Erfahrungen mit Audio-over-IP

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon nemu » 02.05.2018, 11:21

Hallo zusammen,

nur mal als wohlgemeinter Tipp von mir an die "Netzwerkverzweifelten". Wenn Ihr hier mit mehreren Netzwerkkarten opperiert und kein oder nur wenig Netzwerk Know-how habt, also ins Schleudern geratet bei Fragen wie z.B.:

Was ist eine IP-Adresse und was eine MAC-Adresse und wie stehen diese im Zusammenhang?
Was ist der Unterschied zwischen einem Switch und einem Hub?
Wie bildet man Subnetze?
Was eine Subnetzmaske ist und wie man diese bildet?
Wie sich mit der Subnetzmaske der Netzwerkbereich und der Hostbereich eine IP-Adresse bestimmen lässt?
Wofür und wann man eine Gateway-Adresse benötigt?
Was ist Routing? Wofür benötigt man dies?

In diesem Fall empfehle ich Euch dringend möglichst erstmal DHCP in Eurem privaten Netzwerk zu nutzen, also die automatische Vergabe von u.a IP-Adresse, Subnetz-Masken, IP-Adresse des Gateways. Dafür ist dieser Dienst u.a gedacht! Bei der manuellen Konfiguration kann schon der kleinste Fehler in der Konfiguration dazu führen, dass das Ganze - wie bei Andi - nicht funktioniert. Sind hier die entsprechenden Grundkenntnisse und praktische Erfahrungen bei der Fehlersuche vorhanden, sind die Fehler in aller Regel schnell zu finden. Sonst kann man hier aber auch schnell verzweifeln. Ich fühle mit Dir Andi!

Selber benutze ich DVS auf meinem MAC-Mini mit der eingebauten Netzwerkkarte und zusätzlich das WLAN. Alle IP-Adressen, Subnetzmasken, Gatewayeinträge werden über DHCP vergeben. Bei Musikabspielen über DVS werden nur die entsprechend hierfür benötigten Musikinformationen über das Dante-Interface übertragen. In meinem Fall also die eingebaute Netzwerkarte, die direkt mit meinem "Rednet D16R" verbunden ist. Gleichzeitig stattfindene andere Kommunikation im Netzwerk bzw. zum Internet hin wird über das WLAN übertragen. Dies kann man sich sehr schön z.B. mittels des Programms "Wireshark" (Werkzeug zur Netzwerk-Analyse) anschauen.

Die manuelle Vergabe von IP-Adressen mit Bildung unterschiedlicher Netzwerkbereiche habe ich auch ausprobiert, konnte hier jedoch in meinem Netzwerk klangtechnisch keinen Unterschied ausmachen. Könnte dies vielleicht damit zusammenhängen, das Dante für die Übertragung von bis zu 512 Kanäle (192 kHz, 24 Bit) ausgelegt ist, ich aber nur zwei zwei Kanäle für die Stereo-Übertragung nutze. Die Aulsastung des Netzwerks ist hier in meinem für Dante genutzen Gigabit-Netz also sehr gering. Dies soll jedoch nicht heißen, dass man in anderen Netzen bei Euch nicht Unterschiede hören kann.

Wie man hier am Beispiel von Andi sieht ist eine Ferndiagnose nicht unbedingt so einfach. Andi, hast Du nicht einen Forumskollegen, Freund oder Bekannten in der Nähe, der sich mit Netzwerkkonfigurationen gut auskennt und der Dir helfen kann? Wie auch immer, bitte nicht verzweifeln. Fang doch erstmal einfach an mit DHCP und einer Netzwerkkarte. Wenn dies dann läuft kannst Du ja weiter experimentieren.

Gruß Stephan
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Beitragvon h0e » 02.05.2018, 19:17

v_erich hat geschrieben:Das upsampelt mit SOX und klingt für mich besser als ein miminserver mit Upsampling.

Das "native" Upsampling des Minimservers fand ich auch nicht so gut, ich habe bei mir auf der Synology deshalb das FFMpeg Paket nachinstalliert. Dadurch kann man Soxr ein wenig konfigurieren und bessere Klangergebnisse erzielen.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Salvador » 02.05.2018, 19:27

Habe jetzt das Dante-Device mit dem Onboard-LAN verbunden und die JCT ausgesteckt. Adresszuweisung über DHCP. Dantenetzwerk ebenfalls funktionsfähig. Steuerung über WLAN mit Heimnetzwerk-IP. JPlaystreamer und minimserver werden auf dem ipad erkannt, Tracks koennen ausgewählt werden, aber nicht abgespielt, JPlay hängt sich dann auf. Neuinstallation von JPlay behebt das Problem nicht, mit/ohne Einträge im JPlay Directory oder im System von minimserver sind in allen Permutationen ebenso wenig erfolgreich wie verschiedene DAC und PC-Buffer Settings in JPlay.
An ein oder zwei Karten oder der JCAT liegt es nicht. Mit JPlay habe ich jetz fertig, als naechstes probiere ich JRiver.
Danke fuer eure Kommentare, wenn Sie inhaltlich Hilfestellung geleistet haben.

Andi
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Beitragvon Bernd Peter » 02.05.2018, 20:04

Hallo Andi,

das ist doch schon mal ein Ergebnis, das die LAN Karten als Übeltäter ausschließen sollte.

In JRiver bei Extras/Optionen/Musik/Audio Device als Soundkarte Dante auswählen und ein File mit der richtigen Samplerate in die Bibliothek laden zum späteren Abspielen.

