Harald (Cabasse Baltic Evolution)

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Harald (Cabasse Baltic Evolution)

Beitragvon HaraldP » 07.03.2018, 00:08

Hallo zusammen,

auch ich gehöre zu denen, die schon seit längerem in diesem interessanten Forum mitlesen. Angemeldet bin ich auch schon seit einiger Zeit, da wird es Zeit, dass ich mich auch zu Wort melde. Von meiner HiFi-Vita will ich anhand einiger Stationen berichten:

Begonnen hat alles im Alter von 10 Jahren mit einem Tonbandgerät 'SABA HiFi TG 564 Stereo'. Aufnahmen machte ich damals vom Grundig Kofferradio meiner Eltern und zur Wiedergabe über die im Tonbandgerät eingebauten 2x 10W Verstärker hatte ich ein Paar kleine 2-Wege Lautsprecher von WIGO. Das Kofferradio wurde später durch einen Technics Tuner ST9600 ersetzt. Als ich 17 Jahre alt war, habe ich die kleinen WIGOs durch neue BM6 ersetzt. Ein riesiger Sprung, für den ich als Schüler viel arbeiten musste. Für ein Auto mit 18 blieb dann allerdings kaum mehr was übrig. Als Vorverstärker hatte ich einen kleinen Grundig MXV100. Wenig später hat das SABA einer Tandberg TD20 (1/2 Spur) Platz gemacht. Irgendwann kamen dann auch ein CD-Player und ein Kassettenrecorder. Diese Anlage spielte bis zum Auszug aus meinem Elternhaus meist (die B&M waren doch öfters als erhofft im Werk) zu meiner vollen Zufriedenheit.

In meinem neuen Wohnzimmer, das weit weniger bedämpft war als mein Jugendzimmer, spielten die BM6 nicht mehr wie sie sollten. Ich fand Ersatz in einem Paar Thiel CS1.2, die mir lange Jahre Freude bereitet haben. Zuerst in einer Röhrenkette:

Laufwerk: Marantz CD10
DAC: Audio Note DAC 2 Spezial (der Namenszusatz bezog sich auf höher selektierte Wandler und bessere Übertrager)
Vorstufe: Conrad Johnson PV12
Endstufe: Sun Audio Ushida 2A3

Bestimmte Musik klang damit ausgesprochen 'schön'. Leider auch alles sehr ähnlich. Dass die Kombination kleine Endstufe und wirkungsgradschwache Lautsprecher Dynamik vermissen lies, wundert nicht.

Auch weil ich passend zum Röhren-Beamer später angemessenen Surroundsound haben wollte, habe ich mich von DAC und Vorstufe getrennt und sie durch einen Audionet MAP ersetzt. Die zwei Thiel Lautsprecher wurden durch drei SCS2 und einen Audiophysic Luna Subwoofer ergänzt. Als Endstufen setzte ich Symphonic Line ein. So richtig zufrieden war ich mit der Lösung aber nicht, vielleicht auch wegen der nicht mehr optimalen Aufstellung.

Nach dem Umzug ins eigene Haus stellte ich die Stereoanlage nur lieblos im Wohnzimmer auf, mit dem nicht überraschenden Ergebnis, dass man eben nicht wirklich Musik hören kann. So spiele ich eben häufiger auf meinem Flügel.

Zum Musikhören musste die Anlage auf dem Schreibtisch herhalten. Auf diesem stehen 2 Cabasse iO und darunter ein Backes & Müller Sub 1. Alles schon vor Jahren mit Accourate eingemessen und immer wieder eine Freude, wenn ich höre, was aus den beiden kleinen Kugeln kommt.

