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Backes & Müller BM 30 - Hochtöner-Probleme?

Diskussion über aktive Schallwandler
Hornguru
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Beitrag von Hornguru » 10.10.2018, 01:48

Hallo Christian

Ich bin per se kein BM Fan. Ich war nur Fan der Classic Serie. Die 30er Tallie und die anderen mit ihren abgerundeten Ecken, das ist einfach 80er Vintage tresh chic. Super sxy! Und die großen Aluminium Kalotten die in der vertikalen Linie rumfunkeln. Ouch...

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Für mich gibts keine schöneren LS als die 12 /18 / 30 Classic!
Leider die Sache mit dem Hochton ja... Ein Drama.

Gruß
Josh
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vierzigo
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Beitrag von vierzigo » 11.10.2018, 17:57

Hallo Josh,

das mit dem Drama beim Hochtöner kann ich nich nachvollziehen, was ich eher finde, die beschönigen nichts, da wird alles so gezeigt wie es aufgenommen wurde.
Aber das ganze Drumherum ( Kabel, Dac und VV) muss auch dazu passen, deshalb finde ich die Behauptung mit dem Hochtöner schon etwas voreilig.

Aber nur meine bescheidene Meinung

Grüße

Oliver
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Rudolf
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Beitrag von Rudolf » 11.10.2018, 18:35

Hallo Oliver,

ich kann das, was Josh sagt, sehr gut nachvollziehen. Oft habe ich Lautsprecher der Classic Line im "Originalzustand" als chirurgisches Seziermesser mit leider nur geringer Langzeittauglichkeit gehört. Von Fachleuten richtig abgestimmt, sind sie jedoch ein Gedicht ...

Viele Grüße
Rudolf
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vierzigo
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Beitrag von vierzigo » 11.10.2018, 19:59

Hallo Rudolf,

stimmt, man muss sie nur richtig abstimmen, das wollte ich mit meinem Beitrag eigentlich klarstellen.

Aber nun genug gemosert.

Grüße

Oliver
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wgh52
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Beitrag von wgh52 » 11.10.2018, 20:16

Rudolf hat geschrieben:...Lautsprecher der Classic Line ... richtig abgestimmt, sind sie jedoch ein Gedicht ...
Dem stimme ich aus Erfahrung ebenfalls zu. In meinem Falle half Hochtöner-Elektronikmodernisierung und DEQX Abstimmung. Ich denke auch Acourate dürfte hier "Wunder wirken".

Die Silbersand Delphi mag/wird vieles oder alles noch besser machen"... :cheers:

Grüße,
Winfried

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Hornguru
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Beitrag von Hornguru » 12.10.2018, 15:56

wgh52 hat geschrieben: Ich denke auch Acourate dürfte hier "Wunder wirken".
4591
Hallo Winfried

Das dachte ich mir auch. Aber wenn mans nicht weiß, und du sitzt da, soll ich oder nicht, Acourate wird schon.... aaaaber:
- was wenns ne schmalbandige Resonanz der Kalotte ist?
- was wenn die Gegenkopplung da schwingt?
- was wenn ne schmale Auslöschung zwischen HT+SHT ist?

Dann kommst mit Acourate auch nicht weiter.
Habe mitlerweile den dritten Test aus 90ern und frühe 2000 gefunden, auch spätere Modelle alle zeigen eine ab 8kHz ansteigende Tendenz. Seltsame Vorlieben scheint das BM Personal da zu haben.

Gruß
Josh
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wgh52
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Beitrag von wgh52 » 12.10.2018, 18:35

Hornguru hat geschrieben:...aaaaber:
- was wenns ne schmalbandige Resonanz der Kalotte ist?
- was wenn die Gegenkopplung da schwingt?
- was wenn ne schmale Auslöschung zwischen HT+SHT ist?

