Uwe (Neumann KH 310 A)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Uwe (Neumann KH 310 A)

Beitragvon Sauron » 13.05.2018, 20:55

Hallo zusammen,

nachdem ich auf dieses Forum aufmerksam gemacht worden bin, habe ich mich spontan angemeldet. Als sehr zufriedener Hörer eines Pärchens Neumann KH 310 A hoffe ich, auch manche nützlichen Hinweise zu stoßen.

Es war einmal, in einer weit, weit entfernten Galaxie ...
... da bin ich einem Linn-Naim-Händler in die Fänge geraten und habe dort meine hifidele Erziehung genossen. Fortan war der LP12 der beste Plattenspieler der Welt und "no naim - no music" wurde mein Credo. Immerhin wurde ich damals damit bekannt gemacht, dass es so etwas wie aktive Lautsprecher gab.

Jahre später - Linn und Naim waren privaten und unerfreulichen Umständen zum Opfer gefallen - fing ich wieder von vorn an. Der Zufall wollte es, dass mir ein Mission 775SM Laufwerk in die Hände fiel und es mir Dank einer speziellen Tonarmaufnahme ermöglichte, nahezu jeden 9- bis 10-Zoll-Tonarm auszuprobieren. eBay war noch in den Anfängen, in denen es wirklich eine Art eines internationaler Flohmarkts war, und ermöglichte mir, sehr viele Tonarme und Tonabnehmer sowie auch eine Menge Zweitlaufwerke zu kaufen und später wieder zu verkaufen. Ich wollte eigentlich nur herausfinden, ob an den teils fantastischen Klangerlebnissen der Mitforisten und HiFi-Zeitschriften ernsthaft was dran ist. Über meine im Analog-Forum unter dem absolut bescheuerten Nick "Sauron" erschienenen Klangberichte stolperte ein Autor von Image Hifi, der mir prompt vorschlug, mich beim Verlag vorzustellen.

Von da an wurde alles noch wilder. Beinahe im Wochenrhythmus gaben sich bei mir die Komponenten die Klinke in die Hand. Dazu kam ein neues Laufwerk, dass bis zu vier Tonarme gleichzeitig tragen konnte. (Nicht selten standen noch zwei weitere im Regal.) Daher komme ich bis heute auf weit über 500 Laufwerk-Tonarm-System Kombinationen, die ich bei mir zu Hause gehört habe. Ganz zu schweigen von Lautsprechern, Verstärker und anderen Quellgeräten.

Mittlerweile bin ich freier Autor beim Fidelity-Magazin, genehmige mir aber gerade eine Art Auszeit. Da ich mir nämlich mit dieser Experimentiererei, bei der man ständig die gleichen Platten hört, gründlich die Freude am "Nur-So-Musik-Hören" verleidet habe, habe ich mir im letzten Jahr ein radikales Downsizing verordnet, dass sich aber tatsächlich als Upgrading entpuppte. (Das freigesetzte Kapital wurde übrigens in einem Motorradführerschein inklusive Moped umgesetzt.)

Aktuell besitze ich nur 5 (fünf) vollwertige Geräte: Technics SL-120MK2 (Plattenspieler), Onkyo NS-6170 (Netzwerkspieler), Bryston 25 BPS (Vorverstärker), Sony MDR-1RNC (Kopfhörer) und natürlich die bereits erwähnten Neumann KH 310 A Lautsprecher.

Falls es von Interesse ist, beantwortete ich gerne Fragen zu dem "Warum das und nichts anderes?".

Bis dahin - Uwe
Bild
Sauron
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 14
Registriert: 12.05.2018, 19:28

Beitragvon wgh52 » 13.05.2018, 23:05

Hallo Uwe,

ein herzliches Willkommen - auch an den von mir durchaus geschätzten "Analog Forum Sauron"!

Ich finde es sehr bemerkenswert, dass Du, dem sozusagen "alle möglichen, tollen Gerätschaften" zur Verfügung bzw. Auswahl stehen/standen, mit einer doch finanziell eher erschwinglichen Bereich angesiedelten Anlage Deine Musik genießt.

Die Gründe und Erfahrungen die zu Deiner Anlagenzusammenstellung führten würden mich interessieren sowie auch Deine Musikvorlieben und der Stellenwert von Phono gegenüber Streaming bei Dir.

Ich freue mich auf Deine Beiträge bei uns.

