Uwe (Quadral Aurum Orkan aktiv)

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Beitragvon Horse Tea » 07.06.2017, 22:41

Tinitus hat geschrieben: 0 Hz -30 dB
10 Hz -10 dB
20 Hz -6 dB
25 Hz 0 dB
80 Hz 0 dB
100 Hz -3 dB
3 kHz -3 dB
20 kHz -6 dB
22 kHz -8 dB
24 kHz -12 dB
...
PS: Einen sehr netten Avatar hast Du da

Hallo Uwe,

danke für Dein PS. Ich habe den Pappkarton des HD414 seit 1972 immer mit umziehen lassen. Der KH War mein Einstieg ins HiFi.

Vielleicht interessiert Dich meine aktuelle Zielkurve, in der viele Elemente, die Hans-Martin vorgeschlagen hat, durch Hören abgewandelt, verwirklicht sind. Ich habe bei 30 Hz mit einem Hochpassfilter abgeregelt. Im Tiefbass zwischen 40 und 80 Hz eine Glocke von bis zu +2.5 dB. Nach einem kurzen Verlauf bei 0dB habe ich den Oberbass zwischen 200 und 800 Hz noch einmal gering um 1 dB angehoben. Ab 1kHz geht es dann kontinuierlich bis 2.5kHz auf -4dB zurück. Das bleibt dann bis 9kHz so, bei 10 kHz hebe ich um 0.5 dB auf -3.5 dB an, so dass eine kleine Senke entsteht. Von dort geht es nach unten (13kHz: -5, 16 kHz: -6, 20kHz: -9 kHz).

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Horse Tea
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Beitragvon Hans-Martin » 07.06.2017, 23:23

Tinitus hat geschrieben:Ich schrieb ja, dass ich bewusst über 13 kHz nichts mehr höre, vielleicht hätte ich ergänzen sollen, dass ich von Sinustönen sprach, was sich unbewusst da vielleicht noch tut bzw. bis zu welcher Frequenz ich Töne wahrnehme, weiss ich nicht.

Hallo Uwe,

bei einem Sinussweep ist bei meinen Ohren ab 11kHz Schluss, dennoch sind Veränderungen oberhalb 20kHz klar wahrnehmbar. Da tut sich was bei der Musikwiedergabe, was bewusst erfasst werden kann. Eine Erklärung ist vielleicht die zeitliche Auswertung der Ohren, die von den altersbedingt geschädigten Hörzellen unabhängig funktioniert, Floyd&Toole haben nachvollziehbare Erklärungen geliefert, wie sich der FG am Hörplatz aus Direktschall (im Freifeld auf möglichst linear abgestimmt) und dem reflektierten Schall zusammensetzt, schließlich einen Höhenabfall bewirkt, und die Zielkurve wird idR oberhalb 1kHz sinnvoll abfallen.

Momentaner Stand der Erkenntnis ist laut Dr. Christian Koch (PTB) die Fähigkeit der Hörzellen zur Umsetzung bis zu 40kHz in Nervenpulse. Wie allerdings das Hörereignis derart hoher Frequenzen mechanisch zu den Zilien gelangt, ist noch nicht vollständig geklärt.

Wenn es um höchste Klangtreue geht, also die wahrnehmbare Differenz zwischen Originalschall und Wiedergabe, bestimmt das eigene Ohr den angelegten Maßstab. Beides wird mit denselben Ohren beurteilt. Die Zahl der prinzipbedingten Fehler im Stereo scheinen mir problematischer. Ob ein Schallereignis vor meiner Nase stattfindet oder aus 2 LS unter dem jeweiligen Winkel von 30° auf die Ohren kommt, macht schon einen großen Unterschied.

Man sollte sich nicht unterkriegen lassen, bei 13kHz oberer Grezfrequenz (Sinuston) fehlt vielleicht eine dreiviertel Oktave (von 10 Oktaven) bei Obertönen, deren Grundtöne werden aber vollständig erfassbar. Und die Zahl der Instrumente, deren Obertöne in diesen Bereich fallen, ist auch eingeschränkt. Man könnte also errechnen, dass die Begrenzung des Gehörs auf 13kHz Sinus bei Musik vielleicht 3% Einschränkung entspricht (bewertet).

