Markus (Visaton Concorde WG)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Markus (Visaton Concorde WG)

Beitragvon markus_aktiv » 03.03.2018, 09:59

Hallo zusammen,

als seit langer Zeit stiller Mitleser lande ich immer öfter per Google-Suche in diesem Forum und glaube, ich kann hier inzwischen was beitragen. Besonders schätze ich den respektvollen Umgang miteinander und wie sich hier fast familiär ausgetauscht wird. Außerdem gefällt mir die offene Art und Weise, in der hier kommuniziert wird und mit denen man sich mit neuen oder anderen Meinungen auseinandersetzt.

Nun zu mir, mein Name ist Markus. Ich habe schon in meiner Jugend mit Lautsprecherbau angefangen und war schon beim zweiten Paar an wilden Simulationen in Boxsim beteiligt, obwohl ich damals noch keine Kenntnis einer Weichenentwicklung hatte geschweigedenn Hörerfahrung. Wegen des außerordentlich guten Supports und der guten Produkte hat sich bei mir eine große Affinität zu Visaton entwickelt. Sowohl beim Forumstreffen als auch bei einigen Wehwehchen mit meinen eigenen Lautsprechern bekam ich große Hilfe und Unterstützung direkt von der Entwicklungsabteilung und des Forums. Ich selbst war mehrfach bei Visaton zum Probehören, aber auch um meine eigenen Lautsprecher in deren schalltoten Raum zu messen. Auch hier bekam ich vollste Unterstützung vom Forum und der Entwicklungsabteilung, was eine sehr tolle Erfahrung war.

Motiviert und dankbar für alles, was ich mit und durch die Menschen gelernt habe wird von mir seit 2009 die Seite https://boxsim-db.de betrieben.

Als die Musik noch aus der Konserve kam habe ich nicht gezögert, horrenden Gerätepark aufzufahren. Da waren dann die verschiedensten Anlagen bei mir, jeweils Komplettkombinationen von höchsten Serien mancher namhafter Hersteller bspw. Rotel oder Nakamichi. Inzwischen bin ich davon abgekommen.

Von Beruf bin ich studierter Informatiker. Ich bin nahe am Prozess und daher Freund schlanker und gerade deshalb klarer Lösungen. Das hat wohl auf die Anlage abgefärbt; ich versuche so wenige Komponenten wie möglich in der Kette zu haben und diese aber bis auf das Maximum auszureizen.

Nach etlichen Iterationen von Boxen, Hörräumen und Geräten bin ich mittlerweile für mich persönlich auf einem guten Level.

Meine aktuelle Kette besteht aus:

  • einem High-End Audio PC: der PC dient auch zum Zocken, daher ist der recht leistungsfähig gehalten. Beim Netzteil habe ich mich für eine sehr gute aber übliche PC-Lösung entschieden (Marke Cougar, schneidet in Tests in der Filterung immer sehr gut ab). Softwareseitig handelt es sich um Win 10 und Jriver. Tests mit JPLAY als auch foobar brachten zwar deutliche Klangunterschiede die mir aber geschmacklich nicht zugesagt haben. Der PC hält sämtliche Musik oder Spotify.

  • Acourate: Ich setzte schon lange vor meiner Aktivierung auf Acourate. Ich hatte das Glück, das bei einem Bekannten zu hören denn sonst hätte ich niemals so viel Geld für Softwarefilter ausgegeben. Aber ohne es selbst hören kann keiner sagen was etwas bringt.

  • AcourateConvolver: eigentlich könnte ich auch in Jriver falten aber die Wiedergabe des integrierten ASIO Treibers knackst bei mir. Insb. in Spotify ist das sehr nervig. Der Convolver dagegen knackst nie und kann super ein- und ausgänge einer Soundkarte verfalten. Außerdem bietet er AcourateFlow, was ich inzwischen auch mit Freude einsetze.