Dann kommst mit Acourate auch nicht weiter...
Josh,

ob einer der genannten Fälle vorliegt oder etwas ganz anderes oder gar nichts, wissen wir natürlich nicht. Ich empfinde sie als spekulative Befürchtungen, die ich im Zusammenhang mit BM Classic noch nicht hörte. Natürlich verstehe ich, dass, wenn solche Befürchtungen vorliegen, ein Kauf nicht sinnvoll ist. Eine (gefensterte) Messung vor Ort wäre da mEn angeraten gewesen, denn wir reden ja über signifikante Investitionshöhe und dann hätte auch der Verkäufer (seriöserweise) Gewissheit über sein zu verkaufendes Produkt 8) . Nun, ich denke die Sache ist vom Tisch...

Grüße,
Winfried

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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser » 12.10.2018, 18:43

Lieber Josh,
lieber Winfried,
liebe Forenten,
wgh52 hat geschrieben: Nun, ich denke die Sache ist vom Tisch...
ach was, so schnell schießen die Preußen nicht! Auch, wenn ich Hanseat und damit gar kein Preuße bin.
Hornguru hat geschrieben: Habe mitlerweile den dritten Test aus 90ern und frühe 2000 gefunden
ideal für Menschen, die sehr viel Zeit haben. Bitte nicht falsch verstehen, im Gegenteil: ich verstehe Dich nur zu gut in Deiner Verunsicherung, die im Grunde genommen von Kommentar zu Kommentar nur größer werden kann und, das wage ich zu behaupten, auch wird.

Hör auf damit, Dich selbst zu verunsichern, indem Du Dich immer weiter und immer tiefer im Internet verlierst und fange an, mit den richtigen Leuten zu sprechen. Also wenn Du mich fragst. Ich denke, dass ich ziemlich genau weiß, wie zerrissen Du bist und wie sehr Du Dich nach Verlässlichkeit, nach Orientierung sehnst. Das ist doch das normalste der Welt. Aber mit jeder Internet-Recherche tauchen mehr neue Fragen auf, als Du alte beantwortest: es ist zum verrücktwerden. Alles erlebt.

Gert (Fortepianus) ist hier engagiertes Mitglied und nach meinem Eindruck eine Anlaufstelle, die befähigt ist, die Dinge richtig einzuordnen, sprich, zutreffend zu beurteilen. Und das ist es, was Dir nach meinem Eindruck fehlt: Urteilskraft in diesen Fragen. Gert bietet Updates für die gesamte, geregelte BM-Familie

http://www.aktivgeregelt.de/Service.html

und daher wird er wissen, welche Lösungen heute möglich sind. Das kostet alles Geld, natürlich. Ich möchte nicht über Gerts Zeit irgendwelche Verfügungen treffen, aber ein zutreffendes Bild, was eine BM 30 für einen (Neu-) Eigentümer bedeutet, sprich, wieviel Geld er für die Beseitigung welcher Phänomene einkalkulieren muss, Orientierung halt, bekommst Du sicher auch hier im Forum.

Neben Gert gibt es noch eine Vielzahl anderer Experten, dass wir uns auch hier nicht falsch verstehen. Ich selbst habe keine BM-Boxen und kenne die BM-Welt daher nur vom Rande. Aber ich kenne Gert und kann nur sagen, dass er kein Dampfplauderer ist. Vielleicht ist das daher etwas, was Dir weiterhelfen könnte.

Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende!

Danke für Euer Interesse

Peter
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Hornguru
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Beitrag von Hornguru » 22.10.2018, 12:15

Hallo nochmal

Merci für alle gut gemeinten Empfehlungen.

Ich war gestern zu Besuch bei Stephan
viewtopic.php?t=351

Danke nochmals für Einladung. War ein schöner kurzer Abend. Ich konnte das letzte Modell der Classic Serie, BM18 hören. Hier waren nochmal Superhochtöner und Mittelhochtöner anders als bei der hier erwähnten BM30.

Merklich feiner abgestimmt, wesentlich ausgeglichener im Temperament. Wenn auch grundsätzlich immer noch analytisch. Immernoch die gleiche tolle Luftigkeit, Räumlichkeit, Klarheit, Feinauflösung.
Trotzdem ein Hang zum aufdringlichen Hochton, wenngleich nicht mehr so ermüdend.