Pläne für eine Anlage im Wohnzimmer habe ich schon lange, aber habe sie mangels Zeit nicht umgesetzt. Derzeit spielt dort ein G-Sonos über einen OPPO 105, eine alte NAD-Endstufe und ein paar Cabasse Baltic Evolution. Jetzt will ich das Thema aber endlich mal angehen. Fast alle Bausteine und Bauteile sind inzwischen beschafft. Mein Plan sieht grob so aus:

Player: Audio-PC mit einer Lynx E44 und Accourate Convolver. Mein favorisierter Player wäre JPlay, aber leider spielt der nicht mit dem AC zusammen.
Endstufen: Hypex NCore
Lautsprecher: Cabasse Baltic Evolution
Sub: 2x Ripol mit je 2x Visation TIW400

Als nächstes werde ich den PC aufbauen und die Endstufen. Damit die Raumakustik messen und soweit wohnraum-verträglich möglich, die Raumakustik verbessern (bisher gibt es ein paar Basotect Absorber und Akustikvorhänge von akustik & innovation).

Ob ich die Baltic wirklich wie anfangs geplant auf eine aktive Frequenzweiche (mit Accourate) umbaue, ist im Moment offen. Das Ergebnis würde mich schon reizen und Endstufenmodule stehen ausreichend zur Verfügung. Ich bräuchte dann aber noch eine E44, und ich bin nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. Auch Dante würde mich interessieren, aber bei den erforderlichen 8 Kanälen für die Frontlautsprecher, wird das in guter Qualität schnell teuer. Deshalb erstmal Schritt für Schritt.

Zum Abschluss noch ein paar Stichpunkte zur Musik: Ich höre vieles aus Pop, Rock, Jazz, Blues, Klassik. Mit Techno, Rap und vielen aktuellen Interpreten kann ich aber nichts anfangen.

Ich freue mich auf den Austausch mit euch und hoffe, dass ich auch ein wenig Input geben kann.

Beste Grüße
Harald
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Beitragvon Horse Tea » 07.03.2018, 00:36

Hallo Harald,

willkommen im Forum.

Ich wünsche Dir, dass Du hier viele Anregungen bekommst. Da teilweise recht ausgefallene Geräte bei Dir Eingang gefunden haben, bin ich interessiert zu lesen, nach welchen Kriterien Du diese ausgewählt hast. Sind das eher technische Grunde oder ist es z.B. überwiegend die Klangqualität? Für mich ist die Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander in der Gesamtkette ein ganz wichtiger Faktor, der Jahre in Anspruch nehmen kann. Spielt das bei Dir auch eine Rolle? In diesem Zusammenhang hast Du ja selbst Röhrenverstärker und wirkungsgradarme LS genannt. Das ist wohl ein Paradebeispiel (das aber auch nicht immer stimmt :D ). Hast Du Leitlinien für den aktuellen Ausbau oder gar ein konkretes Ziel, auf das Du hin arbeitest (naja, Arbeit mag jetzt nicht das richtige Wort sein)?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon beltane » 07.03.2018, 10:17

Hallo Harald,

herzlich willkommen hier im Forum.

Nun haben wir mit Dir einen weiteren Nutzer der hochwertigen Cabasse Lautsprecher Reihe. Ich selber nutze ja die Riga + SVS Subwoofer und als Raumkorrektur DIRAC und bin seit meinen letzten Optimierungen restlos zufrieden und denke nicht mehr an weitere Veränderungen.

Was versprichst Du Dir denn von einer Aktivierung der Baltic bzw. was fehlt Dir aktuell?

Viele Grüße und viel Spass hier.

Frank
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Beitragvon HaraldP » 07.03.2018, 10:35

Hallo Horst-Dieter,

vielen Dank für das Willkommen. Anregung habe ich hier bereits viele bekommen und möchte mich dafür auch bei allen ganz herzlich bedanken. Für so ausgefallen halte ich meine Geräte gar nicht. Ich bin immer wieder überrascht, welche Geräte hier im Forum verwendet werden.

Mein Ziel ist, im Wohnzimmer ein System aufzubauen, dass sich ohne auffällige oder störende Objekte gut in den Raum integriert, einfach zu bedienen ist und dazu noch sehr gut Musik spielt. Dass zum Schluss sowohl meine lokalen Stücke als auch gestreamte Musik überzeugend klingt, ist ein Muss. Ich möchte ja wieder Spass am Hören bekommen.