Und da Obertöne überwiegend nach Intensitätsunterschieden geortet werden, die Grundtöne (grob unter 1kHz) anhand von Laufzeitunterschieden, bekommt das Timing der Grundtöne eine besondere Stellung, die Obertöne verschwinden sowieso mit zunehmender Distanz.

Gemeinsames Hören mit erheblich älteren Musikliebhabern bestärkt mich darin, auf gute Hörfähigkeit auch im Alter zu vertrauen, zumal Hörerfahrung und Auswertung einen hohen Stellenanteil am Erlebnis haben.
Ich behaupte deshalb, dass ich heute besser zu hören können glaube als noch vor 30 Jahren, gewiss anders, aber nicht weniger genussreich.

Grüße Hans-Martin

P.S.

Horse Tea hat geschrieben:Ich habe den Pappkarton des HD414 seit 1972 immer mit umziehen lassen. Der KH war mein Einstieg ins HiFi.

Ging mir genauso. Phanstastisch damals, dieser vom Taschengeld eines Schülers durch Sparen noch erreichbare KH, der alle mir damals bekannten LS deklassierte.
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Hans-Martin
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Beitragvon Tinitus » 11.06.2017, 16:38

Hallo Tobias,

bei mir gibt es ja auch keine frühen Erstreflexionen mehr, da sind ja überall Absorber, vielleicht kommt meine Vorliebe für nicht ganz so stark zu den Höhen abfallenden FG daher. Die nächste Übung wäre, den Hochtonpegel an den Orkanen ab 3 kHz um 3 dB anzuheben.
Messen ja aber wie? Ich habe keine Ahnun, ob ich die Filter in ein Programm einbauen kann, welches einen Logsweep spielt und aufzeichnet. REW selbst erstellt nur IIR Filter, wenn ich es richtig weiss, kann es dann mit FIR Filtern arbeiten? Audacity und Carma habe ich auch zur Verfügung.

Hallo Horst-Dieter,

ja die Dame die den Sennheiser trägt sieht schick aus, meine Mutter hatte auch mal so eine Frisur, das war wohl Ende der Sechziger, ich kenn es nur vom Foto.
Deine Kurve (Danke dafür) hat auch eine Bassüberhöhung und fällt zu den Höhen ab. Ist die Anhebung im Oberbass deiner Raumakustik geschuldet oder gefällt es dir so einfach besser? Mit deinem Trinnov kannst Du das natürlich feiner (und wahrscheinlich auch schneller) anpassen als ich mit DRCDesigner. Leider konnte ich dieses Wochenende nicht nach Köln, die Vorführung von acourate hätte mich schon interessiert, auch wenn ich im Moment noch sehr erfreut über eine bisher nicht gekannte Wiedergabequalität bin und deshalb der Leidensdruck den ich vorher hatte eher der Neugierde gewichen ist, ob das noch besser geht.

Hallo Hans-Martin,

Oktaven-weise hatte ich das mit den 13 kHz noch gar nicht betracht. So gesehen (was wahrscheinlich auch die richtigere Betrachtungsweise ist) fehlen dann von 0 bis 20 kHz nicht schon 35 % sondern nur eine halbe Oktave :) Das lässt hoffen, dass ich noch einige Zeit das imm Moment erreichte Niveau der Wiedergabe genießen kann. Das ist erfreulich, genauso wie der Umstand, dass man hier im Forum einiges lernen kann. Das was einen nicht anspricht, muss man ja nicht lesen.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Horse Tea » 11.06.2017, 17:38

Tinitus hat geschrieben:Ist die Anhebung im Oberbass deiner Raumakustik geschuldet oder gefällt es dir so einfach besser?

Hallo Uwe,

ich habe noch einmal nachgesehen und festgestellt, dass mit dieser Zielkurve der FG zwischen 100 Hz - 800 Hz der HauptLS fast linealglatt (<+/- 1dB) ist. Ich denke, dass ist eher ein kleiner Einbruch der Maggies. Gehörmäßig gewinnt die Musik dann etwas an Volumen.Die Trennfrequenz liegt bei 125 Hz, kann aber bedarfsweise auch zu höheren Frequenzen verschoben werden. Dann gewinnt der Oberbass noch einmal dazu, weil die Subs übernehmen. Dies ist aber nur bei schwachbrüstigen Aufnahmen wirklich notwendig, stört aber bei guten Aufnahmen auch nicht.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Pittiplatsch » 12.06.2017, 20:36

Hallo Uwe,

Tinitus hat geschrieben:bei mir gibt es ja auch keine frühen Erstreflexionen mehr, da sind ja überall Absorber, vielleicht kommt meine Vorliebe für nicht ganz so stark zu den Höhen abfallenden FG daher.

die Erklaerung macht durchaus Sinn.