  • RME Fireface UCX: Die Klarheit und Freiheit im Klang begeistert mich schon Jahre. Ich habe nach o.g. Geräteparks zwecks Messungen die Fireface UC gekauft und war sehr begeistert vom Klang. Daraufhin kam die Fireface UCX, die nochmals ein quäntchen besser klingt. Ich freue mich schon auf die nächste Iteration, vor allem hoffe ich auf ein Wandlerinterface mit der Wandlersektion des ADI-2 Pro oder ADI-2-DAC. RME scheint ja den Hifi Sektor nun offensiv anzugreifen.

  • 3x HifiAkademie Poweramp: Ich habe 1x P6 und 2x P4 mit den OPA627AP getunt. Der P6 treibt den Bass an und die P4 den MHT. Die Klangfarbe passt sehr gut zum Fireface, in meinen Ohren harmoniert die Kombination sehr gut.

Der Hörraum ist nicht allzugroß aber optimiert. Ich habe ein paar Absorber angebracht und eine große, weiche Couch.

Am liebsten höre ich Jazz, also Patricia Barber, Gogo Penguin oder Diana Krall. Auch Klassik höre ich sehr gerne, als Hobbypianist kenne ich mich sehr gut aus. Inzwischen höre ich auch gerne elektronische Musik, also Trance oder House. Ich denke, für meinen audiophilen Werdegang habe ich zumindest eine große Hörerfahrung, da ich mich Zeit meines Lebens mit Musik beschäftige.

Nun freue ich mich auf Kommentare und darauf, Fragen zu beantworten und selbst Fragen zu stellen. In ein paar Punkten sehe ich noch Verbesserungsbedarf. :mrgreen:

In diesem Sinne :cheers:
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Beitragvon Mister Cool » 03.03.2018, 10:22

markus_aktiv hat geschrieben:Am liebsten höre ich Jazz, also Patricia Barber, Gogo Penguin oder Diana Krall. Auch Klassik höre ich sehr gerne, als Hobbypianist kenne ich mich sehr gut aus. Inzwischen höre ich auch gerne elektronische Musik, also Trance oder House

Hi Markus,

unübliche Kombination: Klassik und Trance/House, aber sie kommt mir bekannt und sehr sympathisch vor :cheers:

Was wären Deine audiophilen Trance/House (EDM) Empfehlungen?
Ich habe Markus' Empfehlungen hierhin verschoben: viewtopic.php?f=17&t=9509 VG Rudolf

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon beltane » 03.03.2018, 17:04

Hi Markus,

ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Verweist dieser Link auf Deine aktivierten Concorde WG?

https://boxsim-db.de/concorde-wg/

Und betreibst Du sie wie dort geschrieben teilaktiv oder mittlerweile vollaktiv?

Viel Spass hier und viele Grüße

Frank
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Beitragvon Hans-Martin » 04.03.2018, 00:30

markus_aktiv hat geschrieben:Am liebsten höre ich Jazz, also Patricia Barber, Gogo Penguin oder Diana Krall. Auch Klassik höre ich sehr gerne, als Hobbypianist kenne ich mich sehr gut aus. Inzwischen höre ich auch gerne elektronische Musik, also Trance oder House. Ich denke, für meinen audiophilen Werdegang habe ich zumindest eine große Hörerfahrung, da ich mich Zeit meines Lebens mit Musik beschäftige

Hallo Markus,

auch von mir ein Willkommen im Forum!

Gogo Penguin kannte ich noch nicht, aber ich kann mir gut vorstellen, das auch hier wie bei Patricia Barber und Diana Krall die Aufnahme invertiert geliefert wird, wie ich das bei allen späteren BlueNotes festgestellt habe, und der Bereich Klassik ist weitestgehend auch invertiert, es gibt nur wenige Ausnahmen, die von relativ neuen Plattenlabels kommen.

Ich lese zwischen deinen Zeilen, dass du die Visaton mit Acourate aktiviert hast, zwar vermutlich anders als http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=22618, aber hoffentlich auch mit allen Chassis positiv angesteuert. Dann dürfte dich überzeugen, wenn die Blue Notes kompensierend invertiert werden. Jeder WAV-Editor bietet diese Möglichkeit, auch SoX.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Mister Cool » 04.03.2018, 08:27

markus_aktiv hat geschrieben:
  • RME Fireface UCX: Die Klarheit und Freiheit im Klang begeistert mich schon Jahre. Ich habe nach o.g. Geräteparks zwecks Messungen die Fireface UC gekauft und war sehr begeistert vom Klang. Daraufhin kam die Fireface UCX, die nochmals ein quäntchen besser klingt. Ich freue mich schon auf die nächste Iteration, vor allem hoffe ich auf ein Wandlerinterface mit der Wandlersektion des ADI-2 Pro oder ADI-2-DAC. RME scheint ja den Hifi Sektor nun offensiv anzugreifen.