Grüße,
Winfried

4536
Bild
wgh52
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4627
Registriert: 25.01.2008, 16:17
Wohnort: Schweitenkirchen

Beitragvon jackelsson » 13.05.2018, 23:17

Hallo Uwe,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Das AH ist ja für mich nach meinem Ausscheiden aus dem Analog-Forum die neue Forenheimat geworden, ich wünsch Dir, dass Du Dich hier genau so wohl fühlst, wie ich das tue.

Gruß,
Swen
Bild
jackelsson
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 146
Registriert: 03.04.2012, 23:56
Wohnort: Norddeutschland

Beitragvon Hans-Martin » 14.05.2018, 00:50

Sauron hat geschrieben:Mittlerweile bin ich freier Autor beim Fidelity-Magazin, genehmige mir aber gerade eine Art Auszeit. Da ich mir nämlich mit dieser Experimentiererei, bei der man ständig die gleichen Platten hört, gründlich die Freude am "Nur-So-Musik-Hören" verleidet habe, habe ich mir im letzten Jahr ein radikales Downsizing verordnet, dass sich aber tatsächlich als Upgrading entpuppte. (Das freigesetzte Kapital wurde übrigens in einem Motorradführerschein inklusive Moped umgesetzt.)

Hallo Uwe,

ein Hertzliches Willkommen im Forum,

und gleich die interessierte Frage, welchen geräuscharmen Helm du dir zugelegt hast, um den Schaden an den Ohren gering zu halten...
Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Gelingt es dir nicht, bei den wiederkehrend aufgelegten Platten diese der Arbeit zuzuordnen, und (dann privat) anderen Scheiben das Aufregende der ersten Begegnung abzugewinnen? Wenn man sich diese Spannung auf das Neue bewahrt, bleibt man frisch im Geiste.In diesem Sinne: Gute Erholung bei der Auszeit!

Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 5778
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitragvon music is my escape » 14.05.2018, 13:42

Hallo Uwe,

Auch von mir ein herzliches Willkommen!

Mit analoger Zuspielung via Platte habe ich (auch aus Gründen des Selbstschutzes) nichts weiter am Hut, dafür aber seit garnichtmal sooo langer Zeit umso mehr mit dem Motorradfahren - insofern freut es mich sehr, einen weiteren Biker hier anzutreffen und bin gespannt, etwas mehr über Dein aktuelles Objekt der Begierde und die damit zurückgelegten Strecken zu erfahren.

Mit dem Gedanken des Downsizings zur Wiedererlangung der Hörfreude bist Du hier übrigens auch nicht allein; ich meine mich zu erinnern, dass einige auch immer noch regelmäßig hier aktive User als vormals ungesund lebende HighestEnder erfolgreich den Absprung geschafft haben, indem sie nicht etwa dem totalen, keinesfalls anzustrebenden Verzicht anheim gefallen sind sondern mithilfe kleiner Aktivböxchen und einiger weniger nichtmal besonders teurer, dafür oftmals durch Forumsentdeckungen und -entwicklungen selbst optimierter Quellen einen in meinen Augen wunderbaren Weg gingen und immer noch weiter gehen, bei dem tatsächlich zu allererst die Musik und erst (ganz kurz) danach die Wiedergabeoptionen kommen.

Grüße,
Thomas
Bild
music is my escape
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 840
Registriert: 03.07.2012, 10:56
Wohnort: Leipzig

Beitragvon Sauron » 14.05.2018, 19:53

Erst mal vielen Dank für das freundliche Willkommen! :)

Um alle Fragen ausreichend beantworten zu können, ist leider eine größere Buchstabenwüste erforderlich, die aber in Foren eher abtörnend wirkt. :roll:

Deshalb zuerst das Moped: Da ich ein langer Lulatsch und mehr Reiser als Raser bin, fahre ich eine BMW F800GS von 2014. Ich habe einen Helm von Shoei, mit dem ich aber nicht hindertprozentig zufrieden bin. Die Sonnenblende beschlägt nämlich sehr schnell in der Übergangszeit.

Onkyo NS-6170: Vorher besaß ich einen Bryston BCD-1 (CD-Spieler) und einen Muvid IR-815 (Netzwerkspieler). Um die Anzahl der Kisten zu reduzieren, lag es nahe, den CD-Spieler abzuschaffen, die CDs zu rippen und nur noch den Netzwerkspieler zu verwenden. Dummerweise klang der über den USB-Anschluss deutlich schlechter als mein CD-Spieler. Konsequenz: Beide weg!