Zum Glück hatte Stephan das PPG. Damit konnte man den SHT 2 Punkte (db??) runter stellen und den Grundtöner +1 Punkt hoch. Schon war alles viel gewohnter. Ein Hauch Auflösung ging verloren zugunsten einer entspannteren Darstellung. Jetzt passte alles!

Die letzte Serie scheint generell auch etwas weniger "technisch" , mehr emotional zu spielen.
Alles ist mehr im Fluß. Auch nach 2 Stunden wollte man garnicht aufhören und noch mehr Alben durchforsten. So muss es sein!

Fazit: BM Classic kann doch perfekt spielen. Das letzte BM HT Upgrade und ein PPG sind alles was man braucht.

Gruß
Josh
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Rudolf
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Beitrag von Rudolf » 22.10.2018, 18:08

Hallo Josh,
Hornguru hat geschrieben:Fazit: BM Classic kann doch perfekt spielen. Das letzte BM HT Upgrade und ein PPG sind alles was man braucht.
Das sind ja gute Nachrichten. Ich bin mir fast sicher, dass du dieses Ergebnis auch mit den alten Hochtönern hinbekommen würdest, wenn du dem Tipp folgst, die Gegenkopplung des Hochtöners zurückzunehmen. Einen Nachteil dürfte es nicht geben, zumal die Sinnhaftigkeit (= Hörbarkeit) der Hochtonregelung eh umstritten ist.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitrag von Hornguru » 24.10.2018, 18:01

Hallo Rudolf

Ja ein befreundeter Ingenieur hatte mal eine BM20 zerlegt und meinte die Sensorik bekäme bei weitem nicht genug Signal um gut zu regeln, der Hochton mangels Hub besonders. Da käme nur Rauschen in der Gegenkopplung an. Die wäre Unterdrückt mit Filtern, sodass die Regelung eigentlich nur bei sehr hohen Pegeln aktiv eingreift. Dann wenn der Tieftonsensor seine Laufbahn schon wieder verlässt und aufhört zu regeln :mrgreen:
Keine Ahnung ob das alles stimmt!

Jedenfalls fiel mir bei Stephan diese besondere "Klarheit" und Detailauflösung wieder auf. Wie schon bei der BM30 älteren Jahrgangs. Diese Auflösung habe ich so noch nie bei anderen Lautsprechern gehört. Als ob ein Schleier weg wäre. Insbesondere im oberen Mittel-Hochton-Bereich.

Wenn das mal nix mit der Regelung zu tun hat. Schade dass dies bei neuen Modellen wieder entfernt wurde.
Den überragenden Bass mag man auch nicht missen, ist aber mit Acourate und Dipol ähnlich gut. Wohl weil der Raum hier zu viel mitspielt.

Gruß
Josh
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Hornguru
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Beitrag von Hornguru » 09.01.2019, 18:52

Da scheint mir doch ein erster Hinweis zu sein:

https://www.gattiweb.com/images/dynaudio/d21-2_data.pdf

Der SHT scheint selbst jedenfalls mehr als sauber zu sein.
Wenn ich mir jedoch die Induktivität anehe und BM da dann wirklich ne Konstantstromquelle ohne Gegenkopplung dranhängt....
Müsste das analog der Impedanz ziemlich nach oben schnellen, also mit steigender Frequenz immer lauter brüllen.
Das würde die Schärfe erklären (?)

Gruß
Josh
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Hornguru
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Beitrag von Hornguru » 28.01.2019, 11:14

Morgen,

Um dieses Thema mit Happy End abzuschließen, für all diejenigen die im Netz darauf stoßen:

Es war tatsächlich nur ein vorlauter Superhochtöner. Mit PPG gezähmt ist alles gut. Mehr als gut, hervorragend! Wer kein PPG hat kann mit Equalizern sicher mindestens genauso gut abstimmen.
Es war also ein kleiner aber sehr breitbandiger Amplituden-Fehler von ca 3-5dB. Der unschuldigste aller Arten.

Vielen Dank an Rudolf, Winfried und die Anderen !

Grüße
Josh
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