  • 3x HifiAkademie Poweramp: Ich habe 1x P6 und 2x P4 mit den OPA627AP getunt. Der P6 treibt den Bass an und die P4 den MHT. Die Klangfarbe passt sehr gut zum Fireface, in meinen Ohren harmoniert die Kombination sehr gut.

Hi,

das habe ich noch nicht ganz verstanden. Bei den 3 Endstufen bin ich von einem Aktivbetrieb ausgegangen, aber der ADI-2-Pro/DAC ist zweikanalig. Meinst Du eine nächste Generation des UCX aber bestückt wie ADI?

Wie regelst Du die Lautstärke?

Bald stehe ich auch vor dieser Wahl, daher sind für mich diese Infos zu RME FF interessant.
Grüsse,
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Beitragvon markus_aktiv » 04.03.2018, 10:24

Hallo zusammen,

danke für eure Fragen und Hinweise :)

@ Hans-Martin: das ist sehr interessant. Ich bemerke bei mir Zuhause auch einen deutlichen Unterschied ob ich mit dem AcourateConvolver invertiere oder nicht. Dabei scheint es egal zu sein, ob ich diese Invertierung in der RME (die Hardware kann ebenfalls invertieren) oder dem Convolver machen lasse, das Ergebnis ist dasselbe. Dann muss es wohl an den Amps liegen. Die habe ich aber eigentlich so angeschlossen, wie der Trafo am wenigsten brummt und es bei den meisten Aufnahmen passt. Das spricht eindeutig für invertierte Aufnahmen. Warum macht einer sowas? :|

Etwas mehr zu meiner Anlage. Zunächst der schematische Aufbau:

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Die Kette besteht in Hardware nur aus einem PC -> RME Fireface UCX -> HA PowerAmps. Die Lautsprecher sind vollaktiviert, es gibt keine Weichenbauteile mehr.

Die Fireface UCX wird von dem Peaktech 6080 angesteuert, was bei mir eine sehr deutliche Verbesserung ergab. Ich bin der Meinung, ich könnte an der Stromversorgung der Fireface noch mehr rausholen, das wird sogleich mein nächstes Projekt.

Kabel: Das USB-Kabel zum Interface ist das Standardkabel. Andere Kabel brachten bei mir nicht die Bandbreite, nicht die Abschirmung, ja bei einem Kabel hat das Interface manchmal die Verbindung verloren - Katastrophe. Das Kabel braucht eine sehr gute Schirmung, sonst ist Frustration vorprogrammiert. Als Cinchkabel verwende ich Sommer Cable The Spirit XXL, welches ich mit Neutriksteckern selbst konfektioniert habe. Dann gibt es bei Thomann noch ein 8ch Kabel. In einen Lautsprecher sind 8x2,5mm verlegt. 2x2 (=4) Kabel sind für die TT. Dann noch 2 für MT (diese werden in der Box auf die MTs verteilt) und noch 2 für den HT.

Acourate: Die Frequenzweiche ist mit Acourate erzeugt und ich habe die verschiedenen Filter probiert, fahre klanglich für meine Ohren jedoch mit Linkwitz 4. Ordnung bei 300 Hz und bei 1700 Hz am Besten. Hier spielt sich wieder die Stärke von Acourate aus, mit einem Mausklick kann die "Weiche" geändert werden; früher war dazu Entwicklung, Bestellung, Monetares und Handarbeit nötig.

Ansteuerung: Die Chassis sind komplett positiv angesteuert. Ich habe ehrlich gesagt überhaupt nicht darauf geachtet, sondern intuitiv rot an rot und schwarz an schwarz angeschlossen :mrgreen: Aber es sollte meiner Erfahrung nach auch nicht anders sein.