Als alter Bryston-Fan hätte ich natürlich auf deren Produkte blind zurückgreifen können. Da ich damals nur selten digital gehört habe, ich einen DAB+-Tuner an Board haben und garantiert keinen externen D/A-Wandler anschaffen wollte, kam das auch schon aufgrund des Preises nicht in Frage.

Da Netzwerkspieler bezüglich ihrer Ausstattung nur schwerlich miteinander zu vergleichen sind, musste ich als Digital-DAU erstmal herauskriegen, was ich eigentlich brauche. (Viele kaufen sich nach meiner Beobachtung nur das, was sie wollen - nicht das, was sie brauchen.)

Meine Bedarfsliste sah wie folgt aus: silberfarben, Standardbreite, schnörkelloses Design, vorne und hinten USB-Anschluss, DAB+ sowie gapless play (!). Folgende Dateiformate mussten problemlos abgespielt werden können: wav, flac, mp3. Damit wurde idealo.de gefüttert und dort wurde der Onkyo T-4070 ausgespuckt, von dem ich vorher nichts gehört hatte. Bei einem Online-Händler bestellt, getestet und wegen fehlendem gapless play wieder zurück geschickt. Nächster Versuch: Onkyo NS-6170. Der kann es. Kanglich finde ich ihn auch ohne Fehl und Tadel. Mission accomplished.

Tatsächlich hat sich dieses Gerät zu meiner Hauptquelle entwickelt, obwohl ich viele seiner Funktionen (z. B. die diversen Streaming Dienste) gar nicht nutze. Entweder höre ich Radio oder es werden Musikdateien von einer SSD abgespielt. Bei aller Liebe zur analogen Wiedergabe: Es ist einfach cool, sich mit seinem Smartphone durch seine Dateien zu wühlen. 8)
Bild
Sauron
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 14
Registriert: 12.05.2018, 19:28

Beitragvon Hans-Martin » 14.05.2018, 21:23

Sauron hat geschrieben:Tatsächlich hat sich dieses Gerät zu meiner Hauptquelle entwickelt, obwohl ich viele seiner Funktionen (z. B. die diversen Streaming Dienste) gar nicht nutze. Entweder höre ich Radio oder es werden Musikdateien von einer SSD abgespielt. Bei aller Liebe zur analogen Wiedergabe: Es ist einfach cool, sich mit seinem Smartphone durch seine Dateien zu wühlen. 8)

Hallo Uwe,
angesichts der von dir geäußerten neuen Schwerpunkte (s. letzter Satz) sollte es mich nicht wundern, wenn du dich nach deiner Auszeit anderen Themen als Autor zuwendest als der high-endigen Qualität von Musikwiedergabe.
Für mich ist (Ducati = schnelles) Motorradfahren immer wie Gehirnwäsche nach der Arbeit gewesen. Vielleicht kehrt deine Leidenschaft, nach dem Optimum zu suchen, danach wieder zurück.
Sonst müsste man ja in anderen Foren nach deinen Erfahrungen suchen...
Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 5778
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitragvon Hans-Martin » 14.05.2018, 22:02

P.S. STEREO gab dem Onkyo nur 3 von 5 Sternen, gapless wiedergeben können ist gelegentlich sehr hilfreich, aber Konzepte mit aufwendigen Clocks haben oft klanglich die Nase vorn. Also einen Reclocker nachschalten, dann einen erstklassigen DAC, beides könnte man auch für ein CD-Laufwerk nutzen, falls der Wunsch nach anfassbaren Beiheften von CDs noch einmal wieder aufkommen sollte als visuelle Ergänzung zum Musikgenuss.
Unser Forum ist voll von Vorschlägen zu beiden Themen (Reclocker, DACs).
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 5778
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitragvon Sauron » 14.05.2018, 23:28

Hans-Martin hat geschrieben:P.S. STEREO gab dem Onkyo nur 3 von 5 Sternen, ...

Nur drei Sterne? Aber das ist ja entsetzlich! :shock:

:wink:

Im Ernst: Ich habe nicht das geringste Bedürfnis, mir weitere Kistchen (externe D/A-Wandler, Re-Clocker, optionale Netzteile, zusätzliche Phonostufen, ...) in die Hütte zu stellen. Gleichwohl werde ich mich im Laufe dieses Jahres mit ein paar Freunden treffen und dann wird der Onkyo gegen solche Lösungen (unter anderem mit Wandlern von Schiit-Audio) antreten. Schaun mer mal ...