Dann sieht man weiter, was zu tun ist.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon music is my escape » 02.05.2018, 20:08

Salvador hat geschrieben:Danke fuer eure Kommentare, wenn Sie inhaltlich Hilfestellung geleistet haben.


:mrgreen:

Da Hammer und Feuerschale offensichtlich noch nicht zum Zuge kamen, bestehen weiterhin alle Chancen auf ein Happy Ending...

Nur Mut, das wird schon - jeder andere hat es ja schließlich auch geschafft. :wink:

VG,
Thomas
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Beitragvon Salvador » 02.05.2018, 20:19

Hallo Thomas,

genau, man muss das nur systematisch abarbeiten:
JPlay: check (noch nicht mal JPlaymini funktioniert)
JRiver + Roon/HQP: in Arbeit
finale Option: Feuerschale. Hier die Frage, wie brennt es denn am besten? Mit Benzin? oder auf glühende Kohlen legen? Feuerschale ans LAN anbinden oder per Wifi? Will da nix falsch machen, dieser Schuß muss sitzen :cheers:

Andi
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Beitragvon easy » 02.05.2018, 20:39

Hi Andi ,

schön, dass du dein Humor zurück hast. :cheers:

Gruß
Reiner
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Beitragvon v_erich » 02.05.2018, 21:18

Hallo Jürgen,
ich hatte auch das Paket mit FFMPEG für SOX und die Qualität auf maximal raufgestellt usw.
Alle Tricks die ich so gefunden habe angewendet.
Hat bei mir aber weniger Details als Jriver direkt ans Gehör gebracht, darum damals wieder weg davon.
Besser war es dann noch mit dem Bubble Server als Zwischenschicht zw. mimin und UPnP Controlpoint, aber auch schlechter für mich als JRiver.

Gruß,
Erich
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Beitragvon Bernd Peter » 03.05.2018, 07:59

Hallo,

Erich schreibt:
Hat bei mir aber weniger Details als Jriver direkt ans Gehör gebracht,


kann ich für JRiver bestätigen, das zugeschaltete SoX glättet bei mir das Klangbild.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon music is my escape » 03.05.2018, 08:24

Hallo und guten Morgen,

Ohne den Thread zu sehr in Richtung OffTopic bringen zu wollen: gehe ich recht in der Annahme, dass diese Upsampling-Geschichte dem Umstand geschuldet ist, dass man bei dem kleinen Dante-Chip auf eine automatische Sampleratenanpassung verzichten muss oder gibt es auch rein klangliche Gründe dafür, bspw. dass die beteiligten Komponenten mit einer gewissen Rate besonders gut laufen?

Ich passe bisher die Paramter immer individuell an das Format des Files an; irgendwie hab ich dabei ein besseres Gefühl als beim Upsampling.

Grüße,
Thomas
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Beitragvon Salvador » 03.05.2018, 08:39

Hallo Erich und Bernd,

JRiver scheint die richtige Wahl für mich zu sein.
Erstens einmal klingt es "angenehm", und das mag ich bei der Abstimmung meiner Anlage, einen Schuss Wärme, und dann bietet es eine gute Steuerung per App und Upsampling.

Dann hat Erich ja meine Dantekarte klanglich mit JRiver abgestimmt und wir teilen wohl den gleichen Hörgeschmack, was die klangliche Abstimmung betrifft.

Und zuletzt kann man über JRiver und mit einem Plextor-CD-Player ja dann auch noch einen feinen CD-Player aufbauen, wie Bernd in seinem Vorstellungsthread beschreibt.

@Thomas, das Upsamplen kommt daher, dass es einerseits besser klingt und man andererseits auch noch bei der Dantekarte händisch die Samplerate jedesmal wechseln müsste. So kann man dann halt für 44,1 und Vielfache 88,2 nehmen und für 48 kHz und Vielfache dann 96 kHz an der Dantekarte, dann muss man nicht so viel rumklicken.

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Fbee » 03.05.2018, 09:17

VoIP vom Tablet PC (ohne Ethernet RJ45 Buchse) ?

Guten Morgen,

hat jemand (Klang-)Erfahrung mit USB-C zu Ethernet Adaptern für AoIP?
zB
https://www.amazon.de/gp/product/B075JB ... UTF8&psc=1

Der (bequem zu bedienende) Tablet PC bietet leider keine RJ45 Buchse.

Danke,
Frank
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Beitragvon Bernd Peter » 03.05.2018, 10:16

Hallo Frank,

man muss dazu meist einen passenden Treiber aufspielen, dann funktioniert es.

Hatte so einen USB/LAN an meinem Macbook Air, bevor ich dann auf den Thunderboltanschluß mit Original Apple Adapter wechselte.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon nad911 » 03.05.2018, 11:27

Hallo Fujak,

meine Fragestellung bezüglich Stromversorgung, ist bedingt durch die Hilfe für Andi seinem Netzwerkproblem, leider untergegangen.

Schöne Grüße
Edi
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Beitragvon chriss0212 » 03.05.2018, 11:38

Hallo Edi,

Hast Du auch die Clock erweiterung? Davon würde abhängen, ob die 3,3V reichen oder ob Du auch noch 12V benötigst.
Kannst Du löten? Ohne geht es ja nicht sinnvoll.

Je besser das Netzteil (also die 3,3V) um so besser. Und das Zerozone wird auf jeden Fall eine Verbesserung bringen.
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