Mein Thread im Visaton-Forum lautet: http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=26895. Dort kann man sich meinen Werdegang mit der Concorde WG durchlesen. Auch hier gab es Iterationen mit verschiedenen Konzepten. Zwischenzeitlich war die Concorde auch mal passiv, aber das brachte nix und war auch unabhängig vom Verstärker. Da ich jetzt vollaktiv fahre, habe ich mich hier angemeldet und hoffe auf spannende Diskussionen.

@ Frank: Meine Concorde sieht so aus

Bild

Im Bass sind die geschlossen, daher könnten die Kisten um einiges kleiner werden. Außerdem war meine Ausführung nicht ganz perfekt. Rein optisch gibt es ein paar Ungereimtheiten, akustisch sind die Lautsprecher jedoch durch das Gehäuse voll ausgereizt. Das MT-Gehäuse ist mit Fliesen versehen und das Gehäuse ist insgesamt ordentlich verstrebt. Es steht absolut still. Ich plane, den Lautsprechern mittelfristig ein geschreinertes Gehäuse zu lassen; die Funktion ist zwar voll erfüllt, aber man muss die Kisten ja auch jeden Tag sehen können 8)

@ Alwin: Du hast richtig vermutet. Grundsätzlich hat RME verschiedene Produktlinien und so ein Fireface soll eigentlich eine eierlegende Wollmilchsau sein, was sie für mich auch ist - aber ich bin mir sicher, ein reines Wandlerinterface mit einfach nur 6 analogen Ausgängen und der Wandlersektion aus dem ADI-2 DAC wäre für mich die Krönung. Der ADI-2 DAC ist eigentlich mein favorisierter Wandler, aber in meinem Aufbau wäre er auch wieder zweckentfremdet: gerade die tollen Features wie die Lautstärkeregelung per Fernbedienung wären obsolet. Ein denkbares Szenario wäre die Ansteuerung von 3x ADI-2 DAC durch die Fireface bzw. ein anderes Interface mit digitalen Ausgängen. Mein im Eingangspost erwähnter Hang zur Schlankheit wird dadurch aber ganz und gar nicht befriedigt; im Gegenteil bringt es neue Probleme mit sich, zum Beispiel die Lautstärkeregelung.

Lautstärkeregelegung: Bei der Lautstärkeregelung gibt es ein paar Möglichkeiten. Ich habe mit der Lautstärkeregelung in Jriver, Acourate und der Regelung im Fireface an den "Ausgängen" experimentiert. Leider schaffen es Jriver und AcourateConvolver nicht, auch bei leisen Lautstärken alle Details zu zeigen. Ich bilde mir auch ein, dass dadurch das gesamte Klangbild etwas leidet. Mit entsprechendem PC-Tuning kann man dem vielleicht beikommen.

Bild

Man kann die RME auf verschiedene Art und Weise ansteuern. In der neuesten Beta kann man den Totalmix Mixersoftware sogar auf einem fremden PC installieren und per LAN/WLAN komplett fernsteuern. Dieses Interface und die kleinen Regler bestimmen bei mir aber Ausgangswerte zwischen 0 Watt und 1500 Watt Sinus. Niemand will 2x250 Watt an Hochtöner ausgeben und sich das auch noch anhören :?