Klanglich ist mir wichtig, dass es einfach 'echt' klingt. Ich brauche keine akustische Lupe, will die Musiker und Instrumente aber vor mir im Wohnzimmer sehen. Das Ergebnis muss auch langzeittauglich sein, aber ohne weichgespült zu klingen.

Bei der Lautsprecherauswahl habe ich zuerst aus optischen Gründen alle 'quaderförmigen Boxen' aus dem großen Angebot ausgefiltert. Final blieben dann zwei völlig unterschiedliche Lösungen übrig, die mich akustisch überzeugt hatten: Eine Kombination aus Breitbänder, Horn und Ripol, sowie die Cabasse mit Ripol. Gegen die Hornlösung sprach, dass ich kein großes Horn einsetzten konnte und deshalb die Übernahmefrequenz hoch (350 Hz) gewesen wäre. Die Cabasse lassen sich unauffällig ins Wohnzimmer integrieren und spielen bis 80 Hz. Als ich die Möglichkeit hatte, ein gebrauchtes Paar zu bekommen, habe ich mich dann dafür entschieden, um mal einen Anfangspunkt zu setzen.

Dass der Raum eine große Rolle spielt ist mir bewusst. Leider habe ich bei der Aufstellung keine Variationsmöglichkeiten und es ist in erster Linie ein Wohnzimmer. Eine symmetrische Aufstellung zum Raum und große Wandabstände scheiden leider aus, dafür ist hinter den Lautsprechern und hinter dem Hörplatz ausreichend Abstand. Der Einsatz von Accourate ist für mich Pflicht. Letzteres hat dann auch den Ausschlag gegeben einen Audio-PC aufzubauen. Für die Endstufen habe ich mich aufgrund von Beschreibungen entschieden. Sie sollen ja sehr neutral sein. Wenn das Ergebnis für mich damit nicht passt, muss ich an Stellschrauben davor drehen. Das größte Fragezeichen für mich ist die Soundkarte, und ich bin sehr gespannt, wie das Ergebnis damit wird.

Ich will jetzt erstmal loslegen und keine großen Fehler machen. D.h. Raumakustik im grünen Bereich, saubere Aufstellung der Komponenten, angemessene Stromversorgung und passende Kabel. Wenn dann alles mal ordentlich spielt, geht es vielleicht ans Feintuning. Ich möchte aber nicht jahrelang herumbasteln, sondern hoffe, dass ich mir eine Lösung erarbeiten (vielleicht doch das richtige Wort?) kann, die mich dann für längere Zeit zufrieden stellt.

Beste Grüße
Harald
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Beitragvon HaraldP » 07.03.2018, 10:44

Hallo Frank,

freut mich, dass ich nicht der einzige Cabasse-Hörer hier bin.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man durch die Aktivierung noch mehr aus der Baltic herausholen kann. So lassen sich z.B. steilere Filter verwenden und die Treiber hängen direkt an den Endstufen. Cabasse macht das ja bei den ganz großen System auch so. Ist aber gut möglich, dass die Verbesserungen in keinem Verhältnis zum erhöhten Aufwand stehen. Insofern werde ich die Baltic erstmal passiv betreiben und nur die Weiche zum Sub per Accourate ausführen. Ob mir dann noch etwas fehlt, wird sich zeigen. Aktuell sind die Engpässe an ganz anderer Stelle, die ich zuerstmal wie im vorigen Post geschrieben umsetzen will.

Viele Grüße
Harald
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Beitragvon Mister Cool » 07.03.2018, 10:46

HaraldP hat geschrieben:Player: Audio-PC mit einer Lynx E44 und Accourate Convolver. Mein favorisierter Player wäre JPlay, aber leider spielt der nicht mit dem AC zusammen.
.....
Ob ich die Baltic wirklich wie anfangs geplant auf eine aktive Frequenzweiche (mit Accourate) umbaue, ist im Moment offen. Das Ergebnis würde mich schon reizen und Endstufenmodule stehen ausreichend zur Verfügung. Ich bräuchte dann aber noch eine E44, und ich bin nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. Auch Dante würde mich interessieren, aber bei den erforderlichen 8 Kanälen für die Frontlautsprecher, wird das in guter Qualität schnell teuer.


