adaptiert.

Gefällt. Sonst hier nicht erwähnt. ;)

Viele Grüße

Jochen
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ronfruehling
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Beitrag von ronfruehling »

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Dreaming Through the Noise
Vienna Teng

Grüßle
Ronny
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