Ich behelfe mir da mit einer einfachen Lösung: TotalKeyMix. Die kleine Software liegt im Autostart und fängt die Volumetasten ab. Der Tastenimpuls wird in einen MIDI-Befehl übersetzt und an die RME gesendet. Das erfordert keine weitere Hardware, das passiert komplett im Rechner gegen die Totalmix Software. Hotkeys direkt für Totalmix gibt es nicht, aber das würde auch gar keinen Sinn ergeben, da das Routing sehr sehr groß werden kann und man mit Schnelltasten wahrscheinlich nur noch Fehler machen würde. Drücke ich nun also auf meiner Funktastatur die Medientasten Vol+ oder Vol-, sendet TotalKeyMix einen definierten MIDI-Befehl, den ich zuvor konfigurierte. Der Befehl enthält ein Stereopaar, einen Intervall und + oder -. Ich habe 1 dB für einen Tastendruck eingestellt, außerdem das Kanalpaar "AN 1/2". Innerhalb der Totalmix-Software kann man nun Gruppen erstellen für bspw. Fader. Wie an dem Bild erkenntlich, habe ich AN1/2, AN3/4 und AN5/6 zu einer Gruppen zusammengefasst. Sie sind synchronisiert, bewegt sich einer, bewegen sich alle. Man kann die Fader initial auch auf unterschiedliche Pegel einstellen und diese dann als Gruppe zusammenfassen. Alle Regler werden relativ zueinander gesetzt. Auf die Art könnte man sogar einen Pegelausgleich durchführen oder den TT schnell bzw. generell x.x dB lauter machen.

Ich höre schon seit ich RME Equipment habe mit -10dbV Referenzpegel. Ich glaube, das ist technisch gesehen falsch, aber mit dem für die Amps passenden Pegel von +4dbU habe ich doch klangliche Probleme, der Sound gefällt mir überhaupt, klingt gepresst. Im Gegenteil, mit -10dbV habe ich auch den Vorteil, eine viel größere Skala von Lautstärken regeln zu können. Hat jemand elektrotechnische Kenntnisse und kann mir da helfen?

Viele Grüße,
Markus
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Beitragvon uli.brueggemann » 04.03.2018, 12:24

markus_aktiv hat geschrieben:Lautstärkeregelegung: Bei der Lautstärkeregelung gibt es ein paar Möglichkeiten. Ich habe mit der Lautstärkeregelung in Jriver, Acourate und der Regelung im Fireface an den "Ausgängen" experimentiert. Leider schaffen es Jriver und AcourateConvolver nicht, auch bei leisen Lautstärken alle Details zu zeigen. Ich bilde mir auch ein, dass dadurch das gesamte Klangbild etwas leidet. Mit entsprechendem PC-Tuning kann man dem vielleicht beikommen.


Mmh, mehr als die Lautstärke mit 64bit float zu rechnen und dann das Ergebnis in 24 bit PCM (ohne/mit Dithering) umzurechnen geht nicht im digitalen Bereich. Ich glaube nicht, dass es die RME analog realisiert. Insofern kann ich mir dann wiederum nur die USB-Übertragung als Grund für das Phänomen erklären. Sofern dann parallel mit übertragene Störungen durch die RME Lautstärkeeinstellung mit reduziert werden.
Allerdings habe ich bisher noch kein "Gemecker" zur Lautstärkeregelung mit dem AcourateConvolver bekommen :)

markus_aktiv hat geschrieben:TotalKeyMix

Danke für den Hinweis. Ich hatte früher schon mal eine Diskussion in ähnlicher Richtung (also mit Midi), aber keine simple Lösung. TotalkeyMix kannte ich bisher nicht.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hans-Martin » 04.03.2018, 12:57

markus_aktiv hat geschrieben:Ich bemerke bei mir Zuhause auch einen deutlichen Unterschied ob ich mit dem AcourateConvolver invertiere oder nicht. Dabei scheint es egal zu sein, ob ich diese Invertierung in der RME (die Hardware kann ebenfalls invertieren) oder dem Convolver machen lasse, das Ergebnis ist dasselbe. Dann muss es wohl an den Amps liegen. Die habe ich aber eigentlich so angeschlossen, wie der Trafo am wenigsten brummt und es bei den meisten Aufnahmen passt. Das spricht eindeutig für invertierte Aufnahmen. Warum macht einer sowas? :|

Hallo Markus,
ich glaube, du verwechselst das was, das Ausphasen und das Invertieren des invertierten Musiksignals.
Der Netzanschluss, bei dem der Trafo weniger brummt, könnte auf Gleichstromanteile im Netz hindeuten.
Dazu haben wir hier schon reichlich diskutiert, bis hin zum Selbstbau von Gleichstromfiltern. Wenn der Trafo weniger brummt, zeigt das weniger Sättigungsprobleme, die Lebendigkeit im Klang kann besser werden und die zusätzlichen Verluste im hinzugefügten Gleichstromfilter mehr als kompensieren.