Hi,

Nur als eine Idee. Wäre es nicht denkbar die Kette etwas anders zu gestalten:
Audio-PC mit JPlay (ohne Convolver, ohne Lynx) -> "Black Box Convolver" auf Basis von Raspberry Pi mit Convolver integriert in Betriebssystem Aroio (zusammen angeblich um die €200) -> 8-Kanal Audiointerface (wie RME FF oder Motu 8A) -> 8x Hypex Encore -> Cabasse+Subwoofer

Damit könntest Du den JPlay behalten , Acourate Filter einsetzen und sich von der Lynx Karte lösen

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon HaraldP » 07.03.2018, 11:26

Hallo Alwin,

vielen Dank für deinen Hinweis. Ich will allzu viele Geräte vermeiden, aber ein Pi lässt sich ja überall verstecken. Erwartest du, dass das RME FF bessere Resultate bringt als meine Lynx E44? Ich habe die E44 als besser eingestuft.

Zunächst will ich ohne weitere, größere Ausgaben, das System erstmal mit den vorhandenen Geräten und ohne Aktivierung der Baltic angehen. Dann werde ich hören, ob es noch Bedarf für weitere Optimierungen gibt. Falls ja, kann ich noch weitere Konzepte prüfen, einschließlich AoIP. Ich freue mich aber über alle neuen Ideen.

Viele Grüße
Harald
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Beitragvon Mister Cool » 07.03.2018, 13:32

Hallo Herald,

bei meinem Vorschlag habe ich weniger an Qualitätsunterschiede (LYNX/RME) und eher an Kosten und Flexibilität gedacht.

Auch wenn die Lynx vielleich klanglich besser ist, so schlecht wird das RME FF nicht sein, denn es ist sehr verbreitet und wird z.T. in sehr hochwertigen Setups eingesetzt. Ich glaube Uli nutzt auch das RME FF, also was für ihn gut genung ist, wäre für mich auch aureichend :-)

Ein RME FF kostet die Hälfte von zwei Lynx Karten und bedient die gleichen Kanäle

Zu Flexibilität. Ich würde ungern den DSP/Audiointerface und den Convolver in den PC integrieren. Wenn ich sie "drausen" halte, behalte ich die freie, uneingeschränkte Wahl:
- den Zuspieler zu wählen (PC, Streamer,...)
- den Player zu wählen (iTunes, JPlay, JRiver, Amara,...), ohne auf den verfügbaren/eingebauten Convolver achten zu müssen.

Dadurch kann ich Stück für Stück die einzelnen funktionalen Module tauschen/optimieren, ohne bei jedem Konzeptwechsel gleich 2/3 des Setups ersetzen/wegschmeissen zu müssen.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon HaraldP » 11.03.2018, 10:32

Hallo Alwin,

deinen Vorschlag mit dem FF werde ich berücksichtigen, wenn ich auf mehr als vier Kanäle gehe. Denn der Knackpunkt dabei sind gerade die Kosten der Lynx-Karte. Ich habe nicht den Anspruch das allerletzte herauszuholen, insofern gilt deine Aussage bezüglich dem FF und Uli auch für mich.

Deine Anmerkungen bezüglich Flexibilität sehe ich etwas anders, vielleicht auch weil ich bisher keine Erfahrung mit dem Pi habe und nicht vor habe einen Apple einzusetzen. Auf dem geplanten Audio-PC unter Windows kann ich verschiedene Player ausprobieren. Ich kann ihn aber ebenso als eigenständigen Convolver einsetzen und beliebige Player mit SPDIF- oder AES3-Ausgang einsetzen, z.B. den bereits vorhandenen Sonos. Die Convolver-Variante brauche ich auch für andere externe Quellen wie SAT-Radio, CD, TV und Filme. Der Audio/Convolver-PC wäre somit mein Fixpunkt, an dem sich nicht mehr so viel ändern sollte, nachdem alles mal eingerichtet ist.

Viele Grüße
Harald
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