Ich habe keine Ahnun, ob ich die Filter in ein Programm einbauen kann, welches einen Logsweep spielt und aufzeichnet. REW selbst erstellt nur IIR Filter, wenn ich es richtig weiss, kann es dann mit FIR Filtern arbeiten? Audacity und Carma habe ich auch zur Verfügung.

Auf der Audionet Seite gibt es auch externe Testtoene zum Download. Dann kann man Carma sagen das es auf externe Signale reagieren soll. Damit kannst du diese ueber Deinen Player abspiele und messen. Ich fand das wirklich immer Interessant zu sehen was da wirklich passiert. es macht auch die Bewertung einfacher.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Tinitus » 13.06.2017, 22:08

Hallo Tobias,

manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht oder andere Mütter haben auch schöne Töchter. Ich habe einfach Logsweep file gegoogelt und siehe da, kam doch ein alter Bekannter zum Vorschein:

http://www.audiocheck.net/audiofrequenc ... _sweep.php

Die Audiocheck Webseite hatte ich ja schonmal aus anderen Gründen verlinkt. Jetzt habe ich mir mal einen Logsweep von 10 Hz bis 23999 Hz gebastelt. Da das Umstricken meiner brutefir.config in Archphile zu umständlich ist, werde ich wohl mal Daphile anwerfen, dort ist das Umschalten mit/ohne Filter deutlich einfacher und den Logsweep mit audacity aufnehmen. Mal schauen, wann ich dazu komme. Im Moment genieße ich gerade das Requiem von Mozart oder wer auch immer es (zu Ende) komponiert hat.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Pittiplatsch » 14.06.2017, 19:40

Hallo Uwe,

Tinitus hat geschrieben:Im Moment genieße ich gerade das Requiem von Mozart oder wer auch immer es (zu Ende) komponiert hat.

man muss prioritaeten setzen 8) . Ich hab mich auch damit zufrieden gegeben und nix mehr gemessen nachdem ich definiert hab "jetzt passts" und das ist mittlerweile ein halbes Jahr her :).

und den Logsweep mit audacity aufnehmen

der Carma Ansatz hat halt den Vorteil das man alle Parameter nach der Korrektur ueberpruefen kann. Die externen testsignale gibt es direkt auf der Carma download page.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon StreamFidelity » 02.08.2018, 00:23

Hallo Uwe,

nach dem Motto von Tobias:

Pittiplatsch hat geschrieben:man muss prioritaeten setzen 8) . Ich hab mich auch damit zufrieden gegeben und nix mehr gemessen nachdem ich definiert hab "jetzt passts" und das ist mittlerweile ein halbes Jahr her :).


ist Dein letzter Eintrag sogar ein Jahr her. :wink: Also passt alles?

Mein Kompliment für die akribische Beschreibung Deiner Suche nach dem klanglichen Olymp. Ich habe es tatsächlich geschafft Deinen Vorstellungs-Thread in einem Zug durchzulesen. Weil es halt spannend war (meine Frau würde mir allerdings den Vogel zeigen).

Grüße Gabriel
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Beitragvon Tinitus » 04.08.2018, 23:30

Hallo Gabriel,

Danke fürs Vorbeischauen. Freut mich, dass Du meinen Faden kurzweilig fandst. Zur Zeit höre ich sehr zufrieden Musik Ein paar Änderungen hat es aber gegeben.
Hier ein Bild meines neuesten DAC:

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Wie kam es dazu?
Nun die Tatsache, dass ein 750 Euro DAC so gut spielt, ließ mir keine Ruhe. Als dann Schiit das Gen 5 USB Board herausbrachte, konnte ich nicht widerstehen und habe einen Gungnir MB bestell und diesen ausgiebig mit dem Cronos verglichen. Dazu habe ich meinen Daphile Rechner reaktiviert, wechselweise wurde ein DAC unsymmetrisch, der andere symmetrisch mit dem VV verkabelt, einer hatte Daphile als Zuspieler, der andere Archphile. Ich habe mit verschiedenster Musik verglichen und war der Meinung, dass bei Klaviermusik der Gungnir eventuell minimal die Nase vorn hatte. Für mich war das kein Grund, den deutlich teuren Gungnir zu behalten, also ging er zurück.
Danach reizte mich der dac1421 von soekris, dessen Erscheinungsdatum sich leider immer wieder nach hinten verschob und der dann noch vor Erscheinen zwei Preiserhöhungen hatte. Ich habe dann doch einen bestellt. Zwischenzeitlich hatte ich mich dazu entschlossen mein Vinyl zu digitalisieren und mir dazu ein Steinberg UR22 angeschafft, das mein UR12 ersetzte. Dann stieß ich zufällig irgendwo auf den ADI-2 PRO und dachte, dass das eine wundervolle eierlegende Wollmilchsau sei. Ich hab das Ding dann bestellt in der Erwartung es mit dem soekris und dem Cronos vergleichen zu können. Allerdings verzögerte sich die Auslieferung des soekris weiter. Der ADI-2 spielte mit Cronos wieder ziemlich auf einem Niveau. Ich stand dann vor der Frage, ob ich den ADI-2 behalten solle. Das habe ich dann getan und die Bestellung des soekris annulliert. Eine Zeit lang lief der Cronos unter Verwendung desADI-2 als DDC parallel. Nachdem ich mir sicher war, dass ich den Cronos nicht vermissen würde habe ich ihn auch verkauft und somit von der Idee einen MB DAC und einen DS DAC parallel zu betreiben Abstand genommen. An diesem Punkt habe ich mich entschieden, dass mein neuer DAC ein Broil King wird. Ein Grill und ein DAC ist sicher auch eine bessere Kombination als zwei DACs und kein Grill. Der Rest der Familie stimmt mir da auch zu. Am Wochenende bleibt der Herd nun meist kalt, dafür wird der Grill aus der Garage gerollt. Der hat auch mehr als 10 kW Leistung, da kommt eh kein DAC mit.
Ein Grund dafür, dass ich bei mir zwischen unterschiedlichen DACs keine großartigen Unterschiede höre, mag daran liegen, dass bei mir der Einfachheit halber (nur ein Filter fürs DRC) alles auf 32 bit/96 kHz up- bzw. downgesamplet wird. Während ich bei 16/44,1 Unterschiede zwischen verschiedenen Filtereinstellungen eines DAC hören kann, höre ich diese Unterschiede bei 32/96 nicht. Manche mögen denken, welch scheußliches Nadelöhr, für mich ist es ein robustes System.
Im gleichen Zeitraum gab es hier im Forum eine Diskussion um DRC mit sox, in der die Vorteile der 64 bit Version gegenüber der 32 bit Version geschildert wurde. Mein von mir um brutefir erweitertes Archphile ist ein 32 bit System. Daphile, das ich zwischenzeitlich wegen seiner Langsamkeit nicht nutzte, ist aber ein 64 bit System. Da ich es eh zwecks der DAC Vergleiche wiederbelebt hatte, hörte ich noch mal rein und bis auf die Tatsache, dass es deutlich langsamer war als Archphile war es auch zufriedenstellend und ein Wechsel des DRC Filters ist viel unproblematischer als bei Archphile. Das veranlasste mich dann noch Qobuz zu testen und was soll ich sagen, für mich gibt es kein zurück mehr. Der Drang Musik als LP, CD oder Datei zu besitzen, ist völlig verschwunden. Ich höre viel mehr Neues, auch mal Genre, die ich mir sonst nicht anhören würde bzw. würde sich es sich nicht lohnen einen Tonträger zu erwerben, wenn man den nur alle zwei Jahre anhört. Der Junior findet es auch toll, er kann jetzt über Papas Musik Märchen oder „Die fünf Freunde“ hören. In fünf Jahren hat er daran bestimmt kein großes Interesse mehr.
So sieht es bei mir momentan so aus, dass der Plattenspieler am ADI-2 Pro hängt (Vinyl wird also immer digitalisiert), der ADI-2 Pro wird über einen Furman Filter mit Strom versorgt. Digital empfängt er die Daten von Daphile, das auf einem Minirechner läuft. Vom ADI-2 dessen Lautstärkeregler ich nicht nutze, geht es in den music first audio und von dort zu den Orkanen.
Da ich jetzt nur noch kleine Geräte benutze verschwinden bis auf die LS alle anderen Teile der Kette in meinem Schreibtisch. Mir gefällt das sehr gut:

Bild

Zwischenzeitlich hatte ich auch noch ein paar Absorber bestellt, die ich an der Rückwand vor dem Bücherregal einsetzen wollte. Das stelle sich aber als nicht sehr wirkungsvoll heraus, deshalb sind sie an die Frontwand gewandert:

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Und haben dort zwar keinen großen Einfluss auf den FG genommen, aber den Nachhall gerade bei niedrigen Frequenzen nochmal reduziert. Ich setze jetzt 26 Absorber ein von denen etwa die Hälfte beweglich ist und verschwinden, wenn Besuch ins Wohnzimmer kommt.
Angeregt durch eine PN von Hans-Martin habe ich dann den FG nochmal mit dem Mikrofon an die Decke ausgerichtet gemessen und siehe da jetzt fällt der Pegel zu den Höhen wieder deutlich ab. Welches jetzt die richtigere Methode ist, kann ich nicht beurteilen. Das ist auch nicht ganz so wichtig. Als der zum DRC Filter Erstellen benutze FG in den Höhen linear war, bevorzugte ich eine Zielkurve ohne Höhenabfall, jetzt wo der FG anhand dessen der Filter berechnet wird zu den Höhen abfällt, bevorzuge ich eine Zielkurve mit Höhenabfall, der zu den Höhen hin abfällt. In beiden Fällen wird also in den Höhen so gut wie nicht korrigiert. Inzwischen höre ich mit einer Zielkurve, die vom Bass bis 3 kHz den gleichen Pegel hat und von 3 bis 20 kHz um 6 dB abfällt.

FG unverändert, bis aus durch Mikroposition bedingten Höhenabfall:
Bild

ETC linker und rechter Kanal, nochmal verbessert (siehe gleiche Messung weiter oben)
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Bild

T60 berechnet aus T30 linker und rechter Kanal im Bass nochmal besser (siehe gleiche Messung weiter oben)
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deutlicher wird es vielleicht anhand der Spektrogramme linker und rechter Kanal (siehe gleiche Messung weiter oben)
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Nach meinen Erfahrungen der letzten Zeit, bin ich der Meinung, dass ich für meinen Raum ein ganz gutes Niveau der Musikwiedergabe erreicht habe. Mit noch mehr Bassfallen könnte ich den Nachhall wohl noch weiter senken, aber auch da nimmt der Grenznutzen ab.

Insofern bleibt als größtes Verbesserungspotenzial neue LS. Eine 901k spielt sehr fein, ist aber für meinen Raum genauso wie eine 922k zu groß. Passen würde eine 933k. Da aber Geithain LS ein anderes Preisgefüge als Hifi LS haben, gibt es für die 933k mehr Konkurrenz.
So würde ich gerne mal die Silbersand DelPhi hören. KH420 käme für mich nur mit Grill in Frage, Genelecs klingen zwar gut, gefallen mir optisch aber gar nicht.
Die Abacus/Brüggemann’schen Hörner würden mich auch interessieren, genauso wie diese Lautsprecher:
http://www.activaudio.ch/isostaticskyline.php
Die Silbersand will ich mir seit ca. 2 Jahren bei Ralph Gottlob anhören, die drei Mal, an denen es mir gepasst hätte, ging es bei ihm nicht. Bei dieser Frequenz werde ich die Radieschen von unten anschauen, bevor ich diese LS alle gehört haben werde. Das wäre aber auch kein Drama.

Gruß an Alle

Uwe
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Beitragvon Tinitus » 05.08.2018, 11:27

Hallo,

da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Beide RT60 Grafiken zeigen den linken Kanal, hier die vom rechten. Vielleicht flickt es ein Moderator noch ein:

Bild

Gruß

Uwe
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Beitragvon StreamFidelity » 05.08.2018, 12:11

Hallo Uwe,

danke für Dein Update.