Die richtige Netzsteckerphasung würde ich nicht vom Trafobrumm abhängig machen, sondern vom Klangergebnis (am HT-Zweig oder ersatzweise mit einem Vollbereichs-/Mehrwege-LS).
Die richtige Signalpolarität erkennt man an besserer Fokussierung der Stimmen und Instrumente, der kraftvolleren Dynamik, besserer Vorn-Hinten-Staffelung, weniger Nervigkeit bei den Sibilanten.
Kurioserweise sind die Höreindrücke ähnlich wie beim Netzsteckerausphasen, obwohl keinerlei Zusammenhang messtechnisch erkennbar ist, schließlich sind es völlig unterschiedliche Ebenen.
Kommt eine Aufnahme bereits invertiert aus dem Mastering auf den Tonträger oder -allgemein gesprochen- in die Übertragungskette, sind die Unterschiede durch Polaritätskorrektur auch bei nicht korrekt ausgephasten Geräten hörbar.
Ähnliche Effekte ergeben sich auch bei der CD-Vorbehandlung (Entladung, Entmagnetisierung), und die Erklärung geht über eine wiederum völlig andere Ebene als Polarität oder Ausphasen oder Ulis Cleaner.

Alle genannten Schritte können sich nicht gegenseitig kompensieren, aber glücklicherweise zum Positiven aufaddieren. Es macht Spaß, den Klang durch Wissen zu steigern
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon markus_aktiv » 04.03.2018, 14:30

Hallo Uli,

ich bin mir ganz sicher, dass es sich nicht um einen Programmierfehler handelt oder es überhaupt irgendwas an der Realisierung der Lautstärkeregelung auszusetzen gäbe.

Die RME regeln die Lautstärke ebenfalls digital vor dem Wandler mit 48 Bit. Jetzt frag mich wieso das für mich besser klingt :oops: Ich höre oft später am Abend Musik und bin bei der Lautstärkeregelung in TotalMix nicht versucht, lauter zu drehen. Bei Regelungen in Software aber schon, um alles wahrzunehmen. Im neuesten Manual zum RME ADI-2 DAC gibt https://www.rme-audio.de/download/adi2dac_d.pdf es einige Beschreibungen zur Lautstärkestellern Seite 61ff. Zum TotalKeyMix habe ich mal einen Thread eröffnet. http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=30&t=9519&p=151452#p151452

Aber so wird vielleicht ein Schuh draus; knautscht sich das USB-Kabel auch irgendwo zwischen den anderen Kabel darum. Das könnte ein Faktor sein. Aber ich bin grundsätzlich mit dieser Lösung auf die Art sehr zufrieden.

@Hans-Martin: das habe ich tatsächlich verwechselt aber so wie du es beschreibst, klingt es durchaus sinnvoll. Da muss ich nochmal testen. Deine Klangbeschreibungen treffen exakt mein Empfinden, wenn ich experimentiere. Ich werde es mal mit dem Netzsteckerphasen probieren und davon unabhängig mit dem Invertieren am PC. Bisher habe ich geglaubt, das Phänomen hängt zusammen und wenn es beim Invertieren am PC besser klingt hat es damit was zutun, dass ich eigentlich den Stecker in der Steckdose drehen müsste.

Viele Grüße,
Markus
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Beitragvon Mister Cool » 04.03.2018, 15:58

Hallo Markus,

Dein Setup erinert mich sehr stark an mein aktuelles Vorhaben, daher erlaube ich mir ein paar weitere Fragen.