Dieser Aversion gegen zusätzliche und - wie ich finde - oftmals (keineswegs immer!) überflüssigen Bewerke ist als erstes mein 50 kg Laufwerk samt eigener Motordose und separate Steuerung zum Opfer gefallen. Ein Laufwerk, ein Tonarm und ein System lautete der A (Nagutnagut, insgesamt 2 Arrme und 4 Tonabnehmer gammeln bei mir zur Zeit noch herum. :roll: )

Auch hier wurde wieder ein Bedarfsprofil vorangestellt: Quarz geregelter Direktantrieb, unter 20 kg, SME-kompatibel, kein Subchassis und endlich wieder eine Staubschutzhaube. Da ich 12-Zoll- und schweren Tonarmen nichts abgewinnen kann, läuft das beinahe schon zwangsläufig auf einen Technics SL-1200MK2 hinaus, den ich in der seltenen (weil nie in Deutschland angebotenen) SL-120MK2-Version besitze.
Darauf montiert ist ein SME Series V, der ein Audio Technica AT-OC9/III führt. (Hätte mir jemand vor ca. 1 Jahr erzählt, dass ausgerechnet ein OC9 mein Hauptsystem werden würde, hätte ich ihm ein Vögelchen gezeigt.) Wie ich vorher schon wusste: Das reine Technics-Laufwerk ist - für mein Dafürhalten - so gut, dass es bei geeigneter Tonarm-System-Kombination keinen Vergleich auch mit sehr hochwertigen Laufwerken scheuen muss. Man muss halt mit der "DJ-Plattenspieler-Optik" seinen Frieden schließen können ...

Den Bryston BPS 25 MC habe ich schon sehr lange und gehört zu der Sorte "richtiger Vorverstärker": Sie hat mehr als genügend Eingänge (darunter ein echt guter für Phono sowie Tape), hat zusätzliche symmetrische Ein- und Ausgänge, einen Kopfhöreranschluss und ist zumindest bezüglich der Lautstärke fernbedienbar. Diese Funktionalität findet man heutzutage nicht mehr so oft. Ist ja auch kein Wunder: Mit separaten Phonovorverstärker und Kopfhörer (am besten mit optionalen Netzteilen) kann man zusätzlich Kohle verdienen. Interessanterweise waren es immer meine Bryston-Komponenten, die von audiophilem Besuch mit äußerster Skepsis betrachtet wurden. Ich könnte da Anekdoten erzählen ... :mrgreen:
Bild
Sauron
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 14
Registriert: 12.05.2018, 19:28

Beitragvon nikander » 15.05.2018, 14:08

Hallo Uwe,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!
kannst Du uns Deinen Weg zu den Neumännern verraten (ich selbst habe die KH 120 A)?

Liebe Grüße,

Christian
Bild
nikander
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 347
Registriert: 01.02.2013, 16:20

Beitragvon Sauron » 15.05.2018, 17:02

Ja, freilich! :wink:

Letzten Sommer bei Thomann samt Ständer bestellt, ausprobiert, Ständer zurückgeschickt, neue Ständer geordert und dann die KH 310 A behalten. :mrgreen:

Die Geschichte war gleichwohl etwas länger und zog sich in Summe über Jahre hin. :roll:

Durch meine Linn-Naim-Vergangenheit war der Begriff "aktiv" positiv besetzt. Aber man muss schon ein Hardcore-Naim-Fan sein, um sich mindestens eine Vorstufe, zwei separate Netzteile, eine Aktivweiche und 2 Stereoendstufen (oder bei den Extremisten 4 Monoendstufen) in die Hütte zu stellen und vor allem auch bezahlen zu wollen. Und bei allem Respekt für die Marke Naim: Die damaligen Lautsprecher (IBL, SBL und später DBL) sind schon arg ... nun ja ... "speziell". Kann man mögen - muss man aber nicht.

In den vergangenen Jahren bin ich bei Messevorführungen, Freunden und (seltener) Händlern immer wieder auf Aktivmonitore aus dem Studiobereich gestoßen. Darunter waren Modelle von Klein & Hummel, Behringer, ATC, PMC, Adam, ME Geithain und Genelec. Das Dumme war nur, dass meine subjetiven Höreindrücke sich mit den zum Teil überschwenglichen Berichten von vor Besitzerstolz strotzender Eigentümer nicht in unbedingt Einklang zu bringen waren. Zwei Empfindungen kamen mir häufig in den Sinn: "Klingt wie PA." oder "Klingt wie HiFi-Pornografie - so genau will man's dann eigentlich doch nicht wissen."