Tinitus hat geschrieben:Hier ein Bild meines neuesten DAC:
Bild


Also das würde ich eher als ABK (Analog Broil King) bezeichnen. :mrgreen:

Schmeckt bestimmt besser als es sich anhört.

Grüße Gabriel
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Beitragvon Tinitus » 13.08.2018, 22:25

Hallo,

angeregt durch den Faden, der sich mit Reflektionen und den Umständen, unter denen diese nicht mehr störend sind, möchte ich hier noch mal meine ETCs einstellen. Zunächst die aktuelle Situation:

Bild

Bild

Das Ganze auch noch bis 6 ms:

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Ich dachte, dass ich da schon einiges erreicht hätte aber von -30 dB bei den Refektionen, bin ich noch weit entfernt.
Ich gebe Tobias auch recht, dass wenn man den Frequenzgang einigermaßen im Griff hat und die Nachhallzeit auch nicht schaurig schlecht ist, dann ist die ETC wohl die interessanteste Kurve, um Schwachstellen zu sehen. Bevor ich meine jetzige Situation eingerichtet hatte sah das im Vergleich so aus:

Bild

Bild

Blau Situation ca. Ende Januar 2018, braun die jetzige Situation, das sieht fast so aus als ob ich mich etwas verschlechtert hätte? Oder sind die Unterschiede nicht signifikant. Es ist auch noch anzumerken, dass bei den Messungen der jetzigen Situation der Pegel ca. 20 dB höher war als bei den Messungen im Januar, kann das einen Einfluss auf die ETC haben?

Gruß

Uwe
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Beitragvon Daihedz » 14.08.2018, 07:06

Hallo Uwe

Der Peak bei 2ms - der war vor den "Verbesserungen" nicht da. Womit hast Du Dir den eingehandelt? Und gäbe es eine Möglichkeit, den wieder loszuwerden?

Rollercoasterkurvengrüsse
Simon
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Beitragvon Pittiplatsch » 15.08.2018, 17:27

Hallo Uwe,

das sieht doch ganz gut aus und greosstenteils alles unter -20dB. Meine Aussage mit den -30 bei mir war bei naeherer Betrachtung meiner Messung nicht ganz richtig: ich hatte eine Messung mit Mic auf die LS gerichtet gemacht - so kann man es sich auch schoen mogeln.... Messe ich richtig mit Mic an die Decke bin ich auch bei -20dB und damit kann ich auch gut leben.

BTW: ich habe Deinen neuen DAC auf den Bildern oben noch gar nicht gewuerdigt. Ich vermute er hat sicher einen schoen warmen eventuell zu sehr ins heisse gehenden Klang :mrgreen: . Das design erinnert mich jedenfalls an Burmester :).

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Tinitus » 15.08.2018, 22:51

Hallo Simon,

tja wo kommen die höheren Peaks her? Ich habe ziemlich dicht hinter den LS dicke Bassabsorber. Im Moment stehen da welche mit Scatterplatte drin, es könnte sein, dass bei den Messungen im Januar die Version ohne Scatterplatte da stand, bezüglich Nachhallzeit ist die jetzige Lösung besser, könnte aber sein, dass die Scatterplatte stärkere Reflektionen verursacht, ich glaube da muss ich mal den Zollstock zur Hand nehmen. Danke für deinen Kommentar.

Hallo Tobias,

ein guter Hinweis, dass mit der Ausrichtung des Messmikrofons, da muss ich in meinen Aufzeichnungen mal nachschauen, wie ich die Messungen Ende Januar gemacht habe. Ich höre zur Zeit sehr zufrieden Musik, deine Bemerkung, dass unter bestimmten Bedingungen die ETC wichtiger als FG oder die Nachhallzeit sein kann, hat mich zum Nachdenken angeregt.

Ja mein neuer DAC hat nicht nur über 12 kW sondern wiegt auch über 50 kg. Am Wochenende habe ich damit recht erfolgreich bei knapp über 350 ein T-bone gegrillt dazu lief über meinen anderen DAC Fleetwood Mac. Beides ganz ordentlich.

Gruß

Uwe
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