Kann das sein, dass das RME FF UCX digital angesteuert bei 8 Kanälen max. 44,1kHz verträgt?

http://www.rme-audio.de/en/products/fireface_ucx.php

Hast Du schon an einen analogen Lautstärkeregler gedacht? Ich habe neulich einen fernbedienbaren Bausatz gesehen. Ich suche den Link aus.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon markus_aktiv » 04.03.2018, 16:42

Hi Alwin,

ja. Die Bandbreite reicht eben nicht aus. Bei 44.1 Khz sieht meine Routingmatrix so aus:

Bild

Man sieht 8 digitale Kanäle "AS"ff. Hier eine kurze Tabelle für die Digitalkanäle und Sampleraten. Punkte meinen die Frequenzen dazwischen. Die angegebene Samplefrequenz ist die Frequenz, ab der sich die Kanalanzahl ändert. D.h. bei zB 48 Khz stünden auch noch 8 Kanäle zur Verfügung:

441: 8
...
64: 4
....
128: 2
...
192: 2

Bei 192Khz entsprechend:

Bild

Das Handbuch der RME sollte dir aber auch fast alle Fragen diesbezüglich beantworten. http://www.rme-audio.de/download/fface_ucx_d.pdf

Schon seit Jahren mache ich mir Gedanken um Analoge Pegelstellung. Aber auch hier würde ich mir in meinen Augen das Leben etwas schwerer machen: Bei der Verkabelung, Bauteileauswahl und Stromversorgung müsste man sich wieder in alle Richtungen für eine saubere Lösung verausgaben. Ganz zu schweigen von der zu stemmenden Anzahl der Kanäle, bei denen man sich festlegen. Ich hatte früher mit einigen Vorstufen experimentiert. Vielleicht hatte ich die falschen, aber in meinen Ohren waren sie immer auch eine Klangverschlechterung. Natürlich gab es Vorstufen die mir geschmacklich sehr gut gefallen haben und ich möglicherweise deswegen hätte in die Kette integrieren können. Allerdings zog das eben immer auch eine etwas unliebsame Eigenschaft mit sich: die ursprüngliche Klarheit und Transparenz der Fireface trat etwas in den Hintergrund. Ausführlich experimentiert habe ich mit verschiedenen Rotel Vorstufen 2 kanalig und kam klanglich nicht auf einen grünen Zweig. Ich schätze mich allerdings auch eher als einen analytischen Hörer ein.

Ich hoffe das beantwortet deine Frage :)

Viele Grüße,
Markus
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Beitragvon Mister Cool » 05.03.2018, 10:18

Mister Cool hat geschrieben:Hast Du schon an einen analogen Lautstärkeregler gedacht? Ich habe neulich einen fernbedienbaren Bausatz gesehen. Ich suche den Link aus.


Hallo Markus,

das wäre etwas, das in Deinem Setup passen würde (unsimmerische/Cinch Verbindung zw. audiointerface und Endstufen). Ob es Deinen Ansprüchen entspricht, ist eine andere Frage :-)

https://www.audiophonics.fr/fr/modules- ... -3607.html

Es gibt noch dieses Projekt, das eher bei mir passen würde (symmetrische Verbindung zwischen dem Audiointerface und den Hypex-Endstufen). Es ist recht weit fortgeschritten. Einige Acourate/Audiointerface Nutzer sind stark daran interessiert

https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/sho ... keregelung

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Mister Cool » 05.03.2018, 11:31

BTW. Was steckt hinter AS 1/2?

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Lauscher » 05.03.2018, 13:11

Hallo Markus,

Willkommen im Forum :D

Ich habe mein Projekt ähnlich aufgebaut wie Du.

Die Lautstärkereglung werde ich, wenn Oliver aus dem Diy Hifi Forum fertig ist, wie von Alwin bereits erwähnt, analog hinter der Soundkarte realisieren. Ich bin mal gespannt ob das nochmal einen klanglichen Gewinn bringt :D Ich glaube das Projekt ist auch alternativ für Chinch Verbindungen gedacht.


Der Symmetrische Aufbau hat bei mir im Vergleich zu den Chinch Verbindungen nochmal einen Klangschub gebracht. Das hatte bei mir damals aber auch zur Folge das ich alle Hifi-Geräte konsequent durchgetauscht hatte. Mittlerweile habe ich im wesentlichen auch nur noch den Aufbau PC-Motu Soundkarte - Endstufen - Lautsprecher.

Viele Grüße
Jens
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Beitragvon Mister Cool » 05.03.2018, 13:39

Hallo Jens,

bei Motu werde ich "hellhörig". Welches hast Du denn?

Grüsse,
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