Anfang letzten Jahres war mein Downsizing bereits so weit fortgeschritten, dass nun wieder die Lautsprecher in den Blickpunkt rückten. Meine - aufrichtig geliebten - Spendor SP100R2 sollten weichen. Es stand damals ein Umzug an und es war abzusehen, dass ich so große Lautsprecher nur unter äußerst glücklichen Umständen den ihnen gebührenden Raum würde bieten können. Also wurde nach zeitraubender Recherche wieder ein Bedarfsprofil aufgestellt: 1. aktiv, 2. der Kaufpreis sollte Pi mal Daumen sich durch den Verkauf der Spendor und meiner Bryston Endstufe decken, 3. ca. Spendor SP 2/3R2-Größe, 4. nach Möglichkeit schwarz und natürlich auch 5. "optisch ansprechend". (Das Auge hört schließlich mit.) Wobei ich ein "ehrliches Design" jedem Echtholzfurnier und runden Formen persönlich vorziehe.

Dieses Anforderungsprofil und nach Rücksprache mit einem Kollegen von der schreibenden Zunft, der aus hauptberuflichen Gründen tatsächlich weiß, wie es in Studios hochwertige Produktionen zugeht, kombiniert mit dem wiederholten Ansehen dieses ---> https://www.youtube.com/watch?v=dRBTPDXt8eI ---> Videos brachten mich dazu, die KH 310 A an Nummer 1 auf meiner Wunschliste zu setzen.

Nach einer Wocher emotionaler Achterbahnfahrt, die ich mit Testen verbracht habe, und dem Besuch eines hifidelen Bekannten, der es ebenfalls nicht fassen konnte, war ich schließlich vollaktiviert. :cheers:
Bild
Sauron
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 14
Registriert: 12.05.2018, 19:28

Beitragvon nikander » 16.05.2018, 12:18

vielen Dank für den interessanten Erfahrungsbericht!
Wie hast Du denn die Unterschiede auf Aufführungen zwischen Genelec, K & H und v.a. Geithain empfunden?

Schöne Grüße,

Nikander
Bild
nikander
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 347
Registriert: 01.02.2013, 16:20

Beitragvon Sauron » 16.05.2018, 19:10

Gar nicht! :mrgreen:

Genelec und ME Geithain hatte ich nie in meinen eigenen vier Wänden. Und nur da kann ich (zumindest für mich gültige Aussagen) treffen.

Wie bereits erwähnt: Bei Messen und Ausstellungen fand ich alle Aktivmonitore - vielleicht mit der Ausnahme von ATC bei den Westdeutschen HiFi-Tagen - eher ... abtörnend.

Daher ist es nicht angemessen, hier jetzt über vermeintliche Unterschiede zu fantasieren, die den Herstellern nicht gerecht werden würden.
Bild
Sauron
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 14
Registriert: 12.05.2018, 19:28

Beitragvon Sauron » 26.05.2018, 10:33

Hans-Martin hat geschrieben:Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Gelingt es dir nicht, bei den wiederkehrend aufgelegten Platten diese der Arbeit zuzuordnen, und (dann privat) anderen Scheiben das Aufregende der ersten Begegnung abzugewinnen?


Da liegt ein Missverständnis vor: Nicht die eigentlich "HiFi-Testerei" war das Problem. Ich hatte auch vorher und während sehr viel eigenes Geraffel bei mir zu Hause rumlungern. Das sah dann zum Beispiel so ...

http://www.hifi-forum.de/bild/tw-acustic-ac_848235.html

... so, ...

http://www.hifi-forum.de/bild/tw-acustic-ac_848234.html

... oder so ...

http://www.hifi-forum.de/bild/tw-acustic-ac_848236.html

... aus.

Damit ist Schluss! Ich kann nur sagen: Keep your life simple! :cheers:

Was meinen Musikgeschmack angeht: Der ist nicht festzulegen. Aber was so gar nicht geht, ist: Schlager, Volksmusik, Metal, experimenteller Jazz und atonales Rumgezirpe.

Aktuell läuft "Pulp Fiction". Habe ich vorher noch nie abgespielt.
Bild
Sauron
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 14
Registriert: 12.05.2018, 19:28


Zurück zu „wie ich zum aktiven Hören kam“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 3 Gäste